6. Zentrale Dienste, Personal und Organisation

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1 6. Zentrale Dienste, Personal und Organisation Die Fachgruppe Zentrale Dienste, Personal und Organisation ist mit insgesamt 17 Mitarbeiter/innen als interner Service-Dienstleister für alle Fachbereiche der Stadt Wertheim sowie für ihre Eigenbetriebe und Gesellschaften mit zusammen rund 900 Beschäftigten tätig. Die Dienstleistungen der Fachgruppe Zentrale Dienste, Personal und Organisation umfassen im Wesentlichen die nachstehend genannten Produktgruppen/Produkte, die im einzelnen im Produktbuch der Stadt Wertheim vom definiert sind. Steuerungsunterstützung/Controlling - Konzepte, Strategien, Handlungsrahmen Organisatorische Dienstleistungen - Organisationsberatung Dienstleistungen im Bereich technikunterstützte Informationsverarbeitung - Kundenbetreuung/ Benutzerservice - Entwicklung, Pflege und Betreuung von Anwendungen - Betreibung und Unterhaltung von TuI-Anwendungen auf zentralen Rechnersystemen - Betrieb und Unterhaltung des zentralen Netzes einschl. Telekommunikationsanlagen Weitere zentrale Dienstleistungen - Zentraler Einkauf - Hausdruckerei und Vervielfältigungen - sonstige zentrale Dienstleistungen (Zentrale Registratur, Hausdienste, Pforte) Personaldienste - Personalbedarfsdeckung - Personalbetreuung - Ausbildung - Fort- und Weiterbildung - Bezügeabrechnung - Freiwillige soziale Leistungen - Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Statistiken - Staatliche Statistiken - Kommunale Statistiken/Statistisches Informationssystem - Dienstleistungen der Statistik für die Verwaltungsspitze und die Fachbereiche Wahlen - Vorbereitung und Durchführung von Wahlen und Abstimmungen Durchführung von Märkten - Durchführung von Jahrmärkten/Sonderveranstaltungen - Vermietung von Festhallen und Festplätzen Leistungen des Fuhrparks - Transport- und Beförderungsleistungen - Betreuung von Fahrzeugen und Geräten 44

2 6.1. Einführung eines Leistungsentgelts Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) sieht ab 01. Januar 2007 die Einführung eines Leistungsentgelts für die Beschäftigten vor. Das Leistungsentgelt ist eine variable und leistungsorientierte Bezahlung, die zusätzlich zum Tabellenentgelt gewährt wird. Ziele: - Verbesserung der Dienstleistungen für die Kunden - Verbesserung der Motivation der Beschäftigten - Stärkung der Eigenverantwortung der Beschäftigten - Verbesserung der Führungskompetenz 18 TVöD gibt den tarifrechtlichen Rahmen vor, das System der leistungsbezogenen Bezahlung ist betrieblich zu vereinbaren. Zur Erarbeitung einer gemeinsamen Dienstvereinbarung für die Stadtverwaltung und Eigenbetriebe wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus 3 Vertretern des Personalrates (Herr Erdniß, Herr Müller, Herr Wischnewski) sowie 3 Vertretern des Arbeitgebers (Frau Friedel, Herr Dr. von Lamezan, Herr Wießner) gebildet. Am 09. November 2006 wurde die Dienstvereinbarung zur leistungs- und erfolgsorientierten Bezahlung im Rahmen des TVöD vom Oberbürgermeister und vom Vorsitzenden des Personalrates unterzeichnet Personal Zahlen und Daten Entwicklung der Personalkosten Im Vergleich zu den Gesamtausgaben des Verwaltungshaushalts haben sich die Personalkosten in den Jahren 2004 bis 2006 wie folgt entwickelt: in Tsd. Euro Ausgaben des Vw-HH Personalkosten (Plan) 45

