Modicon M238 Logic Controller

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1 EIO /2010 Modicon M238 Logic Controller Programmierhandbuch 05/2010 EIO

2 Die Informationen in der vorliegenden Dokumentation enthalten allgemeine Beschreibungen und/oder technische Leistungsmerkmale der hier erwähnten Produkte. Diese Dokumentation dient nicht als Ersatz für das Ermitteln der Eignung oder Verlässlichkeit dieser Produkte für bestimmte Verwendungsbereiche des Benutzers und darf nicht zu diesem Zweck verwendet werden. Jeder Benutzer oder Integrator ist verpflichtet, angemessene und vollständige Risikoanalysen, Bewertungen und Tests der Produkte im Hinblick auf deren jeweils spezifischen Verwendungszweck vorzunehmen. Weder Schneider Electric noch deren Tochtergesellschaften oder verbundenen Unternehmen sind für einen Missbrauch der Informationen in der vorliegenden Dokumentation verantwortlich oder können diesbezüglich haftbar gemacht werden. Verbesserungs- und Änderungsvorschlage sowie Hinweise auf angetroffene Fehler werden jederzeit gern entgegengenommen. Dieses Dokument darf ohne entsprechende vorhergehende, ausdrückliche und schriftliche Genehmigung durch Schneider Electric weder in Teilen noch als Ganzes in keiner Form und auf keine Weise, weder anhand elektronischer noch mechanischer Hilfsmittel, reproduziert oder fotokopiert werden. Bei der Montage und Verwendung dieses Produkts sind alle zutreffenden staatlichen, landesspezifischen, regionalen und lokalen Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Aus Sicherheitsgründen und um die Übereinstimmung mit dokumentierten Systemdaten besser zu gewährleisten, sollten Reparaturen an Komponenten nur vom Hersteller vorgenommen werden. Beim Einsatz von Geräten für Anwendungen mit technischen Sicherheitsanforderungen sind die relevanten Anweisungen zu beachten. Die Verwendung anderer Software als der Schneider Electric-eigenen bzw. einer von Schneider Electric genehmigten Software in Verbindung mit den Hardwareprodukten von Schneider Electric kann Körperverletzung, Schäden oder einen fehlerhaften Betrieb zur Folge haben. Die Nichtbeachtung dieser Informationen kann Verletzungen oder Materialschaden zur Folge haben! 2010 Schneider Electric. Alle Rechte vorbehalten. 2 EIO /2010

3 Inhaltsverzeichnis Sicherheitshinweise Über dieses Buch Kapitel 1 Informationen zum Modicon M238 Logic Controller Überblick über Modicon M238 Logic Controller-Geräte Kapitel 2 Konfigurieren der Steuerung Konfigurieren der Steuerung Kapitel 3 Bibliotheken Bibliotheken Kapitel 4 Unterstützte Standarddatentypen Unterstützte Standarddatentypen Kapitel 5 Speicherzuordnung Aufbau des RAM-Speichers Neuzuordnungstabelle Kapitel 6 Tasks Maximale Anzahl von Tasks Fenster "Taskkonfiguration" Tasktypen System- und Task-Watchdogs Taskprioritäten Standard-Taskkonfiguration Kapitel 7 Steuerungszustände und Verhalten Diagramm der Steuerungszustände Diagramm der Steuerungszustände Beschreibung der Steuerungszustände Beschreibung der Steuerungszustände Zustandsübergänge und Systemereignisse Steuerungszustände und Ausgangsverhalten Veranlassen von Zustandsübergängen Fehlererkennung, Fehlertypen und Fehlerhandhabung Remanente Variablen EIO /2010 3

4 Kapitel 8 Steuerungskonfiguration Steuerungskonfiguration Verwalten der Anwendungen der M238-Steuerung M238 SPS-Einstellungen Dienste der M238-Steuerung Kapitel 9 Interne M238-Funktionen Interne HSC-Funktion Interne E/A-Funktion Interne PTO_PWM-Funktion Kapitel 10 Konfiguration von Erweiterungsmodulen Hinzufügen von Erweiterungsmodulen Kapitel 11 CANopen-Konfiguration Konfiguration der CANopen-Schnittstelle Kapitel 12 AS-Interface-Konfiguration Beschreibung des AS-Interface V2-Feldbusses Allgemeine Funktionsbeschreibung Prinzipien des Software-Setup Hinzufügen eines AS-Interface-Master-Moduls Konfigurieren eines AS-Interface-Masters Hinzufügen eines AS-Interface-Slaves Konfigurieren eines AS-Interface-Slaves Automatische Adressierung eines AS-Interface V2-Slaves Änderung einer Slave-Adresse Systemdiagnose im Online-Modus Programmierung des AS-Interface V2-Feldbusses Konfiguration eines AS-Interface V2-Ersatz-Slaves Kapitel 13 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Serielle Leitungskonfiguration ASCII-Manager SoMachine-Netzwerkmanager Modbus-E/A-Scanner Modbus-Manager Hinzufügen eines Modems zu einem Manager Kapitel TWD01100 Ethernet/Modbus-Gateway Anschluss und Konfiguration des Ethernet-Gateways Kapitel 15 Anschließen von Modicon M238 Logic Controller an einen PC Anschluss der Steuerung an einen PC Kapitel 16 Aktualisieren der M238-Firmware Aktualisierung über serielle Verbindung Aktualisierung über USB Starten des Exec Loader-Assistenten EIO /2010

5 Schritt 1: Welcome (Willkommen) Schritt 2: Settings (Einstellungen) Schritt 3: File and Device Properties (Datei- und Geräteeigenschaften) Schritt 4: Transfer Progress (Übertragungsfortschritt) Kapitel 17 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) Fehlersuche Häufig gestellte Fragen Anhang Anhang A AS-Interface-Bibliothek ASI_CheckSlaveBit ASI_CmdSetAutoAddressing ASI_CmdSetDataExchange ASI_CmdSetOfflineMode ASI_MasterStatusCheck ASI_SlaveAddressChange ASI_SlaveParameterUpdate ASI_SlaveStatusCheck ASI_ReadParameterImage Anhang B Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen 221 Unterschiede zwischen Funktionen und Funktionsbausteinen Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache ST Anhang C Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen Leitung in einem Anwenderprogramm GetSerialConf: Abrufen der seriellen Leitungskonfiguration SetSerialConf: Änderung der seriellen Leitungskonfiguration SERIAL_CONF: Struktur des Datentyps für die serielle Leitungskonfiguration Anhang D SPS-Leistung Verarbeitungsleistung des Modicon M238 Logic Controller Glossar Index EIO /2010 5

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7 Sicherheitshinweise Wichtige Informationen HINWEISE Lesen Sie diese Anweisungen sorgfältig durch und machen Sie sich vor Installation, Betrieb und Wartung mit dem Gerät vertraut. Die nachstehend aufgeführten Warnhinweise sind in der gesamten Dokumentation sowie auf dem Gerät selbst zu finden und weisen auf potenzielle Risiken und Gefahren oder bestimmte Informationen hin, die eine Vorgehensweise verdeutlichen oder vereinfachen. EIO /2010 7

8 BITTE BEACHTEN Elektrische Geräte dürfen nur von Fachpersonal installiert, betrieben, bedient und gewartet werden. Schneider Electric haftet nicht für Schäden, die durch die Verwendung dieses Materials entstehen. Als qualifiziertes Personal gelten Mitarbeiter, die über Fähigkeiten und Kenntnisse hinsichtlich der Konstruktion und des Betriebs dieser elektrischen Geräte und der Installationen verfügen und eine Schulung zur Erkennung und Vermeidung möglicher Gefahren absolviert haben. 8 EIO /2010

9 Über dieses Buch Auf einen Blick Ziel dieses Dokuments Dieses Dokument soll Sie bei der Konfiguration des Modicon M238 Logic Controller unterstützen. HINWEIS: Lesen Sie sich dieses Dokument sowie alle verwandten Dokumente (siehe Seite 9) sorgfältig durch, bevor Sie den Modicon M238 Logic Controller installieren, betreiben oder warten. Benutzer des Modicon M238 Logic Controller sollten das gesamte Dokument durcharbeiten, um sicherzugehen, dass alle Funktionen verstanden werden. Gültigkeitsbereich Diese Dokumentation wurde für die SoMachine-Version V2.0 aktualisiert. Weiterführende Dokumentation Titel der Dokumentation Modicon M238 Logic Controller Hardwarehandbuch Modicon TM2 Konfiguration von Erweiterungsmodulen Programmierhandbuch Referenz-Nummer EIO (ENG); EIO (FRE); EIO (GER); EIO (SPA); EIO (ITA); EIO (CHS) EIO (ENG); EIO (FRE); EIO (GER); EIO (SPA); EIO (ITA); EIO (CHS) EIO /2010 9

10 Modicon M238 Logic Controller Systemfunktionen und Variablen M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch Modicon M238 Logic Controller Hochgeschwindigkeitszählung M238 HSC Bibliothekshandbuch Modicon M238 Logic Controller Impulswellenausgang, Impulsbreitenmodulation M238 PTOPWM Bibliothekshandbuch PLCCommunication Bibliothekshandbuch DataLogging Bibliothekshandbuch Modem Bibliothekshandbuch EIO (ENG); EIO (FRE); EIO (GER); EIO (SPA); EIO (ITA); EIO (CHS) EIO (ENG); EIO (FRE); EIO (GER); EIO (SPA); EIO (ITA); EIO (CHS) EIO (ENG); EIO (FRE); EIO (GER); EIO (ITA) EIO (SPA); EIO (CHS) EIO (ENG); EIO (FRE); EIO (GER); EIO (ITA); EIO (SPA); EIO (CHS) EIO (ENG); EIO (FRE); EIO (GER); EIO (ITA); EIO (SPA); EIO (CHS) EIO (ENG); EIO (FRE); EIO (GER); EIO (ITA); EIO (SPA); EIO (CHS) Diese technischen Veröffentlichungen sowie andere technische Informationen stehen auf unserer Website zum Download bereit. 10 EIO /2010

11 Produktbezogene Informationen STEUERUNGSAUSFALL WARNUNG Bei der Konzeption von Steuerungsstrategien müssen mögliche Störungen auf den Steuerungspfaden berücksichtigt werden, und bei bestimmten kritischen Steuerungsfunktionen ist dafür zu sorgen, dass während und nach einem Pfadfehler ein sicherer Zustand erreicht wird. Beispiele kritischer Steuerfunktionen sind die Notabschaltung (Not-Aus) und der Nachlauf-Stopp, Stromausfall und Neustart. Für kritische Steuerfunktionen müssen separate oder redundante Steuerpfade bereitgestellt werden. Systemsteuerpfade können Kommunikationsverbindungen umfassen. Dabei müssen die Auswirkungen unerwarteter Sendeverzögerungen und Verbindungsstörungen berücksichtigt werden. Sämtliche Unfallverhütungsvorschriften und lokalen Sicherheitsrichtlinien sind zu beachten. 1 Jede Implementierung des Geräts muss individuell und sorgfältig auf einwandfreien Betrieb geprüft werden, bevor das Gerät an Ort und Stelle in Betrieb gesetzt wird. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. 1 Weitere Informationen finden Sie in den aktuellen Versionen von NEMA ICS 1.1 Safety Guidelines for the Application, Installation, and Maintenance of Solid State Control sowie von NEMA ICS 7.1, Safety Standards for Construction and Guide for Selection, Installation, and Operation of Adjustable-Speed Drive Systems oder den entsprechenden, vor Ort geltenden Vorschriften. WARNUNG UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS Verwenden Sie mit diesem Gerät nur von Schneider Electric genehmigte Software. Aktualisieren Sie Ihr Anwendungsprogramm jedes Mal, wenn Sie die physische Hardwarekonfiguration ändern. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. EIO /

12 Benutzerkommentar Ihre Anmerkungen und Hinweise sind uns jederzeit willkommen. Senden Sie sie einfach an unsere -Adresse: 12 EIO /2010

13 M238 - Informationen zum Modicon M238 Logic Controller EIO /2010 Informationen zum Modicon M238 Logic Controller 1 Überblick über Modicon M238 Logic Controller-Geräte Überblick Die Steuerung Modicon M238 Logic Controller von Schneider Electric verfügt über eine ganze Reihe überaus leistungsstarker Funktionen. Diese Steuerung kann für eine breite Palette an Anwendungen eingesetzt werden. Hauptfunktionen Die Steuerung Modicon M238 Logic Controller wird von der Programmiersoftware SoMachine unterstützt und programmiert, mit der folgende Programmiersprachen nach IEC bereitstehen: IL (AWL): Anweisungsliste ST: Strukturierter Text FBD: Funktionsbausteindiagramm SFC: Ablaufsteuerung LD (KOP): Kontaktplan CFC: Continuous Function Chart Der Modicon M238 Logic Controller kann bis zu 7 Tasks verwalten (1 MAST-Task sowie bis zu 6 weitere Tasks). Für den Modicon M238 Logic Controller ist eine der folgenden Spannungsversorgungen gegeben: 24 VDC VAC Der Modicon M238 Logic Controller mit DC-Spannungsversorgung weist folgende Eigenschaften auf: 14 Digitaleingänge, darunter 8 Schnelleingänge 10 Digitalausgänge, darunter 4 Schnellausgänge Der Modicon M238 Logic Controller mit AC-Spannungsversorgung weist folgende Eigenschaften auf: 14 Digitaleingänge, darunter 8 Schnelleingänge 10 Digitalausgänge, darunter 6 Relais-Ausgänge EIO /

14 M238 - Informationen zum Modicon M238 Logic Controller Gültiger Spannungsbereich für den Modicon M238 Logic Controller In der folgenden Tabelle werden der jeweilige Spannungsbereich und die zugehörigen Merkmale des M238 aufgeführt: Referenz DC-Bereich für M238 TM238LFDC24DT TM238LDD24DT AC-Bereich für M238 TM238LFAC24DR TM238LDA24DR Spannungsversorgung 24 VDC 24 VDC VAC VAC Serielle Schnittstellen SL1: RS232/ RS485 SL2: RS485 SL1: RS232/ RS485 SL1: RS232/ RS485 SL2: RS485 SL1: RS232/ RS485 CAN open- Master Ja Nein Ja Nein Digitaleingänge Digitalausgänge Speichergröße 8 Schnelleingänge (1) + 6 normale Eingänge 8 Schnelleingänge (1) + 6 normale Eingänge 4 schnelle Transistorausgänge (2) + 6 normale Transistorausgänge 4 Transistorausgänge + 6 Relaisausgänge 2MB 1MB 2MB 1MB (1) Die Schnelleingänge können als normale oder als schnelle Eingänge für Zähloder Ereignisfunktionen verwendet werden. (2) Die Schnellausgänge können als normale oder als schnelle Ausgänge für PTO-, HSC-, PWM- oder FG-Funktionen verwendet werden. 14 EIO /2010

15 Konfigurieren der Steuerung EIO /2010 Konfigurieren der Steuerung 2 Konfigurieren der Steuerung Einführung Vor dem Konfigurieren der Steuerung müssen Sie zunächst eine neue Maschine in der SoMachine-Software erstellen (siehe SoMachine, Programmierhandbuch). Graphischer Konfigurationseditor Im graphischen Konfigurationseditor (siehe SoMachine, Programmierhandbuch) wird die Steuerung wie folgt dargestellt: EIO /

16 Konfigurieren der Steuerung Klicken Sie auf die folgenden Elemente, um Objekte hinzuzufügen (falls leer) oder zu ersetzen: Element Beschreibung 1 Port-Manager für serielle Leitung 1 (standardmäßig Modbus_Manager für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR ) Port-Manager für serielle Leitung 1 (standardmäßig SoMachine_Network_Manager für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR ) 2 CANopen-Port-Manager HINWEIS: Nur verfügbar auf TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR. 3 Erweiterungsmodule 4 Port-Manager für serielle Leitung 2 (standardmäßig SoMachine_Network_Manager) HINWEIS: Nur verfügbar auf TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR. 5 Zugang zum Fenster für die Steuerungskonfiguration (doppelklicken Sie auf die Steuerung) Fenster für die Steuerungskonfiguration: Gehen Sie wie folgt vor, um das Fenster für die Steuerungskonfiguration aufzurufen: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration. 2 Doppelklicken Sie auf die Steuerung. Über die Einträge und Untereinträge auf der linken Seite können Sie auf die Konfigurationsfenster für die verschiedenen Elemente zugreifen: 16 EIO /2010

17 Konfigurieren der Steuerung Eintrag Untereintrag Siehe... Parameter - Geräte-Editor der Steuerung (siehe Seite 70) Integrierte E/A E/A HSC PTO_PWM Konfiguration interner Funktionen (siehe Seite 77) Kommunikation Serielle Leitung 1 Serielle Leitung 2 Konfiguration von seriellen Leitungen (siehe Seite 133) CAN CANopen-Konfiguration (siehe Seite 91) Gerätebaumstruktur Auf viele Funktionen der Registerkarte Konfiguration kann auch über die Registerkarte Programm zugegriffen werden. Die Gerätebaumstruktur auf der Registerkarte Programm beschreibt die Hardwarekonfiguration (beispielsweise wird die nachstehende Gerätebaumstruktur standardmäßig beim Hinzufügen der Steuerung angezeigt): EIO /

18 Konfigurieren der Steuerung Element Beschreibung SPS-Logik In diesem Teil werden alle mit der Anwendung zusammenhängenden Elemente angezeigt: Taskkonfiguration Programmierung Bibliotheksverwalter POUs Neuzuordnungstabelle Interne Funktionen Diese Darstellung zeigt die internen Funktionen des M238. Serielle Leitung 1 Serielle Leitung 2 CAN Hierbei handelt es sich um die eingebettete Kommunikation. HINWEIS: Serielle Leitung 2 und CAN sind nur auf TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR verfügbar. Inhalt der Gerätebaumstruktur Die Gerätebaumstruktur stellt die von einem bestimmten Ziel (Steuerung oder HMI) verwalteten Objekte dar. Dabei handelt es sich um folgende Objekte: Anwendungsobjekte (Tasks usw.), Programmierobjekte (POU, GVL usw.), Hardwarebezogene Objekte (interne Funktionen, CAN, Erweiterungsmodule usw.) Standardmäßig beinhaltet die Gerätebaumstruktur die folgenden hardwarebezogenen Objekte: Referenz Integrierte E/A Eingebettete Kommunikation TM238LDD24DT TM238LDA24DR TM238LFDC24DT TM238LFAC24DR E/A HSC PTO_PWM Serielle Leitung (SoMachine_Network_Manager) Serielle Leitung 1 (Modbus_Manager) Serielle Leitung 2 (SoMachine_Network_Manager) CAN (CANopen) 18 EIO /2010

19 Bibliotheken EIO /2010 Bibliotheken 3 Bibliotheken Einführung Bibliotheken stellen Funktionen, Funktionsbausteine, Datentypen und globale Variablen zur Verfügung, die zur Entwicklung Ihres Projekts genutzt werden können. Der Bibliotheksverwalter von SoMachine zeigt Informationen zu den in Ihrem Projekt enthaltenen Bibliotheken an und ermöglicht die Installation neuer Bibliotheken. Im CoDeSys-Teil der Online-Hilfe finden Sie weitere Informationen zum Bibliotheksverwalter. Modicon M238 Logic Controller Wenn Sie einen Modicon M238 Logic Controller für Ihre Anwendung auswählen, lädt SoMachine automatisch die folgenden Bibliotheken: Name der Bibliothek IoStandard Standard Util M238 PLCSystem (siehe Modicon M238 Logic Control ler, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch) Beschreibung CmpIoMgr-Konfigurationstypen, ConfigAccess, Parameter und Hilfefunktionen: Verwaltet die E/A in der Anwendung. Enthält alle Funktionen und Funktionsbausteine, die erforderlich sind, um Standard-POUs IEC konform für ein IEC-Programmiersystem zu verwenden. Die POUs müssen mit einem Projekt verknüpft sein (standard.library). Analogmonitore, BCD-Konvertierungen, Bit/Byte- Funktionen, Datentypen der Steuerung, Funktionsmanipulatoren, mathematische Funktionen, Signale. Enthält Funktionen und Variablen, um Informationen abzurufen und Befehle an das Steuerungssystem zu senden. EIO /

20 Bibliotheken Name der Bibliothek M238 HSC (siehe Modicon M238 Logic Controller, Hochgeschwindigkeitszählung, M238 HSC Bibliothekshandbuch) M238 PTO/PWM (siehe Modicon M238 Logic Control ler, Impulswellenausgang, Impulsbreitenmodulation, M238 PTOPWM Bibliothekshandbuch) M238 Neuzuordnungstabelle (siehe Seite 27) Beschreibung Enthält Funktionen und Variablen, um Informationen abzurufen und Befehle an die schnellen Ein- /Ausgänge des Modicon M238 Logic Controller zu senden. Die Funktionsbausteine ermöglichen die Implementierung von HSC-Funktionen (Hochgeschwindigkeitszählen) an den schnellen Ein- /Ausgängen des Modicon M238 Logic Controller. Enthält Funktionen und Variablen, um Informationen abzurufen und Befehle an die schnellen Ein- /Ausgänge des Modicon M238 Logic Controller zu senden. Die Funktionsbausteine ermöglichen die Implementierung von PTO- (Impulswellenausgang) und PWM-Funktionen (Impulsbreitenmodulation) an den Schnellausgängen des Modicon M238 Logic Controller. Die Neuzuordnungstabelle ermöglicht dem Benutzer die Anordnung der Daten im Hinblick auf eine Optimierung des Datenaustauschs zwischen dem Modbus-Client und der Steuerung. Dazu werden nicht direkt aufeinanderfolgende Daten in einer durchgehenden Registertabelle gruppiert. 20 EIO /2010

21 Unterstützte Standarddatentypen EIO /2010 Unterstützte Standarddatentypen 4 Unterstützte Standarddatentypen Unterstützte Standarddatentypen Die Steuerung unterstützt die folgenden IEC-Datentypen: Datentyp Unterer Grenzwert Oberer Grenzwert Informationsinhalt BOOL False True 1 Bit BYTE Bit WORD 0 65, Bit DWORD 0 4,294,967, Bit LWORD Bit SINT Bit USINT Bit INT -32,768 32, Bit UINT 0 65, Bit DINT -2,147,483,648 2,147,483, Bit UDINT 0 4,294,967, Bit LINT Bit ULINT Bit REAL 1, e-38 3, e Bit STRING 1 Zeichen 255 Zeichen 1 Zeichen = 1 Byte WSTRING 1 Zeichen 255 Zeichen 1 Zeichen = 1 Wort TIME Bit EIO /

22 Unterstützte Standarddatentypen Nicht unterstützte Standarddatentypen Die folgenden IEC-Datentypen werden von der Steuerung nicht unterstützt: Datentyp Unterer Grenzwert Oberer Grenzwert Informationsinhalt LREAL 2, e-308 1, e Bit 22 EIO /2010

23 Speicherzuordnung EIO /2010 Speicherzuordnung 5 Einführung Dieses Kapitel beschreibt die Speicherbelegungspläne und -größen für die verschiedenen Speicherbereiche im Modicon M238 Logic Controller. Diese Speicherbereiche dienen zur Speicherung von Benutzerprogrammlogik, Daten und Programmierbibliotheken. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Aufbau des RAM-Speichers 24 Neuzuordnungstabelle 27 EIO /

24 Speicherzuordnung Aufbau des RAM-Speichers Einführung In diesem Abschnitt wird die RAM (Random Access Memory)-Größe verschiedener Bereiche des Modicon M238 Logic Controller beschrieben. TM238LFDC24DT - und TM238LFAC24DR -Speicher Der RAM-Speicher beträgt 2 MB und besteht aus zwei Bereichen: 1048 KB Systembereich für Betriebssystemspeicher 1000 KB Kundenbereich für reservierten Anwendungsspeicher Der Speicher mit den Persistent- und Retain-Variablen wird bei Stromausfällen durch eine externe Batterie erhalten und geschützt. Diese Tabelle zeigt die verschiedenen Arten von Speicherbereichen und ihre Größen im TM238LFDC24DT - und TM238LFAC24DR -Speicher: Bereich Element Größe (Byte) Systembereich 1048 KB Kundenbereich 1000 KB %MW0...%MW Systemvariablen 400 (%MW %MW60199) Dynamischer Speicherbereich: Neuzuordnungstabelle "Lesen" (siehe Seite 27) ( ) 7600 Reservierter Speicherbereich ( ) Dynamischer Speicherbereich: Neuzuordnungstabelle "Schreiben" (siehe Seite 27) ( ) Reserviert Variablen (einschl. Retain- und Persistent- Variablen, siehe Tabelle unten) (1) Anwendung Bibliotheken (siehe Seite 26) Symbole (1) Byte batteriegeschütztes RAM 8168 Byte Retain-Variablen: (2) 400 Byte Persistente Retain-Variablen 2000 Byte %MW0...%MW EIO /2010

25 Speicherzuordnung HINWEIS: (1) Größe wird zum Build-Zeitpunkt überprüft und darf den in der Tabelle angegebenen Wert nicht übersteigen. (2) Der Kundenanwendung stehen nicht die gesamten 8168 Byte zur Verfügung, da u. U. bestimmte Bibliotheken Retain-Variablen verwenden. TM238LDD24DT- und TM238LDA24DR-Speicher Der RAM-Speicher beträgt 1 MB und besteht aus zwei Bereichen: 524 KB Systembereich für Betriebssystemspeicher 500 KB Kundenbereich für reservierten Anwendungsspeicher Der Speicher mit den Persistent- und Retain-Variablen wird bei Stromausfällen durch eine externe Batterie erhalten und geschützt. Diese Tabelle zeigt die verschiedenen Arten von Speicherbereichen und ihre Größen im TM238LDD24DT- und TM238LDA24DR-Speicher: Bereich Element Größe (Byte) Systembereich 524 KB Kundenbereich 500 KB %MW0...%MW Systemvariablen 400 (%MW %MW60199) Dynamischer Speicherbereich: Neuzuordnungstabelle "Lesen" (siehe Seite 27) ( ) 7600 Reservierter Speicherbereich ( ) Dynamischer Speicherbereich: Neuzuordnungstabelle "Schreiben" (siehe Seite 27) ( ) Reserviert Variablen (einschl. Retain- und Persistent-Variablen, siehe Tabelle unten) (1) Anwendung Bibliotheken (siehe Seite 26) Symbole (1) Byte batteriegeschütztes RAM 8168 Byte Retain-Variablen: (2) 400 Byte Persistente Retain-Variablen 2000 Byte %MW0...%MW999 EIO /

26 Speicherzuordnung HINWEIS: (1) Größe wird zum Build-Zeitpunkt überprüft und darf den in der Tabelle angegebenen Wert nicht übersteigen. (2) Der Kundenanwendung stehen nicht die gesamten 8168 Byte zur Verfügung, da u. U. bestimmte Bibliotheken Retain-Variablen verwenden. Systemvariablen Weitere Informationen zu System- und Diagnosevariablen finden Sie im M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch. Bibliotheksgrößen Name der Bibliothek M238 HSC (siehe Modicon M238 Logic Controller, Hochgeschwindigkeitszähl ung, M238 HSC Bibliothekshandbuch) M238 PLCSystem (siehe Modicon M238 Logi c Controller, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch) M238 PTOPWM (siehe Modicon M238 Logi c Controller, Impulswellenausgang, Impulsbreitenmodulation, M238 PTOPWM Bibliothekshandbuch) Durchschn. Größe Kommentar 10 KB Abhängig von den genutzten Funktionen. 25 KB Immer in Anwendung eingebettet. Die Verwendung dieser Funktionen verbraucht keinen zusätzlichen Speicher. 10 KB Abhängig von den genutzten Funktionen. PLCCommunication 20 KB Abhängig von den genutzten Funktionen. CANopen Stack 115 KB Abhängig von den genutzten Funktionen. Jeder CANopen-Slave verbraucht etwa zusätzliche 10 KB Arbeitsspeicher. 26 EIO /2010

27 Speicherzuordnung Neuzuordnungstabelle Einführung Mithilfe der Neuzuordnungstabelle kann der Benutzer Daten zur Optimierung der Kommunikation zwischen der Steuerung und anderen Geräten organisieren, indem nicht zusammenhängende Daten zu einer zusammenhängenden Tabelle von Registern umgruppiert werden. HINWEIS: Eine Neuzuordnungstabelle wird als Objekt betrachtet. Für eine Steuerung kann jeweils nur ein Neuzuordnungstabellen-Objekt hinzugefügt werden. Beschreibung der Neuzuordnungstabelle In dieser Tabelle wird die Anordnung der Neuzuordnungstabelle beschrieben: Register Beschreibung Dynamischer Speicherbereich: Neuzuordnungstabelle "Lesen" Dynamischer Speicherbereich: Neuzuordnungstabelle "Schreiben" Weitere Informationen finden Sie im M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch. EIO /

28 Speicherzuordnung Hinzufügen einer Neuzuordnungstabelle In der folgenden Tabelle wird beschrieben, wie Sie einem Projekt eine Neuzuordnungstabelle hinzufügen: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Programm: 2 Klicken Sie im Fenster Geräte mit der rechten Maustaste auf den Knoten Applikation, und klicken Sie dann im Kontextmenü auf die Option Objekt hinzufügen...: 28 EIO /2010

29 Speicherzuordnung Schritt Aktion 3 Wählen Sie in der Liste den Eintrag Neuzuordnungstabelle aus, und klicken Sie auf die Schaltfläche Öffnen: Ergebnis: Die neue Neuzuordnungstabelle wird erstellt und initialisiert. HINWEIS: Da eine Neuzuordnungstabelle für eine Steuerung eindeutig sein muss, lautet ihr Name Neuzuordnungstabelle und kann nicht geändert werden. Neuzuordnungstabellen-Editor Mit dem Neuzuordnungstabellen-Editor können Sie Ihre Variablen in der Neuzuordnungstabelle organisieren. Um auf den Neuzuordnungstabellen-Editor zuzugreifen, doppelklicken Sie auf den Knoten Neuzuordnungstabelle in der Gerätebaumstruktur im Fenster Geräte: EIO /

30 Speicherzuordnung Die folgende Abbildung beschreibt den Neuzuordnungstabellen-Editor: Symbol Element Beschreibung Neues Fügt der Liste mit Systemvariablen ein neues Element zu. Element Nach unten Verschiebt das ausgewählte Element in der Liste nach unten. Nach oben Verschiebt das ausgewählte Element in der Liste nach oben. Element löschen Kopieren Löscht das ausgewählte Element aus der Liste. Kopiert das ausgewählte Element in der Liste. 30 EIO /2010

31 Speicherzuordnung Symbol Element Beschreibung Einfügen Fügt die kopierten Elemente ein. Leere Elemente löschen Entfernt alle Elemente aus der Liste, bei denen die Spalte "Variable" leer ist. - ID Automatisch inkrementierte Ganzzahl (kann nicht bearbeitet werden) - Variable Name oder vollständiger Pfad einer Variablen (kann bearbeitet werden) - Adresse Die Adresse des Systembereichs, in dem die Variable gespeichert wird (kann nicht bearbeitet werden). - Länge Wortlänge der Variablen - Gültigkeit Gibt an, ob die eingegebene Variable gültig ist (kann nicht bearbeitet werden) HINWEIS: Wenn die eingegebene Variable nicht definiert ist, wird der Inhalt der Zelle rot dargestellt, die zugehörige Zelle Gültigkeit weist "False" auf, und Adresse ist auf -1 gesetzt. EIO /

32 Speicherzuordnung 32 EIO /2010

33 Tasks EIO /2010 Tasks 6 Einführung Über den Knoten "Taskkonfiguration" in der SoMachine-Gerätebaumstruktur können Sie einen oder mehrere Tasks zur Steuerung der Ausführung eines Anwendungsprogramms definieren. Es sind folgende Tasktypen verfügbar: Zyklisch Freilaufend Ereignis Externes Ereignis In diesem Kapitel werden zunächst die verschiedenen Tasktypen erläutert sowie Informationen über die maximale Anzahl Tasks, die Standard-Taskkonfiguration sowie die Priorisierung von Tasks bereitgestellt. Weiterhin werden in diesem Kapitel die System- und Task-Watchdog-Funktionen vorgestellt und ihr Zusammenhang mit der Taskausführung erklärt. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Maximale Anzahl von Tasks 34 Fenster "Taskkonfiguration" 35 Tasktypen 38 System- und Task-Watchdogs 41 Taskprioritäten 43 Standard-Taskkonfiguration 46 EIO /

34 Tasks Maximale Anzahl von Tasks Maximale Anzahl von Tasks Die maximale Anzahl von Tasks, die für den Modicon M238 Logic Controller definiert werden können, lautet: Gesamtanzahl Tasks = 7 Zyklische Tasks = 3 Freilaufende Tasks = 1 Ereignistasks = 2 Externe Ereignistasks = 4 34 EIO /2010

35 Tasks Fenster "Taskkonfiguration" Beschreibung des Fensters Im folgenden Fenster können die Tasks konfiguriert werden. Doppelklicken Sie in der Gerätebaumstruktur des Fensters Geräte auf den zu konfigurierenden Task, um dieses Fenster zu öffnen. Jeder Konfigurationstask hat eigene, von anderen Tasks unabhängigen Parameter. Das Fenster Taskkonfiguration besteht aus 4 Bereichen: EIO /

36 Tasks In der folgenden Tabelle werden die Felder des Fensters Taskkonfiguration beschrieben: Feldname Definition Priorität Sie können die Priorität eines Tasks anhand einer Nummer zwischen 0 und 31 konfigurieren (0 entspricht dabei der höchsten, 31 der geringsten Priorität). Zu einem Zeitpunkt kann jeweils nur ein Task ausgeführt werden. Die Priorität bestimmt, wann der Task ausgeführt wird: Ein Task mit höherer Priorität erhält Vorrang vor einem Task mit geringerer Priorität. Tasks mit derselben Priorität werden abwechselnd ausgeführt (mit einem Zeitanteil von jeweils 2 ms). HINWEIS: Weisen Sie Tasks nicht die gleiche Priorität zu. Wenn noch andere Tasks vorhanden sind, die versuchen, Tasks mit der gleichen Priorität zuvorzukommen, kann dies zu unvorhersehbaren Ergebnissen führen. Weitere Informationen finden Sie unter Taskprioritäten (siehe Seite 43). Typ 4 Tasktypen sind verfügbar: Zyklisch (siehe Seite 38) Freilaufend (siehe Seite 39) Ereignis (siehe Seite 40) Externes Ereignis (siehe Seite 40) Watchdog (siehe Seite 42) Um den Watchdog zu konfigurieren, müssen Sie zwei Parameter definieren: Zeit: Geben Sie das Timeout ein, nach dessen Ablauf der Watchdog ausgeführt werden soll. Empfindlichkeit: Definiert, wie oft der Watchdog-Timer ablaufen muss, bevor die Steuerung die Programmausführung beendet und sich in einenhalt-zustand (siehe Seite 48) begibt. 36 EIO /2010

