Gemeinsame Standortbestimmung als Planungsgrundlage Kompetenzorientiert unterrichten LP21: Weiterbildner-/innen bilden sich weiter W24

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1 Gemeinsame Standortbestimmung als Planungsgrundlage Kompetenzorientiert unterrichten LP21: Weiterbildner-/innen bilden sich weiter W September 2015 Christine Weilenmann und Silja Rüedi, PH Zürich Ablauf Theoretische Annahmen und Konzepte Verfahren Instrument Diskussionsrunde (ca. 20 ) 2

2 Theoretische Annahmen und Konzepte Education Governance in der Einführung der LP21 Dynamisches Schul- und Unterrichtsentwicklungsmodell Kompetenzerwartungen an Schulleitungen und Lehrpersonen Standortbestimmungsverfahren als Heuristik Selbstverständnis und Rolle der Berater/innen der PH Zürich 3 Gelingensbedingungen - Ausgangspunkte Die nachhaltige Einführung des neuen Lehrplans ist Arbeit an der Schul- und Unterrichtsqualität. Das setzt die Weiterentwicklung von Schule und Unterricht voraus. Passung («Kohärenz») und Zielkoordination («Alignment») Qualitätserwartungen explizit machen; Instrumente abstimmen; Schulprogrammarbeit stärken Aufbau von Fähigkeiten auf allen Ebenen («Capacity Building») Kompetenz-Teams; verstehen und akzeptieren der Rahmenbedingungen und Konzepte (Bildungsziele, Handlungsorientierung, zyklischer Aufbau von Kompetenzen); klare Rahmenbedingungen Veränderung der Lehr-Lern-Konzepte in den Köpfen («Conceptual Change») Quelle: Larcher, Sabina (2014). Bericht Gelingensbedignungen (nicht veröffentlicht), 2014, S

3 Das dynamischen Modell effektiver Schule und Unterricht Passung und Zielkoordination Bildungssystem Standortbestimmung Organisation Schule Geteilte Standards 1. zur Schule als lernwirksamer Kontext 2. zu lernrelevanten Aspekten der Qualität von Unterricht Passung und Zielkoordination Unterricht (Lernzielorientierung, Strukturierung, Modellierung, Anwendung, Fragestellungen, Beurteilung, Zeitmanagement, Klassenraum als Lernumgebung) Angebot - Nutzung Lernertrag SuS Kognitiv Affektiv Psychomotorisch Lernen von Neuem Voraussetzungen der Lernenden (genutzte Lernzeit und gelegenheiten; kognitiv, motivational, soziokultureller und ökonomischer Hintergrund) Quelle: Creemers, Kyriakides, Panayioutou (2013). S Kompetenzerwartungen im Hinblick auf Einführung LP21 Schulleitung Planung der Schulentwicklung mit Standortbestimmung zur Definition des Entwicklungs- und Handlungsbedarfs (strukturell und inhaltlich) zur gezielten Unterstützung des Kollegiums, der Lehrpersonen, Klassenassistenzen, etc. Projektführungskompetenz; Zusammenarbeitsstrukturen (z.b. Communities of Practice); Wissensmanagement; Kompetenzen der pädagogischen Führung; Personalführung; Entwicklung und Umgang mit Instrumenten. Lehrperson - Professionelle Kompetenz Reflexion des eigenen Unterrichts, Bestimmung des eigenen Entwicklungsbedarfs. Pädagogische Kompetenzen; fachdidaktische Kompetenzen Entwicklungs- und Kooperationsbereitschaft (z.b. in Communities of Practice) Quelle: Larcher, Sabina (2014). Bericht Gelingensbedignungen (nicht veröffentlicht), 2014, S ; 30-34) 8

4 Wie hoch sind die Hürden? 10 Capacity Building für die Professionelle Lerngemeinschaft in der Schule Modelling Heuristik mittels strukturiertem Prozess und Fragebogen Coaching Fragen stellen Scaffolding moderierte Dateninterpretation unter Einbezug des lokalen Wissens Fading 11

5 Das Standortbestimmungsverfahren 12 Die Ziele Gemeinsame Vorstellung Geteiltes Wissen Geteilte Sprache Gemeinsame Planungsgrundlage 13