3 Personalstand der Stadt Wertheim (einschl. Auszubildende, geringfügig Beschäftigte, Beschäftigte in Elternzeit) Stichtag: 30. Juni Beamte gesamt Stadtverwaltung vollb teilzeitb Zwischensumme: Eigenbetrieb vollb Abwasserbeseitigung teilzeitb Zwischensumme: Eigenbetrieb vollb Baubetriebshof teilzeitb Zwischensumme: Eigenbetrieb vollb Gebäudemanagement teilzeitb Zwischensumme: Eigenbetrieb vollb Wald teilzeitb. 0 0 Zwischensumme: Eigenbetrieb vollb Krankenhaus teilzeitb Zwischensumme: Bädergesellschaft vollb Wertheim GmbH teilzeitb Zwischensumme: Stadtwerke vollb Wertheim GmbH teilzeitb Zwischensumme: Fremdenverkehrs- vollb GmbH teilzeitb Zwischensumme: Stadtentwicklungs- vollb gesellschaft mbh teilzeitb Zwischensumme: Insgesamt:

4 Personalstruktur Bedienstete der Stadtverwaltung nach Anstellungsverhältnis (einschl. Eigenbetriebe Abwasserbeseitigung, Baubetriebshof, Gebäudemanagement, Wald) Aufte ilung nach Be schäftigungsgruppe n in % Beschäftigte 88% Beamte (ohne OV) 12% Personalverteilung nach Beschäftigungsmaß und Geschlecht (einschl. Eigenbetriebe Abwasserbeseitigung, Baubetriebshof, Gebäudemanagement, Wald) Nachstehende Graphiken geben einen Überblick über die Voll- und Teilzeitbeschäftigungsquote der männlichen und weiblichen Beschäftigten der Stadt Wertheim, jeweils gegliedert nach den Beschäftigungsgruppen Beamte und Beschäftigte. Beamte Beschäftigte männlich männlich weiblich männlich weiblich männlich weiblich weiblich vollbeschäftigt teilzeitbeschäftigt vollbeschäftigt teilzeitbeschäftigt 47

5 Altersstruktur Beamte % Beschäftigte % unter , ,1 16, ,5 28, ,7 19, ,6 20,6 über 61 9,1 12, Altersteilzeitarbeit Altersteilzeitarbeit kann von Arbeitnehmern für einen gleitenden Übergang vom Erwerbsleben in die Altersrente genutzt werden. Beamten ist diese Möglichkeit in Baden- Württemberg mit Ausnahme von Schwerbehinderten weiterhin verwehrt. Ausnahmslos alle der im Jahr 2006 in Altersteilzeitarbeit beschäftigten Mitarbeiter wählten mit dem Blockmodell die Variante, in der sich der Arbeitnehmer in der sog. Arbeitsphase ein Zeitguthaben erarbeitet und in der sog. Freizeitphase von der Arbeitsleistung freigestellt ist. Als maximaler Zeitraum wird im Konzern Stadt Wertheim Altersteilzeitarbeit für 6 Jahre gewährt. Für diesen Zeitraum werden bei Vorliegen der Voraussetzungen Aufstockungsleistungen von der Agentur für Arbeit teilweise erstattet. Der Tarifvertrag zur Regelung der Altersteilzeitarbeit hat eine Laufzeit bis Die Anhebung von Altersgrenzen macht sich auf diesem Sektor bemerkbar; so können mit Wirkung vom 1. Januar 2004 Arbeitnehmer nur noch mit Vollendung des 63. Lebensjahres nach dem Rententatbestand Altersteilzeit in den Ruhestand treten. Nachdem der Gesetzgeber die Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre konkretisiert hat, wurden im abgelaufenen Jahr 2006 insbesondere im Dezember weitere Altersteilzeitvereinbarungen für die Folgejahre abgeschlossen. Die Altersjahrgänge bis 1954 können dadurch im Einzelfall durch Vertrauensschutzregelungen noch zu den Vorgaben der alten Regelungen in Rente gehen. Beim Konzern Stadt Wertheim befanden sich im Jahr 2006 insgesamt 26 Personen in Altersteilzeitarbeit. Altersteilzeitarbeit 2006 (Aufteilung Stichtag 30.6.) Anzahl der Personen Blockmodell Arbeitsphase Blockmodell Freizeitphase Teilzeitmodell