37 Tasks Feldname POUs (siehe SoMachine, Programmierhandbuch) Definition Die Liste der vom Task gesteuerten POUs (Programming Organization Unit) wird im Fenster der Taskkonfiguration definiert. Verwenden Sie den Befehl Aufruf hinzufügen, um eine mit dem Task verknüpfte POU hinzuzufügen. Verwenden Sie den Befehl Aufruf löschen, um eine POU aus der Liste zu entfernen. Sie können eine beliebige Anzahl von POUs erstellen. Wenn eine Anwendung anstelle einer großen POU über mehrere kleine POUs verfügt, wird dadurch die Aktualisierungszeit der Variablen im Online-Modus verbessert. Über den Befehl POU öffnen wird die derzeit ausgewählte POU im entsprechenden Editor geöffnet. Der Zugriff auf ein bereits im System angegebenes Element erfolgt über Change POU...: POUs werden in der Reihenfolge ausgeführt, in der sie in der Liste erscheinen. Um die POUs in der Liste neu anzuordnen, klicken Sie auf Nach oben oder Nach unten: EIO /

38 Tasks Tasktypen Einführung Der folgende Abschnitt enthält eine Beschreibung der verschiedenen für Ihr Programm verfügbaren Tasktypen sowie deren Merkmale. Zyklischer Task Einem zyklischen Task wird über die Einstellung "Intervall" im Bereich "Typ" der Unterregisterkarte "Konfiguration" eine feste Dauer zugewiesen. Die Ausführung eines zyklischen Tasks verläuft wie folgt: 1. Eingänge lesen: Die Eingangszustände werden an die Eingangsspeichervariable %I geschrieben, und andere Systemvorgänge werden ausgeführt. 2. Taskverarbeitung: Der im Task definierte Benutzercode (POU usw.) wird verarbeitet. Die Ausgangsspeichervariable %Q wird gemäß den Anweisungen im Anwendungsprogramm aktualisiert, jedoch während dieses Vorgangs nicht an die physischen Ausgänge geschrieben. 3. Ausgänge schreiben: Die Ausgangsspeichervariable %Q wird gemäß jeglicher definierten Ausgangsforcierung angepasst, das Schreiben der physischen Ausgänge hängt jedoch vom Typ des verwendeten Ausgangs und der verwendeten Anweisungen ab. Weitere Informationen über das Definieren des Buszyklus-Tasks finden Sie untermodicon M238 Logic Controller-Einstellungen (siehe Seite 72) und in der CoDeSys-Onlinehilfe. Weitere Informationen zum E/A-Verhalten finden Sie unter Beschreibung der Steuerungszustände (siehe Seite 52). HINWEIS: Erweiterungs-E/A werden immer physisch vom MAST-Task aktualisiert. 4. Verbleibende Intervalldauer: Das Betriebssystem der Steuerung führt Systemverarbeitung und andere Tasks mit geringer Priorität aus. 38 EIO /2010

39 Tasks HINWEIS: Wenn Sie für den Zyklustask einen zu kurzen Zeitraum definieren, wird er im Anschluss an das Schreiben der Ausgänge umgehend wiederholt, ohne dass andere Tasks mit geringerer Priorität oder Systemverarbeitungsaufgaben durchgeführt werden Dies hat eine Auswirkung auf die Ausführung aller Tasks und kann dazu führen, dass die Steuerung die System-Watchdog-Grenzwerte überschreitet und so eine System-Watchdog-Ausnahme erzeugt. Freilaufender Task Ein freilaufender Task hat keine feste Dauer. Im freilaufenden Modus beginnt jeder Taskzyklus, wenn der vorhergehende Zyklus abgeschlossen wurde und ein kurzer Zeitraum mit Systemverarbeitung stattgefunden hat. Die Ausführung eines freilaufenden Tasks verläuft wie folgt: 1. Eingänge lesen: Die Eingangszustände werden an die Eingangsspeichervariable %I geschrieben, und andere Systemvorgänge werden ausgeführt. 2. Taskverarbeitung: Der im Task definierte Benutzercode (POU usw.) wird verarbeitet. Die Ausgangsspeichervariable %Q wird gemäß den Anweisungen im Anwendungsprogramm aktualisiert, jedoch während dieses Vorgangs nicht an die physischen Ausgänge geschrieben. 3. Ausgänge schreiben: Die Ausgangsspeichervariable %Q wird gemäß jeglicher definierten Ausgangsforcierung angepasst, das Schreiben der physischen Ausgänge hängt jedoch vom Typ des verwendeten Ausgangs und der verwendeten Anweisungen ab. Weitere Informationen über das Definieren des Buszyklus-Tasks finden Sie untermodicon M238 Logic Controller-Einstellungen (siehe Seite 72) und in der CoDeSys-Onlinehilfe. Weitere Informationen zum E/A-Verhalten finden Sie unter Beschreibung der Steuerungszustände (siehe Seite 52). 4. Systemverarbeitung: Das Betriebssystem der Steuerung führt Systemverarbeitung und andere Tasks mit geringer Priorität aus. Die Länge des Zeitraums für Systemverarbeitung ist auf 30 % der Gesamtdauer der drei vorangegangenen Vorgänge eingestellt ( 4 = 30 % x ( )). Auf jeden Fall liegt der Zeitraum für Systemverarbeitung nicht unter 3 ms. EIO /

40 Tasks Ereignistask Diese Art von Task ist ereignisgesteuert und wird durch eine Programmvariable eingeleitet. Der Task startet an der steigenden Flanke der booleschen Variable, die mit dem Trigger-Ereignis verknüpft ist, es sei denn, ein Task mit einer höheren Priorität kommt ihm zuvor. In diesem Fall wird der Ereignistask entsprechend den Vorgaben durch die Taskprioritätszuweisungen gestartet. Beispiel: Wenn Sie eine Variable namens my_var definiert haben und diese einem Ereignis zuweisen möchten, wählen Sie den Typ Ereignis auf der Unterregisterkarte Konfiguration aus, und klicken Sie auf die Schaltfläche Eingabehilfe rechts neben dem Feld für den Ereignisnamen. Dadurch wird das Dialogfeld Eingabehilfe aufgerufen. Navigieren Sie im Dialogfeld Eingabehilfe in der Baumstruktur zu der Variable my_var und weisen Sie sie zu. Externer Ereignistask Diese Art von Task ist ereignisgesteuert und wird eingeleitet, wenn ein Hardwareoder ein hardwarebezogenes Funktionsereignis festgestellt wird. Der Task startet bei Eintreten des Ereignisses, es sei den, ein Task mit höherer Priorität kommt ihm zuvor. In diesem Fall wird der externe Ereignistask entsprechend den Vorgaben durch die Taskprioritätszuweisungen gestartet. Beispielsweise könnte ein externer Ereignistask mit dem Ereignis einer HSC- Schwellwertüberschreitung verknüpft sein. Um das Ereignis HSC4_TH3 mit einem externen Ereignistask zu verknüpfen, wählen Sie es aus der Dropdownliste für externe Ereignisse auf der Unterregisterkarte Konfiguration aus. Je nach zugehörigem Produkt gibt es zwei Typen von Ereignissen, die mit einem externen Ereignistask verknüpft werden können: Steigende Flanke auf Schnelleingang (Eingänge %IX0.0 bis %IX0.7) HSC-Schwellwerte 40 EIO /2010

41 Tasks System- und Task-Watchdogs Einführung Für den Modicon M238 Logic Controller werden zwei Arten von Watchdog- Funktionalität implementiert. Dabei handelt es sich um Folgende: System-Watchdogs: Diese Watchdogs werden vom Betriebssystem der Steuerung (Firmware) definiert und verwaltet. Sie können nicht vom Benutzer konfiguriert werden. Task-Watchdogs: Für jeden Task können optionale Watchdogs definiert werden. Diese werden von Ihrem Anwendungsprogramm verwaltet und in SoMachine konfiguriert. System-Watchdogs Für den Modicon M238 Logic Controller sind zwei System-Watchdogs konfiguriert. Diese Watchdogs werden vom Betriebssystem der Steuerung (Firmware) verwaltet und werden daher in der SoMachine-Onlinehilfe gelegentlich als Hardware- Watchdogs bezeichnet. Wenn einer der System-Watchdogs seine Schwellwertbedingungen überschreitet, wird ein Systemfehler festgestellt. Die Schwellwertbedingungen für die beiden System-Watchdogs werden wie folgt definiert: Wenn alle Tasks mehr als 3 Sekunden lang mehr als 80 % der Prozessorressourcen benötigen, tritt ein Systemfehler auf. Die Steuerung begibt sich in den Status "HALT". Wenn der Task mit der geringsten Priorität des Systems nicht innerhalb eines Zeitraums von 20 Sekunden ausgeführt wird, tritt ein Systemfehler auf. Die Steuerung reagiert mit einem automatischen Neustart in den Status "LEER". HINWEIS: System-Watchdogs können nicht vom Benutzer konfiguriert werden. EIO /

42 Tasks Task-Watchdogs In SoMachine können Sie für jeden in Ihrem Anwendungsprogramm definierten Task einen optionalen Task-Watchdog konfigurieren. (Task-Watchdogs werden in der SoMachine-Onlinehilfe manchmal auch als Software-Watchdogs oder Steuerungs-Timer bezeichnet). Wenn einer der definierten Task-Watchdogs seine Schwellwertbedingung erreicht, tritt ein Anwendungsfehler auf, und die Steuerung begibt sich in den Status "HALT". Bei der Definition eines Task-Watchdogs sind folgende Optionen verfügbar: Zeit: Definiert die maximal zulässige Ausführungszeit für einen Task. Wenn ein Task länger braucht, als hier festgelegt wurde, meldet die Steuerung eine Task- Watchdog-Ausnahme. Empfindlichkeit: Dieses Feld definiert, wie viele Task-Watchdog-Ausnahmen auftreten müssen, bevor die Steuerung einen Anwendungsfehler feststellt. Ein Task-Watchdog wird auf der Unterregisterkarte "Konfiguration" der Registerkarte "Taskkonfiguration" für den jeweiligen Task konfiguriert. Doppelklicken Sie zum Zugriff auf diese Registerkarte in der Gerätebaumstruktur auf den Task. HINWEIS: Weitere Informationen zu Watchdogs finden Sie in der Onlinehilfe zu CoDeSys. 42 EIO /2010

43 Tasks Taskprioritäten Einführung Sie können für jeden Task eine Priorität zwischen 0 und 31 konfigurieren (0 ist die höchste und 31 die geringste Priorität). Jeder Task muss eine eindeutigen Priorität besitzen. Wenn Sie mehreren Tasks die gleiche Priorität zuweisen, ist die Ausführung dieser Tasks unbestimmt und unvorhersehbar, was zu unbeabsichtigten Ergebnissen führen kann. WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Weisen Sie verschiedenen Tasks nicht die gleiche Priorität zu. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. EIO /

44 Tasks Task-Preemption aufgrund von Taskprioritäten Wenn ein Taskzyklus gestartet wird, kann dieser jegliche Tasks mit einer geringeren Priorität unterbrechen (Task-Preemption). Der unterbrochene Task wird wiederaufgenommen, wenn der Taskzyklus mit der höheren Priorität fertiggestellt wurde. 44 EIO /2010

45 Tasks HINWEIS: Wenn derselbe Eingang in verschiedenen Tasks verwendet wird, kann sich das Eingangsbild während des Taskzyklus eines Tasks mit geringerer Priorität ändern. Um beim Multitasking die Wahrscheinlichkeit eines ordnungsgemäßen Ausgangsverhaltens zu erhöhen, wird ein Fehler festgestellt, wenn Ausgänge im selben Byte in verschiedenen Tasks verwendet werden. WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Ordnen Sie die Eingänge so zu, dass die Tasks die Eingangsbilder nicht auf unerwartete Weise ändern. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. EIO /

46 Tasks Standard-Taskkonfiguration Standard-Taskkonfiguration Für den Modicon M238 Logic Controller: Ein MAST-Task kann im Modus "Freilaufend" oder "Zyklisch" konfiguriert werden. Der MAST-Task wird standardmäßig automatisch im Modus "Zyklisch" erstellt. Dabei wird der Task auf eine mittlere Priorität (15) und ein Intervall von 20 ms voreingestellt, und der Task-Watchdog-Dienst wird auf eine Dauer von 100 ms und eine Empfindlichkeit von 1 gesetzt. Weitere Informationen zu Prioritätseinstellungen finden Sie unter Taskprioritäten (siehe Seite 43). Weitere Informationen über Watchdogs finden Sie unter System- und Task-Watchdogs (siehe Seite 41). Der Entwurf eines effizienten Anwendungsprogramms spielt in Systemen, in denen die maximal konfigurierbare Anzahl von Tasks nahezu erreicht ist, eine wichtige Rolle. In einer solchen Anwendung kann es sich als schwierig erweisen, die Ressourcenauslastung unter dem System-Watchdog-Schwellwert zu halten. Sollte die Zuweisung von Prioritäten nicht ausreichend sein, um unter dem Schwellwert zu bleiben, können einige Task mit geringerer Priorität erstellt werden, die weniger Systemressourcen nutzen, wenn diesen Tasks die Funktion SysTaskWaitSleep hinzugefügt wird. Weitere Informationen zu dieser Funktion finden Sie in der optionalen SysTask-Bibliothek des Systems / SysLibs-Bibliothekskategorie. HINWEIS: Der Name des MAST-Tasks darf nicht geändert werden, Andernfalls stellt SoMachine einen Fehler fest, wenn Sie versuchen, die Anwendung zu erstellen, und Sie können sie nicht in die Steuerung herunterladen. 46 EIO /2010

47 Steuerungszustände und Verhalten EIO /2010 Steuerungszustände und Verhalten 7 Einführung Dieses Kapitel enthält Informationen zu den Steuerungszuständen, Zustandsübergängen sowie den Verhalten in Reaktion aus Systemereignisse. Es beginnt mit einem detaillierten Diagramm der Steuerungszustände sowie einer Beschreibung der einzelnen Zustände. Anschließend wird erläutert, in welchem Zusammenhang die Ausgangszustände mit den Steuerungszuständen stehen, und es werden die Befehle und die aus Zustandsübergängen resultierenden Ereignisse beschrieben. Abschließend bietet das Kapitel Informationen über remanente Variablen sowie den Effekt von SoMachine-Optionen für die Taskprogrammierung auf das Verhalten des Systems. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Abschnitte: Abschnitt Thema Seite 7.1 Diagramm der Steuerungszustände Beschreibung der Steuerungszustände Zustandsübergänge und Systemereignisse 57 EIO /

48 Steuerungszustände und Verhalten 7.1 Diagramm der Steuerungszustände Diagramm der Steuerungszustände Diagramm der Steuerungszustände Das folgende Diagramm beschreibt die Betriebsmodi der Steuerung: Legende: Die Steuerungszustände sind in GROSSBUCHSTABEN UND FETTDRUCK ausgewiesen. Benutzer- und Anwendungsbefehle sind in Fettdruck ausgewiesen. 48 EIO /2010

49 Steuerungszustände und Verhalten Systemereignisse sind in Kursivschrift ausgewiesen. Entscheidungen, Ergebnisse von Entscheidungen und allgemeine Informationen werden in normalem Text angegeben. (1) Einzelheiten zum Übergang vom Zustand GESTOPPT in den Zustand IM RUN- MODUS finden Sie unterrun-befehl (siehe Seite 60). (2) Einzelheiten zum Übergang vom Zustand IM RUN-MODUS in den Zustand GESTOPPT finden Sie unterstop-befehl (siehe Seite 60). Hinweis 1: Durch Aus-/Einschalten (Stromunterbrechung gefolgt von Einschalten der Stromzufuhr) werden sämtliche Einstellungen für Ausgangsforcierung gelöscht. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Steuerungszustände und Ausgangsverhalten (siehe Seite 58). Hinweis 2: Der Bootvorgang kann unter normalen Bedingungen bis zu 10 Sekunden in Anspruch nehmen. Die Ausgänge nehmen ihre Initialisierungszustände an. Hinweis 3: Bei Erkennung eines Systemfehlers führt dies in manchen Fällen dazu, dass die Steuerung automatisch in den Zustand LEER neu startet, wenn im Flash-Speicher keine Bootanwendung vorhanden war. Die Bootanwendung wird jedoch nicht tatsächlich aus dem Flash-Speicher gelöscht. Hinweis 4: Die Anwendung wird in den RAM-Speicher geladen, nachdem die Bootanwendung als gültig bestätigt wurde. Hinweis 5: Wenn eine Stromunterbrechung eintritt, bleibt die Steuerung noch mindestens 4 ms im Zustand IM RUN-MODUS, bevor sie heruntergefahren wird. Wenn Sie konfiguriert haben, dass der Run-Stop-Eingang seinen Strom aus derselben Quelle erhält wie die Steuerung, wird eine Stromunterbrechung an diesem Eingang umgehend festgestellt, und die Steuerung reagiert so, als hätte sie einen STOP-Befehl empfangen. Wenn also Steuerung und Run/Stop- Eingang aus derselben Quelle mit Strom versorgt werden, wird die Steuerung nach einem Stromausfall in der Regel im Zustand GESTOPPT neu gestartet. Hinweis 6: Bei einem erfolgreichen Anwendungsdownload treten folgende Ereignisse ein: Die Anwendung wird direkt in den RAM-Speicher geladen. Standardmäßig wird die Bootanwendung erstellt und im Flash-Speicher gespeichert. Hinweis 7: Standardmäßig begibt sich eine Steuerung nach dem Download eines Anwendungsprogramms in den Zustand GESTOPPT, unabhängig von der Einstellung des Run/Stop-Eingangs oder dem letzten Zustand der Steuerung vor dem Download. EIO /

50 Steuerungszustände und Verhalten Diesbezüglich sind jedoch zwei wichtige Überlegungen zu beachten: Online Change:Ein erfolgreich verlaufener Online Change (teilweiser Download), der eingeleitet wurde, während sich die Steuerung im Status IM RUN-MODUS befindet, versetzt die Steuerung erneut in den Status IM RUN- MODUS, vorausgesetzt, der Run/Stop-Eingang ist konfiguriert und auf "Run" gesetzt. Bevor Sie die Option "Mit Online Change einloggen" verwenden, testen Sie die Änderungen an Ihrem Anwendungsprogramm in einer virtuellen oder einer Testumgebung, um zu bestätigen, dass die Steuerung und angeschlossene Geräte im Zustand IM RUN-MODUS wie erwartet reagieren. WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Vergewissern Sie sich immer, dass Online Changes an einer Anwendung IM RUN-MODUS erwartungsgemäß funktionieren, bevor Sie sie in Steuerungen herunterladen. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. HINWEIS: Online Changes an Ihrem Programm werden nicht automatisch an die Bootanwendung geschrieben und werden von der vorhandenen Bootanwendung bei nächsten Neustart überschrieben. Wenn Ihre Änderungen auch nach einem Neustart weiter bestehen sollen, müssen Sie die Bootanwendung manuell aktualisieren, indem Sie im Online-Menü Boot-Anwendung erstellen wählen (für diesen Vorgang muss sich der M238 im STOP-Modus befinden). Mehrfach-Download: SoMachine verfügt über eine Funktion, mit der Sie ein vollständiges Anwendungsdownload auf mehrere Ziele in Ihrem Netzwerk oder auf Ihrem Feldbus vornehmen können. Eine der Standardoptionen bei Auswahl des Befehls Mehrfacher Download... ist die Option Nach Download oder Online Change alle Applikationen starten. Damit werden alle Download-Ziele in den Zustand IM RUN-MODUS neu gestartet, vorausgesetzt, die zugehörigen Run/Stop-Eingänge befehlen den Zustand IM RUN-MODUS, jedoch unabhängig vom letzten Zustand der Steuerung vor Starten des Mehrfach-Downloads. Deaktivieren Sie diese Option, wenn Sie nicht wünschen, dass sich alle Zielsteuerungen nach einem Neustart im Zustand IM RUN-MODUS befinden. Bevor Sie die Option "Mehrfach- Download" verwenden, testen Sie die Änderungen an Ihrem Anwendungsprogramm in einer virtuellen oder einer Testumgebung, um zu bestätigen, dass die Zielsteuerungen und angeschlossene Geräte im Zustand IM RUN- MODUS wie erwartet reagieren. 50 EIO /2010

51 Steuerungszustände und Verhalten WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Vergewissern Sie sich immer, dass Ihr Anwendungsprogramm auf allen Zielsteuerungen und -geräten erwartungsgemäß funktioniert, bevor Sie den Befehl "Mehrfaches Download " mit ausgewählter Option "Nach Download oder Online Change alle Applikationen starten" erteilen. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. HINWEIS: Im Gegensatz zu einem normalen Download bietet SoMachine bei einem Mehrfach-Download keine Option zur Erstellung einer Bootanwendung an. Sie können eine Bootanwendung jederzeit manuell erstellen, indem Sie Boot- Anwendung erstellen im Online-Menü auf allen Zielsteuerungen auswählen (für diesen Vorgang muss sich der M238 im STOP-Modus befinden). Hinweis 8: Die SoMachine-Softwareplattform bietet zahlreiche leistungsstarke Optionen zur Verwaltung von Taskausführung und Ausgangszuständen, während sich die Steuerung im Zustand GESTOPPT oder HALT befindet. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Beschreibung der Steuerungszustände (siehe Seite 52). Hinweis 9: Um den Zustand HALT zu beenden, muss einer der Reset-Befehle [Reset (warm), Reset (kalt), Reset (Ursprung)] verwendet, eine Anwendung heruntergeladen oder die Steuerung aus- und wieder eingeschaltet werden. Hinweis 10: Im Zustand IM RUN-MODUS gibt es zwei Ausnahmebedingungen. Hierbei handelt es sich um: IM RUN-MODUS mit externem Fehler: Diese Ausnahmebedingung wird durch die Status-LED "Err" angezeigt, durch einmaliges roten Blinken. Sie können diesen Zustand beenden, indem Sie den externen Fehler löschen. Es sind keine Steuerungsbefehle erforderlich. IM RUN-MODUS mit Haltepunkt: Diese Ausnahmebedingung wird durch die Status-LED "RUN" angezeigt, durch einmaliges grünes Blinken. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Beschreibung der Steuerungszustände (siehe Seite 52). EIO /

52 Steuerungszustände und Verhalten 7.2 Beschreibung der Steuerungszustände Beschreibung der Steuerungszustände Einführung Dieser Abschnitt enthält eine detaillierte Beschreibung der Steuerungszustände. UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB WARNUNG Gehen Sie niemals davon aus, dass sich die Steuerung in einem bestimmten Steuerungszustand befindet, wenn Sie einen Wechsel des Zustands veranlassen, die Optionen der Steuerung konfigurieren oder die physische Konfiguration der Steuerung und der damit verbundenen Geräte ändern. Erwägen Sie die Auswirkungen auf sämtliche angeschlossenen Geräte, bevor sie irgendeinen dieser Vorgänge durchführen. Bevor Sie an einer Steuerung eine Handlung vornehmen, überzeugen Sie sich anhand der LEDs vom Zustand der Steuerung, bestätigen Sie den Zustand des Run/Stop-Eingangs, prüfen Sie, ob Ausgangsforcierung vorhanden ist, und überprüfen Sie die Statusinformationen der Steuerung mithilfe von SoMachine (1). Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. (1) Hinweis: Die Steuerungszustände können aus der PLC_R.i_wStatus- Systemvariable der Bibliothek M238 PLCSystem (siehe Modicon M238 Logic Controller, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch) ersehen werden. 52 EIO /2010

53 Steuerungszustände und Verhalten Tabelle der Steuerungszustände Die folgende Tabelle beschreibt die Zustände der Steuerung: Zustand der Steuerung HOCHFAHREN UNGÜLTIGES_BS LEER LEER nach Feststellung eines Systemfehlers IM RUN-MODUS IM RUN-MODUS mit Haltepunkt IM RUN-MODUS mit Feststellung eines externen Fehlers Beschreibung LED "RUN" Die Steuerung führt die Boot-Firmware und Aus ihre internen Selbsttests aus. Anschließend prüft sie die Prüfsumme der Firmware und der Benutzeranwendungen. Sie führt weder die Anwendung aus noch kommuniziert sie. Im Flash-Speicher ist keine gültige Firmware- Datei vorhanden. Die Steuerung führt die Anwendung nicht aus. Kommunikation ist nur über den USB-Hostport möglich und dann nur zum Laden eines gültigen Betriebssystems. Siehe Aktualisieren einer M238-Firmware (siehe Seite 171). Es ist keine Anwendung vorhanden oder Anwendung ist ungültig. Dieser Zustand entspricht dem normalen Zustand LEER, außer dass ein Flag gesetzt wird, um es so aussehen zu lassen, als sei keine Bootanwendung vorhanden (keine Anwendung geladen), und dass die LED- Anzeigen anders sind. Die Steuerung führt eine gültige Anwendung aus. Dieser Zustand entspricht dem Zustand IM RUN-MODUS, mit folgenden Ausnahmen: Der taskverarbeitende Teil des Programms wird erst fortgesetzt, wenn der Haltepunkt gelöscht wird. Die LED-Anzeigen sind anders. Einzelheiten zur Verwaltung von Haltepunkten finden Sie in der CoDeSys-Hilfe in SoMachine. Dieser Zustand entspricht dem normalen Zustand IM RUN-MODUS, mit dem Unterschied, dass die LED-Anzeigen anders sind. Aus Aus Rasches rotes Blinken Permanent grün 1 Mal grünes Blinken Permanent grün LED "ERR" Blinken Rotes Blinken 3 Mal rotes Blinken Rasches rotes Blinken Aus Aus 1 Mal rotes Blinken EIO /

54 Steuerungszustände und Verhalten Zustand der Steuerung GESTOPPT GESTOPPT mit Feststellung eines externen Fehlers HALT Beschreibung Die Steuerung verfügt über eine gültige Anwendung, die gestoppt wurde. Eine Erläuterung des Verhaltens von Ausgängen und Feldbussen in diesem Zustand finden Sie unter Details zum Zustand GESTOPPT (siehe Seite 54). Dieser Zustand entspricht dem normalen Zustand GESTOPPT, mit dem Unterschied, dass die LED-Anzeigen anders sind. Die Steuerung stoppt die Ausführung der Anwendung, da ein Anwendungsfehler oder ein Systemfehler festgestellt wurde. Dieser Zustand entspricht dem Zustand GESTOPPT, mit folgenden Ausnahmen: Der für den Anwendungsfehler verantwortliche Task verhält sich immer so, als wäre die Option E/As aktualisieren im Stop nicht ausgewählt. Alle anderen Tasks befolgen die eigentliche Einstellung. Die LED-Anzeigen sind anders. LED "RUN" Grünes Blinken Grünes Blinken Grünes Blinken LED "ERR" Aus 1 Mal rotes Blinken Permane nt rot Details zum Zustand GESTOPPT Die folgenden Aussagen gelten immer für den Zustand GESTOPPT: Der als Run/Stop-Eingang konfigurierte Eingang bleibt betriebsfähig. Serielle (Modbus, ASCII usw.) und USB-Kommunikationsdienste bleiben betriebsfähig, und an diese Dienste geschriebene Befehle können weiterhin die Anwendung, den Steuerungszustand und die Speichervariablen beeinflussen. Alle Ausgänge nehmen zunächst ihren konfigurierten Zustand (Werte beibehalten oder Alle Ausgänge auf Standardwert setzen) bzw. den durch Ausgangsforcierung (falls verwendet) diktierten Wert an. Der darauffolgende Zustand der Ausgänge hängt von dem Wert der Einstellung E/As aktualisieren im Stop und den von Remote-Geräten empfangenen Befehlen ab. Task- und E/A-Verhalten bei Auswahl von "E/As aktualisieren im Stop" Wenn die Einstellung "E/As aktualisieren im Stop" aktiviert ist: Der Vorgang "Ausgänge lesen" wird normal fortgesetzt. Die physischen Eingänge werden gelesen und dann an die Eingangsspeichervariable %I geschrieben. Der Taskverarbeitungsvorgang wird nicht ausgeführt. 54 EIO /2010

55 Steuerungszustände und Verhalten Der Vorgang "Ausgänge schreiben" wird fortgesetzt. Die Ausgangsspeichervariable %Q wird aktualisiert, um entweder die Konfiguration von Werte beibehalten oder die von Alle Ausgänge auf Standardwert setzen wiederzugeben, für eventuell vorhandene Ausgangsforcierung angepasst und dann an die physischen Eingänge geschrieben. HINWEIS: Wenn die Ausgänge Q0, Q1, Q2 oder Q3 für PTO-, PWM-, FG- oder HSC-Betrieb konfiguriert sind, nehmen sie unabhängig von der konfigurierten Fehlerausweicheinstellung einen Wert von 0 an. Für PTO-Betrieb führen die Ausgänge Q0, Q1, Q und Q3 einen Schnellhalt durch. Die für PWM, FG und HSC konfigurierten Ausgänge nehmen sofort den Wert 0 an. WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Wenn Sie die Ausgänge Q0, Q1, Q2, und Q3 für einen PTO-, PWM-, FGoder HSC-Modus verwenden, konzipieren und programmieren Sie Ihr System so, dass das gesteuerte Gerät in einen sicheren Zustand übergeht, wenn die Steuerung in den Fehlerausweichmodus wechselt. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. HINWEIS: Von serieller, USB- und CAN-Kommunikation empfangene Befehle können weiterhin an die Speichervariablen schreiben. Änderungen an den %Q- Ausgangsspeichervariablen werden an die physischen Ausgänge geschrieben. CAN-Verhalten bei Auswahl von "E/As aktualisieren im Stop" Folgendes gilt für die CAN-Busse, wenn die Einstellung "E/As aktualisieren im Stop" aktiviert ist: Der CAN-Bus bleibt voll betriebsfähig Geräte auf dem CAN-Bus nehmen weiterhin das Vorhandensein eines funktionsfähigen CAN-Masters wahr. TPDOs und RPDOs werden weiterhin ausgetauscht. Optionale SDOs, sofern konfiguriert, werden weiterhin ausgetauscht. Die Heartbeat- und Node Guarding-Funktionen, sofern konfiguriert, sind weiterhin in Betrieb. Wenn das Feld Verhalten der Ausgänge bei Stop auf Werte beibehalten gesetzt ist, werden die TPDOs weiterhin mit den letzten aktuellen Werten ausgegeben. Wenn das Feld Verhalten der Ausgänge bei Stop auf Alle Ausgänge auf Standardwert setzen eingestellt ist, werden die letzten aktuellen Werte auf die Standardwerte aktualisiert, und nachfolgende TPDOs werden mit diesen Standardwerten ausgegeben. EIO /

56 Steuerungszustände und Verhalten Task- und E/A-Verhalten, wenn "E/As aktualisieren im Stop" nicht ausgewählt ist Wenn die Einstellung E/As aktualisieren im Stop nicht aktiviert ist, setzt die Steuerung die E/A entweder auf die Einstellung Werte beibehalten oder Alle Ausgänge auf Standardwert setzen (mit Anpassung für Ausgangsforcierung, sofern verwendet). Danach gilt Folgendes: Der Vorgang "Ausgänge lesen" wird nicht mehr fortgesetzt. Die Eingangsspeichervariable %I wird mit ihren letzten Werten eingefroren. Der Taskverarbeitungsvorgang wird nicht ausgeführt. Der Vorgang "Ausgänge schreiben" wird nicht mehr fortgesetzt. Die %Q- Ausgangsspeichervariablen können über serielle und USB-Verbindungen aktualisiert werden. Die physischen Ausgänge sind davon jedoch nicht betroffen und bleiben in dem durch die Konfigurationsoptionen festgelegten Zustand. HINWEIS: Wenn die Ausgänge Q0, Q1, Q2 oder Q3 für PTO-, PWM-, FG- oder HSC-Betrieb konfiguriert sind, nehmen sie unabhängig von der konfigurierten Fehlerausweicheinstellung einen Wert von 0 an. Für PTO-Betrieb führen die Ausgänge Q0, Q1, Q und Q3 einen Schnellhalt durch. Die für PWM, FG und HSC konfigurierten Ausgänge nehmen sofort den Wert 0 an. WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Wenn Sie die Ausgänge Q0, Q1, Q2, und Q3 für einen PTO-, PWM-, FGoder HSC-Modus verwenden, konzipieren und programmieren Sie Ihr System so, dass das gesteuerte Gerät in einen sicheren Zustand übergeht, wenn die Steuerung in den Fehlerausweichmodus wechselt. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. CAN-Verhalten, wenn "E/As aktualisieren im Stop" nicht ausgewählt ist Folgendes gilt für die CAN-Busse, wenn die Einstellung E/As aktualisieren im Stop nicht aktiviert ist: Der CAN-Master kommuniziert nicht mehr. Geräte auf dem CAN-Bus werden in ihren konfigurierten Fehlerausweichzustand versetzt. Es findet kein TPDO- und RPDO-Austausch mehr statt. Es findet kein SDO-Austausch mehr statt (falls dieser konfiguriert ist). Die Heartbeat- und Node Guarding-Funktionen, sofern konfiguriert, werden eingestellt. Die aktuellen bzw. die Standardwerte werden an die TPDOs geschrieben und einmal gesendet, bevor der CAN-Master gestoppt wird. 56 EIO /2010

57 Steuerungszustände und Verhalten 7.3 Zustandsübergänge und Systemereignisse Übersicht Zunächst werden in diesem Abschnitt die Ausgangszustände für die Steuerung beschrieben. Anschließend werden die Systembefehle vorgestellt, mit denen ein Übergang von einem Steuerungszustand zum einem anderen bewirkt werden kann, sowie die Systemereignisse, die ebenfalls Auswirkungen auf diese Zustände haben können. Zuletzt folgt eine Erläuterung der remanenten Variablen sowie der Umstände, unter denen verschiedene Variablen und Datentypen bei Zustandsübergängen beibehalten werden. Inhalt dieses Abschnitts Dieser Abschnitt enthält die folgenden Themen: Thema Seite Steuerungszustände und Ausgangsverhalten 58 Veranlassen von Zustandsübergängen 60 Fehlererkennung, Fehlertypen und Fehlerhandhabung 66 Remanente Variablen 67 EIO /

