Wirtschaftslehre / Rechnungswesen

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1 Lehrplan Wirtschaftslehre / Rechnungswesen Handelsschule Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Hohenzollernstraße 60, Saarbrücken Postfach , Saarbrücken Telefon (0681) , Telefax (0681) Saarbrücken 2002 Hinweis: Der Lehrplan ist online verfügbar unter: LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 1 von 32

2 Einleitende Hinweise: Dem vorliegenden Lehrplan der Handelsschule liegt die Verordnung Prüfungsordnung über die staatliche Abschlussprüfung an Handelsschulen und Höheren Handelsschulen (PO-HHS) vom 12. Juli 2000 zu Grunde. Als Schulform folgt die Handelsschule der KMK-Rahmenvereinbarung über die Berufsfachschulen vom in Verbindung mit der KMK-Rahmenvereinbarung über den Erwerb der Mittleren Reife in beruflichen Bildungsgängen vom Der Lehrplan verfolgt das Ziel, zentrale berufsorientierte Qualifikationen durch die unterrichtliche Verbindung der beiden Prüfungsfächer Wirtschaftslehre und Rechnungswesen in einem handlungsorientierten Ansatz zu vermitteln. Die Abstimmung zwischen den Fächern Wirtschaftslehre und Rechnungswesen erfolgt nicht nach einer starren zeitlichen Zuordnung gemäß Stundentafel. Vielmehr ist es erforderlich, aus Gründen der inhaltlichen Verbundenheit einzelner Lernsequenzen eine flexible Zeitplanung vorzunehmen. Für Prüfungszwecke wird für die einzelnen in einer besonderen Rubrik im Lehrplan stets eine Fächerzuordnung ( und E) vorgenommen. Die Lehr- und Lernarrangements sollten so gestaltet werden, dass neben dem fachlichen Aspekt auch Methoden-, Sozial- und Humankompetenzen schrittweise entwickelt werden können. Hierbei sind neben den Unterrichtsprinzipien der Anschaulichkeit und Lebensbzw. Praxisnähe insbesondere die Grundsätze der Selbsttätigkeit und der Stoffverbindung zu berücksichtigen. Entsprechend dem Lernfortschritt in den Fächern Datenverarbeitung und Textverarbeitung ist der Rechner als Werkzeug des Unterrichts zunehmend zu nutzen (siehe Hinweise zum Unterricht im Lehrplan). Eine enge Abstimmung mit den Fachlehrern für diese Fächer ist daher erforderlich. Auf nachstehende formale Vorgaben wird verwiesen: In seinem Aufbau lehnt sich der Lehrplan der Lernzieltaxonomie nach Bloom an. Die sind mit Blick auf einen angemessenen Umfang des Lehrplans überwiegend als Groblernziele formuliert. Die Zeitrichtwerte sind als vorgeschlagene zeitliche Empfehlung zu verstehen. Sie sind stets als Jahreswochenstunden ausgewiesen, um Vergleiche mit Schulformen anderer Bundesländer zu ermöglichen. Bei den ausgewiesenen Stundenanteilen sind Zeiten für Wiederholungen, Leistungsüberprüfungen usw. bereits enthalten, die mit rd. einem Drittel angesetzt wurden. Saarbrücken, Mai 2002 LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 2 von 32

3 LERNGEBIETSÜBERSICHT: Lfd. Nr. Lerngebiet Zeitrichtwert * Stunden Zeitrichtwert * Stunden E Klassenstufe 10 1 Grundkurs Rechnungswesen - Einführung in das System der doppelten Buchführung Grundkurs Volkswirtschaftslehre 55 3 Grundkurs Rechtslehre 55 4 Beschaffung Summe Klassenstufe 11 4 Beschaffung Absatz Personalwesen Finanzierung und Investition Summe * Zeitrichtwert i.s. eines Vorschlags LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 3 von 32

