Umfrageergebnisse. Wandlungsfähigkeit und Effizienzmessung Markus Gram, Olena Mager. Markus Gram

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1 Umfrageergebnisse Wandlungsfähigkeit und Effizienzmessung 3 Bericht erstellt am:..4 Durchgeführt durch: Markus Gram, Olena Mager Autorenkontakt Markus Gram Download link: Durchführungsorganisation: Lehrstuhl Wirtschafts- und Betriebswissenschaften an der Montanuniversität Leoben Peter Tunner Straße 5-7 A-87 Leoben T +43 () F +43 () M W wbw.unileoben.ac.at

2 Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... Abbildungsverzeichnis... 3 Tabellenverzeichnis... 5 Kurzfassung... Zielsetzung und Ablauf... 7 Aufbau der Umfrage... 9 Struktur des Fragebogens:... 8 Umfragestatistik... Teil : Allgemein Person, Unternehmen, Industriezweig... Zur befragten Person... Industriezweige... 3 Unternehmen und Standort... 5 Teil : Wandlungsfähigkeit der Struktur des Produktionssystems... 8 Intensität... Struktur des Produktionssystems... 4 Fertigungsverfahren... 9 Materialflussstruktur Organisationstyp... 4 Einflüsse auf das Produktionssystem (Produktion, Umwelt, Produkte) Veränderungen im Produktionssystem... 5 Teil 3: Effizienzmessung in Produktionssystemen... 5 Datenerfassung Kennzahlensystem... Kennzahlen... Visualisierung... 7 Zusammenfassung der Ergebnisse Literatur Markus Gram Seite von 83

3 Abbildungsverzeichnis Abbildungsverzeichnis Abbildung Vergleich von Produktionssystemen in den unterschiedlichen Industriezweigen... 7 Abbildung Teilnehmer und beendete Fragebögen... Abbildung 3 Zugriffe auf die Umfrage pro Kalenderwoche... Abbildung 4 Fortschreitungsgrad pro Seite... Abbildung 5 Funktion im Unternehmen und Ausfüllungsgrad... Abbildung Tätigkeitsbereich im Unternehmen und Ausfüllungsgrad... Abbildung 7 Einteilung der Beantwortungen nach Industriezweig gesamt... 4 Abbildung 8 Produzierte Produkte der Unternehmen... 4 Abbildung 9 Anzahl Mitarbeiter gesamt... 5 Abbildung Eingesetzte Schichtmodelle gesamt... 5 Abbildung Schichtsysteme in den Industriezweig... Abbildung Position entlang der Lieferkette gesamt... Abbildung 3 Position entlang der Lieferkette nach Industriezweig... 7 Abbildung 4 Kundenbeziehung gesamt... 7 Abbildung 5 Aufbau und Struktur des Referenzproduktionssystems... 8 Abbildung Einsatzintensität im Referenzproduktionssystem... Abbildung 7 Intensität beantwortet nach Industriezweig... Abbildung 8 Kostenaufteilung nach Industriezweig... Abbildung 9 Kapitalstruktur nach Industriezweig... 3 Abbildung Struktur des Referenzproduktionssystems... 4 Abbildung Struktur des Produktionssystems beantwortet nach Industriezweig... 5 Abbildung Automatisierungsgrad gesamt... Abbildung 3 Automatisierungsgrad nach Industriezweig... Abbildung 4 Fertigungsstufen gesamt... Abbildung 5 Fertigungsstufen nach Industriezweig... 7 Abbildung Produkt- und marktbezogenen Merkmale gesamt... 7 Abbildung 7 Produkt- und marktbezogenen Merkmale nach Industriezweig... 7 Abbildung 8 Fertigungsverfahren im Referenzproduktionssystem... 9 Abbildung 9 Fertigungsverfahren beantwortet nach Industriezweig... 3 Abbildung 3 Anteil der Fertigungsverfahren nach DIN 858 pro Produktionssystem... 3 Abbildung 3 Anteil der Fertigungsverfahren nach Auftragsgröße pro Produktionssystem Abbildung 3 Materialflussstruktur im Referenzproduktionssystem Abbildung 33 Materialflussstruktur beantwortet nach Industriezweig Abbildung 34 Materialinput und -Output gesamt Abbildung 35 Materialinput und Output nach Industriezweig... 3 Abbildung 3 Ausprägung des Materialflusses gesamt... 3 Abbildung 37 Ausprägung des Materialflusses nach Industriezweig... 3 Abbildung 38 Anzahl der Anlagen gesamt Abbildung 39 Anzahl der Anlagen nach Industriezweig Abbildung 4 Anzahl der Kundenaufträge gesamt Abbildung 4 Anzahl der Kundenaufträge nach Industriezweig Abbildung 4 Engpass gesamt Abbildung 43 Engpass nach Industriezweig Abbildung 44 Anzahl an Materialien gesamt Markus Gram Seite 3 von 83

