Gesetz über die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (Außensteuergesetz AStG)

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1 9. Außensteuergesetz - Einführung Gesetzliche Vorschriften: Gesetz über die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (Außensteuergesetz AStG) Wichtige Verwaltungsanweisungen: Schreiben betreffs Grundsätze zur Anwendung des Außensteuergesetzes (Anwendungsschreiben zum AStG, BMF vom , BStBl I 2004, Sondernummer 1) 1

2 9. Außensteuergesetz - Einführung Das AStG ist kein Steuergesetz im üblichen Sinne, sondern ein Korrekturgesetz, welches die wichtigsten Erscheinungsformen der Steuerflucht bekämpft und profiskalisch wirkt. Es verfolgt das Ziel, unangemessene Steuervorteile, die sich aus der Nutzung des internationalen Steuergefälles ergeben, zu beseitigen und damit zur Gleichmäßigkeit der Besteuerung beizutragen Das AStG tritt ergänzend zu den Bestimmungen hinzu, die in der Abgabenordnung und den anderen Steuergesetzen die Besteuerung von Auslandsbeziehungen regeln. Die DBA gehen dem Außensteuergesetz ebenso wie den übrigen Gesetzen vor. 2

3 9. Außensteuergesetz Aufbau des AStG Norm 1 AStG 2-5 AStG Inhalt Berichtigung von Einkünften bei internationalen Verflechtungen Wohnsitzwechsel in niedrig besteuerte Gebiete 6 AStG 7 14 AStG 15 AStG Behandlung maßgeblicher Beteiligungen ( 17 EStG) bei Wohnsitzwechsel ins Ausland Beteiligung an ausländischen Zwischengesellschaften Familienstiftungen AStG AStG Ermittlung und Verfahren Schlussvorschriften 3

4 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) aufgrund der zunehmenden Globalisierung bilden sich zunehmend multinationale Konzerne zwischen den rechtlich selbständigen Landeseinheiten findet idr. ein konzerninterner Leistungsaustausch statt diese Leistungen werden konzernintern über sog. Verrechnungspreise bewertet Verrechnungspreise folgen nicht dem Postulat des Marktes sondern werden konzernintern festgesetzt mittels Verrechnungspreisen kann der betriebswirtschaftliche Gewinn (EBIT) konzernintern verschoben werden dadurch können Steuergefälle genutzt werden, um die Gesamtsteuerbelastung im Konzern zu minimieren und somit den an die Anteilseigner zu verteilenden Gewinn nach Steuern zu maximieren 4

5 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) die Nationalstaaten können nicht mehr auf den Gewinn zugreifen, da dieser zwischen verschiedenen Nationalstaaten aufgeteilt wird solange diese Verteilung mittels Verrechnungspreisen vom Konzern beeinflusst werden kann, müssen Nationalstaaten mit höherem Steuerniveau mit Steuermindereinnahmen rechnen um dieses für ein Unternehmen durchaus natürliche und nachvollziehbare Verhalten weitgehend zu unterbinden, haben sich die Finanzverwaltungen sämtlicher Industriestaaten auf einen internationalen Standard zur Beurteilung der Angemessenheit von Verrechnungspreisen geeinigt dieser Standard ist der sog. Fremdvergleichsgrundsatz oder das arm s length principle, das von Konzernen bei der Festsetzung der Verrechnungspreise fordert, sich konzernintern so zu verhalten, wie sich zwei fremde Dritte miteinander verhalten hätten. 5

6 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) 1 Abs. 1 AStG verankert den Grundsatz des Fremdverhaltens (dealing-at-arm s length Prinzip) im nationalen Steuerrecht. Danach sind Einkünfte unbeschadet anderer Vorschriften wie unter fremden Dritten anzusetzen, wenn folgende Tatbestandsvoraussetzungen vorliegen: Einkünfte eines (beschränkt oder unbeschränkt) Steuerpflichtigen aus Geschäftsbeziehungen mit einer ihm nach stehenden Person im Ausland zu Bedingungen, die von denen abweichen, die voneinander unabhängige Dritte unter gleichen oder ähnlichen Verhältnissen vereinbart hätten Der Fremdvergleich ist auch in Art. 9 des OECD-MA festgeschrieben. Art. 9 OECD-MA regelt die Einkunftsabgrenzung bei international verbundenen Unternehmen und gestattet die Vornahme von Korrekturen in den Vertragsstaaten. 6

