Kinder kommen auf den Geschmack die Entdeckung von Ernährung aus der Region

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1 Kinder kommen auf den Geschmack die Entdeckung von Ernährung aus der Region Ein Projekt für Kindertagesstätten

2 Impressum Herausgeber: Bund Naturschutz in Bayern e. V. Pfarrstraße Ansbach Tel. 0981/14213 Fax 0981/ Text: Sabine Flierl, Dipl.-Forstwirtin, Umweltpädagogin, Projektleiterin Ansbach, 09/2009 Gefördert vom Freistaat Bayern aus Mitteln des Allgemeinen Umweltfonds. 2

3 Inhalt Warum ein Ernährungsprojekt? Seite 4 Danksagung Seite 5 Beteiligte Kindertagesstätten Seite 5 Bio-Höfe als Partner Seite 5 Veranstaltungen im Jahreslauf Seite 6 Für die Eltern Seite 7 Abläufe und Erfahrungen Seite 7 Schwerpunkt Apfel im Herbst Seite 8 Bauernhofbesuche Seite 12 Kochen mit den Kindern Seite 16 Die Eltern einbeziehen Seite 21 Literatur und Links Seite 23 3

4 Warum ein Ernährungsprojekt? Ziel des Projektes Kinder kommen auf den Geschmack die Entdeckung von Ernährung aus der Region war es, frühpädagogische Tageseinrichtungen und Familien dabei zu unterstützen, eine gesunde Ernährung mit Nahrungsmitteln aus nachhaltiger, regionaler Erzeugung im Alltag umzusetzen. Dabei sollte auch der saisonale Bezug deutlich werden. Dazu war einerseits die Vermittlung von Kenntnissen auf zielgruppengerechte Weise notwendig, andererseits sollte aber auch die sinnliche Erfahrung, welchen Genuss gesunde Ernährung bietet, vermittelt werden. Auch der Bildungs- und Erziehungsplan, der für Tageseinrichtungen für Kinder bis zur Einschulung gültig ist, geht unter der Überschrift Ernährung ein Thema von höchster Priorität auf das Thema Ernährung ein (Der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder in Tageseinrichtungen bis zur Einschulung, 2. Auflage, 2006). Diese Broschüre soll das Projekt für alle Interessierten dokumentieren und Kindertagesstätten Anregungen für eigene Projekte rund um das Thema Ernährung geben. Es ist sehr sinnvoll, das Thema in den Alltag der Kindertagesstätten zu integrieren. Denn nur wenn gesunde und nachhaltige Ernährung im Alltag der Kinder immer wieder erfahrbar wird, kann eine dauerhafte Wirkung erzielt werden. Wichtig sind dabei alle Erfahrungen von der Erzeugung von Gemüse, Milch und Fleisch auf den Höfen über die kurzen Wege regionaler Produkte bis zu den Verbrauchern und die Zubereitung und der Verzehr gesunder Mahlzeiten. Dazu gehört auch das Gemeinschaftserlebnis beim Essen und bei der Zubereitung sowie alle anderen Vorgänge rund ums Essen, wie z. B. ein schön gedeckter Tisch und das gemeinsame Abspülen und Aufräumen. Werden diese Erfahrungen Kindern in der Kindertagesstätte immer wieder ermöglicht, werden alle wesentlichen Aspekte rund um den wichtigen Lebensbereich der Ernährung den Kindern vertraut und können positiv erlebt werden. Dies ist besonders wichtig für Kinder aus Familien, in denen aus den verschiedensten Gründen wenig Zeit für das gemeinsame Kochen und Essen bleibt. Das Projekt Kinder kommen auf den Geschmack die Entdeckung von Ernährung aus der Region wurde im Frühjahr 2007 bei allen Kindergärten im Landkreis Ansbach bekannt gemacht. Das Interesse an dem Projekt war groß. Aufgrund des vorgegeben Projektumfangs konnte jedoch nur je eine Gruppe von Kindern aus vier verschiedenen Kindergärten im Landkreis teilnehmen. 4