4 Abbildungsverzeichnis Abbildung 45 Anzahl an Materialien nach Industriezweig Abbildung 4 Organisationstyp im Referenzproduktionssystem... 4 Abbildung 47 Organisationstypen beantwortet nach Industriezweig... 4 Abbildung 48 Organisationstypen gesamt... 4 Abbildung 49 Organisationstypen nach Industriezweig... 4 Abbildung 5 Kundenentkopplungspunkt gesamt Abbildung 5 Kundenentkopplungspunkt nach Industriezweig Abbildung 5 Einflüsse auf das Produktionssystem (Produktion, Umwelt, Produkte) im Referenzproduktionssystem Abbildung 53 Einflüsse Produktion beantwortet nach Industriezweig Abbildung 54 Veränderungen im Produktionssystem beantwortet nach Industriezweig... 5 Abbildung 55 Art des Anlagenparks gesamt... 5 Abbildung 5 Art des Anlagenparks nach Industriezweig... 5 Abbildung 57 Veränderung des Anlagenparks... 5 Abbildung 58 Prozessausprägung gesamt Abbildung 59 Prozessausprägung nach Industriezweig Abbildung Veränderung der Prozessausprägung Abbildung Produktvarianten gesamt Abbildung Produktvarianten nach Industriezweig Abbildung 3 Veränderung der Produktvarianten Abbildung 4 Auslastung durch Kundenaufträge gesamt Abbildung 5 Auslastung durch Kundenaufträge nach Industriezweig Abbildung Veränderung der Kundenaufträge Abbildung 7 Datenerfassung und Auswertung in einem Produktionssystem... 5 Abbildung 8 Datenerfassung im Referenzproduktionssystem Abbildung 9 Datenerfassung beantwortet nach Industriezweig Abbildung 7 Erfassungsart gesamt Abbildung 7 Erfassungsart der Daten nach Industriezweig Abbildung 7 Häufigkeit der Datenerfassung gesamt Abbildung 73 Häufigkeit der Datenerfassung nach Industriezweig Abbildung 74 Zurückgemeldete Mengen gesamt Abbildung 75 Zurückgemeldete Mengen nach Industriezweig Abbildung 7 Zurückgemeldete Zeiten gesamt... Abbildung 77 Zurückgemeldete Zeiten nach Industriezweig... Abbildung 78 Qualität der Daten gesamt... Abbildung 79 Qualität der Daten nach Industriezweig... Abbildung 8 Auswertung der Daten gesamt... Abbildung 8 Auswertung der Daten nach Industriezweig... Abbildung 8 Kennzahlen im Referenzproduktionssystem... Abbildung 83 Kennzahlensystem beantwortet nach Industriezweig... Abbildung 84 Aufbau des Kennzahlsystem gesamt... 3 Abbildung 85 Aufbau des Kennzahlsystem nach Industriezweig... 3 Abbildung 8 Anzahl der Kennzahlen gesamt... 3 Abbildung 87 Anzahl der Kennzahlen nach Industriezweig... 4 Abbildung 88 Funktionserfüllung des Kennzahlensystems... 4 Markus Gram Seite 4 von 83

5 Tabellenverzeichnis Abbildung 89 Merkmale des Kennzahlensystems... 4 Abbildung 9 Änderungsbedarf des Kennzahlensystems... 5 Abbildung 9 Kennzahlen im Referenzproduktionssystem... Abbildung 9 Kennzahlen beantwortet nach Industriezweig... Abbildung 93 Prozesskennzahlen gesamt... 7 Abbildung 94 Auftragskennzahlen gesamt... 7 Abbildung 95 Maschinenkennzahlen gesamt... 8 Abbildung 9 Personenkennzahlen gesamt... 8 Abbildung 97 Qualitätskennzahlen gesamt... 9 Abbildung 98 Energiekennzahlen gesamt... 9 Abbildung 99 Produktivitätskennzahlen gesamt... 9 Abbildung Nutzung der Kennzahlen gesamt... 7 Abbildung Abweichungsanalysen gesamt... 7 Abbildung Verantwortung und Kontrolle gesamt... 7 Abbildung 3 Visualisierung im Referenzproduktionssystem... 7 Abbildung 4 Visualisierung beantwortet nach Industriezweig... 7 Abbildung 5 Art der Visualisierung gesamt Abbildung Art der Visualisierung nach Industriezweig Abbildung 7 Häufigkeit der Veröffentlichung gesamt Abbildung 8 Häufigkeit der Veröffentlichung nach Industriezweig Abbildung 9 Standardisierte Berichte gesamt Tabellenverzeichnis Tabelle Industriezweige und Abkürzungen... 3 Tabelle Farbcode für Fertigungsverfahren nach Auflagengröße... 3 Tabelle 3 Farbcode für Fertigungsverfahren nach DIN Tabelle 4 Skalierung Relief Tabelle 5 Einflüsse Produktionssystem intern Tabelle Skalierung Relief Tabelle 7 Einflüsse Umwelt Tabelle 8 Skalierung Relief Tabelle 9 Einflüsse Produktionssystem intern Markus Gram Seite 5 von 83

