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2 ISBN Hanns-Seidel-Stiftung e.v., München Akademie für Politik und Zeitgeschehen Verantwortlich: Dr. Reinhard C. Meier-Walser (Chefredakteur) Redaktion: Barbara Fürbeth M.A. (Redaktionsleiterin) Claudia Magg-Frank, Dipl. sc. pol. (Redakteurin) Susanne Berke, Dipl. Bibl. (Redakteurin) Christa Frankenhauser (Redaktionsassistentin) Copyright für Titelfoto: Wolfgang Eltrich Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form (durch Fotokopie, Mikrofilm oder ein anderes Verfahren) ohne schriftliche Genehmigung der Redaktion reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

3 Inhaltsverzeichnis Wolfgang Eltrich Einführung...5 Josef Miller Perspektiven für die Landwirtschaft im Alpenraum...7 Bernd Stange Der Fleischmarkt...11 Hannes Weindlmaier Globale und nationale Entwicklungen am Milchmarkt: Chancen und Risiken für die bayerische Milchwirtschaft...17 Alois Heißenhuber Entwicklung der Landwirtschaft auf Grünlandstandorten unter veränderten Rahmenbedingungen in Bayern...35 Franz Sinabell Perspektiven der Agrarwirtschaft im Alpenraum eine österreichische Perspektive...43 Stefan Mann Landwirtschaft im Alpenraum, das Schweizer Direktzahlungssystem und ordnungspolitische Optionen...53 Karl Buchgraber Entwicklung der Landwirtschaft auf Grünlandstandorten unter veränderten Rahmenbedingungen in Südtirol...63 Alain Thierstein Moderne Dienstleistungsangebote für den ländlichen Raum Optionen angesichts räumlicher Dynamik?...71 Andrea Spangenberg/Bernd Husemann/Peter Quicker/Martin Faulstich Beitrag des ländlichen Raums zur Energieversorgung...85 Gerlind Weber/Walter Seher Perspektiven für Landwirtschaft und Kulturlandwirtschaft aus einer integrativen Sicht auf ländliche Räume Autorenverzeichnis...119

4 Einführung Wolfgang Eltrich Bis in das Mittelalter hinein galt der Alpenraum wie alle Gebirge als bedrohliche, ja lebensfeindliche Landschaft, die nur von wenigen Passstraßen durchzogen wurde und teilweise verdrängten Völkerstämmen als Refugium diente. Die Bevölkerungszunahme, auch durch die Völkerwanderung verursacht, führte zu einer langsamen Ausweitung der Siedlungstätigkeit in den Alpentälern, anfangs aber noch nicht in größeren Höhen, sondern nur in den Tallagen entlang der Flüsse. Diese Besiedelung wurde durch die Intensivierung des Bergbaus und die Ausweitung der Rodungstätigkeit, die eine landwirtschaftliche Nutzung erst ermöglichte, gefördert. Eine wichtige Rolle spielten dabei auch die Klöster, die ehemalige Benediktinerabtei Tegernsee, zu der Wildbad Kreuth gehörte, sei nur als ein Beispiel angeführt. Zusätzlich begünstigt durch klimatische Einflüsse kam es zu einer deutlichen Ausprägung der germanischen Wirtschaftsordnung mit der Dominanz der Viehhaltung in den Nordalpen und der romanischen Wirtschaftsordnung mit der Gleichrangigkeit von Ackerbau und Viehwirtschaft in den Südalpen. So prägte sich eine eigene Wirtschafts- und Kulturweise heraus, die bis ins 19., teilweise bis ins 20. Jahrhundert Bestand hatte. Mit der beginnenden Industrialisierung zeichnete sich eine grundsätzliche Änderung der "Alpenkultur" ab. Die bisher auf Selbstversorgung orientierten autarken Betriebe produzierten nun zusätzlich auch für den Markt und sogar für den Export. Gleichzeitig wurden die Lebens- und Arbeitsbedingungen für die ländliche Bevölkerung leichter. Trotzdem können auch heute noch landwirtschaftliche Betriebe im Gebirge, bedingt durch die klimatischen Bedingungen und die Struktur der zu bearbeitenden Flächen, mit Betrieben im Flachland nur schwer konkurrieren. Diese Entwicklung schuf aber auch Probleme, die zwar in der ganzen Landwirtschaft zu beobachten sind, sich aber im Alpenraum verstärkt abzeichnen: kleine Betriebe wurden und werden, auch durch die verstärkte internationale Konkurrenz, unrentabel und werden aufgegeben; landwirtschaftliche Arbeitskräfte wanderten in die Ballungsgebiete ab, in denen die Industrie Arbeitskräfte dringend benötigte; der sich steigernde Massentourismus, besonders seit dem Zweiten Weltkrieg, der zwar Geld in die Täler brachte, aber gleichzeitig die Umwelt empfindlich belastete und die Sozialstruktur störte; der zunehmende Transit- und Reiseverkehr, der die Umwelt zusätzlich erheblich negativ beeinflusst; die Schädigung der Bergwälder, deren wichtige Schutzfunktion gegen Erosion und Lawinen zunehmend beeinträchtigt wird; die Zerstörung der gewachsenen Dorfstrukturen und die Zersiedelung der Landschaft besonders im Bereich von Ballungszentren; und schließlich die Änderung des Klimas, über deren Ursachen man geteilter Meinung sein kann, deren Auswirkungen aber auf Flora, Fauna und unbelebte Natur und damit auch auf die Landwirtschaft unbestreitbar sind und in den nächsten Jahrzehnten zu einem Umdenken in vielen Bereichen führen müssen.

5 6 Wolfgang Eltrich Eben deshalb erfordert gerade der Alpenraum mit seinem empfindlichen Ökosystem unsere besondere Aufmerksamkeit. Die sich immer mehr verfeinernden Methoden bei der wissenschaftlichen Erfassung aller bedeutsamen Parameter und deren Analyse sind eine wichtige Hilfestellung für die Politiker, die die notwendigen Regelungen in Gang setzen müssen. Berggebiet ist eben nicht gleich Berggebiet, und darum kann es auch keine universal gültigen Patentlösungen geben. Es gilt nach Möglichkeiten und Wegen zu suchen, um die vorhandene Vielfalt in allen Bereichen zu bewahren und gleichzeitig die Umwelt überlebensfähig zu erhalten, ohne den Fortschritt auszuklammern. Ein "Museum Alpen" ist sicher nicht der richtige Weg. Es ist notwendig, die Alpen als das vernetzte System zu betrachten, das sie sind und waren, und für die sich ergebenden Probleme nicht im nationalen Alleingang, sondern in internationaler Zusammenarbeit Lösungen zu suchen, allerdings ohne regionale Eigenheiten und Traditionen zu ignorieren. Arge Alp und CIPRA sind Beispiele für die Möglichkeiten solcher Kooperationen ebenso wie die EUREGIO-Aktivitäten und das nicht nur im Alpenbereich. Die Ergebnisse eines von der Hanns- Seidel-Stiftung und dem Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten am 30. und 31 März 2006 in Wildbad Kreuth veranstalteten Expertengesprächs, das an die Tradition der "Meraner Gespräche", die eine ähnliche Zielsetzung hatten, anknüpfen soll, sind in diesem Band zusammengefasst. An dieser Stelle möchte ich auch allen, die zum Gelingen der Tagung beigetragen haben, meinen herzlichen Dank aussprechen.