5 Danksagung An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei den beteiligten Kindergärten für die gute Zusammenarbeit und das Engagement während des Projektes danken. Ganz besonders bedanken wir uns bei den Bio-Landwirtinnen und Bio-Landwirten, die den Kindern umfangreiche Einblicke in die Abläufe auf den Höfen gewährten, sich dafür Zeit nahmen die Fragen der Kinder fachkundig und geduldig zu beantworten und Erlebnisse ermöglichten, die nicht alltäglich sind. Es war oft nicht ganz einfach, dies in den Betriebsablauf einzubinden. Unser herzlicher Dank gilt weiter dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, ohne dessen finanzielle Unterstützung das Projekt nicht möglich gewesen wäre. Beteiligte Kindertagesstätten Am Projekt beteiligt waren Gruppen aus dem Katholischen Kindergarten St. Josef in Rothenburg ob der Tauber, aus dem Evangelischen Kindergarten Regenbogen in Leutershausen, aus dem Katholischen Kindergarten St. Otto in Heilsbronn und aus dem Evangelischen Kindergarten St. Martin in Bechhofen. In drei Kindergärten nahmen dabei die älteren Kinder oder die Vorschulkinder in einem Kindergarten jedoch eine ganze Gruppe im Alter von 3 bis 6 Jahren am Projekt teil. Bio-Höfe als Partner Ein wichtiger Baustein des Projektes war die Zusammenarbeit mit biologisch wirtschaftenden Höfen. Hier konnten die Kinder erleben, wo die Lebensmittel herkommen und die Pflanzen auf den Feldern über die Jahreszeiten hinweg wachsen sehen. Für jeden Projektkindergarten wurde ein biologisch wirtschaftender Hof in der näheren Umgebung ausfindig gemacht, bei dem die jeweiligen HofinhaberInnen bereit waren ihre Höfe für die Exkursionen zur Verfügung zu stellen und den Kindern an den Exkursionstagen vor Ort Informationen zum jeweiligen Thema zu geben. 5

6 Folgende Höfe haben sich beteiligt: Die Familien Schilling und Lang/Breit mit dem Biolandhof im Rothenburger Ortsteil Schnepfendorf Frau Erna Korn und ihre Familie mit ihrem Biolandhof im Windelsbacher Ortsteil Burghausen Familie Fischer mit ihrem Biolandhof Die Gemüsekiste im Petersauracher Ortsteil Langenloh Familie Krömmüller mit ihrem Biolandhof in Wieseth Veranstaltungen im Jahreslauf Das Projekt wurde erstmals auf der Messe AGIL Vom 28. bis zum 30. April 2007 in Aurach an einem Stand der des Bundes Naturschutz vorgestellt. Dabei wurden auch verschiedene Aktionen und Informationen rund um das Thema gesunde Ernährung aus der Region angeboten. Start des eigentlichen Projektes mit den Kindern war dann im September Das Schwerpunktthema für den Herbst war heimisches Obst, besonders der Apfel. Mit jeder der Kindergruppen wurde ein Ausflug auf eine der Kindertagesstätte nahe gelegene Streuobstwiese durchgeführt. Dies war teilweise zu Fuß vom Kindergarten aus möglich oder die Kinder wurden von Eltern im Pkw zur Streuobstwiese gebracht und wieder abgeholt. Passend zu den Ausflügen auf die Streuobstwiesen wurde mit dem Kindern mit einer mobilen Obstmühle und Obstpresse in den jeweiligen Kindergärten an einem anderen Tag Apfelsaft gepresst. 6

7 Im Winter machten alle Kinder den ersten Besuch auf ihrem Bauernhof. Es ging dabei um Lagergemüse und Kartoffeln. Um die Höfe zu erreichen waren bei allen Kindergärten Fahrten mit Bus oder Pkw notwendig. Beim darauf folgenden gemeinsamen Kochen in den Kindergärten wurden Wintergemüse und Kartoffeln verarbeitet. Bei den Veranstaltungen auf den Bauernhöfen im Frühjahr ging es, je nach der Ausrichtung und den Möglichkeiten des Hofes, um das Säen und Pflanzen von Gemüse, Getreide und Kartoffeln oder um die Lagerung und das Mahlen von Getreide und ums Brotbacken. Im Kindergarten wurde gemeinsam mit Vollkornmehl gekocht oder gebacken. Die Bauerhofbesuche im Sommer hatten Wachstum und Ernte von Gemüse, Kartoffeln und Getreide zum Thema. Im Kindergarten wurde gemeinsam eine Mahlzeit aus Sommergemüse zubereitet. Für die Eltern Die Eltern wurden von Anfang an über das Projekt informiert. Zudem waren zwei Elternabende in jedem der am Projekt beteiligten Kindergärten vorgesehen. Jeweils einer im Herbst-Winter-Halbjahr und einer im Frühjahr-Sommer-Halbjahr. Da bei den Elternabenden gekocht wurde, war eine Anmeldung der Eltern zu den Abenden erforderlich. Zu den Elternabenden wurden nicht nur die Eltern der Kinder, die am Projekt teilnahmen, sondern alle Eltern eingeladen. Zwei der Elternabende mussten leider wegen zu geringer Zahl von Anmeldungen entfallen. An allen Elternabenden wurde ein Menü aus regionalen und saisonalen Bio-Produkten gekocht. Vor dem Kochen gab es im Winterhalbjahr Informationen und Gespräche zum Thema Gesunde Ernährung für Kinder, im Sommerhalbjahr zu den ökologischen Aspekten von Ernährung. Abläufe und Erfahrungen In Absprache mit den beteiligten Pädagoginnen und den Partnern aus der Landwirtschaft wurde der thematische Schwerpunkt der Veranstaltungen auf Obst, Gemüse, Kartoffeln und Vollkorn-Getreide gelegt, da hier nach Meinung aller Beteiligten bei den Kindern die 7