7 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Die Abgrenzungsregelungen des nationalen deutschen Steuerrechts sind in den Grundsätzen für die Prüfung der Einkunftsabgrenzung bei international verbundenen Unternehmen, einem ausführlichen Erlass der Finanzverwaltung (BMF BStBl I 1982, S. 218) aufgeführt. Es ist notwendig, dass die beteiligten Finanzverwaltungen die Festsetzung von Verrechnungspreisen überprüfen können. Dafür ist es notwendig, das der Konzern seine konzerninternen Transaktionen offen legt. Daher führen immer mehr Staaten formale Dokumentationsanforderungen in ihren jeweiligen Steuergesetzen ein, die ein multinationaler Konzern somit in vielen Staaten zu erfüllen hat. Im Rahmen der Dokumentation der Verrechnungspreise ist eine Funktions- und Risikoanalyse durchzuführen. 7

8 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Beispiel: Steuerliche Implikationen der Verrechnungspreise Die Muttergesellschaft (MG) mit Sitz in Staat A (Steuerbelastung 60 %) vertreibt Waren, die sie von ihrer Tochtergesellschaft (TG) mit Sitz im Staat B (Steuerbelastungen 30 %) bezieht. MG erzielt durch den Verkauf der Waren an fremde Dritte einen Erlös von 100 GE. Bei der TG sind Herstellungskosten in Höhe von 40 GE angefallen. MG hat keine weiteren Kosten. Der Unternehmensverbund MG und TG generiert somit einen Gesamtgewinn in Höhe von 60 GE (100 GE - 40 GE) vor Steuern. Die folgende Tabelle zeigt die Steueraufkommen der Staaten A und B sowie die Steuerbelastungen der beiden Gesellschaften bei einer Variation des Verrechnungspreises. 8

9 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Beispiel: Steuerliche Implikationen der Verrechnungspreise Steuerbelastung Verrechnungspreis BMG MG BMG TG Steuerbelastung MG (Staat A) Gesamtsteuerbelastung TG (Staat B)

10 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Methoden zur Prüfung von Verrechnungspreisen Die Verwaltungsgrundsätze sehen folgende Standardmethoden zur Prüfung von Verrechnungspreisen vor: Preisvergleichsmethode (comparable uncontrolled price method) Wiederverkaufsmethode (resale price method) Kostenaufschlagsmethode (cost plus method) 10

11 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Preisvergleichsmethode Der zwischen den Nahestehenden vereinbarte Preis wird mit Preisen vergleichen, die bei vergleichbaren Geschäften zwischen Fremden im Markt vereinbart worden sind. Dies kann geschehen durch äußeren Preisvergleich (Vergleich mit Marktpreisen, die anhand von branchenüblichen Preisen oder Abschlüssen unter fremden Dritten festgestellt werden) oder inneren Preisvergleich (Vergleich mit marktentstandenen Preisen, die der Steuerpflichtige mit Fremden vereinbart hat) 11

12 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Preisvergleichsmethode Innerbetriebliche Vergleich M-AG (Produzent) Vergleichstransaktion T1-AG (Vertrieb) U-AG (Vertrieb) 12

13 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Preisvergleichsmethode zwischenbetriebliche Vergleich M-AG (Produzent) U-AG (Produzent) Vergleichstransaktion T1-AG (Vertrieb) U1-AG (Vertrieb) 13

