JAHRESBERICHTE 2012 POSAUNENWERK EVANGELISCHEN KIRCHE VON WESTFALEN

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1 POSAUNENWERK IN DER EVANGELISCHEN KIRCHE VON WESTFALEN JAHRESBERICHTE 2012 PETER GRÄWE LANDESOBMANN (SEITE 2-9) DANIEL SALINGA LANDESPOSAUNENWART (SEITE 10-27) ULRICH DIECKMANN LANDESPOSAUNENWART (SEITE 28-43) ZUR VORLAGE BEI DER VERTRETERVERSAMMLUNG AM 20. APRIL 2013 IN GRUNDSCHÖTTEL

2 JAHRESBERICHT VON PETER GRÄWE - LANDESOBMANN Jesus Christus spricht: Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. 2. Kor. 12,9 Liebe Bläserinnen und Bläser! Betrachtet man einmal diesen Jahresspruch für das Jahr 2012 ganz isoliert, ohne auf den Zusammenhang, in dem er steht, zu schauen, dann könnte man auf die Idee kommen, dass hier einer versucht mit seiner eigenen Unzulänglichkeit zu kokettieren. Doch so ist dieses Wort wirklich nicht gemeint. Es ist als Trost und Zuspruch einem Mann zugesagt, der, obwohl er sehr krank und damit in seiner Arbeit behindert war, wohl einer der stärksten Missionare der ersten Christenheit gewesen ist. Ohne den Apostel Paulus, der das Christentum schon sehr früh nach Europa gebracht hatte und der mit seiner Art der Verkündigung die frohe Botschaft weit über die damaligen Grenzen hinaus verbreitete, wäre unsere Arbeit heute so vielleicht gar nicht denkbar. Aber gut, was heißt dann so ein Wort, das damals den durch seine Krankheit gefesselten Apostel auf den zurückwarf, der alle Arbeit verantwortet und steuert, Jesus Christus, für unser Werk im Rückblick auf das vergangene Jahr? Schwäche in Form von Nachlässigkeiten oder Unkonzentriertheit, von Unzulänglichkeit oder gar unverzeihliche Fehler in der Ausführung und Planung der anstehenden Aufgaben, konnte ich bei niemandem feststellen. Und so gilt mein Dank hier an dieser Stelle allen, die unser Werk auch in diesem Jahr durch durchaus unruhige Zeiten geführt haben. Unsere Posaunenwarte Ulrich Dieckmann und Daniel Salinga waren auch 2012 wieder viel unterwegs, haben Kontakte geknüpft, Seminare geleitet, Bläser hinzugewonnen und waren bei großen Veranstaltungen präsent. Wie immer verweise ich auch in diesem Jahr auf ihre Berichte. Neben ihren Aufgaben in unserem Werk haben sie sich in besonderem Maße stark gemacht für den EPiD und für die Menschen, die in unseren Chören ihren Rat suchten. Nein, in ihrer oft unermüdlichen Arbeit habe ich keine Schwächen feststellen können. Und darum möchte ich Ihnen danken für ihre geleistete Arbeit. Das gleiche gilt aber auch für Jörg Kuhlmann, der in schweren Zeiten für die Finanzen zuständig war und ist und so manche grauen Haare mehr bekommen hat, weil viele Gelder eben nicht mehr so fließen wie bisher. Auch ihm sei ganz herzlich gedankt. Ich verweise auch hier an dieser Stelle auf seinen Bericht. Aber auch die Mitglieder des Posaunenrates haben sich in diesem Jahr 2012 wieder in den vielen Sitzungen - in diesem Jahr kam sogar noch eine Sondersitzung hinzu - unter Einsatz von viel Zeit sehr aufopferungsvoll um unser Werk gekümmert und verantwortungsvoll Entscheidungen getroffen, die - 2 -