8 größten Defizite bei den Ernährungsgewohnheiten bestehen und auch das Wissen, z. B. über verschiedene Gemüsearten bei den Kindern häufig gering ist. Bei allen Veranstaltungen und Hofbesuchen waren die vertrauten Pädagoginnen und Pädagogen aus der Einrichtung eingebunden, je nach Bedarf auch manchmal einige Eltern. Schwerpunkt Apfel im Herbst Ein Besuch auf einer Streuobstwiese zur Erntezeit ist ein ganz besonderes Erlebnis, bei dem alle Sinne angesprochen werden. Die Früchte leuchten in den Bäumen und auf dem Boden. Insekten summen umher. Vielfältige Gerüche werden wahrgenommen. Verschiedene Blätter, die Früchte und die Rinde können ertastet werden. Die Besuche auf der Streuobstwiese fanden jeweils mit allen am Projekt beteiligten Kindern gleichzeitig statt. Die Kinder hatten die Möglichkeit selbst Äpfel zu ernten und die Sortenvielfalt zu erleben. Mit Hilfe von Spielen erforschten sie die Streuobstwiese und entdeckten auch einige dort lebende Tiere. Den Kindern wurde deutlich wo unser heimisches Obst wächst und dass es vielfältiger und schmackhafter ist als Plantagenäpfel aus dem Supermarkt. Auch die weiten Wege und der Pestizideinsatz beim Anbau vieler Obstsorten aus dem Supermarkt wurden thematisiert. Aktionsvorschläge für die Streuobstwiese Vor einem Besuch mit den Kindern auf der Streuobstwiese sollte man mit dem Eigentümer sprechen und auch darum bitten, dass einige Äpfel oder anderes Obst geerntet und probiert werden dürfen. Ein Apfelpflücker und ein Korb leisten dann gute Dienste. Während des Besuches auf der Streuobstwiese sollten die Kinder ausreichend Zeit haben sich selbstständig umzuschauen und zu stöbern. Außerdem können einige der folgenden Aktivitäten mit den Kindern erprobt werden: Obstbäume mit allen Sinnen erforschen: Welche Frucht wächst auf welchem Baum? Welche Obstbäume gibt es auf der Streuobstwiese? 8

9 Die Blätter unterschiedlicher Obstbaumarten vergleichen, z. B. das glatte Blatt des Birnbaums und das behaarte Blatt des Apfelbaums, dabei die Blätter fühlen und genau betrachten; evtl. Blätter zum Pressen mitnehmen. Die Rinden verschiedener Obstbaumarten vergleichen, evtl. Rindenfrottagen mit Papier und Wachsmalkreiden erstellen. Verschiedene Äpfel pflücken oder sammeln und probieren, dabei auf die Unterschiede der verschiedenen Sorten in Aussehen, Geschmack und Geruch achten und hinweisen. Bewegungsspiel: Bäumchen wechsel dich Material: evtl. Straßenkreide Jedes Kind stellt sich an einen Obstbaum. Die Bäume können evtl. mit Straßenkreide markiert werden. Auf das Kommando Bäumchen wechsel dich! hin müssen alle Kinder zu einem anderen Baum laufen. Das Kind ohne Baumn versucht unterdessen einen freien Baum zu erreichen. Ein Kind ohne Baum bleibt übrig und darf nun das Kommando Bäumchen wechsel dich! rufen. Kamera Material: unlinierte Karteikarten DIN A 6, Buntstifte oder Wachsmalkreiden Die Gruppe teilt sich in Paare auf. Eine/r ist der Fotograf bzw. die Fotografin, eine/r die Kamera. Die Kamera schließt die Augen. Der Fotograf sucht ein Motiv auf der Streuobstwiese aus - Nahaufnahmen sind besonders schön - und führt die Kamera vorsichtig dorthin und richtet den Kopf der Kamera genau auf das Motiv aus. Er zieht sachte am Ohrläppchen der Kamera. Die Kamera öffnet die Augen, der Film wird belichtet, ein Bild wird aufgenommen. Der Fotograf lässt das Ohrläppchen los. Die Kamera schließt die Augen. Auf diese Art werden drei verschiedene Aufnahmen gemacht. Dann werden die Rollen getauscht. Danach wird von jeder Kamera jeweils die schönste Aufnahme entwickelt, d. h. auf eine Karteikarte gemalt. Dies kann auch im Raum und in verschiedenen Techniken geschehen. Streuobstwiesen-Domino Material: evtl. einige einfarbige Tücher 9