6 Auszubildende der Stadt Wertheim In den folgenden Bereichen wurden in den Jahren 2005 und 2006 Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt: (Stand eines Jahres) Diplom-Verwaltungswirt/in (FH) - 1 Verwaltungsfachangestellte/r 10 9 Informatikkaufmann/kauffrau 1 1 Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation 1 1 Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek - 1 Anerkennungspraktikantin/praktikant (Erzieher/in) 2 3 Vorpraktikant/in bzw. Praktikant/in im Berufskolleg (Erzieher/in) 2 1 Arzthelfer/in (Krankenhaus) 2 1 Gesundheits- und Krankenpfleger/in (Krankenhaus) Beikoch/Beiköchin (Krankenhaus) 1 1 Koch/Köchin (Krankenhaus) 1 - Landschaftsgärtner (Baubetriebshof) 1 1 Fachkraft für Abwassertechnik (Abwasserbeseitigung) 1 - Fachkraft für Wasserversorgungstechnik (Stadtwerke Wertheim GmbH) 1 - Industriekauffrau/kaufmann (Stadtwerke Wertheim GmbH) 1 1 Anlagenmechaniker/in Fachrichtung Rohrsystemtechnik (Stadtwerke Wertheim GmbH) Elektroniker Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik (Stadtwerke Wertheim GmbH) Gesamtzahl Die Stadtverwaltung Wertheim wird ihrer öffentlichen Verantwortung auch durch die Bereitstellung zahlreicher Praktikantenplätze gerecht. Viele Personen nutzten auch im Jahr 2006 die Möglichkeit für eine Berufserkundung zur Verbesserung ihrer (Wieder-)Einstiegs-chancen in das Berufsleben Dienstjubilare Im Jahr 2006 feierten 4 Mitarbeiter/innen ihr 40-jähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst: Arlt, Karl-Heinz Fabig, Annelie Röttinger, Dieter Schmidt, Hildegard Pflegedienstleiter Leiterin Stadtbücherei Leiter Stadtkasse Masseurin u. med. Bademeisterin Krankenhaus 49

7 17 Mitarbeiter/innen feierten 2006 ihr 25-jähriges Dienstjubiläum im öffentlichen Dienst: Diehm, Günther Hausmeister Krankenhaus Finner, Helmut Koch in der Krankenhausküche Gaßmann, Manfred Feuerwehrgerätewart Guilleaume, Maria Krankenschwester Intensivstation Hermann, Sonja Verwaltungsfachangestellte Stadtkasse Holzhäuser, Anneliese Arzthelferin Chirurgie Kempf, Margit stellvertretende Leiterin OP Klein, Helga Krankenschwester Station 7 Kuhnmünch, Michaela Stationsschwester Station 6 Rabisch, Ulrike med.-technische Laborassistentin Rauer, Birgit Angestellte ärztlicher Schreibdienst Reiter, Joachim Verwaltungsfachangestellter FG 22 Ries, Rudolf Krankenpfleger Endoskopie Roth, Waltraud Krankenschwester Station 10 Schreiner, Ralf Beamter Ausländer- u. Asylangelegenheiten Schulze, Ute Verwaltungsangestellte Fachgruppe 11 Wagner, Marion Beamtin Fachgruppe 22 und Zurruhesetzungen Folgende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind im Berichtsjahr in den Ruhestand bzw. in die Freizeitphase der Altersteilzeitarbeit getreten: Diehm, Siegfried Stadtbote Fabig, Annelie Leiterin Stadtbücherei Dr. Fuhrmann, Franz-Josef leitender Arzt Chirurgie Goldschmitt, Eduard Mitarbeiter im Eigenbetrieb Baubetriebshof Hofmann, Christa Hausgehilfin Krankenhausküche Keller, Helmut Schlosser im Eigenbetrieb Baubetriebshof Klein, Otto Mitarbeiter im Hol- und Bringedienst Krankenhaus Otto, Ralf Brandmeister und Gerätewart Feuerwehr Pape, Uwe Leiter Krankenhausküche Reschke, Norbert Mitarbeiter Fachgruppe 41 Röttinger, Dieter Leiter Stadtkasse Schmidt, Hildegard Masseurin u. med. Bademeisterin Krankenhaus Schöffer, Mathilde Krankenschwester Station 6 Schwab, Erika Mitarbeiterin Pforte Krankenhaus Struven, Gottfried Mitarbeiter im Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung Wagner, Margit Krankenschwester OP Weber, Andreas technischer Prüfer Verstorbene des Jahres 2006 Mit dem Dank für ihre geleistete Arbeit nehmen wir Abschied von den im Jahr 2006 Verstorbenen. Wir werden sie ehrend in Erinnerung behalten. Ehem. Gemeinderäte u. Ortschafträte Heinz Rodenbach geb verst Pfarrer i.r. Karl Schwindt geb verst Konrad Dietz geb verst Hermann Bischof geb verst