58 Steuerungszustände und Verhalten Steuerungszustände und Ausgangsverhalten Einführung Der Modicon M238 Logic Controller definiert sein Ausgangsverhalten in Reaktion auf Befehle und Systemereignisse auf eine Weise, die mehr Flexibilität ermöglicht. Bevor die Befehle und Ereignisse erläutert werden, die Steuerungszustände beeinflussen, ist ein Verständnis dieses Verhaltens erforderlich. Beispielsweise bieten typische Steuerungen nur zwei Optionen für das Verhalten von Ausgängen bei Stopp: ein Zurücksetzen auf den Standardwert oder das Beibehalten des aktuellen Werts. Die möglichen Ausgangsverhalten und die Steuerungszustände, für die sie gelten, lauten wie folgt: Vom Anwendungsprogramm verwaltet Werte beibehalten Alle Ausgänge auf Standardwert setzen Initialisierungswerte Forcierung der Ausgänge Vom Anwendungsprogramm verwaltet Das Anwendungsprogramm verwaltet die Ausgänge auf normale Weise. Die gilt im RUN-Status sowie im RUN-Status mit externem Fehler. Aktuelle Werte beibehalten Zur Auswahl dieser Option wählen Sie Aktuelle Werte beibehalten im Dropdown- Menü Verhalten der Ausgänge bei Stop auf der Unterregisterkarte SPS- Einstellungen des Steuerungs-Editors. Um den Steuerungs-Editor aufzurufen, klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Gerätebaumstruktur, und wählen Sie Objekt bearbeiten. Dieses Verhalten betrifft die Steuerungszustände GESTOPPT und HALT. Ausgänge werden in ihren aktuellen Zustand versetzt und dort erhalten, obwohl die jeweiligen Details des Ausgangsverhaltens in hohem Maß von der Einstellung der Option E/As aktualisieren im Stop und den über die konfigurierten Feldbusse veranlassten Aktionen abhängen. Weitere Einzelheiten zu diesen Unterschieden finden Sie unter Steuerungszustände Beschreibung (siehe Seite 52). 58 EIO /2010

59 Steuerungszustände und Verhalten Alle Ausgänge auf Standardwert setzen Zur Auswahl dieser Option wählen Sie Alle Ausgänge auf Standardwert setzen im Dropdown-Menü Verhalten der Ausgänge bei Stop auf der Unterregisterkarte SPS-Einstellungen des Steuerungs-Editors. Um den Steuerungs-Editor aufzurufen, klicken Sie mit der rechten Maustaste in die Gerätebaumstruktur, und wählen Sie Objekt bearbeiten. Dieses Verhalten betrifft die Steuerungszustände GESTOPPT und HALT. Ausgänge werden auf ihre benutzerdefinierten Standardwerte gesetzt, obwohl die jeweiligen Details des Ausgangsverhaltens in hohem Maß von der Einstellung der Option E/As aktualisieren im Stop und den über die konfigurierten Feldbusse veranlassten Aktionen abhängen. Weitere Einzelheiten zu diesen Unterschieden finden Sie unter Steuerungszustände Beschreibung (siehe Seite 52). Initialisierungswerte Dieser Ausgangszustand betrifft die Statuszustände HOCHFAHREN, LEER (im Anschluss an ein Aus- und Wiedereinschalten ohne Bootanwendung oder nach Feststellung eines Systemfehlers) und UNGÜLTIGES_BS. Im Initialisierungszustand nehmen Analog-, Transistor- und Relaisausgänge die folgenden Werte an: Analogausgang: Z (Hohe Impedanz) Transistor-Schnellausgang: Z (Hohe Impedanz) Transistor-Standardausgang: 0 VDC Relaisausgang: Offen Forcierung der Ausgänge Die Steuerung ermöglicht es, den Zustand bestimmter Ausgänge für Systemtests und Inbetriebnahme auf einen definierten Wert zu forcieren. Die Ausgangsforcierung setzt alle anderen Befehle an einen Ausgang außer Kraft, unabhängig von der Taskprogrammierung. Sie können den Wert eines Ausgangs nur dann forcieren, wenn die Steuerung mit SoMachine verbunden ist. Verwenden Sie dazu den Befehl "Werte forcen" im Menü "Debug/Watch". Wenn Ausgangsforcierung definiert wurde und Sie sich von SoMachine abmelden, wird eine Option angezeigt, um die Einstellungen für die Ausgangsforcierung beizubehalten. Wenn Sie diese Option auswählen, wird der Zustand der ausgewählten Ausgänge solange durch die Ausgangsforcierung gesteuert, bis Sie eine Anwendung herunterladen oder einen der Reset-Befehle verwenden. EIO /

60 Steuerungszustände und Verhalten Veranlassen von Zustandsübergängen Run-Befehl Auswirkung: Veranlasst einen Übergang in den Steuerungszustand IM RUN- MODUS. Startbedingungen: Zustand HOCHFAHREN oder GESTOPPT. Methoden zum Erteilen eines Run-Befehls: Run/Stop-Eingang: Wenn dieser Eingang konfiguriert ist, setzen Sie eine steigende Flanke für den Run/Stop-Eingang. Um wirksam zu sein, muss der Run/Stop-Eingang für alle nachfolgenden Optionen auf 1 gesetzt sein. Weitere Informationen finden Sie unter Run/Stop-Eingang (siehe Seite 83). SoMachine-Online-Menü: Wählen Sie den Befehl Start. Durch einen externen Aufruf über eine Modbus-Anforderung unter Verwendung der Systemvariablen PLC_W. q_wplccontrol und PLC_W. q_uiopenplccontrol der M238 PLCSystem-Bibliothek (siehe Modicon M238 Logic Controller, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch). Option Mit Online Change einloggen: Ein erfolgreich verlaufener Online Change (teilweiser Download), der eingeleitet wurde, während sich die Steuerung im Zustand IM RUN-MODUS befand, versetzt die Steuerung erneut in den Zustand IM RUN-MODUS. Befehl Mehrfach-Download: Versetzt die Steuerungen in den Zustand IM RUN- MODUS, wenn die Option Nach Download oder Online Change alle Applikationen starten ausgewählt ist, unabhängig davon, ob sich die Zielsteuerungen ursprünglich im Zustand IM RUN-MODUS, GESTOPPT, HALT oder LEER befanden. Die Steuerung wird unter bestimmten Bedingungen bei einem Neustart automatisch in den Zustand IM RUN-MODUS versetzt. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Diagramm der Steuerungszustände (siehe Seite 48). Stop-Befehl Auswirkung: Veranlasst einen Übergang in den Steuerungszustand GESTOPPT. Startbedingungen: Zustand HOCHFAHREN, LEER oder IM RUN-MODUS. Methoden zum Erteilen eines Stop-Befehls: Run/Stop-Eingang: Wenn dieser Eingang konfiguriert ist, setzen Sie einen Wert 0 für den Run/Stop-Eingang. Weitere Informationen finden Sie unter Run/Stop-Eingang (siehe Seite 83). SoMachine-Online-Menü: Wählen Sie den Befehl Stop. 60 EIO /2010

61 Steuerungszustände und Verhalten Durch einen internen Aufruf durch die Anwendung oder einen externen Aufruf über eine Modbus-Anforderung unter Verwendung der Systemvariablen PLC_W. q_wplccontrol und PLC_W. q_uiopenplccontrol der M238 PLCSystem- Bibliothek (siehe Modicon M238 Logic Controller, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch). Option Mit Online Change einloggen: Ein erfolgreich verlaufener Online Change (teilweiser Download), der eingeleitet wurde, während sich die Steuerung im Zustand GESTOPPT befand versetzt die Steuerung erneut in den Zustand GESTOPPT. Befehl Download: Versetzt die Steuerung implizit in den Zustand GESTOPPT. Befehl Mehrfach-Download: Versetzt die Steuerungen in den Zustand GESTOPPT, wenn die Option Nach Download oder Online Change alle Applikationen starten nicht ausgewählt ist, unabhängig davon, ob sich die Zielsteuerungen ursprünglich im Zustand IM RUN-MODUS, GESTOPPT, HALT oder LEER befanden. Die Steuerung wird unter bestimmten Bedingungen bei einem Neustart automatisch in den Zustand GESTOPPT versetzt. Weitere Einzelheiten finden Sie unter Diagramm der Steuerungszustände (siehe Seite 48). Reset (warm) Auswirkung: Setzt alle Variablen mit Ausnahme remanenter Variablen auf ihre Standardwerte zurück. Versetzt die Steuerung in den Zustand GESTOPPT. Startbedingungen: Zustand IM RUN-MODUS, GESTOPPT oder HALT. Methoden zum Erteilen eines Befehls für ein Warm-Reset: SoMachine-Online-Menü: Wählen Sie den Befehl Reset (warm). Durch einen internen Aufruf durch die Anwendung oder einen externen Aufruf über eine Modbus-Anforderung unter Verwendung der Systemvariablen PLC_W. q_wplccontrol und PLC_W. q_uiopenplccontrol der M238 PLCSystem- Bibliothek (siehe Modicon M238 Logic Controller, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch). Auswirkungen des Befehls "Reset (warm)": 1. Die Anwendung wird gestoppt. 2. Forcierung wird gelöscht. 3. Diagnosehinweise für erkannte Fehler werden zurückgesetzt. 4. Die Werte von Retain-Variablen werden beibehalten. 5. Die Werte von Retain-Persistent-Variablen werden beibehalten. 6. Alle nicht lokalisierten und nicht remanenten Variablen werden auf ihre Initialisierungswerte zurückgesetzt. 7. Die Werte der ersten 1000 %MW-Register werden beibehalten. 8. Die Werte der Register %MW1000 bis %MW59999 werden auf 0 zurückgesetzt. EIO /

62 Steuerungszustände und Verhalten 9. Jegliche Feldbuskommunikation wird gestoppt und anschließend neu gestartet, wenn das Reset abgeschlossen ist. 10.Alle E/A werden kurzzeitig auf ihre Initialisierungswerte und dann auf ihre benutzerdefinierten Standardwerte gesetzt. Einzelheiten zu den Variablen finden Sie unter Remanente Variablen (siehe Seite 67). Reset (kalt) Auswirkung: Setzt alle Variablen mit Ausnahme remanenter Variablen des Typ Retain-Persistent auf ihre Initialisierungswerte zurück. Versetzt die Steuerung in den Zustand GESTOPPT. Startbedingungen: Zustand IM RUN-MODUS, GESTOPPT oder HALT. Methoden zum Erteilen eines Befehls für ein Kalt-Reset: SoMachine-Online-Menü: Wählen Sie den Befehl Reset (kalt). Durch einen internen Aufruf durch die Anwendung oder einen externen Aufruf über eine Modbus-Anforderung unter Verwendung der Systemvariablen PLC_W. q_wplccontrol und PLC_W. q_uiopenplccontrol der M238 PLCSystem- Bibliothek (siehe Modicon M238 Logic Controller, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch). Auswirkungen des Befehls "Reset (kalt)": 1. Die Anwendung wird gestoppt. 2. Forcierung wird gelöscht. 3. Diagnosehinweise für erkannte Fehler werden zurückgesetzt. 4. Die Werte von Retain-Variablen werden auf ihre Initialisierungswerte zurückgesetzt. 5. Die Werte von Retain-Persistent-Variablen werden beibehalten. 6. Alle nicht lokalisierten und nicht remanenten Variablen werden auf ihre Initialisierungswerte zurückgesetzt. 7. Die Werte der ersten 1000 %MW-Register werden beibehalten. 8. Die Werte der Register %MW1000 bis %MW59999 werden auf 0 zurückgesetzt. 9. Jegliche Feldbuskommunikation wird gestoppt und anschließend neu gestartet, wenn das Reset abgeschlossen ist. 10.Alle E/A werden kurzzeitig auf ihre Initialisierungswerte und dann auf ihre benutzerdefinierten Standardwerte gesetzt. Einzelheiten zu den Variablen finden Sie unter Remanente Variablen (siehe Seite 67). 62 EIO /2010

63 Steuerungszustände und Verhalten Reset (Ursprung) Auswirkung: Setzt alle Variablen einschließlich remanenter Variablen auf ihre Initialisierungswerte zurück. Löscht sämtliche Benutzerdateien in der Steuerung. Versetzt die Steuerung in den Zustand LEER. Startbedingungen: Zustand IM RUN-MODUS, GESTOPPT oder HALT. Methoden zum Erteilen eines Befehls für ein Reset auf Ursprung: SoMachine-Online-Menü: Wählen Sie den Befehl Reset (Ursprung). Auswirkungen des Befehls "Reset (Ursprung)": 1. Die Anwendung wird gestoppt. 2. Forcierung wird gelöscht. 3. Die Bootanwendungsdatei wird gelöscht. 4. Diagnosehinweise für erkannte Fehler werden zurückgesetzt. 5. Die Werte von Retain-Variablen werden zurückgesetzt. 6. Die Werte von Retain-Persistent-Variablen werden zurückgesetzt. 7. Alle nicht lokalisierten und nicht remanenten Variablen werden zurückgesetzt. 8. Die Werte der ersten 1000 %MW-Register werden auf 0 zurückgesetzt. 9. Die Werte der Register %MW1000 bis %MW59999 werden auf 0 zurückgesetzt. 10.Jegliche Feldbuskommunikation wird gestoppt. 11.Alle E/A werden auf ihre Initialisierungswerte zurückgesetzt. Einzelheiten zu den Variablen finden Sie unter Remanente Variablen (siehe Seite 67). Neustart Auswirkung: Veranlasst einen Neustart der Steuerung. Startbedingungen: Alle Zustände. Methoden zum Erteilen eines Neustart-Befehls: Aus- und Einschalten. Auswirkungen des Neustarts: 1. Der Zustand der Steuerung hängt von einer Reihe Bedingungen ab: a. Unter folgenden Bedingungen befindet sich die Steuerung im Zustand IM RUN-MODUS: - Der Neustart wurde durch Aus-und Einschalten veranlasst, und - der Run/Stop-Eingang, sofern konfiguriert, ist auf RUN gesetzt, und - die Steuerung befand sich vor dem Aus- und Einschalten im Zustand IM RUN-MODUS. b. Unter folgenden Bedingungen befindet sich die Steuerung im Zustand GESTOPPT: - die Bootanwendung unterscheidet sich von der vor dem Neustart geladenen Anwendung, oder - der Run/Stop-Eingang, sofern konfiguriert, ist auf STOP gesetzt, oder - die Steuerung befand sich vor dem Aus- und Einschalten im Zustand GESTOPPT, oder EIO /

64 Steuerungszustände und Verhalten - der zuvor gespeicherte Kontext ist ungültig. c. Unter folgenden Bedingungen befindet sich die Steuerung im Zustand LEER: - Es ist keine Bootanwendung vorhanden bzw. die Bootanwendung ist ungültig, oder - der Neustart wurde durch einen Systemfehler veranlasst. d. Die Steuerung befindet sich im Zustand UNGÜLTIGES_BS, wenn kein gültiges Betriebssystem vorhanden ist. 2. Forcierung wird gelöscht. 3. Diagnosehinweise für erkannte Fehler werden zurückgesetzt. 4. Die Werte von Retain-Variablen werden wiederhergestellt, wenn der gespeicherte Kontext gültig ist. 5. Die Werte von Retain-Persistent-Variablen werden wiederhergestellt, wenn der gespeicherte Kontext gültig ist. 6. Alle nicht lokalisierten und nicht remanenten Variablen werden auf ihre Initialisierungswerte zurückgesetzt. 7. Die Werte der ersten 1000 %MW-Register werden wiederhergestellt, wenn der gespeicherte Kontext gültig ist. 8. Die Werte der Register %MW1000 bis %MW59999 werden auf 0 zurückgesetzt. 9. Jegliche Feldbuskommunikation wird gestoppt und neu gestartet, nachdem die Bootanwendung erfolgreich geladen wurde. 10.Alle E/A werden auf ihre Initialisierungswerte und dann auf ihre benutzerdefinierten Standardwerte gesetzt, falls sich die Steuerung nach dem Neustart in den Zustand GESTOPPT begibt. Einzelheiten zu den Variablen finden Sie unter Remanente Variablen (siehe Seite 67). HINWEIS: Der Test zur Kontextprüfung befindet den Kontext als gültig, wenn die Anwendung und die remanenten Variablen mit den in der Bootanwendung definierten Variablen identisch sind. HINWEIS: Wenn der Run-Stop-Eingang seinen Strom aus derselben Quelle erhält wie die Steuerung, wird ein Spannungsverlust an diesem Eingang umgehend festgestellt, und die Steuerung reagiert so, als hätte sie einen STOP-Befehl empfangen. Wenn also Steuerung und Run/Stop-Eingang aus derselben Quelle mit Strom versorgt werden, wird die Steuerung nach einem Stromausfall in der Regel im Zustand GESTOPPT neu gestartet. HINWEIS: Wenn Sie einen Online Change am Anwendungsprogramm vornehmen, während sich die Steuerung im Zustand IM RUN-MODUS oder GESTOPPT befindet, und Sie Ihre Bootanwendung nicht manuell aktualisieren, stellt die Steuerung beim nächsten Neustart eine Diskrepanz im Kontext fest. In diesem Fall werden die remanenten Variablen wie bei einem Befehl für ein Kalt-Reset zurückgesetzt, und die Steuerung begibt sich in den Zustand GESTOPPT. 64 EIO /2010

65 Steuerungszustände und Verhalten Download der Anwendung Auswirkung: Lädt die Programmdatei der Anwendung in den RAM-Speicher. Optional wird eine Bootanwendung im Flash-Speicher erstellt. Startbedingungen: Zustand IM RUN-MODUS, GESTOPPT, HALT und LEER. Methoden zum Erteilen eines Befehls zum Download der Anwendung: SoMachine: Zum Download einer vollständigen Anwendung gibt es zwei Optionen: Befehl "Download". Befehl "Mehrfach-Download". Wichtige Informationen zum Anwendungsdownload finden Sie unter Diagramm der Steuerungszustände (siehe Seite 48). Auswirkungen des SoMachine-Befehls "Download": 1. Die vorhandene Anwendung wird gestoppt und anschließend gelöscht. 2. Die neue Anwendung, sofern gültig, wird geladen, und die Steuerung begibt sich in den Zustand GESTOPPT. 3. Forcierung wird gelöscht. 4. Diagnosehinweise für erkannte Fehler werden zurückgesetzt. 5. Die Werte von Retain-Variablen werden auf ihre Initialisierungswerte zurückgesetzt. 6. Die Werte jeglicher Retain-Persistent-Variablen werden beibehalten. 7. Alle nicht lokalisierten und nicht remanenten Variablen werden auf ihre Initialisierungswerte zurückgesetzt. 8. Die Werte der ersten 1000 %MW-Register werden beibehalten. 9. Die Werte der Register %MW1000 bis %MW59999 werden auf 0 zurückgesetzt. 10.Jegliche Feldbuskommunikation wird gestoppt. Anschließend werden alle konfigurierten Feldbusse der neuen Anwendung gestartet, sobald der Download abgeschlossen ist. 11.Alle E/A werden auf ihre Initialisierungswerte zurückgesetzt und dann auf die neuen benutzerdefinierten Standardwerte gesetzt, sobald der Download abgeschlossen ist. Einzelheiten zu den Variablen finden Sie unter Remanente Variablen (siehe Seite 67). EIO /

66 Steuerungszustände und Verhalten Fehlererkennung, Fehlertypen und Fehlerhandhabung Handhabung erkannter Fehler Die Steuerung kann drei Arten von Fehlern handhaben: Externe Fehler Anwendungsfehler Systemfehler Die folgende Tabelle beschreibt die Fehlertypen, die festgestellt werden können. Typ des erkannten Fehlers Externer Fehler Anwendungsfehler Systemfehler Beschreibung Externe Fehler werden vom System erkannt, während dieses sich im Zustand IM RUN-MODUS oder GESTOPPT befindet, haben jedoch keine Auswirkung auf den Steuerungszustand. Ein externer Fehler wird in den folgenden Fällen festgestellt: Die Steuerung ist für ein Erweiterungsmodul konfiguriert, das nicht vorhanden ist oder nicht erkannt wurde. Die Bootanwendung im Flash-Speicher entspricht nicht der Bootanwendung im RAM. Ein Anwendungsfehler tritt auf, wenn unsachgemäße Programmierung festgestellt wird oder wenn ein Schwellwert für einen Task-Watchdog überschritten wird. Beispiele: Task- bzw. Software-Watchdog-Ausnahme Ausführung einer unbekannten Funktion usw. Ein Systemfehler tritt auf, wenn in der Steuerung eine Bedingung eintritt, die während der Laufzeit nicht bewältigt werden kann. Die meisten derartigen Bedingungen resultieren aus Firmware- oder Hardware- Ausnahmen, doch es gibt auch einige Fälle, in denen eine unsachgemäße Programmierung zu einem Systemfehler führen kann, etwa bei einem Versuch, in einen Speicherbereich zu schreiben, der während der Laufzeit reserviert ist. Beispiele: System- bzw. Hardware-Watchdog-Überlauf Überschreiten einer definierten Array-Größe usw. Resultierender Steuerungszustand IM RUN- MODUS mit erkanntem externem Fehler Oder GESTOPPT mit erkanntem externem Fehler HALT HOCHFAHREN LEER HINWEIS: Ausführlichere Diagnoseinformationen finden Sie im M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch (siehe Modicon M238 Logic Controller, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch). 66 EIO /2010

67 Steuerungszustände und Verhalten Remanente Variablen Remanente Variablen Remanente Variablen können ihren Wert im Fall von Stromausfällen, Neustart, Resets und Anwendungsdownloads beibehalten. Es gibt zahlreiche Typen von remanenten Variablen, die jeweils einzeln als "Retain" oder "Persistent" oder kombiniert als "Retain-Persistent" deklariert werden. HINWEIS: Bei dieser Steuerung weisen als "Persistent" deklarierte Variablen dasselbe Verhalten auf wie solche, die als "Retain-Persistent" deklariert wurden. Die folgende Tabelle beschreibt das Verhalten von remanenten Variablen in den einzelnen Fällen: Aktion VAR VAR RETAIN VAR PERSISTENT und RETAIN- PERSISTENT Online Change am Anwendungsprogramm X X X Stop X X X Aus- und Einschalten - X X Reset (warm) - X X Reset (kalt) - - X Reset (Ursprung) Download des Anwendungsprogramms - - X X Der Wert wird beibehalten - Der Wert wird neu initialisiert HINWEIS: Die ersten 1000 %MW sind automatisch vom Typ "Retain" und "Persistent", wenn mit ihnen keine Variable verknüpft ist (ihre Werte bleiben nach einen Neustart/warmen Reset/kalten Reset erhalten). Die übrigen %MW werden als VAR verwaltet. Beispiel: In Ihrem Programm liegt Folgendes vor: VAR myvariable AT %MW0 : WORD; END_VAR In diesem Fall verhält sich %MW0 wie myvariable (wird nicht beibehalten und ist nicht persistent). EIO /

68 Steuerungszustände und Verhalten 68 EIO /2010

69 Steuerungskonfiguration EIO /2010 Steuerungskonfiguration 8 Einleitung In diesem Kapitel wird die Konfiguration des Modicon M238 Logic Controller beschrieben. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Steuerungskonfiguration 70 Verwalten der Anwendungen der M238-Steuerung 71 M238 SPS-Einstellungen 72 Dienste der M238-Steuerung 74 EIO /

70 Steuerungskonfiguration Steuerungskonfiguration Konfigurationsfenster für die Steuerung Doppelklicken Sie auf den Namen der Steuerung (standardmäßig MyController), um auf das Fenster für die Steuerungskonfiguration zuzugreifen: Die folgende Tabelle beschreibt die Registerkarten des Konfigurationseditor- Fensters der Steuerung: Name der Registerkarte Kommunikationseinstellungen Applikationen (siehe Seite 71) Dateien SPS-Einstellungen (siehe Seite 72) Dienste (siehe Seite 74) Status Information Beschreibung Ermöglicht Ihnen die Konfiguration der Verbindung zwischen dem SoMachine und der Steuerung. Weitere Informationen hierzu finden Sie im CoDeSys-Teil der Online-Hilfe. Zeigt die derzeit auf der Steuerung aktiven Anwendungen an und ermöglicht das Entfernen von Anwendungen aus der Steuerung. Dateiverwaltung zwischen PC und Steuerung. Weitere Informationen hierzu finden Sie im CoDeSys-Teil der Online-Hilfe. Ermöglicht die Konfiguration des Fehlerausweichverhaltens der Ausgänge. Ermöglicht die Konfiguration der Online-Dienste der Steuerung (RTC, Geräte-ID). Zeigt gerätespezifische Status- und Diagnosemeldungen an. Zeigt allgemeine Informationen zum Gerät an (Name, Beschreibung, Anbieter, Version, Bild). 70 EIO /2010

71 Steuerungskonfiguration Verwalten der Anwendungen der M238-Steuerung Übersicht Die folgende Abbildung zeigt die Registerkarte Applikationen: Dieses Dialogfeld ermöglicht die Abfrage und das Entfernen von Anwendungen auf der Steuerung. Element Applikationen auf der Steuerung Schaltflächen Liste aktualisieren Entfernen Alle entfernen Beschreibung Liste der Anwendungen, die bei der letzten Abfrage in der Steuerung gefunden wurden. Die Steuerung wird nach Anwendungen abgefragt und die Liste aktualisiert. Die derzeit in der Liste ausgewählte Anwendung wird aus der Steuerung entfernt. Alle Anwendungen werden aus der Steuerung entfernt. Weitere Informationen hierzu finden Sie im CoDeSys-Teil der Online-Hilfe. EIO /

72 Steuerungskonfiguration M238 SPS-Einstellungen Übersicht Die folgende Abbildung zeigt die Registerkarte SPS-Einstellungen: Die folgende Tabelle beschreibt die verschiedenen Elemente auf der Registerkarte "SPS-Einstellungen": Element Applikation für E/A-Behandlung Beschreibung Standardmäßig ist dies die aktivierte Anwendung, weil es nur eine Anwendung auf der Steuerung gibt. 72 EIO /2010

73 Steuerungskonfiguration Element SPS- Einstellungen Buszyklus- Optionen E/As aktualisieren im Stop Verhalten für Ausgänge im Stop-Modus Alle Variablen in allen Geräten aktualisieren Buszyklus-Task Beschreibung Wenn diese Option aktiviert ist (Standard), werden die Werte der Eingangskanäle aktualisiert, wenn die Steuerung gestoppt wurde. Wählen Sie in der Liste eine der folgenden Optionen aus, um zu konfigurieren, auf welche Weise die Werte der Ausgangskanäle im Fall eines Steuerungsstopps gehandhabt werden sollen: Werte beibehalten: Die aktuellen Werte werden nicht geändert. Alle Ausgänge auf Standardwert setzen: Es werden die aus der Zuordnung resultierenden Standardwerte (Fehlerausweichwerte) zugewiesen. HINWEIS: Diese Option wird für Ausgänge, die von den Funktionen HSC, PTO, PWM oder Frequenzgenerator verwendet werden, nicht berücksichtigt. Bei aktivierter Option werden für alle Geräte in der aktuellen SPS- Konfiguration alle E/A-Variablen in jedem Zyklus des Buszyklus-Tasks aktualisiert. Dies entspricht der Option "Variablen immer aktualisieren", die im Dialogfeld I/O Abbild für jedes Gerät separat eingestellt werden kann. Diese Konfigurationseinstellung ist die übergeordnete Einstellung für alle Parameter des Buszyklus-Tasks, die in der Gerätestruktur verwendet werden. Einige Geräte mit zyklischen Aufrufen, wie z. B. ein CANopen-Manager, können mit einem bestimmten Task verknüpft werden. Wenn diese Einstellung für das Gerät auf Zykluseinstellungen des übergeordneten Busses verwenden gesetzt wurde, wird die für die Steuerung festgelegte Einstellung verwendet. Diese Auswahlliste enthält alle Tasks, die aktuell in der Taskkonfiguration der aktiven Anwendung definiert sind. Die Standardeinstellung ist der MAST-Task. HINWEIS: Bei Auswahl von <Unspezifiziert> wird der langsamste zyklische Task verwendet, der möglich ist. EIO /

74 Steuerungskonfiguration Dienste der M238-Steuerung Registerkarte "Dienste" Die Registerkarte "Dienste" ist in zwei Bereiche untergliedert: RTC-Konfiguration Geräte-ID Die folgende Abbildung zeigt die Registerkarte Dienste: HINWEIS: Damit steuerungsspezifische Informationen auf dieser Registerkarte angezeigt werden, müssen Sie mit der Steuerung verbunden sein (siehe Seite 165). 74 EIO /2010

75 Steuerungskonfiguration Die folgende Tabelle beschreibt die verschiedenen Elemente auf der Registerkarte "Dienste": Element RTC- SPS-Zeit Konfiguration Geräte-ID Lokale Uhrzeit Mit Datum/Uhrzeit des Gebietsschemas synchronisieren Beschreibung Zeigt Datum und Uhrzeit aus der Steuerung an. Dieses schreibgeschützte Feld ist anfänglich leer. Klicken Sie auf die Schaltfläche Lesen, um das Datum und die Uhrzeit der Steuerung zu lesen und anzuzeigen. Ermöglicht die Definition eines Datum und einer Uhrzeit, die über einen Klick auf die Schaltfläche Schreiben an die Steuerung gesendet werden können. Der Benutzer wird in einem Meldungsfeld über den Erfolg des Befehls informiert. Die Felder mit der lokalen Uhrzeit werden mit den aktuellen Einstellungen des PC initialisiert. Ermöglicht das direkte Senden der aktuellen Uhrzeit- und Datumseinstellungen des PC. Der Benutzer wird in einem Meldungsfeld über den Erfolg des Befehls informiert. Zeigt die Firmware-Version, die Boot-Version und die Koprozessor-Version des ausgewählten Geräts an, sofern dieses verbunden ist. EIO /

76 Steuerungskonfiguration 76 EIO /2010

77 Interne M238-Funktionen EIO /2010 Interne M238-Funktionen 9 Überblick In diesem Kapitel werden die internen Funktionen des Modicon M238 Logic Controller beschrieben. Jede interne Funktion verwendet Eingänge und Ausgänge. Der Modicon M238 Logic Controller mit einer DC-Spannungsversorgung verfügt über: 14 Digitaleingänge, darunter 8 Schnelleingänge (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch) 10 Digitalausgänge, darunter 4 Schnellausgänge (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch) Der Modicon M238 Logic Controller mit einer AC-Spannungsversorgung verfügt über: 14 Digitaleingänge, darunter 8 Schnelleingänge (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch) 10 Digitalausgänge, darunter 6 Relais-Ausgänge (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch) Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Interne HSC-Funktion 78 Interne E/A-Funktion 81 Interne PTO_PWM-Funktion 85 EIO /

78 Interne M238-Funktionen Interne HSC-Funktion Übersicht Die HSC-Funktion kann besonders schnell Impulse zählen, die von Sensoren, Gebern, Schaltern usw. ausgehen, die an einen zweckbestimmten Schnelleingang angeschlossen sind. Es gibt zwei Typen von HSC: Typ Simple: ein Zähler für einen einzelnen Eingang (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch). Typ Main: ein Zähler, der bis zu 6 Schnelleingänge und 2 Reflexausgänge verwendet. (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch) Zugriff auf das Menü "Konfiguration" Gehen Sie wie folgt vor, um das Konfigurationsfenster für die interne HSC-Funktion über das Menü Konfiguration aufzurufen: Schritt Beschreibung 1 Klicken Sie auf die Registerkarte Konfiguration: 2 Doppelklicken Sie auf die gewünschte Steuerung. HINWEIS: Sie können auch auf die betreffende Steuerung rechtsklicken und dann die Option Parameter bearbeiten auswählen. 3 Klicken Sie im Taskbereich auf Interne Funktionen HSC: 78 EIO /2010

79 Interne M238-Funktionen HSC-Konfigurationsfenster Diese Abbildung zeigt ein Beispiel für ein HSC-Konfigurationsfenster zur Konfiguration der HSC-Funktion: EIO /

80 Interne M238-Funktionen In der folgenden Tabelle werden die Felder des HSC-Konfigurationsfensters beschrieben: Markierung Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte HSC aus, um das HSC-Konfigurationsfenster anzuzeigen. 2 Wählen Sie je nach zu konfigurierendem HSC-Kanal eine der Registerkarten aus. 3 Nachdem Sie den gewünschten HSC-Typ (Simple bzw. "Einfach" oder Main bzw. "Haupt") gewählt haben, ändern Sie die Instanz über das Feld Variable. 4 Sollte die Parameteranzeige ausgeblendet sein, können Sie sie durch einen Klick auf die Plus-Zeichen erweitern. Sie können dann auf die Einstellungen der einzelnen Parameter zugreifen. 5 Konfigurationsfenster, in dem die HSC-Parameter abhängig vom gewählten Modus bestimmt werden (siehe Seite 77). 6 Wenn Sie auf die Schaltfläche E/A zusammenfassen klicken, wird das Fenster "E/A-Zusammenfassung" angezeigt: Hier können Sie die E/A- Zuordnung der Konfiguration überprüfen. 80 EIO /2010

81 Interne M238-Funktionen Interne E/A-Funktion Übersicht Über die Auswahl integrierter E/A können die Eingänge der Steuerung konfiguriert werden. Die integrierten Eingänge bestehen aus 8 Schnelleingängen und 6 Standardeingängen. Die 8 Schnelleingänge weisen die Bezeichnung I0 bis I7, die 6 Standardeingänge die Bezeichnung I8 bis I13 auf. Zugriff auf das Menü "Konfiguration" Gehen Sie wie folgt vor, um das Konfigurationsfenster für die interne E/A-Funktion über das Menü Konfiguration aufzurufen: Schritt Beschreibung 1 Klicken Sie auf die Registerkarte Konfiguration: 2 Doppelklicken Sie auf die gewünschte Steuerung. HINWEIS: Sie können auch auf die betreffenden Steuerung rechtsklicken und dann die Option Parameter bearbeiten auswählen. 3 Klicken Sie im Taskbereich auf Interne Funktionen E/A: EIO /

82 Interne M238-Funktionen Konfigurationsfenster für Eingänge Im folgenden Fenster können die integrierten Eingänge konfiguriert werden: HINWEIS: Weitere Informationen zur Registerkarte "I/O Abbild" finden Sie in der Online-Hilfe zu CoDeSys. 82 EIO /2010

83 Interne M238-Funktionen Wenn Sie auf die Schaltfläche E/A zusammenfassen klicken, wird das Fenster "E/A-Zusammenfassung" angezeigt: Hier können Sie die E/A-Zuordnung der Konfiguration überprüfen: Konfigurationsparameter Für jeden Eingang können Sie Folgendes definieren: Parameter Wert Beschreibung Einschränkung Filter Nein* 1,5 ms 4ms 12 ms Reduziert den Störeffekt auf einem Steuerungseingang Verfügbar, wenn "Speicherung" und "Ereignis" deaktiviert sind. In allen anderen Fällen ist dieser Parameter deaktiviert und weist den Wert "Nein" auf. Speicherung Legende Nein* Ja Ermöglicht die Erfassung und Aufzeichnung eingehender Impulse mit Amplitudenweiten, die kürzer sind als die Zykluszeit der Steuerung. *: Standardwert des Parameters Dieser Parameter ist nur für die Schnelleingänge I/0 bis I7 verfügbar. Verfügbar wenn: Ereignis UND Run/Stop deaktiviert sind. EIO /