10 Bei großen Gruppen ist es sinnvoll das Spiel in kleine Gruppen aufgeteilt durchzuführen. Jedes Kind erhält den Auftrag 4 verschiedene Naturgegenstände auf der Sreuobstwiese zu suchen. Dies kann eingegrenzt werden, z. B. nur Blätter und Blüten bzw. Früchte oder den Kindern ganz freigestellt werden. Dann stellen sich die Kinder im Kreis auf. Häufig kennen einige Kinder die Regeln des Domino-Spiels und man kann daran anknüpfen. Das erste Kind darf zwei verschiedene gesammelte Sachen nebeneinander hinlegen. Die Gegenstände müssen jeweils beim Ablegen benannt werden. Ein anderes Kind, das einen der abgelegten Gegenstände ebenfalls hat, darf diesen anlegen und noch einen beliebigen Gegenstand dazu legen. Wer kann jetzt weiter machen? Für das Spiel einen Untergrund suchen auf dem die Gegenstände gut zu sehen sind. Falls es nötig ist, können Tücher ausgelegt werden. Suche nach kleinen Tieren auf der Streuobstwiese, evtl. mit der Becherlupe; Gespräch: Welche Tiere leben außerdem noch auf der Streuobstwiese? Obstbaumdetektive Material: Augenbinden Ein Obstbaum wird von einem Kind mit verbundenen oder geschlossenen Augen erfühlt. Anschließend muss dass Kind mit offenen Augen aus drei Bäumen den richtigen herausfinden. 10

11 Passend zu dem Besuch auf der Streuobstwiese wurde bald darauf in allen vier Kindergärten mit den Kindern Apfelsaft gepresst. Dabei durften die Kinder in Kleingruppen nacheinander die Äpfel in einer Obstmühle zerkleinern und damit die Presse füllen. Mit allen gemeinsam wurde dann unter großem Interesse der Kinder der Saft gepresst. Dabei durfte jedes Kind einmal die Presse bedienen. Die Arbeit an der Obstmühle und der Presse verdeutlichte den Kindern, wie viel Mühe die Saftherstellung macht. Beim anschließenden Probieren des Saftes waren die Kinder erstaunt wie viel anders der frisch gepresste Saft gegenüber dem gewohnten Apfelsaft schmeckt. Durch die Beschäftigung mit heimischem Obst, besonders mit Äpfeln, machten die Kinder die Erfahrung, dass in ihrer unmittelbaren Umgebung schmackhaftes Obst wächst, das sich vielfältig verarbeiten lässt. Für viele Kinder war die Apfelernte ein neues Erlebnis, da sie Obst bisher nur im Supermarkt gekauft hatten. Dass Äpfel gesund sind, war den meisten Kindern bewusst. Ein Teil der Kinder war es gewohnt nur geschälte Äpfel zu essen. In der Gruppe waren jedoch die meisten Kinder bereit auch Äpfel mit Schale zu probieren. Natürlich freuten sich die Kinder auch über die Tiere, die sie auf der Streuobstwiese entdeckten und bekamen so auch einen Eindruck vom ökologischen Wert dieses Lebensraumes. Tipps: Eine kleine Saftpresse und eine Obstmühle können bei der BN-Geschäftstelle Ansbach entliehen werden. Die des Bundes Naturschutz führt alljährlich Obstannahme für Äpfel aus ungespritzten Streuobstbeständen durch. Daraus wird der Grünspecht-Apfelsaft hergestellt, der regional verkauft wird. Ein Verzeichnis der Verkaufsstellen kann bei der BN-Geschäftsstelle angefordert werden. Weitere Vorschläge für Aktivitäten im Kindergarten rund um den Apfel: Aus Äpfeln kann man lustige Figuren schneiden. Für jüngere oder weniger geübte Kinder ist das allerdings schwierig. (Susanne Stöcklin-Meier, Natur-Spielzeug) Basteln von Dekoration rund um das Thema Streuobstwiese und Apfel: 11