6 Kurzfassung Kurzfassung Produzierende Unternehmen haben mit zunehmenden wirtschaftlichen Turbulenzen zu kämpfen. Die Haupttreiber dieser Veränderungen sind neben der Wirtschaftskrise vor allem die zunehmende Globalisierung, der demographische Wandel wie auch die Forderung nach einer ressourceneffizienten Produktion. Die produzierende Industrie ist dementsprechend gezwungen ihre Produktionen diese Einflussfaktoren anzupassen. Im Rahmen dieser anonymen Umfrage "Wandlungsfähigkeit und Effizienzmessung in der Produktion 3" werden folgende Fragestellungen beantwortet werden wobei sich die Umfrage thematisch in drei Teile gliedert. Im ersten Teil des Fragebogens werden allgemeine Fragen zur ausfüllenden Person gestellt als auch zu dem Industriezweig in dem das produzierende Unternehmen angesiedelt ist. Zusätzliche Daten des Unternehmens komplettieren die allgemeine Einordnung des Teilnehmers. Der zweite Teil soll Aufschluss über die Struktur des Produktionssystems liefern. Aus einem allgemein gültigen Referenzmodell wird für den Vergleich der Produktionssysteme in den Industriezweigen die Fragenstruktur abgeleitet. Als Erstes soll geklärt werden wie hoch die Einsatzintensität der Produktionsfaktoren in den produzierenden Unternehmen ist. Im Weiteren steht der Aufbau des Materialflusses und die Art der Organisation in der Produktion zur Beantwortung. Die unterschiedlichen Einflussfaktoren auf die Effizienz des Produktionssystems werden nach ihrer positiven bzw. negativen Wirkung erfasst. Diese sind Umwelteinflüsse, interne Einflüsse im Produktionssystem als auch durch die produzierten Produkte hervorgerufene einwirkende Treiber. Im letzten Teil werden die Art des Anlagenparks und materialflussbestimmende Produktionsprozesse als auch die produzierte Produktvariantenanzahl und die auslastungsbestimmende Auftragsgröße abgefragt. Für diese vier Punkte wird die Art der Veränderung in den letzten Jahren ermittelt. Der dritte Teil der Umfrage beschäftigt sich mit der Effizienzmessung innerhalb von Produktionssystemen. Hierzu werden die Verfahren der Datenerfassung als auch allgemeine Informationen über das Kennzahlensystem ermittelt. Im Weiteren stehen ausgesuchte Kennzahlen nach ihrer Verwendung in der produzierenden Industrie zur Auswahl. Die Art und Weise der Visualisierung der Kennzahlen wird am Schluss dieses Teils ermittelt. Die aus der Umfrage gewonnen Informationen liefern den Status quo der produzierenden Industrie in Bezug auf deren Wandlungsfähigkeit zu einer ressourceneffizienten Produktion. Durch den Vergleich der Produktionssysteme ist es möglich über einzelne Industriezweige gezielte Aussagen zu der Thematik zu treffen. Die Umfrageergebnisse stehen grundsätzlich der Industrie als auch der Science Community zur freien Verfügung. Bei einer Weiterverwendung der Daten für mögliche Veröffentlichungen bitten wir Sie uns zu kontaktieren bzw. diesen Bericht zu zitieren. Gram M.: Wandlungsfähigkeit und Effizienzmessung in der Produktion 3, Lehrstuhl Wirtschaftsund Betriebswissenschaften Montanuniversität Leoben, 3, Eigenveröffentlichung LINK: Markus Gram Seite von 83