8 Ehemalige Mitarbeiter/innen Erika Groß geb verst Josef Hehn geb verst Burkhard Adler geb verst Diakonisse Martha Kammler geb verst Hans-Malte Buchholz geb verst Karl Schwenk geb verst Hans-Karl Walz geb verst Diakonisse Elfriede Schütze geb verst Inge Semel geb verst Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin Als Fachkraft für Arbeitssicherheit betreut Herr Meininger vom B A D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, Zentrum Tauberbischofsheim, die Stadt Wertheim. Die Schwerpunkte der Betriebsbegehungen lagen im Jahr 2006 in den Bereichen Kläranlagen, Kanalkolonne und Baubetriebshof. Darüber hinaus wurden verschiedene Jahresunterweisungen vorgenommen. Insgesamt fanden zwei Arbeitssicherheitsausschusssitzungen mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit, den Sicherheitsbeauftragten sowie einem Vertreter des Personalrats und des Arbeitgebers statt. Die regelmäßigen arbeitsmedizinischen Untersuchungen, sowohl als Erstuntersuchung als auch Nachuntersuchung, wurden von Dr. Butsch., B A D Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH, Zentrum Tauberbischofsheim, durchgeführt. Herr Dr. Butsch führte Betriebsbegehungen in der Zentralkläranlage und beim Baubetriebshof durch Personalabrechnung Die monatliche Zahlung der Bezüge ist eine der Hauptaufgaben der Personalabrechnungsstelle. Diese Serviceleistung erfüllt sie für alle Beschäftigten der Stadt Wertheim, ihrer Eigenbetriebe und Gesellschaften (Stadtwerke Wertheim GmbH, Fremdenverkehrsgesellschaft Romantisches Wertheim mbh, Stadtentwicklungsgesellschaft, Bädergesellschaft mbh). Als Auftragsangelegenheit werden auch die Lohnabrechnungen für die Beschäftigungsinitiative Wertheim ggmbh sowie mehrere Eigentümergesellschaften, die durch die Wohnbau Wertheim im Auftrag von Dritten verwaltet werden, erledigt. Die monatlichen Abrechnungen der Beschäftigungsgruppen der Beamten und Beschäftigten erfolgen über das landeseinheitliche Abrechnungsverfahren PWES. In der Gesamtheit belaufen sich die Abrechnungsfälle auf durchschnittlich 900. Weitere wichtige Aufgaben sind: - Serviceeinheit für alle Bediensteten des Konzerns Stadt Wertheim - Zusammenarbeit mit den Dienststellen der Agentur für Arbeit - Führen der Urlaubs- und Krankheitskartei - Familienkasse - Berechnung der Verwaltungskostenanteile 51

