Neue Arbeitswelten Die gezielte Gestaltung der Arbeitswelt als Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen. Mag. Barbara Kellner, MIM Linz, am

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1 Neue Arbeitswelten Die gezielte Gestaltung der Arbeitswelt als Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen Mag. Barbara Kellner, MIM Linz, am

2 Inhalte Die Neuen Arbeitswelten : Rahmenbedingungen und Trends Herausforderungen und konkrete Lösungen - Arbeitszeit - Mobiles Arbeiten - Innovative Arbeitsumgebungen Was sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren? 2

3 Die Neuen Arbeitswelten : Rahmenbedingungen & Trends 3

4 Neue Rahmenbedingungen treffen auf alte Arbeitsweisen Demographie Gesellschaft Technologie Wissen Wirtschaft Nur 35 % der MitarbeiterInnen wollen sicher bei ihrem Arbeitgeber bleiben. Fluktuation ist jedoch ein großer Kostenfaktor für Unternehmen. Nur 4% aller Ideen entstehen am eigenen Arbeitsplatz. Trotzdem ist das traditionelle Konzept des eigenen Schreibtisches als primärer Arbeitsort weit verbreitet. Neue Rahmenbedingungen Alte Arbeitsweisen 56% aller Angestellten sind davon überzeugt, dass sie außerhalb des Büros produktiver arbeiten können. Mobiles Arbeiten ist dennoch selten. WissensarbeiterInnen verbringen 1 Tag/Woche mit der Suche nach Informationen. In 50% der Fälle bleibt diese erfolglos. Diese Zeit könnte produktiver genützt werden. Internationalisierung Führungskräfte verbringen zwischen 5 und 20 Stunden pro Woche damit, E- Mails zu lesen oder zu schreiben. Wertschöpfende Arbeit entsteht aber häufiger durch direkten Austausch. 4

5 Konfusion & Unsicherheit: Wie gehen manche Unternehmen mit den Veränderungen um? Wir wollen in Besprechungen keine Ablenkungen. Smart Phones müssen vor den Meetings abgegeben werden. Wir wollen effizienter kommunizieren, deshalb haben wir interne s abgeschafft. Anwesenheit ist wichtig: Gute Mitarbeiter kommen vor dem Chef und gehen erst nach ihm! Wir wollen uns nicht mit Arbeitszeit beschäftigen. Deshalb hat bei uns jeder einen All-In- Vertrag. Damit unsere Mitarbeiter den Feierabend ungestört genießen können, verbieten wir s zwischen 20 Uhr abends und 8 Uhr morgens. Wir wollen, dass gearbeitet wird, deshalb ist bei uns Facebook & Co gesperrt. Leistung ist nur kontrollierbar, wenn ich meine Mitarbeiter bei der Arbeit sehe also ist Home Office bei uns nicht möglich! 5

6 Neues Arbeiten als Antwort auf neue Herausforderungen Ein mögliches Zukunftsbild für die Gestaltung von Arbeit Produktivität steigern Attraktivität erhöhen Kosteneffizienz verbessern Innovation fördern 6

7 Herausforderungen & konkrete Lösungen 7

8 Herausforderungen & konkrete Lösungen Arbeitszeit Mobiles Arbeiten Arbeitsumgebung 8

9 Arbeitszeit Die Erwartungen in Bezug auf Arbeitszeit-Flexibilität nehmen bei ArbeitnehmerInnen zu, während von Seiten der ArbeitgeberInnen höhere Effizienz gefordert wird. Warum rücken flexible Arbeitszeiten in den Fokus von Organisationen? Starre rechtliche Regelungen in Österreich (AZG, ARG, KVs) erschweren Flexibilität Wunsch nach flexiblem Arbeitseinsatz seitens der Unternehmen (Anpassung an Auslastungsschwankungen) Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten seitens der MitarbeiterInnen (Work-Life Balance/Blending) Trend zu Vertrauensarbeitszeit und All-In: Aber Wie? Beitrag zur Arbeitgeberattraktivität Teilzeit als Karriere-Sackgasse Fokus auf Modell, nicht auf Führung, Steuerung, Spielregeln, gelebter Praxis lassen viele Fragen offen 9