7 Zielsetzung und Ablauf Zielsetzung und Ablauf Durch die zunehmenden internen und externen Einflussfaktoren auf ein Produktionssystem befinden sich produzierende Unternehmen in einer prekären Lage. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben sind ständig Anpassungen von Produkten und dem Produktionssystem notwendig. Die Erhöhung der Wertschöpfung entlang der unternehmensinternen Wertschöpfungskette gilt hierbei als primäres Ziel um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Im Rahmen dieser Umfrage soll ein umfassender Eindruck über die produzierende Industrie gewonnen werden. Mithilfe eines allgemein gültigen Referenzmodells eines Produktionssystems (Abbildung ) werden Betriebe in den unterschiedlichen Industriezweigen erfasst und vergleichbar gemacht. Relevante Punkte im Kontext der Veränderung bzw. Wandlungsfähigkeit des Systems sind vor allem Strukturdaten der Produktionssysteme. Besonders die Einsatzintensität der Ressourcen (Produktionsfaktoren) ist hierbei von großem Interesse. Der Aufbau des Produktionssystems und die Spezifika ihrer Elemente als auch die internen und externen Verknüpfungen werden abgefragt. Da die Einflüsse zwar allgemein bekannt sind, jedoch über ihre Intensität in den unterschiedlichen Industriezweigen keine Informationen vorliegen wird mithilfe eines Einflussfaktorenkatalogs in den Dimensionen Produkt, Produktion und Umwelt diese je Branche ermittelt. Da angenommen werden kann, dass sich bereits strukturelle als auch kundenseitige Veränderungen in den Industriezweigen vollzogen haben wird durch gezielte Abfrage des Aufbaus des Anlagenparks, des Materialflusses als auch über die Zusammensetzung der Produktvarianten und Kundenaufträge ein Bild über die Ist Situation geschaffen als auch deren vergangene Entwicklung ermittelt. Industriezweig A Industriezweig B Abbildung Vergleich von Produktionssystemen in den unterschiedlichen Industriezweigen Hohe Wettbewerbsfähigkeit ist notwendig um in einem internationalen Umfeld bestehen zu können. Diese wird wiederum u.a. durch die Effizienz der Produktionssysteme bestimmt. Für dieses Ziel ist es notwendig Methoden, Kennzahlen als auch Abläufe zur Effizienzmessung in der Produktion zu Markus Gram Seite 7 von 83

8 Zielsetzung und Ablauf etablieren. Ein Hauptproblem der Industrie ist die Erfassung der Produktionsdaten in ihren Fertigungsstätten. Hierzu soll der Status quo des Ablaufs der Produktionsdatenerfassung ermittelt werden. Für die Steuerung und Planung von Produktionssystemen werden sehr oft Kennzahlensysteme eingesetzt die aus der historischen Entwicklung als auch durch den notwendigen Informationsbedarf gestaltet sind. Der generelle Aufbau dieser ganzheitlichen Messinstrumente als auch deren Bewährung in den Unternehmen wird in einem Teil der Umfrage abgefragt. Je nachdem welche Informationen über die Sachverhalte der Produktion für die Steuerung und Planung notwendig sind haben sich unterschiedliche Kennzahlen etabliert. Diese werden ebenfalls bezüglich ihres Einsatzes in der produzierenden Industrie überprüft. Hierbei werden Prozess-, Auftrags-, Maschinen-, Personal-, Qualitäts-, Energie-, und Produktivitätskennzahlen abgefragt und die weitere Verwendung ermittelt. Ein wesentlicher Punkt zur Messung der Effizienz eines Produktionssystems ist die Visualisierung der aufgenommenen Daten und Kennzahlen. Diesbezüglich werden am Ende entsprechende Fragen zur Art der Visualisierung, Veröffentlichung und Berichtgestaltung gestellt. Mithilfe des Vergleichs der unterschiedlichen Produktionssysteme in den Industriezweigen können Aussagen über mögliche Handlungsbedarfe getroffen werden, die es ermöglichen die Ressourceneffizienz und im Weiteren die Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Industrie zu erhöhen. Die in Abbildung dargestellte Methodik wird im Verlauf dieses Berichts zur visuellen Darstellung der abgefragten Thematiken des Referenzmodells herangezogen. Markus Gram Seite 8 von 83

9 Umfragestatistik Aufbau der Umfrage Durch den Umfang der Umfrage ist der Fragebogen in drei Teile gegliedert. Neben allgemeinen Fragen zur Person und Unternehmen werden im zweiten Teil Fragen zur Wandlungsfähigkeit der Struktur des Produktionssystems gestellt. Die Thematik von Teil 3 ist die eingesetzte Effizienzmessung in produzierenden Unternehmen. Teil 3 des Fragebogens wurde im Rahmen der Bachelorarbeit von Olena Mager erstellt. Die Zwischenergebnisse der Umfrage sind Teil dieser Arbeit. Die Fragen sind als Einfach-, Mehrfach- und Matrixauswahl strukturiert. Für zusätzliche Angaben sind Textfelder vorgesehen. Der Einsatz der Art der Frage ist abhängig von der zu gewinnenden Information. Die Fragenstruktur des Fragebogens befindet sich im Anhang. In diesen Infoboxen wird zu den Ergebnissen Stellung bezogen. Markus Gram Seite 9 von 83

