Innovation und schöpferische Zerstörung (J.A.Schumpeter)

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Innovation und schöpferische Zerstörung (J.A.Schumpeter)"

Transkript

1 Fernuniversität Hagen Wirtschaftsphilosophie I, 2000/2001 Sozialphilosophie ökonomischen Handelns Innovation und schöpferische Zerstörung (J.A.Schumpeter) Fragen zu einem Leitbegriff moderner ökonomischer Strategien

2 Susanne Weber M.A. Friedrichstrasse Siegen Unter dem Imperativ der Innovation werden Gegenwartskrisen niemals aus begangenen Irrtümern oder aus Fehlentwicklungen oder Fehlentscheidungen erklärt. (...)Krisen sind in dieser Lesart immer und ausschließlich Resultate eines Novitätsmankos.(...) für die Innovateure liegt die Rettung in der Zukunft des Nie-Dagewesenen. Jede Besinnung, jedes Innehalten, jedes Zögern ist darum verlorene Zeit, geradezu Sabotage gegen die vorwärts weisenden Rettungsbemühungen. Daher die Überstürzungen in den sensationellen Neuerungen, die immer rasender werdenden Innovationsschübe. 1 Das Neue will aber keine Alternative, keine Möglichkeit, sondern eine alles ausschliessende Notwendigkeit sein. Der Furor der Modernisierung kennt keine Bedenkzeiten, kein Innehalten, kein Abwägen, keine Muße. Das Neue erscheint deshalb auch mit Vorliebe in der ideologischen Gestalt eines Sachzwangs, dem man sich nur um den Preis selbstverschuldeten Zurückbleibens widersetzen könnte. 2 Abstract Mit diesen bewußt zuspitzenden Formulierungen mag die Blickrichtung der vorliegenden Arbeit markiert sein. Ich möchte den häufig gebrauchten, selten aber kritisch befragten Begriff der Innovation im ökonomischen Kontext aus zwei Perspektiven näher betrachten: Zum einen werde ich das Thema Innovation als gegenwärtig einflußreichste ökonomische Strategie und Leitvorstellung rückblickend auf Publikationen des Ökonomen Joseph A.Schumpeter darstellen, um Wurzeln, ideengeschichtliche Verwandtschaften und mögliche gemeinsame Prämissen aufzuzeigen. Im zweiten Teil wird ein spezieller Ansatz der Wirtschaftsethik skizziert und das Thema Innovation noch einmal darin aufgenommen. 1 Gronemeyer, Marianne, Immer wieder neu oder ewig das Gleiche, Darmstadt 2000, S.6f 2 Liessmann, Konrad Paul (Hg.), die Furie des Verschwindens, Philosophicum Lech Bd.3, Wien 2000, S.8

3 Inhalt 1. Neues, Innovation, Moderne 2. Innovation und wirtschaftlicher Fortschritt 2.1 Innovation als Leitbegriff moderner Ökonomie 2.2 Joseph A.Schumpeter Der Unternehmer Schöpferische Zerstörung 3. Innovation, das Neue und Fragen der Ethik 3.1 Ansätze einer Emanzipatorischen Wirtschaftsethik 3.2 Innovation und und Ethik

4 1. Neues, Innovation, Moderne Im klassischen Latein der Römer finden sich Begriffe wie res nova und novitas, erst im Kirchenlatein bei Tertullian (um 200 n.chr.) und Augustin (um 400 n.chr.) taucht das Wort innovatio auf und bedeutet Erneuerung/Veränderung. 3 Seit dem 13.Jh. gibt es den Begriff innovation im Französischen, seit Dante ( ) das Wort innovare im Italienischen und Machiavelli ( ) spricht vom innovatore. Im Englischen ist seit Shakespeare von innovate die Rede, er gebrauchte den Begriff innouator im Sinne politischer Erneuerung. 4 Im Deutschen wurden die entsprechenden Bedeutungen mit dem Wort neu transportiert : neuern bei Luther, Das Gift der Neuerer bei Schiller. 5 Die Bedeutung des Begriffs Innovation im heutigen Sprachgebrauch - im Sinne technisch- ökonomischer Entwicklung-ist entscheidend durch den Ökonomen J.A.Schumpeter( ) geprägt. Mit der deutschen Übersetzung (1961) seines zuerst 1939 in den USA erschienen zweibändigen Werks Business Cycles fand der Begriff Innovation seinen Platz im deutschen Sprachgebrauch, es enthält ein Kapitel zur Theorie der Innovation 6 Bei der historischen Eingrenzung der Moderne, dem Beginn der neuen Zeit, gibt es keine einheitliche Sichtweise. Die Varianten differieren unter anderem je nach der professionellen Brille der Betrachtendenden. Ein politischer Historiker mag die Moderne mit den Vorbereitungen zur Französischen Revolution beginnen lassen, ein Naturwissenschaftler sie nach umwälzenden wissenschaftlichen Entdeckungen oder technischen Erfindungen datieren, ein Philosoph wird sie eher mit Werken beginnen lassen, deren Ideengebäude zum ersten Mal das Neue ganz ausdrücklich thematisieren. So schreibt zum Beispiel Ernst Peter Fischer, Professor für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Konstanz 7 : Neu war das Neue im 17.Jahrhundert, als sich ungefähr zur Zeit des Dreissigjährigen Krieges (...)die wissenschaftliche Revolution vollzog, die unter anderem mit den Namen Francis Bacon und Johannes Kepler verbunden ist. Beide setzten mit aller Deutlichkeit das Wort neu in die Titel ihrer Bücher. Kepler schuf eine Astronomia Nova und Bacon schrieb neben den berühmten Neu-Atlantis sein grosses Werk Novum Organum in dem sich der berühmte Satz findet, den die Nachwelt zu dem Diktum Wissen ist Macht verkürzt 3 Müller, Roland, Innovation gewinnt, Zürich 1997 S.9 4 ebd.s.54 5 ebd. 6 Schumpeter, J.A. Konjunkturzyklen, 2 Bde. Göttingen 1961, vgl. zur Begriffsgeschichte auch: Ritter, Joachim(Hg.) Historisches Wörterbuch der Philosophie, Bd.4, S.391ff 7 Fischer, Ernst Peter, Innovativ oder Die neue Lächerlichkeit, Weltwoche v

5 hat.bacon hatte genauer gesagt, dass man die Natur nutzen muss, wenn man den Menschen helfen will, und er hatte erkannt, dass man das Ziel ihrer Beherrschung nur erreichen kann, wenn man ihr gehorcht. Das fundamental Neue damals, so Fischer weiter, sei die Idee gewesen, daß man das Leben der Menschen verbessern könne, daß Fortschritt möglich sei. Vieles, vielleicht sogar das meiste was wir heute als neu, als Innovation im Ökonomischen (wie im politischen oder sozialen Feld) präsentiert sehen, ist gänzlich dieser spezifischen Bedeutung von Fortschritt entkleidet. Neues, Innovationen gelten per se als Bedingungen oder gar als Beweise des Fortschritts. Welche Richtung damit genommen wird, welche Nutzen und welche Preise damit verbunden sind, bleibt zumindest in den innerökonomischen Diskursen weitgehend unbefragt. Wenn das Neue fast alle positiven Zuschreibungen auf sich gezogen hat und Neuheit als Qualität an sich gilt, bleibt wenig anderes übrig, als auch dort Neues vorzutäuschen, wo tatsächliche Innovationen kaum auszumachen sind. Das Neue, nicht nur in der Mode, ist nur allzu oft das Alte im neuen Gewand. 8 Was in der geistigen, sozialen und politischen Welt der Renaissance noch revolutionär war - das Neue um seiner selbst willen zu schätzen - zeigt sich heute als erfolgreiche Marktstrategie. 8 Liessmann, K.P., a.a.o.s.11

6 2. Innovationen und wirtschaftlicher Fortschritt 2.1 Innovation als Leitbegriff moderner Ökonomie Eine der gegenwärtig einflußreichsten ökonomischen Leitvorstellungen ist die der Innovation. Innovationen (technische, wissenschaftliche) gelten als Motor der wirtschaftlichen Entwicklung 9, sie werden als unverzichtbare Voraussetzungen für Fortschritt gehandelt, als gleichermaßen notwendig für die Standortsicherung in den hochentwickelten Regionen kapitalistisch wirtschaftender Ökonomien wie als Voraussetzung für Entwicklungsländer, die Anschluß an den gobalisierten Weltmarkt suchen. 10 Wirtschaftliche Entwicklung, Zukunft und Innovation werden in einem Atemzug genannt. Bücher und Zeitschriften über Innovationsstrategien, -projekte und -initiativen sind zu einer wahren Flut von Publikationen angewachsen, das Neue, auch wenn es bei näherer Betrachtung wieder nur eine geschickte Reinszenierung von schon Dagewesenem ist, erzeugt Aufmerksamkeit, Begehrlichkeiten und Marktvorteile. In engem Zusammenhang mit dem grassierenden Innovationsfieber 11 ist der Befund einer nicht nur ökonomisch, sondern übergreifend wirksamen Entwicklung zur Beschleunigung zu sehen, die zunehmende Zerstörung hergebrachter Zeitmaße - mit einschneidenden Folgen. 12 Es geht nicht nur um Innovationen überhaupt, sondern um immer kürzere Entwicklungszeiten für neue Produkte, immer kürzere Produktlebenszyklen, schnellere Herstellungsprozesse und verdichtete Arbeitsorganisation. Einen bedeutsamen Zusammenhang von Beschleunigung und Innovation beschreibt Christine von Weizsäcker in ihrem Aufsatz Mißachtung der Zeitskalen 13. Sie entwickelt darin den Begriff der Kritischen Innovationsgeschwindigkeit, worauf ich in einem späteren Zusammenhang zurückkomme. Zum Thema Zeit und Beschleunigung existiert inzwischen eine Fülle differenzierter kritischer Publikationen und Auseinandersetzungen. Die zu einer 9 von Pierer, Heinrich/von Oetinger, Bolko,Wie kommt das Neue in die Welt, München und Wien 1997, Vorwort 10 Bass, Hans H., Innovation und schöpferische Zerstörung: der Unternehmer als Motor der Entwicklung, Zeitschrift Entwicklung und Zusammenarbeit 7/8, Gronemeyer,M.a.a.O. Titel 12 Zum Thema Beschleunigung und ihre Folgen vgl. u.a.adam,b.,geißler,k.,held,(hg.) Die Non-Stop-Gesellschaft und ihr Preis, Stuttgart 1998, darin z.b. der Aufsatz von J.Zulley, Menschliche Rhythmen und der Preis ihrer Mißachtung 13 von Weizsäcker, Christine, in: Adam,B.et al.(hg.) die Non-Stop-Gesellschaft...S