14 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Wiederverkaufsmethode Diese Methode geht von dem Preis aus, zu dem eine bei einem Nahestehenden verkaufte Ware an einen unabhängigen Abnehmer weiterveräußert wird. Von diesem Preis wird auf den Preis für die Lieferung zwischen Nahestehenden zurückgerechnet. Dazu wird der Wiederverkaufspreis um marktübliche Abschläge berichtigt, die der Funktion und dem Risiko des Wiederverkäufers entsprechen. Wiederverkaufspreis an fremde Dritte - Marktüblicher Abschlag = Verrechnungspreis 14

15 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Kostenaufschlagsmethode Diese Methode geht bei Lieferungen oder Leistungen zwischen Nahestehenden von den Kosten des Herstellers oder Leistenden aus. Diese Kosten werden nach den Kalkulationsmethoden ermittelt, die der Liefernde oder Leistende auch bei seiner Preispolitik ggü. Fremden zugrunde legt. Es werden dann betriebs- oder branchenübliche Gewinnzuschläge gemacht. Summe der Selbstkosten + Betriebs- oder branchenüblicher Gewinnaufschlag = Verrechnungspreis 15

16 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Hypothetischer Fremdvergleich Können die genannten Vergleichsmethoden nicht herangezogen werden, weil der innerkonzernliche Leistungsaustausch zu spezifisch ist, muss auf den hypothetischen Fremdvergleich ausgewichen werden. Dabei wird geprüft, ob das Vereinbarte von dem abweicht, was unabhängige Dritte unter gleichen oder ähnlichen Verhältnissen untereinander vereinbart hätten. Um einen objektiven Bezugspunkt zu haben, geht die Rechtsprechung des BFH von der Rechtsfigur des ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters aus. Diesem ist eine Sorgfaltspflicht auferlegt, in dessen Rahmen er die Interessen der Gesellschaft zu vertreten hat. Die Rechtsfigur ist auf beide Vertragspartner zu projizieren. 16

17 9. Außensteuergesetz Berichtigung von Einkünften ( 1) Für die Verrechnungspreisdokumentation sind folgende Aufzeichnungen zu erstellen: Darstellung der angewandten Verrechnungspreismethode, Begründung der Geeignetheit der angewandten Methode, Unterlagen über die Berechnungen bei der Anwendung der gewählten Verrechnungspreismethode, Aufbereitung der zum Vergleich herangezogenen Preise bzw. Finanzdaten unabhängiger Unternehmen sowie Unterlagen über vorgenommen Anpassungsrechnungen Rechtsfolge Die Rechtsfolge des 1 AStG besteht darin, dass der unangemessene Anteil des Verrechnungspreisentgelts außerhalb der Steuerbilanz zugerechnet wird. 17

18 10. Außensteuergesetz Wohnsitzwechsel ( 2-5 AStG) Wohnsitzwechsel in niedrigbesteuernde Gebiete Die 2 5 AStG erweitern die beschränkte Steuerpflicht für Personen, die ihren Wohnsitz in niedrig besteuernde Gebiete (Niedrigsteuerländer) verlegt haben und deshalb nicht mehr unbeschränkt steuerpflichtig sind. Mit den erweiterten beschränkten Steuerpflichten sollen den Steuerpflichtigen gewisse steuerliche Vorteile, wie sie diese nah dem Wohnsitzwechsel in Gestalt einer nur noch partiellen Erfassung der inländischen Einkünfte ( 49 EStG) einer nur noch partiellen Erfassung des inländischen Vermögens ( 121 BewG) und dem Abgeltungscharakter von Quellensteuer genießen, genommen werden, soweit der Steuerpflichtige unverändert wirtschaftliche Interessen in Deutschland verfolgt. 18