6 Perspektiven für die Landwirtschaft im Alpenraum Josef Miller Die Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft für die Gesellschaft zeigt sich im Alpenraum in besonderer Weise. Ob in den Österreichischen Bundesländern, in Südtirol, den Schweizer Kantonen oder in den Alm- und Alpgebieten Bayerns, es sind die bäuerlichen Familienbetriebe, die hier mit ihrer Arbeit hochwertige Nahrungsmittel erzeugen und dazu unverzichtbare Leistungen für die Kulturlandschaft, den Schutz von Luft, Wasser und Boden erbringen. Sie sind damit Garanten für die Lebensqualität der Menschen, die hier leben und arbeiten, aber auch für Millionen von Touristen, die den Alpenraum als Erholungsraum schätzen und ihn dadurch zu einem ertragreichen Wirtschaftsstandort in Europa machen. Diese multifunktionale Rolle der Landwirtschaft zu sichern ist eine vorrangige Aufgabe, die über den europäischen Rahmen der Agrarpolitik hinaus regionale Anstrengungen erfordert. Viele gemeinsame Berührungspunkte lassen es deshalb naheliegend erscheinen, über Ländergrenzen hinweg Handlungsansätze immer wieder auch gemeinsam zu diskutieren. Es ist ein besonderes Verdienst der Hanns- Seidel-Stiftung, diese Thematik in ihre Bildungsarbeit einzubeziehen, damit eine Plattform für interdisziplinären und internationalen Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu schaffen und so Impulse und Denkanstösse für die politisch Handelnden zu geben. 1. Bedeutung der Landwirtschaft Die Land- und Ernährungswirtschaft hat in Bayern überragende Bedeutung. Das wird insbesondere dann am deutlichsten, wenn wir zu unserer Land- und Ernährungswirtschaft noch den gesamten Non-Food- Bereich, der Forst, die dazugehörigen Dienstleistungsbranchen sowie den gesamten vor- und nachgelagerten Bereich unter dem Begriff "Agribusiness" zusammenfassen: Das "Agribusiness" steht mit einem jährlichen Umsatz von rd. 110 Mrd. vor dem Fahrzeugbau, dem Maschinenbau und weit vor der chemischen Industrie an der Spitze der wichtigsten bayerischen Wirtschaftsbereiche. Und bei den Beschäftigten liegt es mit rd Erwerbstätigen ebenfalls an erster Stelle. Jeder 9. Arbeitsplatz hängt in Bayern direkt oder indirekt mit dem Agrarbereich zusammen! Aufgrund dieser besonderen Gegebenheiten haben die Ergebnisse der WTO- Verhandlungen und die Auswirkungen der EU-Agrarpolitik enorme Bedeutung für Bayern, seinen ländlichen Raum und darüber hinaus. Dies gilt nicht nur für die vielen Arbeitsplätze in der Land- und Ernährungswirtschaft, die sich naturgemäß durch hohe Standortbindung und Standorttreue auszeichnen. Dies gilt in ganz besonderem Maße auch für die Sicherung der unverwechselbaren Identität Bayerns mit seiner einzigartigen Kulturlandschaft. 2. Agrarpolitische Standpunkte Bayerns Unter Berücksichtigung dieser Rahmenbedingungen möchte ich nachfolgend meine agrarpolitischen Kernaussagen kurz darlegen:

7 8 Josef Miller 1. Der ländliche Raum bei uns in Bayern ist mehr als nur ein Gegenstück zur Stadt. Er ist keine Restgröße, über die beliebig verfügt werden kann. Der ländliche Raum muss aktiv gestaltet werden. Dazu ist das Engagement der Bürger vor Ort genauso wichtig wie die Vorgaben der Politik vor allem der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU. 2. Wir haben in Bayern das Agrarmodell einer nachhaltigen und multifunktionalen Landwirtschaft. Dieses bayerische Agrarmodell hat nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch umweltpolitische, sozial- und kulturpolitische Dimension. Dieses zukunftsfähige Modell muss deshalb im Regelwerk der WTO fest verankert werden. Unsere Bauern müssen für ihre multifunktionalen Leistungen für die Gesellschaft honoriert werden können. Sie brauchen darüber hinaus eine faire Chance im globalen Wettbewerb! Deshalb müssen auch Nachhaltigkeitskriterien ins Regelwerk der WTO aufgenommen werden. 3. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen in der Agrarpolitik, speziell auch in der Milchpolitik. Die Milch hat für Bayern zentrale Bedeutung. 40 % der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern - das sind Betriebe - halten 1,3 Mio. Milchkühe. Die Milchproduktion ist der wichtigste und einzige Betriebszweig in Bayern, mit dem unsere 1,15 Mio. Hektar Grünland mit einem Anteil von 35 % an der LF, unsere Gebirgs- und Mittelgebirgslagen wirtschaftlich gut genutzt werden können. Diese 1,15 Mio. Hektar Grünland können nur über den Wiederkäuermagen sinnvoll verwertet werden. Darüber hinaus ist eine Reduzierung des Grünlandanteils in Bayern EU-rechtlich untersagt, d.h., es gibt keinerlei Alternative zur Grünlandnutzung. Auch diesen besonderen Bedingungen muss mit einer verlässlichen Politik für Milch und Rindfleisch sowohl im Rahmen der WTO- Verhandlungen als auch auf EU-Ebene Rechnung getragen werden. 4. Wir haben in der EU zu viel Milch. Dies drückt auf die Preise und die Einkommen unserer Bauern. Die Erhöhung der Milchquoten um 1,5% ist daher kontraproduktiv. Wir haben dagegen vehement gekämpft, konnten aber die Aufstockung in drei Schritten um je 0,5 % für die aktiven Erzeuger nicht verhindern. 5. Für Milch und Milchprodukte müssen bei den WTO- Verhandlungen verträgliche Regelungen a) beim Außenschutz sowie b) zum Abbau der Exporterstattungen in 2014 erreicht werden. Dazu brauchen wir eine Mindestanzahl sensibler Produkte in einem Anteil von mindestens 8%. 6. Die Ausgleichszulage in benachteiligten Gebieten ist ein Kernstück unserer bayerischen Agrarpolitik, ich möchte sagen, eine bayerische Idee. Wir unterstützen damit die Landwirtschaft in den von Natur aus benachteiligten Gebieten. Darüber hinaus gleichen wir in diesen Regionen dadurch auch strukturbedingte Nachteile der Betriebe aus. Die positiven Wirkungen der Ausgleichszulage für diese Regionen sind anerkannt und nachgewiesen. Die Kommission hat auch aufgrund des bayerischen Einsatzes ihren Vorschlag zur Neuabgrenzung der "sonstigen benachteiligten Gebiete" bis 2010 "auf Eis gelegt". Das begrüße ich sehr. Ich würde es aber auch begrüßen, wenn auf eine solche Neuabgrenzung ganz verzichtet würde. Wir haben in Deutschland ein Abgrenzungssystem, das im Grunde alle Anforderungen seitens der EU-Organe erfüllt. Deshalb ist es unser dringendes Anliegen, bei der Vorlage neuer Abgrenzungskriterien die Beibehaltung der in Deutschland bisher verwendeten Kriterien zu ermöglichen. Besonders hart trifft uns der Beschluss der EU-Regierungschefs vom Dezember 2005 zur finanziellen Vorausschau : Auf Bayern kommen bei den EU-Mitteln der 2. Säule Kürzungen in Höhe von rd. 80 Mio. zu. Diese Kürzungen müssen

