Tutorium zur Einführung in die Politikwissenschaft

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1 Jan Stuckatz Sommersemester 2011 BA KuWi Tutorium zur Einführung in die Politikwissenschaft 9. Sitzung Theorien der internationalen Beziehungen

2 Struktur 1. Vorbereitungsfragen 2. Wissenschaftliche Fachzeitschriften 3. Literaturhinweise 4. Links

3 Vorbereitungsfragen 1. Welche Formen des Realismus werden unterschieden? 2. Was sind die Grundannahmen der Regimetheorie? 3. Welche Positionen gibt es innerhalb der demokratischen Friedenstheorie? 4. Was sind die Grundannahmen des Konstruktivismus?

4 Formen des Realismus 1. Klassischer Realismus 2. Neorealismus oder struktureller Realismus 1. Offensiver Realismus 2. Defensiver Realismus

5 Realismus National politics is the realm of authority, of administration, of law. International politics is the realm of power, of struggle, and of accomodation [ ] Formally, each is the equal of all the others. None is entitled to command; none is requiered to obey (Waltz 1979)

6 Formen des Realismus Klassischer Realismus: Edward H. Carr Hauptwerk: The twenty years crisis (1939) Betonung der Zwischenkriegsjahre als Zeit der Krise Scharfe Kritik der idealistischen IB-Theorie Kritische Analyse der Völkerbundsordnung Falsch, illusorisch, einseitig Forderung: Balance zwischen Utopie + Realität Balance zwischen Macht + Moral

7 Formen des Realismus Klassischer Realismus: Hans J. Morgenthau Hauptwerk: Politics among Nations: The Struggle for Power and Peace (1948) Morgenthau: jüdische Familie In Deutschland der 20er Zeuge des aufkeimenden Antisemitismus Anfeindungen in Schule und Universität Studium des Rechts, insbes. Völkerrechts Später Emigration in die USA

8 Formen des Realismus Klassischer Realismus: Hans J. Morgenthau Sechs Grundsätze des politischen Realismus: 1. Politik wird beherrscht von objektiven Gesetzen der menschlichen Natur, dem Machttrieb 2. Macht ist die entscheidende Kategorie der Politik, Staatsmänner handeln im Sinne eines Macht verstandenen Interesses 3 Macht = universale Kategorie, aber in unterschiedlichen Formen Sittlich gebundene Macht vs. Barbarische Macht mittels Gewalt

9 Formen des Realismus Klassischer Realismus: Hans J. Morgenthau 4. Staatliches Handeln kann nicht an derselben Moral wie Privates gemessen werden, ein kluges Abwägen ist je nach Situation notwendig 5. Warnung: Moralische Prinzipen einer Nation können keinen Anspruch auf Universalität haben 6. Autonomie der politischen Sphäre: Abgrenzung des Realismus von anderen Schulen, dem Recht, der Religion oder Moral, usw.

10 Formen des Realismus Neorealismus: Kenneth Waltz Hauptwerk: Theory of International Politics (1979) Ansatz: Systemtheorethisch Drei Kennzeichen polit. Strukturen 1. Ordnungsprinzipien (Anarchie vs. Hierarchie) 2. Funktionale Differenzierung: Eigenschaften der Akteure gleich oder unterschiedlich 3. Stärkeverhältnisse Waltz: Die ersten beiden sind im Int. System gleich Nur die dritte variiert Unterschiede in der Machtkonfiguration = Unterschiede in der Interaktion zwischen den Akteuren

11 Formen des Realismus Neorealismus: Kenneth Waltz Zentraler Grund für die Konfliktbehaftetheit des IS = Anarchie Die Anarchie: zwingt Staaten dazu, für ihre Sicherheit zu sorgen Machterweiterung um die eigene Sicherheit + Autonomie zu bewahren Folge für andere Staaten = Unsicherheit, Bedrohungswahrnehmung: Sicherheitsdilemma Strategien: balancing + bandwaggoning Unterscheidung: unipolare, bipolare, multipolare Systeme / Anzahl von Akteuren / Machtverteilung (symmetrisch oder asymmetrisch) Am unsichersten: multipolar + Machtungleichgewicht