19 10. Außensteuergesetz Wohnsitzwechsel ( 2-5 AStG) Beispiel: Wohnsitzwechsel in niedrigbesteuernde Gebiete Steuerflüchtling X der in eine Steueroase ausgewandert ist, erzielt Zinsen aus einer Darlehensforderung gegenüber einem Inländer. Diese Zinsen würden im Rahmen der regulären beschränkten Steuerpflicht lediglich dann eine inländische Steuerpflicht isd. 49 Abs. 1 Nr. 5a EStG auslösen, wenn die Darlehensforderung durch inländischen Grundbesitz gesichert ist. Fällt der Steuerflüchtling unter die Anwendungsvoraussetzungen der erweiterten beschränken Steuerpflicht isd. 2 AStG, liegen auch ohne diese Voraussetzung steuerpflichtige inländische Einkünfte vor. 19

20 10. Außensteuergesetz Wohnsitzwechsel ( 2-5 AStG) Persönliche Voraussetzung der erweiterten beschränkten Steuerpflicht nach 2 Abs. 1 AStG Natürliche Person, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt und in den letzten 10 Jahren vor Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht mindestens 5 Jahre unbeschränkt steuerpflichtig war. aber: Erweiterung auf zwischengeschaltete Gesellschaften ( 5 AStG) 20

21 10. Außensteuergesetz Wohnsitzwechsel ( 2-5 AStG) Sachliche Voraussetzung der erweiterten beschränkten Steuerpflicht nach 2 Abs. 2 AStG 1. Ansässigkeit in Steueroase Vermutung niedriger Besteuerung bei ESt/ErbSt ausländische EST < 2/3 inländische ESt bei zve lt. Grundtabelle oder Einräumung einer Vorzugsbesteuerung Gegenteilsbeweis für ESt: Ausländische EST >/= 2/3 inländische ESt nach tatsächlichen Verhältnissen für ErbSt: Ausländische ErbSt auf zusätzlich einbezogenes Vermögen >/= 30 % inländische ErbSt ( 4 Abs. 2 AStG) 21

22 10. Außensteuergesetz Wohnsitzwechsel ( 2-5 AStG) Sachliche Voraussetzung der erweiterten beschränkten Steuerpflicht nach 2 Abs. 2 AStG 1. Beibehaltung wesentlicher wirtschaftlicher Interessen im Inland ( 2 Abs. 2, 4 AStG) Unternehmerische/beteiligungsmäßige Stellung Unternehmer/Mitunternehmer eines inländischen Gewerbetriebs Kommanditist > 25 % Gewinnbeteiligung Beteiligung isd. 17 EStG an inländischer Kapges oder Überschreiten von Einkunfts-/Vermögensgrenzen: Nicht ausländische Einkünfte > 30 % der gesamten Einkünfte oder > Nicht ausländisches Vermögen > 30 % des Gesamtvermögens oder >

23 10. Außensteuergesetz Wohnsitzwechsel ( 2-5 AStG) Folgen der erweiterten beschränkten Steuerpflicht 1. Einkommensteuer Erweiterung des Umfangs der steuerpflichtigen Einkünfte über 49 EStG hinaus (= alle Einkünfte, die bei unbeschränkter Steuerpflicht nicht zu den ausländischen Einkünften gem. 34 d EStG rechnen) weltweiter Progressionsvorbehalt ( 2 Abs. 5 Satz 1 AStG) keine Abgeltungswirkung von KapESt und Quellensteuer nach 50 a EStG ( 2 Abs. 5 Satz 2 AStG) Mindestbesteuerung mit 15 % oder höherer Quellensteuer ( 50 Abs. 3 EStG) Höchstbesteuerung in Höhe der Steuer bei unbeschränkter Steuerpflicht 23

24 11. Außensteuergesetz Vermögenszuwachsbesteuerung 6 AStG Vermögenszuwachbesteuerung 6 AStG sieht vor, dass die stillen Reserven bei Beteiligungen isd. 17 EStG d.h. ab dem Jahr 2002 bei Anteilen an inländischen Kapitalgesellschaften mit mindestens 1 % Beteiligungsumfang nicht erst bei tatsächlicher Veräußerung, sondern bereits im Zeitpunkt der Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht des Steuerpflichtigen zu versteuern sind. Damit wird die Veräußerung des Anteils im Zeitpunkt der Beendigung der unbeschränkten Steuerpflicht fingiert. Diese Steuerentstrickung ist notwendig, da die meisten DBA das Besteuerungsrecht für Veräußerungen aus Anteilen an Kapitalgesellschaften dem Ansässigkeitsstaat zuweisen. Bei Wegzug würde Deutschland das Besteuerungsrecht für die stillen Reserven, die während der unbeschränkten Steuerpflicht entstanden sind, entzogen werden. 24