8 Perspektiven für die Landwirtschaft im Alpenraum 9 unbedingt durch anderswo frei werdende EU-Mittel abgemildert werden. 7. Im Rahmen der ELER-Verordnung kommt dem Lissabon-Prozess eine besondere Bedeutung zu. Dabei spielen die Schaffung neuer Arbeitsplätze, innovative Investitionen sowie die regionale Vernetzung eine besondere Rolle. Wir haben in Bayern ausgezeichnete Beispiele, wie durch Diversifizierung Synergieeffekte zum Wohle des ländlichen Raums erschlossen werden können. Ich sage aber ganz klar: Ohne den "Kernbereich Landwirtschaft" mit seinen vor- und nachgelagerten Bereichen würde auch der Tourismus und die davon abhängenden Wirtschaftsbereiche, insbesondere im ländlichen Raum, enormen Schaden nehmen. 8. Unsere Bauern sind es gewohnt, anzupacken und etwas mit der Natur und in der Natur zu schaffen. Für ein investitionsfreundliches Klima in der Landwirtschaft und im Ländlichen Raum braucht es Optimismus und Zuversicht bei den Investoren. Diese Voraussetzungen sind derzeit leider nicht ausreichend gegeben. Die Regelungsdichte im Fachrecht und die Verknüpfung mit Cross Compliance unterminiert zunehmend die Zuversicht und den Optimismus unserer Landwirte. Unsere besonderen Anstrengungen gelten daher uneingeschränkt dem Ziel, die bestehende Regelungsdichte abzubauen, die CC-Regelungen eindeutig und klar möglichst EU-weit gleich zu regeln keinesfalls immer neue Vorschriften in das CC-System einzufügen. Im März 2006 war EU-Kommissarin Fischer Boel bei uns in Bayern zu Gast. Wir haben diese besondere Gelegenheit intensiv genutzt, um bei Gesprächen und in der Ministerratssitzung unsere agrarpolitischen Forderungen und Vorstellungen zu einer multifunktional ausgestalteten Landwirtschaft darzulegen sowie die Zukunft der europäischen Agrarpolitik zu erörtern. Bei den Durchführungsvorschriften für das EU-Recht werden wir nicht lockerlassen, bis wir mehr Praxisnähe und weniger Bürokratie in der Landwirtschaft durchgesetzt haben. Unsere Bemühungen zeigen erste Erfolge: So kündigte die EU-Agrarkommissarin an, dass sie das CC-System unter der deutschen Ratspräsidentschaft 2007 umfassend überprüfen und vereinfachen lassen will. Bei der künftigen Finanzierung der EU- Agrarpolitik setzen wir auf eine obligatorische nationale Kofinanzierung, die durch den Bund erfolgen muss. Nur so leisten wir einen wichtigen Schritt zu mehr nationaler Verantwortung und erreichen eine gerechtere Lastenverteilung zwischen den Mitgliedstaaten. Mit der Einführung der nationalen Kofinanzierung könnte allein Deutschland jährlich um mehrere hundert Millionen Euro entlastet werden.

9 Der Fleischmarkt Bernd Stange 1. Einleitung "Die Kraft steckt in der Qualität," das wusste schon Friedrich Nietzsche. Der deutsche Philosoph war zwar kein Kenner der alpenländischen Agrarwirtschaft, und er war natürlich in Sachen Weltmarkt nicht auf dem heutigen Stand. Aber sein Wort gilt immer noch, auch für uns. Die Kraft steckt in der Qualität, und dies soll im Folgenden am Beispiel ausgewählter Agrarmärkte gezeigt werden. Ich arbeite seit sechs Jahren für die VION Food Group, ein deutsch-niederländisches Unternehmen gegründet, hat sich das Unternehmen seitdem durch Käufe, Joint Ventures und Akquisitionen ständig vergrößert. Heute ist VION in allen europäischen Kernmärkten direkt vertreten. Der Umsatz liegt bei 6,8 Milliarden Euro insgesamt. Wir beschäftigen stolze Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. VION ist Marktführer bei den Rinderschlachtungen in Europa, bei Schweinen liegen wir auf Platz zwei. 2. Fleisch weltweit ein Wachstumsmarkt "Verbraucher sind für die Wirtschaft das, was der Wähler für die Politik ist," hat ein amerikanischer Wirtschaftsjournalist einmal treffend gesagt. Doch die Wirtschaft, das müssen wir zugeben, hat einen Vorteil. Die Wirtschaft erlebt heute weltweit, dass sie grenzüberschreitend immer neue Wähler gewinnen kann, sprich immer neue Verbraucher, die ihre Produkte nachfragen. Das gilt auch für die Fleischwirtschaft: Weltweit ist Fleisch weiterhin ein Wachstumsmarkt. An den Rohstoff- und Absatzmärkten für Schweine- und Rindfleisch können wir das ablesen. Davon soll ebenso die Rede sein wie von den Veränderungen im Umfeld der Fleischbranche sowie den Konsequenzen und Zukunftschancen, die sich für regionale Räume daraus ergeben. 2.1 Schweinefleischmarkt zunehmend international So viel steht fest: Der Markt für Schweinefleisch wird immer internationaler. Absatzmärkte in Italien und Griechenland beeinflussen die europäischen Verkaufspreise für bestimmte Teilstücke ebenso wie Absatzmengen und Preise in Asien. Niedrigere Produktionskosten, wie beispielsweise in Brasilien oder auch nur beim Nachbarn Dänemark, erhöhen hierzulande den Preisdruck. Hinzu kommt, dass die Bestandsgrößen in Deutschland, verglichen mit anderen Wettbewerbsländern, eher ungünstig sind. In Deutschland kommen im Schnitt etwa 253 Schweine auf einen Halter, in Dänemark und den Niederlanden sind die Zahlen vier Mal so hoch. 1 Was heißt das für die deutsche Schweineproduktion? Wir sehen uns mit einem Strukturwandel konfrontiert, der immer noch nicht abgeschlossen ist: Fast 20 Prozent der deutschen Ferkelerzeugerbetriebe haben 2003 ihre Produktion einstellt. Um die Nachfrage in Deutschland zu befriedigen, importiert Deutschland große Mengen Schweinefleisch, beispielsweise aus den Niederlanden. 2