7 Art Überlebensprinzip stilisierten Innovationen werden bisher nur wenig in Frage gestellt. Wenn, dann eher von Nicht-Ökonomen und in eher randständigen Diskursen von Akademien oder Ethik-Kommissionen. An Sinn und Richtung von Innovationen zu zweifeln, gilt im günstigen Fall als naiv, eher aber als rückständig. Die Notwendigkeit ständiger Innovationen wird zu einem Sachzwang verfestigt, widerständige Impulse werde somit leicht diskreditierbar. Der nicht nur im Kontext des Ökonomischen betriebene, hier aber vorzugsweise betrachtete, Kult des Neuen,des ganz Anderen und nie Dagewesenen steht natürlich im Dienste von identifizierbaren Interessen: Absatzinteressen, Marktbeherrschungsinteressen,shareholder-value- und Politik-Interessen. Seit den 90iger Jahren, also seit die kapitalistische Wirtschaftsweise sich keinerlei externer Konkurrenz mehr stellen muß, wenden sich die aggressiven Energien der ökonomischen Konkurrenz wieder mehr nach innen. Dies läßt sich nicht nur an den zunehmenden Fusionen und vor allem feindlichen Übernahmen zwischen konkurrierenden Unternehmen festmachen, sondern z.b. auch an den Machtkämpfen innerhalb der EU um ökonomische Einflußsphären. 14 Auch in diesem Kampf werden Innovationen als Schlüssel zum Erfolg gesehen. Die aggressive Rhetorik in diesem Feld bedient sich nicht selten der Formulierungen aus dem Repertoire J.A.Schumpeters 15 Es erscheint mir aufschlußreich, diese Anleihen einmal in ihrem ursprünglichen Kontext aufzusuchen und zu fragen, was sie gegenwärtig so attraktiv erscheinen läßt. 14 Dazu s. Zeitschrift konkret 2/2001, Beiträge von M.Küntzel und H.Hofbauer 15 Die Sprache der Wirtschaft entlehnt eine Vielzahl von Begriffen (und gedanklichen Modellen) aus der des Krieges. Von Angriffen auf den Markt ist da die Rede, von Absatzschlachten, von Preisfronten etc.vgl. dazu auch ein interessantes Projekt der Universität Wuppertal, die ein Symposion veranstaltete zum Thema Kultur und Strategie. Kunst und Krieg bei dem diese Zusammenhänge thematisiert wurden. Ein weiteres aufschlußreiches Buch zu diesem Zusammenhang trägt den Titel Der Innovationskrieg Ch.-F.v.Braun, München 1994

8 2.2 Joseph A.Schumpeter Joseph Alois Schumpeter ( ) wuchs in einer Zeit einschneidender wirtschaftlicher und politischer Veränderungen auf. Er studierte Volkswirtschaftslehre in Wien und wurde mit dem 1911 veröffentlichten Buch Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung 16 bekannt. Nach Ausflügen in die Politik und das Bankgewerbe kehrte er ab 1925 in die Welt der Wissenschaft zurück. Er arbeitete als Universitätsprofessor u.a. in Bonn und Harvard und veröffentlichte in dieser Zeit seine Hauptwerke: Business Cycles (1939), in dem er die Theorie von den langen Wellen der wirtschaftlichen Entwicklung aufgriff, die Kondratieff 17 bekannt gemacht hatte, und Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie. 18. Seit etwa den 90iger Jahren läßt sich in den Wirtschaftswissenschaften, aber auch unter den Wirtschaftspraktikern eine Art Schumpeter-Renaissance beobachten, die zunächst an der Anzahl der Publikationen festzumachen ist, welche sich auf Schumpeter beziehen. 19 Vor allem in Veröffentlichungen, die sich mit dem Thema Innovation beschäftigen, wird Schumpeter ausdrücklich erwähnt. Inhaltlich ist Schumpeter als Stichwortgeber vor allem für eine aggressive Richtung der Innovations- und Modernisierungsbefürworter interessant. Er entwarf in seinem Buch Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung einen spezifischen Typus von Unternehmer, der heute ausgezeichnet als Hintergrund für die Figur des entrepreneurs taugt, welcher als dynamischer Träger der wirtschaftlichen Entwicklung propagiert wird. 20 Außerdem beschrieb Schumpeter ökonomische Entwicklung als Prozeß der schöpferischen Zerstörung 21. Das Neue sprenge die bisher nur kreislaufähnliche Bewegungsweise der Wirtschaft und ermögliche die dynamische, sprunghafte Entwicklung. 16 Schumpeter,J.A. Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Berlin 1993, im folgenden als TWE zitiert 17 Schumpeter,J.A., Konjunkturzyklen, 2.Bd., Göttingen 1996,vgl. dazu auch Müller,a.a.O.S.93ff 18 Schumpeter,J.A., Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, Tübingen 1993, dtsch.erschienen zuerst Hartmann, Detlef, Das höhere Chinesentum, Zeitschrift konkret 10/2000 Bass, Hans.H. a.a.o. 20 Entrepreneur: Damit war schliesslich jeder gemeint, der Zeitarbeiter und Consultant geradeso wie der Mann mit der Würstchenbude.So entsteht im Arbeitsmarktlabor der neue kapitalistische Mensch als Antwort auf Lenins gescheiterten Prototyp des neuen sozialistischen Menschen. Von ihm wird erwartet, dass er im hyperdynamischen Chaos überlebt, das sich andauernd selber zerstört, ihm aber dadurch immer neue Gelegenheiten bietet. Kilian, Martin, Siegesdurstig und kaltherzig, in Weltwoche, 13/98, Schumpeter,J.A., Der Prozeß der schöpferischen Zerstörung, zit. n. Herdzina, K.Wettbewerbstheorie, Köln 1975,

9 Dieses Bild paßt sehr gut zusammen mit den Konzepten global agierender Großunternehmen, die z.b. ohne Rücksicht auf vorhandene Strukturen, Kulturen und Reproduktionsbedingungen Wirtschaftsweisen kapitalistischen Zuschnitts diktieren, etwa in der sogenannten Dritten Welt und in den ehemals sozialistischen Ländern des Ostens Der Unternehmer Kontur gewinnt Schumpeters Typus des Unternehmers vor allem durch die Gegenüberstellung mit dem Wirt als dem Protagonisten eines statischen Modells der Wirtschaft, das er der klassischen Nationalökonomie zuordnet, zu der er eine Alternative entwerfen will. (...), daß jemand grundsätzlich nur dann Unternehmer ist, wenn er eine neue Kombination durchsetzt -weshalb er den Charakter verliert, wenn er die geschaffene Unternehmung dann kreislaufmäßig weiterbetreibt -,(...) 22 Der Unternehmer setzt nach Schumpeter das Neue durch - im Unterschied zum Erfinder, der es entwickelt -, und dazu braucht er, neben angemessenem Kredit und Entscheidungsgewalt die personengebundenen Fähigkeiten zu Initiative, Autorität, Voraussicht usw. 23 Seine Funktion ist die eines Führers, ähnlich dem militärischen. Und der Typus des Führers ist charakterisiert einmal durch eine besondre Art, die Dinge zu sehen - dabei wiederum nicht so sehr durch Intellekt (und, soweit durch diesen, nicht einfach durch Weite und Höhe, sondern gerade durch eine Enge bestimmter Art) als durch Willen, durch die Kraft, ganz bestimmte Dinge anzufassen und sie real zu sehen -, durch die Fähigkeit, allein und voraus zu gehen, Unsicherheit und Widerstand nicht als Gegengründe zu empfinden, und sodann durch seine Wirkung auf andre, die wir mit Autorität, Gewicht, Gehorsamfinden bezeichnen können Als Handlungsmotive sieht Schumpeter Siegerwillen, Kämpfenwollen, Erfolghabenwollen oder auch den Wunsch nach sozialem Aufstieg. Schumpeters Vorstellung vom Unternehmer, das in populären Wirtschaftmagazinen wie der Wirtschaftswoche 25 ebenso zitiert wird wie in in einer Praxisanleitung für Betriebswirtschaftler 26, hat ideengeschichtliche Wurzeln, die die gegenwärtige Rezeption in der Regel unterschlägt oder 22 Schumpeter, TWE S a.a.o.s a.a.o.s.128f 25 Seit einiger Zeit findet sich in der Zeitschrift Wirtschaftswoche eine Rubrik mit der Überschrift Schumpeter, in der erfolgreiche Unternehmerpersönlichkeiten und ihre Projekte vorgestellt werden 26 z.b. Vahs, Dietmar/Burmester, Ralf, Innovations-Management, Stuttgart 1999

10 ignoriert: da ist die Nähe zu Nietzsches Rede vom Übermenschen oder auch zum charismatischen Führer Max Webers. 27 Was, so läßt sich fragen, wird da an Anschlüssen hergestellt, an Konnotationen transportiert, wenn etwa der damalige Bundespräsident Roman Herzog in einer Rede anläßlich einer VEBA-Konzerntagung folgendes ausführt: Wer Gesellschaften in einer solchen Situation von innen heraus revolutionieren kann, das hat ein anderer Ökonom, Joseph Schumpeter, beschrieben. Es sind die Unternehmer und die Manager, die durch Innovation die - wie er sagt - schöpferische Zerstörung des Althergebrachten betreiben, um Neues zu schaffen.(...)dynamischer, gewissermaßen schumpeterischer Unternehmer sein, ist und bleibt der kategorische Imperativ, die erste unternehmerische Verantwortung und Pflicht, Schumpeter-Rezipienten wie der Politiker Herzog oder Wirtschaftswissenschaftler oder -berater nehmen absichtsvoll oder aufrund eingeschränkter Wahrnehmung nicht nur die geistigen Wurzeln ihrer Entlehnungen nicht zur Kenntnis. Ebensowenig findet man in dieser Art der Rezeption, daß die Figur des Unternehmers auch bei Schumpeter noch eine andere Seite hat - diese paßt einfach nicht in die erfolgbeschwörende, fortschrittsfreudige Rhetorik: Ihm fehlt aller persönliche Glanz, wie er bei vielen andern Arten von Führerschaft gegeben sein muß,(...) Seine Aufgabe ist sehr speziell: wer sie lösen kann, braucht in jeder andern Beziehung weder intelligent noch sonst interessant, kultiviert oder in irgendeinem sinn hochstehend zu sein, kann selbst lächerlich wirken in den sozialen Positionen, in die ihn sein Erfolg ex post stellt. Er ist typisch - dem Wesen nach, aber außerdem (...)historisch -, Emporkömmling und traditionslos, daher oft unsicher, anpassend, ängstlich - alles andre als ein Führer - außerhalb seines Bureaus. 29 In seinem Spätwerk sah Schumpeter gar die Rolle des Unternehmers soziologisch obsolet werden und in den entstehenden Großkonzernen als funktionslos vgl. dazu Bass,Hans.H.a.a.O. und Hartmann, Detlef a.a.o.s Herzog, Roman, zit. n. Redemanuskript für die Veba-Konzerntagung am aus dem Internet 29 Schumpeter, TWE S Schumpeter, Kapitalismus...S.513ff