10 Umfragestatistik Umfragestatistik Eine Teilnahme an der Umfrage war von bis 3..3 möglich und die Aussendung erfolgte per an produzierende Unternehmen vorwiegend im deutschsprachigen Raum. Insgesamt sind Beschäftigte in den unterschiedlichsten Unternehmen kontaktiert und um Teilnahme gebeten worden. Die Aussendung erfolgte in drei Stufen bei denen immer ein Teil der gesamten angeschriebenen Personen kontaktiert wurde. Im Weiteren ist ein Reminder an alle Personen vor Umfrageende gesendet worden. Die finale Statistik der Onlineumfrage wird in Abbildung dargestellt. Abbildung Teilnehmer und beendete Fragebögen Von den angeschriebenen Personen riefen 38 den Fragebogen online auf. Wovon 7 die Umfrage ganz oder teilweise ausfüllten. Insgesamt wurden 55 Fragebögen beendet. Durch den Umfang der abgefragten Informationen sind 7 Fragebögen abgebrochen und nicht vollständig ausgefüllt worden. Abbildung 3 zeigt die Anzahl der gesamten Zugriffe auf die Umfrage und der vollständig ausgefüllten Fragebögen. 7 5 Gesamt beendet Teilnehmer 4 3 Abbildung 3 Zugriffe auf die Umfrage pro Kalenderwoche Markus Gram Seite von 83

11 Umfragestatistik Anzahl Teilnehmer Startseite Geheimhaltung Zur befragten Person Industriezweige Unternehmen und Standort Intensität Struktur des Produktionssystems Fertigungsverfahren Materialflussstruktur Organisationstyp Produktion Einflüsse Umwelteinflüsse Einflüsse der Produkte Anlagen Materialfluss Auftragsvolumen Varianten Datenerfassung Kennzahlensystem Kennzahlen Visualisierung Endseite Abbildung 4 Fortschreitungsgrad pro Seite fortgeschritten bis Seite 38 Abbildung 4 zeigt den Beantwortungsgrad pro Seite des Fragebogens. Diese Werte werden je Seite (Fragenblock) in den folgenden Kapiteln auf die Industriezweige auf gesplittet. Dies ermöglicht eine Aussage über den Vollständigkeitsgrad der beantworteten Frage als auch über die Aussagekraft der Ergebnisse. Markus Gram Seite von 83

12 Zur befragten Person Teil : Allgemein Person, Unternehmen, Industriezweig Zur befragten Person Die erste Gruppe von Fragen bezieht sich auf die teilnehmende Person. Es werden die Funktion innerhalb des Unternehmens und der Tätigkeitsbereich abgefragt. Welche Funktion üben Sie in ihrem Unternehmen aus? (Mehrfachauswahl) Mitarbeiter Meister 7 7 Vollständig Gesamt Bereichsleiter 3 44 Produktionsleiter 3 Werkleiter 9 Geschäftsführer Anzahl der Teilnehmer Abbildung 5 Funktion im Unternehmen und Ausfüllungsgrad Ein Großteil der teilnehmenden Personen ist vorwiegend in leitender Position beschäftigt. Der vollständige Ausfüllungsgrad dieser ist auch am höchsten, wodurch sich durch die Ergebnisse der Umfrage ein gutes umfassendes Bild über die Struktur des Produktionssystems als auch über die eingesetzte Effizienzmessung in der Produktion machen lässt. In welchem Bereich Ihres Unternehmens sind Sie tätig? (Mehrfachauswahl) Sonstige Produktionssteuerung / Planung Einkauf 8 Vollständig Gesamt Vertrieb 8 Marketing Personalwesen 3 Forschung und Entwicklung Verwaltung 3 Controlling /Finanzbuchhaltung Qualitäts-, Sicherheits-, Umweltmanagement 8 Instandhaltung 37 Produktion/Fertigung 3 33 Abbildung Tätigkeitsbereich im Unternehmen und Ausfüllungsgrad Anzahl der Teilnehmer Markus Gram Seite von 83