4 Lerngebiet 1: Zeitrichtwert: 110 Stunden Grundkurs Rechnungswesen - Einführung in das System der doppelten Buchführung 1.1 Stellung des Handelsbetrie bes in der Wirtschaft 1. den Handelsbetrieb im Wirtschaftsprozess als Dienstleistungsunternehmen einordnen. Hinweis auf die Vernetzung, Prozessketten 1.2 Rechnungswesen als Informationssystem des Unternehmens 1.3 Inventur, Inventar und Bilanz 2. die Informations- und Steuerungsfunktion des Rechnungswesens anhand eines Beispiels aus dem persönlichen Erfahrungsbereich erklären. 3. die Bedeutung der Inventur für die Bilanz erklären. 4. den Ablauf der Inventur 5. ein Inventar aufstellen. 6. eine Bilanz aufstellen. 7. Inventar und Bilanz unterscheiden. z. B. anhand eines Haushaltsplans Es wird empfohlen, über das Kassenkonto bzw. einen Haushaltsplan in die Thematik einzusteigen. Beschränkung auf Stichtagsinventur Die Inventur soll anhand eines konkreten Beispiels erarbeitet werden, z. B. Inventarisierung des Klassensaals. Das Primat der Inventur soll deutlich werden. 1.4 Buchungen auf Bestandskonten 1.5 Buchungen auf Erfolgskonten 8. einfache und zusammengesetzte Buchungssätze bilden und buchen. 9. Aufwendungen und Erträge in ihrer Auswirkung auf das Reinvermögen/Eigenkapital erklären. 10. Aufwendungen und Grundbuch, Hauptbuch Die Saldenbildung kann außerhalb der Doppik erfolgen. Hinweis: Es soll deutlich gemacht werden, dass Aufwendungen in Kauf genommen werden müssen, um damit Gewinne zu erzielen (ganzheitlicher Aspekt). Die Saldenbildung kann LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 4 von 32

5 Lerngebiet 1: Zeitrichtwert: 110 Stunden Grundkurs Rechnungswesen - Einführung in das System der doppelten Buchführung Bestandsveränderungen Erträge buchen. 11. Bestandsveränderungen buchen. außerhalb der Doppik erfolgen. Angleichung der Konten an die Inventurbestände 1.6 Organisation der Buchführung 12. den Aufbau des Kontenrahmens (Schulkontenrahmen) erklären. 13. Kontenrahmen und Kontenplan unterscheiden. 14. zwischen Sachkonten und Personenkonten im Rahmen einer EDV - gestützten Finanzbuchhaltung unterscheiden. 15. die Ablage der Belege anhand wichtiger Belegkreise erklären. Gemeinschaftskontenrahmen als Alternative zeigen Debitoren und Kreditoren; vgl. Lerngebiet 4 und 5 Eingangs-, Ausgangsrechnungen, Kassenbelege, Bankbelege 1.7 Umsatzsteuer 16. die Umsatzsteuer als durchlaufenden Posten erklären. 17. Vorsteuer und Umsatzsteuer berechnen und buchen. 18. die Umsatzsteuer als Verbindlichkeit, die Vorsteuer als Forderung gegenüber dem Finanzamt 19. die Umsatzsteuerzahllast ermitteln und abführen. 20. Umsatzsteuervorauszahlungen buchen. Der verminderte Steuersatz ist am Beispiel Lebensmittel und Bücher zu berücksichtigen. Anwendung der Prozentrechnung vgl. Lehrplan Mathematik USt Voranmeldung; die buchhalterische Ermittlung ist nicht erforderlich. 21. die Bilanzierung der Umsatzsteuerzahllast bzw. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 5 von 32

6 Lerngebiet 1: Zeitrichtwert: 110 Stunden Grundkurs Rechnungswesen - Einführung in das System der doppelten Buchführung des Vorsteuerüberhangs erklären. 1.8 Privatkonto 22. Betriebs- und Privatvermögen unterscheiden. 23. Privateinlagen buchen. 24. Bar- und Sachentnahmen buchen. 25. das Privatkonto abschließen. 1.9 Buchungen anhand von Belegen 26. Belege buchen. Spätestens an dieser Stelle soll die Funktionsweise eines Finanzbuchhaltungsprogrammes gezeigt werden; vgl. Lerngebiet 4. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 6 von 32

7 Lerngebiet 2: Grundkurs Volkswirtschaftslehre Zeitrichtwert: 55 Stunden In diesem Lerngebiet soll anhand anschaulicher und einfacher Beispiele deutlich gemacht werden, dass die Koordinierung des wirtschaftlichen Zusammenlebens in einer Volkswirtschaft über Marktpreise erfolgt. 2.1 Wirtschaften unter Berücksichtigung des ökonomischen Prinzips 27. die Notwendigkeit des Wirtschaftens aus dem Spannungsverhältnis zwischen Gütern und Bedürfnissen erklären. 28. beschreiben, dass durch die Umweltbelastung immer mehr freie Güter zu wirtschaftlichen Gütern werden. z. B. anhand einer Haushaltsplanung 29. Minimal- und Maximalprinzip als Ausdrucksformen des Wirtschaftlichkeitsprinzips beschreiben und typische Beispiele zuordnen. 2.2 Ökologie und ökonomisches Prinzip 2.3 Produktionsfaktoren 30. den Stellenwert ökologischer Ziele bei der Umsetzung wirtschaftlicher Entscheidungen an Beispielen erklären. 31. erklären, dass Güter durch Kombination von Produktionsfaktoren hergestellt werden. 32. leitende und ausführende Arbeit, Werkstoffe und Betriebsmittel als Die Bedeutung der Produktionsfaktoren in verschiedenen Wirtschaftsbereichen ist LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 7 von 32

