Vom Sinn und Unsinn der Digitalisierung entomologischer Sammlungen

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1 Vm Sinn und Unsinn der Digitalisierung entmlgischer Sammlungen Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf die Frschung? Alexander Krupa

2 Wissenschaftliche Literatur (früher & heute)

3 Wissenschaftliche Literatur (heute) Viele Publikatinen sind digital und frei verfügbar Rasante Entwicklung in den letzten 20 Jahren ( Flachware ) Prtale Bidiversity Heritage Library (www.bidiversitylibrary.rg) The Internet Archive (https://archive.rg/) Ggle Schlar (schlar.ggle.de) Online Publisher Pensft (www.pensft.net) BiOne (www.bine.rg) Austausch vn Literatur unter Wissenschaftlern wie z.b.

4 Herausfrderungen in der Entmlgie Mehr als 2 Milliarden entmlgische Sammlungsbjekte Jedes Sammlungsbjekt hat ein bis mehrere Etiketten Mehrere Millinen Insektenkästen Mehrere Millinen Primär- und Sekundärtypen Ca. 1 Millin beschriebene Insektenarten Mehrere Millinen unbeschriebene und nch zu entdeckende Insektenarten

5 Digitalisierung vn Insektenkästen

6 Digitalisierung vn Insektenkästen 255 Bilder pr Insektenkasten Einzelbild 1280 x 960 Pixel Stitching Gesamtbild ca. 270 Megapixel Dateigröße: zwischen 100 MB und 500 MB

7 Ftgrafieren vn Einzeltieren Vr 100 Jahren Heute

8 Flache Sammlungsbjekte

9 Räumliche Sammlungsbjekte Stacking

10 Räumliche Sammlungsbjekte Stacking

11 ZSphere Insekt Drehtisch Zwei Elektrmtren

12 ZSphere Rundumansicht aus bis zu Perspektiven Stacking bei jeder Perspektive Insgesamt mehrere Fts pr Objekt Mehrere Stunden für ein Objekt Desktp-Tl Kstenfrei nline verfügbar Herunterladen vn ZSphere Objekten ZSphere Objekte werden lkal gespeichert Anzeigen und verwalten der ZSphere-Objekte Vergleich vn zwei ZSphere-Objekten

13 3D insect mdeling Nguyen et al. (2013) Virtual mdels f insects fr accelerated quarantine cntrl

14 MfN Kristin Mahlw (externes Prjekt) micrct

15 Etiketten digitalisieren (Digitarium) Bilder werden kmplett autmatisiert erstellt Unterseite der Etiketten werden ebenfalls erfasst Etiketten müssen nicht vn der Nadel genmmen werden 80 Specimens pr Stunde (zwei Mitarbeiter)

16 Digitalisate nline stellen Das Internet hat ganz neue und revlutinäre Möglichkeiten des Infrmatinsaustausches und der Bereitstellung vn Infrmatin geschaffen BHL Mehr als 40 Millinen Seiten Mehr als Objekte GBIF Mehr als 500 Millinen Bidiversitätsdaten nline

17 Repsitrien für Bilder Institutin I Institutin H Institutin G Institutin F Institutin J Institutin E Insekten kästen e-types MfN Institutin D Institutin A Institutin C Institutin B

18 Repsitrien für Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder Metadaten Bilder Bilder Bilder Bilder Bilder

19 Open Drawer Prject

20 Warum Insektenkästen digitalisieren? Für Wissenschaftler Entscheidungshilfe bei der Ausleihe vn Sammlungsbjekten Museumsbesuch besser zu planen Beantwrtung einiger Fragen, wie z. B. wieviele und welche Arten sind im Museum X vrhanden Öffnen der wertvllen Sammlungen, mit ihren Millinen Objekten, für Wissenschaftler, Studenten und die Öffentlichkeit Für die Sammlung Wichtige Tiere bleiben über Jahre hinweg unentdeckt Online Prtale bieten eine effiziente Möglichkeit die Datenqualität zu verbessern (z. B. finden vn Fehlbestimmungen) Einbinden vn Citizen Scientists Tagging Verlren gegangene Typen-Serien können wiedergefunden werden

21 Grenzen der Insektenkastendigitalisierung Metadaten sind nicht verfügbar Artetiketten sind vn ben nicht sichtbar (vertikal in der Systemschachtel) Die drsale Ansicht zeigt nicht genügend Bestimmungsmerkmale Nachhaltigkeit Bilder sind schnell nicht mehr aktuell Größe der Objekte (Scanauflösung ist nicht hch genug für kleine Objekte) Geringe Tiefenschärfe