10 12 Bernd Stange Das ist allerdings kein Grund zur Resignation. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Schweinefleisch auf der Welt entwickelt sich weitgehend konstant. Bei zunehmender Weltbevölkerung steigt die Nachfrage nach Fleisch, insbesondere im asiatischen Raum: in China mit großer Macht, aber auch in Korea und Japan. Auch die Exportentwicklung aus Deutschland heraus kann sich sehen lassen: Seit 2001 sind die Exporte von Schweinefleisch um 71 Prozent gestiegen. Daraus können wir schließen, dass der Preis nicht alles regelt. Die Zahlen deuten auf ein hohes Qualitätsmerkmal. "Gute Waren machen gute Märkte", sagte schon der englische Dichter Nicolas Breton im 15. Jahrhundert. Und heute? Insbesondere die süddeutschen Schweine werden nachgefragt, beispielsweise in Italien. Und auch die osteuropäischen Länder rechnen wir zu unseren neuen Kunden. Polen, Ungarn, Tschechien, Russland und Rumänien sorgen für eine steigende Nachfrage nach Schweinefleisch. 2.2 Rindfleischmarkt global umkämpft Was für den Schweinemarkt gilt, lässt sich auch für den Rindermarkt feststellen: Die Handelsströme sind bereits global. Diese Entwicklung wird weitergehen und sich noch verschärfen. Denn im Rahmen der WTO-Beschlüsse vom Herbst 2005 werden bis 2013 die Exporterstattungen gänzlich abgeschafft und der Marktzugang von Drittländern weiter liberalisiert und erleichtert. Die Folge wird sein, dass vermehrt Rindfleisch aus Südamerika in die EU und nach Deutschland eingeführt wird. Die Rinderproduktion in Deutschland wird weiter leicht zurückgehen. Ein Grund ist die Entkoppelung der Rinderprämien, ein weiterer, der den Weltmarkt allerdings nur kurzfristig beeinflusst: In Großbritannien läuft das OMTS (Over-thirty-monthsheme) aus. Jetzt darf Großbritannien nach BSE wieder Rindfleisch über 30 Monaten exportieren und ist auf Importe weniger angewiesen ging in fast allen europäischen Ländern außer Großbritannien und Irland die Netto-Erzeugung von Rind- und Kalbfleisch zurück. In Deutschland setzt sich damit ein Trend fort, den wir in den vergangenen 14 Jahren beobachtet haben: In diesem Zeitraum sank die Rinderproduktion um 30 Prozent. 3 Ich sage voraus, dass nur spezialisierte Rindermäster, die schon heute ohne Prämien auskommen, weiter produzieren werden. Ein Blick auf den Weltmarkt zeigt den Exportanteil einzelner Länder und verdeutlicht: Auf dem Weltmarkt kommt der EU, was den Rindfleisch-Export angeht, zurzeit mit nur vier Prozent keine herausragende Stellung zu. 3. Fleischmarkt ein Umfeld in Bewegung Die Folge davon ist, dass sich die Fleischbranche auf eine Vielzahl von Veränderungen einstellen muss. Schauen wir auf den EU-Binnenmarkt. Hier stehen die Vermarkter auch in Zukunft unter hohem Preisdruck zwischen Rohstoff- und Absatzmärkten. Der Konzentrationsprozess setzt sich fort. Der Selbstversorgungsgrad der EU-15, der westeuropäischen Länder also, liegt für Rindfleisch bei 98 Prozent, bei Schweinen ist Europa um 9 Prozent überversorgt. Europaweit gilt folgender Trend: Die Ketten des Lebensmitteleinzelhandels (LEH)

11 Der Fleischmarkt 13 werden immer größer. Discounter laufen dem kleinen LEH und Metzger den Rang ab. Die Bedientheke ob wir das bedauern oder nicht wird sich weiter deutlich zugunsten der SB-Ware reduzieren. Für Selbstbedienungs-Produkte, englisch PPC also Prepacked-Convenience, erwarten wir eine steigende Nachfrage in ganz Europa. Der Trend geht zur gesunden und bequemen Ernährung. Das liegt auch an der Entwicklung der Haushalte. Alle Appelle der Medien und Regierungen an junge Frauen, Familien zu gründen und Kinder zu kriegen, werden den europäischen Trend zum 1-Personen- Haushalt so schnell nicht umdrehen. In Deutschland kennen wir die Zahlen genau. 36 Prozent aller Haushalte sind 1-Personen-Haushalte, mit allen Konsequenzen für den Konsum. Keiner der beliebten Fernseh-Köche, weder Mälzer noch Lafers, berücksichtigen mit ihren Rezepten diesen Trend. Fragt man deutsche Kunden, was beim Kauf von Fleisch und Wurst für sie entscheidend ist, sagen sie an erster Stelle: "der Preis". Dann folgen in dieser Reihenfolge die Punkte: Geschmack, Gewohnheit, Herkunft/Auszeichnung, Marke, Mehrwert-Aktionen, Werbung. 4 Ein Schritt über die Grenze zum französischen Nachbarn, und die Antwort fiele anders aus. Dort wird der Genuss viel höher bewertet, ist Bestandteil der Kultur, und auch die Italiener werden so schnell auf ihren Metzger nicht verzichten jedenfalls nicht feiertags oder am Wochenende, wenn die ganze Familie sich zum Festmahl trifft. Anders im europäischen Alltag. In der Woche entlastet der Griff zum Selbstbedienungsprodukt oder in die Tiefkühltheke die Verbraucher und zwar europaweit lag der PPC-Anteil in Belgien, Holland, Irland, England und Frankreich bei durchschnittlich 70 Prozent, in Deutschland lag er mit 42 Prozent noch vergleichsweise niedrig. Insofern vermuten wir hier ein erhebliches Wachstumspotenzial. Wir schätzen, dass bis 2010 der Anteil der Selbstbedienungsware hierzulande auf rund 60 Prozent steigen wird. Für dieses Jahr erwartet die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) bereits ein Verhältnis von SB zu Bedienware von 50 zu Qualität sie macht den Unterschied Was verlangt der LEH vom Markt? Neben großen Einheiten auch bei Teilstücken und zwar bei Bedarf an 365 Tagen im Jahr gleichbleibende Qualität und Sicherheit. "Gebt ihnen Qualität. Das ist die beste Art der Werbung", hat der amerikanische Industrielle Milton Hershey einmal gesagt, und das gilt auch hier. Die Fleischqualität muss gesichert sein, die Teilstückausprägung und der Hygienestandard. Wer diese Gesetze missachtet, bringt die ganze Branche in Verruf und diesen bestraft der Kunde. Der Hackfleischskandal Anfang 2005 führte zu deutlichen Gewinneinbrüchen. Auch der Gammelfleischskandal ist uns in schlechter Erinnerung. Die Fleischqualität ist also ein "Muss" und darf sich nicht über den Preis definieren, sonst bleibt der Kunde weg. Wir wissen aus Erfahrung, dass unser gemeinsames Produkt Fleisch bestimmten hohen Standards genügen muss. Das bezieht sich auf mikrobiologische Werte ebenso wie auf die Homogenität des Produktes. Nötig sind außerdem eine überregionale Logistik, eine zunehmende Sortimentsbreite sowie gezieltes Marketing, um die Ware an die Verbraucher zu bringen.

12 14 Bernd Stange 3.2 Partnerschaften ein langfristiges Muss Wenn wir im Wettbewerb bestehen wollen, müssen sich Mäster und Schlachtbetriebe auf langfristige Partnerschaften einstellen. Langfristige Partnerschaften sind die Lösung, um hochwertige, standardisierte Genussqualitäten zu produzieren und dabei die Kosten deutlich zu senken. Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Unsere Kette beginnt beim Zulieferer, bei dessen Kalb oder Ferkel schon die Genetik stimmen muss. Die Fütterung mit gesunden, auf Schweine und Rinder ausgerichteten Produkten, tiergerechte Transporte sowie gute Herstellungspraktiken sind die nächsten Glieder in der Kette. Die Fleischwirtschaft managt die Kette, der Handel als Einkäufer bestimmt die Qualitäten. Und jeder Beteiligte steht in der Verantwortung für das Endprodukt. Jeder ist gut beraten, wenn er beherzigt, was Helmut Maucher, ehemaliger Generaldirektor von Nestlé, einmal so formuliert hat: "Der wahre Präsident des Unternehmens ist der Konsument." 3.3 Internationalität eine Chance für die Region Was bedeutet das für die Zukunft in regionalen Räumen, in Bayern und den Alpenländern? Die Qualität bleibt der wichtigste Faktor, wichtiger noch als zwei Prozent pro Kilo weniger Kosten. So betrachtet, bieten die erwähnten Marktveränderungen nicht nur Risiken, sondern auch erhebliche Chancen, gerade für die hier zu betrachtende Region. Mit Bedauern sehen wir, dass die Anzahl der Rinderhalter in Bayern von 2001 bis 2004 um rund zurückgegangen ist, der Rinderbestand aber gleichzeitig um Tiere abgenommen hat. Denn speziell die überdurchschnittlichen Qualitäten aus dem bayrischen und alpenländischen Raum sind weiterhin begehrt. 5 Dies gilt neben dem Inland insbesondere auch für das Ausland. In Italien und Griechenland beispielsweise ist unser Jungbullen-Fleisch gefragt, die Franzosen importieren gerne unser Kuhfleisch für Verzehr und Weiterverarbeitung. 4. VION gemeinsam in die Zukunft Der Bedarf ist also da. Rindfleisch ist weiterhin ein hochwertiges und nachgefragtes Produkt. Die Formel "Qualität zu angemessenem Preis" geht auf und wird sich auch in Zukunft immer wieder bewähren. Denn nach dem Beitritt der osteuropäischen Länder bildet die EU den weltweit größten Binnenmarkt. Dementsprechend wird in den kommenden Jahren bei Millionen von Verbrauchern in Osteuropa die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen und modernen Lebensmitteln, also neben Schweine- auch Rindfleisch, weiter wachsen. Ich bin überzeugt, dass auch mittelständische landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland und der EU weiterhin ihren Platz haben werden. Und wir sind weiterhin auf sie angewiesen. Weil wir das wissen, setzen wir bei VION neben Innovation auf faire Partnerschaft. Wir schulen Qualitäts-Mäster, halten Vorträge über Entwicklungen, schicken unsere Chef-Einkäufer auf Verbandstagungen. Die Partnerschaft muss sich für alle lohnen. Geboren, gemästet, geschlachtet in einem Land das bleibt auch langfristig ein Qualitätsmerkmal. Wenn dann noch der Preis stimmt, können wir sagen: Die Kombination ist und bleibt in ganz Europa und der Welt interessant.