8 Lerngebiet 2: Grundkurs Volkswirtschaftslehre betriebswirtschaftliche Produktionsfaktoren nennen und Beispiele zuordnen. Zeitrichtwert: 55 Stunden herzuleiten. Hinweis: Bezug zu Wertketten vgl. Gliederungspunkt Träger wirtschaftlicher Entscheidungen 33. Träger wirtschaftlicher Entscheidungen nennen und ihre grundlegenden Funktionen in einer Volkswirtschaft Sektorenbildung: H pr Einkommenserzielung durch Arbeits-, Sozial- und Vermögenseinkommen; Nachfrage nach Konsumgütern U Beschaffung von Produktionsfaktoren, Produktion und Absatz von Gütern H öff Einnahmen, Ausgaben Ausland Import, Export 2.5 Wirtschaftskreislauf 2.6 Markt und Preisbildung Nachfrageseite 34. die Beziehungen zwischen den Sektoren mittels Geld- und Güterströmen darstellen. 35. den Marktbegriff erklären. 36. wichtige Bestimmungsgrößen der Nachfrage erläutern. 37. die funktionale Beziehung zwischen Preis und der nachgefragten Menge eines Gutes erläutern und grafisch darstellen. Banken Einlagen, Kredite Darstellung einer evolutorischen Wirtschaft ohne Staat und Ausland Ex-Post-Darstellung verfügbares Einkommen, Preis des Gutes, Bedarfsstruktur, Zukunftserwartungen, Preis anderer Güter (ohne Unterscheidung in komplementäre und substitutive Güter) anhand eines konkreten Beispiels Der Unterschied zwischen individueller Nachfrage und Ge- LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 8 von 32

9 Lerngebiet 2: Grundkurs Volkswirtschaftslehre Angebotsseite 38. wichtige Bestimmungsgrößen des Angebotes erläutern. 39. die funktionale Beziehung zwischen dem Preis und der angebotenen Menge eines Gutes erläutern und grafisch darstellen. Zeitrichtwert: 55 Stunden samtnachfrage ist herzuleiten. Preise der Produktionsfaktoren, technisches Wissen, Preis des Gutes, Zukunftserwartungen anhand eines konkreten Beispiels Reale Märkte als unvollkommene Märkte Anhand eines konkreten Beispiels soll aufgezeigt werden, dass die Prämissen des vollkommenen Marktes nicht gelten. Wertetabelle als Ausgangsbasis Vollkommener Markt als Modell für die Erklärung der Preisbildung 40. erklären, warum es für gleiche Güter unterschiedliche Preise gibt. 41. den Gleichgewichtspreis und die Gleichgewichtsmenge grafisch ermitteln. 42. den Preisbildungsmechanismus LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 9 von 32

10 Lerngebiet 3: Grundkurs Rechtslehre 3.1 Rechtsordnung 43. Recht als Grundlage des menschlichen Zusammenlebens 44. BGB und HGB als grundlegende Gesetze im Wirtschaftsleben nennen. Zeitrichtwert: 55 Stunden Bei vielen Beispielen (kleine Rechtsfälle) kann auf die Alltagserfahrung der Schüler zurückgegriffen werden. Hinweis auf strengere Normen des HGB für Kaufleute 3.2 Personen als Rechtssubjekte 3.3 Rechtliche Handlungsfähigkeit natürlicher Personen 45. den Begriff natürliche Person in Abgrenzung zur juristischen Person erläutern. 46. zwischen Rechts- und Geschäftsfähigkeit unterscheiden. 47. die Stufen der Geschäftsfähigkeit 3.4 Rechtsobjekte 48. Sachen und Rechte als Gegenstand des Rechtsverkehrs Besitz und Eigentum 49. Besitz und Eigentum unterscheiden sowie Beispiele zuordnen. 3.5 Rechtsgeschäfte 50. die Übertragung von Eigentum durch Einigung und Übergabe bei beweglichen Sachen erklären. 51. Rechtsgeschäfte als Willenserklärungen mit rechtlicher Folge Die Erarbeitung soll anhand einfacher Fallbeispiele und des Gesetzestextes erfolgen. Dadurch sollen die Schüler befähigt werden, mit dem Gesetzestext umzugehen und einfache Beispiele zu lösen. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 10 von 32