11 2.2.2 Innovation und schöpferische Zerstörung Schumpeter beschreibt in der Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung ein Modell der wirtschaftlichen Entwicklung, deren Träger der Unternehmer ist und dessen Bewegungsenergie aus dem Neuen stammt. Den Begriff der Innovation gebraucht er erst in seinem Buch Business Cycles von Seine Beschreibung des Neuen als neue Kombination der Produktionsfaktoren meint in der Tat Innovationen....daß die Innovation Faktoren auf eine neue Art kombiniert oder daß sie in der Durchführung neuer Kombinationen besteht. 31 Die Durchsetzung neuer Kombinationen kann betreffen: eine neues Produkt, eine neue Produktionsmethode, ein neuer Absatzmarkt, neue Bezugsquellen für Rohstoffe oder eine neue Marktstellung (z.b. ein Monopol). Die markanteste Formulierung aus dem Schumpeterschen Repertoire, die gegenwärtig vermehrt zu lesen und zu hören ist, ist die der schöpferischen Zerstörung. Schumpeter verwendet sie in seinem 1939 zuerst in den USA erschienenen Buch Capitalism, Socialism and Democracy. 32 (...)den gleichen Prozeß einer industriellen Mutation - wenn ich diesen biologischen Ausdruck verwenden darf -, der unaufhörlich die Wirtschaftsstruktur von innen heraus revolutioniert, unaufhörlich die altestruktur zerstört und unaufhörlich eine neue schafft. Dieser Prozeß der schöpferischen Zerstörung ist das für den Kapitalismus wesentliche Faktum. Darin besteht der Kapitalismus und darin muß auch jedes kapitalistische Gebilde leben. 33 Schumpeter spricht weiterhin vom ewigen Sturm der schöpferischen Zerstörung,der durch die wirtschaftlichen Neuerungen gespeist werde. Bei gegenwärtigen Rückgriffen auf diese Schumpeterschen Formulierungen läßt sich feststellen, daß das (vermeintlich) Neue, das Schöpferische benutzt wird, um für einschneidende, schmerzhafte Zerstörungen mehr Akzeptanz zu erzeugen. 31 Schumpeter, Konjunkturzyklen, Bd.1 S.95, Göttingen Es ist gegenwärtig üblich, jegliche Detailveränderung an einem bestehenden Produkt oder einer Verfahrensweise als Innovation zu bezeichnen. Diese bewußte Vernachlässigung von Unterschieden dient in der Regel der leichteren Vermarktung. Vgl. dazu z.b. die laufenden Veränderungen von Computer Hard- und Software, die oft nur Kosten erzeugen und zusätzliche Lernenergien der Benutzer absorbieren, nicht aber reale Gewinne an Effizienz oder Nutzungskomfort erzeugen. Wenn schon das Neue im Detail eines Betriebssystems nciht mehr unterschieden wird von einer Basis-Innovation wie dem Computer selbst, ist auch die Frage nach dem Stellenwert der jeweiligen Neuerung in bezug auf die mögliche Forderung nach einem ausweisbaren Fortschritt im Sinne Bacons obsolet geworden. Zum technischen overkill des Innovationswettbewerbes in der Wirtschaft s.auch: Ch.- F.v.Braun, Innovationskrieg, München Ich zitiere nach dem Abdruck des Kapitels Der Prozeß der schöpferischen Zerstörung in Herdzina,K.Wettbewerbstheorie, Köln Schumpeter, a.a.o.s.138

12 Roman Herzog stellt in der schon zitierten Rede einen Zusammenhang her zwischen Innovationserfordernissen und schöpferischer Zerstörung und empfiehlt den Anwesenden, sich den Inhalt durchaus zu eigen zu machen. Die Sprache, aus der diese Formulierung stammt, scheint ihm jedoch allzu verräterisch - er spricht von der unsensiblen Sprache der Ökonomen und rät zu milderen Umschreibungen. 34 Gänzlich unbefangen gehen dagegen Ökonomen und Wirtschaftspraktiker mit der Frage um, wie Neues, wie Innovationen in die Welt gebracht werden können. Tom Peters, Bestsellerautor und Management-Berater überschreibt in seinem Buch der Innovations-Kreis ein Kapitel mit Zerstörung ist cool 35 und spricht sich dafür aus, Unternehmen eher zu liquidieren als zu versuchen, siw durch Strukturveränderungen an neue Gegebenheiten anzupassen. Der Bochumer Arbeitsökonom Staudt 36 plädiert in einem FAZ-Artikel für den Aufbruch der innovativen Kräfte im Prozeß der schöpferischen Zerstörung,, für Partisanenstrategien, mit denen die Partisanentrupps von Ausgewählten die hemmenden Hindernisse aus runden Tischen und Konsensbedürfnissen durchbrechen können. In dem schon erwähnten Buch Ch.F.von Brauns, Der Innovationskrieg beschreibt der Autor den Wettlauf der Unternehmen um die nächste marktwirksame Innovation analog dem Wettrüsten der ehemaligen Supermächte als ruinöse Eskalation mit dem Ergebnis gigantischer Verschwendung von materiellen und intellektuellen Ressourcen. 37 Den martialischen Sprachgebrauch allein könnte man begreifen als eine Art forcierte Beschwörung von nicht-vorhandenem, als magische Handlung und somit als kompensatorischen Akt - wenn man es psychologisch deuten will. Dagegen allerdings sprechen empirische Befunde so genannter schöpferischer Zerstörungen, die ganz ausdrücklich den Primat ökonomischer Rationalität v o r bzw. gegen jede andere denkbare Prioritätsentscheidung zeigen, z.b. die schöpferische Zerstörung fast der gesamten ostdeutschen Produktion nach der Wende zugunsten von westdeutschen Filialen und arbeitsplatzarmen Dienstleistern, was inzwischen zu schwer korrigierbaren Struktur- und Arbeitsplatzdefiziten geführt hat und zur Umverteilung der dadurch entstehenden Kosten in die öffentlichen Haushalte Herzog, Roman a.a.o. 35 Peters, Tom,Der Innovationskreis, Düsseldorf und München zit.n. Hartmann, Detlev,a.a.O.S von Braun, a.a.o. 38 Weitere Beispiele sogenannter schöpferischer Zerstörungen : auf der einen Seite wird vor allem jüngeren Menschen der Start ins eigene Unternehmertum schmackhaft zu machen versucht, andererseits herrscht ein ungebremster Verdrängungswettbewerb größerer Unternehmen, die mit ihren Filialen und Franchise-Modellen vormals selbständige kleine und mittlere Unternehmen vom Markt fegen. Oder ein anders gelagertes Beispiel: durch die vage Drohung mit möglichen Arbeitsplatzverlusten lassen sich politisch Verantwortliche für die

13 Schumpeter verstand sich vor allem als Wissenschaftler. In seinen weiteren Veröffentlichungen betonte er wiederholt, daß er sich aller politischen Wertungen enthalte und allenfalls wirtschaftstheoretische Entscheidungshilfen für wirtschaftspolitische Maßnahmen geben wolle. 39 Er hätte sich bei Fragen nach mutmaßlichen politischen oder gar ethischen Implikationen seiner Konzepte für nicht zuständig erklärt. Dennoch sind heute solche Fragen zu stellen. Etwa an die, die heute mit Verve den Schumpeterschen Unternehmer propagieren und nicht wissen oder wissen wollen,in welcher geistigen Traditionslinie sie sich bewegen und wie sie dazu stehen, daß er am Schluß der TWE von der bewußten Politik der Rassenhygiene 40 spricht und in seiner Bonner Abschiedsrede von 1932 darüberhinaus Sympathien für Hitler und den Nationalsozialismus erkennen ließ. 41 Oder an die, die die schöpferische Zerstörung durch Innovationen bewerkstelligen, wer davon Nutzen hat und wer die Konsequenzen der meist nachhaltigen Zerstörung zu tragen hat. Hier stehen Präferenzen wirtschaftlichen Handelns 42 zur Diskussion, also Fragen zu einem zentralen Thema der Wirtschaftsethik. beträchtliche Zerstörung von stadtnahen Waldflächen und - im Gefolge davon-von Lebensqualität anwohnender Bürger zugunsten einer angeblich für den Fortschritt der Region notwendigen Flughafenerweiterung gewinnen. 39 Bass,H.a.a.O S.2 40 Schumpeter, TWE S.368f 41 Seifert, Eberhard K. Einleitung zu Schumpeter, Kapitalismus, Sozialismus und Demokratie, Tübingen 1993 S Meran, Josef, Studienbrief Wirtschaftsethik, Hagen 1993 S.41

14 3. Innovationen, das Neue und Fragen der Ethik 3.1 Ansätze zu einer emanzipatorischen Wirtschaftsethik...die Moral also ist nicht der grassierenden Unmoral zu Opfer gefallen, sondern dem Innovationsfuror,...(...) Wenn allem Bleibenden der Krieg erklärt wird, hat die Moral oder die Tugend oder die Haltung ausgespielt. 43 In dem Teilgebiet der Wirtschaftsphilosophie, das Wirtschaftsethik genannt wird, gehen die Auffassungen darüber, ob und wenn ja, wie Ökonomie und Moral (verstanden als angewandte Ethik ) überhaupt zusammengedacht können oder sollen, weit auseinander. Ob ethische Fragestellungen wie z.b. die nach den Differenzen zwischen dem vorhandenen Sein und einem gesetzten Sollen an ökonomische Sachverhalte überhaupt gestellt werden sollen oder nicht, ob im gleichen Kontext über Unterschiede zwischen Legalität und Legitimität zu argumentieren wäre, ist umstritten. 44 Auf der einen Seite steht die These F.A.v.Hayeks, daß die ökonomische Rationalität die dem Gewinnstreben diene, die einzige sei, mit der wirtschaftliches Handeln zu beurteilen sei. 45 Auf der anderen Seite sind diejenigen zu finden, die durch moralische Appelle und die Initiierung von ethischen Diskursen an der Peripherie der ökonomischen Institutionen und der Politk die konkurrenzlos gewordene kapitalistische Wirtschaft zu zivilisieren suchen. 46 Der kompensatorische Effekt solcher Bemühungen is nach meiner Auffassung nicht von der Hand zu weisen, denn eine wirklich breite, in aller Öffentlichkeit ausgetragene Diskussion um ethische Fragen gerade an die avanciertesten technischen und wissenschaftlichen Innovationen (Bio- und Gen-Technik, Waffentechnologie, Reproduktionsmedizin,...)erweist sich als potentiell störend für die zugrundeliegenden Verwertungsinteressen Gronemeyer, Marianne, Innovationsfuror und Wiederholungszwang in:liessmann (Hg.)a.a.O.S Meran,J. a.a.o.s ebd.s.129ff 46 Ist es doch jetzt schon so, daß die Verwaltung der Ethik in Universitäten und Kliniken aufblüht: Wann folgen den Ethikkommissionen eigentlich Ethikkommissare? Gronemeyer, Reimer, Die 10 Gebote des 21.Jahrhunderts, München 1999, S Es gibt einige versprengte, aus dem letzten großen Kulturkampf übriggebliebene Spötter, die in der allenthalben und allerorten anzutreffenden ethischen Diskussion ein geschickt inszeniertes Ablenkungsmanöver des Bestehenden von sich selbst erblicken- Ethik als neues gesellschaftspolitisches Opiat, als raffiniert gesponserte Betriebsamkeit. Wolfgang Kersting in: Ökonomie und Moral, hg.v.lohmann k.h./priddat B., München 1997, S.48 Mit den hier als Spötter Bezeichneten teile ich die Skepsis.