25 11. Außensteuergesetz Vermögenszuwachsbesteuerung 6 AStG Voraussetzungen Persönliche Voraussetzungen: Natürliche Person insgesamt mind. 10 Jahre unbeschränkt steuerpflichtig Sachliche Voraussetzungen: Beteiligung an einer inländischen Kapitalgesellschaft isd. 17 EStG Aufgabe von Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt ggf. Ersatztatbestände nach 6 Abs. 3 AStG 25

26 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Allgemeines Über Zwischengesellschaften (auch als Basisgesellschaften, Briefkastenfirmen oder Auffanggesellschaften genannt) ist eine Steuerverlagerung ins Ausland aus folgenden Gründen begünstigt: Abschirmfunktion ggü. Gesellschaftern Ausnutzung des internationalen Steuergefälles durch Ansiedelung der Zwischengesellschaft in Steueroasen (Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, Niederländische Antillen, Bahamas, Bermudas) Um solchen Gegebenheiten entgegen zu wirken, wird durch 7 ff. AStG die Abschirmwirkung durchbrochen, indem thesaurierte Gewinne (Zwischeneinkünfte) bei den Gesellschaftern hinzugerechnet und besteuert werden (Hinzurechnungsbesteuerung), als ob sie ausgeschüttet worden wären (Ausschüttungsfiktion). 26

27 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Wesentliche Inhalte der 7 14 AStG 7 AStG Steuerpflicht inländischer Gesellschafter: Unbeschränkt Steuerpflichtige, die zu mehr als der Hälfte an einer ausländischen Gesellschaft beteiligt sind, sind mit den auf sie entfallenden Zwischeneinkünften (d.h. niedrig besteuerten passiven Einkünften) der ausländischen Gesellschaft im Inland steuerpflichtig. 27

28 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Wesentliche Inhalte der 7 14 AStG 8 AStG Einkünfte von Zwischengesellschaften 8 AStG stellt eine Katalog von Einkünften auf, die nicht unter die Hinzurechnungsbesteuerung fallen, weil es sich um sog. Aktive /bzw. werbende) Tätigkeiten handelt (Z.B. Herstellung von Sachen, Handel, Dienstleistungen u.ä.), und benennen in der jeweiligen Gruppe die Ausnahmen, die als sog. Passiver Erwerb (=nicht werbende Tätigkeit) bezeichnet werden (z.b. Dienstleistungen, bei denen sich die ausländische Gesellschaft eines inländischen Gesellschafters bedient) und der Hinzurechnungsbesteuerung unterliegen. Die Einkünfte ais passivem Erwerb müssen als weitere Voraussetzung einer niedrigen Besteuerung von unter 25 % unterliegen. Gewinnausschüttungen sind freigestellt. 28

29 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Wesentliche Inhalte der 7 14 AStG 9 AStG Freigrenze bei gemischten Einkünften: Tätigt eine Zwischengesellschaft sog. Gemischte Einkünfte (aktive und passive), so bleiben diese für die Hinzurechnung außer Ansatz, sofern die Freigrenzen für passive Einkünfte höchstens 10 % der Bruttoerträge (Solleinnahmen ohne USt) und höchstens nicht überschritten werden. Bei Überschreiten der Freigrenze tritt (im Unterschied zu Freibeträgen) volle Steuerpflicht ein. 29