10 Beispiel: Messe- und Eventausstatter Ausgangssituation Zielsetzungen Maßnahmen saisonabhängiges Geschäft und hoher Zeitdruck durch extrem kurzfristige Aufträge Unflexibler Umgang mit Arbeitszeit MitarbeiterInnen mehr Flexibilität bieten (Work-Life Balance, Arbeitgeberattraktivität) Flexiblen Umgang mit Auslastungsschwankungen ermöglichen Gemeinsames Verständnis von Arbeitszeitmanagement und die Verantwortung jedes einzelnen fördern Einführung eines neuen Gleitzeitmodells Das Modell wurde gemeinsam mit dem Unternehmen maßgeschneidert entwickelt beruht auf Vertrauen in die gegenseitige Flexibilität und nicht auf dem Prinzip der Kontrolle erfordert ein Umdenken im Umgang mit Arbeitszeit und ein Lernen auf beiden Seiten (FK und MA) enthält Lösungen für unterschiedliche Zielgruppen wurde umfassend kommuniziert ( auch zu neuen Zusammenarbeits- und Verhaltensweisen, etc.) 10

11 Mobiles Arbeiten Ein historisch gewachsener, von der einzelnen Führungskraft abhängiger und meist unstrukturierter Umgang mit mobilem Arbeiten führt häufig zu Problemen und Unzufriedenheit. Fehlen von klaren Erwartungen, Spielregeln, Leitlinien und Prozessen Reduktion von informeller Kommunikation und sozialem Kontakt Unpassender Umgang mit Besprech-ungen, Teamarbeit und Erreichbarkeit Mangelnde persönliche Verfügbarkeit von MitarbeiterInnen Schwierigkeiten bei Leistungsbeurteilung und Feedback Negative Folgen für fachlichen Austausch & Wissensmanagement Unklare rechtliche Rahmenbedingungen 22% 27% 31% 40% 39% 43% 55% Unklare Führungsverantwortung für Gehalt, Entwicklung und Karriere Mangelhafte Ausstattung mit notwendiger IT Infrastruktur 16% 14% 0% 20% 40% 60% Die größten Probleme mit Flexibilisierung von Arbeitsort und -umgebung (Deloitte 2012: Flexible Working Studie) 11

12 Beispiel: Dienstleistungsunternehmen Zielsetzungen Klarheit, was Akzeptanz und Spielregeln zu Mobilem Arbeiten betrifft Maßnahmen Erarbeitung von Spielregeln zu Mobilem Arbeiten (Fragen der Erreichbarkeit, Home Office, Zeitausgleich, ) Qualifizierungen der MitarbeiterInnen zu IT Themen Arbeit an einem gemeinsamen Führungsverständnis (Vorbildwirkung, Erkennen von Über/Unterlastsituationen; Führen auf Distanz; Ergebnisorientierung) Differenzierung von Regelungen, wann Mobiles Arbeiten tätigkeiten-/funktionsbedingt sinnvoll ist (z.b. Home Office, Erreichbarkeit) 12

13 Arbeitsumgebung Arbeitsumgebungen entsprechen oft nicht mehr den idealen Voraussetzungen, um produktives arbeiten zu ermöglichen. Warum rücken innovative Arbeitsumgebungen in den Fokus von Organisationen? Durchschnittliche Nutzung fixer Arbeitsplätze in traditionellen Büros weniger als 50% Steigende Ansprüche an Kommunikation, Kooperation, Kreativität & Innovation If you want top people you have to have top premises. The number of people who want to join Unilever increased significantly since we moved into the new building and actively updated the company culture. Harry Brouwer, CEO, Unilever DACH Neue Arbeitsweisen verändern Ansprüche an Arbeitsumgebung (Videokonferenzen, Projektarbeit, dynamischer Wechsel zwischen Arbeitssituationen) Produktivität: Aufgabenorientierte Arbeitsumgebungen Image als Arbeitgeber von Arbeitsumgebung abhängig - Employer Branding Steigende Flexibilitätserfordernisse 13