15 Einen interessanten Ansatz zu einer Wirtschaftsethik jenseits solcher Polarisierungen stellt Wolfgang Kersting in seinem Aufsatz Probleme der Wirtschaftsethik vor. 48 Er skizziert zunächst drei Typen von Wirtschaftsethik: Die dogmatisch-moderne, welche auf Marktrationalität setze, die reflektiert moderne, deren Vertreter er als Anhänger der kommunikativen Diskursrationalität identifiziert, die glauben, der Marktrationalität Terrain streitig machen zu können und schließlich die prämoderne Wirtschaftsethik, deren Ansinnen es sei, das kapitalistische Gewinnstreben zu ethischer Selbstbeschränkung zu ermutigen 49 Seinen eigenen Ansatz bezeichnet er als pluralistisch und emanzipatorisch. Er argumentiere für eine Konzeption, die Elemente ökonomischer und kommunikativer Rationalität verbinde, da nur so die Anschlußfähigkeit an die unterschiedlichen Systeme herzustellen sei. 50 Mit einem Seitenhieb auf die gegenwärtige ethische Betriebsamkeit der medizinischen und bioethischen Institutionen 51 beschreibt er die Aufgabe einer modernen emanzipatorischen Wirtschaftsethik so: (...) es geht nicht um begriffliche Anwendungsprobleme, sondern um praktische Durchsetzungsprobleme. Die durch den Wirtschaftsliberalismus, also durch gewinnorientiertes wirtschaftliches Handeln unter Konkurrenzbedingungen bewirkten Schwierigkeiten sind Problemfolgen kollektiver Praxis, gipfeln in Gesamtzuständen mit rasant schwindender Zuträglichkeit, die als Nebenwirkungswildwuchs aus ungewollten, aber kausal unvermeidlichen und immer in Kauf genommenen sozialen und ökoogischen Begleiterscheinungen nutzenmaximierenden Handelns entstanden sind und weiterhin entstehen werden, und deren Verbesserung nur durch kollektive Lösungen erreicht werden kann. 52 Von dieser Diagnose leitet er den Untersuchungs- und Gegenstandsbereich der Wirtschaftsethik ab und markiert gleichzeitig die aus seiner Sicht wünschenswerte Ziele: - die ordnungspolitischen Aufgaben des Staates, die auf eine ökologisch motivierte Komplementierung der rechts- und sozialstaatlichen Rahmenordnung 48 Kersting, a.a.o.s ebd.s ebd. S.32 gemischte Rationalität bezieht sich auf die jeweiligen Konstruktionen bei Kant und Hobbes 51 ebd.s.34, vgl. dazu auch Gronemeyer, R.op.cit. und Kuhlmann,H. Ethikfolgenabschätzung in Universitas640/10/99 S Kersting, a.a.o.s.34

16 wirtschaftlichen Handelns hinauslaufen müssen 53 - eine kontraktualistische Standesethik also einen Vertrag, der die Wirtschaftsinstitutionen an ausgehandelte Ziele binde, die Staatsversagen kompensiere, indem sie dazu verpflichte, die Präventions- und Exekutionsdefizite des Rechtssystems nicht auszunutzen 54 und die Diskurse der Gesellschaft, die die Marktbedingungen verändern und als Vehikel der kulturellen Modernisierung der Wirtschaft und des betrieblichen Innenlebens dienen. 55 Kersting unterscheidet eine kompensatorische und eine emanzipatorische Richtung der Wirtschaftsethik. 56 Die kompensatorische orientiere sich am Modell des Sozialstaates, den er als Form subtiler Kapitulation vor einem sich aller ethischen Einbindung entledigenden Marktliberalismus einordnet. Sie bemühe sich um ökonomische Kontextualisierung. Dies beinhalte im wesentlichen, daß jegliche Auswirkung ökonomischen Handelns in die Kalkulationswährung ökonomischer Kosten konvertiert werde. Die Vernunft solle zur Ökonomie gebracht werden, um die Ökonomie zu ethisieren 57 Die emanzipatorische Wirtschaftsethik dagegen will die Ökonomie zur Vernunft bringen und setzt dabei auf Machtbeaufsichtigung - Reflexion, Kritik und Öffentlichkeit sind dazu die gebotenen Mittel. Damit könnten interessengeleiteten Begründungen der Wirtschaftsinstitutionen wie Sachzwang, Eigengesetzlichkeit, Systemforderung 58 in Frage gestellt werden. Ganz in diesem Sinne versteht sich auch die Schweizer Initiative Netzwerk für sozial verantwortliche Wirtschaft, die von Hochschulprofessoren gegründet wurde. 59 Ihr Ziel ist es, ethische Standards für wirtschaftliches Handeln breit zur Diskussion zu stellen und damit Handlungsdruck zu erzeugen. Im Kern verlangen sie (die Initiatoren des Netzwerkes, S.W.), daß wichtige Entscheidungen nicht mehr wie bis anhin lediglich gewinnorientiert, sondern unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Verantwortung getroffen werden müssen. Insbesondere die großen Unternehmen, die Gefahr laufen, als parasitäre Systeme die Gesellschaft zu gefährden werden aufgefordert, vermehrt gesellschaftsverträglich, besser noch gesellschaftsdienlich, keinesfalls aber gesellschaftsschädigend zu handeln ebd. 54 ebd.s ebd.s ebd.s.36ff 57 ebd.s ebd.s Weltwoche-online, Ausgabe Nr.44/99, ebd.s.1

17 Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch der St.Galler Wirtschaftsethik- Professor Peter Ulrich, der u.a. die Auffassung vertritt, daß größere Unternehmen, die als fortschrittlich gelten wollen, in den nächsten Jahren nicht darum herumkommen werden, einen umfassenden Ethik-Kodex zu entwickeln. 61 Peter Ulrich, im Rahmen der wirtschaftsethischen Diskussion als Vertreter des diskursethischen Ansatzes profiliert 62, setzt mit seinem Engagement zentrale Vorstellungen seines Modells von Wirtschaftsethik in praktisches Handeln um. Der diskursethische Ansatz geht davon aus, daß moralische Regeln nur als Ergebnis von Verständigungsprozessen gefunden und für verbindlich erklärt werden können. Grundbedingung für einen solchen Diskurs ist allerdings, daß die Gesprächspartner sich als uneingeschränkt gleichwertig, gleichberechtigt und vernünftiger Erwägungen fähig akzeptieren. Des weiteren steht als Leitfrage im Vordergrund, für wen wirtschaftliches Handeln als wertschaffend gelten kann. 63 Erwartungsgemäß ist bisher der Mitglieder-Anteil des Netzwerks aus der Wirtschaft verschwindend gering - zu hoch scheint noch das Risiko, Sinn und Nutzen des eigenen wirtschaftlichen Handelns unter anderen Aspekten als dem des shareholder-value zu überprüfen In der Einschätzung der möglichen Wirksamkeit und Reichweite des wirtschaftsethischen Entwurfes von Kersting zähle ich mich zu den Skeptikern. Initiativen wie die des Schweizer Netzwerkes halte ich für notwendig, wie einflußreich sie sind, wird sich zeigen. Die ungebrochene Wirksamkeit ökonomischer Rationalität scheint eher zu expandieren - weiter hinein in das Feld des Sozialen und der Beziehungenals daß sie nennenswerte Brüche zeigt. Auf der anderen Seite ist mir die Idee durchaus sympathisch, es sei vorstellbar, daß zunächst aus rein ökonomischen und strategischen Erwägungen heraus vorgenommene, also opportunistische ethische Entscheidungen der Wirtschaftssubjekte schließlich überformt würden, sodaß ethische Mindeststandards für wirtschaftliches Handeln nicht mehr nur günstig für das Marketing 64 sondern real Markt-d.h. Absatzrelvant sind und letzlich auch zu Änderungen der Werthaltung führen könnten. Kersting spricht in diesem Zusammenhang von möglichen Effizienzgewinnen durch Moral 65, ein Konzept, das im Zusammenhang mit dem sogenannten Gefangenen-Dilemma aus der Spieltheorie diskutiert wird. 61 ebd.s.2 62 Meran,J.a.a.O.S81 63 Zur Kritik des diskursethischen Ansatzes vgl.meran,j.a.a.o.s.82ff 64 vgl. zu diesem ThemaPriddat, Birger, Moralischer Konsum, Stuttgart und Leipzig Kersting, a.a.o.s.39

18 3.2 Innovation und Ethik Wenn die Lasten der technologischen Modernisierung immer drückender werden, werden Unvermeidlichkeitsnachweise immer begehrter. und Der technologische Fortschritt wird mitsamt seinen Wirkungen und Nebenwirkungen zum Widerfahrnis, zum Ereignis erklärt; er verliert somit seinen Handlungcharakter. 66 In bezug auf das Thema Innovationen läßt sich in diesem Zusammenhang ein Platz skizzieren, den Fragen nach möglichen ethischen Implikationen des forcierten wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Innovationsfurors 67 im Rahmen wirtschaftsethischer Fragestellungen einnehmen könnten. So beschreibt Christine von Weizsäcker in ihrem Aufsatz Mißachtung der Zeitskalen 68, wie sich Beschleunigung und Innovationsdruck verschränken und damit eine kritische Innovationsgeschwindigkeit 69 erzeugen. Die kritische Innovationsgeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit, jenseits derer es regeltechnisch und lerntheoretisch schwierig bzw. unmöglich wird, die Innovationsrichtung sinnvoll zu steuern. Die Tendenz zur permanenten Hochgeschwindigkeit in der Non-Stop-Gesellschaft, die Rhythmen von Ruhe und Aktivität nicht verstehen kann und in Ruhezeiten ausschließlich Rationalisierungsreserven erkennt, unterminiert damit ein zentrales Prinzip, auf dessen Wirksamkeit sie aufbaut: das Prinzip von Versuch und Irrtum. 70 Ihre wichtigste These ist, daß gerade bei den avanciertesten wissenschaftlichtechnologischen Vorgehensweisen (Atomtechnik, Gen- und Biotechnologie) Fragen von Sicherheit, von sorgfältiger Folgenabschätzung durch begleitende Forschung und politischer Entscheidungen aufgrund gesellschaftlicher Konsensbildung hinter der beschleunigten, innovationsgetriebenen wirtschaftlichen Verwertung zurückgestellt werden. Und dies trotz der immensen,vorher nicht erreichten Eingriffstiefe solcher Technologien in eine Vielzahl von Zusammenhängen biologischer, sozialer und politischer Art. Jenseits der kritischen Innovationsgeschwindigkeit gibt es Neuerung ohne Steuerung und man kann aus Schaden nicht mehr klug werden. 71 Wenn nun technische Produkte jeweils so schnell ersetzt werden, daß sich ihre Schwächen und unangenehmen Nebenwirkungen erst zeigen, nachdem sie schon längst wieder durch ein neues Produkt(...) ersetzt sind, dann ist 66 ebd. 67 Gronemeyer,M.op.cit. Titel 68 v.weizsäcker, a.a.o 69 ebd. S v.weizsäcker, a.a.o. S ebd.s.179

