KREATIVES PROJEKT ZU GOETHES FAUST DER TRAGÖDIE 1. TEIL

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1 KREATIVES PROJEKT ZU GOETHES FAUST DER TRAGÖDIE 1. TEIL Geplant und ausgeführt von Selvi AKIN, Sulejman AVDILI, Burak ESKIKARA, Oskar STROGOV 1. Prolog im Himmel Gott und Mephisto gehen eine Wette ein. Gott wettet, dass Mephisto, der Teufel, es nicht schaffen wird Faust, einen Gelehrten der Philosophie, Juristerei, Medizin und der Theologie, vom Bösen zu überzeugen. Doch Mephisto ist selbst überzeugt, dass er die Fähigkeit haben wird, ihn mit seinen teuflischen Tricks vom rechten Weg abzubringen. Mephistos Ziel ist es, Faust mit Frauen abzulenken, damit Faust sich nicht mehr über sein Wissen beklagt. Nach der Wette macht sich Mephisto auf den Weg zu Faust, um seine teuflischen Tricks bei ihm anzuwenden. Wer wird die Wette wohl gewinnen, das Gute oder das Böse? 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 1 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

2 1. FAUST IST UNZUFRIEDEN MIT SICH SELBST Faust ist ein Gelehrter der Philosophie, Juristerei, Medizin und der Theologie. Trotz der Titel, die er hat, ist er unzufrieden mit sich selbst. Er ist der Meinung, dass es nicht reicht, nur Studien in bestimmten Fächern abzuschließen, um mehr Wissen zu erlangen. Diese Meinung äußert er mit diesem Satz: Da stehe ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor. Er stellt fest, dass er andere Wege gehen muss, um Wissen zu erlangen. Aber welche? Faust vergleicht sich mit einem Wurm, der im Staube nährend lebt, bis er von einem getreten wird und stirbt. Faust deutet auf seine Bücher, um Wissen zu erlangen. Das heißt: Er wird sich weiterbilden, solange er lebt. Wissen ist seine oberste Priorität. Doch alles, was er macht, um Wissen zu erlangen, macht ihn nicht glücklich. Er hat keinen Spaß mehr am Leben und plant, sich das Leben zu nehmen. Doch in dem Moment, als er entschieden hatte, sich das Leben zu nehmen, passiert etwas Überraschendes, das ihn verhindert, sich das Leben zu nehmen. Er hört den Chorgesang der Engel, erinnert sich an seine Kindheit und will leben. Nach dem Chorgesang hat er wieder Hoffnung für sein Leben. Doch der Spaß fehlt immer noch. 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 2 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

3 2. BEGEGNUNG MIT MEPHISTOPHELES Bei seinem Osterspaziergang begegnet Faust einem Hund, der sich ihm ungewöhnlich nähert. Faust bildet sich, dass dieser über außergewöhnliche Eigenschaften verfügt, die er nie zuvor gesehen hat. Das macht ihn neugierig, was dazu führt, dass er ihn mit ins Studierzimmer mitnimmt. Als er in seinem Studierzimmer ankommt, legt er den Hund ab und beschäftigt sich mit dem Neuen Testament. Doch etwas Merkwürdiges passiert inzwischen. Der Hund, den Faust mitgenommen hat, hört nicht auf zu knurren. Nach ununterbrochenem Knurren ärgert sich Faust und fordert den Pudel dazu auf, sofort damit aufzuhören. Danach geschieht etwas Mysteriöses. Aus dem Hund tritt plötzlich Mephisto hervor, eine Gestalt, die den Teufel verkörpert. Faust ist in diesem Moment sehr irritiert und weiß nicht, wie er darauf reagieren soll. Er ruft: Das also war des Pudels Kern! Währenddessen stellt sich Mephisto ihm als sein Diener vor. Faust beklagt sein altes Leben und die Grenzen des Wissens. Mephisto verspricht ihm ein Leben voller Erlebnisse. Er bietet ihm seine Knechtschaft an, die nur in Erfüllung geht, wenn Faust diese annimmt. Sie schließen ebenfalls eine Wette ab. Sollte Mephisto es schaffen, ihn in seinem Leben glücklich zu machen, so muss Faust dem Mephisto im Jenseits dienen. 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 3 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