12 Wenn vorher verschiedene passende Gegenstände, wie Blätter, Ästchen, Rindenstücke u. ä. gesammelt wurden, können die Kinder diese mit dünnem Draht zu Girlanden oder Ketten auffädeln. Bastelarbeiten aus Papier und Pappe zum Thema Apfel, Birne, Zwetschge Apfel-Lied lernen Zubereitung von einfachen Apfel-Speisen: Zum Süßen (sparsam!) eignet sich Honig oder unraffinierter Vollrohrzucker (im Eine-Welt- Laden, Naturkostladen oder Reformhaus erhältlich). Rezepte finden sich z. B. im Heft Rund um den Apfel. Apfel-Quark Apfel-Joghurt Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Trauben als Obstsalat Fruchtspieße auf Schaschlikstäbchen Müsli mit Äpfeln Bratäpfel Apfelringe trocknen Bauernhofbesuche Bei den Besuchen auf den Bauernhöfen richtete sich das Programm nach den jeweiligen Möglichkeiten der einzelnen Höfe, die unterschiedliche Schwerpunkte in der Bewirtschaftung haben. Wertvoll war für die Kinder bei allen Hofbesuchen die Begleitung und Führung durch Bio-Landwirtinnen und Bio-Landwirte, die Informationen aus erster Hand boten, den Kindern eigene Erfahrungen ermöglichten und die Fragen der Kinder beantworteten. Auch der biologische Anbau wurde auf einfache, kindgerechte Art angesprochen. Dies war allerdings eher ein Thema für die älteren Kinder. Für alle Kinder stand natürlich das Erlebnis Bauernhof im Vordergrund. Der Hofbesuch mit einer ganzen Kindergartengruppe von 25 Kindern ist nur sinnvoll, wenn die Gruppe in zwei bis vier Kleingruppen aufgeteilt werden kann. Dies gilt um so mehr, je jünger die Kinder sind. Natürlich mussten bei der Gruppeneinteilung immer die Rahmenbedingungen auf den 12

13 jeweiligen Höfen und der Zeitbedarf berücksichtigt werden. Je kleiner die Gruppen waren und je mehr eigene Aktivitäten der Kinder eingeplant werden konnten, desto intensiver war das Erlebnis für die Kinder. Beispielhaft sind hier einige Erfahrungen und Aktivitäten der Kinder auf den Höfen aufgeführt: Im Winter wurden auf allen Höfen die Lagerräume für Kartoffeln und Gemüse besucht. Die Kinder nahmen die Dunkelheit und Kühle und den besonderen Geruch in den Lagerräumen wahr. Sie erfuhren, dass das Lagergemüse zumindest zum Teil auf den Äckern der Höfe gewachsen war und bei richtiger Lagerung den ganzen Winter bis ins Frühjahr hinein haltbar ist. Sie konnten unterschiedliche Gemüsesorten entdecken und probieren. So waren Pastinaken fast allen Kindern unbekannt. Bei der Erforschung der verschiedenen und häufig unbekannten Gemüsesorten kamen alle Sinne zum Einsatz. Es wurde den Kindern auch deutlich, dass es verschiedene Kartoffelsorten gibt. Die Kinder konnten sich auch die winterlichen Anbauflächen ansehen und konnten teilweise auch noch Lauch auf den Gemüsebeeten entdecken. Auf einem Hof durften alle Kartoffeln sortieren, auf einem anderen Hof Gelbe Rüben aus dem Lager waschen und dann gleich verzehren, woanders gab es große Getreidesilos zu sehen und eine Maschine, die Kartoffeln sortiert und abpackt in Aktion. Bei diesem ersten Besuch wurde meist der gesamte Hof besichtigt, so dass die Kinder auch erfuhren, welche Tiere und welche Maschinen vorhanden sind. Eine gemeinsame Vesperpause durfte nicht fehlen. Zwischendurch war manchmal auch ein Laufspiel (z. B. Gemüsesuppe ) sinnvoll, zur Auflockerung und um dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden. Spiel Gemüsesuppe Bewegungsspiel zum Einüben der Namen der Gemüsearten Zwei Kinder werden zum Koch und zur Köchin bestimmt. Ein kleiner Teil des Spielfeldes wird als Kochtopf abgegrenzt. Alle anderen Kinder sind selbst gewählte Gemüsearten. Evtl. erhält jedes Kind die gewählte Gemüseart als Bild zum Umhängen. Der Koch und die Köchin sammeln das Gemüse ein und bringen es in den Kochtopf. Die Kinder dürfen dabei vor dem Koch und der Köchin davon laufen. Wird ein Kind vom Koch oder der Köchin berührt, so muss es seinen Gemüsenamen nennen. Damit auch die Kinder im Kochtopf in Bewegung bleiben wird die Gemüsesuppe ab und zu umgerührt: Koch oder 13