6 Das Standortbestimmungsverfahren 1. Vorgespräch zwischen Schulleitung und Standortbestimmungsverantwortliche PHZH. Zeitbedarf 2. Information im Schulkollegium 3. Schul-Selbst-Evaluation anhand eines Fragebogens (online) 0.5h Auswertung der Fragebogen an der PH Zürich 4. Datenfeedback an Schulleitung, falls erwünscht mit Steuergruppe o.ä.: Vorstellung der Daten, erste Interpretation; gemeinsame Planung, der moderierten Rückmeldung ans Team. SL 1.5h 2 bis 4 Wochen Durchführung innerhalb von 4 bis 8 Wochen max. 4 Wochen 5. Moderierte Vorstellung der Daten im Schulkollegium und gemeinsame Interpretation; Entwicklungsbereiche werden identifiziert. 3h Weiteres Vorgehen nach Standortbestimmung (mit oder ohne Prozessbegleitung) 6. Ausarbeiten eines Handlungsplans auf wissensbasierter Grundlage. 7. Monitoring der Umsetzung: formative Evaluation wird etabliert. 8. Summative Evaluation, um die Veränderungen zu bestimmten. 14 Das Instrument 15

7 Hinweis Es handelt sich um eine Standortbestimmung zu formativen Zwecken. Was interessiert, ist das Delta zwischen dem Status Quo und den Zielen, um damit Entwicklungsbereiche herauszuarbeiten. 16 Struktur des Fragebogens Ebene Schule Ebene Unterricht Grundlagen Pädagogische Handlungsfelder Entwicklungskraft Interpretation, Fazit, Planung Gute Voraussetzungen schaffen für Einführung LP21 Arbeit am kompetenzorientierten Unterricht 17

8 Ebene Schule Pädagogische Schulführung und Kooperation des Kollegiums sind Schlüsselfaktoren bei der Implementierung der Kompetenzorientierung. Führung «Entwicklungskraft» Pädagogische Schulführung Zusammenarbeit, Kollektive Selbstwirksamkeit Zusammenarbeit SL und LP/Kollegium 18 Ebene Unterricht Modell kompetenzorientierter Unterricht (Feindt/Meyer, 2010, S. 29; Lersch, 2013, S.37ff.) Lehrpersonen stellen die Lernergebnisse der SuS in den Mittelpunkt: Lehrpersonen planen und führen Unterricht so durch, dass SuS nicht nur Wissen erwerben, sondern lernen, mit diesem Wissen konkrete Anforderungssituationen zu bearbeiten; Lehrpersonen orientieren sich an den Kompetenzstufen und Grundansprüchen, um den SuS passende Lernangebote zu eröffnen; Lehrpersonen beobachten SuS, um ihre individuellen Lösungsstrategien und Lernstände zu erkennen und zu fördern; Planung Aufgaben / Setting Lernen / Lehren Lehrpersonen überprüfen immer wieder, ob SuS bestimmte als Standard gesetzte Kompetenzen erworben haben. Veränderung der bisherigen Unterrichtsskripte? Beurteilen 19

9 Die Auswertung 31 Auswertung der relativen Häufigkeit der Antworten 32

10 Darstellung Profillinienvergleich 33 Analysieren, Diskutieren, gemeinsame Erkenntnisse Selbstevaluation: Ergebnisse interpretieren Kompetenzen und Qualität selber erkennen und sichern Entwicklungsbedarf selber bestimmen und koordinieren 36

11 Das Vorgehen nach der Auswertung und Interpretation 37 Standortbestimmung als Ausgangspunkt für Planung der Entwicklungen Standortbestimmung Selbstevaluation: Ergebnisse interpretieren Kompetenzen und Qualität selber erkennen und sichern Entwicklungsbedarf selber bestimmen und koordinieren Synergien erkennen Planung Entwicklungsthemen Kollegium Entwicklungsthemen Unterricht Individuelle Entwicklungen (SL, LP) Meilensteine und Zeithorizont Synergien nutzen Entwicklung von Kompetenzen (= Umsetzung) Umsetzung gewährleisten Entwicklungs-/Lernerfolge sichtbar machen Planung anpassen Synergien überprüfen Schulleitung führt den Entwicklungsprozess inhaltlich und unterstützt die Kooperation im Kollegium organisational Beratungsangebot PHZH: Standortbestimmung (mit/ohne Instrument) Einführung Selbstevaluation Vorbereitung der Dateninterpretation Moderation der Dateninterpretation Beratungsangebote PHZH: Prozessbegleiter/innen als kontinuierliche Unterstützung der Schulleitung bei Planung und Umsetzung über den vorher bestimmten Entwicklungszeitraum hinweg. Alternative: punktuelle Beratungen. Weiterbildungsangebote PHZH: Vermittelt inhaltliche Expertise für Entwicklung von Kompetenzen im Kollegium, für den Unterricht und die individuelle Kompetenzentwicklung. Tagung - KOU - LP21 Luzern. WS24. Weilenmann / Rüedi

12 Vielen Dank für Ihre geschätzte Aufmerksamkeit Besuchen Sie unsere Website: > Schule > Standortbestimmung 39

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