13 Der Fleischmarkt 15 Es entspricht unserer Firmenphilosophie, internationale mit lokaler Kompetenz zu verbinden und dadurch Synergie-Effekte zu erzeugen. Durch innovative Produkte, modernste Technik, qualifiziertes Knowhow und einen finanzstarken Background sind wir in der Lage, flexibel auf Verbraucherwünsche und Trends einzugehen und notwendige Investitionen zu tätigen. Qualität muss nicht nur gefordert, sie muss auch eingehalten werden. Das beginnt bei der artgerechten Haltung und Gesundheit der Tiere. Kontinuierliche Kontrollen und Dokumentationen begleiten diesen Prozess. Auch die Schlachtung, Zerlegung und Verarbeitung unterliegen selbstverständlich den verschiedenen Qualitätssystemen. Zu einer zukunftssichernden Existenz gehören die Sicherheit bei Aufzucht, Schlachtung und Produktion ebenso wie der Tierschutz und umweltgerechte Produktionsprozesse. Hier setzen wir Maßstäbe, das gilt auch für die Agrarwirtschaft in den Räumen Bayerns und der Alpenländer. Die Einhaltung dieser Maßstäbe liegt auch im Interesse der Verbraucher, hierzulande und in ganz Europa. Auf diese Weise bestehen wir den internationalen Wettbewerb und sind von aktuellen und künftigen Agrarmarkt-Veränderungen weniger abhängig. "Die Kraft steckt in der Qualität", Nietzsches eingangs zitiertes Wort, lässt sich für die Fleischbranche noch genauer fassen: Unsere Verbraucher stellen nicht nur die Preisfrage, sie stellen Ansprüche an Qualität und Lebensmittel-Sicherheit. Was schließen wir daraus? Qualität beginnt für uns damit, die Ansprüche und die Zufriedenheit unserer heutigen und zukünftigen Kunden in den Mittelpunkt unseres Den kens zu stellen. Anmerkungen ZMP Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle. Ebd. Ebd. 4 5 Innofact AG 2004; Lebensmittelpraxis. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung.

14 Globale und nationale Entwicklungen am Milchmarkt: Chancen und Risiken für die bayerische Milchwirtschaft Hannes Weindlmaier 1. Einleitung Die gegenwärtigen Rahmenbedingungen der Milchwirtschaft sind durch entscheidende Veränderungen geprägt. Diese betreffen sowohl die Entwicklungen auf den Märkten als auch eine Neuausrichtung der Agrar- und Marktpolitik. Der vorliegende Beitrag beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Darstellung der Entwicklungen auf dem Milchmarkt. Dabei werden sowohl globale Aspekte als auch die Situation in der EU, in Deutschland und in Bayern angesprochen. Bevor diese Entwicklungen zur Diskussion gestellt werden, wird kurz auf die politischen Rahmenbedingungen der Marktentwicklungen eingegangen. Im letzten Teil des Beitrages wird aufgezeigt, welche Perspektiven und Anpassungsnotwendigkeiten sich auf Grund der Analyse der bayerischen Milchwirtschaft für die Milcherzeuger ergeben. 2. Politische Rahmenbedingungen der zukünftigen Marktentwicklungen 2.1 Entscheidungen der Halbzeitbewertung der gemeinsamen Agrarpolitik Ein erster zentraler Einfluss auf den Milchmarkt geht von den Beschlüssen der gemeinsamen Agrarpolitik in Luxemburg im Juni 2003 aus. Durch die dort getroffenen Beschlüsse wurde die Absicherung des Milchpreises auf Grund der Möglichkeit der Intervention von Butter und Magermilchpulver auf etwa 23 Cent/kg bei natürlichen Inhaltsstoffen abgesenkt (vgl. Abb. 1). Sollten die Erzeugerpreise tatsächlich dieser Stützungslinie folgen, würde dies gegenüber 2003 einer Milchpreissenkung von 5-7 Cent/kg entsprechen. Die ebenfalls im Rahmen der Halbzeitbewertung beschlossene Milchprämie von max. 3,55 Cent/kg wird diesen Preisrückgang allerdings nur um knapp 60% kompensieren. Die Summe aus reduzierten Marktpreisen und Prämie wird einen Betrag von knapp 27 Ct/kg ergeben. Bei der Analyse der Grafik ist zunächst positiv anzumerken, dass die Höhe der tatsächlichen Milchpreise während der letzten zwei Jahre zwar einen deutlichen negativen Trend aufweist, dass sich diese jedoch merklich von dem durch die Interventionsverwertung definierten Schutzniveau abgehoben haben. Dies gilt in besonderem Maße für Bayern: Im Jahr 2005 lag der den bayerischen Milcherzeugern bezahlte Milchpreis bei natürlichen Inhaltsstoffen in Deutschland an der Spitze. Abb. 2 zeigt, dass die bayerischen Milcherzeuger seit Beginn der Umsetzung der Beschlüsse von Luxemburg sogar einen höheren Erlös (Marktpreis inklusive Milchprämie) erzielten als vorher. Allerdings wäre es sicherlich fahrlässig, die günstige Markt- und Preissituation der letzten beiden Jahre vorbehaltlos in die Zukunft zu extrapolieren. Es gibt eine Reihe von Unsicherheiten, ausgehend sowohl von den Marktentwicklungen als beispielsweise auch von den Entscheidungen in Rahmen der WTO, wie sich die Milchpreise in Zukunft entwickeln werden.