19 Technikfolgenabschätzung ad absurdum geführt. Nach dem ersten Innovationsschritt folgt ein zweiter, für den gilt schon eine gewisse, sozusagen technologie-autistische Beliebigkeitdafür, was als innovationsrelevant erklärt wird. Fortschritt braucht sich dann nicht mehr hinterfragen zu lassen. Man kann es auch nicht. 72 Die Autorin konstatiert, daß es gegenwärtig keine demokratiegerechte und nachhaltige Technologiepolitik gebe und plädiert für die Einbeziehung der Betroffenen in technologische Entscheidungen von hoher Reichweite. Falls dies nicht möglich sei, müsse auf solchetechnologien ausgewichen werden, deren räumliche und zeitliche Reichweite der räumlichen und zeitlichen Reichweite der demokratischen Willensbildung entspricht. 73 Sie fordert die Rückkehr zu verantwortungsvoller Technologiepolitik, die einerseits Machtkontrolle beinhaltet - in bezug auf die wissenschaftlichen und ökonomischen Zugriffe auf die Wirklichkeit - und andererseits den notwendigen Zeithorizont für wissenschaftliche wie gesellschaftliche Lernprozesse wieder herstellt. Hier wird deutlich, daß Wissenschafts- und Technologiekritik und Ethik, wie in anderen Zusammenhängen Politikkritik und Ethik nicht beziehungslos nebeneinanderstehen können, wenn sie Wirkungen hervorrufen wollen. Ethische Fragen der Wissenschaften/Wissenschaftler und solche der Ökonomie müssen im Zusammenhang gesehen und diskutiert werden. Sonst bleibt es so, wie es bisher weitgehend ungestört ist: Wissenschaftler (er)finden Neues - aus eigenem Antrieb oder (zunehmend) im Auftrag - die ökonomischen Entscheidungsträger setzen es um und vermarkten es, und die Ethiker nehmen sich des Neuen an, wenn es offensichtlich weitreichende schädliche Folgen gezeitigt hat. Den ökonomischen und wissenschaftlichen Vertretern der gegenwärtig innovativsten Branchen, etwa der Gen- und Bio-Technologie, werden Positionen wie die oben beschriebenen als Zumutungen und hoffnungslos fortschrittsfeindlich erscheinen. In Diskussionen über angewandte Ethik müßten sie dagegen als Herausforderung verstanden werden, neue Antworten auf die alte Frage zu finden: Was sollen wir tun?. 72 ebd.s von Weizsäcker, a.a.o.s.183

20 Literatur Adam,B., Geißler,K., Held,M.(Hg.) Die Non-Stop-Gesellschaft und ihr Preis, Stuttgart/Leipzig 1998 Bass,Hans H. Innovation und schöpferische Zerstörung: der Unternehmer als Motor der Entwicklung, Zeitschrift Entwicklung und Zusammenarbeit Nr.7/ Braun, Christoph-Friedrich von Der Innovationskrieg, München 1994 Brodbeck,Karl-Heinz Die fragwürdigen Grundlagen der Ökonomie, Darmstadt 2000 Fischer, Ernst Peter Innovativ oder Die neue Lächerlichkeit, Weltwoche v Gerschlager, Caroline Konturen der Entgrenzung, Marburg 1996 Gronemeyer, Marianne Immer wieder neu oder ewig das Gleiche,Darmstadt 2000 Gronemeyer, Reimer Die 10 Gebote des 21.Jahrhunderts, München 1999 Groys, Boris Über das Neue, Frankfurt/M Hartmann, Detlef Das höhere Chinesentum, Zeitschrift konkret 10/2000 Held, Martin und Geißler, Karlheinz A.(Hg.) Ökologie der Zeit, Stuttgart 2000 Herzog, Roman Rede auf der VEBA-Konzerntagung am in Berlin Internet-Redemanuskript Jaron, Andreas A. Schöpferische Zerstörung, Münster 1989 Kuhlmann, Hartmut Ethikfolgenabschätzung in Universitas 640/10/99 Liessmann, Konrad Paul Die Furie des Verschwindens, Philosophicum Lech Bd.3,Wien 2000

Schon als Tier hat der Mensch Sprache.

Schon als Tier hat der Mensch Sprache. Schon als Tier hat der Mensch Sprache. Herder und seine Abhandlung über den Ursprung der Sprache 2 Ebenen der Sprachursprungsfrage 1. Ontogenetischer Sprachursprung: Sprachentstehung im Individuum (Spracherwerb

Mehr

Humanistischer Generalismus

Humanistischer Generalismus Humanistischer Generalismus Grundlegende philosophische Forderungen Beginn: Sommer 2005 Letzte Bearbeitung: Sommer 2008 Autor: Franz Plochberger Freier Wissenschaftler Email: plbg@bluewin.ch Home: http://www.plbg.ch

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis 5 Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung... 7 2. Theoretischer Rahmen... 10 2.1 Strategisches Technologie- und Innovationsmanagement.. 10 2.2 Die Portfolio-Methode als Instrument des strategischen

Mehr

AP06. Den Wandel gestalten Strategisches Change-Management. Veränderungsprozesse wirksam führen und managen

AP06. Den Wandel gestalten Strategisches Change-Management. Veränderungsprozesse wirksam führen und managen Den Wandel gestalten Strategisches Change-Management Veränderungsprozesse wirksam führen und managen Autoren Irena Baumgartner, Jill Schmelcher, Anna Beinlich AP06 Herausgeber Prof. Dr. Arnold Weissman

Mehr

Begriffsgeschichte und Diskursgeschichte

Begriffsgeschichte und Diskursgeschichte Dietrich Busse. Fritz Hermanns Wolfgang Teubert (Hrsg.) Begriffsgeschichte und Diskursgeschichte Methodenfragen und Forschungsergebnisse der historischen Semantik Westdeutscher Verlag. Opladen 1994 [vergriffen]

Mehr

Westfälische Wilhelms-Universität Münster Institut für Ökonomische Bildung Prof. Dr. G.-J. Krol

Westfälische Wilhelms-Universität Münster Institut für Ökonomische Bildung Prof. Dr. G.-J. Krol Basisliteratur: Kerber, Wolfgang (2007), Wettbewerbspolitik. In: Apolte, Thomas/Bender, D./Berg, H. et al. (Hrg.), Vahlens Kompendium der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik. Band 2. 9. Auflage.

Mehr

DAS REDEN VOM ENDE Witiker Gespräche 2013. Katholische Kirchgemeinde Witikon Reformierte Kirchgemeinde Witikon Paulus-Akademie Zürich

DAS REDEN VOM ENDE Witiker Gespräche 2013. Katholische Kirchgemeinde Witikon Reformierte Kirchgemeinde Witikon Paulus-Akademie Zürich DAS REDEN VOM ENDE Witiker Gespräche 2013 Katholische Kirchgemeinde Witikon Reformierte Kirchgemeinde Witikon Paulus-Akademie Zürich Endet was? Und wenn ja, was? Zur Metaphorik des Endens Prof. Dr. Karl

Mehr

Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann

Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann ein Artikel von Ulrike Arnold Kaum ein Projekt wird in der vorgegebenen Zeit und mit dem geplanten Budget fertiggestellt. Und das, obwohl die

Mehr

Sozialisation und Identität

Sozialisation und Identität Universität Augsburg Lehrstuhl für Soziologie Übung: Grundkurs Soziologie Dozent: Sasa Bosancic, M.A. Sebastian Schmidt, Marion Röder, Hanna Heß Sozialisation und Identität Inhaltsverzeichnis Biographie

Mehr

Zitate und Literaturangaben

Zitate und Literaturangaben Zitate und Literaturangaben Regeln und Verfahren (nach amerikanischem Harvard-Standard) - Johannes Fromme - Das wörtliche (direkte) Zitat (1) Wortgetreu aus anderen Veröffentlichungen übernommene Passagen

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Was ist die Pendlerpauschale? Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de SCHOOL-SCOUT Die Pendlerpauschale ganz einfach

Mehr

Einfach gut formulieren

Einfach gut formulieren Karl-Heinz List Einfach gut formulieren Kurz, klar und korrekt schreiben für Chefs und Personaler Inhalt Inhalt Einleitung: Die Sprache im Beruf...7 Ökonomisch schreiben was heißt das?...11 Sprachgefühl

Mehr

Reader : Copyshop Rotplombe Nr. 19

Reader : Copyshop Rotplombe Nr. 19 Reader : Copyshop Rotplombe Nr. 19 Online Texte: Homepage: http://www.unierfurt.de/internationalebeziehungen/ Passwort: EinführungPO Politische Ordnungen Staaten und Soveränität Dr. Andrea Ribeiro Hoffmann

Mehr

Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009

Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009 TU Dortmund, Wintersemester 2009/10 Institut für Philosophie und Politikwissenschaft C. Beisbart Von der Metaethik zur Moralphilosophie: R. M. Hare Der praktische Schluss/Prinzipien Überblick zum 26.10.2009

Mehr

Einführung in die praktische Philosophie

Einführung in die praktische Philosophie Einführung in die praktische Philosophie Vorlesung 1. Was ist praktische Philosophie? Claus Beisbart TU Dortmund Sommersemester 2011 Ziel der heutigen Vorlesung In der ersten Vorlesung möchte ich Sie an

Mehr

Existenzgründer Rating. Kurzbeschreibungen-Inhaltsangaben zu Publikation Autor: Jörg Becker (erschienen im BoD Verlag)

Existenzgründer Rating. Kurzbeschreibungen-Inhaltsangaben zu Publikation Autor: Jörg Becker (erschienen im BoD Verlag) Existenzgründer Rating Kurzbeschreibungen-Inhaltsangaben zu Publikation Autor: Jörg Becker (erschienen im BoD Verlag) Existenzgründer-Rating Die Person im Mittelpunkt, 2009 ISBN 978 3 8370 7284 6 - Existenzgründung

Mehr

Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen

Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen Cloud Computing in Industrie 4.0 Anwendungen: Potentiale und Herausforderungen Bachelorarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Bachelor of Science (B.Sc.) im Studiengang Wirtschaftsingenieur der Fakultät

Mehr

6. ÜBERBLICK ÜBER DIE ÜBERSETZUNGSWISSENSCHAFT

6. ÜBERBLICK ÜBER DIE ÜBERSETZUNGSWISSENSCHAFT 26 6. ÜBERBLICK ÜBER DIE ÜBERSETZUNGSWISSENSCHAFT 6.1. GESCHICHTE DER ÜBERSETZUNGSWISSENSCHAFT Die Übersetzungswissenschaft ist eine sehr junge akademische Disziplin und wurde erst Anfang der 60er Jahre

Mehr

"Qualifikation von Führungskräften" - Change-Management - wie Veränderungsprojekte von Mitarbeitern gecoacht werden

Qualifikation von Führungskräften - Change-Management - wie Veränderungsprojekte von Mitarbeitern gecoacht werden "Qualifikation von Führungskräften" - Change-Management - wie Veränderungsprojekte von Mitarbeitern gecoacht werden IneinemkürzlicherschienenenArtikel"Porsche-ChefkritisiertglobalesFusionsfieber"- Süddeutsche

Mehr

Zur Fundierung der monetären Krisentheorie und deren Philosophie

Zur Fundierung der monetären Krisentheorie und deren Philosophie Zur Fundierung der monetären Krisentheorie und deren Philosophie Marxsche epistemologishe Ambivalenzen der Finanzkrisentheorie Ein Versuch der Weiterentwicklung Als Dissertation am Fachreich Philosophie

Mehr

Womit beschäftigt sich Soziologie? (1) Verschiedene Antworten:

Womit beschäftigt sich Soziologie? (1) Verschiedene Antworten: (1) Verschiedene Antworten: Soziale Tatsachen Emile Durkheim Interaktion (soziale Wechselwirkungen Georg Simmel) (soziales) Handeln Max Weber Gruppen Strukturen Soziale Systeme Fazit: Mikro- und Makro-Ebene

Mehr

Aus dem Leben eines Inkubators: Wie arbeitet Mafex?