14 Beispiel: Deloitte Consulting (1/2) Zielsetzungen Kommunikation & Zusammenarbeit fördern: vernetzt, themenübergreifend, an Kunden orientiert Möglichkeit die Arbeitsumgebung je nach aktuellen Tätigkeitsanforderungen und persönlichem Arbeitsstil auszuwählen, d.h. ein produktiveres und besseres Arbeiten ermöglichen Bessere Flächennutzung Maßnahmen Aufgabenorientierte Arbeitsumgebung, die unterschiedliche Tätigkeiten unterstützt und Kommunikation und Zusammenarbeit fördert Erarbeitung von Spielregeln (Clean Desk, Räume/Bereiche für Telefonieren, Zusammenarbeiten etc) Qualifizierungen der MitarbeiterInnen zu IT Themen & Unterstützung weniger papierbasiert zu arbeiten Begleitung des Change Prozesses intensive Mitarbeitereinbindung 14

15 Beispiel: Deloitte Consulting (2/2) Zonen für Vieltelefonierer Bereiche für informelle Meetings Bereiche für stehendes Arbeiten zwischendurch Zonen für konzentriertes Arbeiten Free Floor mit unterschiedlichen Qualitäten (Fokus vs. Zusammenarbeit) Telefonräume (unterschiedliche Größen & Ausstattungen) Besprechungszimmer (mit unterschiedlichen Ausstattungen & in unterschiedlichen Größen) Projekträume für längeres gemeinsames konzeptives Arbeiten Räume für Videokonferenzen Cafeteria-Bereich Think Tanks 15

16 Was sind Erfolgsfaktoren für ein Neues Arbeiten? 16

17 In den Neuen Arbeitswelten haben sich die Anforderungen an Führung stark verändert Führung wird anspruchsvoller: Traditionelle Führungsansätze und -instrumente funktionieren nicht mehr, gleichzeitig steigen Anforderungen, auf individuelle Unterschiede und Bedürfnisse einzugehen. Führungskräfte ermöglichen flexibles Arbeiten durch eine Etablierung von Ergebnisorientierung und Vertrauenskultur Führung ist Dreh- und Angelpunkt flexibler Arbeitsgestaltung 17

18 Prinzipien und Erfolgsfaktoren bei Neuem Arbeiten Commitment des Top Managements herstellen Individuelle Lösungen finden: Best Fit anstelle von Best Practice Zielgruppenorientierte Maßnahmen erarbeiten (Funktionen, Generationen etc. beachten!) Handlungsfelder priorisieren Die Gesamtzusammenhänge beachten und bearbeiten Den Veränderungsprozess bewusst gestalten: Mitarbeitereinbindung und Change Management 18

19 Kontakt Mag. Barbara Kellner, MIM Senior Consultant Tel.: +43 (0) Deloitte Consulting GmbH Human Capital Renngasse 1 / Freyung 1010 Wien 19

20 Deloitte erbringt Dienstleistungen aus den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Consulting und Financial Advisory für Unternehmen und Institutionen aus allen Wirtschaftszweigen. Mit einem Netzwerk von Mitgliedsgesellschaften in mehr als 150 Ländern verbindet Deloitte erstklassige Leistungen mit umfassender regionaler Marktkompetenz und verhilft so Kunden in aller Welt zum Erfolg. To be the Standard of Excellence" für rund Mitarbeiter von Deloitte ist dies gemeinsame Vision und individueller Anspruch zugleich. Dieses Dokument enthält lediglich allgemeine Informationen, die eine Beratung im Einzelfall nicht ersetzen können. Die Informationen in diesem Dokument sind weder ein Ersatz für eine professionelle Beratung noch sollte sie als Basis für eine Entscheidung oder Aktion dienen, die eine Auswirkung auf Ihre Finanzen oder Ihre Geschäftstätigkeit hat. Bevor Sie eine diesbezügliche Entscheidung treffen, sollten Sie einen qualifizierten, professionellen Berater konsultieren. Deloitte Mitgliedsfirmen übernehmen keinerlei Haftung oder Gewährleistung für in diesem Blog enthaltene Informationen. Deloitte bezieht sich auf Deloitte Touche Tohmatsu Limited, eine "UK private company limited by guarantee" und/oder ihr Netzwerk von Mitgliedsunternehmen. Jedes Mitgliedsunternehmen ist rechtlich selbstständig und unabhängig. Nähere Informationen über die rechtliche Struktur von Deloitte Touche Tohmatsu Limited und ihrer Mitgliedsunternehmen finden Sie unter 20

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