12 Formen des Realismus Offensiver Realismus (John J. Mearsheimer) Staaten = rationelle, eigennutzenmaximierend Beste Strategie um sicher zu sein = Machtmaximierung Je stärker, desto besser weniger Bedrohung Anarchie lässt sich nie auflösen/überwinden Defensiver Realismus (Stephen Walt) Rationelle Akteure Beste Strategie um sicher zu sein: Verteidigung Staaten wollen den Status Quo aufrechterhalten Die militärische Eroberung ist teuer und meist wenig ertragreich, offensive Staaten sind Anomalien Offensive-Defensiv-Gleichgewicht ist entscheidend

13 Formen des Realismus Beispiele? 1. Klassischer Realismus: Scheitern des VB 2. Neorealismus: Nahost-Konflikt, Cuba-Krise, 3. Offensiver Realismus: Deutschland im 2. WK, Japanisches Imperium (-1942) 4. Defensiver Realismus: Ost-West-Konflikt allgemein,

14 Regiemetheorie To pursue self-interest does not require maximizing freedom of action. On the contrary, intelligent and farsighted leaders understand that attainment of their objectives may depend on their commitments to the institutions that make cooperation possible. (Keohane 1984)

15 Regiemetheorie Vertreter: Robert Keohane Hauptwerk: After Hegemony (1984) Gemeinsame Annahme mit Realismus: Anarchie des IS Staat = rationeller Egoist, eigennutzenmaximierend Aber: Kooperation ist sinnvoll, weil einseitige Machtpolitik zu suboptimalen Ergebnissen führt Neue, globale Herausforderungen sind durch den einzelnen Staat nicht mehr zu bewältigen Kooperation dient dem Eigennutzen der Staaten

16 Regimetheorie Beispiel: Hirschjagd Drei Jäger im Wald Ziel: Hirsch schießen genug Nahrung für alle Aber: Krach würde den Hirsch verjagen Frage: Was passiert, wenn ein einzelner einen Hasen sieht immerhin genug Nahrung für einen? Problem: Anarchie + Eigeninteresse der Akteure als Kooperationshindernisse Erwartungsunsicherheit über die Verpflichtung der anderen Akteure Kosten-Nutzen-Verteilung der Kooperation Attraktivität hoher Ertrages bei Nichtkooperation

17 Regimetheorie Definition: Regime sind norm- und regelgeleitete Formen der Kooperation zwischen Staaten zur politischen Bearbeitung von Konflikten in den internationalen Beziehungen. Vier Mechanismen um Kooperationshindernisse abzubauen: 1. Prinzipien: Formulierung gemeinsame Problemsicht und Zielvorstellung 2. Normen: allgemeine Verhaltensstandards 3. Regeln: spezifische Verhaltensvorschriften, die die Normen explizieren und überprüfbar machen 4. Verfahren: regeln Umgang mit Regeln und dem Regime

18 Regimetheorie Annahme: Regime Verringern die Auswirkungen der Anarchie Internationale Regime erhöhen Erwartungssicherheit über Regeln, Normen, Werte Verringerung der Transaktionskosten Machen Nichtkooperation unrentabel, da sanktionsfähig Ansehen von Staaten sinkt bei Nichtbefolgung Sozialisieren Staaten über gemeinsames Diskussionsforum, Austausch

19 Regimetheorie Beispiele? Non-Proliferation-Treaty (NPT) Völkerrecht allgemein Genfer Konvention (Kriegsgefangene) UN-Menschenrechtskonvention G 8 u. ä.