84 Interne M238-Funktionen Parameter Wert Beschreibung Einschränkung Ereignis Nein* Steigende Flanke Fallende Flanke Beide Flanken Ereigniserkennung Dieser Parameter ist nur für die Schnelleingänge I/0 bis I7 verfügbar. Verfügbar wenn: Speicherung UND Run/Stop deaktiviert sind. Prellfilter Run/Stop Legende Nein* 0,04 ms 0,4 ms 1,2 ms 4ms Nein* Ja Reduziert den Prelleffekt auf einem Steuerungseingang Der Run/Stop- Eingang kann verwendet werden, um ein Programm in der Steuerung auszuführen oder anzuhalten. *: Standardwert des Parameters Verfügbar, wenn "Speicherung" oder "Ereignis" aktiviert ist. In allen anderen Fällen ist dieser Parameter deaktiviert und weist den Wert "Nein" auf. Jeder der Eingänge kann als Run/Stop-Eingang konfiguriert werden, jedoch nicht mehrere gleichzeitig. HINWEIS: Dies Auswahl ist abgeblendet dargestellt und nicht verfügbar, wenn der Parameter nicht verfügbar ist. 84 EIO /2010

85 Interne M238-Funktionen Interne PTO_PWM-Funktion Übersicht Die interne PTO-Funktion kann drei verschiedene Funktionen bereitstellen: PTO Die PTO-Funktion (Pulse Train Output, Impulswellenausgang) implementiert Digitaltechnologie (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch), die eine präzise Positionierung für offene Regelkreise von Motorantrieben bereitstellt. PWM Die PWM-Funktion (Pulse Width Modulation, Impulsbreitenmodulation) generiert ein programmierbares Rechteckwellen-Signal auf zweckbestimmten Ausgängen (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch) mit einem anpassbaren Arbeitszyklus und einer anpassbaren Frequenz. FG Die Frequenzgenerator-Funktion generiert ein Rechteckwellen-Signal auf zweckbestimmten Ausgangskanälen (siehe M238 Logic Controller, Hardware- Handbuch) mit festem Arbeitszyklus (50%). Zugriff auf das Menü "Konfiguration" Gehen Sie wie folgt vor, um das Konfigurationsfenster für die interne PTO_PWM- Funktion über das Menü Konfiguration aufzurufen: Schrit t Beschreibung 1 Klicken Sie auf die Registerkarte Konfiguration: 2 Doppelklicken Sie auf die gewünschte Steuerung. HINWEIS: Sie können auch auf die betreffende Steuerung rechtsklicken und dann die Option Parameter bearbeiten auswählen. 3 Klicken Sie im Taskbereich auf Interne Funktionen PTO_PWM: EIO /

86 Interne M238-Funktionen PTO_PWM-Konfigurationsfenster Diese Abbildung zeigt ein Beispiel für ein PTO_PWM-Konfigurationsfenster zur Konfiguration einer PTO-, PWM- oder FG-Funktion: 86 EIO /2010

87 Interne M238-Funktionen In der folgenden Tabelle werden die Felder des PTO_PWM-Konfigurationsfensters beschrieben: Markierung Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte PTO aus, um das PTO_PWM- Konfigurationsfenster anzuzeigen. 2 Wählen Sie je nach zu konfigurierendem PTO_PWM-Kanal eine der Registerkarten aus. 3 Nachdem Sie den gewünschten HSC-Typ (Einfach oder Haupt) gewählt haben, ändern Sie die Instanz über das Feld Variable. 4 Sollte die Parameteranzeige ausgeblendet sein, können Sie sie durch einen Klick auf die Plus-Zeichen erweitern. Sie können dann auf die Einstellungen der einzelnen Parameter zugreifen. 5 Konfigurationsfenster, in dem die interne Funktion für Folgendes verwendet wird: einen PTO (siehe Modicon M238 Logic Controller, Impulswellenausgang, Impulsbreitenmodulation, M238 PTOPWM Bibliothekshandbuch) eine PWM (siehe Modicon M238 Logic Controller, Impulswellenausgang, Impulsbreitenmodulation, M238 PTOPWM Bibliothekshandbuch) einen FG (siehe Modicon M238 Logic Controller, Impulswellenausgang, Impulsbreitenmodulation, M238 PTOPWM Bibliothekshandbuch) 6 Wenn Sie auf die Schaltfläche E/A zusammenfassen klicken, wird das Fenster "E/A-Zusammenfassung" angezeigt: Hier können Sie die E/A- Zuordnung der Konfiguration überprüfen. EIO /

88 Interne M238-Funktionen 88 EIO /2010

89 Konfiguration von Erweiterungsmodulen EIO /2010 Konfiguration von Erweiterungsmodulen 10 Hinzufügen von Erweiterungsmodulen Einleitung In Ihrem Projekt können Sie einer Steuerung analoge, digitale, HSC- (Hochgeschwindigkeitszähler)- und AS-Interface-Erweiterungsmodule hinzufügen. Nutzen Sie regelmäßig die Funktion GetRightBusStatus (siehe Modicon M238 Logic Controller, Systemfunktionen und Variablen, M238 PLCSystem Bibliothekshandbuch), um den Status des Erweiterungsbusses zu überwachen. Konfigurieren von Erweiterungsmodulen Weitere Informationen zur Modulkonfiguration finden Sie in den Hardware- und Programmierhandbüchern der jeweiligen Erweiterungsmodule: Erweiterungsmodul Programmierhandbuch Hardwarehandbuch Digitale TM2 E/A-Module Analoge TM2 E/A-Module TM2 Konfiguration von Erweiterungsmodulen Programmierhandbuch (siehe Modicon TM2, Konfiguration von Erweiterungsmodulen, Programmierhandbuch) TM2 Konfiguration von Erweiterungsmodulen Programmierhandbuch (siehe Modicon TM2, Konfiguration von Erweiterungsmodulen, Programmierhandbuch) Modicon TM2 Digitale E/A-Module Hardwarehandbuch (siehe Modicon TM2, Digitale E/A-Module, Hardware- Handbuch) Modicon TM2 Analoge E/A-Module Hardwarehandbuch (siehe Modicon TM2, Analoge E/A-Module, Hardware- Handbuch) EIO /

90 Konfiguration von Erweiterungsmodulen Erweiterungsmodul Programmierhandbuch Hardwarehandbuch TM2 Hochgeschwindigkeitszähler module AS-Interface- Kommunikationsmodul TM2 Konfiguration von Erweiterungsmodulen Programmierhandbuch (siehe Modicon TM2, Konfiguration von Erweiterungsmodulen, Programmierhandbuch) Modicon M238 Logic Controller Programmierhandbuch (siehe Seite 96) Modicon TM2 Hochgeschwindigkeitszählermodule Hardwarehandbuch (siehe Modicon TM2, Hochgeschwindigkeitszählermodule, Hardware-Handbuch) Modicon TWDNOI10M3 AS-Interface- Mastermodul Hardwarehandbuch (siehe Modicon TWDNOI10M3, AS- Interface Mastermodul, Hardwarehandbuch) Einschränkung Der Steuerung können bis zu 7 Erweiterungsmodule hinzugefügt werden. 90 EIO /2010

91 CANopen-Konfiguration EIO /2010 CANopen-Konfiguration 11 Konfiguration der CANopen-Schnittstelle So konfigurieren Sie den CAN-Bus Ihrer Steuerung: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Klicken Sie auf der linken Seite des Bildschirms auf den Eintrag Kommunikation. 3 Klicken Sie auf den Eintrag CAN. 4 Klicken Sie auf den Eintrag Physikalische Einstellungen. Ergebnis: Auf der rechten Seite wird das Dialogfeld mit den Registerkarten zur Konfiguration des CANopen-Netzwerks angezeigt. 5 Konfigurieren Sie die Baudrate (Standardwert: bps): HINWEIS: Mit der Option Online Buszugriff können Sie das Senden von SDO und NMT über den Statusbildschirm blockieren. EIO /

92 CANopen-Konfiguration Erstellung und Konfiguration von CANopen Manager Gehen Sie vor wie folgt, um den CANopen Manager zu erstellen und zu konfigurieren: Schritt Aktion 1 Klicken Sie auf den Eintrag Protokolleinstellungen, und wählen Sie Optimiertes CANopen: 2 Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen und schließen. Ergebnis: Das Konfigurationsfenster CANopen Manager wird angezeigt: Weitere Informationen hierzu finden Sie im CoDeSys-Teil der Onlinehilfe. 92 EIO /2010

93 CANopen-Konfiguration Hinzufügen eines CANopen-Geräts Anweisungen zum Hinzufügen eines CANopen-Slave-Geräts finden Sie unter Hinzufügen von Slave-Geräten zu einem Kommunikations-Manager (siehe SoMachine, Programmierhandbuch). Weitere Informationen hierzu finden Sie im CoDeSys-Teil der Onlinehilfe. CANopen-Einschränkungen Für den Modicon M238 Logic Controller CANopen-Master gelten folgende Einschränkungen: Maximale Anzahl von Slave-Geräten 16 Maximale Anzahl von Empfangs-PDO (RPDO) 32 Maximale Anzahl von Sende-PDO (TPDO) 32 WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Schließen Sie nicht mehr als 16 CANopen-Slave-Geräte an die Steuerung an. Programmieren Sie Ihre Anwendung für eine Verwendung von maximal 32 Sende-PDO (TPDO). Programmieren Sie Ihre Anwendung für eine Verwendung von maximal 32 Empfangs-PDO (RPDO). Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. EIO /

94 CANopen-Konfiguration 94 EIO /2010

95 AS-Interface-Konfiguration EIO /2010 AS-Interface-Konfiguration 12 Überblick In diesem Kapitel werden die Konfiguration und Verwendung des AS-Interface- Master-Moduls sowie die Einschränkungen des Moduls beschrieben. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Beschreibung des AS-Interface V2-Feldbusses 96 Allgemeine Funktionsbeschreibung 97 Prinzipien des Software-Setup 100 Hinzufügen eines AS-Interface-Master-Moduls 102 Konfigurieren eines AS-Interface-Masters 106 Hinzufügen eines AS-Interface-Slaves 110 Konfigurieren eines AS-Interface-Slaves 118 Automatische Adressierung eines AS-Interface V2-Slaves 122 Änderung einer Slave-Adresse 124 Systemdiagnose im Online-Modus 126 Programmierung des AS-Interface V2-Feldbusses 130 Konfiguration eines AS-Interface V2-Ersatz-Slaves 132 EIO /

96 AS-Interface-Konfiguration Beschreibung des AS-Interface V2-Feldbusses Einführung Der AS-Interface-Feldbus (Aktor-Sensor-Interface) ermöglicht die Verbindung von Sensoren/Aktoren auf der niedrigsten Ebene der Automatisierung mittels eines einzigen Kabels. Diese Sensoren/Aktoren werden in dieser Dokumentation als Slave-Geräte definiert. HINWEIS: Weitere Informationen über das Erweiterungsmodul TWDNOI10M3 finden Sie imtwdnoi10m3 Kommunikationsmodul Hardwarehandbuch (siehe Modicon TWDNOI10M3, AS-Interface Mastermodul, Hardwarehandbuch) HINWEIS: Alle in diesem Kapitel und dem restlichen Dokument verwendeten Begriffe und Definitionen, die AS-Interface betreffen, entsprechen den Definitionen in der AS-Interface Association Specification Version AS-Interface V2-Feldbus Das AS-Interface-Erweiterungsmodul TWDNOI10M3 beinhaltet folgende Funktionen: M3-Profil: Dieses Profil umfasst alle vom AS-Interface V2-Standard definierten Funktionen. Ein AS-Interface-Kanal pro Modul Automatische Adressierung für den Slave mit der Adresse auf 0 gesetzt Verwaltung von Profilen und Parametern Verpolungsschutz an den Buseingängen Der AS-Interface-Feldbus ermöglicht dann Folgendes: Bis zu 31 Slaves mit Standardadressierung oder 62 Slaves mit erweiterter Adressierung Bis zu 248 Eingänge und 186 Ausgänge Bis zu 8 analoge Slaves (max. vier analoge Kanäle pro Slave) Eine Zykluszeit von maximal 10 ms Mit einer M238-Steuerung können maximal 2 TWDNOI10M3-Erweiterungsmodule verbunden werden. 96 EIO /2010

97 AS-Interface-Konfiguration Allgemeine Funktionsbeschreibung Allgemeine Informationen Die Software SoMachine ermöglicht dem Benutzer für die AS-Interface- Konfiguration Folgendes: Manuelle Konfiguration des Busses (Deklaration der Slaves und Zuweisung der Adressen auf dem Bus) Automatische Konfiguration des Busses (über den Befehl Netzwerk durchsuchen und Ins Projekt kopieren) Anpassung der Konfiguration an die auf dem Bus vorhandenen Geräte Berücksichtigung der Slave-Parameter Steuerung des Busstatus Struktur des AS-Interface-Masters Das AS-Interface-Modul besitzt Datenfelder, mit denen die Slave-Listen und die Bilder der Ein-/Ausgangsdaten verwaltet werden können. Die nachfolgende Abbildung zeigt die Architektur des Moduls TWDNOI10M3. TWDNOI10M3 1 E/A-Daten 2 Parameter Strom AS-Interface-Bus Konfiguration / Identifikation LDS LAS LPS LPF EIO /

98 AS-Interface-Konfiguration In der folgenden Tabelle werden die im flüchtigen Speicher abgelegten Datenfelder beschrieben: Adresse Element Beschreibung 1 E/A-Daten (IDI, ODI) 2 Aktuelle Parameter (PI, PP) 3 Konfiguration/Identifikation (CDI, PCD) Bild der Eingangs-/Ausgangsdaten Bilder der 248 Eingänge und der 186 Ausgänge des AS-Interface V2-Feldbusses, die in SoMachine konfiguriert und auf dem Bus erkannt wurden. Parameterbild/Permanenter Parameter. Bild der Parameter aller Slaves Dieses Feld enthält alle E/A- Identifikationscodes aller erkannten Slaves 4 LDS Liste der erkannten Slaves. Liste aller auf dem Feldbus gefundenen Slaves 5 LAS Liste der aktiven Slaves. Liste der auf dem Feldbus aktivierten Slaves. 6 LPS Liste der in das Projekt aufgenommenen (konfigurierten) Slaves. Liste der mit SoMachine konfigurierten Slaves. 7 LPF Liste der Peripheriefehler. Liste der Slaves, die Peripheriefehler generiert haben. Struktur von Slave-Geräten Die Slaves mit Standardadressierung verfügen jeweils über: 4 Eingangs-/Ausgangsbits 4 Parametrierungsbits Die Slaves mit erweiterter Adressierung verfügen jeweils über: 4 Eingangs-/Ausgangsbits (letztes Bit ausschließlich für Eingänge reserviert) 3 Parametrierungsbits Jeder Slave besitzt seine eigene Adresse sowie ein Profil und ein Unterprofil (Definition zum Austausch von Variablen). 98 EIO /2010

99 AS-Interface-Konfiguration Die nachfolgende Abbildung zeigt den Aufbau eines Slaves mit erweiterter Adressierung. 1 AS-Interface-Slave E/A-Daten (D3) D0 Nur Eingangsbit 2 Parameter P2 P0 3 4 Konfiguration / Identifikation Adresse AS-Interface-Bus In der folgenden Tabelle werden die Strukturdaten beschrieben: Adresse Element Beschreibung 1 Ein- /Ausgangsdaten Die Eingangsdaten werden vom Slave gespeichert und dem AS-Interface-Master zur Verfügung gestellt. Die Ausgangsdaten werden vom Master-Modul aktualisiert. 2 Parameter Mit den Parametern können die Betriebsmodi im Sensor oder Aktor gesteuert und umgeschaltet werden. 3 Konfiguration/ Identifikation Dieses Feld enthält: den E/A-Konfigurationscode (E/A-Code) den Identifikationscode des Slaves (ID-Code) die erweiterten Identifikationscodes des Slaves (Codes ID1 und ID2). 4 Adresse Physische Adresse des Slaves Hinweis: Die Funktions- und Adressparameter sowie die Konfigurations- und Identifikationsdaten werden in einem nicht flüchtigen Speicher gespeichert. EIO /

100 AS-Interface-Konfiguration Prinzipien des Software-Setup Einführung In Übereinstimmung mit den Funktionsgrundlagen der SoMachine-Software sollte der Benutzer schrittweise vorgehen, um eine AS-Interface-Anwendung zu erstellen. Setup-Prinzip Die nachfolgende Tabelle beschreibt die softwaretechnischen Implementierungsphasen des AS-Interface V2-Feldbusses. Modus Schritt Beschreibung Abgemeldet Deklaration des Moduls (siehe Seite 102) Auswahl der Position des AS-Interface- Master-Moduls TWDNOI10M3 auf dem Erweiterungsbus. Abgemeldet oder angemeldet Deklaration der Slave- Geräte (siehe Seite 126) Programmierung (siehe Seite 130) Auswahl für jedes Gerät: Adresse auf dem Bus Profil Programmierung der Diagnosefunktionen mit der Bibliothek IoDrvASI (siehe Seite 202). Angemeldet Übertragung Übertragung der Anwendung an die Steuerung. Diagnose / Debugging (siehe Seite 126) Debuggen der Applikation mithilfe: der SoMachine-Oberfläche für die Anzeige der Slaves (Adressen, Profil) und der Zuweisung der gewünschten Adressen. HINWEIS: Die Deklaration und das Löschen des AS-Interface-Master-Moduls auf dem Erweiterungsbus erfolgen wie für jedes andere Erweiterungsmodul. Wenn jedoch bereits zwei AS-Interface-Master-Module auf dem Erweiterungsbus deklariert sind, lässt SoMachine nicht zu, dass weitere AS Interface-Master-Module deklariert werden. 100 EIO /2010

101 AS-Interface-Konfiguration Erwägungen vor Herstellen der Verbindung Stellen Sie sicher, dass alle Slaves über eindeutige Adressen verfügen. Außerdem ist die Adresse 0 für den automatischen Adressierungsmodus reserviert. Wenn beim Starten des Busses ein Slave mit der Adresse 0 festgestellt wird, wechselt der Master in die Offline-Phase und versucht einen Neustart. Sie müssen sicherstellen, dass alle Adressen eindeutig sind und keine Adresse 0 ist. WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Stellen Sie sicher, dass jedes Gerät über eine eindeutige Adresse verfügt, die größer als 0 ist. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. EIO /

102 AS-Interface-Konfiguration Hinzufügen eines AS-Interface-Master-Moduls Einführung In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie ein TWDNOI10M3-Modul zu einer Modicon M238 Logic Controller-Konfiguration hinzufügen. Hinzufügen eines TWDNOI10M3-Master-Moduls Für das Hinzufügen eines AS-Interface-Moduls mit SoMachine gibt es 2 Möglichkeiten: Über das Menü Konfiguration Über das Menü Programm Gehen Sie wie folgt vor, um ein AS-Interface-Master-Modul über das SoMachine- Menü Konfiguration hinzuzufügen: Schritt Aktion 1 Gehen Sie zum Menü Konfiguration in SoMachine: 2 Klicken Sie auf Erweiterungsmodul hinzufügen. 102 EIO /2010

103 AS-Interface-Konfiguration Schritt Aktion 3 Im Feld Hersteller: Wählen Sie "Schneider Electric" aus. Klicken Sie auf Communication Expansion Modules TWDNOI10M3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen und schließen. EIO /

104 AS-Interface-Konfiguration Gehen Sie wie folgt vor, um ein AS-Interface-Master-Modul über das SoMachine- Menü Programm hinzuzufügen: Schritt Aktion 1 Gehen Sie zum Menü Programm in SoMachine: 2 In der Gerätebaumstruktur des Fensters Geräte von SoMachine: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Steuerung, und wählen Sie Gerät hinzufügen aus. 104 EIO /2010

105 AS-Interface-Konfiguration Schritt Aktion 3 Wählen Sie im Feld Hersteller den Eintrag "Schneider Electric". Klicken Sie auf Communication Expansion Modules TWDNOI10M3. Klicken Sie auf die Schaltfläche Gerät hinzufügen. 4 Klicken Sie auf die Schaltfläche Schließen, um zur SoMachine-Oberfläche zurückzukehren. EIO /

106 AS-Interface-Konfiguration Konfigurieren eines AS-Interface-Masters Einführung In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie Sie ein AS-Interface-Modul konfigurieren. Zugriff auf das Konfigurationsfenster Zum Zugriff auf das Konfigurationsfenster des AS-Interface-Master-Moduls gibt es 2 Möglichkeiten: Über das Menü Konfiguration Über das Menü Programm HINWEIS: Lediglich die Methoe des Zugriffs ist unterschiedlich. In beiden Fällen wird dasselbe Konfigurationsfenster geöffnet. Gehen Sie wie folgt vor, um das Konfigurationsfenster über das Menü Konfiguration der SoMachine-Software aufzurufen: Schritt Aktion 1 Gehen Sie zum Menü Konfiguration in SoMachine: 2 Doppelklicken Sie auf Ihre Steuerung, und wählen Sie Kommunikation ASi- Master-Gerät Physikalische Einstellungen im Menübereich von SoMachine aus: 106 EIO /2010

107 AS-Interface-Konfiguration Gehen Sie wie folgt vor, um das Konfigurationsfenster über das SoMachine-Menü Programm aufzurufen: Schritt Aktion 1 Gehen Sie zum Menü Programm in SoMachine: 2 Klicken Sie im Fenster Geräte mit der rechten Maustaste auf das gewünschte AS-Interface-Erweiterungsmodul, und klicken Sie anschließend auf Objekt bearbeiten. EIO /

108 AS-Interface-Konfiguration Beschreibung des Konfigurationsfensters im abgemeldeten Zustand Das Konfigurationsfenster des AS-Interface-Masters ermöglicht Ihnen den Zugriff auf Parameter für die automatische Adressierung. Name der Registerkarte ASi Master Konfiguration Beschreibung des Konfigurationsfensters Automatische Adressierung aktivieren (standardmäßig ausgewählt): Aktivieren Sie diese Option, um die automatische Adressierung zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Automatische Adressierung eines AS-Interface V2-Slaves (siehe Seite 122). 108 EIO /2010

109 AS-Interface-Konfiguration Name der Registerkarte ASi Slave I/O Abbild Beschreibung des Konfigurationsfensters Status Information Dieses Konfigurationsfenster enthält die folgenden Felder: Kanäle IEC-Objekte Buszyklus-Optionen Weitere Informationen über E/A-Zuordnung finden Sie im CoDeSys-Teil der Online-Hilfe. Diese Registerkarte enthält Statusinformationen (z. B. In Betrieb, Gestoppt) sowie gerätespezifische Diagnosemeldungen. Wenn diese Registerkarte für das aktuelle Modul zur Verfügung steht, zeigt sie folgende allgemeine Informationen an: Name, Hersteller, Typ, Versionsnummer, Kategorien, Bestellnummer, Beschreibung und Bild. EIO /

110 AS-Interface-Konfiguration Hinzufügen eines AS-Interface-Slaves Einführung In diesem Abschnitt wird erläutert, wie Sie einem TWDNOI10M3-Modul ein oder mehrere Slave-Geräte hinzufügen. Für das Hinzufügen eines Slave-Geräts zu einem AS-Interface-Master-Modul gibt es 3 Möglichkeiten: Katalog: Bei Verwendung von Geräten von Schneider Electric Generischer Slave: Bei Verwendung von Dritthersteller-Geräten Geräte suchen: Schnelles und einfaches Konfigurieren eines bereits vorhandenen Busses HINWEIS: Während der Konfiguration können Sie Schritte aus jeder dieser Methoden verwenden. Hinzufügen eines Slave-Geräts über den SoMachine-Katalog Im SoMachine-Katalog sind alle AS-Interface-Geräte von Schneider Electric nach Referenzbezeichnung aufgeführt. HINWEIS: Das Profil der einzelnen Slave-Geräte ist vorkonfiguriert und kann nicht geändert werden. 110 EIO /2010

111 AS-Interface-Konfiguration Die nachstehende Verfahren beschreibt die Verwendung des SoMachine-Katalogs zum Hinzufügen von Slave-Geräten: Schritt Aktion 1 Gehen Sie zum Menü Programm in SoMachine: 2 Klicken Sie im Fenster Geräte von SoMachine mit der rechten Maustaste auf das Modul ASi_Master, und wählen Sie dann Gerät hinzufügen: EIO /

112 AS-Interface-Konfiguration Schritt Aktion 3 Wählen Sie im Feld Hersteller den Eintrag <Alle Hersteller>, oder filtern Sie nach dem gewünschten Hersteller. Klicken Sie auf Feldbusse AS- Interface AS-Interface Slave. Wählen Sie den gewünschten AS-Interface- Slave aus, und klicken Sie auf die Schaltfläche Gerät hinzufügen. 4 Das Fenster Gerät hinzufügen bleibt geöffnet und ermöglicht Ihnen, alle weiteren gewünschten AS-Interface-Slave-Geräte hinzuzufügen. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Schließen. 112 EIO /2010

113 AS-Interface-Konfiguration Hinzufügen eines Slave-Geräts über den Befehl "Geräte suchen" Der Befehl Geräte suchen bewirkt eine Suche nach allen AS-Interface-Slave- Geräten, die mit dem TWDNOI10M3-Master-Modul verbunden sind. Für die Verwendung dieser Funktion muss das Master-Modul konfiguriert sein, damit der Befehl Geräte suchen ausgeführt werden kann. Die nachstehende Verfahren beschreibt die Verwendung des SoMachine-Befehls Geräte suchen zum Hinzufügen von Slave-Geräten: Schritt Aktion 1 Melden Sie sich bei der Steuerung an. HINWEIS: In diesem Schritt muss nur die Buskonfiguration einschließlich des Master-Moduls ordnungsgemäß konfiguriert sein. Ein Anwendungsprogramm ist nicht erforderlich. 2 Klicken Sie im Fenster Geräte, der Gerätebaumstruktur von SoMachine, mit der rechten Maustaste auf das Modul ASi_Master, und wählen Sie dann Geräte suchen: EIO /

114 AS-Interface-Konfiguration Schritt Aktion 3 Die auf dem Feldbus erkannten Slave-Geräte werden mit Adresse und Profil angezeigt. Klicken Sie auf die Schaltfläche Geräte suchen, um die Liste der Slaves zu aktualisieren. 4 Aktivieren Sie das Kontrollkästchen nur Unterschiede zum Projekt zeigen. Hier werden nur nicht übereinstimmende Geräte (physisch im Vergleich zu konfiguriert) angezeigt. Die Spalte Status kann folgende Werte annehmen: OK: Wenn Adressen und Profile übereinstimmen. Konfigurationen stimmen nicht überein: Wenn die Adresse übereinstimmt, das Profile jedoch nicht. Neu: Ein Slave wurde auf dem Feldbus erkannt, es gibt jedoch in der Konfiguration kein Slave-Gerät an dieser Adresse. 5 Ändern Sie ggf. die Adressen in der Spalte Adresse im Fenster Geräte suchen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Adresse setzen, um den ausgewählten Slave mit einer neuen Adresse (siehe Seite 124) zu versehen. 114 EIO /2010

115 AS-Interface-Konfiguration Schritt Aktion 6 Klicken Sie auf die Schaltfläche Ins Projekt kopieren. Über die Funktion Ins Projekt kopieren können Sie einen im Netzwerk erkannten Slave in die Gerätebaumstruktur des Projekts kopieren. Sie können mehrere Slaves mit UMSCHALT+Klicken auswählen und dann die Schaltfläche Ins Projekt kopieren verwenden, um alle ausgewählten Geräte in die Gerätebaumstruktur des Projekts zu kopieren. Slaves mit derselben Adresse werden dabei überschrieben. Ihr Projekt wurde mit allen verbundenen Slave-Geräten in der Gerätebaumstruktur aktualisiert. Sie müssen erneut die Anwendung herunterladen, damit diese Änderungen wirksam werden. 7 Wenn Sie einen weiteren AS-Interface-Slave hinzufügen möchten, schließen Sie ihn an den Feldbus an, und führen Sie eine neue Gerätesuche durch (Schritt 3). Manuelles Hinzufügen eines generischen Slave-Geräts Wenn Sie das AS-Interface-Slave-Gerät manuell konfigurieren möchten, können Sie einen generischen AS-Interface-Slave hinzufügen und dessen Profil konfigurieren. Dieser Vorgang ist ähnlich wie die Katalog-Methode, jedoch müssen Sie in diesem Fall ein spezielles Gerät aus der Liste auswählen. EIO /

116 AS-Interface-Konfiguration Das folgende Verfahren beschreibt, wie Sie Ihrem Projekt ein generisches Slave- Gerät hinzufügen: Schritt Aktion 1 Gehen Sie zum Menü Programm in SoMachine: 2 Klicken Sie im Fenster Geräte von SoMachine mit der rechten Maustaste auf das Modul ASi-Master, und wählen Sie dann Gerät hinzufügen: 116 EIO /2010

117 AS-Interface-Konfiguration Schritt Aktion 3 Wählen Sie das Gerät mit der Bezeichnung 0/Generischer ASi-Slave aus. Klicken Sie auf die Schaltfläche Gerät hinzufügen. 4 Konfigurieren Sie den ASi-Slave (siehe Seite 118). 5 Das Fenster Gerät hinzufügen bleibt geöffnet und ermöglicht Ihnen, alle gewünschten AS-Interface-Slave-Geräte hinzuzufügen. Klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Schließen. EIO /

118 AS-Interface-Konfiguration Konfigurieren eines AS-Interface-Slaves Einführung In diesem Dokument wird die Vorgehensweise zur Konfiguration eines mit dem TWDNOI10M3-Modul verbundenen Slaves beschrieben. Zugriff auf das Konfigurationsfenster Für den Zugriff auf das Konfigurationsfenster für AS-Interface-Slaves sind zwei Möglichkeiten gegeben: Über das Menü Konfiguration Über das Menü Programm HINWEIS: Lediglich die Methode des Zugriffs ist unterschiedlich. In beiden Fällen wird dasselbe Konfigurationsfenster geöffnet. Gehen Sie wie folgt vor, um das Konfigurationsfenster über das Menü Konfiguration der SoMachine-Software aufzurufen: Schritt Aktion 1 Gehen Sie zum Menü Konfiguration von SoMachine: 2 Zum Zugriff auf das Konfigurationsfenster des AS-Interface-Slave-Moduls haben Sie folgende Möglichkeiten: Doppelklicken Sie auf das gewünschte AS-Interface-Slave-Modul. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das gewünschte ASi_Slave- Modul, und klicken Sie dann auf Parameter bearbeiten. 118 EIO /2010

119 AS-Interface-Konfiguration Gehen Sie wie folgt vor, um das Konfigurationsfenster über das Menü Programm der SoMachine-Software aufzurufen: Schritt Aktion 1 Gehen Sie zum Menü Programm von SoMachine: 2 Klicken Sie im Fenster Geräte mit der rechten Maustaste auf das gewünschte AS-Interface-Slave-Gerät, und klicken Sie anschließend auf Objekt bearbeiten. Sie können das Konfigurationsfenster auch über einen Doppelklick auf das AS- Interface-Slave-Gerät aufrufen. Beschreibung des Konfigurationsfenster für AS-Interface-Slaves Die Registerkarte "ASi Slave Konfiguration" ermöglicht einen einfachen Zugriff auf alle relevanten Slave-spezifischen Konfigurationsdaten: Adresse, Profil und Parameter. Für Geräte aus dem Katalog werden die Profilinformationen abgeblendet dargestellt und können nicht geändert werden. Jeder Slave muss über eine eindeutige Adresse verfügen. Die Adresse kann einen beliebigen Wert zwischen 1A bis 31A und 1B bis 31B annehmen (B-Adressen sind nur für Slaves mit erweiterter Adressierung zulässig). Insgesamt sind maximal 62 Slaves zulässig. Das Slave-Profil bestimmt, ob eine Standard- oder eine erweiterte Adressierung verfügbar ist. Für manche Slaves ist mehr als eine Adresse erforderlich. WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Stellen Sie sicher, dass jedes Gerät über eine eindeutige Adresse verfügt, die größer als 0 ist. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. EIO /

120 AS-Interface-Konfiguration Nachfolgend wird das Konfigurationsfenster dargestellt: Die nachstehende Tabelle beschreibt die verschiedenen Felder im Fenster für die AS-Interface-Slave-Konfiguration: Feldname Adresse Profil Feldbeschreibung In diesem Feld wird die Slave-Adresse festgelegt. Verwenden Sie die Durchsuchen-Schaltfläche [...], um eine Liste mit freien AS-Interface- Adressen anzuzeigen, die noch nicht für eine Slave-Konfiguration im Projekt verwendet werden. Verwenden Sie diese Auswahlliste, um das AS-Interface-Slave-Profil zu konfigurieren: IO Code: Definiert die E/A-Konfiguration des Slaves. Verfügbar sind 16 verschiedene E/A- Konfigurationsmodi von 00 hex (4 Eingänge) bis 0F hex (Tri-State). IO Code0..2: Dient der weiteren Unterscheidung von Slaves mit derselben E/A- Konfiguration. 120 EIO /2010

121 AS-Interface-Konfiguration Feldname Parameter Slave projektieren Feldbeschreibung Verwenden Sie entweder die Auswahlliste oder die Kontrollkästchen, um die konfigurierten Parameter (Permanente AS-Interface-Parameter) des Slaves einzustellen. Im Slave-Profil wird definiert, ob Parameter verwendet werden, und wenn ja, welche Bedeutung jeder Parameter hat. Durch Klicken auf die Schaltfläche Slave projektieren werden die Parameter-Bits an den Slave gesendet (wenn angemeldet). Um die Slave-Parameter zu ändern, ohne die gesamte Anwendung herunterzuladen, können Sie die neuen Parameter festlegen und dann auf die Schaltfläche Slave projektieren klicken. Die neuen Parameter werden in die Parameterbild-Tabelle geschrieben. HINWEIS: Profil und Parameter eines Slaves sind nicht mit einem Namen verknüpft. Mehrere Slaves mit unterschiedlichen Namen können über das gleiche Profil und die gleichen Parameter verfügen. Beschreibung des E/A-Zuordnungsfensters für den AS-Interface-Slave Auf der Registerkarte "ASi Slave I/O Abbild" können Sie den AS-Interface-Ein- und Ausgängen Projektvariablen zuordnen. HINWEIS: Weitere Informationen zu diesen Feldern finden Sie im CoDeSys-Teil der Online-Hilfe. EIO /

122 AS-Interface-Konfiguration Automatische Adressierung eines AS-Interface V2-Slaves Einführung Jedem auf dem AS-Interface-Feldbus vorhandenen Slave ist (in der Konfiguration) eine eindeutige physische Adresse zuzuordnen. Diese Adresse muss mit der in SoMachine deklarierten Adresse übereinstimmen. Die automatische Adressierungsfunktion von AS-Interface wird vom Master unterstützt und ermöglicht Folgendes: Ersetzen eines Slaves, der einen Fehler ausweist Einfügen eines neuen Slaves Der neue Slave mit der physischen Adresse 0 wird automatisch mit der Adresse eines fehlenden oder nicht reagierenden Slaves geschrieben, falls ihre Profile und Parameter übereinstimmen. 122 EIO /2010