15 18 Hannes Weindlmaier Abb. 1: Entwicklung der Erzeugerpreise in Deutschland und Preisabsicherung durch die Intervention Cent/kg ,18 = ØPreis Bayern ,97 = ØPreis Deutschland ,08 = ØPreis Niedersachsen ,85 30,00 29,81 29,89 29,84 29,80 29,87 29,78 29,79 28,47 27,88 27,59 25,81 26,76 26, Erzeugerpreis Bayern 1) Erzeugerpreis Niedersachsen 1) Preisabsicherung durch die Intervention 2) Erzeugerpreis Deutschland 1) Preisabsicherung plus Milchprämie 23,80 23, Abb. 2: Entwicklung des Erzeugerpreises für Milch einschließlich Milchprämie in Bayern 1) Preise in Cent/kg bei tatsächlichem Fett- und Eiweißgehalt, ab Hof ohne MwSt. (Quelle: ZMP). Der Wert für 2006 bezieht sich auf den Durchschnitt der Monate Januar Mai ) Eigene Berechnungen für Milch mit durchschnittlichem Fett- und Eiweißgehalt auf der Basis von Daten der ZMP. Für wurde der durchschnittliche Fett- und Eiweißgehalt der Jahre zugrunde gelegt. Ct/kg Milchprämie 1,18 ct/kg Milchprämie 2,37 ct/kg Milchprämie 3,55 ct/kg Jan 04 Apr 04 Jul 04 Okt 04 Jan 05 Apr 05 Jul 05 Okt 05 Jan 06 Apr 06 Jul 06 31,35 30,55 30,01 Okt 06 29,53 29,36 29,16 30,30 30,15 30,19 31,56 32,24 32,13 31,77 31,71 31,41 30,75 30,39 30,21 31,26 31,42 31,83 32,31 32,65 32,88 32,25 31,87 31,76 31,01 30,74 Erzeugerpreis tats. Inhaltsstoffe (Markt) Erzeugerpreis tats. Inhaltsstoffe + Prämie Quelle: LfL, Monatsstatistik Milch und Milcherzeugnisse Bayern. Die Höhe der Milchprämie beträgt von Juli 04 bis Juni 05 1,18 ct/kg, von Juli 05 bis Juni 06 2,37 ct/kg und ab Juli 06 3,55 ct/kg.

16 Globale und nationale Entwicklungen am Milchmarkt Entscheidungen im Rahmen der Welthandelsorganisation Die für die Milchwirtschaft einschneidenden Entscheidungen im Rahmen der Reform der GAP werden durch die Entwicklungen im Rahmen der Welthandelsorganisationen WTO voraussichtlich weiter verschärft. Obwohl die Verhandlungen im Rahmen von WTO II im Juli 2006 zunächst gescheitert sind, ist dennoch zu erwarten, dass es in den nächsten Jahren zu einem weiteren Abbau, möglicherweise sogar zu einer Eliminierung der Exporterstattungen kommt und dass ferner der Zugang von Nicht-EU-Ländern zum EU- Milchmarkt weiter erleichtert wird. Die EU-Kommission hatte im Rahmen der WTO II-Verhandlungen bereits eine Reduzierung der Importzölle um durchschnittlich 46% angeboten. 3. Entwicklungen auf den Märkten für Milchprodukte 3.1 Entwicklungen der Nachfrage nach Milchprodukten am Weltmarkt In letzter Zeit wird vor allem von Vertretern der deutschen Landwirtschaft häufig damit argumentiert, dass sich auf Grund der günstigen Entwicklungen der Nachfrage nach Milchprodukten am Weltmarkt entsprechend positive Perspektiven für die deutsche und europäische Milchwirtschaft ergeben werden. Ist diese Aussage auf Grund der Realitäten gerechtfertigt? Die Nachfrage nach Milchprodukten am Weltmarkt zeigt in der Tat positive Perspektiven. Nach einer gemeinsamen Prognose der OECD + FAO (vgl. Tabelle 1) ergibt sich von 2004 bis 2014 ein jährliches Nachfragewachstum von z.b. 2% für Vollmilchpulver, von 1,9% für Käse und von 1,8% für Butter. Als Schwerpunkte des zukünftigen Nachfragewachstums werden insbesondere Ostund Südostasien, Russland sowie Lateinamerika gesehen. Für die EU-15 sowie für die USA und Kanada werden demgegenüber nur geringe positive, teils sogar negative Wachstumsraten prognostiziert. Die Frage ist allerdings, inwieweit die Milchwirtschaft der EU von dieser positiven Nachfrageentwicklung in verschiedenen Weltregionen profitieren kann. Ist es möglich, die etwa 15-20% Milchüberschuss der EU in den Ländern mit entsprechendem Nachfragewachstum abzusetzen? Für die Beantwortung dieser Frage erscheint es erforderlich, die Preisentwicklung am Weltmarkt in die Analyse einzubeziehen. Nach den in Abb. 3 präsentierten Prognosen des anerkannten amerikanischen Marktforschungsinstituts FAPRI 1 kommt es im Jahr 2006 zu einem generellen Rückgang der Weltmarktpreise. Dies wird auch durch die Realität bestätigt: Während beispielsweise der Weltmarktpreis für Cheddar im Herbst 2005 noch $/t betrug, lag der entsprechende Wert im Juni 2006 bei nur noch $, was einem Rückgang um fast 12% entspricht. Für die nächste Dekade wird zwar insgesamt wieder ein leichter Preisanstieg am Weltmarkt erwartet. Wie die Grafik deutlich macht, liegen jedoch die Prognosewerte für 2015 überwiegend sogar niedriger als die Werte für 2005.

17 20 Hannes Weindlmaier Tabelle 1: Prognosen für die Nachfrageentwicklung nach Milchprodukten in den Jahren Käse Butter Region % pro Jahr % pro Jahr 1000 t 1000 t t 1000 t China , ,5 Russland , ,5 Mexiko + Argentinien + Brasilien , ,5 EU , ,1 USA + Kanada , ,6 EU , ,2 Welt gesamt , ,8 Magermilchpulver Vollmilchpulver China , ,0 Russland , ,5 Mexiko + Argentinien + Brasilien , ,1 EU , ,2 USA + Kanada , ,0 EU , ,3 Quelle: Eigene Zusammenstellung auf der Basis von OECD-FAO 2. Abb. 3: Entwicklung und Prognose der Preise wichtiger Milchprodukte am Weltmarkt Dollar pro Tonne, FOB Nordeuropa Preis dt. Cheddar 2005 ~3.800 $/t Butter Käse MMP VMP Quelle: Eigene Zusammenstellung basierend auf FAPRI 3.