Aus dem Leben eines Inkubators: Wie arbeitet Mafex? Aus dem Leben eines Inkubators: Wie arbeitet Mafex? Das Marburger Förderzentrum für Existenzgründer aus der Universität (Mafex) wurde im Herbst 1998 in Zusammenarbeit zwischen der Universität und der Stadt

Mehr

Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes.

Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes. Zivildienst als wichtige Sozialisationsinstanz oder Erziehung zur Menschlichkeit Eine empirische Studie unter (ehemaligen) Zivildienstleistenden des Österreichischen Roten Kreuzes. Mag. Gerald Czech Das

Mehr

Männer als Paten für Kinder

Männer als Paten für Kinder Männer als Paten für Kinder inhaltsverzeichnis 3 4 7 11 16 19 22 23 25 27 29 2 vorwort veit hannemann 01. 3 02. GrUsswort von evelyn selinger und andreas schulz 4 03. 01. Männer Und die übernahme von

Mehr

Johnson & Johnson: CRM ist ganzheitliche Fokussierung auf Kunden

Johnson & Johnson: CRM ist ganzheitliche Fokussierung auf Kunden Johnson & Johnson: CRM ist ganzheitliche Fokussierung auf Kunden Kai Künstler, Director CRM bei Johnson & Johnson skizziert den Aufbau des Customer Relationship Management bei Johnson & Johnson. Er führt

Mehr

Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge)

Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge) Friedrich Nietzsche Über die Zukunft unserer Bildungsanstalten (Universitätsvorträge) Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg Institut für Bildungswissenschaft Seminar: Bildung des Bürgers Dozent: Dr. Gerstner

Mehr

Ulrich Köpf, Martin Luther: Wie man beten soll

Ulrich Köpf, Martin Luther: Wie man beten soll Ulrich Köpf / Peter Zimmerling (Hg.) Martin Luther Wie man beten soll Für Meister Peter den Barbier Vandenhoeck & Ruprecht Umschlagabbildung: Ulrich Köpf, Martin Luther: Wie man beten soll akg images 1-L76-E1544

Mehr

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die

Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Berührt von Gott, der allen Menschen Gutes will... 2 Wer sich von Gott geliebt weiß, kann andere lieben... 2 In wacher Zeitgenossenschaft die Menschen wahrnehmen... 3 Offen für alle Menschen, die uns brauchen...

Mehr

STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL. Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation. Verlag. »Soft Skills kompakt« Junfermann

STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL. Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation. Verlag. »Soft Skills kompakt« Junfermann STÉPHANE ETRILLARD FAIR ZUM ZIEL Strategien für souveräne und überzeugende Kommunikation»Soft Skills kompakt«verlag Junfermann Ihr Kommunikationsstil zeigt, wer Sie sind 19 in guter Absicht sehr schnell

Mehr

Die Kunst des erfolgreichen Tradens

Die Kunst des erfolgreichen Tradens Birger Schäfermeier Die Kunst des erfolgreichen Tradens So werden Sie zum Master-Trader Inhalt Inhalt Danksagung 10 Vorwort 11 1: Was ein Trader wirklich will und wie er es erreicht 17 Finden Sie heraus,

Mehr

Frieder Nake: Information und Daten

Frieder Nake: Information und Daten Frieder Nake: Information und Daten Mit Grundlagen der Zeichentheorie nach Morris Seminar 31120: Information Philosophische und informationswissenschaftliche Perspektiven, SS 2004 Frieder Nake: Information

Mehr

Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie?

Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie? 1 Prof. Dr. Katharina Bluhm Was gehört in das Exposé für eine MA-Arbeit im Bereich der Soziologie? Ein Exposé stellt den Grundriss einer geplanten wissenschaftlichen Arbeit dar, der das weitere Vorgehen

Mehr

Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaften

Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaften Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaften Studienschwerpunkt E-Business-Management und Kommunikationssysteme Name: Matr.Nr.: Tel.Nr.: email: I. Pflichtfächer (75 ECTS) Einführung in die Betriebswirtschaftslehre

Mehr

Kapitel 1: Stile im Nachhaltigen Investment Definitionen wie Sand am Meer?

Kapitel 1: Stile im Nachhaltigen Investment Definitionen wie Sand am Meer? Kapitel 1: Stile im Nachhaltigen Investment Definitionen wie Sand am Meer? Hintergrund Nachhaltigkeit ist ein Begriff, bei dem die eindeutige Definition fehlt. Dies führt im Zusammenhang mit nachhaltigen

Mehr

Kapitel 1 Veränderung: Der Prozess und die Praxis

Kapitel 1 Veränderung: Der Prozess und die Praxis Einführung 19 Tradings. Und wenn Ihnen dies wiederum hilft, pro Woche einen schlechten Trade weniger zu machen, aber den einen guten Trade zu machen, den Sie ansonsten verpasst hätten, werden Sie persönlich

Mehr

Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaften Studienschwerpunkt Management and Applied Economics

Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaften Studienschwerpunkt Management and Applied Economics Bachelorstudium Wirtschaftswissenschaften Studienschwerpunkt Management and Applied Economics Name: Matr.Nr.: Tel.Nr.: email: I. Pflichtfächer (75 ECTS) Einführung in die Betriebswirtschaftslehre ( ECTS)

Mehr

Per spec tives imp PersPectives MANAGeMeNt JOUrNAL eur 40 GescHÄFtsLOGiKeN Der ZUKUNFt 02 einzigartigkeit im MANAGeMeNt 2 2010/11 1

Per spec tives imp PersPectives MANAGeMeNt JOUrNAL eur 40 GescHÄFtsLOGiKeN Der ZUKUNFt 02 einzigartigkeit im MANAGeMeNt 2 2010/11 1 Per spec tives imp perspectives MANAGEMENT JOURNAL EUR 40 GESCHÄFTSLOGIKEN DER ZUKUNFT 02 1 EINZ I GARTIGKEIT IM MANAGEMENT 2 IMP Perspectives 82 einzigartige Perspektiven oder über einzigartige Sichtweisen

Mehr

Berufsbezogene Leistungsmotivation und Leistungsorientierung älterer Arbeitnehmer

Berufsbezogene Leistungsmotivation und Leistungsorientierung älterer Arbeitnehmer Berufsbezogene Leistungsmotivation und Leistungsorientierung älterer Arbeitnehmer - Ergebnisse eines explorativen Forschungsprojektes - Fachtagung: Chancen für Ältere? Neue Forschungsergebnisse zur Arbeitsmarktsituation

Mehr

Vom Intranet zum Knowledge Management

Vom Intranet zum Knowledge Management Vom Intranet zum Knowledge Management Die Veränderung der Informationskultur in Organisationen von Martin Kuppinger, Michael Woywode 1. Auflage Hanser München 2000 Verlag C.H. Beck im Internet: www.beck.de

Mehr

Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland

Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland Einsparpotenziale beim Kunststoffeinsatz durch Industrie, Handel und Haushalte in Deutschland Studie im Auftrag der NABU Bundesgeschäftsstelle - Kurzfassung - Henning Wilts, Nadja von Gries, Bettina Rademacher,

Mehr

Erstellung einer Projektarbeit

Erstellung einer Projektarbeit Formfragen der schriftlichen Arbeit Formfragen der schriftlichen h Arbeit 1. Äußerer Rahmen 2. Titelblatt 3. Gliederung 4. Einzelne Bestandteile 5. Anmerkungen ngen 6. Literaturverzeichnis 7. Selbständigkeitserklärung

Mehr

Kampf um Zeit Emanzipatorische Potentiale einer Arbeitszeitverkürzung. Carina Altreiter, Franz Astleithner

Kampf um Zeit Emanzipatorische Potentiale einer Arbeitszeitverkürzung. Carina Altreiter, Franz Astleithner Kampf um Zeit Emanzipatorische Potentiale einer Arbeitszeitverkürzung Carina Altreiter, Franz Astleithner Gutes Leben für Alle - Kongress 21.02.2015, Wien Soziologische Perspektiven auf Arbeitszeit Blick

Mehr

3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen

3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen 3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen Das Wichtigste in Kürze Das Verständnis von Social (Media) Recruiting als soziale Aktivität der Mitarbeiter stößt häufig auf Skepsis. Berechtigterweise wird

Mehr

Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung

Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung Andreas Schelten Berufsbildung ist Allgemeinbildung Allgemeinbildung ist Berufsbildung In: Die berufsbildende Schule 57(2005)6, S. 127 128 Die Auseinandersetzung zwischen Allgemeinbildung und Berufsbildung

Mehr

Wie schreibt man eine Ausarbeitung?

Wie schreibt man eine Ausarbeitung? Wie schreibt man eine Ausarbeitung? Holger Karl Holger.karl@upb.de Computer Networks Group Universität Paderborn Übersicht Ziel einer Ausarbeitung Struktur Sprache Korrektes Zitieren Weitere Informationen

Mehr

Echte Innovation schafft sich ihren Markt selbst

Echte Innovation schafft sich ihren Markt selbst Echte Innovation schafft sich ihren Markt selbst 18 Echte Innovation schafft sich ihren Markt selbst Echte Innovation schafft sich ihren Markt selbst Von Wonder Bread, Apple Newton und BMW i3 lernen Dr.

Mehr

Medizin und Technik. Risikobewusstsein und ethische Verantwortung infolge technologischen Fortschritts

Medizin und Technik. Risikobewusstsein und ethische Verantwortung infolge technologischen Fortschritts Die Arbeitsgruppe Ethik in der Praxis der Jungen Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina läd zur Tagung Medizin und

Mehr

Vorkenntnisse Die Teilnehmer dieses Kurses sollten die Kurse "Grundlagen des Gestaltens" besucht haben.