123 AS-Interface-Konfiguration Verfahren In der folgenden Tabelle wird die Vorgehensweise zur Konfiguration des Parameters Automatische Adressierung beschrieben. Schritt Aktion 1 Es gibt zwei Möglichkeiten für den Zugriff auf das TWDNOI10M3: Klicken Sie auf die Registerkarte Konfiguration, und doppelklicken Sie dann auf Ihr AS-Interface-Slave-Gerät. Wählen Sie im Menübereich Kommunikation ASi-Master-Gerät Physikalische Einstellungen Klicken Sie auf die Registerkarte Programm, und doppelklicken Sie auf Ihren ASi_Master in der Gerätebaumstruktur des Fensters Geräte. 2 Klicken Sie auf das Kontrollkästchen Automatische Adressierung aktivieren (falls nicht bereits aktiviert) auf der Registerkarte ASi Master Konfiguration. Ergebnis: Die Funktion Automatische Adressierung aktivieren wird aktiviert (Kontrollkästchen ausgewählt) bzw. deaktiviert (Kontrollkästchen nicht ausgewählt). HINWEIS: Der Parameter Automatische Adressierung ist im Konfigurationsfenster standardmäßig ausgewählt. EIO /

124 AS-Interface-Konfiguration Änderung einer Slave-Adresse Einführung Im Fenster "Geräte suchen" kann der Benutzer die Adresse eines Slaves ändern. Ändern der Adresse eines Slaves Die nachfolgende Tabelle beschreibt die Schritte zur Änderung der Adresse eines Slaves: Schritt Beschreibung 1 Melden Sie sich bei der Steuerung an. HINWEIS: In diesem Schritt muss nur die Buskonfiguration mit Ihrem Master- Modul ordnungsgemäß konfiguriert zu sein. Ein Anwendungsprogramm ist nicht erforderlich. 2 Klicken Sie im Fenster Geräte, der Gerätebaumstruktur von SoMachine, mit der rechten Maustaste auf das Modul ASi_Master, und wählen Sie dann Geräte suchen: 124 EIO /2010

125 AS-Interface-Konfiguration Schritt Beschreibung 3 Wählen Sie im Fenster Geräte suchen eine verfügbare Slave-Adresse im Listenfeld aus. Die bereits von anderen Slaves verwendeten Adressen werden als verwendet unter dem Listenfeld ausgewiesen. HINWEIS: Die Adresse 0 ist in dem Listenfeld nicht verfügbar, da ein Slave im Normalfall nicht auf die Adresse 0 geändert werden sollte (0 wird für den schnellen Austausch von Geräten verwendet). Es ist jedoch dennoch möglich, dies manuell vorzunehmen, indem Sie 0 in das Adressenfeld eingeben. Wenn die automatische Adressierung aktiviert ist, wird ein auf Adresse 0 gesetzter Slave umgehend einer anderen Adresse neu zugewiesen. 4 Die neue Adresse wird blau angezeigt, bis Sie auf die Schaltfläche Adresse setzen klicken, um die Auswahl zu bestätigen. Klicken Sie auf Geräte suchen, um das Fenster zu aktualisieren und die Änderung anzuzeigen (die neue Adresse wird schwarz angezeigt). 5 Verlassen Sie das Fenster Geräte suchen (klicken Sie dazu auf die Schaltfläche Schließen). EIO /

126 AS-Interface-Konfiguration Systemdiagnose im Online-Modus Einführung Die SoMachine-Oberfläche stellt dynamisch ein Bild des physischen Busses bereit, wenn die Steuerung, die die Benutzeranwendung enthält, an den PC angeschlossen ist. Dieses Bild beinhaltet Folgendes: Status des AS-Interface-Master-Moduls und der konfigurierten Slave-Geräte (in der Gerätebaumstruktur des Fensters Geräte und auf der Registerkarte Status des jeweiligen Geräteeditors) Bild der erkannten Slaves auf dem Bus (Geräte suchen) (siehe Seite 113) Diagnose im Fenster "Geräte" In der Gerätebaumstruktur im Fenster Geräte erhalten Sie einen direkten Überblick über den Status der AS-Interface-Slaves: Der Status der einzelnen Slaves wird anhand eines Symbols ausgewiesen: Grünes Symbol: Die Parameter sind OK. Das Gerät ist betriebsbereit. Rotes Symbol: Es wurde ein Fehler in der Gerätekonfiguration erkannt. Detaillierte Informationen finden Sie auf der Registerkarte Status des Geräteeditors. 126 EIO /2010

127 AS-Interface-Konfiguration Diagnose des AS-Interface-Master-Geräts im angemeldeten Zustand Die folgenden Tabellen beschreiben das Konfigurationsfenster des Master-Geräts im angemeldeten Zustand: Name der Registerkarte ASi Master Konfiguration Beschreibung Wenn Sie angemeldet sind, wird ein neues Feld namens Status-Flags angezeigt: Automatische Adressierung aktivieren: Aktivieren Sie diese Option, um die automatische Adressierung zu verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Automatische Adressierung eines AS-Interface V2-Slaves (siehe Seite 122). Im Bereich Status-Flags wird der aktuelle Status des Masters angegeben: Konfiguration OK: Die Ziel- und die tatsächliche Konfiguration stimmen überein. Slave mit Adresse 0 vorhanden: Das Master-Modul hat ein Slave- Modul mit der Adresse 0 festgestellt. Diese Adresse ist typisch für ein neues Slave-Modul mit werkseitiger Konfiguration. AS - Interface Stromausfall: Die Stromversorgung für das AS- Interface-System ist unzureichend. Überprüfen Sie die AS-Interface- Stromversorgung. Fehler in Peripherie: Es wurde ein Fehler in einem Peripheriegerät festgestellt. Sehen Sie sich die LPF-Liste (Liste der Peripheriefehler) an, um die betroffenen Geräte ausfindig zu machen. Automatische Adressierung aktiviert: Die Funktion für automatische Adressierung ist aktiviert. EIO /

128 AS-Interface-Konfiguration Name der Registerkarte Status Beschreibung Diese Registerkarte im Konfigurationseditor enthält Informationen zum Status eines AS-Interface-Master-Geräts. Die Felder dieser Registerkarte enthalten Statusinformationen (zum Beispiel n/a, In Betrieb, Gestoppt). 128 EIO /2010

129 AS-Interface-Konfiguration Diagnose des AS-Interface-Slave-Geräts im Online-Modus Nachfolgend ist das Konfigurationsfenster für Slave-Geräte abgebildet: Name der Registerkarte Status Beschreibung Diese Registerkarte im Konfigurationseditor enthält Informationen zum Status eines AS-Interface-Slave-Geräts. Die Felder dieser Registerkarte enthalten Statusinformationen (zum Beispiel n/a, In Betrieb, Gestoppt). EIO /

130 AS-Interface-Konfiguration Programmierung des AS-Interface V2-Feldbusses Einführung zur IoDrvASI-Bibliothek Die IoDrvASI (siehe Seite 201)-Bibliothek umfasst eine Funktion sowie einige Funktionsbausteine, die den Betrieb des AS-Interface-Feldbusses in der Anwendung ermöglichen. Die Bibliothek wird automatisch in SoMachine integriert, wenn Sie ein TWDNOI10M3-Erweiterungsmodul hinzufügen. Sollte die Bibliothek nicht im Projekt enthalten sein, fügen Sie sie über den Befehl Bibliothek hinzufügen hinzu. Die Bibliothek befindet sich unter der Kategorie Kommunikation. 130 EIO /2010

131 AS-Interface-Konfiguration Funktion Die IoDrvASI-Bibliothek enthält folgende Funktionen: Name der Funktion ASI_CheckSlaveBit (siehe Seite 202) Beschreibung Prüft, ob ein Bit an einem bestimmten Offset innerhalb des verfügbaren Arrays aus ASI-Statusbytes (z.b. LDS, LAS, LPF) gesetzt ist. Diese Funktion wird verwendet, um die Informationen für 1 Slave aus den Ausgangsdaten des Funktionsbausteins ASI_SlaveStatusCheck zu extrahieren. Wenn das Bit gesetzt ist, wird TRUE zurückgegeben, andernfalls FALSE. Funktionsbausteine Die IoDrvASI-Bibliothek enthält folgende Funktionsbausteine: Name des Funktionsbausteins ASI_CmdSetAutoAddressing (siehe Seite 204) ASI_CmdSetDataExchange (siehe Seite 206) ASI_CmdSetOfflineMode (siehe Seite 208) ASI_MasterStatusCheck (siehe Seite 210) ASI_SlaveAddressChange (siehe Seite 212) ASI_SlaveParameterUpdate (siehe Seite 214) ASI_SlaveStatusCheck (siehe Seite 216) ASI_ReadParameterImage (siehe Seite 218) Beschreibung Aktivieren/Deaktivieren des automatischen Adressierungsmodus für das Master-Gerät Aktivieren des Datenaustauschs zwischen Master und Slave-Geräten Versetzen des Busses in den Offline-Modus Bereitstellen von Master-Flags, die den Status des Masters angeben Ersetzen der aktuellen Slave-Adresse durch eine neue benutzerdefinierte Adresse Aktualisierung des Bilds des Slave-Geräts Bereitstellen von Informationen zu Slave-Geräten (LAS, LDS, LFP) Lesen oder Aktualisieren der Parameterbild-Tabelle. EIO /

132 AS-Interface-Konfiguration Konfiguration eines AS-Interface V2-Ersatz-Slaves Automatische Konfiguration Wenn ein Slave ausgetauscht werden muss, kann er automatisch durch einen Slave mit dem gleichen AS-Interface-Profil ersetzt werden. Der Austausch erfolgt, ohne dass der AS-Interface V2-Feldbus gestoppt werden muss und eine besondere Manipulation erforderlich wäre, sofern das Dienstprogramm Automatische Adressierung des Konfigurationsmodus aktiv ist (siehe Seite 122). Der Ersatz-Slave muss die Adresse 0 besitzen (ein neuer Slave ist in Regel werkseitig auf die Standardadresse 0 eingestellt) und dasselbe Profil wie der auszutauschende Slave aufweisen. Sobald er installiert ist, übernimmt er automatisch die Adresse des ersetzten Slave und wird in die Liste der erkannten Slaves (LDS) sowie in die Liste der aktiven Slaves (LAS) eingefügt. Manuelle Konfiguration Verfügbare Alternativen ohne automatische Adressierung: Sie können den Ersatz-Slave mithilfe des Taschenprogrammierers mit derselben Adresse programmieren, die der auszutauschende Slave hatte. Wie bereits erwähnt, muss der Ersatz die gleiche Produktreferenz und das gleiche Profil und Unterprofil aufweisen wie der auszutauschende Slave. Er wird somit automatisch in die Liste der erkannten Slaves (LDS) und in die Liste der aktivierten Slaves (LAS) eingefügt. Diese Funktion ist nur bei einem betriebsunfähigen Slave verfügbar, nicht jedoch bei mehreren. Ändern Sie die Adresse über das Fenster "Geräte suchen" (siehe Seite 110). 132 EIO /2010

133 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller EIO /2010 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller 13 Überblick In diesem Kapitel wird die serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller (unterstützte Manager, serieller Leitungstyp, Parameter usw.) beschrieben. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Serielle Leitungskonfiguration 134 ASCII-Manager 137 SoMachine-Netzwerkmanager 140 Modbus-E/A-Scanner 142 Modbus-Manager 151 Hinzufügen eines Modems zu einem Manager 157 EIO /

134 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Serielle Leitungskonfiguration Einleitung Das Fenster zur Konfiguration der seriellen Leitung ermöglicht das Konfigurieren der physischen Parameter der seriellen Leitung (Baudrate, Parität usw.). Serielle Leitungskonfiguration für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR So konfigurieren Sie die serielle Leitung: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Physikalische Einstellungen. Ergebnis: Das Konfigurationsfenster wird angezeigt. Die folgenden Parameter müssen für alle an den Port angeschlossenen seriellen Geräte identisch sein: Element Baudrate Parität Datenbits Beschreibung Übertragungsgeschwindigkeit Wird für die Fehlererkennung verwendet. Anzahl der Bits bei der Übertragung von Daten 134 EIO /2010

135 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Element Stoppbits Physisches Medium Beschreibung Anzahl der Stoppbits Geben Sie das zu verwendende Medium an: RS485 (mit oder ohne Verwendung des Polarisierungswiderstands) RS232 HINWEIS: Zwei Leitungspolarisierungswiderstände sind in die Steuerung integriert. Sie werden von der Software ein- und ausgeschaltet. Serielle Leitungskonfiguration für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR So konfigurieren Sie serielle Leitung 1 und serielle Leitung 2: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 1 auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Physikalische Einstellungen. Ergebnis: Das Konfigurationsfenster wird angezeigt. EIO /

136 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Schritt Aktion 4 Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 2 auf der linken Seite. 5 Klicken Sie auf den Eintrag Physikalische Einstellungen. Ergebnis: Das Konfigurationsfenster wird angezeigt. Die folgenden Parameter müssen für alle an den Port angeschlossenen seriellen Geräte identisch sein: Element Baudrate Parität Datenbits Stoppbits Physisches Medium Beschreibung Übertragungsgeschwindigkeit Wird für die Fehlererkennung verwendet. Anzahl der Bits bei der Übertragung von Daten Anzahl der Stoppbits Geben Sie das zu verwendende Medium an: SL1: Wählen Sie RS485 (mit Polarisationswiderstand oder nicht) oder RS232 aus. SL2: Nur RS485 steht zur Auswahl. 136 EIO /2010

137 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- ASCII-Manager Einleitung Der ASCII-Manager dient zum Senden und/oder Empfangen von Daten mittels eines einfachen Geräts. Hinzufügen des Managers So fügen Sie einen Manager auf der seriellen Leitung hinzu: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR: Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung auf der linken Seite. Für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR : Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 1 oder Serielle Leitung 2 auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Protokolleinstellungen. 4 Klicken Sie auf die Schaltfläche Protokoll entfernen/ändern. Wählen Sie das Objekt ASCII_Manager aus, und klicken Sie auf Hinzufügen und schließen: EIO /

138 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Konfigurieren des Managers So konfigurieren Sie den ASCII-Manager auf Ihrer Steuerung: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR: Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung auf der linken Seite. Für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR : Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 1 oder Serielle Leitung 2 auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Protokolleinstellungen. Ergebnis: Das Konfigurationsfenster für ASCII_Manager wird angezeigt. Legen Sie die Parameter wie in der folgenden Tabelle beschrieben fest. Parameter Startzeichen Erstes Endzeichen Zweites Endzeichen Beschreibung Bei 0 wird kein Startzeichen im Frame verwendet. Andernfalls wird im Empfangsmodus das entsprechende Zeichen im ASCII-Format verwendet, um den Beginn eines Frame zu erkennen. Im Sendemodus wird dieses Zeichen zu Beginn eines Frame eingefügt. Bei 0 wird kein Endzeichen im Frame verwendet. Andernfalls wird im Empfangsmodus das entsprechende Zeichen im ASCII-Format verwendet, um das Ende eines Frame zu erkennen. Im Sendemodus wird dieses Zeichen am Ende eines Frame eingefügt. Bei 0 wird kein zweites Endzeichen im Frame verwendet. Andernfalls wird im Empfangsmodus das entsprechende Zeichen im ASCII-Format verwendet, um das Ende eines Frame zu erkennen. Im Sendemodus wird dieses Zeichen am Ende eines Frame eingefügt. 138 EIO /2010

139 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Parameter Empfangene Frame-Länge Timeout für Frame empfangen (ms) Serielle Leitungseinstellungen Beschreibung Bei 0 wird dieser Parameter nicht verwendet. Aus diesem Parameter kann das System beim Empfang folgern, dass das Ende eines Frame erreicht wurde, wenn die Steuerung eine bestimmte Anzahl von Zeichen empfangen hat. HINWEIS: Dieser Parameter kann nicht gleichzeitig mit Timeout für Frame empfangen (ms) verwendet werden. Bei 0 wird dieser Parameter nicht verwendet. Aus diesem Parameter kann das System beim Empfang folgern, dass das Ende eines Frame erreicht wurde, nachdem eine Stille von einer bestimmten Anzahl von ms Sekunden eingetreten ist. Im Konfigurationsfenster für die serielle Leitung (siehe Seite 134) festgelegte Parameter. HINWEIS: Falls mehrere Bedingungen zur Beendung eines Frame verwendet werden, wird der Austausch durch die erste Bedingung, die TRUE ist, beendet. Hinzufügen eines Modems Weitere Informationen zum Hinzufügen eines Modems zum ASCII-Manager finden Sie unter Hinzufügen eines Modems zu einem Manager (siehe Seite 157). EIO /

140 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller SoMachine-Netzwerkmanager Einleitung Der SoMachine-Netzwerkmanager muss verwendet werden, wenn Sie Variablen mit einem XBTGT/XBTGK-Gerät über das SoMachine-Softwareprotokoll austauschen möchten oder wenn die serielle Leitung für SoMachine- Programmierung verwendet wird. Hinzufügen des Managers So fügen Sie einen Manager auf der seriellen Leitung hinzu: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR: Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung auf der linken Seite. Für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR : Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 1 oder Serielle Leitung 2 auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Protokolleinstellungen. 4 Klicken Sie auf die Schaltfläche Protokoll entfernen/ändern. Wählen Sie das Objekt SoMachine-Network_Manager, und klicken Sie auf Hinzufügen und schließen: 140 EIO /2010

141 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Konfigurieren des Managers Der SoMachine-Netzwerkmanager erfordert keine Konfiguration. Hinzufügen eines Modems Weitere Informationen zum Hinzufügen eines Modems zum SoMachine-Modbus- Manager finden Sie unter Hinzufügen eines Modems zu einem Manager (siehe Seite 157). EIO /

142 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Modbus-E/A-Scanner Einführung Der Modbus-E/A-Scanner dient zur Vereinfachung des Datenaustauschs mit Modbus-Slave-Geräten. Hinzufügen des Managers So fügen Sie einen Manager auf der seriellen Leitung hinzu: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR: Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung auf der linken Seite. Für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR : Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 1 oder Serielle Leitung 2 auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Protokolleinstellungen. 4 Klicken Sie auf die Schaltfläche Protokoll entfernen/ändern. Wählen Sie das Objekt Modbus-E/A-Scanner aus, und klicken Sie auf Hinzufügen und schließen: 142 EIO /2010

143 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Konfigurieren des Managers So konfigurieren Sie einen Modbus-E/A-Scanner auf der seriellen Leitung: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR: Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung auf der linken Seite. Für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR : Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 1 oder Serielle Leitung 2 auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Protokolleinstellungen. Ergebnis: Das Konfigurationsfenster wird angezeigt: Legen Sie die Parameter wie in der folgenden Tabelle beschrieben fest. Element Übertragungsmodus Response Timeout (ms) Zeit zwischen Frames (ms) Beschreibung Geben Sie den gewünschten Übertragungsmodus an: RTU: Verwendet Binärcodierung und CRC-Fehlerprüfung (8 Datenbits) ASCII: Meldungen sind im ASCII-Format, LRC- Fehlerprüfung (7 Datenbits) Dieser Parameter muss für jedes Modbus-Gerät auf der Verbindung identisch sein. Bei Austauschvorgängen verwendetes Timeout. Zeit zur Vermeidung einer Bus-Kollision. Dieser Parameter muss für jedes Modbus-Gerät auf der Verbindung identisch sein. EIO /

144 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Hinzufügen eines Geräts auf dem Modbus-E/A-Scanner So fügen Sie ein Gerät auf dem Modbus-E/A-Scanner hinzu: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Klicken Sie auf den freien Port des Modbus-E/A-Scanner-Feldbusses im graphischen Konfigurationseditor: 3 Das Fenster "Objekt hinzufügen" wird angezeigt. Klicken Sie auf das hinzuzufügende Gerät und dann auf Hinzufügen und schließen. 144 EIO /2010

145 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Konfigurieren des auf dem Modbus-E/A-Scanner hinzugefügten Geräts So konfigurieren Sie das auf dem Modbus-E/A-Scanner hinzugefügte Gerät: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration. 2 Doppelklicken Sie im graphischen Konfigurationseditor auf das Gerät. Ergebnis: Das Konfigurationsfenster wird angezeigt. 3 Geben Sie einen Wert für die Slave-Adresse für das Gerät ein (wählen Sie einen Wert zwischen 1 und 247). 4 Wählen Sie einen Wert für das Response Timeout (in ms) aus. So konfigurieren Sie die Modbus-Kanäle: Schritt Aktion 1 Klicken Sie auf die Registerkarte Modbus Slave-Kanal: EIO /

146 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Schritt Aktion 2 Zur Konfiguration eines Austauschs klicken Sie auf die Schaltfläche Kanal hinzufügen: Im Feld Kanal können Sie die folgenden Werte hinzufügen: Kanal: Geben Sie einen Namen für den Kanal ein. Zugriffstyp: Lesen oder Schreiben oder Lesen/Schreiben mehrerer Register. Trigger: Wählen Sie den Trigger für den Datenaustausch aus. Er kann entweder ZYKLISCH mit einem im Feld Zykluszeit (ms) definierten Zeitraum sein oder auf der STEIGENDEN FLANKE auf einer Booleschen Variablen starten (die Boolesche Variable wird dann auf der Registerkarte "Modbus Master I/O Abbild" definiert). Kommentar: Fügen Sie einen Kommentar zu diesem Kanal ein. 146 EIO /2010

147 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Schritt Aktion 2 bis Im Feld READ Register (falls es sich bei dem Kanal um einen Lesen- oder einen Lesen/Schreiben-Kanal handelt) können Sie das auf dem Modbus-Slave zu lesende %MW konfigurieren. Diese werden auf %IW zugeordnet (siehe Registerkarte "Modbus Master I/O Abbild"): Offset: Offset des zu lesenden %MW. 0 bedeutet, dass es sich bei dem ersten Objekt, das gelesen wird, um %MW0 handelt Länge: Anzahl der zu lesenden %MW. Beispiel: Wenn 'Offset' = 2 und 'Länge' = 3, liest der Kanal %MW2, %MW3 und %MW4. Fehlerbehandlung: Wählen Sie das Verhalten verwandter %IW im Fall eines Kommunikationsverlusts. Im Feld WRITE Register (falls es sich bei dem Kanal um einen Lesen- oder einen Lesen/Schreiben-Kanal handelt) können Sie das an den Modbus-Slave zu schreibende %MW konfigurieren. Diese werden auf %QW zugeordnet (siehe Registerkarte "Modbus Master I/O Abbild"): Offset des zu schreibenden %MW. 0 bedeutet, dass es sich bei dem ersten Objekt, das geschrieben wird, um %MW0 handelt Länge: Anzahl der zu schreibenden %MW. Beispiel: Wenn 'Offset' = 2 und 'Länge' = 3, schreibt der Kanal %MW2, %MW3 und %MW4. 3 Klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen, um einen Kanal zu entfernen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten, um die Parameter eines Kanals zu ändern. 4 Klicken Sie auf OK, um die Konfiguration des Kanals zu bestätigen. EIO /

148 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller So konfigurieren Sie den Modbus-Initialisierungswert: Schritt Aktion 1 Klicken Sie auf die Registerkarte Modbus Slave-Kanal: 2 Klicken Sie auf Neu, um einen neuen Initialisierungswert zu erstellen: Das Fenster Initialisierungswert enthält die folgenden Parameter: Zugriffstyp: Nur "Write Multiple Register" ist zulässig. Register Offset: Offset des zu initialisierenden %MW Länge: Nummer des zu initialisierenden %MW Beispiel: Wenn 'Offset' = 2 und 'Länge' = 3, werden %MW2, %MW3 und %MW4 initialisiert. Initialisierungswert: Wert, mit dem die Register initialisiert werden Kommentar: Fügen Sie einen Kommentar zu dieser Initialisierung hinzu. 148 EIO /2010

149 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Schritt Aktion 3 Klicken Sie auf die Schaltfläche Nach oben, um die Position einer Initialisierung in der Liste zu ändern. Klicken Sie auf die Schaltfläche Löschen, um eine Initialisierung aus der Liste zu entfernen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten, um die Parameter einer Initialisierung zu ändern. 4 Klicken Sie auf OK, um einen neuen Initialisierungswert zu erstellen. Diese Bildschirmabbildungen zeigen die Zuordnung der von den definierten Kanälen generierten Objekte. Wenn Kanäle 1 und 2 wie oben konfiguriert wurden, sieht der Bildschirm Modbus Master I/O Abbild" wie folgt aus: EIO /

150 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller 150 EIO /2010

151 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Modbus-Manager Einleitung Der Modbus-Manager wird für das RTU- oder ASCII-Protokoll im Master- oder Slave-Modus verwendet. Hinzufügen des Managers So fügen Sie einen Manager auf der seriellen Leitung hinzu: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR: Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung auf der linken Seite. Für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR : Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 1 oder Serielle Leitung 2 auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Protokolleinstellungen. 4 Klicken Sie auf die Schaltfläche Protokoll entfernen/ändern. Wählen Sie das Objekt Modbus-Manager aus, und klicken Sie auf Hinzufügen und schließen: EIO /

152 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Konfigurieren des Managers So konfigurieren Sie den Modbus-Manager auf Ihrer Steuerung: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration aus, und doppelklicken Sie auf die Steuerung. 2 Für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR: Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung auf der linken Seite. Für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR : Klicken Sie auf den Eintrag Kommunikation Serielle Leitung 1 oder Serielle Leitung 2 auf der linken Seite. 3 Klicken Sie auf den Eintrag Protokolleinstellungen. Ergebnis: Das Konfigurationsfenster für Modbus_Manager wird angezeigt. Legen Sie die Parameter wie in der folgenden Tabelle beschrieben fest. Element Übertragungsmodus Adressierung Adresse Beschreibung Geben Sie den gewünschten Übertragungsmodus an: RTU: Verwendet Binärcodierung und CRC-Fehlerprüfung (8 Datenbits). ASCII: Meldungen sind im ASCII-Format, LRC-Fehlerprüfung (7 Datenbits). Dieser Parameter muss für jedes Modbus-Gerät auf der Verbindung identisch sein. Geben Sie an, ob das M238-Gerät als Master oder Slave fungieren soll. Modbus-Adresse des Geräts. 152 EIO /2010

153 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Element Zeit zwischen den Frames (ms) Serielle Leitungseinstellungen Beschreibung Zeit zur Vermeidung einer Bus-Kollision. Dieser Parameter muss für jedes Modbus-Gerät auf der Verbindung identisch sein. Im Konfigurationsfenster für die serielle Leitung festgelegte Parameter Modbus-Master Wenn die Steuerung als Modbus-Master konfiguriert ist, werden die folgenden Funktionsbausteine aus der PLCCommunication-Bibliothek unterstützt: ADDM READ_VAR SEND_RECV_MSG SINGLE_WRITE WRITE_READ_VAR WRITE_VAR Weitere Informationen finden Sie in den Funktionsbaustein-Beschreibungen (siehe SoMachine, Modbus- und ASCII-Lese-/Schreibfunktionen, PLCCommunication Bibliothekshandbuch) der PLCCommunication-Bibliothek. (siehe SoMachine, Modbus- und ASCII-Lese-/Schreibfunktionen, PLCCommunication Bibliothekshandbuch). Modbus-Slave Wenn die Steuerung als Modbus-Slave konfiguriert ist, werden die folgenden Modbus-Anforderungen unterstützt: Typen Funktionalität Funktionscodes Code/Untercode Datenzugriff (1 Bit) Datenzugriff (16 Bit) Physische Digitaleingänge und -ausgänge Physische Eingangsregister Merkerbits lesen 01 Digitaleingänge lesen 02 Merkerbits schreiben 15 Halteregister lesen 03 Einzelnes Register schreiben 06 Mehrere Register schreiben 16 Mehrere Register 23 lesen/schreiben Diagnostik Diagnostik 08 Geräteidentifikation lesen 43/14 HINWEIS: Über Modbus kann nur auf lokalisierte Variablen der Steuerungsanwendung zugegriffen werden. EIO /

154 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Die folgende Tabelle enthält die Unterfunktionscodes, die von der Modbus- Diagnoseanforderung 08 unterstützt werden: Unterfunktionscode Funktionalität Dez. Hex. 10 0A Zähler und Diagnoseregister löschen 11 0B Anzahl von Busnachrichten zurückgeben 12 0C Anzahl von Buskommunikationsfehlern zurückgeben 13 0D Anzahl von Busausnahmefehlern zurückgeben 14 0E Anzahl von Slave-Nachrichten zurückgeben 15 0F Anzahl von fehlenden Slave-Antworten zurückgeben Slave-NAK-Zähler zurückgeben Anzahl von ausgelasteten Slaves zurückgeben Anzahl von Buszeichenüberläufen zurückgeben In der folgenden Tabelle werden die Objekte aufgeführt, die mit einer Anforderung zum Lesen der Geräteidentifikation gelesen werden können (Basis-ID-Stufe): Objekt-ID Objektname Typ Wert 00 hex Herstellercode ASCII- Schneider Electric Zeichenfolge 01 hex Produktcode ASCII- Zeichenfolge 02 hex Haupt-/Nebenrevision ASCII- Zeichenfolge Referenz der Steuerung z.b. TM238LFDC24DT aa.bb.cc.dd (entspricht einem Gerätedeskriptor) Im folgenden Abschnitt werden die Unterschiede zwischen der Modbus-Speicherzuordnung der Steuerung und der Modbus-Zuordnung der HMI erläutert. Wenn Sie Ihre Anwendung nicht so programmieren, dass sie diese Zuordnungsunterschiede erkennt, kommunizieren Steuerung und HMI nicht ordnungsgemäß, und es können falsche Werte in die für den Ausgangsbetrieb zuständigen Speicherbereiche geschrieben werden. 154 EIO /2010

155 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- WARNUNG UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Programmieren Sie die Anwendung so, dass zwischen der von der Steuerung verwendeten Modbus-Speicherzuordnung und der von angeschlossenen HMI- Geräten verwendeten eine Übersetzung stattfindet. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. Wenn die Steuerung und die HMI über Modbus verbunden sind (HMI ist Master der Modbus-Anforderungen), werden beim Datenaustausch einfache Wort- Anforderungen verwendet. Während Doppelwörter verwendet werden, findet im HMI-Speicher eine Überlappung für einfache Wörter statt, nicht jedoch im Speicher der Steuerung (siehe nachstehendes Diagramm). Um eine Übereinstimmung zwischen dem Speicherbereich der HMI und dem der Steuerung zu erzielen, muss das Verhältnis von Doppelwörtern im HMI-Speicher und den Doppelwörtern im Steuerungsspeicher 2 lauten. Es folgenden Beispiele von Speicherübereinstimmungen für die Doppelwörter: %MD2-Speicherbereich der HMI entspricht dem Speicherbereich %MD1 der Steuerung, da von der Modbus-Anforderung dieselben einfachen Wörter verwendet werden. %MD20-Speicherbereich der HMI entspricht dem Speicherbereich %MD10 der Steuerung, da von der Modbus-Anforderung dieselben einfachen Wörter verwendet werden. Es folgenden Beispiele von Speicherübereinstimmungen für die Bits: %MW0:X9-Speicherbereich der HMI entspricht dem Speicherbereich %MX1.1 der Steuerung, da die einfachen Wörter im Steuerungsspeicher in 2 separate Byte aufgeteilt wurden. EIO /

156 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller Hinzufügen eines Modems Weitere Informationen zum Hinzufügen eines Modems zum Modbus-Manager finden Sie unter Hinzufügen eines Modems zu einem Manager (siehe Seite 157). Hinzufügen des Ethernet-Gateways Weitere Einzelheiten zum Hinzufügen eines 499TWD01100 finden Sie im Abschnitt Deklaration des Ethernet-Gateways (siehe Seite 160). 156 EIO /2010

157 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Control- Hinzufügen eines Modems zu einem Manager Einleitung Den folgenden Managern können Modems hinzugefügt werden: ASCII-Manager Modbus-Manager SoMachine-Netzwerkmanager Hinzufügen eines Modems zu einem Manager So fügen Sie ein Modem hinzu: Schritt Aktion 1 Wählen Sie die Registerkarte Konfiguration. 2 Klicken Sie im graphischen Konfigurationseditor auf den freien Port des Managers. Siehe Beispiel unten für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR : 3 Das Fenster "Objekt hinzufügen" wird angezeigt. Klicken Sie auf das hinzuzufügende Modem, und klicken Sie anschließend auf die Schaltfläche Hinzufügen und schließen. Weitere Informationen finden Sie unter Modem-Bibliothek (siehe SoMachine, Modem-Funktionen, Modem Bibliothekshandbuch). EIO /

158 Serielle Leitungskonfiguration für den Modicon M238 Logic Controller 158 EIO /2010

159 Ethernet / Modbus-Gateway EIO / TWD01100 Ethernet/Modbus- Gateway 14 Anschluss und Konfiguration des Ethernet-Gateways Übersicht Konfigurieren Sie das Ethernet-Gateway anhand der folgenden Anweisungen. Weitere Einzelheiten zum Ethernet-Gateway finden Sie im 499TWD01100 Ethernet/Modbus-Gateway für M238 Hardwarehandbuch (siehe 499TWD01100, Ethernet/Modbus-Gateway für M238, Hardwarehandbuch). HINWEIS: Bei der Konfiguration des Ethernet-Gateway-Moduls mit der SoMachine- Programmiersoftware wird die IP-Konfiguration des Moduls in der Steuerung gespeichert. Daher kann das Wartungspersonal das Gateway-Modul ohne zusätzliche Konfiguration austauschen. Anschließen des Ethernet-Gateway-Moduls 499TWD01100 Gehen Sie vor wie folgt, um das Ethernet-Gateway auf einer Steuerung zu installieren: Schritt Beschreibung Aktion 1 Vorbereitung Im 499TWD01100 Ethernet/Modbus-Gateway für M238 Hardwarehandbuch (siehe 499TWD01100, Ethernet/Modbus-Gateway für M238, Hardwarehandbuch) können Sie weitere Informationen zu Folgendem nachschlagen: Montagepositionen für das Modul Hinzufügen und Entfernen von Komponenten auf bzw. von einer DIN-Schiene Direkte Montage auf einer Schalttafeloberfläche Mindestabstände für das Modul in einem Schaltpult 2 Montage des 499TWD01100-Moduls Installieren Sie das Modul auf einer DIN-Schiene oder in einem Schaltpult. EIO /