18 Globale und nationale Entwicklungen am Milchmarkt 21 Dieses Ergebnis muss aus Sicht der deutschen bzw. europäischen Milch- und Molkereiwirtschaft noch weiter relativiert werden: So ist bereits das gegenwärtige Preisniveau in Deutschland wesentlich höher als selbst die Prognosewerte für Beispielsweise betrug der Preis pro Tonne Cheddar auf diese Käsesorte beziehen sich die Preisprognosen in Deutschland im Jahr 2005 etwa $/t und lag damit um rund 800 $/t über dem Prognosewert für den Weltmarkt im Jahr Da die Prognosewerte in US-$ ausgewiesen sind, spielt für die Auswirkungen auf den deutschen Markt zusätzlich die Euro- Dollarparität eine wichtige Rolle. Eine weitere Stärkung des Euro gegenüber dem Dollar würde bedeuten, dass es relativ gesehen zu noch stärkeren Preissenkungen kommt. Auf Grund des wesentlich niedrigeren Weltmarktpreises für Milchprodukte sind daher Ausfuhren in Drittländer bislang stark von den Exporterstattungen abhängig, durch welche die Preisdifferenz aus Mitteln der EU ausgeglichen wird. Fallen die Exporterstattungen weg, bedeutet dies, dass bei Drittlandsexporten die wesentlich niedrigeren Preise auf dem Weltmarkt akzeptiert werden müssten. Steigende Drittlandsexporte wären dann mit einem zunehmenden Druck auf das Binnenpreisniveau verbunden. Sollte es allerdings tatsächlich zu einem weltweiten Abbau der verschiedenen Stützungsmaßnahmen am Milchmarkt kommen, würde dies zu einer grundlegenden Veränderung wichtiger Parameter des Weltmilchmarktes führen. Aktuelle Modellrechnungen von Langley, Somwaru und Normile 4 zeigen, dass dadurch auch die Weltmarktpreise erheblich ansteigen würden, wovon durchaus positive Rückwirkungen auf die EU-Milchwirtschaft ausgehen könnten. 3.2 Entwicklung der Nachfrage nach Milchprodukten in der EU Für eine Beurteilung der Nachfrage nach Milchprodukten in der Europäischen Gemeinschaft wird zunächst ein Blick auf den Selbstversorgungsgrad in verschiedenen Ländern geworfen (Abb. 4). Die rechte Säule zeigt, dass bereinigt um die für die Absatzförderung bezahlten Beihilfen die EU-25 im Jahr 2005 einen Selbstversorgungsgrad von 117%, d.h. einen Überschuss von 17% hatte. In den einzelnen Ländern liegen große Unterschiede vor, die von einem Selbstversorgungsgrad in Irland von fast 200% bis zu einem solchen von nur 69 bzw. 68% in Italien und Griechenland gehen. Der deutsche Markt ist für die Hersteller von Milchprodukten weltweit insbesondere für die Molkereiwirtschaft der EU-Länder ein besonders attraktiver, großer und zahlungskräftiger Markt. Dies führt naturgemäß zu hohen Importen. Beispielsweise wird bei Käse und bei Butter jeweils fast ein Drittel des deutschen Verbrauchs importiert. Im Gegenzug ist die deutsche Molkereiwirtschaft gezwungen und dabei auch recht erfolgreich, erhebliche Mengen zu exportieren. Trotz der nicht zu unterschätzenden Bedeutung der Drittlandexporte sind für Deutschland dennoch die Milchproduktexporte in die Europäische Gemeinschaft entscheidend. Abb. 5 zeigt, dass bei Milch fast 99% in die Mitgliedsstaaten geliefert werden, bei Joghurt sind es etwa 96% und bei Käse und Magermilchpulver 85%. Lediglich am Markt für Butter und Milchstreichfette, gehen nur etwa 68,5% der Exporte in die Mitgliedsstaaten der EU. Dementsprechend sind insbesondere bei Milchfett die Erlöse stark von der jeweiligen Höhe der Exporterstattungen abhängig.

19 22 Hannes Weindlmaier Abb. 4: Selbstversorgungsgrad für Milchprodukte in der EU-25 und ausgewählter Länder Selbstversorgungsgrad (%) 200 IRL Einzelne Länder: 2004 EU-25: NL BY 1) 160 DK 1) D F E 90 VK 79 I GR EU EU-25 (bereinigt) ) Wert für 2002 Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf ZMP Marktbilanz Milch 2005, versch. S.; Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten 5 Abb. 5: Milchproduktexporte Deutschlands im Jahr 2005 Exporte insg. in t Anteil EU Anteil Drittländer in % Milch ,6 Joghurt u. a. Sauermilcherzeugnisse, natur Joghurt u. a. Sauermilcherzeugnisse, mit Zusätzen ,5 96,4 Molkenpulver ,2 Magermilchpulver ,8 Käse, insgesamt ,6 VMP + teilentrahmtes Milchpulver ,7 Butter und Milchstreichfette ,5 Quelle: Eigene Darstellung, basierend auf der ZMP Marktbilanz Milch 2005 Auf den Märkten der EU-15 liegt ähnlich wie in Deutschland (siehe 3.4) weiterhin ein stetiges Wachstum der Pro-Kopf- Nachfrage nach Käse sowie nach Joghurt und Sauermilcherzeugnissen vor. Das Wachstum auf diesen Teilmärkten hat zweifellos einen wesentlichen Anteil an der verhältnismäßig günstigen Preisentwicklung der letzten Jahre. Schwieriger ist die Situation auf den Märkten für Konsummilch, Butter und Sahne, auf denen im Prinzip eine Nachfragestagnation vorliegt.

20 Globale und nationale Entwicklungen am Milchmarkt Entwicklung der Nachfrage nach Milchprodukten in der EU-10 Interessante Perspektiven bieten die Märkte für Milchprodukte in den Beitrittsstaaten Mittel- und Osteuropas. Es ist davon auszugehen, dass es in den EU-10 Staaten in den nächsten Jahren zu erheblichen Steigerungen der Milchproduktnachfrage kommt. Mehrere Argumente sprechen dafür, etwa die erwartete Steigerung der Einkommen und der gegenwärtig noch sehr niedrige Pro-Kopf- Verbrauch in den Beitrittsländern 6. Abb. 6 zeigt den Pro-Kopf-Verbrauch wichtiger Milchprodukte in Deutschland im Vergleich mit ausgewählten Beitrittsländern Mittel- und Osteuropas. Am Beispiel Käse wird deutlich, dass einem Pro-Kopf-Verbrauch von 22 kg in Deutschland ein solcher von nur 10,3 kg in Polen und Ungarn, von 15,4 kg in Tschechien und von 9,1 kg in der Slowakei gegenübersteht. In einer Prognose der EU- Kommission wird für die Beitrittsländer ein Anstieg des Pro-Kopf-Verbrauchs von Käse um mehr als 35% bis zum Jahr 2012 vorhergesagt 7. Abb. 6: Pro-Kopf Verbrauch (in kg) von Milchprodukten in ausgewählten Ländern im Jahr 2004 (teilweise 2003 bzw. 2002) Frischmilcherzeugnisse (2003) Deutschland Tschechien Ungarn * Polen Slowakei Sahne (2003) Joghurt Butter Käse 95,6 57,6 63,8 80,2 81,0 7,4 2,9 3,3 6,6 16,8 4,4 10,4 6,6 8,6 6,5 4,0 4,9 2,7 0, ,3 15,4 9,1 10,3 *) Werte für Frischmilcherzeugnisse und Sahne in Ungarn von 2002 Quelle: ZMP 8 Auf Grund der erwarteten Entwicklungen wird prognostiziert, dass in Zukunft insbesondere für etablierte Premiummarken und Spezialitäten gute Exportchancen in die MOE-Beitrittsländer (Mittel- und Osteuropa) bestehen. Abb. 7 macht deutlich, dass es seit der EU-Erweiterung im Jahr 2004 tatsächlich zu einem erheblichen Anstieg der deutschen Exporte von Butter und Milchstreichfetten sowie von Joghurt und Sauermilcherzeugnissen kam. Besonders hinzuweisen ist auf die Zunahme der Exporte von Käse. Der im Vorfeld des EU-Beitritts befürchtete Anstieg der Importe aus den MOE-Staaten hat demgegenüber nur begrenzt stattgefunden. Bei Vollmilch- und teilentrahmtem Milchpulver ist allerdings eine Verdreifachung der Importe gegenüber 2003 eingetreten.