11 Lerngebiet 3: Grundkurs Rechtslehre Arten 52. anhand von Beispielen zwischen einseitigen und mehrseitigen Rechtsgeschäften unterscheiden. 53. anhand von Beispielen zwischen empfangsbedürftigen und nicht empfangsbedürftigen Rechtsgeschäften unterscheiden. Zeitrichtwert: 55 Stunden Situationsaufgaben, Fallbeispiele, Einsatz von Leittexten Verträge 54. erklären, dass Verträge aus mindestens zwei übereinstimmenden Willenserklärungen bestehen. 55. folgende Vertragsarten nach Vertragsgegenstand unterscheiden und Beispiele zuordnen: Kauf-, Miet-, Darlehensund Dienstvertrag. Form der Rechtsgeschäfte Nichtigkeit von Rechtsgeschäften 56. den Grundsatz der Formfreiheit sowie die Formvorschriften Schriftform, öffentliche Beglaubigung und notarielle Beurkundung erklären und Beispielen zuordnen. 57. den Begriff der Nichtigkeit erläutern. 58. aus Beispielen folgende Nichtigkeitsgründe ableiten: Geschäftsunfähigkeit, Scherzgeschäft, Formmangel, Verstoß gegen ein gesetzliches Verbot. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 11 von 32

12 Anfechtbarkeit von Rechtsgeschäften 3.6 Vertragsrecht am Beispiel des Kaufvertrags 59. den Begriff der Anfechtbarkeit erläutern. 60. aus Beispielen folgende Anfechtungsgründe ableiten: Irrtum, widerrechtliche Drohung, arglistige Täuschung. 61. Möglichkeiten des Zustandekommens eines Kaufvertrages darstellen. Hinweis auf Motivirrtum Auf die Problematik bei der Zusendung unbestellter Ware soll nicht eingegangen werden. 62. den abgeschlossenen Kaufvertrag als Verpflichtungsgeschäft beschreiben und die Pflichten der Vertragspartner darstellen. 63. Verpflichtungs- und Erfüllungsgeschäft unterscheiden. 64. die Bedeutung des Eigentumsvorbehaltes für die Erfüllung der Vertragspflichten erklären. nur einfacher Eigentumsvorbehalt 3.7 Rechtsformen 65. die Rechtsformen Einzelunternehmung, OHG, GmbH und AG nach folgenden Merkmalen beschreiben: - Kapitalaufbringung, - Haftungsumfang, - Leitung der Unternehmung. Empfehlung: Beispiel einer Unternehmensgründung; Ergänzung durch Handelsregisterauszüge; vgl. 3.8 Die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Rechtsformen hinsichtlich Anzahl der Unternehmen, Zahl der Beschäftig ten, durchschnittlicher LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 12 von 32

13 ten, durchschnittlicher Umsatz und Anteil an den Insolvenzen sind anhand aktueller Daten darzustellen und grafisch aufzubereiten. Einsatz von Internet und Tabellenkalkulationsprogramm Bei der Behandlung der AG ist insbesondere die Funktion und Bedeutung der Aktienbörse herauszustellen. 3.8 Handelsregister 66. die Organe von GmbH und AG unterscheiden und deren Funktionen 67. die Bedeutung der Öffentlichkeit des Handelsregisters für Kaufleute anhand von Beispielen erläutern. Hierbei sind Handelsregisterauszüge einer Tageszeitung zu interpretieren. Der Begriff des Kaufmanns nach 1 HGB ist in diesem Zusammenhang zu erläutern. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 13 von 32