9 6.4. Datenverarbeitung Lokales PC-Netzwerk Mehr als 200 Computer werden vom Sachgebiet EDV betreut, davon 135 Arbeitsstationen im lokalen Netzwerk des Rathauses und 77 weitere Computer in den Außenstellen, die teilweise ebenfalls in Netzwerken verbunden sind. Neben den Office-Anwendungen mit Textverarbeitung und Tabellenkalkulation nimmt auch die Workgroup-Anwendung Lotus Notes mit den Basisfunktionen , Aktivitätenverwaltung und gruppenfähigem Terminkalender eine große Bedeutung ein. Verschiedene Spezialprogramme wie z.b. Standesamtswesen, Grundbuchwesen, Waffendatei, Wahlauswertung oder das geografische Informationssystem (GIS) sind aus der Arbeit der betroffenen Fachgruppen nicht mehr wegzudenken. Bildschirmarbeitsplätze im Konzern Stadt Wertheim 212 Stadt KRH Werke 85 6 Stadtverwaltung Stadtwerke Wertheim GmbH Fremdenverkehrs GmbH Krankenhaus STEG und Wohnbau und weitere 180 Computer in den Computerräumen der Schulen Insgesamt sind bei der Stadtverwaltung mehr als 100 verschiedene Softwareprodukte im Einsatz, was hinsichtlich des Betreuungsaufwandes eine besondere Herausforderung darstellt. Die Verfügbarkeit der EDV-Anlage im Rathaus liegt seit Jahren bei 100 %. Wartungsarbeiten am System erfolgen in den Abendstunden und an den Wochenenden Kommunale Informationsverarbeitung Baden-Franken (KIVBF) Das lokale Computer-Netzwerk der Stadtverwaltung Wertheim ist über eine Standleitung mit dem Großrechner der "Kommunalen Informationsverarbeitung Baden-Franken" in Karlsruhe verbunden. Hier laufen von der Datenzentrale Stuttgart entwickelte landeseinheitliche Verfahren, die speziell auf die Bedürfnisse der Kommunen in Baden-Württemberg zugeschnitten sind und von der Stadtverwaltung Wertheim in vielen Bereichen, vor allem im Finanz- und im Einwohnerwesen, genutzt werden. Über Buchungsvorgänge werden bei der Stadtverwaltung Wertheim im Jahr über diesen Großrechner bearbeitet. 52

10 Weitere Neuerungen im Jahr 2006 Neben der Betreuung der lokalen Netzwerke, der 212 Computer und 100 Anwendungen wurden 2006 folgende Projekte durchgeführt oder kamen die folgenden Anwendungen neu hinzu: - Zum Jahresbeginn wurde in der Stadtkasse eine Archivierungslösung eingeführt. Anweisungen und Rechnungen werden nun über einen Scanner eingelesen und mit dem SAP-System verknüpft. Somit können die Dokumente von den berechtigten Benutzern am Bildschirm aufgerufen werden. - Sowohl die Landtagswahl am 26. März 2006 als auch der Bürgerentscheid am 12. November 2006 wurden mit EDV-Unterstützung ausgewertet und die Ergebnisse im Internet präsentiert. - In der Ortsverwaltung Dertingen wurde das alte Info-Kanal-System durch ein neues System ersetzt, das nun auf Video-Text basiert. - In der Personalabteilung wurde eine Software zum Bewerbermanagement eingeführt. - Der Jahresbericht 2005 wurde erstmals als CD-Version herausgegeben und im Internet veröffentlicht. - Das Informationsangebot im Internet über zur Verfügung stehende Bauplätze wurde erweitert. Wichtige Satzungen, Verordnungen und Verfügungen sind nun ebenfalls abrufbar. - Um dem wachsenden Speicher- und Performancebedarf gerecht zu werden, wurden neue File-Server installiert. Neben der Installation der Hardware war in diesem Zuge auch eine Migration des Datenbestandes erforderlich. - Das Thema DSL-Versorgung der Ortschaften Urphar und Lindelbach sowie Nassig und Sonderriet beschäftigte die Verwaltung das ganze Jahr hindurch und mündete in eine gut besuchte Bürger-Informationsveranstaltung am 5. Dezember In dieser wurde den Bürgern die Möglichkeit einer DSL-Versorgung mittels Funktechnologie präsentiert. Die Realisierung hängt nun vom technischen (und finanziellen) Aufwand in Relation zur Nutzerzahl ab und wird für das erste Quartal 2007 angestrebt Telekommunikation Telefonanlagen Mit der Hochrüstung der Telefonanlage in der Kernverwaltung Mitte des Jahres entspricht die neue Anlage dem neuesten technischen Stand. Es handelt sich um eine Hybridanlage, mit der sowohl klassische Telefonie als auch Voice over IP genutzt werden kann. Die Umschaltung erfolgte ohne Reibungsverluste. Neue Telefonanlagen wurden nach Auslauf der Mietverträge in der Comenius-Realschule, Grund- und Hauptschule Bestenheid sowie in der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Wertheim installiert. 53