13 Industriezweige Sonstige Angaben des Tätigkeitsbereichs: Logistik, Projekt & Technologiezentrum, Prozessmanagement / Geschäftsoptimierung, Prozessmanagement, Inhouse Consulting, Verfahrenstechnik, Projektmanagement, Sicherheitsmanagement, Ideenmanagement, Lager, Werksleitung, Betriebsmechanisierung, Operational Excellence, Investitionsplanung und umsetzung, Engineering/Technology, Technische Planung - Werksausbau Investitionen Industriezweige Eine Pflichtfrage des Fragebogens ist die Angabe des entsprechenden Industriezweigs des Unternehmens. Folgende bedeutende Industriezweige nach Nomenclature générale des activités économiques (NACE) standen zur Auswahl: Tabelle Industriezweige und Abkürzungen Industriezweig Abkürzung Industriezweig Abkürzung Automobilindustrie / Fahrzeugbau Aut Maschinenbau und Ausrüstung Mas Büromaschinen Bür Metallindustrie Met Chemische Industrie Che Mineralölindustrie Min Computerindustrie Com Möbelindustrie Möb Druckindustrie Dru Montanindustrie / Mon Schwerindustrie Eisen- und Stahlindustrie Eis Papierindustrie Pap Elektroindustrie Ele Pharmazeutische Industrie Pha Feinmechanik-, Optik-, Uhrenindustrie Fei Radio- und Fernsehgeräte Rad Glasindustrie Gla Recycling; Abfallindustrie Rec Holz- und Korkartikel Hol Schiffbauindustrie Sch Kleineisenindustrie Kle Spielwarenindustrie Spi Konsumgüterindustrie / Kon Tabakindustrie Tab Leichtindustrie Kunststoffindustrie Kun Textilindustrie, Tex Bekleidungsindustrie inkl. Pelzund Lederwaren Lebensmittelindustrie Leb Zementindustrie Zem Luft- und Raumfahrtindustrie Luf Sonstige Son Die Auswertungen der folgenden Fragen erfolgt nach diesen Industriezweigen, um entsprechende Rückschlüsse auf die Beschaffenheit der Produktionssysteme innerhalb der Branche treffen zu können. Im Weiteren werden zur Bezeichnung der Industriezweige die jeweiligen Abkürzungen verwendet. Die folgenden Ergebnisse zeigen zu welchen Industriezweigen die Teilnehmer der Studie zählen und wie hoch der Vollständigkeitsgrad ist. Markus Gram Seite 3 von 83

14 Industriezweige Welchem Industriezweig ist Ihr Unternehmen am ehesten zuzuordnen? Anzahl der Teilnehmer Gesamt Vollständig Bür Dru Fei Gla Hol Kle Kon Möb Sch Spi Tab Tex Com Leb Pha Rad Rec Zem Kun Luf Pap Mon Son Mas Min Ele Aut Che Eis Met Abbildung 7 Einteilung der Beantwortungen nach Industriezweig gesamt Falls Ihr Unternehmen nicht den oben angegebenen Industriezweigen zugeordnet werden kann, bitten wir Sie eine Einordnung bzw. Spezifikation in das folgende Feld einzutragen!! Bauindustrie, Energieerzeugung und Verteilung, Dienstleistung, Logistik Welche Produkte produzieren Sie? (freiwillige Angabe) Abbildung 8 Produzierte Produkte der Unternehmen Im weiteren Bericht werden für jede Fragehauptgruppe vorab durch eine Graphik der Ausfüllungsgrad pro Frage dargestellt. Durch diese Darstellung kann auf die Aussagekraft der Ergebnisse besser geschlossen werden. Markus Gram Seite 4 von 83