160 Ethernet / Modbus-Gateway Schritt Beschreibung Aktion 3 Schutzerde Schließen Sie einen geerdeten Draht an die M3- Schraubenklemme an der Unterseite des Gateway- Moduls an. 4 Serielle und Ethernet- Verbindungen Verbinden Sie das Gateway-an-Steuerung-Kabel XBT Z9980 (mitgeliefert) mit dem seriellen Port des Ethernet-Gateways, und schließen Sie das andere Kabelende an den geeigneten seriellen Port auf der Steuerung an: SL1 für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR SL2 für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR Schließen Sie den RJ45-Steckverbinder eines standardmäßigen Ethernet-Netzwerkkabels (nicht mitgeliefert) am Ethernet-Port des Gateways an. Deklarieren des Ethernet-Gateway-Moduls 499TWD01100 Die nachfolgende Tabelle beschreibt die verschiedenen Schritte beim Deklarieren des Gateway-Moduls 499TWD Schritt Aktion Kommentar 1 Klicken Sie auf das Menü - Programm. 2 Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Modbus_Manager der seriellen Leitung, und wählen Sie die Option Gerät hinzufügen aus. Modbus_Manager von SL1 für TM238LDD24DT und TM238LDA24DR Modbus_Manager von SL2 für TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR 160 EIO /2010

161 Ethernet / Modbus-Gateway Schritt Aktion Kommentar 3 Wählen Sie das Ethernet- Modul 499TWD01100 in der Geräteliste aus. 4 Klicken Sie auf Gerät hinzufügen. 5 Doppelklicken Sie auf den 499TWD01100-Knoten, um das Konfigurationsfenster zu öffnen. Im Fenster Geräte wird daraufhin ein Knoten 499TWD01100 erstellt. - EIO /

162 Ethernet / Modbus-Gateway Konfigurieren des Ethernet-Gateway-Moduls 499TWD01100 Sie müssen die IP-Adressen der Module sorgfältig verwalten, da jedes Gerät im Netzwerk eine eindeutige Adresse benötigt. Wenn mehrere Geräte dieselbe IP- Adresse besitzen, kann dies ein unvorhersehbares Betriebsverhalten Ihres Netzwerks und der zugehörigen Geräte hervorrufen. WARNUNG UNBEABSICHTIGTER BETRIEBSZUSTAND DES GERÄTS Stellen Sie sicher, dass im Netzwerk oder auf der dezentralen Verbindung nur eine Master-Steuerung konfiguriert ist. Vergewissern Sie sich, dass alle Slave-Geräte über eindeutige Adressen verfügen. Vergewissern Sie sich, dass alle Slave-Geräte über eindeutige Adressen verfügen. Doppelte Adressen sind nicht zulässig. Erfragen Sie Ihre IP-Adresse bei Ihrem Systemadministrator. Prüfen Sie die IP-Adresse des Geräts auf Eindeutigkeit, bevor Sie das System in Betrieb setzen. Weisen Sie dieselbe IP-Adresse keinem anderen Gerät im Netzwerk zu. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. Gehen Sie vor wie folgt, um die Ethernet-Parameter zu konfigurieren: Schritt Aktion Kommentar 1 Doppelklicken Sie auf den 499TWD Knoten, um das Konfigurationsfenster zu öffnen. Das Dialogfeld Ethernet Konfiguration wird angezeigt (siehe Beispiel unten). 2 Geben Sie die statische IP-Adresse des Gateways in Dezimalpunktschreibweise ein (siehe Hinweise 1 und 2) EIO /2010

163 Ethernet / Modbus-Gateway Schritt Aktion Kommentar 3 Geben Sie die gültige, dem Gateway von Ihrem Netzwerkadministrator zugewiesene Subnetzmaske ein. Beachten Sie, dass Sie dieses Feld nicht leer lassen können. Sie müssen einen Wert eingeben (siehe Hinweise 1 und 3). 4 Geben Sie die IP-Adresse des Gateways an (siehe Hinweise 1 und 4). 5 Prüfen und bestätigen Sie die Konfiguration. 6 Schalten Sie die Steuerung aus und wieder ein. Standardmäßig berechnet die Programmiersoftware automatisch eine Standard-Subnetzmaske auf der Grundlage der von Ihnen oben im Feld "IP-Adresse" angegebenen Netzwerkklasse und zeigt diese Subnetzmaske an. Die der Kategorie der Netzwerk-IP- Adresse des Gateways entsprechenden standardmäßigen Subnetzmasken-Werte entsprechen den folgenden Regeln: Netzwerk der Klasse A -> Standard-Subnetzmaske: Netzwerk der Klasse B -> Standard-Subnetzmaske: Netzwerk der Klasse C -> Standard-Subnetzmaske: Im LAN muss sich das Gateway in demselben Segment wie das 499TWD01100 befinden. Diese Information erhalten Sie üblicherweise von Ihrem Netzwerkadministrator. Beachten Sie, dass kein Standardwert von der Anwendung bereitgestellt wird und dass Sie eine gültige Gateway-Adresse in dieses Feld eingeben müssen. - Um die IP-Adresse an den M238 zu übertragen, ist ein Aus- und Einschalten des 499TWD01100 erforderlich. HINWEIS: 1. Wenden Sie sich an Ihren Netzwerk- oder Systemadministrator, um gültige IP- Parameter für Ihr Netzwerk zu erhalten. 2. Jedes mit einem Ethernet-Netzwerksegment verbundene Gerät muss über eine eindeutige IP-Adresse verfügen. Wenn das Gateway mit dem Netzwerk verbunden ist, führt es eine Prüfung auf doppelte IP-Adressen durch. Wenn eine doppelte IP-Adresse im Netzwerk erkannt wird, blinkt die STATUS-LED regelmäßig 4 Mal auf. In diesem Fall müssen Sie eine neue eindeutige IP- Adresse in dieses Feld eingeben. 3. Verwenden Sie die Standard-Subnetzmaske, es sei denn, Ihr Gateway erfordert eine spezielle Subnetzmasken-Zuweisung. 4. Wenn sich kein Gateway-Gerät in Ihrem Netzwerk befindet, geben Sie einfach die IP-Adresse des Gateways in das Feld "Gateway-Adresse" ein. EIO /

164 Ethernet / Modbus-Gateway 164 EIO /2010

165 Anschließen von Modicon M238 Logic Controller an einen PC EIO /2010 Anschließen von Modicon M238 Logic Controller an einen PC 15 Anschluss der Steuerung an einen PC Einführung Um Anwendungen zu übertragen und auszuführen, müssen Sie Ihre Steuerung an einen Computer anschließen, auf dem SoMachine installiert ist. Außerdem benötigen Sie ein spezielles Kommunikationskabel, um Ihre Steuerung an den Computer anzuschließen. Dieses Kabel ist von dem zu verwendenden Anschlusstyp abhängig. USB: TCS XCNA MUM3P-Kabel Für einen seriellen Anschluss gibt es zwei Möglichkeiten: TSXCUSB485- und VW3 A8 306 Rxx-Kabel TCS MCNA M3M002P-Kabel HINWEIS: Sie möchten die Kommunikationsports auf dem PC verwenden: Halten Sie das CoDeSys-Gateway durch einen Rechtsklick auf das Symbol des CoDeSys Gateway SysTray (aktiv) in der Taskleiste und die anschließende Auswahl des Befehls Stop Gateway an. Das Kommunikationskabel sollte zuerst an den PC angeschlossen werden, um die Gefahr, dass die Steuerung durch elektrostatische Entladung beeinträchtigt wird, möglichst gering zu halten. VORSICHT GERÄT NICHT BETRIEBSBEREIT Verbinden Sie das Kommunikationskabel immer zuerst mit dem PC, bevor Sie es an die Steuerung anschließen. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Sachschäden zur Folge haben. EIO /

166 Anschließen von Modicon M238 Logic Controller an einen PC HINWEIS: TM238LFDC24DT und TM238LFAC24DR verfügen über 2 integrierte RS485- Ports (SL1 und SL2). Es wird empfohlen, SL2 zu verwenden, da die zugehörigen Kommunikationseinstellungen für eine Kommunikation mit der SoMachine- Software konfiguriert sind. Wenn Sie SL1 verwenden möchten, müssen Sie die Kommunikationseinstellungen zuerst über die USB-Verbindung konfigurieren. Anschluss des USB-Kabels Verwenden Sie ein USB-Kabel des Typs TCS XCNA MUM3P, um die Steuerung an den PC anzuschließen: So Machine USB BMXXCAUSBH045 (4.5 m / 14.8 ft) USB Mini-B USB TCSXCNAMUM3P (3 m / 9.8 ft) USB Mini-B Prog. Port FAST INPUTS INPUTS CANopen SL1 SL2 TRANSISTOR OUTPUTS RELAY OUTPUTS VAC Gehen Sie vor wie folgt, um das USB-Kabel an die Steuerung anzuschließen: Schritt Aktion 1 Öffnen Sie die Klappabdeckung. 2 Stecken Sie Ihr USB-Kabel in die USB-Buchse der Steuerung ein. 166 EIO /2010

167 Anschließen von Modicon M238 Logic Controller an einen PC Schritt Aktion 3 Öffnen Sie die USB-Abdeckung, damit sich die Klappabdeckung schließen kann, während das USB-Kabel nach wie vor mit dem Programmier-Port verbunden ist: M 238 prg. port. 2 1 PWR BATT RUN ERR SL1 CAN R SL2 CAN E CANopen 24 VDC SL1 SL2 1 Drücken Sie horizontal gegen die Abdeckung des USB-Fachs und halten Sie sie nach unten. 2 Ziehen Sie die Klappe des USB-Fachs nach unten. 4 Schließen Sie die Klappabdeckung und stellen Sie dabei sicher, dass das USB-Kabel ungehindert durch die USB-Abdeckung geführt wird. EIO /

168 Anschließen von Modicon M238 Logic Controller an einen PC Serieller Anschluss mit TSXCUSB485 und VW3 A8 306 Rxx Verwenden Sie ein TSXCUSB485-Kabel und das VW3 A8 306 Rxx-Ethernet-Kabel, um die Steuerung (SL2) an den PC anzuschließen: SoMachine 0 G0 1 2 G2 3 4 G4 5 6 G C8 M238 FAST INPUTS INPUTS Prog. Port CANopen PWR RUN SL1 SL2 BATT ERR CAN R CAN E Q0 I0 I1 Q1 I2 Q2 I3 Q3 I4 Q4 Q5 I5 Q6 I6 Q7 I7 Q8 I8 I9 I10 Q9 I11 I12 I13 TM 238 D1 DDT24C 24 VDC SL 1 SL 2 FAST OUTPUTS OUTPUTS V0+ V V1+ V V2+ V TSX CUSB485 VW3 A8 308 Rxx Die Schalter des TSXCUSB485 müssen sich in der folgenden Position befinden: Schalter Position Funktion Drehschalter 1 OTHER MULTI-Modus: Mehrpunkt-Modus. Schiebeschalter AUS Der Konverter polarisiert den seriellen Modbus-Bus (560 Ohm). HINWEIS: Weitere Informationen finden Sie in der Schnellreferenz für den TSXCUSB485 USB-zu-RS485 Konverter. 168 EIO /2010

169 Anschließen von Modicon M238 Logic Controller an einen PC Serieller Anschluss über TCS MCNA M3M002P Verwenden Sie ein TCS MCNA M3M002P-Kabel, um die Steuerung (SL2) an den PC anzuschließen: SoMachine 0 G0 1 2 G2 3 4 G4 5 6 G C8 M238 FAST INPUTS INPUTS Prog. Port CANopen PWR RUN SL1 SL2 BATT ERR CAN R CAN E Q0 I0 I1 Q1 I2 Q2 I3 Q3 I4 Q4 I5 Q5 I6 Q6 I7 Q7 I8 Q8 I9 I10 Q9 I11 I12 I13 TM 238 D1 DDT24C 24 VDC SL 1 SL 2 FAST OUTPUTS OUTPUTS V0+ V V1+ V V2+ V TCSMCNAM3M002P HINWEIS: Weitere Informationen finden Sie in der Schnellreferenz für den TCS MCNA M3M002P USB-zu-RS485 Konverter. EIO /

170 Anschließen von Modicon M238 Logic Controller an einen PC 170 EIO /2010

171 Aktualisieren der M238-Firmware EIO /2010 Aktualisieren der M238-Firmware 16 Übersicht Hier werden ausführliche Anweisungen für die Verwendung des M238 Windows ExecLoader-Assistenten zur Aktualisierung der Firmware in der Steuerung bereitgestellt. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Aktualisierung über serielle Verbindung 172 Aktualisierung über USB 175 Starten des Exec Loader-Assistenten 178 Schritt 1: Welcome (Willkommen) 180 Schritt 2: Settings (Einstellungen) 181 Schritt 3: File and Device Properties (Datei- und Geräteeigenschaften) 183 Schritt 4: Transfer Progress (Übertragungsfortschritt) 185 EIO /

172 Aktualisieren der M238-Firmware Aktualisierung über serielle Verbindung Einführung Die Firmware-Aktualisierung über eine serielle Verbindung ist nicht für alle M238- Produktversionen verfügbar: Referenz der Steuerung Verfügbarkeit einer Aktualisierung über serielle Verbindung TM238LDD24DT Produktversion (PV) < 08 TM238LFDC24DT Produktversion (PV) < 08 TM238LFDC24DTSO Produktversion (PV) < 02 TM238LDA24DR Keine Aktualisierung über serielle Verbindung TM238LFAC24DR Keine Aktualisierung über serielle Verbindung Durch das Ausführen eines Firmware-Updates wird das aktuelle Anwendungsprogramm auf dem Gerät einschließlich der Boot-Anwendung im Flash-Speicher gelöscht. VERLUST VON ANWENDUNGSDATEN VORSICHT Erstellen Sie eine Sicherungskopie des Anwendungsprogramms auf der Festplatte des PCs, bevor Sie ein Firmware-Upgrade beginnen. Stellen Sie das Anwendungsprogramm im Anschluss an ein erfolgreiches Firmware-Upgrade auf dem Gerät wieder her. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. Wenn bei der Übertragung des Anwendungsprogramms oder eines Firmware- Updates ein Stromausfall oder eine Verbindungsunterbrechung eintritt, kann das Gerät dadurch außer Betrieb gesetzt werden. Sollte die Kommunikation unterbrochen werden oder ein Stromausfall auftreten, dann führen Sie die Übertragung erneut durch. 172 EIO /2010

173 Aktualisieren der M238-Firmware GERÄT NICHT BETRIEBSBEREIT VORSICHT Unterbrechen Sie die Übertragung des Anwendungsprogramms oder eines Firmware-Updates nicht, nachdem die Übertragung begonnen hat. Nehmen Sie das Gerät erst in Betrieb, wenn die Übertragung abgeschlossen ist. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Sachschäden zur Folge haben. Stellen Sie vor Beginn des Firmware-Aktualisierungsverfahrens sicher, dass Sie über Folgendes verfügen: TSXCUSB485- und VW3 A8 306 Rxx-Kabel Modicon M238 Logic Controller Bei dieser Aktualisierung handelt es sich um einen Wartungsvorgang. Die Steuerung muss dazu von den von ihr abhängigen Systemen und Anwendungen getrennt werden. PC und Steuerung müssen während des Vorgangs verbunden bleiben. HINWEIS: Wenn PC und Steuerung versehentlich getrennt werden, funktioniert die Steuerung nicht ordnungsgemäß, bis eine neue, erfolgreiche Firmware- Aktualisierung durchgeführt wird. Anschluss des TSXCUSB485-Kabels Gehen Sie vor wie folgt, um das TSXCUSB485-Kabel ordnungsgemäß zu installieren: Schritt Aktion 1 Wählen Sie auf dem TSXCUSB485-Adapter den Modus OTHER MULTI und die Position OFF für die Polarisierung aus. 2 Schließen Sie den TSXCUSB485-Adapter an den USB-Port des PC an. 3 Verbinden Sie das VW3 A8 306 Rxx-Kabel mit dem RJ45-Anschluss des TSXCUSB Schließen Sie das andere Ende des VW3 A8 306 Rxx-Kabels an den SL1-Port des Modicon M238 Logic Controller an. 5 Starten Sie Exec Loader Wizard Serial (siehe Seite 178) HINWEIS: Nach der Verbindung wird das TSXCUSB485-Kabel vom PC erkannt. Wenn der Kabeltreiber nicht installiert ist, erscheint ein Popup-Fenster, das Ihnen mitteilt, dass neue Hardware gefunden wurde. Installieren Sie in diesem Fall den Treiber. EIO /

174 Aktualisieren der M238-Firmware Installation des TSXCUSB485-Treibers Gehen Sie nach erfolgreichem Anschluss des Kabels vor wie folgt: Schritt Bildschirm Aktion 1 Neue Hardware gefunden (Assistent) 2 Neue Hardware gefunden (Assistent) Soll eine Verbindung mit Windows Update hergestellt werden, um nach Software zu suchen? Wählen Sie Nein, dieses Mal nicht, und klicken Sie dann auf Weiter. Welche Aktion soll der Assistent ausführen? Wählen Sie Software automatisch installieren (empfohlen) aus, und klicken Sie dann auf Weiter. 3 Hardwareinstallation Klicken Sie in jedem Fall auf Weiter. 4 Beenden des Assistenten für neue Hardware Klicken Sie auf Fertig stellen. 174 EIO /2010

175 Aktualisieren der M238-Firmware Aktualisierung über USB Einführung Die Firmware-Aktualisierung über eine USB-Verbindung ist nicht für alle M238- Produktversionen verfügbar: Referenz der Steuerung Verfügbarkeit einer Aktualisierung über USB TM238LDD24DT Produktversion (PV) >= 08 TM238LFDC24DT Produktversion (PV) >= 08 TM238LFDC24DTSO Produktversion (PV) >= 02 TM238LDA24DR Alle Versionen TM238LFAC24DR Alle Versionen Durch das Ausführen eines Firmware-Updates wird das aktuelle Anwendungsprogramm auf dem Gerät einschließlich der Boot-Anwendung im Flash-Speicher gelöscht. VORSICHT VERLUST VON ANWENDUNGSDATEN Erstellen Sie eine Sicherungskopie des Anwendungsprogramms auf der Festplatte des PCs, bevor Sie ein Firmware-Upgrade beginnen. Stellen Sie das Anwendungsprogramm im Anschluss an ein erfolgreiches Firmware-Upgrade auf dem Gerät wieder her. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. Wenn bei der Übertragung des Anwendungsprogramms oder eines Firmware- Updates ein Stromausfall oder eine Verbindungsunterbrechung eintritt, kann das Gerät dadurch außer Betrieb gesetzt werden. Sollte die Kommunikation unterbrochen werden oder ein Stromausfall auftreten, dann führen Sie die Übertragung erneut durch. EIO /

176 Aktualisieren der M238-Firmware GERÄT NICHT BETRIEBSBEREIT VORSICHT Unterbrechen Sie die Übertragung des Anwendungsprogramms oder eines Firmware-Updates nicht, nachdem die Übertragung begonnen hat. Nehmen Sie das Gerät erst in Betrieb, wenn die Übertragung abgeschlossen ist. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Sachschäden zur Folge haben. Die seriellen Ports (SL) der Steuerung sind werkseitig oder bei Aktualisierung der Firmware der Steuerung standardmäßig für das SoMachine-Protokoll konfiguriert. Das SoMachine-Protokoll ist nicht kompatibel mit anderen Protokollen, wie z. B. Modbus Serial Line. Wenn an eine aktive, für Modbus konfigurierte serielle Leitung eine neue Steuerung angeschlossen oder die Firmware einer daran angeschlossenen Steuerung aktualisiert wird, kann dies dazu führen, dass die anderen Geräte auf der Leitung die Kommunikation einstellen. Stellen Sie sicher, dass die Steuerung nicht mit einem aktiven seriellen Modbus-Netzwerk verbunden ist, bevor Sie eine gültige Anwendung herunterladen, für die die betroffenen Ports ordnungsgemäß für das gewünschte Protokoll konfiguriert sind. VORSICHT UNERWARTETER GERÄTEBETRIEB Bevor Sie die Steuerung physisch an ein in Betrieb befindliches Modbus Serial Line-Netzwerk anschließen, vergewissern Sie sich, dass die seriellen Ports (SL) Ihrer Anwendung ordnungsgemäß für Modbus konfiguriert sind. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Sachschäden zur Folge haben. Stellen Sie vor Beginn des Firmware-Aktualisierungsverfahrens sicher, dass Sie über Folgendes verfügen: USB-Kabel TCS XCNA MUM3P Modicon M238 Logic Controller Bei dieser Aktualisierung handelt es sich um einen Wartungsvorgang. Die Steuerung muss dazu von den von ihr abhängigen Systemen und Anwendungen getrennt werden. PC und Steuerung müssen während des Vorgangs verbunden bleiben. HINWEIS: Wenn PC und Steuerung versehentlich getrennt werden, funktioniert die Steuerung nicht ordnungsgemäß, bis eine neue, erfolgreiche Firmware- Aktualisierung durchgeführt wird. 176 EIO /2010

177 Aktualisieren der M238-Firmware Installation der Kabel Gehen Sie vor wie folgt, um die Kabel ordnungsgemäß zu installieren: Schritt Aktion 1 Schließen Sie das TCS XCNA MUM3P-Kabel an den USB-Port des PC an. 2 Schließen Sie das andere Ende des Kabels an den USB-Port der Steuerung an. 3 Starten Sie Exec Loader Wizard USB (siehe Seite 178) HINWEIS: Weitere Informationen zum Anschluss des USB-Kabels finden Sie im M238 Hardwarehandbuch (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch). EIO /

178 Aktualisieren der M238-Firmware Starten des Exec Loader-Assistenten Einführung Der M238 Exec Loader-Assistent ist ein Windows-basierter Assistent, der Sie Schritt für Schritt durch den Vorgang zur Aktualisierung der Firmware in Ihrer Schneider Electric-Steuerung führt. Öffnen des Exec Loader Assistenten Gehen Sie wie folgt vor, um den Exec Loader-Assistenten zu starten: Schritt Aktion 1 Schließen Sie sämtliche Windows-Anwendungen, einschließlich virtueller Maschinen. 2 Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol des CoDeSys Gateway SysTray (aktiv) in der Taskleiste, und wählen Sie die Option Stop Gateway aus. Wenn das Gateway gestoppt wurde, wird in der Taskleiste das Symbol CoDeSys Gateway SysTray(angehalten) angezeigt: 3 Wenn die Steuerung und der PC wie folgt verbunden sind: Über USB-Schnittstelle: Klicken Sie auf Start Programme Schneider Electric SoMachine Tools Exec Loader Wizard USB Über serielle Schnittstelle: Klicken Sie auf Start Programme Schneider Electric SoMachine Tools Exec Loader Wizard Serial 178 EIO /2010

179 Aktualisieren der M238-Firmware Übersicht über die Aktualisierungsschritte Der Assistent verfügte über einen Bildschirm für jeden Schritt. Die folgende Tabelle fasst die 4 Schritte zusammen, die zur Aktualisierung der Firmware erforderlich sind: Schritt Bildschirm Funktion 1 Welcome (Willkommen) Einführung in den Exec Loader Assistenten. (siehe Seite 180) 2 Settings (Einstellungen) (siehe Seite 181) 3 File and Device Properties (Datei- und Geräteeigenschaften) (siehe Seite 183) 4 Transfer Progress (Übertragungsfortschritt) (siehe Seite 185) Wählen Sie die richtige Firmware-Datei zur Übertragung auf die Steuerung aus. Vergleichen Sie die Hardware-IDs und die Firmware-Versionsinformationen der Firmware- Datei und der Steuerung. Überwachen Sie die Übertragung der Firmware- Datei auf die Steuerung. EIO /

180 Aktualisieren der M238-Firmware Schritt 1: Welcome (Willkommen) Schritt 1: Welcome (Willkommen) Der Assistent verfügte über einen Bildschirm für jeden Schritt. Der Begrüßungsbildschirm ist eine Einführung in den Exec Loader Wizard. Gehen Sie folgendermaßen vor, um den Vorgang fortzusetzen: Wählen Sie Weiter aus, um das Verfahren fortzusetzen und den nächsten Bildschirm, Schritt 2: Settings (Einstellungen) (siehe Seite 181), anzuzeigen. Wählen Sie Schließen aus, um den Bildschirm zu schließen, ohne die Firmware in der Steuerung zu ändern. 180 EIO /2010

181 Aktualisieren der M238-Firmware Schritt 2: Settings (Einstellungen) Auswahl der Einstellungen Verwenden Sie die folgenden Schritte zur Auswahl der geeigneten Firmware: Schritt Aktion 1 Klicken Sie im Bildschirm Settings auf die Schaltfläche Durchsuchen, und wählen Sie die richtige Datei für Ihr Steuerungsmodell aus. Beispiel: C:\Programme\Schneider Electric\SoMachine\Firmware\M238\TM238LFDC24DT. mfw 2 Schalten Sie die Steuerung wie auf dem Bildschirm angegeben aus. 3 Wählen Sie Weiter. Schalten Sie während der Anzeige der Statusleiste die Steuerung wieder ein. Wenn der Exec Loader-Assistent erfolgreich eine Verbindung zur Steuerung geöffnet hat, begibt er sich automatisch zu Schritt 3 (siehe Seite 183). EIO /

182 Aktualisieren der M238-Firmware Fehlerbehebung mit dem TSXCUSB485-Kabel Wenn die Steuerung im Schritt 2 nicht erkannt wird, starten Sie den Modbus- Treiber, indem Sie auf Start Programme Schneider Electric Communication Drivers Modbus Driver klicken. Doppelklicken Sie auf das entsprechende Symbol in der Taskleiste, um den Bildschirm für den Modbus-Treiber zu öffnen, und prüfen Sie, ob das USB-Kabel an den gewählten COM-Port angeschlossen ist. Fenster des Modbus-Treibers: MODBUS Driver - MODBUS01 Configuration RunTime Debug About Serial Port/Modem Use Modem COM Port COM 1 Baud Rate COM1 COM2 Stop bits COM3(TSXCUSB485) COM4 1 Bit 2 Bits Even Odd None Global TimeOut x Mode (Data bits)t RTU [8bits] ASCII [7bit] 3000 ms Inter-Char TimeOut Automatic 15 ms Phone number Apply Undo Default OK 182 EIO /2010

183 Aktualisieren der M238-Firmware Schritt 3: File and Device Properties (Datei- und Geräteeigenschaften) Übersicht In diesem Schritt werden vom Exec Loader-Assistenten sowohl für die Firmware- Datei als auch für die Steuerung die folgenden Informationen geprüft, bevor der Vorgang fortgesetzt wird: Hardware ID: Die ausgewählte Firmware-Datei ist für die Zielsteuerung geeignet. Exec Version Number: Die ausgewählte Firmware-Datei ist neuer als die derzeit installierte Firmware. EIO /

184 Aktualisieren der M238-Firmware Hardware ID Die Hardware ID ist eine eindeutige Kennung für jede Steuerungsreferenz: Grünes Häkchen: OK Rotes Kreuz: Falsche Firmware-Datei. Wählen Sie eine Firmware-Datei aus, die Ihrer Steuerungsreferenz entspricht (zurück zuschritt 2 (siehe Seite 181)) Exec Version Number Die Exec Version Number gibt die Version der Firmware an: Grünes Häkchen: Die Steuerung wird auf eine neuere Version der Firmware aktualisiert. Gelbes Häkchen: Die Steuerung erhält eine ältere Version der Firmware oder aber die gleiche Version der aktuellen Firmware. Start der Übertragung Klicken Sie auf die Schaltfläche Weiter, um die Übertragung zu starten. 184 EIO /2010

185 Aktualisieren der M238-Firmware Schritt 4: Transfer Progress (Übertragungsfortschritt) Übersicht Auf diesem Bildschirm können Sie den Fortschritt der Übertragung überwachen. Nach einer Weile sind Informationen zur verbleibenden Zeit verfügbar. Bei erfolgreicher Übertragung Wenn die Übertragung erfolgreich ausgeführt wurde, wird ein Meldungsfenster angezeigt, das Ihnen eine weitere Übertragung ermöglicht. Zwei Optionen stehen zur Verfügung: Yes: Der Assistent kehrt zu Schritt 2: Einstellungen (siehe Seite 181) zurück, und Sie können die Einstellungen für eine weitere Übertragung vornehmen. No: Klicken Sie auf die Schaltfläche Close, um den Assistenten zu beenden. Damit wird das Aktualisierungsverfahren abgeschlossen. Bei erfolgloser Übertragung Wenn die Übertragung unterbrochen wird (beispielsweise infolge eines Verbindungsverlusts), wird ein Meldungsfenster angezeigt, das Ihnen einen erneuten Übertragungsversuch ermöglicht. Zwei Optionen stehen zur Verfügung: Yes: Der Assistent kehrt zu Schritt 3: Files and Device Properties (siehe Seite 183) zurück, und Sie können einen weiteren Übertragungsversuch vornehmen. No: Klicken Sie auf die Schaltfläche Close, um den Assistenten zu beenden. Die Steuerung bleibt so lange betriebsunfähig, bis eine erfolgreiche Übertragung erfolgt ist. GERÄT NICHT BETRIEBSBEREIT VORSICHT Unterbrechen Sie die Übertragung des Anwendungsprogramms oder eines Firmware-Updates nicht, nachdem die Übertragung begonnen hat. Nehmen Sie das Gerät erst in Betrieb, wenn die Übertragung abgeschlossen ist. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Sachschäden zur Folge haben. EIO /

186 Aktualisieren der M238-Firmware 186 EIO /2010

187 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) EIO /2010 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) 17 Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Fehlersuche 188 Häufig gestellte Fragen 196 EIO /

188 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) Fehlersuche Einführung In diesem Abschnitt wird die Vorgehensweise zur Fehlersuche und -behebung für den Modicon M238 Logic Controller beschrieben. Die Anwendung kann nicht übertragen werden. Mögliche Ursachen: Der PC kann nicht mit der Steuerung kommunizieren. Ist Ihre Anwendung gültig? Wird das CoDeSys-Gateway ausgeführt? Lösung: Siehe Abschnitt unten (Kommunikation zwischen SoMachine und dem Modicon M238 Logic Controller (siehe Seite 189)). Ihr Anwendungsprogramm muss gültig sein. Informationen hierzu finden Sie im Debug-Abschnitt in der CoDeSys-Hilfe. Das CoDeSys-Gateway muss ausgeführt werden: a. Klicken Sie auf das Symbol CoDeSys Gateway SysTray (angehalten) in der Taskleiste. b. Wählen Sie die Option Start Gateway. 188 EIO /2010

189 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Zwischen SoMachine auf einem Computer und dem Modicon M238 Logic Controller ist keine Kommunikation möglich. Mögliche Ursachen: Unsachgemäße Kabelnutzung. Der PC erkennt die SPS nicht. Die Kommunikationseinstellungen sind nicht korrekt. Die Steuerung arbeitet nicht ordnungsgemäß. Lösung: EIO /

190 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) Prüfun g Aktion 1 Prüfen Sie Folgendes: Das Kabel ist nicht beschädigt und ist ordnungsgemäß mit der Steuerung und dem PC verbunden. Sie haben je nach Verbindungstyp ein spezifisches Kabel bzw. einen geeigneten Adapter verwendet: TCS XCNA MUM3P-Kabel für eine USB-Verbindung TSX CUSB 485- und ein Ethernet-Kabel für eine serielle RS485/RS232-Verbindung 2 Stellen Sie sicher, dass der Modicon M238 Logic Controller von Ihrem PC erkannt wurde: 1. Klicken Sie auf Start Systemsteuerung System, wählen Sie die Registerkarte Hardware aus und klicken Sie auf Geräte-Manager. 2. Vergewissern Sie sich, dass der Modicon M238 Logic Controller-Knoten in der Liste angezeigt wird: Bei Verwendung des USB-Anschlusses: LibUSB-Win32-Geräte TM238 Bei Verwendung der seriellen Leitung über TSXCUSB485: 3. Sollte der Knoten für den Modicon M238 Logic Controller nicht oder mit dem vorangestellten Symbol an. angezeigt werden, dann trennen Sie das Kabel auf Steuerungsseite und schließen Sie es wieder 190 EIO /2010

191 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Prüfun g Aktion 3 Prüfen Sie, ob der aktive Pfad korrekt ist: 1. Doppelklicken Sie im Fenster Geräte auf den Steuerungsknoten. 2. Vergewissern Sie sich, dass der Modicon M238 Logic Controller-Knoten in fetter und nicht in kursiver Schrift dargestellt wird. Falls nicht: a. Halten Sie das CoDeSys-Gateway an: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol CoDeSys Gateway SysTray (aktiv) in der Taskleiste, und wählen Sie die Option Stop Gateway aus. b. Trennen Sie das Kabel auf Steuerungsseite, und schließen sie es wieder an. c. Starten Sie das CoDeSys-Gateway: Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Symbol CoDeSys Gateway SysTray (angehalten) in der Taskleiste, und wählen Sie die Option Start Gateway aus. d. Wählen Sie das Gateway im Konfigurationsfenster der Steuerung von SoMachine aus, und klicken Sie auf Netzwerk durchsuchen. Wählen Sie den Knoten des Modicon M238 Logic Controller aus, und klicken Sie auf Aktiven Pfad setzen. HINWEIS: Wenn Ihr PC mit einem Ethernet-Netzwerk verbunden ist, kann sich seine Adresse ändern. In diesem Fall ist der jeweils als aktiv gesetzte Pfad nicht mehr richtig, und der Modicon M238 Logic Controller-Knoten erscheint in Kursivschrift. Wählen Sie den Modicon M238 Logic Controller-Knoten aus, und klicken Sie auf Resolve Name. Sobald der Knoten nicht mehr in Kursivschrift angezeigt wird, klicken Sie auf Aktiven Pfad setzen. 4 Siehe Abschnitt Systemdiagnose mithilfe der LED-Anzeigen (siehe M238 Logic Controller, Hardware- Handbuch). Anwendungsprogramm wird nicht ausgeführt Mögliche Ursachen: Im Task wurde keine POU deklariert. Lösung: Da POUs von Tasks verwaltet werden, müssen Sie einem Task mindestens eine POU hinzufügen: 1. Doppelklicken Sie im Fenster Geräte auf einen Task. 2. Klicken Sie im Taskfenster auf Aufruf hinzufügen. 3. Wählen Sie im Fenster Eingabehilfe die POU aus, die ausgeführt werden soll, und klicken Sie auf OK. EIO /