14 Lerngebiet 4: Beschaffung 4.1 Grundlegende Geschäftsprozesse 68. die Schritte vom Kundenauftrag bis zur Lieferung der Ware am Beispiel eines Handelsbetriebes Zeitrichtwert: 140 Stunden Die Interdependenzen zwischen Beschaffung und Absatz sind herauszuarbeiten. Beschaffung 69. Beschaffung im weiteren Sinne als zentrale betriebliche Teilfunktion erklären. Die Verbindung zur Lagerhaltung ist herauszustellen. 4.2 Planungen im Beschaffungsbereich 70. Informationsgrundlagen für die Bedarfsermittlung nennen. Branchenverzeichnis, Prospekte, Internet, Bezug zur Betriebsstatistik 4.3 Beschaffungsprozesse Bezugsquellenermittlung 71. betriebliche Situationen beschreiben, die Beschaffungsprozesse auslösen können. 72. situationsabhängig Bezugsquellen ermitteln. Anfrage 73. die Anfrage hinsichtlich Aufbau, Inhalt und ihrer rechtlichen Bedeutung Angebot 74. zwischen Angebot und Anpreisung unterscheiden. z. B : Kundenaufträge, Unterschreitung eines Mindestbestandes, gezielte Vorratserhöhung aufgrund erwarteter Preiserhöhungen bzw. geplanter Sonderaktionen Für den kaufmännischen Schriftverkehr erfolgt eine vertiefende Behandlung im Fach Deutsch und Textverarbeitung (DIN 5008). 75. Bindungsfristen, Freizeichnungsklauseln und Erlöschen der Bindung eines Angebotes erläutern. 76. als wesentliche Inhalte des Angebotes erläutern: - Art, Beschaffenheit, Güte Auf Erfüllungsort und Gerichtsstand wird verzichtet. Hinweis auf AGB LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 14 von 32

15 Lerngebiet 4: Beschaffung - Menge - Preis - Preisabzüge (Rabatt, Skonto) - Liefer- und Zahlungsbedingungen. 77. eingehende Angebote im Hinblick auf die zugrundeliegende Anfrage überprüfen. 78. eine Bezugskalkulation vom Listeneinkaufspreis bis zum Einstandspreis durchführen. Zeitrichtwert: 140 Stunden Hierbei soll nur auf die Lieferbedingungen ab Werk und frei Haus eingegangen werden. Hierbei steht der methodische Aspekt der Informationsverarbeitung im Vordergrund. 79. einen Angebotsvergleich unter Beachtung quantitativer Kriterien durchführen. 80. neben quantitativen auch qualitative Kriterien angeben und ihre Bedeutung für den Angebotsvergleich erklären. Tabellenkalkulationsprogramm Bestellung 81. die rechtliche und kaufmännische Bedeutung einer Bestellung auf Grund eines Angebotes bzw. ohne vorheriges Angebot erklären. Auftragsbestätigung Wareneingang 82. die rechtliche und kaufmännische Bedeutung einer Auftragsbestätigung 83. die mit dem Wareneingang verbundenen Tätigkeiten beschreiben und ihre wirtschaftliche Für den kaufmännischen Schriftverkehr erfolgt die vertiefende Behandlung im Fach Deutsch und Textverarbeitung (DIN 5008). vgl. 3.6 LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 15 von 32

16 Lerngebiet 4: Beschaffung Zeitrichtwert: 140 Stunden Bedeutung erklären. Rechnungsausgleich 84. den Wareneingang nach dem aufwandsrechnerischen Verfahren buchen. 85. den zu zahlenden Rechnungsbetrag unter Beachtung von Bezugskosten und Preisnachlässen berechnen und buchen. 86. Skonto als nicht in Anspruch genommenen Warenkredit interpretieren. Der Einsatz eines Finanzbuchhaltungsprogrammes ist zu demonstrieren, der Bezug zur OP-Buchhaltung ist herzustellen. Nettobuchung Berücksichtigung von Gutschriften wegen Mängelrüge, vgl die effektive Verzinsung des Skonto an einem Beispiel berechnen. 88. Liefererboni berechnen und buchen. Nettobuchung 4.4 Zahlungsverkehr Barzahlung 89. für einen Barkauf eine Quittung ausstellen. Bargeldloser Zahlungsverkehr 90. die Voraussetzungen für den bargeldlosen Zahlungsverkehr nennen. Konto 91. den Vorgang einer Kontoeröffnung Informationsmaterial der Kreditinstitute Arten des bargeldlosen Zahlungsverkehrs 92. den Inhalt eines Kontoauszuges erläutern. einschließlich Möglichkeiten und Gefahren des Überziehungskredites. Hier soll das Modul Zahlungsverkehr des Finanzbuchhaltungsprogramms demonstriert werden. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 16 von 32