15 Unternehmen und Standort Unternehmen und Standort Neben den Industriezweig werden auch Informationen über Unternehmens- bzw. Standortspezifika abgefragt. Hierzu zählen die Anzahl der Mitarbeiter, die eingesetzten Schichtmodelle als auch die Positionierung entlang der Lieferkette und die Produzent-, Kundenbeziehung. Die volkswirtschaftliche Einteilung von Unternehmen erfolgt nach ihrem erwirtschafteten Umsatz oder nach der Anzahl der Beschäftigten. Die europäische Kommission gliedert die Unternehmen nach Arbeitnehmer wie folgt: bis 49 klein, bis 49 mittel und ab 5...groß Unternehmen. Um Aufschluss über die mögliche kapazitive Auslastung des Produktionssystems zu erhalten werden die möglichen Schichtarbeitsmodelle Einschichtmodell, Zweischichtmodell und Drei- bzw. Vierschichtmodell abgefragt. In der Praxis werden diese Modelle auch oft kombiniert. 3 Die erzeugten Güter eines Produktionssystems lassen sich in Investitions- und Konsumgüter unterteilen. Investitionsgüter werden für die Erzeugung von anderen Gütern eingesetzt und Konsumgüter dienen der Bedarfsdeckung der Haushalte bzw. des Endkunden. Aus der Art der erzeugten Güter lassen sich die Produzent-, Kundenbeziehung Business to Business (Investitionsgüter) und Business to Customer (Konsumgüter) ableiten. 4 Unter der Bezeichnung Lieferkette oder auch Supply Chain versteht man den physischen Weg eines Produkts vom Rohstofflieferanten bis zum Endverbraucher. 5 Wie viele Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen bzw. der Standort? (Einfachauswahl) > < Abbildung 9 Anzahl Mitarbeiter gesamt Welche Schichtmodelle werden in Ihrer Produktion eingesetzt? (Mehrfachauswahl) Vierschichtig Dreischichtig Zweischichtig Einschichtig Anzahl Antworten Abbildung Eingesetzte Schichtmodelle gesamt Vgl. Stichwort: Unternehmensgrößenstruktur Springer Gabler Verlag (3). Vgl. Thommen/ Achleitner (): S Vgl. Gutmann/ Hüsgen (5): S. 7f. 4 Vgl. Junge (): S Vgl. Junge (): S. 58. Markus Gram Seite 5 von 83

16 Unternehmen und Standort Son Rec Rad Pha Pap Min Met Mas Luf Kun Ele Eis Che Aut Mon Einschichtig Zweischichtig Dreischichtig Vierschichtig % % % 3% 4% 5% % 7% 8% 9% % Prozentuelle Verteilung der Antworten Abbildung Schichtsysteme in den Industriezweig Wo ist Ihr Unternehmen entlang der Lieferkette angesiedelt? (Mehrfachauswahl) (Handel/Endkunde) Endprodukthersteller Komponetenlieferant Teilelieferant Rohstofflieferant Abbildung Position entlang der Lieferkette gesamt Anzahl Antworten Markus Gram Seite von 83

17 Unternehmen und Standort Rohstofflieferant Teilelieferant Komponetenlieferant Endprodukthersteller (Handel/Endkunde) Met 9 9 Eis 5 7 Che 5 3 Min 3 Mas Aut 8 Son Ele Mon Rec Kun Pap Zem Rad Pha Luf Abbildung 3 Position entlang der Lieferkette nach Industriezweig Wie ist die Beziehung zu Ihren Kunden anzusehen? (Mehrfachauswahl) Business to Customer (Industrie- Endkunde) 33 Business to Business (Industrie - Industrie) Abbildung 4 Kundenbeziehung gesamt Die teilnehmenden Unternehmen sind vorwiegend mittlere und große Unternehmen mit einer Beschäftigungsanzahl >5. Hieraus kann abgeleitet werden, dass die zu untersuchenden Produktionssysteme eine entsprechende Größe aufweisen. Aus den eingesetzten Schichtmodellen kann man die vollständige bzw. teilweise Vollauslastung (4 Schicht) des Produktionssystems in den Industriezweigen erkennen. Es wird in den antwortenden Unternehmen vorwiegend drei und Vierschichtmodelle eingesetzt. Ein Unternehmen kann mehrere Positionen entlang der Lieferkette einnehmen. Es ist jedoch zu erkennen das einzelne Industriezweige sich auf gewisse Stufen der Lieferkette beschränken. Die Kundenbeziehung der Unternehmen sind vorwiegen BB. Markus Gram Seite 7 von 83

18 Unternehmen und Standort Teil : Wandlungsfähigkeit der Struktur des Produktionssystems Das folgende Kapitel der Umfrage zeigt die Ergebnisse zu den Fragen der Wandlungsfähigkeit und Struktur von Produktionssystemen. Unter Wandlungsfähigkeit wird die Systemeigenschaft verstanden, die es ermöglicht auf interne und externe Einflüsse zu reagieren. Die grundlegende Struktur eines Produktionssystems wird in Abbildung 5 veranschaulicht. Maschinen Menschen Abbildung 5 Aufbau und Struktur des Referenzproduktionssystems Das Referenzproduktionssystem leitet sich aus der Systemtheorie ab in der die Produktion als Subsystem eines übergeordneten Unternehmenssystems gesehen werden kann. Das Referenzsystem hat dementsprechend einen inneren Aufbau in dem Inputgüter in wertgesteigerte Outputgüter transformiert werden. Die innere Struktur steht in Verbindung mit dem Umsystem und kann weiters in Untersysteme aufgeteilt werden die direkt bzw. indirekt wertschöpfend sind. Dieses Umsystem gestaltet sich als natürliche, technologische, politisch-rechtliche, wirtschaftliche und sozio-kulturelle Umwelt in der das Produktionssystem eingebettet ist. Das kleinste Element des Produktionssystems ist ein sogenanntes Arbeitssystem, indem die Wertschöpfung durch meist technische Prozesse stattfindet. Effizienz einer solchen Einheit liegt dann vor, wenn keine Produktionsfaktoren (Mensch, Vgl. Gram (). Markus Gram Seite 8 von 83