Vorkenntnisse Die Teilnehmer dieses Kurses sollten die Kurse Grundlagen des Gestaltens besucht haben. BEREICH DESIGN Kategorie Spezialisierung Design KURSE IM ÜBERBLICK 1. Einführung 2. Einführung Industrial Design 3. Einführung Medien Design 4. Projektmanagement 5. Medientheorie 6. Designtheorie 7. Designgeschichte

Mehr

Riesterrente. Durchblick. I h r e U n a b h ä n g i g k e i t s e r k l ä r u n g. Stand 2/2011

Riesterrente. Durchblick. I h r e U n a b h ä n g i g k e i t s e r k l ä r u n g. Stand 2/2011 19,80 Euro Durchblick Riesterrente Stand 2/2011 Komplexe Themen verständlich und klar Joachim Dolatschko Nathalie Dolatschko I h r e U n a b h ä n g i g k e i t s e r k l ä r u n g Riesterrente Riesterrente

Mehr

Ein Bildungsmodell zur Rausch- und Risikobalance

Ein Bildungsmodell zur Rausch- und Risikobalance Treatment: «risflecting» Ein Bildungsmodell zur Rausch- und Risikobalance Rausch = Prozesshafte Veränderung sinnlicher und sozialer Wahrnehmung hinsichtlich Eindrücken, Emotionen, Grenzen und Konventionen

Mehr

Business Kontinuität in unsicheren Zeiten. Ulrike Lechner Universität der Bundeswehr München

Business Kontinuität in unsicheren Zeiten. Ulrike Lechner Universität der Bundeswehr München Business Kontinuität in unsicheren Zeiten Ulrike Lechner Universität der Bundeswehr München Prof. Dr. Ulrike Lechner Studium der Informatik und Promotion an der Universität Passau Projektleiterin, Dozentin

Mehr

Zitieren und Paraphrasieren

Zitieren und Paraphrasieren Schreiben im Zentrum Zitieren und Paraphrasieren Kurze Übersicht zu den wichtigsten Aspekten der wissenschaftlich korrekten Verwendung von Zitat und Paraphrase:! Was ist grundsätzlich zu beachten?! Welche

Mehr

E r f o l g s f a k t o r e n d e r S t r a t e g i e a r b e i t n a c h J a c k W e l c h

E r f o l g s f a k t o r e n d e r S t r a t e g i e a r b e i t n a c h J a c k W e l c h Philos GmbH Holzbauer Straße 10 86911 Dießen am Ammersee bei München E-Mail: office@philos-portal.de Tel.: 0049-(0)89-15 89 20 77 Fax: 0049-(0)89-15 89 20 78 www.philos-portal.de E r f o l g s f a k t

Mehr

22. TAGUNG AM 05. UND 06. MAI 2014 IM HOTEL VIER JAHRESZEITEN IN STARNBERG. Club of. Logistics. Management Mit dem Geist des Kung Fu

22. TAGUNG AM 05. UND 06. MAI 2014 IM HOTEL VIER JAHRESZEITEN IN STARNBERG. Club of. Logistics. Management Mit dem Geist des Kung Fu 22. TAGUNG AM 05. UND 06. MAI 2014 IM HOTEL VIER JAHRESZEITEN IN STARNBERG Club of Logistics Management Mit dem Geist des Kung Fu Asien Mit dem Geist des Kung Fu auf der Siegerstraße Der unaufhaltsame

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Einführung in die philosophische Ethik

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Einführung in die philosophische Ethik Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: Einführung in die philosophische Ethik Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Inhalt I Intention und Aufbau der Materialien...

Mehr

Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens

Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens Anleitung für Backup und Absenden des Fragebogens 1) Für den Zugriff auf die Backup Optionen und Absenden des Fragebogens, Klicken Sie auf "Mailen", die sich auf der letzten Seite des Dokuments : 2) Ein

Mehr

Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele

Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele Was ist ein Institut für Menschen-Rechte? Valentin Aichele Wer hat den Text geschrieben? Dr. Valentin Aichele hat den Text geschrieben. Dr. Aichele arbeitet beim Deutschen Institut für Menschen-Rechte.

Mehr

Einfache Prozess- in Organisationen

Einfache Prozess- in Organisationen Einfache - Architekturen für komplexe Veränderungen in Organisationen 1234567 Warum change projekte oft scheitern! Implementierung beginnt bereits in dem Augenblick, in dem die Idee zu einem Projekt zum

Mehr

Es gilt das gesprochene Wort. I. Zitat Christian Morgenstern technischer Fortschritt. Anrede

Es gilt das gesprochene Wort. I. Zitat Christian Morgenstern technischer Fortschritt. Anrede Sperrfrist: 06.12.2012, 15:00 Uhr Es gilt das gesprochene Wort Rede des Staatssekretärs im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Bernd Sibler, anlässlich der Auftaktveranstaltung des

Mehr

##8,EKOLOGIJA,J:NJ. Waldemar Hopfenbeck Christine Jasch Andreas Jasch. Der Weg zum Zertifikat

##8,EKOLOGIJA,J:NJ. Waldemar Hopfenbeck Christine Jasch Andreas Jasch. Der Weg zum Zertifikat ##8,EKOLOGIJA,J:NJ Waldemar Hopfenbeck Christine Jasch Andreas Jasch Der Weg zum Zertifikat #A1Waldemar Hopfenbeck #A2Christine Jasch #A3Andreas Jasch #NNÖko-Audit #NPDer Weg zum Zertifikat Dieses Werk

Mehr

Hans-Ulrich Derlien Doris Böhme Markus Heindl. Bürokratietheorie. Einführung in einejheorie der Verwaltung VS VERLAG

Hans-Ulrich Derlien Doris Böhme Markus Heindl. Bürokratietheorie. Einführung in einejheorie der Verwaltung VS VERLAG Hans-Ulrich Derlien Doris Böhme Markus Heindl Bürokratietheorie Einführung in einejheorie der Verwaltung VS VERLAG Inhalt Vorwort 9 Abkürzungsverzeichnis 11 Abbildungsverzeichnis 13 1 Prolegomena 15 1.1

Mehr

Kreditfinanzierung und Akkumulation. Teil 1: Grundlegender Zusammenhang

Kreditfinanzierung und Akkumulation. Teil 1: Grundlegender Zusammenhang Kreditfinanzierung und Akkumulation Teil 1: Grundlegender Zusammenhang Kredit die Variante mit Erfolg Der Kredit kann ökonomische Prosperität ermöglichen. Annahmen: weder Unternehmen noch Haushalte mit

Mehr

Die Zeit und Veränderung nach Aristoteles

Die Zeit und Veränderung nach Aristoteles Lieferung 4 Hilfsgerüst zum Thema: Die Zeit und Veränderung nach Aristoteles 1. Anfang der Untersuchung: Anzweiflung Aristoteles: Es reiht sich an das bisher Versprochene, über die Zeit zu handeln. Zuerst

Mehr

1 Einleitung. Software Engineering. Vorgehensweisen

1 Einleitung. Software Engineering. Vorgehensweisen 1 Noch ein Buch über Software Engineering? Warum nicht! Wir folgen einem Prinzip, das zur Lösungsfindung in den verschiedensten Domänen Einzug gehalten hat: die Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln.

Mehr

Ausstellungsparcours Dauerausstellung zur Schweizer Geschichte im Landesmuseum

Ausstellungsparcours Dauerausstellung zur Schweizer Geschichte im Landesmuseum Ausstellungsparcours Dauerausstellung zur Schweizer Geschichte im Landesmuseum Leistungsnachweis von: Roland Seibert roland.seibert@bsz.ch Alois Hundertpfund Externe Lernorte ZHSF FS 2010 1 Inhaltsverzeichnis

Mehr

Strategisches Management im öffentlichen Sektor: Eine Übersicht über den aktuellen Stand der Forschung

Strategisches Management im öffentlichen Sektor: Eine Übersicht über den aktuellen Stand der Forschung Strategisches Management im öffentlichen Sektor: Eine Übersicht über den aktuellen Stand der Forschung Prof. Dr. Isabella Proeller Universität Potsdam Workshop der WK ÖBWL Uni Mannheim, 9.10.2009 1 Strategisches

Mehr

einladung zur 38. innovation(night

einladung zur 38. innovation(night Innovation Hub Silicon Valley Wie es das Start-up Gilead Sciences durch Innovationskraft in 25 Jahren zum Milliarden-Konzern geschafft hat. einladung zur 38. innovation(night Dr. Norbert Bischofberger

Mehr

Freie Wohlfahrtspflege in Deutschland

Freie Wohlfahrtspflege in Deutschland Stefanie Lingenfelser Freie Wohlfahrtspflege in Deutschland Sozialwirtschaftliches Handeln zwischen ethischen und ökonomischen Anforderungen Metropolis-Verlag Marburg 2011 Bibliografische Information Der

Mehr

1 Einleitung. 1.1 Unser Ziel

1 Einleitung. 1.1 Unser Ziel 1 Dieses Buch wendet sich an alle, die sich für agile Softwareentwicklung interessieren. Einleitend möchten wir unser mit diesem Buch verbundenes Ziel, unseren Erfahrungshintergrund, das dem Buch zugrunde

Mehr

Das Youth Future Manifest

Das Youth Future Manifest Das Youth Future Manifest 1. Fassung, 18. September 2010 Präambel In den vergangenen drei Tagen haben wir, 120 Jugendliche aus Ländern aller Kontinente, uns mit dem Zustand unserer Welt befasst und erkannt,

Mehr

Was 2012 zählt: Zahlen, Daten, Analysen.

Was 2012 zählt: Zahlen, Daten, Analysen. www.barketing.de Was 2012 zählt: Zahlen, Daten, Analysen. ausführliche Ergebnisse. VORWORT Liebe Leserinnen und Leser, die Internetwelt ist schnelllebig. Neue Trends, neue Innovationen und Veränderung

Mehr

Umfragen und Stimmungsbilder zu aktuellen Themen aus Steuerpolitik, Sozia l- politik, Arbeitspolitik, Europapolitik und Management. 30.

Umfragen und Stimmungsbilder zu aktuellen Themen aus Steuerpolitik, Sozia l- politik, Arbeitspolitik, Europapolitik und Management. 30. Ausgabe 03 12 Umfragen und Stimmungsbilder zu aktuellen Themen aus Steuerpolitik, Sozia l- politik, Arbeitspolitik, Europapolitik und Management. 30. Juli 2012 Rubrik Karriere ja, aber hierarchischer Aufstieg

Mehr

Nachhaltig Wirtschaften bei Christen und Muslimen

Nachhaltig Wirtschaften bei Christen und Muslimen Nachhaltig Wirtschaften bei Christen und Muslimen ein Beitrag zur Tagung: Im Einsatz für das Gemeinwohl 20. 21. April in Stuttgart-Hohenheim http://downloads.akademie-rs.de/interreligioeser-dialog/120420_reichert_wirtschaften.pdf

Mehr

Thomas Knieper / Marion G. Müller (Hrsg.) War Visions. Bildkommunikation und Krieg. Herbert von Halem Verlag

Thomas Knieper / Marion G. Müller (Hrsg.) War Visions. Bildkommunikation und Krieg. Herbert von Halem Verlag Thomas Knieper / Marion G. Müller (Hrsg.) War Visions Bildkommunikation und Krieg Herbert von Halem Verlag Bibliografische Information Der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese

Mehr

(Basierend auf einer Meinungsumfrage bei Dozenten und Studenten der Universität Alexandria, 2004)

(Basierend auf einer Meinungsumfrage bei Dozenten und Studenten der Universität Alexandria, 2004) Umfrage innerhalb des Projektes: Progress! Der Begriff Fortschritt in unterschiedlichen Kulturen Durchführungsort: Kaliningrad, August 2004 (Basierend auf einer Meinungsumfrage bei Dozenten und Studenten

Mehr

Heilsarmee Brocki, Zürich

Heilsarmee Brocki, Zürich Heilsarmee Brocki, Zürich Karin Wüthrich, Sozialpädagogin, Heilsarmee Als Herr K. im Herbst 2008 krankgeschrieben wurde, habe ich vom Brockileiter Schweiz den Auftrag bekommen, die Wiedereingliederung

Mehr

Die Führungskraft als Vorbild - Neun Faktoren erfolgreichen Führens

Die Führungskraft als Vorbild - Neun Faktoren erfolgreichen Führens Die Führungskraft als Vorbild - Neun Faktoren erfolgreichen Führens Immer wieder tritt die Frage auf, welche Eigenschaften eine erfolgreiche Führungskraft kennzeichnen. Wie immer gibt es hier keine Musterantwort.