14 Köchin laufen außen um den Kochtopf herum und die Kinder drinnen müssen in der gleichen Richtung mit laufen. Variante: Die Kinder stellen sich zu Beginn des Spiels im Kreis auf und jedes Kind nennt seinen Gemüsenamen. Koch und Köchin dürfen das Gemüse-Kind nur in den Kochtopf bringen, wenn sie seinen Gemüsenamen wissen. Im Frühjahr waren die Themen auf den einzelnen Höfen etwas unterschiedlich. Ein Teil der Kinder hatte die Möglichkeit auf den Höfen die Arbeitsschritte vom Korn bis zum Vollkornbrot mit zu erleben. Sie sahen das Getreide im Lager, betrachteten und probierten die ganzen Körner der verschiedenen Getreidearten, waren beim Mahlen dabei und konnten das Mehl anfassen und probieren. Anschließend durften sie in der Backstube der Höfe Vollkornbrötchen backen. Andere Kinder pflanzten uns säten auf dem Acker selbst verschiedene Gemüsearten. Für eine Gruppe von Kindern war eigentlich vorgesehen, dass alle gemeinsam Kartoffeln legen. Das anhaltend nasskalte Wetter machte dies aber aufgrund der Bodenverhältnisse unmöglich, so dass die Kinder sich lediglich den vorbereiteten Kartoffelacker anschauen konnten und zum Ausgleich Getreide in große Töpfe säten, die sie mit in den Kindergarten nahmen. Bei allen Hofbesuchen gingen die Kinder auch zu den Äckern mit dem Wintergetreide, die sie auch schon im Winter gesehen hatten und beobachteten die Veränderungen. 14

15 Im Sommer konnten die Kinder erleben, wie sehr das Getreide gewachsen war. Besonders beeindruckend war natürlich die Höhe des Roggens. Die Kinder probierten auch schon die ersten Körner direkt aus der Ähre. Sie durften auch Gemüse ernten, je nachdem was auf dem Hof vorhanden war, so z. B. Gelbe Rüben, Fenchel, Kraut oder die allerersten Frühkartoffeln. Einige Kinder probierten Erbsen direkt vom Acker aus der Schote. Für manche Kinder war es neu zu erfahren, dass Kartoffeln in der Erde wachsen. Alle schauten gespannt zu wie jeweils ein Kind gemeinsam mit der Bäuerin eine Kartoffelpflanze aus der Erde zog. Jedes Kind konnte eine selbst geerntete Kartoffel zum Kochen mit in den Kindergarten nehmen. Die Kinder, die Gemüse gepflanzt hatten, staunten darüber, wie viel die selbst gesetzten Gemüsepflanzen in wenigen Wochen gewachsen waren. Auch die Unkrautbekämpfung und die Bewässerung waren für die Kinder interessante Themen. Bei den Hofbesuchen wurden außer dem Thema Gemüse und Getreide auch die Tiere des Hofes besucht, da Tiere für Kinder immer sehr interessant sind und sich dadurch auch die Gelegenheit bot die Nahrung der Tiere und des Menschen zu vergleichen. Auch die Milch- und Fleischerzeugung wurde angesprochen. Auf allen besuchten Höfen werden Rinder gehalten, teilweise auch Hühner, Ziegen und Schafe. Dadurch bekamen die Kinder 15

16 auch einen Einblick in die Tierhaltung. Teilweise durften die Kinder die Kühe füttern oder auf die Weide begleiten oder Eier ais dem Hühnerstall holen. Natürlich waren auch die Katzen bei allen kleinen Hofbesuchern beliebt. Abschließend lässt sich sagen, dass es sicher für die meisten Kinder bei den Hofbesuchen deutlich geworden ist, dass unsere wichtigsten Lebensmittel in unserer unmittelbaren Umgebung produziert werden können. Zudem haben die Kinder einen Eindruck davon bekommen, wie Pflanzen für die Ernährung angebaut werden und wachsen. Auch wenn manchmal besondere Umstände von einzelnen Kindern als unangenehm empfunden wurden, z. B. Kälte und Regen oder der Fußweg zum Acker, haben die Kinder insgesamt die Bauerhofbesuche sehr positiv erlebt. Einen bleibenden Eindruck haben dabei neben den unterschiedlichen Erfahrungen zum Thema Gemüse und Getreide natürlich auch die Tiere der Höfe bei den Kindern hinterlassen. Hofbesuche mit Kindern in möglichst kleinen Gruppen sind auf jeden Fall lohnend und ein unverzichtbarer Beitrag, wenn gesunde Ernährung aus der Region den Kindern vermittelt werden soll und ein Bezug zur Erzeugung von Lebensmitteln hergestellt werden soll. Um 16