17 Lerngebiet 4: Beschaffung Zeitrichtwert: 140 Stunden Überweisung 93. einen Überweisungsvordruck ordnungsgemäß ausfüllen. Zahlungsvereinfachungen 94. Dauerauftrag und Lastschriftverfahren unterscheiden und Anwendungsbeispielen zuordnen. Verrechnungs scheck Neuere Entwicklungen im Zahlungsverkehr 4.5 Erfüllungsstörungen im Bereich Beschaffung 95. ein Scheckformular ordnungsgemäß ausfüllen. 96. das Zahlungsverfahren mit ec-karte und Kreditkarte 97. die Vor- und Nachteile für den Karteninhaber erläutern. 98. das Verfahren des home banking 99. zwischen einseitigem und zweiseitigem Handelskauf unterscheiden und die entsprechenden Prüfungsund Rügefristen angeben. Auf die Aufzählung der gesetzlichen Bestandteile wird verzichtet. nach Möglichkeit Demonstration des Verfahrens Mangelhafte Lieferung 100. Mängel in der Art, Menge und Qualität anhand einfacher Beispiele zuordnen. Beschränkung des Qualitätsmangels auf die Lieferung fehlerhafter Ware 101. anhand einfacher Fallbeispiele die Gewährleistungsfristen angeben. vgl. Wareneingang 4.3 ohne Umkehr der Beweislast beim Verbrauchsgüterkauf 102. Rechte des Käufers situationsgerecht geltend machen. Nacherfüllung (Neulieferung und Nachbesserung), Rücktritt vom Vertrag, Minderung, LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 17 von 32

18 Lerngebiet 4: Beschaffung Zeitrichtwert: 140 Stunden 103. Rücksendungen und Nachlässe buchen. Schadensersatz unter Beachtung der Frist zur Nacherfüllung Gutschriften Lieferungsverzug 104. die Voraussetzungen des Lieferungsverzugs nennen. nur Gattungsware Als Grund für das Entfallen einer Mahnung ist nur der Terminkauf zu behandeln die Rechte des Käufers nennen und situationsgerecht anwenden. Erfüllungsanspruch, Schadenersatz nach Fristsetzung ohne Fix- und Zweckkauf LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 18 von 32

19 Lerngebiet 5: Absatz 5.1 Marktforschung als Grundlage der Absatzpolitik 106. Beschaffung und Aufbereitung von Marktinformationen als Aufgabe der Marktforschung erklären. Zeitrichtwert: 140 Stunden anhand eines konkreten Fallbeispiels 5.2 Instrumente der Absatzpolitik 107. Marktanalyse und Marktbeobachtung anhand von Beispielen unterscheiden Ziele der Absatzpolitik anhand von Beispielen 109. Sortiments-, Produkt-, Preispolitik, Konditionenund Servicepolitik sowie Kommunikationspolitik als wesentliche Instrumente der Absatzpolitik bezeichnen. Marketingstrategien: - Anpassung an Konkurrenz - Differenzierung - Marktdurchdringung - Markterschließung - Marktsegmentierung Produktpolitik 110. anhand von Fallbeispielen die Bedeutung folgender Kriterien für die Produktentwicklung beschreiben: - Design - Qualität - Namensgebung - Verpackung Produktnutzen in Grundund Zusatznutzen unterscheiden und seine Bedeutung für die Kaufentscheidung an Beispielen aufzeigen. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 19 von 32

20 Lerngebiet 5: Absatz 112. die optimale Zusammenstellung des Sortiments in Bezug auf Wünsche und Bedürfnisse der Kunden als Ziel der Sortimentspolitik Zeitrichtwert: 140 Stunden - Festlegung des Sortiments - Sortimentspflege Sortimentspolitik Sortimentsbreite und - tiefe Kern- und Randsortiment wirtschaftliche Einflussgrößen der Sortimentsbildung 113. anhand von Beispielen Sortimentsbreite und Sortimentstiefe unterscheiden Kern- und Randsortiment unterscheiden und anhand von Beispielen ihre Aufgabe im Rahmen der Absatzpolitik 115. Wirtschaftliche Einflussgrößen der Sortimentsbildung an Beispielen erläutern: - Marktorientierung - Beschaffungspreise. z. B. anhand von Inhaltsübersichten diverser Versandhauskataloge z. B. Berücksichtigung von technischen Entwicklungen, Modetrends, Qualität vgl. Bezugskalkulation, 4.3 Auf rechtliche Aspekte und Aspekte der Umweltverträglichkeit soll in diesem Zusammenhang auch hingewiesen werden. Das Rechnungswesen soll den Schülern als wesentlicher Bestandteil des Informationssystems des Unternehmens näher gebracht werden. Das ökonomische Denken kann insbesondere im Rahmen von Entscheidungen im Absatzbereich anhand anschaulicher und einfach strukturierter Situationsaufgaben gefördert LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 20 von 32