4 3. EIN NEUES LEBEN FÜR FAUST Nach dem Vertrag, den Faust mit seinem Blut signiert hat, beginnt Mephisto seine teuflischen Tricks bei ihm anzuwenden. Er möchte, dass Faust wieder Spaß am Leben hat. Er weiß ganz genau, was Männer glücklich macht: Es sind die Frauen. Mephisto macht Faust scharf auf Frauen, vor allem auf junge Frauen, damit er wieder Spaß und Freude am Leben hat. Mephistos teuflische Idee überzeugt den alten Faust. Mephisto verspricht ihm, in jeder Frau eine Helena zu sehen. Faust scheint ab diesem Zeitpunkt wieder Freude am Leben zu haben, dennoch ist er skeptisch. Er denkt, er sei zu alt, denn zu diesem Zeitpunkt ist Faust ein alter Mann. Er ist der Meinung, dass er mit diesem Aussehen keine Chance bei der Damenwelt hätte. Doch Mephisto hat auch dagegen einen teuflisch guten Plan. Er bekräftigt, dass er mit Hilfe eines Zaubertrankes ihn wieder zu einem jungen Mann machen könne. Mephisto kennt viele Magier und Hexen. Er schlägt Faust vor, zu der Hexe zu gehen, die sich mit Zaubertränken beschäftigt. Faust freut sich und sie machen sich auf den Weg zu der Hexe. 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 4 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

5 4. JUNGER FAUST STATT ALTEM FAUST Angekommen bei der Hexenküche, macht sich Faust auf den Zaubertrank gefasst. Mephisto überlegt sich inzwischen, was er mit dem jungen Faust für böse Taten anstellen könnte. Als die Hexe mit dem Zaubertrank fertig ist, überreicht sie ihn dem Faust. Mephisto und die Hexe warten angespannt auf das Ergebnis. Schon nach dem ersten Schluck verzaubert sich Faust: aus einem alten, verbitterten und schlecht aussehenden Senior wird ein junger und gut aussehender Frauenheld. Nach diesem Ereignis möchte Faust auf Frauenjagd gehen. Mephisto ist damit einverstanden und sie machen sich auf den Weg zur Innenstadt. Ab diesem Zeitpunkt beginnt eine neue Ära für Faust, die von voller Liebeslust und Gelüsten geprägt ist. Doch wird sich das für Faust lohnen? 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 5 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

6 5. DAS MÄDCHEN MARGARETHE In der Hexenküche sieht Faust eine wunderschöne Frau in einem Spiegel. Diese Frau entfernt sich aber umso mehr von ihm, umso mehr er sich dem Spiegel nähert. In der Innenstadt sieht er wieder die Frau, die er in diesem Spiegel gesehen hat. Ohne sie nach ihrem Namen zu fragen, geht er sie sehr offensiv an, indem er sie anhält und sagt: Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, meinen Arm und Geleit Ihr anzutragen? Dieser frontale Angriff von Faust kommt bei Margarethe, einer Frau mit Gottesfurcht, die regelmäßig in die Kirche geht, nicht gut an. Sie weist Faust zurück mit dem Satz: Bin weder dein Fräulein, weder schön, kann ungeleitet nach Hause gehen. Diese Antwort gefällt Faust überhaupt nicht, denn er hat sich auf den ersten Blick in sie verliebt. Faust macht nicht Halt. Er fordert Mephisto auf, ihm dieses Mädchen zu verschaffen. Mephisto sagt, dass dies nicht einfach wird, weil dieses Mädchen regelmäßig in die Kirche geht. Faust ist mit dieser Aussage aber nicht zufrieden und erinnert Mephisto an ihren Deal. Mephisto schlägt vor, das Mädchen mit einem Schmuckkästchen zu überzeugen. Sie planen, ein Schmuckkästchen in ihr Zimmer zu legen. 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 6 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

7 6. DAS SCHMUCKKÄSTCHEN Als sie es geschafft haben, sich in Margarethes Zimmer zu schleichen, legt Faust das Schmuckkästchen auf ihren Schreibtisch. Nachdem sie ihr Ziel erreicht haben, entfernen sie sich aus ihrem Zimmer. In dem Moment, als Mephisto und Faust das Kästchen ablegen, macht sich Margarethe auf den Weg nach Hause. Auf dem Weg nach Hause fragt sie sich selbst, wer dieser Typ wohl sei. Sie hat ihn zwar abgewiesen, doch Interesse an ihm besteht auch in ihr. Als sie in ihrem Zimmer ankommt, spürt sie, dass jemand vor ihr schon in ihrem Zimmer war. In diesem Moment sagt sie: Es ist so schwül und dumpfig hier, und eben doch nicht so warm da draußen. Daraufhin sagt sie:,,es wird mir so, ich weiß nicht wie, ich wollt, die Mutter käme nach Hause. Plötzlich sieht sie ein Schmuckkästchen auf ihrem Schreibtisch liegen und fragt sich, von wem das wohl sei. Als sie das Kästchen öffnet, entdeckt sie eine wunderschöne Kette aus Gold. Nachdem sie sich die Kette um ihren Hals gehängt hat, sagt sie: "Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles, ach, wir Armen!" 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 7 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