17 das Schlagwort eines der beteiligten Höfe zu verwenden: Es ist wichtig, dass die Kinder sehen wo es wächst! Kochen mit den Kindern Im engen zeitlichen Zusammenhang zu den Hofbesuchen wurden mit den Kindern im Kindergarten Gerichte aus Gemüse, Kartoffeln und Getreide zubereitet. Dabei wurde das Gemüse, wo immer möglich, gleich beim Hofbesuch eingekauft. Dies wurde den Kindern auch bewusst gemacht. So wurde deutlich, dass die verwendeten Lebensmittel nur kurze Wege hinter sich hatten und auch sehr frisch waren. Großer Wert wurde auch auf den saisonalen Aspekt gelegt, nachdem die Kinder auf dem Bauernhof erfahren hatten, was jetzt gerade zur Verfügung steht oder geerntet wird. Alle Mahlzeiten waren vegetarisch. Bevor die Zubereitung der Mahlzeiten begann, wurden die Erlebnisse auf dem Hof mit Spielen und Gesprächen in der gesamten Gruppe noch einmal aufgegriffen. Auch die gesundheitlichen Aspekte von Ernährung wurden mit den Kindern mit Hilfe der aid- Ernährungspyramide des aid-infodienstes Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V. erarbeitet. Dazu passend gibt es auch Spielmaterial. Um die Gemüsearten besser kennen zu lernen eignen sich z. B. Kimspiele, bei denen die Kinder mit verbundenen Augen die Gemüsearten durch tasten, schmecken oder riechen erraten. Während Gelbe Rüben und Kartoffeln von allen Kindern sicher benannt werden konnten, gab es bei 17

18 Lauch, Sellerie und Roten Rüben nur wenige Kinder, die dieses Gemüse kannten. Beim Lauch stellten viele Kinder über Geruch und Geschmack die Verbindung zu Schnittlauch her. Pastinaken waren für fast alle Kinder ein unbekanntes Gemüse, das aber bei vielen großen Anklang fand. Beim Kennen lernen der Gemüsearten konnten die Kinder alle Sinne einsetzen. Tipp: Viele Spiele, Experimente und Geschichten rund um Gemüse enthält das Buch Die Gemüse-Detektive von Leonore Geißelbrecht-Taferner Rezepte sind auf Anfrage bei der BN-Geschäftsstelle Ansbach erhältlich. Aktivitäten rund ums Getreide: Die unterschiedlichen Getreidearten sind im Naturkostladen oder Reformhaus erhältlich. Kennen lernen der Körner der verschiedenen Getreidearten Streichholzschachtel-Memory mit den verschiedenen Getreidearten 18

19 Schüsseln voller unterschiedlicher Körner zum Fühlen, Hören und Sehen (Körner durch die Finger laufen lassen). Auch das Schmecken kann hinzu kommen. Keimung und Wachstum Körner auf feuchtem Untergrund keimen lassen, Sprossen können auch gegessen werden. Getreide in Erde säen und wachsen lassen. Draußen in einem großen Topf oder im Beet bis zur Reife wachsen lassen. Mahlen und sieben Getreideflocken mit einer Flockenquetsche herstellen Mehl mahlen mit einer Handmühle (ähnlich Kaffeemühle) Körner mit Steinen (z. B. Kleinsteinpflaster aus Granit) von Hand auf einer Steinplatte zermahlen, daraus können auf dem Blech, in der Pfanne oder auch über offenem Feuer in einer Grillschale Fladen gebacken werden (dazu etwas feines Vollkornmehl, Wasser und etwas Salz zugeben) Unterschied zwischen Auszugsmehl und Vollkornmehl deutlich machen: Kinder können Vollkornmehl durch verschiedene Siebe sieben bis helles Mehl entsteht (Was wurde weggesiebt?) Kochen und Backen Fladen aus selbst gemahlenem, grobem Mehl backen (siehe oben) Hefeteig ist ein Erlebnis! Viele Möglichkeiten und Rezepte: Müsli, Brot und Brötchen, Nudeln, Pfannkuchen, Kuchen, Pizza, Brei, Stockbrot Geschichten und Lieder Die Vorbereitung der Mahlzeiten, wie Gemüse waschen und schneiden, Mehl mahlen, Teig kneten, wurde dann in Kleingruppen durchgeführt. Naschen während der Vorbereitung von roh essbaren Zutaten war ausdrücklich erwünscht, so dass die Kinder den Geschmack der Gemüsearten sowohl roh als auch gekocht kennen lernten. So lernten die Kinder auch, dass sie die meisten Gemüsearten roh und gekocht essen können, einige wenige, wie Bohnen und Kartoffeln aber nicht. Bei der Verwendung von Getreide erlebten die Kinder den Unterschied zwischen Weißmehl und Vollkornmehl in 19