21 Lerngebiet 5: Absatz Zeitrichtwert: 140 Stunden Erfolgskontrolle 116. im Rahmen einer Vollkostenrechnung Vorschläge zur Sortimentsanpassung unterbreiten. werden. Hierbei sind die Ergebnisse des Rechnungswesens auszuwerten und zur Entscheidungsfindung zu verwenden. Darstellung der Problematik von Verlustartikeln im Sinn der Vollkostenrechnung 117. anhand von Beispielen erklären, dass die Handlungsgemeinkosten kurzfristig nicht zu verändern und damit fixe Kosten sind erklären, dass im Handelsbetrieb variable Kosten anfallen, die von der eingekauften Menge abhängig sind. Die vollständige Zuordnung zu Fixkosten erfolgt aus didaktischen Gründen. Hinweis auf Bezugskalkulation, vgl mit Hilfe absoluter Deckungsbeiträge Vorschläge zur Sortimentsanpassung unterbreiten. maximal drei Produkte Preispolitik Kalkulation des Verkaufspreises 120.erklären, dass bei der Preisbildung die Kosten, die Konkurrenz und das Nachfragerverhalten berücksichtigt werden müssen eine Vorwärtskalkulation vom Listeneinkaufspreis bis zum Listenverkaufspreis durchführen eine Differenzkalkulation kostenorientierte Preisbildung nachfrageorientierte Preisbil- LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 21 von 32

22 Lerngebiet 5: Absatz Zeitrichtwert: 140 Stunden bei gegebenem Marktpreis durchführen und das Ergebnis interpretieren. dung konkurrenzorientierte Preisbildung Gewinnschwelle 123. im Rahmen einer Rückwärtskalkulation den kritischen Einkaufspreis ermitteln anhand einfacher Beispiele die Absatzmenge bestimmen, die bei gegebenen Kosten und Verkaufspreisen zur Kostendeckung führt. rechnerische und grafische Gewinnschwellenermittlung 125.anhand einfacher Beispiele die Wirkung von Veränderungen der Marktpreise auf den Gesamtgewinn und die Mindestabsatzmenge zur Kostendeckung erläutern. rechnerische und grafische Darstellung Konditionenund Servicepolitik Kommunikationspolitik 126. beschreiben, dass durch Gestaltung der Lieferungs- und Zahlungsbedingungen sowie Kundendienstleistungen Kaufanreize für die Kunden entstehen sollen die Teilbereiche der Kommunikationspolitik nennen und anhand von Beispielen unterscheiden: - Werbung - Verkaufsförderung - Öffentlichkeitsarbeit. Werbung 128. Aufgaben der Werbung Information über neue Produkte LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 22 von 32

23 Lerngebiet 5: Absatz Zeitrichtwert: 140 Stunden anhand von Beispielen erklären. (informierende Werbung) Gewinnung neuer Kunden (überzeugende Werbung) Erhaltung bisheriger Kunden (erinnernde Werbung) Verkaufsförderung Öffentlichkeitsarbeit 5.3 Absatzprozesse Buchen von Absatzleistungen Erfüllungsstörungen im Bereich Absatz 129. anhand von Beispielen die Bedeutung der Verkaufsförderung für die Steigerung des Absatzes erklären anhand von Beispielen die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit für die mittelbare langfristige Steigerung des Absatzes erklären Ausgangsrechnungen buchen, auch unter Berücksichtigung von - Rabatten - Verpackungskosten - Fracht Rücksendungen und Gutschriften buchen Rechnungsausgleich buchen, auch unter Berücksichtigung von Skonto Kundenboni berechnen und buchen. Beschränkung auf den Bereich der Verbraucherpromotion: - direkter Kontakt mit dem Produkt - Kaufanreize durch Maßnahmen am Verkaufsort Interpretation des Leitsatzes Tue Gutes und sprich darüber Der Bezug zur Mängelrüge ist herzustellen, vgl Nettobuchung vgl. Zahlungsverkehr 4.4 Nettobuchung LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 23 von 32