192 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) Mögliche Ursachen: Anwendung wechselt nicht in den RUN-Status. Ein Eingang ist im RUN/STOP-Modus konfiguriert. Lösung: Verwenden Sie zur Ausführung der Anwendung den im RUN/STOP-Modus konfigurierten Eingang. Das CoDeSys-Gateway startet nicht (das CoDeSys Gateway SysTray-Symbol ist schwarz dargestellt). Mögliche Ursachen: Die Verbindung wurde über einen sehr langen Zeitraum hinweg aufrecht erhalten. Lösung: Wenn das CoDeSys Gateway SysTray-Symbol schwarz erscheint (Gateway angehalten): 1. Öffnen Sie den Task-Manager. 2. Halten Sie das Programm Gatewayservice.exe an, und starten Sie es erneut: Führen Sie ein Reset Ihres Computers durch. Oder: Öffnen Sie in der Systemsteuerung die Rubrik Verwaltung und Computerverwaltung. Doppelklicken Sie unter Dienste auf CoDeSys Gateway. Klicken Sie auf die Schaltfläche Dienst starten. 3. Vergewissern Sie sich, ob das CoDeSys Gateway SysTray-Symbol rot erscheint (aktiv). Die Kommunikation über die serielle Leitung ist nicht möglich. Mögliche Ursachen: Die Kommunikationseinstellungen der seriellen Geräte stimmen nicht überein. Die Steuerung arbeitet nicht ordnungsgemäß. Lösung: Prüfen Sie Folgendes: Die Protokoll-Kommunikationseinstellungen (Baudrate, Parität usw.) sind für alle seriellen Geräte identisch. Auf dem SL-Objekt wurde der richtige Kommunikationsmanager hinzugefügt: Modbus_Manager, wenn die Leitung für das Modbus-Protokoll verwendet wird SoMachine-Network_Manager, wenn die Leitung zur Kommunikation für den Zugriff auf die IEC-Variable verwendet wird Die Steuerung funktioniert ordnungsgemäß. Siehe Abschnitt Systemdiagnose mithilfe der LED-Anzeigen (siehe M238 Logic Controller, Hardware-Handbuch). 192 EIO /2010

193 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Die Boot-Anwendung kann nicht erstellt werden Mögliche Ursachen: Der Vorgang kann nicht ausgeführt werden, solange sich die Steuerung im RUN- Status befindet. Lösung: Wählen Sie die Option Stop Application aus. Wählen Sie Create Boot Project aus. Die PTO-Funktion startet nicht. Mögliche Ursachen: Der AUX-Eingang ist als "Laufwerk bereit" konfiguriert, wird jedoch nicht verwendet. Lösung: Wenn die AUX-Variable auf Drive_Ready eingestellt ist, prüfen Sie, dass der Antrieb ordnungsgemäß funktioniert, oder setzen Sie die Variable Dis_Drive_Ready des Funktionsbausteins PTOsimple auf den Wert 0. Der Gerätename kann nicht geändert werden. Mögliche Ursachen: Die Anwendung wird ausgeführt. Lösung: Wählen Sie die Option Stop Application aus. Ändern Sie den Gerätenamen. CANopen Heartbeat wird nicht regelmäßig gesendet. Mögliche Ursachen: Der für den Heartbeat konfigurierte Wert ist kein Vielfaches des Zyklustask- Intervalls des CANopen-Busses. Lösung: Ändern Sie den für den Heartbeat konfigurierten Wert in ein Vielfaches des Zyklustask-Intervalls des CANopen-Busses. EIO /

194 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) Die Überwachung der POU ist langsam. Mögliche Ursachen: Das Task-Intervall ist zu klein oder die POU ist zu groß. Lösung: Erhöhen Sie das konfigurierte Task-Intervall. Untergliedern Sie die Anwendung in kleinere POUs. Die LED ERR auf der SPS blinkt schnell. Mögliche Ursachen: Es wurde ein Systemfehler festgestellt. Lösung: Überprüfen Sie Ihr Anwendungsprogramm (Zeigerverwaltung, Array-Verwaltung usw...). Steuerung befindet sich im HALT-Status Mögliche Ursachen: Die SPS wurde aufgrund eines Watchdog-Ereignisses angehalten. Lösung: Wenn ein Task-Watchdog konfiguriert wurde: a. Führen Sie die Anwendung ohne Task-Watchdog aus. b. Rufen Sie die maximale Task-Zykluszeit von der Tasküberwachungsfunktion ab. c. Stellen Sie den Task-Watchdog auf einen Wert ein, der größer ist als die maximale Zykluszeit des Tasks. Wenn kein Watchdog konfiguriert wurde: Wenn ein zyklischer Task konfiguriert ist, erhöhen Sie die Zykluszeit auf einen Wert > 1,25 mal die mittlere Taskdauer. Wenn mehrere Tasks konfiguriert sind, ist einer dieser Tasks ein freilaufender Task. Versuchen Sie, den freilaufenden Task in einem zyklischen Task umzukonfigurieren. Mögliche Ursachen: Beim Aufruf des CANopen-Konfigurators wird die Zykluszeit verlängert, was zu einer Task-Watchdog-Ausnahme führt. Bei folgenden Ereignissen kann die Steuerung eine Watchdog-Ausnahme melden: Herunterladen von Konfigurationsdaten in die Module des Netzwerks (d. h. beim Download der Anwendung in die Steuerung, nach dem Einschalten der Steuerung bei gültiger Bootanwendung oder nach einem warmen oder kalten Reset). Eine CANopen-Kabelverbindung wurde getrennt oder hat sich gelöst. 194 EIO /2010

195 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Lösung: 1. Führen Sie die Anwendung ohne Task-Watchdog aus. 2. Rufen Sie die maximale Task-Zykluszeit von der Tasküberwachungsfunktion ab. 3. Stellen Sie den Task-Watchdog auf einen Wert ein, der größer ist als die maximale Zykluszeit des Tasks. Mögliche Ursachen: Im Anwendungsprogramm wurde eine Division durch 0 festgestellt. Lösung: Überprüfen Sie Ihr Anwendungsprogramm. Quelldownload führt zu einem Kommunikationsfehler In der folgenden Tabelle werden die möglichen Ursachen für einen Kommunikationsfehler während eines Quelldownloads beschrieben: Mögliche Ursache Sie haben versucht, die Quelle herunterzuladen, während sich die Steuerung im RUN-Status befand. Die Quelldatei übersteigt den in der Steuerung verfügbaren Speicherplatz. Lösung Stoppen Sie die Steuerung, bevor Sie das Download versuchen. Wenn Sie zusätzliche Dateien mit dem Quelldownload senden, haben Sie ggf. deren Auswahl auf, um die Gesamtgröße des Downloads zu verringern. Siehe Projekt Projekteinstellungen Quelldownload Zusätzliche Dateien... im Hauptmenü von SoMachine. HINWEIS: M238-Steuerungen mit einer Produktversion > 14 steht mehr Arbeitsspeicher für ein Quelldownload zur Verfügung. EIO /

196 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) Häufig gestellte Fragen Wie kann ich die Firmware-, Boot- und Koprozessor-Version der Steuerung ausfindig machen? Doppelklicken Sie im Online-Modus im Geräte auf den Knoten der Steuerung. Wählen Sie im Steuerungsfenster die Registerkarte Dienste aus. Der Bereich der Geräte-ID enthält Informationen zu den verschiedenen Versionen: Geräte-ID Firmware-Version: Boot-Version: Koprozessorversion: Welche Programmiersprachen werden von einem Modicon M238 Logic Controller unterstützt? Siehe Unterstützte Standarddatentypen (siehe Seite 21). Welche Variablentypen werden von einem Modicon M238 Logic Controller unterstützt? Die folgenden Variablentypen werden unterstützt: BOOL Ganzzahl-Datentypen (INTEGER) REAL STRING WSTRING Zeit-Datentypen (TIME) Wann sollte der freilaufende oder der zyklische Tasktyp verwendet werden? Verwendung freilaufender oder zyklischer Tastypen Taskkonfiguration (siehe Seite 35): Freilaufend: Verwenden Sie diese Einstellung, wenn eine variable Zykluszeit akzeptabel ist. Der nächste Zyklus startet nach einer Latenzzeit, die 30 % der letzten Zyklusausführungszeit entspricht. Zyklisch: Verwenden Sie diesen Modus, wenn Sie die Zykluszeit steuern möchten. Welche Auswirkungen hat ein Kalt-/Warmstart? Siehe Abschnitt über kalte und warme Resets (siehe Seite 60). 196 EIO /2010

197 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Kann ich den PC (SoMachine) und die Steuerung über das 499TWD01100 Ethernet-Gateway verbinden? Nein, denn das Ethernet-Gateway unterstützt nur das Modbus-Protokoll. Kann ich mehrere M238 über mehrere USB-Ports an meinen PC anschließen? Nein, denn es könnten Treiberkonflikte auftreten. Warum wird die Kommunikation zwischen der HMI und der Steuerung unterbrochen, wenn ich Online-Änderungen vornehme? Wenn an einer M238-Anwendung Online-Änderungen vorgenommen werden, wird die Symbolkonfiguration heruntergeladen. Dies führt zu einer vorübergehenden Unterbrechung der Kommunikation. EIO /

198 Modicon M238 Logic Controller - Fehlersuche und häufig gestellte Fragen (FAQ) 198 EIO /2010

199 EIO /2010 Anhang Überblick In diesem Anhang werden die Dokumente angeführt, die für das technische Verständnis des M238-Programmierhandbuchs erforderlich sind. Inhalt dieses Anhangs Dieser Anhang enthält die folgenden Kapitel: Kapitel Kapitelname Seite A AS-Interface-Bibliothek 201 B Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen 221 C Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen Leitung in einem Anwenderprogramm 229 D SPS-Leistung 235 EIO /

200 200 EIO /2010

201 AS-Interface-Bibliothek EIO /2010 AS-Interface-Bibliothek A Überblick In diesem Kapitel werden die Funktionsbausteine in der IoDrvASI-Bibliothek beschrieben. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite ASI_CheckSlaveBit 202 ASI_CmdSetAutoAddressing 204 ASI_CmdSetDataExchange 206 ASI_CmdSetOfflineMode 208 ASI_MasterStatusCheck 210 ASI_SlaveAddressChange 212 ASI_SlaveParameterUpdate 214 ASI_SlaveStatusCheck 216 ASI_ReadParameterImage 218 EIO /

202 AS-Interface-Bibliothek ASI_CheckSlaveBit Funktionsbeschreibung Diese Funktion gibt das Statusbit eines angegebenen AS-Interface-Slaves aus einer angegebenen AS-Interface-Statustabelle (LDS, LAS oder LPF) zurück. Diese Funktion muss in Verbindung mit dem Funktionsbaustein ASI_SlaveStatusCheck (siehe Seite 216) verwendet werden, mit dem die Statustabellen LDS, LAS und LPF aus dem AS-Interface-Master gelesen werden. Graphische Darstellung Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen In der folgenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben: Eingang Typ Kommentar byaddress BYTE AS-Interface-Slave-Adresse (Bit- Offset 0 bis 63). 0 = Adresse 0 1 bis 31 = Adresse 1 bis 31 für Standardadressierungsmodus, oder 1 A bis 31 A für erweiterten Adressierungsmodus 32 = nicht verwendet 33 bis 63 = 1 B bis 31 B für erweiterten Adressierungsmodus 202 EIO /2010

203 AS-Interface-Bibliothek In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar ASI_CheckSlaveBit BOOL Gibt den Wert des Bits am Offset byaddress im Array abystatusbytes zurück. Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariablen. Ein-/Ausgang Typ Kommentar abystatusbytes ARRAY[0..7] OF BYTE AS-Interface-Statustabelle (z. B.: LDS, LAS oder LPF (siehe Seite 216)) EIO /

204 AS-Interface-Bibliothek ASI_CmdSetAutoAddressing Funktionsbeschreibung Mit diesem Funktionsbaustein kann der Modus für automatische Adressierung aktiviert bzw. deaktiviert werden. Standardmäßig ist der Modus für automatische Adressierung auf den im Konfigurationsfenster für das AS-Interface-Master-Modul (siehe Seite 108) konfigurierten Wert eingestellt. Graphische Darstellung (LD/FBD) Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen In der folgenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben: Eingang Typ Kommentar xexecute BOOL Steigende Flanke: Aktion startet. Fallende Flanke: Ausgänge werden zurückgesetzt. Wenn eine fallende Flanke eintritt, bevor ein Funktionsbaustein seine Aktion abgeschlossen hat, funktionieren die Ausgänge auf normale Weise und werden nur zurückgesetzt, wenn die Aktion abgeschlossen ist oder wenn ein Fehler festgestellt wird. In diesem Fall sind die entsprechenden Ausgangswerte (xdone,xerror, ierror) an den Ausgängen für genau einen Zyklus vorhanden. xautoaddressingactive BOOL TRUE= aktiviert die automatische Adressierung. FALSE= deaktiviert die automatische Adressierung. 204 EIO /2010

205 AS-Interface-Bibliothek In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar xdone BOOL TRUE bei erfolgreichem Abschluss des Befehls. Der vom Status-Flag ASI_MasterStatusCheck.Auto_A ddress_assign zurückgegebene Wert entspricht dem von ASI_CmdSetAutoAddressing.xAu toaddressingactive angeforderten Befehl. xbusy BOOL Funktionsbaustein aktiv xerror BOOL TRUE: Es wurde ein Fehler festgestellt, Funktionsbaustein bricht die Aktion ab. FALSE: Es wurde kein Fehler festgestellt. Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariablen. Ein-/Ausgang Typ Kommentar AsiDriver IoDrvAsi AS-Interface-Treiberinstanz. EIO /

206 AS-Interface-Bibliothek ASI_CmdSetDataExchange Beschreibung Diese Funktion aktiviert bzw. deaktiviert den Datenaustausch zwischen AS- Interface-Master- und -Slave-Modulen. Der Datenaustausch ist nach einem Reset aktiv. Graphische Darstellung Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen In der folgenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben: Eingang Typ Kommentar xexecute BOOL Steigende Flanke: Aktion startet. Fallende Flanke: Ausgänge werden zurückgesetzt. Wenn eine fallende Flanke eintritt, bevor ein Funktionsbaustein seine Aktion abgeschlossen hat, funktionieren die Ausgänge auf normale Weise und werden nur zurückgesetzt, wenn die Aktion abgeschlossen ist oder wenn ein Fehler festgestellt wird. In diesem Fall sind die entsprechenden Ausgangswerte (xdone,xerror, ierror) an den Ausgängen für genau einen Zyklus vorhanden. xdataexchangeactive BOOL TRUE = aktiviert den Datenaustausch. FALSE= deaktiviert den Datenaustausch. 206 EIO /2010

207 AS-Interface-Bibliothek In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar xdone BOOL TRUE bei erfolgreichem Abschluss des Befehls. xbusy BOOL Funktionsbaustein aktiv xerror BOOL TRUE: Es wurde ein Fehler festgestellt, Funktionsbaustein bricht die Aktion ab. FALSE: Es wurde kein Fehler festgestellt. Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariablen. Ein-/Ausgang Typ Kommentar AsiDriver IoDrvAsi AS-Interface-Treiberinstanz. EIO /

208 AS-Interface-Bibliothek ASI_CmdSetOfflineMode Beschreibung Mit diesem Funktionsbaustein kann das AS-Interface-Master-Modul in den Offline- Modus versetzt werden. Nach einem Reset der Anwendung wird der Offline-Modus deaktiviert. Graphische Darstellung Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen In der folgenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben: Eingang Typ Kommentar xexecute BOOL Steigende Flanke: Aktion startet. Fallende Flanke: Ausgänge werden zurückgesetzt. Wenn eine fallende Flanke eintritt, bevor ein Funktionsbaustein seine Aktion abgeschlossen hat, funktionieren die Ausgänge auf normale Weise und werden nur zurückgesetzt, wenn die Aktion abgeschlossen ist oder wenn ein Fehler festgestellt wird. In diesem Fall sind die entsprechenden Ausgangswerte (xdone,xerror, ierror) an den Ausgängen für genau einen Zyklus vorhanden. xofflinemodeactive BOOL TRUE= aktiviert Offline-Modus. FALSE= deaktiviert Offline-Modus. 208 EIO /2010

209 AS-Interface-Bibliothek In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar xdone BOOL TRUE bei erfolgreichem Abschluss des Befehls. Der vom Status-Flag ASI_MasterStatusCheck.Auto_Address_ Assign zurückgegebene Wert entspricht dem von ASI_CmdSetAutoAddressing.xAutoAddress ingactive angeforderten Befehl. xbusy BOOL Funktionsbaustein aktiv xerror BOOL TRUE: Es wurde ein Fehler festgestellt, Funktionsbaustein bricht die Aktion ab. FALSE: Es wurde kein Fehler festgestellt. Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariable: Ein-/Ausgang Typ Kommentar AsiDriver IoDrvAsi AS-Interface-Treiberinstanz. EIO /

210 AS-Interface-Bibliothek ASI_MasterStatusCheck Beschreibung Dieser Funktionsbaustein gibt den Status des AS-Interface-Master-Moduls zurück. Graphische Darstellung Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen Die folgende Tabelle beschreibt die Eingangsvariable. Eingang Typ Kommentar xenable BOOL TRUE: Aktion wird ausgeführt. FALSE: Aktion gestoppt. Ausgänge xdone, xbusy,xerror und ierror werden zurückgesetzt. 210 EIO /2010

211 AS-Interface-Bibliothek In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar xdone BOOL Nicht verwendet. xbusy BOOL Funktionsbaustein aktiv xerror BOOL TRUE: Es wurde ein Fehler festgestellt, Funktionsbaustein bricht die Aktion ab. FALSE: Es wurde kein Fehler festgestellt. status WORD Statusbits des AS-Interface- Masters in einem WORD: Bit 0 bis 7 = status[0] Bit 8 bis 15 = status[1] Config_OK BOOL Konfig OK (Bit 0) LDS_0 BOOL Slave an Adresse 0 (Bit 1) Auto_Address_Assign BOOL Automatischer Adressierungsmodus aktiviert (Bit 2) Auto_Address_Available BOOL Die automatische Adressierung erfolgt, sobald ein Slave mit Adresse 0 und gültigen Konfigurationsdaten angeschlossen wird (Bit 3). Configuration_Active BOOL Konfigurationsmodus aktiv (Bit 4) Normal_Operation_Active BOOL Normaler Betriebsmodus aktiv (Bit 5) APF_or_not_APO BOOL Stromausfall (Bit 6) Offline_Ready BOOL Offline-Modus aktiv (Bit 7) Periphery_OK BOOL Kein Peripheriefehler festgestellt (alle Einträge in LPF sind 0) (Bit 8) Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariable: Ein-/Ausgang Typ Kommentar AsiDriver IoDrvAsi AS-Interface-Treiberinstanz. EIO /

212 AS-Interface-Bibliothek ASI_SlaveAddressChange Beschreibung Dieser Funktionsbaustein ermöglicht das Ändern der Adresse eines AS-Interface- Slave-Moduls. Graphische Darstellung Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen In der folgenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben: Eingang Typ Kommentar xexecute BOOL Steigende Flanke: Aktion startet. Fallende Flanke: Ausgänge werden zurückgesetzt. Wenn eine fallende Flanke eintritt, bevor ein Funktionsbaustein seine Aktion abgeschlossen hat, funktionieren die Ausgänge auf normale Weise und werden nur zurückgesetzt, wenn die Aktion abgeschlossen ist oder wenn ein Fehler festgestellt wird. In diesem Fall sind die entsprechenden Ausgangswerte (xdone, xerror,ierror) an den Ausgängen für genau einen Zyklus vorhanden. 212 EIO /2010

213 AS-Interface-Bibliothek Eingang Typ Kommentar oldslaveaddress BYTE Adresse des neu zu adressierenden Slaves 0 = Adresse 0 1 bis 31 = Adresse 1 bis 31 für Standardadressierungsmodus, oder 1 A bis 31 A für erweiterten Adressierungsmodus 32 = nicht verwendet 33 bis 63 = 1 B bis 31 B für erweiterten Adressierungsmodus newslaveaddress BYTE Neue Adresse des Slaves 0 = Adresse 0 1 bis 31 = Adresse 1 bis 31 für Standardadressierungsmodus, oder 1 A bis 31 A für erweiterten Adressierungsmodus 32 = nicht verwendet 33 bis 63 = 1 B bis 31 B für erweiterten Adressierungsmodus In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar xdone BOOL TRUE bei erfolgreichem Abschluss des Befehls. xbusy BOOL Funktionsbaustein aktiv xerror BOOL TRUE: Es wurde ein Fehler festgestellt, Funktionsbaustein bricht die Aktion ab. FALSE: Es wurde kein Fehler festgestellt. Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariable: Ein-/Ausgang Typ Kommentar AsiDriver IoDrvAsi AS-Interface-Treiberinstanz. EIO /

214 AS-Interface-Bibliothek ASI_SlaveParameterUpdate Beschreibung Dieser Funktionsbaustein ermöglicht das Einstellen der Parameter eines AS- Interface-Slave Moduls. Graphische Darstellung Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen In der folgenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben: Eingang Typ Kommentar xexecute BOOL Steigende Flanke: Aktion startet. Fallende Flanke: Ausgänge werden zurückgesetzt. Wenn eine fallende Flanke eintritt, bevor ein Funktionsbaustein seine Aktion abgeschlossen hat, funktionieren die Ausgänge auf normale Weise und werden nur zurückgesetzt, wenn die Aktion abgeschlossen ist oder wenn ein Fehler festgestellt wird. In diesem Fall sind die entsprechenden Ausgangswerte (xdone, xerror,ierror) an den Ausgängen für genau einen Zyklus vorhanden. slaveaddress BYTE Adresse des AS-Interface-Slave. 0 = Adresse 0 1 bis 31 = Adresse 1 bis 31 für Standardadressierungsmodus, oder 1 A bis 31 A für erweiterten Adressierungsmodus 31 = nicht verwendet 33 bis 63 = 1 B bis 31 B für erweiterten Adressierungsmodus parameters BYTE Neuer Wert der Slave-Parameter (Wert von 00h bis 0Fh). 214 EIO /2010

215 AS-Interface-Bibliothek In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar xdone BOOL TRUE bei erfolgreichem Abschluss des Befehls. xbusy BOOL Funktionsbaustein aktiv xerror BOOL TRUE: Es wurde ein Fehler festgestellt, Funktionsbaustein bricht die Aktion ab. FALSE: Es wurde kein Fehler festgestellt. Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariable: Ein-/Ausgang Typ Kommentar AsiDriver IoDrvAsi AS-Interface-Treiberinstanz. EIO /

216 AS-Interface-Bibliothek ASI_SlaveStatusCheck Beschreibung Dieser Funktionsbaustein liest die lokalen Listen, die für die AS-Interface-Slave Module zweckbestimmt sind: erkannte Slaves, aktivierte Slaves sowie Slaves, die einen Peripheriefehler melden. Graphische Darstellung Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen Die folgende Tabelle beschreibt die Eingangsvariable. Eingang Typ Kommentar xenable BOOL Ausführung aktivieren In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar xdone BOOL Nicht verwendet xbusy BOOL Funktionsbaustein aktiv xerror BOOL TRUE: Es wurde ein Fehler festgestellt, Funktionsbaustein bricht die Aktion ab. FALSE: Es wurde kein Fehler festgestellt. 216 EIO /2010

217 AS-Interface-Bibliothek Ausgang Typ Kommentar LAS LDS LPF ARRAY[0..7] OF BYTE ARRAY[0..7] OF BYTE ARRAY[0..7] OF BYTE Liste der aktivierten Slaves (LAS): Für jeden aktivierten Slave ist ein Bit gesetzt. LAS[0] Bit 0 = Slave an Adresse 0 LAS[0] Bit 1 = Slave an Adresse 1A... LAS[3] Bit 7 = Slave an Adresse 31A LAS[4] Bit 0 = nicht verwendet LAS[4] Bit 1 = Slave an Adresse 1B... LAS[7] Bit 7 = Slave an Adresse 31B Liste der erkannten Slaves (LDS): Für jeden vom Master erkannten Slave wird ein Bit gesetzt. LDS[0] Bit 0 = Slave an Adresse 0 LDS[0] Bit 1 = Slave an Adresse 1A... LDS[3] Bit 7 = Slave an Adresse 31A LDS[4] Bit 0 = nicht verwendet LDS[4] Bit 1 = Slave an Adresse 1B... LDS[7] Bit 7 = Slave an Adresse 31B Liste der Peripheriefehler (LPF): Für jeden Slave, der einen Peripheriefehler erkannt hat, wird ein Bit gesetzt. LPF[0] Bit 0 = Slave an Adresse 0 LPF[0] Bit 1 = Slave an Adresse 1A... LPF[3] Bit 7 = Slave an Adresse 31A LPF[4] Bit 0 = nicht verwendet LPF[4] Bit 1 = Slave an Adresse 1B... LPF[7] Bit 7 = Slave an Adresse 31B Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariable: Ein-/Ausgang Typ Kommentar AsiDriver IoDrvAsi AS-Interface-Treiberinstanz. EIO /

218 AS-Interface-Bibliothek ASI_ReadParameterImage Beschreibung Mit diesem Parameter kann die Parameterbild-Tabelle gelesen und aktualisiert werden. Graphische Darstellung Darstellung in AWL (IL) und ST Sie finden eine allgemeine Darstellung in AWL (IL) oder ST im Kapitel Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen (siehe Seite 221). Beschreibung der E/A-Variablen In der folgenden Tabelle werden die Eingangsvariablen beschrieben: Eingang Typ Kommentar xexecute BOOL Steigende Flanke: Aktion startet. Fallende Flanke: Ausgänge werden zurückgesetzt. Wenn eine fallende Flanke eintritt, bevor ein Funktionsbaustein seine Aktion abgeschlossen hat, funktionieren die Ausgänge auf normale Weise und werden nur zurückgesetzt, wenn die Aktion abgeschlossen ist oder wenn ein Fehler auftritt. In diesem Fall sind die entsprechenden Ausgangswerte (xdone, xerror,ierror) an den Ausgängen für genau einen Zyklus vorhanden. In der folgenden Tabelle werden die Ausgangsvariablen beschrieben: Ausgang Typ Kommentar xdone BOOL TRUE bei erfolgreichem Abschluss des Befehls. xbusy BOOL Funktionsbaustein aktiv 218 EIO /2010

219 AS-Interface-Bibliothek Ausgang Typ Kommentar xerror BOOL TRUE: Es wurde ein Fehler festgestellt, Funktionsbaustein bricht die Aktion ab. FALSE: Es wurde kein Fehler festgestellt. ppitable POINTER TO ARRAY [0..31] OF BYTE Die folgende Tabelle beschreibt die Ein-/Ausgangsvariable: Parameterbild: Enthält die tatsächlichen Kopien der Parameterausgänge aller aktiven Slaves. ppitable^[0] Bit = Slave an Adresse 0 ppitable^[0] Bit = Slave an Adresse 1A... ppitable^[15] Bit = Slave an Adresse 31A ppitable^[16]bits 0..3 = nicht verwendet ppitable^[16] Bit = Slave an Adresse 1B... ppitable^[31] Bit = Slave an Adresse 31B Ein-/Ausgang Typ Kommentar AsiDriver IoDrvAsi AS-Interface-Treiberinstanz. EIO /

220 AS-Interface-Bibliothek 220 EIO /2010

221 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen EIO /2010 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen B Überblick Jede Funktion kann in den folgenden Sprachen dargestellt werden. AWL: Anweisungsliste ST: Strukturierter Text KOP: Kontaktplan FBD: Funktionsbausteindiagramm CFC: Continuous Function Chart Dieses Kapitel enthält Darstellungen von Funktionen und Funktionsbausteinen und erläutert deren Verwendung in den Sprachen AWL und ST. Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite Unterschiede zwischen Funktionen und Funktionsbausteinen 222 Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL 223 Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache ST 227 EIO /

222 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen Unterschiede zwischen Funktionen und Funktionsbausteinen Funktion Eine Funktion: ist eine POU (Program Organization Unit), die ein einzelnes direktes Ergebnis zurückgibt wird direkt über ihren Namen aufgerufen (nicht über eine Instanz) besitzt von einem Aufruf zum nächsten keinen persistenten Status kann als Operand in anderen Ausdrücken verwendet werden Beispiele: Boolesche Operatoren (AND), Berechnungen, Konvertierung (BYTE_TO_INT) Funktionsbaustein Ein Funktionsbaustein: ist eine POU (Program Organization Unit), die ein oder mehrere direkte Ausgänge zurückgibt. wird grundsätzlich durch eine Instanz aufgerufen (Funktionsbausteinkopie mit einem dedizierten Namen und Variablen) jede Instanz besitzt von einem Aufruf zum nächsten einen persistenten Status (Ausgänge und interne Variablen) Beispiele: Zeitgeber, Zähler In dem nachstehenden Beispiel ist Timer_ON eine Instanz des Funktionsbausteins TON: 222 EIO /2010

223 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL Allgemeine Informationen In diesem Abschnitt wird das Implementieren einer Funktion und eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL beschrieben. Dabei werden die Funktionen IsFirstMastCycle und SetRTCDrift und der Funktionsbaustein TON als Beispiele verwendet. Verwenden einer Funktion in der Sprache AWL Im Folgenden wird das Einfügen einer Funktion in der Sprache AWL beschrieben: Schritte Aktion 1 Erstellen Sie eine neue POU in der Programmiersprache Anweisungsliste (AWL oder IL, eng. Instruction List). HINWEIS: Das Verfahren zur Erstellung einer POU wird hier nicht beschrieben. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der allgemeinen Hilfe zu SoMachine. 2 Erstellen Sie die von der Funktion benötigten Variablen. 3 Wenn die Funktion über mindestens 1 Eingang verfügt, beginnen Sie mit dem Laden des ersten Eingangs mithilfe der LD-Anweisung. 4 Fügen Sie unten eine neue Zeile ein und geben Sie den Namen der Funktion in der Operator-Spalte (linkes Feld) ein, oder verwenden Sie die Eingabehilfe zur Auswahl der Funktion (wählen Sie im Kontextmenü Bausteinaufruf einfügen). 5 Wenn die Funktion über mehr als 1 Eingang verfügt und die Eingabehilfe verwendet wird, wird die erforderliche Anzahl von Zeilen automatisch mit??? in den Feldern rechts erstellt. Ersetzen Sie??? durch den geeigneten Wert oder die Variable, die der Reihenfolge der Eingänge entspricht. 6 Fügen Sie eine neue Zeile ein, um das Ergebnis der Funktion in der entsprechenden Variable zu speichern: Geben Sie die ST-Anweisung in die Operator-Spalte (linkes Feld) und einen Variablennamen in das rechte Feld ein. EIO /

224 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen Die Funktionen IsFirstMastCycle (ohne Eingangsparameter) und SetRTCDrift (mit Eingangsparametern) dienen zur Veranschaulichung: Funktion ohne Eingangsparameter: IsFirstMastCycle Graphische Darstellung mit Eingangsparametern: SetRTCDrift In der AWL-Sprache wird der Funktionsname direkt in der Operator-Spalte verwendet: Funktion Beispiel einer Funktion ohne Eingangsparameter in der Sprache AWL: IsFirstMastCycle Darstellung im SoMachine POU-Editor in AWL Beispiel einer Funktion mit Eingangsparameter in der Sprache AWL: SetRTCDrift 224 EIO /2010

225 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen Verwenden eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL Im Folgenden wird das Einfügen eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL beschrieben: Schritte Aktion 1 Erstellen Sie eine neue POU in der Programmiersprache Anweisungsliste. HINWEIS: Das Verfahren zur Erstellung einer POU wird hier nicht beschrieben. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der allgemeinen Hilfe zu SoMachine. 2 Erstellen Sie die Variablen, die für den Funktionsbaustein erforderlich sind, einschließlich des Instanznamens. 3 Funktionsbausteine werden mithilfe einer CAL-Anweisung aufgerufen: Verwenden Sie die Eingabehilfe zur Auswahl des Funktionsbausteins (wählen Sie im Kontextmenü Bausteinaufruf einfügen). Die CAL-Anweisung und die entsprechenden E/A werden erstellt. Jeder Parameter (E/A) ist eine Anweisung: Werte für Eingänge werden mit ":=" festgelegt. Werte für Ausgänge werden mit "=>" festgelegt. 4 Ersetzen Sie im rechten CAL-Feld die??? durch den Instanznamen. 5 Ersetzen Sie weitere??? durch eine geeignete Variable oder einen direkten Wert. Der graphisch dargestellte Funktionsbaustein TON dient in diesem Beispiel zur Veranschaulichung: Funktionsbaustein TON Graphische Darstellung EIO /

226 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen In der AWL-Sprache wird der Name des Funktionsbausteins direkt in der Operator- Spalte verwendet: Funktionsbaustein TON Darstellung im SoMachine POU-Editor in AWL 226 EIO /2010

227 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache ST Allgemeine Informationen In diesem Teil wird die Implementierung einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der ST-Sprache erläutert. Dabei werden die Funktion SetRTCDrift und der Funktionsbaustein TON als Beispiel verwendet. Verwenden einer Funktion in der Sprache ST Im Folgenden wird das Einfügen einer Funktion in der Sprache ST beschrieben: Schritt Aktion 1 Erstellen Sie eine neue POU in der Programmiersprache Strukturierter Text. HINWEIS: Das Verfahren zur Erstellung einer POU wird hier nicht beschrieben. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der allgemeinen Hilfe zu SoMachine. 2 Erstellen Sie die von der Funktion benötigten Variablen. 3 Verwenden Sie im POU-ST-Editor die allgemeine Syntax zur Darstellung einer Funktion in der Sprache ST. Die allgemeine Syntax lautet: FunktionsErgebnis:= FunktionsName(VarEingang1, VarEingang2,.. VarEingangx); Zur Veranschaulichung dieses Verfahrens betrachten wir die graphisch dargestellte Funktion SetRTCDrift: Funktion SetRTCDrift Graphische Darstellung In der Sprache ST wird diese Funktion folgendermaßen dargestellt: Funktion SetRTCDrift Darstellung im SoMachine POU-Editor in der Sprache ST PROGRAM MyProgram_ST VAR mydrift: SINT( ) := 5; myday: DAY_OF_WEEK := SUNDAY; myhour: HOUR := 12; myminute: MINUTE; myrtcadjust: RTCDRIFT_ERROR; END_VAR myrtcadjust:= SetRTCDrift(myDrift, myday, myhour, myminute); EIO /

228 Darstellung von Funktionen und Funktionsbausteinen Verwenden eines Funktionsbausteins in der Sprache ST Im Folgenden wird das Einfügen eines Funktionsbausteins in der Sprache ST beschrieben: Schritt Aktion 1 Erstellen Sie eine neue POU in der Programmiersprache Strukturierter Text. HINWEIS: Das Verfahren zur Erstellung einer POU wird hier nicht beschrieben. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der allgemeinen Hilfe zu SoMachine. 2 Erstellen Sie die Eingangs- und Ausgangsvariablen und die Instanzen, die für den Funktionsbaustein erforderlich sind: Die Eingangsvariablen sind die für den Funktionsbaustein erforderlichen Eingangsparameter. Die Ausgangsvariablen erhalten den vom Funktionsbaustein zurückgegebenen Wert. 3 Verwenden Sie im POU-ST-Editor die allgemeine Syntax zur Darstellung eines Funktionsbausteins in der Sprache ST. Die allgemeine Syntax lautet: FunktionsBaustein_InstanzName(Eingang1:=VarEingang1, Eingang2:=VarEingang2,... Ausgang1=>VarAusgang1, Ausgang2=>VarAusgang2,...); Der graphisch dargestellte Funktionsbaustein TON dient in diesem Beispiel zur Veranschaulichung: Funktionsbaustein TON Graphische Darstellung Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für den Aufruf eines Funktionsbausteins in der Sprache ST: Funktionsbaustein TON Darstellung im SoMachine POU-Editor in der Sprache ST 228 EIO /2010