8 7. TOD DER MUTTER Nach dieser Tat möchte Faust Margarethe unbedingt wiedersehen. Damit das zustande kommt, müssen Mephisto und Faust zu Marthens Garten, der Nachbarin von Gretchen. Um in Marthens Garten zu gelangen, hat Mephisto wieder einmal einen teuflisch guten Plan. Er sagt zu Faust, dass er ein falsches Zeugnis über den Tod von Marthens Mann ablegen soll, denn nur so hätte Faust eine Chance, Margarethe wieder zu sehen. Nach dieser erfolgreichen Tat kommen Faust und Margarethe wieder ins Gespräch. Damit Marthe nichts mitbekommt, führt Mephisto mit ihr ein Gespräch. Faust und Gretchen kommen sich näher. Faust versucht, Gretchen zu einem Schäferstündchen zu überreden. Doch Gretchen meint, dass dies nicht gehen würde, weil ihre Mutter ständig zu Hause sei. Faust übergibt ihr einen Trank, der die Mutter einschläfern soll, damit sie ihren Spaß haben. Margarethe ist sich unsicher, ob sie diesen Trank der Mutter geben soll. Faust beruhigt sie, indem er sagt: Vertrau mir, meine Liebe, deiner Mutter wird nichts geschehen". Faust weiß in diesem Moment ganz genau, dass die Mutter dadurch sterben wird. Um das zu sehen, beobachtet er die Mutter, wie sie sich damit vergiftet und stirbt. Fausts Plan geht auf, weil die Mutter durch den Trank ums Leben kommt, und er sich mit seiner Liebsten unter vier Augen vergnügen kann. 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 8 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

9 8. DER KAMPF ZWISCHEN VALENTIN UND FAUST Ab diesem Zeitpunkt verschlechtert sich die Situation für Margarethe, denn sie ist auf sich allein gestellt. Ihre Mutter ist durch das Gift gestorben und zusätzlich ist sie schwanger von Faust. Ihr Bruder, der Soldat, erfährt, dass sie durch Faust schwanger geworden ist, und zwar ohne die Ehe. Dies ärgert Valentin so sehr, dass er seine Schwester als eine billige Dirne beschimpft. Daraufhin fordert er Faust zu einem Kampf auf. Faust gelingt es, mit Hilfe von Mephisto Valentin zu töten. Als auch noch der Bruder von Margarethe stirbt, der ihr letzter Beschützer hätte sein können, bleibt sie mit ihrem Kind ganz allein. Aus Verzweiflung und Angst vor gesellschaftlicher Ächtung bringt Margarethe ihren Säugling um. Daraufhin wird sie ins Gefängnis gebracht, wo sie auf ihre Hinrichtung wartet. Währenddessen die Geliebte in einem Kerker leidet, verzieht sich Faust aus der Stadt mit Mephisto und vergnügt sich mit Hexen in der Walpurgisnacht. Dort erscheint aber etwas Merkwürdiges. Er sieht in der Walpurgisnacht eine Frau, die Margarethe ähnelt. Erst nach einem Jahr erinnert er sich wieder an seine ehemalige Geliebte und macht sich auf den Weg zu ihr, obwohl Mephisto dagegen ist. 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 9 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

10 9. DIE LETZTE BEGEGNUNG IM KERKER Als Faust Margerethe im Kerker findet, fordert er sie auf, mit ihm den Kerker zu verlassen. Doch Gretchen vertritt eine andere Meinung und lehnt sein Angebot ab. Faust versucht sie immer wieder zu überzeugen, mit ihm mitzukommen. Doch dies bringt ihn nicht weiter, denn Margarethe möchte nichts mehr von ihm hören bzw. wissen. Faust wirft Mephisto vor, dass Gretchen wegen ihm jetzt im Kerker eingesperrt ist und hilflos verdirbt. Mephisto antwortet, dass sie nicht die Einzige sei. Margarethe betet zu Gott, dass er ihr ihre Sünden vergeben solle. Sie wird von Gott erhört. Gott sagt: Sie ist gerettet. Daraufhin nimmt Mephisto Faust mit sich mit und sie entfernen sich aus dem Kerker. Nach diesem Zeitpunkt sieht Faust Gretchen nie mehr wieder. Der Teufel hat es tatsächlich geschafft, einen Mann wie Faust vom rechten Weg abzubringen. Faust ist aber nicht glücklich damit, denn wegen Mephisto hat er seine Geliebte verloren. Ende des ersten Teils 3. AUL, Schulen des BFI Wien, 2013/14 10 FAUST_PROJEKT_Burak_Oskar_Selvi_Sulejman.docx

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