11 Mobilfunk Auf zahlreiche Mobilfunkverträge wurden subventionierte Endgeräte nach dem neuesten Stand der Technik erworben. Einige Fahrzeuge wurden mit Freisprecheinrichtungen ausgestattet, um das Telefonieren während der Fahrt zu ermöglichen Wahlen, Bürgerbegehren, Abstimmungen Landtagswahl am 26. März 2006 Insgesamt waren Wahlberechtigte zur Wahl aufgerufen. Während der Wahlhandlung und zur Ermittlung und Feststellung des Wahlergebnis waren 204 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer eingesetzt. Zur Erstellung der Wahlscheine wurden Barcode-Scanner eingesetzt. Die Bevölkerung konnte sich mittels Beamer im Sitzungssaal sowie im Internet über die aktuellen Zwischenergebnisse der Landtagswahl informieren. Das Gesamtwahlergebnis der Großen Kreisstadt Wertheim wurde elektronisch an das Statistische Landesamt weitergeleitet. Dies hat den großen Vorteil, dass eine weitere Erfassung der Daten entfällt und dadurch keine Übermittlungsfehler entstehen können. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,07 % und damit mehr als 10 % unter der von 2001 (57,94%). 54

12 Bürgerbegehren Kaufland Erhaltung Kupsch-Markt Der Gemeinderat der Großen Kreisstadt Wertheim hat am 20. Februar 2006 den Beschluss gefasst, einen Options- und Städtebaulichen Vertrag mit der Fa. Kaufland zur Ansiedlung eines großflächigen Lebensmittelverbrauchermarktes abzuschließen. Gegen diesen Beschluss wurden Unterschriften für ein Bürgerbegehren zur Herbeiführung eines Bürgerentscheids gesammelt. Die Unterschriften wurden der Verwaltung im April zur Prüfung vorgelegt von übergebenen Signaturen wurden als gültig anerkannt. Die erforderliche Anzahl von Unterschriften war damit überschritten. Nach den Stellungnahmen des Regierungspräsidiums stellte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 31. Juli 2006 die Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens fest Bürgerentscheid Gas- und Dampfturbinenkraftwerk am 12.November Der Gemeinderat beschloss am 22. Mai 2006 die Ansiedlung eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks in Bestenheid. Gegen diesen Beschluss wurden Unterschriften für ein Bürgerbegehren zur Herbeiführung eines Bürgerentscheids gesammelt. Die Unterschriften wurden der Verwaltung im Juli zur Prüfung vorgelegt von übergebenen Signaturen wurden als gültig anerkannt. Die erforderliche Anzahl von Unterschriften war damit überschritten. Nach der Stellungnahme des Regierungspräsidiums stellte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 25. September 2006 die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens fest. Beim Bürgerentscheid am 12. November lautete die Fragestellung: Sollen die Beschlüsse des Gemeinderates der Stadt Wertheim vom 22. Mai 2006 zur Ansiedlung eines Gas- und Dampfturbinenkraftwerks und über den Optionsvertrag zum Verkauf des Grundstücks Heußleinsgrube in Bestenheid an die Fa. SüdWestStrom Kraftwerk GmbH & Co. KG zur Errichtung eines solchen Kraftwerks aufgehoben werden? Insgesamt waren Stimmberechtigte aufgerufen. Während der Abstimmungshandlung und zur Ermittlung und Feststellung des Abstimmungsergebnisses waren 204 Abstimmungshelferinnen und Abstimmungshelfer eingesetzt. Zum Erstellen der Wahlscheine wurden Barcode-Scanner eingesetzt. Die Bevölkerung konnte sich mittels Beamer im Sitzungssaal sowie im Internet über die aktuellen Zwischenergebnisse des Bürgerentscheids informieren. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 49,39 %. Dieser Wert liegt weit über den Abstimmungsbeteiligungen, die in anderen Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg bei Bürgerentscheiden überlicherweise erreicht werden. Insgesamt gab es gültige Stimmen. Davon entfielen: JA-Stimmen NEIN-Stimmen Da die Zahl der gültigen JA-Stimmen mehr als 25 % aller Stimmberechtigten (4.577) betragen hat, ist ein bindender Bürgerentscheid zustande gekommen. 55