229 Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen Leitung in einem Anwenderprogramm EIO /2010 Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen Leitung in einem C Anwenderprogramm Übersicht In diesem Abschnitt werden die Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen Leitung in einem Anwenderprogramm beschrieben. Um diese Funktionen nutzen zu können, müssen Sie die M2xx Communication- Bibliothek hinzufügen. Weitere Informationen über das Hinzufügen einer Bibliothek finden Sie im SoMachine Programmierhandbuch (siehe SoMachine, Programmierhandbuch). Inhalt dieses Kapitels Dieses Kapitel enthält die folgenden Themen: Thema Seite GetSerialConf: Abrufen der seriellen Leitungskonfiguration 230 SetSerialConf: Änderung der seriellen Leitungskonfiguration 231 SERIAL_CONF: Struktur des Datentyps für die serielle Leitungskonfiguration 233 EIO /

230 Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen Leitung in einem Anwenderprogramm GetSerialConf: Abrufen der seriellen Leitungskonfiguration Funktionsbeschreibung GetSerialConf gibt die Konfigurationsparameter für den Kommunikationsport einer bestimmten seriellen Leitung zurück. Graphische Darstellung Parameterbeschreibung Eingang Typ Kommentar Link LinkNumber Link ist die Nummer des Kommunikationsports. PointerToSerialConf ZEIGER AUF SERIAL_CONF (siehe Seite 233) PointerToSerialConf ist die Adresse der Konfigurationsstruktur (Variable vom Typ SERIAL_CONF), in der die Konfigurationsparameter gespeichert werden. Die Standardfunktion ADR muss zum Definieren des zugehörigen Zeigers verwendet werden (siehe nachstehendes Beispiel). Ausgang Typ Kommentar GetSerialConf WORD Diese Funktion gibt Folgendes zurück: 0: Die Konfigurationsparameter werden zurückgegeben 255: Die Konfigurationsparameter werden nicht zurückgegeben, da: die Funktion nicht erfolgreich war die Funktion gerade ausgeführt wird Beispiel Siehe Beispiel für SetSerialConf (siehe Seite 232). 230 EIO /2010

231 Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen SetSerialConf: Änderung der seriellen Leitungskonfiguration Funktionsbeschreibung SetSerialConf dient zur Änderung der Konfiguration der seriellen Leitung. Graphische Darstellung HINWEIS: Das Ändern der Konfiguration der Ports für serielle Leitungen während der Programmausführung kann zu einer Unterbrechung der Kommunikation zwischen zwei miteinander verbundenen Geräten führen. WARNUNG STEUERUNGSAUSFALL AUFGRUND EINER UNERWARTETEN KONFIGU- RATIONSÄNDERUNG Vergewissern Sie sich, dass alle Parameter der Funktion SetSerialConf vor der Ausführung des Programms validiert und getestet wurden. Die Nichtbeachtung dieser Anweisungen kann Tod, schwere Körperverletzungen oder Sachschäden zur Folge haben. Parameterbeschreibung Eingang Typ Kommentar Link LinkNumber LinkNumber ist die Nummer des Kommunikationsports. PointerToSerialConf ZEIGER AUF SERIAL_CONF (siehe Seite 233) PointerToSerialConf ist die Adresse der Konfigurationsstruktur (Variable vom Typ SERIAL_CONF), in der die neuen Konfigurationsparameter gespeichert werden. Die Standardfunktion ADR muss zum Definieren des zugehörigen Zeigers verwendet werden (siehe nachstehendes Beispiel). Wenn 0, stellen Sie die Standardkonfiguration der Anwendung auf die serielle Leitung ein. Ausgang Typ Kommentar SetSerialConf WORD Diese Funktion gibt Folgendes zurück: 0: Die neue Konfiguration ist eingerichtet 255: Die neue Konfiguration wird abgelehnt, da: die Funktion gerade ausgeführt wird die Eingangsparameter ungültig sind EIO /

232 Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen Leitung in einem Anwenderprogramm Beispiel VAR MySerialConf: SERIAL_CONF: result: WORD; END_VAR (*Aktuelle Konfiguration der seriellen Leitung 1 abrufen*) GetSerialConf(1, ADR(MySerialConf)); (*Zu Modbus RTU-Slave-Adresse 9 ändern*) MySerialConf.Protocol := 0; (*Modbus RTU/SoMachine- Protokoll (in diesem Fall wählt CodesysCompliant das Protokoll aus)*) MySerialConf.CodesysCompliant := 0; (*Modbus RTU*) MySerialConf.address := 9; (*Modbus-Adresse auf 9 setzen*) (*Die serielle Leitung 1 neu konfigurieren*) result := SetSerialConf(1, ADR(MySerialConf)); 232 EIO /2010

233 Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen SERIAL_CONF: Struktur des Datentyps für die serielle Leitungskonfiguration Strukturbeschreibung Die Struktur von SERIAL_CONF enthält Konfigurationsinformationen über den seriellen Leitungsanschluss. Sie enthält die folgenden Variablen: Variable Typ Beschreibung Bauds DWORD Baudrate InterframeDelay WORD Mindestzeit (in ms) zwischen 2 Frames in Modbus (RTU, ASCII) FrameReceivedTimeout WORD Im ASCII-Protokoll kann das System anhand von FrameReceivedTimeout das Ende eines Frame beim Empfang erkennen, wenn eine Stille einer festgelegten Anzahl von ms aufgetreten ist. Bei einem Wert von 0 wird dieser Parameter nicht verwendet. FrameLengthReceived WORD Im ASCII-Protokoll kann das System anhand von FrameLengthReceived das Ende eines Frame beim Empfang ermitteln, wenn die Steuerung die festgelegte Anzahl von Zeichen empfangen hat. Bei einem Wert von 0 wird dieser Parameter nicht verwendet. Protocol BYTE 0: Modbus RTU oder Somachine (siehe CodesysCompliant) 1: Modbus ASCII 2: ASCII Address BYTE Modbus-Adresse 0 bis 255 (0 für Master) Parity BYTE 0: Keine 1: Ungerade 2: Gerade Rs485 BYTE 0: RS232 1: RS485 ModPol (Polarisierungswiderstand) BYTE 0: Nein 1: Ja DataFormat BYTE 7 Bits oder 8 Bits StopBit BYTE 1: 1 Stoppbit 2: 2 Stoppbits CharFrameStart BYTE Im ASCII-Protokoll bedeutet 0, dass im Frame kein Startzeichen vorhanden ist. Andernfalls dient das entsprechende ASCII- Zeichen dazu, den Beginn eines Frames im Empfangsmodus zu erkennen. Im Sendemodus wird dieses Zeichen zu Beginn des Benutzer-Frames hinzugefügt. EIO /

234 Funktionen zum Abrufen/Einrichten der Konfiguration der seriellen Leitung in einem Anwenderprogramm Variable Typ Beschreibung CharFrameEnd1 BYTE Im ASCII-Protokoll bedeutet 0, dass im Frame kein zweites Endzeichen vorhanden ist. Andernfalls dient das entsprechende ASCII-Zeichen dazu, das Ende eines Frames im Empfangsmodus zu erkennen. Im Sendemodus wird dieses Zeichen am Ende des Benutzer-Frames hinzugefügt. CharFrameEnd2 BYTE Im ASCII-Protokoll bedeutet 0, dass im Frame kein zweites Endzeichen vorhanden ist. Andernfalls dient das entsprechende ASCII-Zeichen (zusammen mit CharFrameEnd1) dazu, das Ende eines Frames im Empfangsmodus zu erkennen. Im Sendemodus wird das Zeichen am Ende des Benutzer-Frames hinzugefügt. CodesysCompliant BYTE 0: Modbus RTU 1: SoMachine (wenn Protocol = 0) CodesysNetType BYTE Nicht verwendet 234 EIO /2010

235 M238 - SPS-Leistung EIO /2010 SPS-Leistung D Verarbeitungsleistung des Modicon M238 Logic Controller Einführung Dieses Kapitel enthält Informationen zur Verarbeitungsleistung des Modicon M238 Logic Controller. Logik-Verarbeitung Die folgende Tabelle zeigt die Logik-Verarbeitungsleistung für verschiedene logische Anweisungen: Anweisungen vom Typ AWL (IL) Addition/Subtraktion/Multiplikation von INT Addition/Subtraktion/Multiplikation von DINT Addition/Subtraktion/Multiplikation von REAL Division von REAL Operation mit BOOL, z. B. Status:= Status und Wert LD INT + ST INT LD DINT + ST DINT LD REAL + ST REAL Dauer für Anweisungen 439 μs 506 μs 5111 μs 7250 μs 971 μs 420 μs 459 μs 648 μs Basissystemzeit Die folgende Tabelle zeigt die Basisverwaltungsleistung für jeden MAST-Zyklus: E/A-Typ Integrierte Eingänge und interne Verarbeitung Integrierte Ausgänge Verwaltungsaufwand für jeden MAST-Zyklus 700 μs 200 μs EIO /

236 M238 - SPS-Leistung HSC-, PWM-, PTO- und Frequenzgenerator-Verarbeitung Die folgende Tabelle zeigt die Verarbeitungsleistung für komplexe Funktionen für jeden MAST-Zyklus: Typ der komplexen Funktion HSC Simple HSC Main PWM PTO Simple Frequenzgenerator Verwaltungsaufwand für jeden MAST-Zyklus 150 μs 350 μs 150 μs 200 μs 150 μs Kommunikations- und Systemverarbeitungszeit Die Kommunikationsverarbeitungszeit fällt je nach der Anzahl der gesendeten/empfangenen Anforderungen unterschiedlich aus. Antwortzeit bei Ereignissen Die in der nachstehenden Tabelle gezeigte Antwortzeit entspricht der Zeit zwischen der steigenden Flanke eines Signals an einem Eingang, durch die ein externer Ereignistask ausgelöst wird, und der Flanke des durch diesen Task gesetzten Ausgangs. Der Ereignistask verarbeitet zudem 100 AWL-Anweisungen, bevor der Ausgang gesetzt wird: Mindestwert Typisch Höchstwert 750 μs 950 μs 1750 μs 236 EIO /2010

237 Glossar EIO /2010 Glossar A Abkürzung für den englischen Begriff "sequential function chart" (dt.: Ablaufsteuerung) Siehe SFC (AS). Anweisungsliste (Programmiersprache) Siehe IL (AWL). Anwendungsquelle Die Datei für die Anwendungsquelle kann auf den PC geladen werden, um ein SoMachine-Projekt erneut zu öffnen. Diese Quelldatei kann ein gesamtes SoMachine-Projekt (z. B. eines, das eine HMI-Anwendung beinhaltet) unterstützen. ARP Das Adressauflösungsprotokoll (Address Resolution Protocol, ARP) ist das IP- Protokoll der Netzwerkschicht, das eine IP-Adresse einer MAC-Adresse (Hardwareadresse) zuordnet. ASCII (American Standard Code for Information Interchange. Ein Kommunikationsprotokoll zur Darstellung alphanumerischer Zeichen (Buchstaben, Zahlen sowie einige graphische Zeichen und Steuerzeichen). EIO /

238 Glossar B BOOTP Das (Bootstrap-Protokoll ist ein UDP-Netzwerkprotokoll, das von einem Netzwerk- Client verwendet werden kann, um automatisch eine IP-Adresse (und möglicherweise weitere Daten) von einem Server zu erhalten. Der Client identifiziert sich bei dem Server mit der MAC-Adresse des Clients. Der Server, der eine vorkonfigurierte Tabelle der MAC-Adressen des Client-Geräts und der zugeordneten IP-Adressen speichert, sendet dem Client seine vorkonfigurierte IP- Adresse. BOOTP wurde ursprünglich zum Remote-Booten von festplattenlosen Hosts über das Netzwerk verwendet. Der BOOTP-Prozess weist eine IP-Adresse mit unbegrenzter Laufzeit zu. Der BOOTP-Dienst nutzt die UDP-Ports 67 und 68. BS Betriebssystem. Kann für Firmware verwendet werden, die vom Benutzer hoch- /heruntergeladen werden kann. C CAN Controller Area Network. Das CAN-Protokoll (ISO 11898) für serielle Busnetzwerke dient der Vernetzung von intelligenten Geräten (von verschiedenen Herstellern) in intelligenten Systemen für Echtzeit-Industrieanwendungen. Durch die Implementierung von Broadcast Messaging und hoch entwickelten Diagnosemechanismen stellen CAN-Multi-Master-Systeme eine hohe Datenintegrität sicher. Das ursprünglich zur Nutzung in Automobilen verwendete CAN wird jetzt in einer Vielzahl von Steuerungsumgebungen in der industriellen Automatisierung eingesetzt. CANmotion CANmotion ist ein auf CANopen basierender Motion-Bus mit einem zusätzlichen Mechanismus, der für die Synchronisierung zwischen der Motion-Steuerung und den Antrieben sorgt. CANopen CANopen ist ein offenes Industriestandard-Kommunikationsprotokoll sowie eine Geräteprofilspezifikation. 238 EIO /2010

239 Glossar CFC Continuous Function Chart (eine Erweiterung der Norm IEC ) ist eine graphische Programmiersprache, die wie ein Flussdiagramm funktioniert. Durch das Hinzufügen einfacher logischer Bausteine (AND, OR, usw.) wird jede Funktion oder jeder Funktionsbaustein im Programm in diesem graphischen Format angezeigt. Bei jedem Baustein befinden sich die Eingänge links und die Ausgänge rechts. Die Ausgänge der Bausteine können mit den Eingängen weiterer Bausteine verbunden werden und auf diese Weise komplexe Ausdrücke bilden. CiA CAN in Automation. CiA ist eine gemeinnützige Gruppe von Herstellern und Anwendern, die sich der Entwicklung und der Unterstützung von höherschichtigen, CAN-basierten Protokollen widmet. CIP Common Industrial Protocol. Wenn das CIP-Protokoll auf der Anwendungsschicht eines Netzwerks implementiert ist, kann es ohne Berücksichtigung des Protokolls nahtlos mit anderen CIP-basierten Netzwerken kommunizieren Die Implementierung von CIP in der Anwendungsschicht eines Ethernet-TCP/IP-Netzwerks erzeugt beispielsweise eine EtherNet/IP-Umgebung. In ähnlicher Weise erzeugt CIP in der Anwendungsschicht eines CAN-Netzwerks eine DeviceNet-Umgebung. In diesem Fall können Geräte in dem EtherNet/IP-Netzwerk mit Geräten in dem DeviceNet-Netzwerk über CIP-Bridges oder -Router kommunizieren. D Datenprotokoll Die Steuerung zeichnet Ereignisse, die mit der Benutzeranwendung in Zusammenhang stehen, in einem Datenprotokoll auf. DHCP Dynamic Host Configuration Protocol. DCHP ist eine hochentwickelte Erweiterung von BOOTP. DHCP ist ausgereifter, doch sowohl DHCP als auch BOOTP sind gängig. (DHCP kann BOOTP-Anforderungen von Clients handhaben.) EIO /

240 Glossar E E/A-Erweiterungsmodul Ein Eingangs- oder Ausgangserweiterungsmodul ist entweder ein digitales oder ein analoges Modul, das die Basissteuerung mit zusätzlichen E/A ausstattet. Echtzeituhr (RTC) Siehe RTC EEPROM Electrically Erasable Programmable Read-Only Memory. Es handelt sich hierbei um einen nicht flüchtigen Speicher, der zur Speicherung von Daten dient, die bei einer Unterbrechung der Stromversorgung erhalten werden müssen. EIA-Rack Ein EIA-Rack ist ein standardisiertes System (EIA 310-D, IEC und DIN SC48D) zur Montage verschiedener elektronischer Module in einem 19 Zoll (482,6 mm) breiten Stack oder Rack. Eingang mit Statusspeicherung Ein Eingangsmodul mit Statusspeicherung bildet eine Schnittstelle mit Geräten, die Nachrichten in kurzen Impulsen übertragen. Eingehende Impulse werden erfasst und für die spätere Untersuchung durch die Applikation aufgezeichnet. Erweiterungsbus Der Erweiterungsbus ist ein elektronischer Kommunikationsbus zwischen Erweiterungsmodulen und einer CPU. EtherNet/IP Das Ethernet Industrial Protocol ist ein offenes Kommunikationsprotokoll für Fertigungsautomatisierungslösungen in industriellen Systemen. EtherNet/IP gehört zu einer Familie von Netzwerken, die CIP (Common Industrial Protocol) in den oberen Schichten implementieren. Die unterstützende Organisation (ODVA) gibt EtherNet/IP für globale Anpassungsfähigkeit und Medienunabhängigkeit vor. 240 EIO /2010

241 Glossar Experten-E/A Experten-E/A sind zweckbestimmte Module oder Kanale für erweiterte Merkmalen. Diese Merkmale sind in der Regel in das Modul eingebettet, um keine Ressourcen der SPS in Anspruch zu nehmen, und ermöglichen je nach Modul eine schnelle Antwortzeit. Im Hinblick auf seine Funktion könnte dieses Modul als "eigenständig" angesehen werden, da die Funktion vom Verarbeitungszyklus der Steuerung unabhängig ist, sie tauscht lediglich einige Informationen mit der CPU der Steuerung aus. F FB Ein Funktionsbaustein führt eine spezifische Automatisierungsfunktion aus, z. B. Geschwindigkeitssteuerung, Intervallsteuerung oder Zählung. Er umfasst Konfigurationsdaten und eine Reihe von Betriebsparametern. FBD Ein Funktionsbausteindiagramm ist eine graphisch orientierte Programmiersprache, die der Norm IEC entspricht. Sie arbeitet mit einer Liste von Netzwerken, bei der jedes Netzwerk eine graphische Struktur von Feldern und Verbindungslinien enthält, die entweder einen logischen oder einen arithmetischen Ausdruck, den Aufruf eines Funktionsbausteins, einen Sprung oder einen Rückkehrbefehl darstellen. FG Frequenzgenerator Firmware Die Firmware verkörpert das Betriebssystem in einer Steuerung. Flash-Speicher Der Flash-Speicher ist ein nichtflüchtiger, überschreibbarer Speicher. Er wird in einem speziellen EEPROM gespeichert, der gelöscht und neu programmiert werden kann. FTP File Transfer Protocol. Ein Standardnetzwerkprotokoll (basierend auf einer Client- Server-Architektur) zum Austausch und Manipulieren von Dateien über TCP/IP- Netzwerke. EIO /

242 Glossar Funktionsbaustein Siehe FB. Funktionsbausteindiagramm Siehe FBD. G Grenzwertausgang Grenzwertausgänge werden direkt von HSC gemäß den während der Konfiguration vorgenommenen Einstellungen gesteuert. GVL Die Liste globaler Variablen verwaltet globale Variablen, die in jeder Anwendungs- POU verfügbar sind. H HSC Hochgeschwindigkeitszähler I ICMP Internet Control Message Protocol. Internetprotokoll, das Fehler meldet und Informationen in Bezug auf die Datagramm-Verarbeitung bereitstellt. IEC IEC ist eine Norm der International Electrotechnical Commission für industrielle Automatisierungsgeräte (z. B. Steuerungen). IEC befasst sich mit den Programmiersprachen von Steuerungen und definiert zwei graphische und zwei Textsprachen: Graphisch: Kontaktplan, Funktionsbausteindiagramm Text: Strukturierter Text, Anweisungsliste 242 EIO /2010

243 Glossar IL (AWL) Ein in der Programmiersprache Anweisungsliste (engl.: Instruction List bzw. IL) geschriebenes Programm besteht aus einer Abfolge von Anweisungen, die von der Steuerung der Reihe nach ausgeführt werden. Jede Anweisung enthält eine Zeilennummer, einen Anweisungscode und einen Operanden. (AWL ist IEC konform.) IP Internet-Protokoll. Der Teil der TCP/IP-Protokollfamilie, der die Internetadressen von Geräten verfolgt, das Routing für die abgehenden Meldungen übernimmt und eingehende Meldungen erkennt. IP 20 Schutzart-Bewertung gemäß IEC IP20-Module sind gegen Eindringen und Kontakt von Objekten größer als 12,5 mm geschützt. Das Modul ist nicht gegen schädliches Eindringen von Wasser geschützt. K Kontaktplan (Programmiersprache) Siehe LD (KOP). Konten Ein Knoten ist ein adressierbares Gerät in einem Kommunikationsnetzwerk. L LD (KOP) Abkürzung für "Ladder Diagram" (Kontaktplan). Ein im Kontaktplan geschriebenes Programm besteht aus der graphischen Darstellung von Anweisungen eines Steuerungsprogramms, wobei Kontakte, Spulen und Blöcke als Symbole in einer Folge von Programmblöcken dargestellt werden, die von der Steuerung der Reihe nach ausgeführt werden. IEC konform. Lokalisierte Variable Eine lokalisierte Variable hat eine Adresse. (Siehe Unlokalisierte Variable.) EIO /

244 Glossar M MAC-Adresse Media Access Control-Adresse. Eine eindeutige 48-Bit-Zahl, die mit einer bestimmten Hardwarekomponente verknüpft ist. Die MAC-Adresse wird bei der Fertigung in jede Netzwerkkarte oder jedes Gerät programmiert. MAST Ein Master-Task (MAST) ist ein Prozessortask, der über die Programmiersoftware ausgeführt wird. Der MAST-Task hat zwei Sections: IN: Vor der Ausführung des MAST-Tasks werden die Eingänge in die IN-Section kopiert. OUT: Nach der Ausführung des MAST-Tasks werden die Ausgänge in die OUT- Section kopiert. Master/Slave Die Steuerungsrichtung in einem Netzwerk, die das Master/Slave-Modell umsetzt, verläuft immer vom Master-Gerät oder -Prozess zu einem oder mehreren Slave- Geräten. MIB Die MIB (Management Information Base) ist eine Objektdatenbank, die von einem Netzwerkverwaltungssystem wie SNMP überwacht wird. SNMP überwacht Geräte, die von ihren MIBs definiert werden. Schneider hat eine private MIB, groupeschneider (3833). Modbus Das Modbus-Kommunikationsprotokoll ermöglicht die Kommunikation zwischen mehreren Geräten, die alle mit demselben Netzwerk verbunden sind. N NEMA National Electrical Manufacturers Association. Eine US-amerikanische Vereinigung, die Leistungsstandards für verschiedene Klassen elektrischer Gehäuse veröffentlicht. NEMA-Standards befassen sich mit der Korrosionsbeständigkeit, dem Schutz gegen Regen und dem Eindringen von Wasser usw. Für IEC-Mitgliedsländer gilt die Norm IEC mit ihrer Klassifizierung der verschiedenen Schutzgrade (IP-Codes) für Gehäuse. 244 EIO /2010

245 Glossar Netzwerk Ein Netzwerk umfasst miteinander verbundene Geräte, die einen gemeinsamen Datenpfad und ein gemeinsames Kommunikationsprotokoll nutzen. O ODVA Open DeviceNet Vendors Association. Die ODVA unterstützt die Familie von Netzwerktechnologien, die auf CIP aufbauen (EtherNet/IP, DeviceNet und CompoNet). P PDO Ein Prozessdatenobjekt (Process Data Object) wird in CAN-basierten Netzwerken als nicht bestätigte Rundsendemeldung übertragen oder von einem Erzeugergerät an ein Verbrauchergerät gesendet. Das Sende-PDO vom Erzeugergerät weist einen spezifischen Bezeichner auf, der dem Empfangs-PDO der Verbrauchergeräte entspricht. Periodische Ausführung Der Master-Task wird entweder zyklisch oder periodisch ausgeführt. Im periodischen Modus können Sie einen bestimmten Zeitraum (Periode) festlegen, in dem der Master-Task ausgeführt werden muss. Wenn er in weniger als dieser Zeit ausgeführt werden kann, wird eine Wartezeit bis zum nächsten Zyklus erzeugt. Wenn zur Ausführung mehr Zeit erforderlich ist, wird von einem Steuerungssystem ein Überlauf angezeigt. Ist die Überschreitung zu hoch, wird die Steuerung angehalten. Persistente Daten Daten mit beständigen Werten, die bei der nächsten Änderung der Anwendung oder einem Kaltstart verwendet werden. Persistente Daten werden nur beim Neustart der Steuerung oder durch einen Reset auf den Ursprung neu initialisiert. Insbesondere behalten sie ihre Werte nach einem Download bei. EIO /

246 Glossar PLCopen Der PLCopen-Standard ermöglicht Effizienz, Flexibilität und Herstellerunabhängigkeit auf dem Gebiet der Automatisierungs- und Regeltechnik dank der Standardisierung von Tools und Bibliotheken sowie modularer Ansätze für die Softwareprogrammierung. Post-Konfiguration Post-Konfigurationsdateien enthalten maschinenunabhängige Parameter, darunter: Maschinenname Gerätename oder IP-Adresse Adresse der seriellen Modbus-Leitung Routing-Tabelle POU Eine Programmorganisationseinheit (POU) beinhaltet eine Variablendeklaration in Quellcode sowie den entsprechenden Befehlssatz. POUs ermöglichen die modulare Wiederverwendung von Softwareprogrammen, Funktionen und Funktionsbausteinen. Sobald POUs deklariert sind, stehen sie sich gegenseitig zur Verfügung. Bei der SoMachine-Programmierung ist der Einsatz von POUs erforderlich. Protokoll Ein Protokoll ist eine Konvention bzw. ein Standard, der die Verbindung, die Kommunikation und die Datenübertragung zwischen zwei Computern ermöglicht und steuert. PTO Pulse Train Output. Impulswellenausgänge dienen zur Steuerung von Instanz- Schrittmotoren in einer offenen Schleife. PWM Pulse Width Modulation. Impulsbreitenmodulation wird für Regelprozesse (z. B. Aktoren zur Temperatursteuerung) verwendet, bei denen ein Impulssignal in seiner Länge moduliert wird. Für diese Art von Signalen werden Transistorausgänge verwendet. 246 EIO /2010

247 Glossar R Reflexausgang Bei einem Zählmodus wird der aktuelle Wert des Hochgeschwindigkeitszählers mit den konfigurierten Grenzwerten vergleichen, um den Zustand dieser zweckbestimmten Ausgänge zu ermitteln. Retain-Daten Der Wert von Retain-Daten (beibehaltenen Daten) wird beim nächsten Einschalten oder Warmstarten verwendet. Der Wert bleibt sowohl nach einem normalen Abschalten der Steuerung als auch nach einem unkontrollierten Herunterfahren erhalten. RFID Die Funkfrequenzidentifizierung (RFID, Radio-Frequency Identification) ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen anhand der Speicherung und dem dezentralen Abruf von Daten mit Hilfe von RFID-Tags oder Transpondern. RPDO Ein Empfangs-PDO sendet Daten an ein Gerät in einem CAN-basierten Netzwerk. RTC Die Option für die Echtzeituhr (Real Time Clock, RTC) liefert die Uhrzeit, auch wenn die Steuerung für eine begrenzte Zeit nicht mit Spannung versorgt wird. S Schnelle E/A Schnelle E/A sind spezifische E/A mit einigen elektrischen Merkmalen (z. B. Antwortzeit), aber die Verarbeitung dieser Kanäle erfolgt durch die CPU der Steuerung. SDO Dienstdatenobjekt (Service Data Object). In CAN-basierten Netzwerken werden SDO-Meldungen vom Feldbus-Master verwendet, um auf die Objektverzeichnisse von Netzwerkknoten zuzugreifen (mit Lese-/Schreibzugriff). SDO-Typen umfassen SDOs (SSDOs) und Client-SDOs (CSDOs). EIO /

248 Glossar SFC (AS) SFC ist die Abkürzung für den englischen Begriff Sequential Function Chart (Ablaufsteuerung, AS). Es handelt sich um eine Programmiersprache für Prozesse, die sich in einzelne Schritte untergliedern lassen. SFC besteht aus Schritten mit zugehörigen Aktionen, Übergängen mit zugehörigen logischen Bedingungen und gerichteten Verbindungen zwischen Schritten und Übergängen. (SFC ist in der Norm IEC 848 definiert und ist IEC konform.) SNMP Das Simple Network Management-Protokoll ermöglicht die Fernverwaltung eines Netzwerks durch die Abfrage des Zustands der Stationen, die Durchführung von Sicherheitstests und die Anzeige verschiedener, mit der Datenübertragung verbundener Informationen. Es kann außerdem für die Fernverwaltung von Softwareprogrammen und Datenbanken verwendet werden. Außerdem ermöglicht das Protokoll aktive Verwaltungstasks, wie das Ändern und Zuweisen einer neuen Konfiguration. Steuerung Eine Steuerung, auch speicherprogrammierbare Steuerung oder SPS genannt, dient zur Automatisierung von Industrieprozessen. Strukturierter Text Ein in der Sprache Strukturierter Text (ST) geschriebenes Programm umfasst komplexe Anweisungen und verschachtelte Befehle (wie Iterationsschleifen, bedingte Ausführungen oder Funktionen). ST ist IEC konform. Symbol Ein Symbol ist eine Zeichenfolge mit maximal 32 alphanumerischen Zeichen, von denen das erste Zeichen ein Buchstabe ist. Mit Symbolen können Sie ein Steuerungsobjekt personalisieren, um die Pflegbarkeit der Applikation zu erhöhen. Systemvariable Eine Systemvariablenstruktur stellt Informationen zu Steuerungsdaten und Diagnose bereit und ermöglicht das Senden von Befehlen an die Steuerung. 248 EIO /2010

249 Glossar T Task Eine Gruppe von Sections und Unterprogrammen, die zyklisch oder periodisch für den Task MAST oder periodisch für den Task FAST ausgeführt werden. Ein Task besitzt eine bestimmte Prioritätsstufe und ist mit Ein- und Ausgängen der Steuerung verknüpft. Diese E/A werden nacheinander aktualisiert. Eine Steuerung kann über mehrere Tasks verfügen. TCP Transmission Control Protocol. Ein verbindungsorientiertes Transportschichtprotokoll, das die zuverlässige gleichzeitige bidirektionale Übertragung von Daten ermöglicht. TCP ist Teil der TCP/IP-Protokollreihe. TPDO Ein Sende-PDO liest Daten aus einem Gerät in einem CAN-basierten Netzwerk. U UDP Das User Datagram Protocol ist ein Protokoll für den verbindungslosen Modus (definiert durch IETF RFC 768), in dem Nachrichten in einem Datagramm (Datentelegramm) an den Zielcomputer in einem IP-Netzwerk zugestellt werden. Das UDP-Protokoll ist normalerweise mit dem IP-Protokoll (UPD/IP) gebündelt. UDP/IP-Nachrichten erwarten keine Antwort und sind deshalb ideal für Anwendungen, in denen verlorene Pakete keine Neuübertragung erfordern (z.b. Streaming-Video und Netzwerke, die Echtzeitverhalten verlangen). Unlokalisierte Variable Eine unlokalisierte Variable hat keine Adresse. (Siehe Lokalisierte Variable.) EIO /

250 Glossar Z Zyklischer Task Die Zykluszeit des zyklischen Tasks weist eine vom Benutzer festgelegte Dauer (Intervall) auf. Wenn die aktuelle Zykluszeit kürzer ist als die zyklische Zykluszeit, dann wartet die Steuerung, bis die zyklische Zykluszeit abgelaufen ist, bevor ein neuer Zyklus startet. Zyklus Das Zyklusprogramm einer Steuerung führt drei grundlegende Funktionen aus: [1] Es liest Eingänge und stellt diese Werte in den Arbeitsspeicher; [2] es führt das Anwendungsprogramm Befehl für Befehl aus und speichert die Ergebnisse im Arbeitsspeicher; [3] es aktualisiert die Ausgänge anhand der Ergebnisse. 250 EIO /2010

251 Index EIO /2010 Index CBA A AS-Interface V2-Feldbus Allgemeine Funktionsbeschreibung, 97 Änderung einer Slave-Adresse, 124 Automatische Adressierung eines Slaves, 122 Beschreibung, 96 Betriebsunfähige Slaves, 132 Diagnose, 126 Hinzufügen eines AS-Interface-Moduls, 102 Hinzufügen eines AS-Interface-Slaves, 110 Hinzufügen eines Slaves über "Geräte suchen", 113 Hinzufügen eines Slaves über den Katalog, 110 Konfigurieren eines AS-Interface-Masters, 106 Konfigurieren eines AS-Interface-Slaves, 118 Manuelles Hinzufügen eines generischen Slaves, 115 Prinzip des Software-Setup, 100 Programmierung, 130 AS-Interface-Bibliothek ASI_CheckSlaveBit, 202 ASI_CmdSetAutoAddressing, 204 ASI_CmdSetDataExchange, 206 ASI_CmdSetOfflineMode, 208 ASI_MasterStatusCheck, 210 ASI_ReadParameterImage, 218 ASI_SlaveAddressChange, 212 ASI_SlaveParameterUpdate, 214 ASI_SlaveStatusCheck, 216 B Bibliotheken, 19 D Download der Anwendung, 65 E Erweiterungsmodul Hinzufügen von Erweiterungsmodulen, 89 Konfigurieren von Erweiterungsmodulen, 89 F FAQ, 196 Fehlersuche, 188 EIO /

252 Index Firmware-Aktualisierung Aktualisierung über serielle Verbindung, 172 Aktualisierung über USB, 175 Datei- und Geräteeigenschaften, 183 Einstellungen, 181 ExecLoader-Einführung, 178 Übertragungsfortschritt, 185 Willkommen, 180 Funktionen Hauptfunktionen, 13 Unterschiede zwischen Funktionen und Funktionsbausteinen, 222 Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache AWL, 223 Verwenden einer Funktion oder eines Funktionsbausteins in der Sprache ST, 227 G GetSerialConf, 230 H Hauptfunktionen, 13 I Interne Funktionen, Konfiguration Integrierte E/A, Konfiguration, 81 Konfiguration eingebetteter HSC, 78 Konfiguration eingebetteter PTO_PWM, 85 K Konfiguration der Steuerung Dienste, 74 Konfiguration des Ethernet-Gateways Anschluss und Konfiguration des Ethernet-Gateways, 159 N Neustart, 63 P PC-Verbindung, 165 Anschluss des USB-Kabels, 166 Serieller Anschluss, 168, 169 Programmiersprachen IL, ST, FBD, SFC, LD, CFC, 13 R Remanente Variablen, 67 Reset (kalt), 62 Reset (Ursprung), 63 Reset (warm), 61 Run-Befehl, 60 S SERIAL_CONF, 233 Serielle Leitung Serielle Leitungskonfiguration, 134 SetSerialConf, 231 Steuerungskonfiguration Anwendungen, 71 SPS-Einstellungen, 72 Zugriff auf Steuerungskonfiguration, 70 Stop-Befehl, 60 T Task Ereignistask, 40 Externer Ereignistask, 40 Freilaufender Task, 39 Typen, 38 Watchdogs, 41 Zyklischer Task, 38 U Überblick, EIO /2010

253 Index Z Zustandsdiagramm, 48 EIO /

254 Index 254 EIO /2010

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