20 Theorie des Demokratischen Friedens Grundannahme Demokratische Systeme sind konsensorientiert und daher nach innen wie nach außen friedfertiger als Nichtdemokratien Partizipative Entscheidungsprozesse dauern in der Regel länger Zwang zum Kompromiss wird auf das internationale System übertragen Verteidigung ist nicht ausgeschlossen empirisch (qualitative + quantitativ) nicht bestätigt

21 Theorie des Demokratischen Friedens Stattdessen: Doppelbefund des demokratischen Friedens Demokratien führen zwar untereinander kaum Kriege, aber sehr wohl gegen Nichtdemokratien Misstrauen gegenüber Autokratien das Sicherheitsdilemma wird zwischen Demokratien entschärft, nicht aber zwischen Demokratien und Autokratien Auch Demokratien sind anfällig für Nationalismus, Heroismus oder Manipulation Instabile Demokratien führen mehr Kriege als Autokratien

22 Konstruktivismus Anarchy is what the state makes of it (Wendt 1992)

23 Konstruktivismus Vertreter: Alexander Wendt Hauptwerk: Social Theory of International Politics (1999) Drei Kernaussagen 1. Wechselseitigen Bedingung von sozialem Handeln und sozialen Strukturen Soziale Realität stark von Menschen konstruiert, kann aber auch verändert werden Existenz sozialer Tatsachen, die aber auch erst durch Verständigung/Übereinkunft von Menschen zu Tatsachen werden Soziale Erscheinungen werden im menschlichen Handeln produziert und reproduziert

24 Konstruktivismus 2. Rolle von Ideen größer als rationalistische Großtheorien einräumen Welt ist Akteuren nur durch Wahrnehmung + Deutung zugänglich Welt wird auf Grundlange von Ideen interpretiert und gestaltet Ideen ermöglichen und rechtfertigen Handlungen, Handlungsspielräume und Strategien

25 Konstruktivismus 3. Rolle von kulturelle Faktoren wie Normen und Werten Kultur als Bedeutungssystem Kultur als Wertesystem Kultur als Repertoire von Handlungsstrategien Unterscheidet sich der Konstruktivismus so stark von den anderen Großtheorien?

26 Konstruktivismus: Analogien zu anderen IB-Theorien Realismus: Morgenthau unterscheidet zwischen zwei Formen der Machtpolitik (barbarische Gewaltpolitik vs. Sittlich gebundene Macht) Was ist deren Basis, wenn nicht unterschiedliche Vorstellungen von Machtpolitik? Anarchie und Bedrohungswahrnehmung ist von Menschen konstruiert

27 Konstruktivismus: Analogien zu anderen IB-Theorien Institutionalismus Regime verringern Anarchie durch Normen und Werte Voraussetzung für Regime sind eine geteilte Zielvorstellung und Problemwahrnehmung Ansehen der Akteure, vertrauensbildende Maßnahmen

28 Konstruktivismus: Analogien zu anderen IB-Theorien Demokratischer Frieden Grundsätzliche Annahme, dass Demokratien friedlicher sind Keine Kriege zwischen Demokratien aufgrund geteilter Normen und Werte Autokratische Staaten teilen diese Werte nicht und werden daher als Bedrohung wahrgenommen

29 Fragen?

30 Fachzeitschriften zu den IB -International Organization -International Relations -World Politics -Foreign Affairs -European Journal of International Relations -International Security -International Studies Quarterly -Zeitschrift für internationale Beziehungen -Zeitschrift für Außen- und Sicherheitspolitik -.

31 Fachzeitschriften zu den IB Einsehbar in der Uni-Bibliothek, aber z. B. auch in der StaBi in Berlin Vorteil: im Gegensatz zu Monographien: Peer-reviewed Panel an Experten sichtet und überprüft jeden Artikel Sichten aus Monographien komprimierter Form Forum für aktuelle Fachdiskussionen

32 Literaturhinweise Krell, Gert (2009): Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der internationalen Beziehungen, 4., überarbeitete und aktualisierte Auflage, Nomos Verlag, Baden-Baden. Schieder, Siegfried/Spindler, Manuela (2010): Theorien der internationalen Beziehungen, 3., überarbeitete und aktualisierte Ausgabe, UTB, Stuttgart. Baylis, John/Smith, Steve/Owens, Patricia (2010): The Globalization of World Politics: An Introduction to International Relations, 5. Ausgabe, Oxford University Press.

33 Links Conversations with history: Kenneth Waltz Conversations with history: Robert Keohane Conversations with history: John Mearsheimer Conversations with history: Joseph Nye

34 Fragen? Danke für eure Aufmerksamkeit

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