13 6.7. Zentraler Einkauf Seit 1988 ist bei der Stadt Wertheim eine zentrale Einkaufstelle eingerichtet. Aufgabe des zentralen Einkaufes ist es, die von den Einrichtungen der Verwaltung und seiner Außenstellen benötigten Verbrauchs- und Investitionsgüter einschließlich der Dienstleistungen kostenbewusst einzukaufen. Um das betriebswirtschaftliche Gesamtergebnis dieser Dienststellen und Einrichtungen (z.b. Feuerwehr, Kindergärten, Schulen, Eigenbetriebe...) zu verbessern, ist es geboten, die im Einkauf anfallenden Arbeiten und Entscheidungen stets kaufmännischen Prinzipien zu unterwerfen. Die Leistungen sind i.d.r. im Wettbewerb zu vergeben. Alle Wettbewerber sind gleich zu behandeln. Der Wettbewerb darf insbesondere nicht auf Bewerber, die in bestimmten Bezirken ansässig sind, beschränkt werden (vgl. 7 VOL/A). Im Hinblick auf das Zusammenwachsen der Märkte innerhalb der Europäischen Gemeinschaft ist darauf zu achten, dass bei Liefer- und Dienstleistungsaufträgen über Euro über das Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaft europaweit ausgeschrieben wird. 56

14 Neben den klassischen Einkaufstätigkeiten unterstützt die zentrale Einkaufstelle regelmäßig auch die Fachbereiche und nachgeordneten Stellen bei deren Kostenermittlung für die jährliche Haushaltsplanung. Neben der Abwicklung des Tagesgeschäftes, Angebotseinholung, Preisvergleich und Bestellung wird ein Teil der Arbeit über feste Jahres- und Rahmenverträge abgearbeitet. Der Weiterbildung, Marktbeobachtung, Besuch von Fachmessen und Ausstellungen kommt eine große Bedeutung zu, denn nur so kann eine Gesamtübersicht mit Preis- und Produktentwicklung erkannt werden. Jahresumsatz 2006 Sonstiges 10,68% Büromaterial 1,10% Vordrucke/ Papier 1,41% EDV 6,46% Schulen 11,29% Kindergärten 0,38% Bauhof/Wald 4,00% Feuerwehr 60,71% Abwasser/ GMW 3,97% Der Jahresumsatz der über die Zentralbeschaffungsstelle/Einkauf getätigten Bestellungen beläuft sich auf ,91 Euro (inkl.mwst.). Die Kostenschwerpunkte sind aus der obigen Grafik ablesbar, wobei bei der Feuerwehr die Beschaffung der neuen Drehleiter mit rund Euro zu Buche schlägt Michaelismesse Die 185. Michaelismesse in Wertheim begann am letzten Septemberwochenende und dauerte bis zum 8. Oktober Erneut wurde nicht nur auf den Tauberwiesen um die Main-Tauber-Halle ein Verkaufsmarkt abgehalten, sondern auch die Parkplatzfläche entlang der Unteren Leberklinge waren mit Marktständen und Verkaufsbuden belegt. Die Messe war außerhalb der Wochenenden und des 2. Kindernachmittages am 6. Oktober durchschnittlich besucht. Die früher erzielten Umsätze auf dem Markt konnten auch in 2006 nicht wieder erreicht werden. Gedämpftes Konsumverhalten wurde allenthalben verspürt und spiegelt die wirtschaftlich Lage wider. 57