21 24 Hannes Weindlmaier Abb. 7: Deutsche Exporte von Milchprodukten in die MOE-Beitrittsländer Butter und Milchstreichfette Joghurt und andere Sauermilcherzeugnisse Käse Export in t Malta Estland Litauen Lettland Polen Slowenien Zypern Ungarn Slowakei Tschech. Republik Quelle: Eigene Darstellung, auf der Basis vom Milchindustrie-Verband 9 Als Fazit der Analyse der Exportmärkte resultiert die Aussage, dass dem Export von Milchprodukten aus Deutschland weiterhin eine große Bedeutung zukommen wird. Exporte in Drittländer werden jedoch auf Grund der Beschlüsse im Rahmen der Welthandelsorganisation zunehmend schwieriger werden. Für die meisten deutschen Molkereiunternehmen wird der Fokus im Absatz jedoch weiterhin vor allem auf den Inlandsmarkt gerichtet bleiben. 3.4 Die Nachfrageentwicklung und zukünftige Absatzchancen am Inlandsmarkt Im Hinblick auf die Entwicklungen am deutschen Inlandsmarkt ist zunächst festzuhalten, dass bei längerfristiger Betrachtung eine eindeutig positive Entwicklung insbesondere hinsichtlich der Pro-Kopf- Nachfrage nach Käse vorliegt (vgl. Abb. 8). Der Joghurtverbrauch ist in der zweiten Hälfte der 90er-Jahre stark angestiegen, stagnierte dann aber über einen längeren Zeitraum. Im Jahr 2003 kam es zu einem weiteren Nachfrageschub, der sich auch in den Jahren 2004 und 2005 bestätigte. Bei Konsummilch war nach einem starken Rückgang in den 90er-Jahren in den Jahren seit 2003 wieder ein stärkerer Anstieg zu verzeichnen. Problematisch ist vor allem die Situation bei Sahne und Butter. Bei Butter ist der Pro-Kopf-Verbrauch von 7,3 kg/kopf im Jahr 1996 auf 6,4 kg/kopf im Jahr 2005 zurückgegangen. Die sich hier manifestierenden Überschüsse am Milchfettmarkt sind nicht nur in Deutschland, sondern weltweit eines der gegenwärtig größten Problemfelder des Milchmarktes.

22 Globale und nationale Entwicklungen am Milchmarkt 25 Abb. 8: Entwicklung des Pro-Kopf-Verbrauchs ausgewählter Milchprodukte in Deutschland kg/kopf Käse 20,6 20,1 20,3 19,8 19,2 18,3 18,5 21,2 21,5 20,7 21,9 22,2 21,7 21, kg/kopf Konsummilch 71,7 69,5 67,8 68,9 66,8 65,8 64,5 65,4 65,7 63,6 63,4 64,0 63,6 64, * * kg/kopf 11,4 11,3 Joghurt 12,9 13,1 12,5 15,4 15,5 15,1 15,2 15,1 14,8 16,9 16,8 16, * Wert 2005 geschätzt 8,0 7,7 7,4 7,1 6,8 6,5 6,2 5,9 5,6 5,3 5,0 kg/kopf 6,8 6,8 6,9 7,1 7,3 7,1 Butter 6,8 6,7 6,6 6,5 6,5 6,6 6,5 6, * Quelle: Eigene Zusammenstellung auf der Basis der ZMP Marktbilanz Milch, versch. Jahrgänge. Neben diesen generellen Nachfrageentwicklungen lässt sich jedoch für einzelne Produktgruppen mit interessanten Innovationen nach wie vor ein starkes Wachstum feststellen: Innovative Produktkonzepte, die sowohl die aktuellen Rahmenbedingungen der Märkte als auch Megatrends im Konsumverhalten, nämlich Gesundheit und Wellness, Genuss und Convenience adäquat berücksichtigen, bieten am Markt weiterhin gute Chancen (vgl. Abb. 9). Die Gewinner der letzten Jahre bei Milchfrischprodukten waren vor allem die Produktgruppen Trinkjoghurt, Trinkmolke und Milchmixgetränke sowie die länger haltbare ESL-Milch. Umsatzmotor bei Käse war vor allem das SB-Regal, in dem insbesondere der Absatz von Edelschimmelkäse und von Feta, aber auch der wichtigen Produktgruppe Hart- und Schnittkäse wieder anstieg. Beim Absatz über die Theke war in den vergangenen Jahren vor allem Mozzarella der Gewinner 10. Darüber hinaus verzeichnen Bioprodukte einen Nachfrageboom mit zweistelligen Wachstumsraten 11.

23 26 Hannes Weindlmaier Abb. 9: Rahmenbedingungen und relevante Megatrends als Basis für Produktinnovationen am Milchmarkt Wertvorstellungen Alter / Geschlecht / Lebensphase Gesundheit / Wellness Funktionelle Funktionelle Milchprodukte Milchprodukte / / Wellnessprodukte Wellnessprodukte / best /best aging aging (Probiotika (Probiotika,, Cholesterin Cholesterinsenkende senkende Produkte, Produkte, Bioprodukte, Bioprodukte, Zusätze Zusätze von von Mineralstoffen Mineralstoffen und und Vitaminen, Vitaminen, fettreduzierte fettreduzierte Produkte) Produkte) Zielgruppenorientierte Zielgruppenorientierte Inhaltsstoffe Inhaltsstoffe (Kinder, (Kinder, Senioren Senioren etc.) etc.) Convenienceprodukte Convenienceprodukte (Frühstückdrinks, (Frühstückdrinks, Zwischenmahlzeiten Zwischenmahlzeiten / / Snacks, Snacks, ESL-Milch) ESL-Milch) Spezifische Spezifische Inhalte Inhalte zur zur Verbesserung Verbesserung von von Qualität, Qualität, Genuss Genuss und und Geschmack Geschmack (frische (frische und und exotische exotische Früchte, Früchte, Sahne) Sahne) Raffinierte Raffinierte Rezepturen Rezepturen (cremig, (cremig, sahnig, sahnig, stückig) stückig ) Convenience Saisonprodukte, Saisonprodukte, Coffee-to-go coffee -to-go Genuss Bedürfnisse Einkommen / Kaufkraft Quelle: Eigene Darstellung Im Hinblick auf die Entwicklung der Milchproduktpreise ist nochmals auf die Überschüsse am EU-Milchmarkt von etwa 15-20% hinzuweisen. Bei einem Überangebot dieser Größenordnung sind zwar kurzfristig auf Grund partieller Knappheiten, durch temporär verstärkte Exportnachfrage und infolge von Fehleinschätzungen der Marktentwicklung, Preisausschläge nach oben möglich. Insgesamt ist jedoch die Durchsetzung höherer Milchproduktpreise am Markt äußerst schwierig. Die negative Entwicklung der Milchproduktpreise wird beispielsweise durch die Entwicklung des bayerischen Erzeugerorientierungspreises (EOP), der die Verwertungssituation für einen wesentlichen Teil der in Bayern verarbeiteten Milch repräsentiert, zum Ausdruck gebracht (vgl. Abb. 10). Während auf der Basis vom Januar 1999 der Indexwert für den EOP im Sept bei fast 110 lag, ist dieser bis April 2006 auf 86 zurückgegangen. Zusammenfassend ist für den Inlandsmarkt festzuhalten, dass es für die deutsche Milch- und Molkereiwirtschaft sicherlich ein großer Wettbewerbsvorteil ist, im Inland einen großen und kaufkräftigen Markt bedienen zu können. In besonderem Maße gilt dies für den Bereich der Konsummilch und Milchfrischprodukte. Diese Artikel werden auf Grund der Transportkosten und der Anforderungen an die Frische im Allgemeinen nur begrenzt international gehandelt. Problematisch ist demgegenüber die Überschusssituation bei Milchfett und damit in Verbindung dessen rückläufige Verwertung. Nachteilig für die gesamte Branche ist darüber hinaus die vorherrschende Niedrigpreisstrategie des deutschen Lebensmittelhandels und die steigende Dominanz des Milchproduktabsatzes bei Discountern und als Handelsmarken.

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