19 Unternehmen und Standort Material, Maschine und Energie) verschwendet werden. Die Verknüpfung der Arbeitssysteme zu einer Wertschöpfungskette erfolgt durch den Material- als auch durch den Informationsfluss. 7 Diese Darstellung eines Produktionssystems ist Ausgangspunkt für den Aufbau der folgenden Fragenblöcke: Die Intensität bezieht sich auf die Inputfaktoren des Systems. Diese Produktionsfaktoren sind Mensch, Maschine, Material und Energie die bezüglich ihrer Kostenstruktur als auch Kapitalintensität abgefragt werden. Zur Struktur des Produktionssystems wird der Automatisierungsgrad, die Anzahl der Fertigungsstufen als auch produkt- und marktbezogene Eigenschaften ermittelt. Bezüglich der eingesetzten Fertigungsverfahren sind sowohl die nach DIN 858 definierten technischen als auch die nach Auflagengröße festgelegten Verfahren von Interesse. Neben der allgemeinen Struktur des Produktionssystems wird auch die Beschaffenheit des Materialflusses überprüft. Hierzu wird neben dem Input-Output Verhältnis der Güter auch die internen Spezifika des Materialflusses abgefragt. Weitere Fragen zu der Anzahl der Anlagen, Anzahl von eingesetzten Materialien und Anzahl an Kundenaufträgen geben Aufschluss über die Komplexität des Systems. Das Verhalten des Engpasses in den Produktionssystemen wird ebenfalls ermittelt. Die eingesetzten Organisationstypen sind für die Effizienz des Produktionssystems ebenfalls von großer Bedeutung und werden deshalb auch abgefragt. Hierzu ist auch die Thematik des Kundenentkopplungspunkts entlang der internen Wertschöpfungskette zu klären. Ein weiterer Fragenblock widmet sich dem Thema der Einflüsse auf das Produktionssystem. Die Einflussfaktoren und ihre Intensität werden in den Dimensionen Produktion, Umwelt und Produkte abgefragt. Die von den Einflüssen angestoßenen Veränderungen im Produktionssystem werden ebenfalls in den Dimensionen Auslegung des Anlagenparks, Produktionsprozesse, Produktvarianten und Auslastung durch Kundenaufträge erhoben. Zusätzlich wird die vergangene Entwicklung von diesen Faktoren ermittelt. Teil der Umfrage liefert ein umfassendes Bild der Produktionssysteme in der betrieblichen Praxis. Das Referenzproduktionssystem hilft die Vergleichbarkeit der Systeme sicherzustellen und liefert einen Anhaltspunkt für die gestellten Fragen zur Informationsgewinnung. 7 Vgl. Gram/ Künstle (); Biedermann/ Gram (): ; Günther/ Tempelmeier (4): S. ff; Dyckhoff (): S. ff. Markus Gram Seite 9 von 83

20 Intensität Intensität Industriezweige werden neben der produktbezogenen Einteilung auch nach ihren Einsatzstoffen klassifiziert. Dementsprechend spricht man von: 8 Materialintensiv Charakterisiert durch einen hohen Anteil an Materialkosten. Z.B. Metallhütte, Eisenhütte, Anlagenintensiv Charakterisiert durch einen hohen Anteil an Sachanlagevermögen in der Bilanz. Klassische Industrien sind z.b. bei Zement-, Hütten-, Stahl- und Energiebetrieben Lohnintensiv Charakterisiert durch einen hohen Anteil an Arbeitskosten. Z.B. Bergbau, feinmechanische und optische Industrie Energieintensiv Charakterisiert durch einen hohen Anteil an Energiekosten. Z.B. Stahl- oder Aluminiumherstellung Kapitalintensiv Charakterisiert durch einen hohen Anteil an fixen Kapitalkosten (Abschreibungen, kalkulatorische Zinsen etc.). Bei Mechanisierung und Automatisierung nimmt die Kapitalintensität zu. Abbildung Einsatzintensität im Referenzproduktionssystem 8 Vgl. Kistner/ Steven (): S. 8ff. Markus Gram Seite von 83

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