24 Lerngebiet 5: Absatz Annahmeverzug 135. die Voraussetzungen für den Annahmeverzug nennen. Zeitrichtwert: 140 Stunden Zahlungsverzug Außergerichtliches Mahnverfahren Gerichtliches Mahnverfahren 136. die Rechte des Verkäufers nennen die Voraussetzungen des Zahlungsverzugs 138. die Rechte des Verkäufers erklären den Ablauf des außergerichtlichen Mahnverfahrens erläutern das gerichtliche Mahnverfahren als Möglichkeit zur schnellen und kostengünstigen Feststellung des Anspruchs des Gläubigers 141. den Mahnbescheid als eine auf Antrag des Gäubigers ausgesprochene Zahlungsaufforderung durch das Gericht erläutern die möglichen Verhaltensweisen des Schuldners nach Zustellung des Mahnbescheides und die sich daraus ergebenden Rechtsfolgen Auf Einzelheiten des Selbsthilfeverkaufs soll nicht eingegangen werden. Zahlung verlangen, pauschaler Ersatz des Verzugsschadens durch einen Verzugszins; konkreter Prozentsatz ist nicht verlangt. Vordruck - Zahlung - mündliche Verhandlung nach Widerspruch - Vollstreckungsbescheid bei Stillschweigen keine weitere Vertiefung LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 24 von 32

25 Lerngebiet 5: Absatz Zeitrichtwert: 140 Stunden LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 25 von 32

26 Lerngebiet 6: Personalwesen 6.1 Arbeitsvertrag Zeitrichtwert: 84 Stunden Einstellung von Mitarbeitern Einzelarbeitsvertrag Pflichten des Arbeitnehmers Pflichten des Arbeitgebers 143. anhand von Stellenanzeigen in einer Tageszeitung ein Bewerbungsschreiben einschließlich eines tabellarischen Lebenslaufs formulieren anhand eines Musterarbeitsvertrages das Zustandekommen des Vertrages erklären einen Musterarbeitsvertrag auf Vollständigkeit hinsichtlich der folgenden Kriterien überprüfen: Probezeit und Kündigung, allgemeine Pflichten Gehaltszahlung, Mehrarbeit, Urlaub, Arbeitsverhinderung und Krankheit anhand von Fallbeispielen folgende allgemeine Pflichten des Arbeitnehmers erklären: Arbeitspflicht, Treuepflicht, Verschwiegenheitspflicht, gesetzliches Wettbewerbsverbot anhand einfacher Fallbeispiele folgende allgemeine Pflichten des Arbeitgebers erklären: Lohn und Gehaltszahlungs- Hierbei ist nicht nur auf die korrekte formale Darstellung zu achten, sondern auch auf die Auswahl der Anlagen, z.b. vorteilhaftes Lichtbild, beglaubigte Zeugniskopien. Hinweis auf Formfreiheit laut Gesetz Es geht darum, dass sich die Lernenden mit einem konkreten Einzelarbeitsvertrag beschäftigen. Für eine Überprüfung des Unterrichtsziels genügt es, dass die Lernenden die genannten Kriterien in einem unvollständigen Musterarbeitsvertrag ergänzen. Auf Besonderheiten eines Ausbildungsvertrages sollte hingewiesen werden. Zu behandeln ist nur die reine Lohn- und Gehaltszahlung ohne sonstige Bezüge, wie z. B. Gratifikationen, Urlaubsgeld, u. ä. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 26 von 32

27 Lerngebiet 6: Personalwesen pflicht, Fürsorgepflicht, Gewährung von Erholungsurlaub, Zeugnispflicht. Zeitrichtwert: 84 Stunden Unterscheidung einfaches und qualifiziertes Zeugnis 6.2 Tarifvertrag 148. zwischen Individual- und Kollektivarbeitsrecht unterscheiden. vgl. Sozialkunde: Grundrecht der Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie 149. die Tarifvertragsparteien nennen folgende Regelungen den möglichen Vertragsarten a) Manteltarifvertrag, b) Lohn- und Gehaltstarifvertrag zuordnen: Kündigungsfristen, Urlaubsregelungen, Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit, Nachtarbeit, Mehrarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit, Lohn- und Gehaltsgruppen. 6.3 Zusammenwirken der Rechtsnormen 151. anhand von einfachen Fallbeispielen erklären, dass der Einzelarbeitsvertrag in seiner Gestaltungsfreiheit insbesondere durch Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und gesetzliche Regelungen beeinflusst bzw. ergänzt werden kann. LP-Saarland: HS-Wirtschaftslehre / Rechnungswesen, 2002 Seite 27 von 32

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