20 Geschmack und Aussehen. Durch Sieben von Vollkornmehl bekamen sie einen Eindruck, welch großer Teil der Getreidekorns auf dem Weg vom Vollkornmehl zum Weißmehl verloren geht. Nach der Vorbereitung halfen einige Kinder beim Garen des vorbereiteten Gemüses, andere deckten unterdessen den Tisch. Wie sehr die Kinder sich bei der Zubereitung einbrachten, war abhängig vom Interesse, dem Geschick, der Ausdauer und dem Alter der Kinder. Dann wurde das Gekochte gemeinsam gegessen. Dabei verhielten sich die Kinder sehr unterschiedlich. Während einige wenige Kinder unbekanntes Gemüse gar nicht essen wollten oder bekanntes Gemüse aus der Erfahrung heraus ablehnten, waren viele Kinder in der Gruppensituation bereit etwas Neues zu probieren. Einige Kinder fanden dann Geschmack daran, andere hatten nach einer Kostprobe genug. Um Kinder, die üblicherweise wenig Gemüse, Salat oder Rohkost essen an diese Kost zugewöhnen, wäre es sicherlich erforderlich, regelmäßig solches Essen anzubieten. Wo dies vom Ablauf und von den Räumlichkeiten her möglich war, halfen die Kinder nach den Essen auch noch beim Abspülen und Aufräumen. Im Winter wurde mit den Kindern selbst gemachter Kartoffelbrei mit Gemüse aus dem Lager der Bauernhöfe gekocht. Dabei konnten die Kinder wählen, welche Gemüsearten verwendet werden sollten. Im Frühling wurden Getreidegerichte zubereitet:, wie Vollkornpfannkuchen mit Kräuterquark oder Quark-Vollkornpufferchen bzw. Vollkorn- Brötchen mit Kräuter-Joghurt-Dip. Dazu gab es Gelbe Rüben zum Knabbern. Im Sommer kochten die Kinder frisch geerntetes Gemüse wie Kohlrabi, Blumenkohl, Mangold oder Erbsen mit einer Kräutersoße und aßen dazu Vollkornbrot. Optimale Bedingungen für das Kochen mit Kindern sind kleine Gruppen (4 bis maximal 6 Kinder pro Betreuungsperson, bei jüngeren Kindern sogar nur 2 bis 3 Kinder pro Betreuungsperson) und eine abgetrennte Küche, so dass die Kinder beim Kochen von den anderen Kindern der Gruppe nicht abgelenkt werden. Sinnvoll sind außerdem ein schön gedeckter Tisch, gemeinsame Mahlzeiten, evtl. mit bestimmten Ritualen und das Einbeziehen der Kinder ins Aufräumen und Abspülen. So ergibt sich für die Kinder ein Gesamteindruck davon, was alles mit dem Essen zusammenhängt. Das gemeinsame Tun macht Spaß, weckt Verantwortungsbewusstsein, fördert die Selbstständigkeit und vermittelt Kenntnisse in einem der zentralen Lebensbereiche, nämlich der Ernährung. Häufig werden die Verhältnisse in der Kindertagesstätte aber keinen idealen Ablauf 20

21 ermöglichen. Es lohnt sich jedoch auch dann, immer wieder mit den Kindern gemeinsam zu kochen und die Ernährung zum Thema zu machen! Im Gespräch mit den Pädagoginnen und Pädagogen der beteiligten Kindertagesstätten sind ein Reihe weiterer Vorschläge für Aktionen rund um das Thema Ernährung im Kindergarten zusammen getragen worden: Gesundes Frühstück mit den Kindern zubereiten Regelmäßiges Angebot von Obst und Gemüse für die Kinder Mit den Kindern Gemüse- oder Obstspieße stecken Esskultur pflegen, zu jeder Mahlzeit den Tisch schön decken, evtl. mit den Kindern Tischschmuck basteln oder Blumensträuße pflücken Weitere Bauernhofbesuche Mit den Kindern bei der Kartoffelernte helfen Kartoffelfeuer Aussaat verschiedener Getreidesorten auf der Fensterbank, evtl. auch Keimversuche machen (Variation von Boden, Wasserversorgung und Licht) Besuch in einer Mühle Säen und pflanzen von Kräutern oder einfach zu pflegendem Gemüse (z. B. Radieschen) in einem Beet im Kindergarten oder Anlage einer Kräuterschnecke (ausreichend groß planen!) Ernährung als Thema beim Sommerfest: Gestaltung eines Regionalbüfetts anstelle von Aufführungen Die Eltern einbeziehen Die Elternabende im Rahmen des Projektes waren zweigeteilt. Der erste Teil diente beim ersten Elternabend in jedem Kindergarten der Information und dem Gespräch zu den gesundheitlichen Aspekten der Ernährung von Kindern, beim zweiten Elternabend den ökologischen Aspekten rund um unsere Ernährung. Der zweite Teil der Elternabende war jeweils dem gemeinsamen Kochen und Essen gewidmet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Elternabende waren nur teilweise die Eltern der Kinder, die am Projekt beteiligt waren. Insgesamt war es schwierig die Eltern zur Teilnahme an den Elternabenden zu motivieren. Laut Aussage des Kindergartenpersonals ist dies aber ganz allgemein bei allen Elternabenden der Fall. 21

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