15 Dem Wunsch des Gemeinderats folgend erhielten der Eröffnungsumzug und die Eröffnungszeremonie in der Main-Tauber-Halle eine neue Abfolge. Ein neuer Festwirt und die Umgestaltung der Festhalle sowie das neue Weindorf hoben sich positiv aus dem Marktgeschehen hervor. Aus dem mitorganisierten Rahmenprogramm fiel das 13. Jugendfußballturnier auf dem Taubersportplatz mit 16 D-Jugendmannschaften buchstäblich ins Wasser. Der 6. Messelauf der SG Wartberg mit insgesamt 772 Teilnehmern hat sich mit einer weiteren Steigerung zum Vorjahr fest im Terminkalender etabliert. Bei der Marktzusammensetzung wurde auf ein ausgewogenes Warensortiment unter Berücksichtigung altbewährter Marktkaufleute und Newcomer ganz besonderen Wert gelegt. Am Eröffnungsumzug mit insgesamt 30 Vereinen und Gruppierungen nahmen insgesamt 951 Personen, davon 126 Jugendliche teil. Weitere Eckdaten: Vergnügungspark Hartmann-Wunderle Festhalle/Main-Tauber-Halle Weindorf (neu) Festzugkosten Werbungskosten Ausstellungsfläche Marktkaufleute 19 Fahr- und Vergnügungsbetriebe Pächterin: Distelhäuser Brauerei Festwirt: (erstmals) Sony Boy Papert, Peter Roie ,27 Euro 5.403,80 Euro 15 Betriebe auf 471 qm 84 Ständen auf 605 lfm Frontlänge Stände insgesamt: 104 davon: 8 Imbiss-/Metzgerstände mit Marktstandgrößen zwischen 2 und 12 lfm sowie einer Standtiefe zwischen 1,5 und 6,0 m. Im Ausstellungsbereich sind Stände bis zu 18 m Breite und 12 m Tiefe gebräuchlich. Die Tendenz geht allgemein zu größeren Buden, wobei je nach Warenangebot Marktschirme, Pavillons, Verkaufsbuden sowie Fahrzeuge und Anhänger zum Einsatz kommen. In Fachkreisen wird u.a. darauf hingewiesen, dass ein Markt bis zu 10 % Imbissstände, gemessen an der Gesamtzahl der Verkaufsstände/Aussteller, verträgt. Die Markthändler legen größten Wert auf fest zugewiesene Standplätze. Aufgrund der Kundenbindung (Stammkundschaft) sollen die Standplätze möglichst nicht wechseln bzw. verlegt werden. Die Platzzuweisung erfolgt im freien Ermessen des jeweiligen Marktmeisters Sonstige zentrale Dienstleistungen Registratur In der Registratur erfolgt die zentrale Ablage von Schriftstücken. Darüber hinaus werden Fachzeitschriften in Umlauf gegeben. Die Recherche über aktuelle Gesetzestexte und -änderungen des Bundes erfolgt über ein spezielles PC-Programm Fundstellennachweis, im Bereich der Landesgesetzgebung über den Vorschriftendienst Baden-Württemberg. 58

16 Druckerei Die hauseigene Druckerei erledigt sämtliche Druckaufträge der Verwaltung einschl. der Eigenbetriebe und Gesellschaften, sofern nicht in Einzelfällen ein externe Vergabe erfolgt. Jährlich werden rund 1,2 Mio. Drucke gefertigt. Die Druckaufträge sind häufig sehr kurzfristig zu erledigen Zentrale Die Zentrale bildet das Entree zur Stadtverwaltung und ist erste Anlaufstelle für ratsuchende Bürger. Auskünfte werden soweit möglich direkt dort erteilt, im übrigen wird der zuständige Ansprechpartner benannt und bei der Wegweisung geholfen. Der Mitarbeiter in der Zentrale vermittelt sämtliche Telefongespräche, die über die zentrale Telefonnummer 3010 eingehen. Zudem erledigt er die Eingabe von Korrekturbelegen der Mitarbeiter/innen der Verwaltung in die Zeiterfassungsanlage. Darüber hinaus werden hier Lohnsteueranträge (Finanzamt) ausgegeben sowie das Stadtadressbuch verkauft. 59

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