Mehr

Nachhaltigkeit ein bloßes Schlagwort?

Nachhaltigkeit ein bloßes Schlagwort? Walther Ch. Zimmerli Nachhaltigkeit ein bloßes Schlagwort? - Paradoxien zwischen Moral und Umwelt - 08. November 2010 1 GLIEDERUNG 1 Was ist Nachhaltigkeit? 2 Paradoxien der Nachhaltigkeit 3 Nachhaltigkeit

Mehr

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung

Das Internet als Herausforderung politischer Bildung A im S t u d i e n z u P o l i t i k u n d W i s s e n s c h a f t Thilo Harth Das Internet als Herausforderung politischer Bildung WOCHEN SCHAU VERLAG Inhalt Votwort 1 1 Einleitung 3 Das Internet ist

Mehr

NACHHALTIGKEIT MACHT ERFOLGREICH. DER SUSTAINABILITY IMAGE SCORE 2015 BEWEIST ES

NACHHALTIGKEIT MACHT ERFOLGREICH. DER SUSTAINABILITY IMAGE SCORE 2015 BEWEIST ES NACHHALTIGKEIT MACHT ERFOLGREICH. DER SUSTAINABILITY IMAGE SCORE 2015 BEWEIST ES Was denken Konsumenten über Nachhaltigkeit? Und wie beeinflussen Nachhaltigkeitsimages den Erfolg von Marken und Unternehmen?

Mehr

Formen des Zuhörens. Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten

Formen des Zuhörens. Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten Formen des Zuhörens Universität Mannheim Seminar: Psychologische Mechanismen bei körperlichen Krankheiten Prof. Dr. Claus Bischoff Psychosomatische Fachklinik Bad DürkheimD Gesetzmäßigkeiten der Kommunikation

Mehr

Dokument 19: Nr. 54, 2001, Ausgabe 1, S. 24 f.:

Dokument 19: Nr. 54, 2001, Ausgabe 1, S. 24 f.: Horst Groschopp Die diesseits und die Humanistische Akademie (Fortsetzung 1) Teil 2: Der Aufbau Dokumente 19-37 (2001-2005) Teil 1 der Studie endete mit dem Verweis auf mehr Einheit in der säkularen Szene,

Mehr

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache

Wir sind die Partei DIE LINKE. Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit. geschrieben in Leichter Sprache Wir sind die Partei DIE LINKE Das wollen wir mit unserer politischen Arbeit geschrieben in Leichter Sprache 1 Herausgeber: Bundes-Geschäfts-Führung von der Partei DIE LINKE Kleine Alexanderstraße 28 10178

Mehr

Johannes Mierau. Die juristischen Abschlußund Diplomprüfungen indersbz/ddr. Ein Einblick in die Juristenausbildung im Sozialismus.

Johannes Mierau. Die juristischen Abschlußund Diplomprüfungen indersbz/ddr. Ein Einblick in die Juristenausbildung im Sozialismus. Johannes Mierau Die juristischen Abschlußund Diplomprüfungen indersbz/ddr Ein Einblick in die Juristenausbildung im Sozialismus Peter Lang Europäischer Verlas der Wissenschaften Inhaltsverzeichnis Vorwort

Mehr

TELEARBEIT IM DORNRÖSCHENSCHLAF AKZEPTIERT, ABER KAUM GENUTZT! 1/08

TELEARBEIT IM DORNRÖSCHENSCHLAF AKZEPTIERT, ABER KAUM GENUTZT! 1/08 TELEARBEIT IM DORNRÖSCHENSCHLAF AKZEPTIERT, ABER KAUM GENUTZT! 1/0 TELEARBEIT IM DORNRÖSCHENSCHLAF AKZEPTIERT, ABER KAUM GENUTZT! Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts haben flexible, externe Beschäftigungsformen

Mehr

Erfolg über Grenzen entsteht durch Verstehen der Grenzen.

Erfolg über Grenzen entsteht durch Verstehen der Grenzen. Erfolg über Grenzen entsteht durch Verstehen Grenzen. Agenda Internationalisieren heißt mit interkultureller erfolgreich in einem fremden Umfeld agieren. Interkulturelle ist in Zukunft ein wesentlicher

Mehr

Engagement auf Augenhöhe WEGE ZUR INDIVIDUELLEN WEITER- ENTWICKLUNG COACHING

Engagement auf Augenhöhe WEGE ZUR INDIVIDUELLEN WEITER- ENTWICKLUNG COACHING Engagement auf Augenhöhe WEGE ZUR INDIVIDUELLEN WEITER- ENTWICKLUNG COACHING 2 WILLKOMMEN WILLKOMMEN 3 Liebe Leserinnen und Leser! * Mal angenommen, Sie wollen die Zugspitze als Tourist besteigen. Dann

Mehr

Zeitschrift Informatik-Spektrum der deutschen Gesellschaft für Informatik

Zeitschrift Informatik-Spektrum der deutschen Gesellschaft für Informatik Zeitschrift Informatik-Spektrum der deutschen Gesellschaft für Informatik Ursula Sury Illusion Datenschutz WER BIN ICH Die philosophisch anmutende Fragestellung wer bin ich respektive was macht mich und

Mehr

Dies ist die entscheidende Erkenntnis, um die es in diesem Buch geht. Nach Abschluss der Lektüre werden Sie verstehen, was genau ich damit meine.

Dies ist die entscheidende Erkenntnis, um die es in diesem Buch geht. Nach Abschluss der Lektüre werden Sie verstehen, was genau ich damit meine. Das Geheimnis der Spitzenspieler Das Spiel der Quoten No-Limit Hold em ist ein Spiel der Quoten. Liegen Sie mit Ihren Quoten grundlegend falsch, können Sie trotz noch so großem Engagement kein Gewinner

Mehr

Informatik und Ethik

Informatik und Ethik Informatik und Ethik Ethik Ethik beschäftigt sich mit der Aufstellung von Kriterien für gutes und schlechtes Handeln und der Bewertung von Motiven und Folgen. Leitlinie dabei ist die menschliche Vernunft.

Mehr

Binäre Codes und funktionale Differenzierung der modernen Gesellschaft

Binäre Codes und funktionale Differenzierung der modernen Gesellschaft Binäre Codes und funktionale Differenzierung der modernen Gesellschaft Luhmann geht wie alle anderen dargestellten Differenzierungstheoretiker davon aus, daß die moderne Gesellschaft durch das Vorherrschen

Mehr

Projekte erfolgreich steuern trotz Change. Strategien zum Umgang mit Unternehmensveränderungen für Projektleiter

Projekte erfolgreich steuern trotz Change. Strategien zum Umgang mit Unternehmensveränderungen für Projektleiter Projekte erfolgreich steuern trotz Change Strategien zum Umgang mit Unternehmensveränderungen für Projektleiter Worüber ich sprechen werde 1. 2. Was meine ich mit Unternehmensveränderung Ein Denkmodell

Mehr

Wolfgang Merkel Hans-Jürgen Puhle Aurel Croissant Claudia Eicher Peter Thiery. Defekte Demokratie. Band 1 : Theorie

Wolfgang Merkel Hans-Jürgen Puhle Aurel Croissant Claudia Eicher Peter Thiery. Defekte Demokratie. Band 1 : Theorie Defekte Demokratie Wolfgang Merkel Hans-Jürgen Puhle Aurel Croissant Claudia Eicher Peter Thiery Defekte Demokratie Band 1 : Theorie Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2003 Gedruckt auf säurefreiem und

Mehr

Wissen und seine Rolle im und vor dem Übersetzungsprozess. Arbeit mit Hilfstexten

Wissen und seine Rolle im und vor dem Übersetzungsprozess. Arbeit mit Hilfstexten Michal Dvorecký Wissen und seine Rolle im und vor dem Übersetzungsprozess. Arbeit mit Hilfstexten Aufgabe 1 Wissen und seine Rolle im und vor dem Übersetzungsprozess. Aufgabe zur Bewusstmachung der unterschiedlichen

Mehr

Heiner Wilharm: Die Ordnung der Inszenierung«, Bielefeld 2015. Inszenierung und Effekte. Die Magie der Szenografie, hgg. mit Ralf Bohn, Bielefeld 2013

Heiner Wilharm: Die Ordnung der Inszenierung«, Bielefeld 2015. Inszenierung und Effekte. Die Magie der Szenografie, hgg. mit Ralf Bohn, Bielefeld 2013 BÜCHER & STUDIENKURSE Heiner Wilharm: Die Ordnung der Inszenierung«, Bielefeld 2015 Inszenierung und Effekte. Die Magie der Szenografie, hgg. mit Ralf Bohn, Bielefeld 2013 Die Inszenierung der Stadt. Urbanität

Mehr

Persönliches Wissensmanagement

Persönliches Wissensmanagement Persönliches Wissensmanagement Open Online-Course SOOC13 7. Juni 2013 1 von 13 Gewusst wer Gabriele Vollmar M.A. Beratung und Training zu den Themen: + Wissens- und Informationsmanagement + Wissensbilanzierung

Mehr

Einleitung: An wen sich dieses Buch richtet und was es bezweckt

Einleitung: An wen sich dieses Buch richtet und was es bezweckt Einleitung: An wen sich dieses Buch richtet und was es bezweckt 2 Kapitel Einleitung: An wen sich dieses Buch richtet und was es bezweckt Selbsthilfe oder Therapiebegleitung bei Depression, Burnout oder

Mehr

Großhirnforschung, Unternehmer und Wirtschaftspolitik

Großhirnforschung, Unternehmer und Wirtschaftspolitik Utz Ciaassen Großhirnforschung, Unternehmer und Wirtschaftspolitik Ein interdisziplinärer Ansatz am Beispiel interhemisphärischer Relationen TECHNISCHE HOCHSCHULE DARMSTADT ] Fachbereich 1 { G e s a m

Mehr

Vorwort zur 20. Auflage

Vorwort zur 20. Auflage Vorwort zur 20. Auflage Sechzehn Jahre nach der Erstveröffentlichung dieses Buches erscheint es jetzt in der 20. Auflage. Seit der ersten Auflage hat sich im Personalmanagement viel verändert. Es mag deshalb

Mehr

für die Kalkulation von Gebühren, Mieten, Pachten und Darlehen / Krediten. Die Silberwährung bestand nicht

für die Kalkulation von Gebühren, Mieten, Pachten und Darlehen / Krediten. Die Silberwährung bestand nicht für die Kalkulation von Gebühren, Mieten, Pachten und Darlehen / Krediten. Die Silberwährung bestand nicht aus Münzen, sondern aus rohen Barren. Sie wurde also nicht als Geld in unserem Sinn behandelt,

Mehr