22 Entmlgische Typen Flaschenhals bei der Beschreibung vn neuen Arten ist die Ntwendigkeit Typen zu untersuchen Wissenschaftler haben nicht immer die Möglichkeit Museen zu besuchen Es ist zu teuer jedes Museum, welches Material für die eigene Frschung enthält, zu besuchen Die Reisen zu allen relevanten Museen sind zu zeitintensiv Visa-Bestimmungen können Reisen behindern Der Fkus liegt auf den größeren Sammlungen und deshalb werden kleinere Sammlungen entweder übersehen der absichtlich ignriert

23 Warum Einzeltiere digitalisieren? Taxnmen aus Ländern wie z. B. China der Brasilien bekmmen direkten Zugriff auf Sammlungen Typen müssen viel seltener verschickt werden -> Schutz der Typen vr Beschädigung und Verlust Das einfache Finden und Untersuchen vn Typen wird zu mehr Revisinen und taxnmischen Studien führen verschllene Typen werden wiederentdeckt und dkumentiert Online Prtale bieten eine effiziente Möglichkeit die Datenqualität zu verbessern

24 Grenzen der Digitalisierung vn Typen Auf der Seite der User Begrenzte Internet-Geschwindigkeit Langsame und schlecht ausgestattete Hardware ( alte Rechner ) Bei der Digitalisierung Lange Digitalisierungszeit pr Objekt (ZSphere) Technik für kleine und mittlere Museen ftmals nicht erschwinglich Fehlende Finanzierung Fehlendes Repsitrium für Bildmaterial vn Typen und gut präparierten Exemplaren

25 Erste Erfahrungswerte Mehr Anfragen zu Individuen vn digitalisierten Insektenkästen Sehr gute Detailbilder vn Insekten sind ftmals ausreichend für Wissenschaftler -> Typen müssen nicht verschickt werden Libellenkundlern: Insektenkästen sind sehr wichtiges Hilfsmittel und die meisten Arten können über Bildmaterial bestimmt werden Mehr Digitalisate nline -> mehr Besucher im Museum (Prf. Maschner)

26 Was ändert sich für die Frschung Freier Zugriff auf Typenmaterial Der Zugang zu Sammlungen und Bidiversität ist besserer, schneller und demkratischer als jemals zuvr Typen, egal aus welchem Museum und welchem Land, können in hher Auflösung digital nebeneinander verglichen werden Taxnmische Studien können schneller und kstengünstiger durchgeführt werden Alle Arten die neu beschrieben werden, sllten bestmöglich digitalisiert und in ein nline-repsitrium gestellt werden Weniger Typenmaterial muss verschickt werden Mehr Zusammenarbeit vn Wissenschaftlern

27 Was ändert sich für die Sammlungen Besserer Schutz des Sammlungsmaterials Weniger Zeitaufwand für das Verpacken und Verschicken vn Sammlungsmaterial Präventive Knservierung durch Digitalisierung -> aktueller, physischer Zustand der Sammlungsbjekte wird festgehalten Wahrscheinlich mehr Anfragen vn Wissenschaftlern und Spezialisten

28 Unsinn?! Sammlungsbjekte werden nicht bestmöglich digitalisiert 10 Millinen Mannjahre für alle Objekte weltweit Mannjahre für Objekte am MfN Pririsierung ntwendig Knzept für die Sammlungsdigitalisierung unabdingbar Begrenzte Prjektlaufzeit Digitalisate sind über viele Prtale verstreut (gute Beispiele sind z. B. GBIF der BHL) Digitalisate sind nicht öffentlich zugänglich

29 Zusammenfassung Die Zukunft ist digital und webbasiert! Demkratisierung der Frschung Taxnmische Frschung wird beschleunigt Swhl die Technlgie zur hchauflösenden Digitalisierung vn Insektenkästen und Typen, als auch günstiger Speicher ist vrhanden Vrhandene Technik zur Digitalisierung nutzen Infrastruktur für Repsitrien muss geschaffen werden Digitalisierung autmatisieren: Für einen hhen Durchsatz -> Massendigitalisierung Digitalisierung durch technisches Persnal Pririsierung

30 Eine virtuelle Sammlung wird niemals eine reale Sammlung vn physischen Objekten ablösen können!!

31 EFRE (Eurpäischer Fnd für reginale Entwicklung) Effiziente Arbeitsabläufe und innvative Methden zur Erschließung und dauerhaften Verfügbarmachung bjektreicher Spezialsammlungen am Beispiel der entmlgischen Sammlung des Museum für Naturkunde Berlin Prjektnummer: Inn

32 Many thanks fr yur attentin!

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