30 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Wesentliche Inhalte der 7 14 AStG 10 AStG Hinzurechnungsbetrag Tätigt eine Zwischengesellschaft sog. Gemischte Einkünfte (aktive und passive), so bleiben diese für die Hinzurechnung außer Ansatz, sofern die Freigrenzen für passive Einkünfte höchstens 10 % der Bruttoerträge (Solleinnahmen ohne USt) und höchstens nicht überschritten werden. Bei Überschreiten der Freigrenze tritt (im Unterschied zu Freibeträgen) volle Steuerpflicht ein. 30

31 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Wesentliche Inhalte der 7 14 AStG 11 AStG Veräußerungsgewinne: Dieser Paragraph enthält die Regelung zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung lediglich für den Fall, dass bei der Veräußerung von Anteilen durch eine Zwischengesellschaft im Veräußerungserlös Beträge enthalten sind (in den Rücklagen), die bereits durch eine Hinzurechnungsbesteuerung erfasst wurden und noch nicht ausgeschüttet worden sind. Hinweis: Die Vermeidung der Doppelbesteuerung, die entsteht, wenn nach einer erfolgten Hinzurechnungsbesteuerung ausgeschüttet wird, ist für nat. Personen in 3 Nr. 41 EStG und für Kapitalgesellschaften in 8b KStG geregelt. 31

32 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Wesentliche Inhalte der 7 14 AStG 12 AStG Veräußerungsgewinne: Dieser Paragraph enthält die Regelung zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung lediglich für den Fall, dass bei der Veräußerung von Anteilen durch eine Zwischengesellschaft im Veräußerungserlös Beträge enthalten sind (in den Rücklagen), die bereits durch eine Hinzurechnungsbesteuerung erfasst wurden und noch nicht ausgeschüttet worden sind. Hinweis: Die Vermeidung der Doppelbesteuerung, die entsteht, wenn nach einer erfolgten Hinzurechnungsbesteuerung ausgeschüttet wird, ist für nat. Personen in 3 Nr. 41 EStG und für Kapitalgesellschaften in 8b KStG geregelt. 32

33 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Wesentliche Inhalte der 7 14 AStG 14 AStG Nachgeschaltete Zwischengesellschaften 14 AStG dient dazu, zu verhindern, dass die 7 13 AStG dadurch umgangen werden, dass die Beteiligung an der ausländischen Zwischengesellschaft nicht vom unbeschränkt steuerpflichtigen Gesellschafter selbst, sondern von einer anderen ausländischen Gesellschaft (nachgeschalteten Gesellschaft oder Untergesellschaft) gehalten wird (oder von mehreren nachgeschalteten Gesellschaften). Hierzu werden die Zwischeneinkünfte der Untergesellschaft der Obergesellschaft zugerechnet, als hätte diese die Zwischeneinkünfte bezogen). 33

34 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Beispiel I Der in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtige ledige A erzielt im Veranlagungszeitraum (VZ) 2008 inländische Einkünfte von Er ist darüber hinaus zu 100 % an einer ausländischen Kapitalgesellschaft beteiligt, die Einkünfte aus nicht aktiven Tätigkeiten bezieht, die zu weniger als 2 % besteuert werden. Die ausländische Kapitalgesellschaft erzielt in 2008 einen Jahresüberschuss nach Abzug ausländischer Steuern von umgerechnet 1 Mio.. Wie hoch ist die festgesetzte Einkommensteuer für A in 2008 (Sie können die Grundtabelle für 2009 zugrunde legen)? 34

35 12. Außensteuergesetz Hinzurechnungsbesteuerung 7 ff. AStG Beispiel II Wie in Beispiel 1. A erzielt im Veranlagungszeitraum 2009 ebenfalls inländische Einkünfte von Die ausländische Zwischengesellschaft erzielt in 2009 einen Jahresüberschuss nach Abzug ausländischer Steuern von umgerechnet 1 Mio.. Sie löst Gewinnrücklagen in Höhe von auf und schüttet an A 1,5Mio aus. Wir hoch ist die festzusetzende Steuer für A im Veranlagungszeitraum 2009? 35

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