3 unserem Werk dienten. Auch ihnen allen sei hier gedankt für Zeit und Mühe. Auch ihnen ist keinerlei Schwäche in Form von Versagen oder Fehlerhaftigkeit vorzuwerfen. Ganz speziell danke ich Christoph Ruffer, der als mein Stellvertreter immer zur Stelle war, um mich zu entlasten und Ina Voß sive Gralmann, die sich bereit erklärt hat, als Mitglied des Posaunenrates in die Arbeit des Fördervereines mit einzusteigen, keine Sache, die man so nebenbei erledigen kann. Vielen Dank dafür. Und zuletzt danke ich den Menschen vor Ort in unserem Werk, hier vor allem Ina Neumann, die nicht nur für alle ein offenes Ohr hat, sondern mit dafür verantwortlich ist, dass unsere Posaunenwerksnachrichten auch in diesem Jahr in dieser so ansprechenden Form herausgekommen sind und natürlich Hans Georg Trommer, der mit seinen Erfahrungen und seinem Einsatz viel zum Gelingen beigetragen hat. Gut, aber wo ist denn dann das "Schwache", in dem der Herr mächtig ist. In unserer Jahreslosung ist es Paulus selber, der durch epileptische Anfälle geschlagen, nicht so konnte, wie er wollte. Und bei uns? Oft genug hatten auch wir in diesem zurückliegenden Berichtsjahr das Gefühl, innerhalb der Strukturen und gewachsener Formen einerseits, sich verändernder Verhältnisse und sich revolutionär umbauender gesellschaftlicher Strukturen andererseits in unserer Arbeit immer weiter eingeschränkt zu werden, so dass wir uns ernsthafte Gedanken darüber machen mussten und müssen, wie sich unsere Arbeit in einer sich verändernden Welt auch verändern muss. Doch wohin geht da die Reise? Sich verändernde Strukturen im EPiD?! Hatte die vergangene EPiD-Tagung in Düsseldorf bereits gezeigt, wie wichtig es ist, über neue Strukturen nachzudenken, um sowohl den Leitenden Obmann als auch den Vorstand und alle anderen Bereiche dieser Arbeit in effektivere und dann auch ruhigere Fahrwasser zu geleiten, so spitzte sich gerade diese Frage im Laufe des Jahres noch zu. Wir sahen mit Sorge auf das, was da über uns hereinbrechen konnte und wollten mithelfen, Schlimmeres abzuwenden. Und so begann das Jahr 2012 mit einer Sondersitzung im Februar unseres Posaunenrates zum Thema EPiD. Auf dieser Tagung wurden drei Anträge zur Veränderung der Strukturen im EPiD formuliert und diskutiert und so an den EPiD geschickt. Der erste Antrag bezog sich auf die Bildung eines Nominierungsausschusses zur Vorbereitung und Durchführung von Wahlen des Vorstandes und der Gremien des EPiD. Der zweite Vorschlag betraf die Wahl des Leitenden Obmannes. Hier haben wir vorgeschlagen, das Amt des Leitenden Obmannes rechtzeitig auszuschreiben. Und der dritte Antrag bezog sich auf die Bildung eines Strukturausschusses, der u. a. dienstrechtliche Fragen abzuklären und darüber hinaus das Aufgabenfeld des Leitenden Obmannes abzustecken hat. Diese Anträge wurden von uns ausreichend kommentiert und dem EPiD zugeleitet. Sie wurden dann mit leichten - 3 -

4 Veränderungen so zur Tagung in Berlin 2013 zugelassen. Das "Schwache" sind oft nicht die Menschen, die sich einsetzen und etwas bewirken wollen, vielmehr, so habe ich den Eindruck, ist das Schwache so manche Struktur, die lähmt und nicht weiterbringt und in der sich der Mensch aufreibt. Es ist zu hoffen, dass der Herr in dieser Schwachheit seinen Geist wehen lässt, damit gute Arbeit entsteht und alle Kräfte neu gebündelt werden können. Die EPiD-Versammlung im Frühjahr 2013 wird über all diese strukturellen Fragen eingehend beraten. Wahlen finden dann erst im Herbst statt, dann hoffentlich mit klar abgesteckten Zielen und Kompetenzen. Strukturwandel vor der eigenen Haustür Im März des Jahres 2012 traf sich der Posaunenrat im Hotel Lindenhof in Bielefeld Bethel für zwei Tage, um über Strukturen im eigenen Bereich nachzudenken, Strukturen, die sich verändert haben, die aber auch geblieben sind, wie sie eh und je waren und über deren Zeitgemäßheit man nachzudenken hatte. Tatsache war, und das konnte Jörg Kuhlmann mit eindeutigen Zahlen belegen, dass die Teilnehmerzahlen an den Seminaren nachgelassen hatten. Die Posaunenwarte berichteten davon, dass Workshops und Posaunenchorproben auf kreiskirchlicher Ebene immer spärlicher besucht wurden und dass die Jungbläserarbeit zurückging. Das waren alles alarmierende Nachrichten, die uns zeigten, wie viel es zu tun gab, aber auch wie groß da unsere "Schwäche" ist. Wir luden Arthur Harder ein, der in seinem Bereich in Harsewinkel gute Erfahrungen gemacht hatte mit einer neuen Jungbläserarbeit. Tatsache war, dass durch die veränderte Schullandschaft und den vielen ver-schiedenen Schulformen, angefangen von der OGS (Offene Ganz-tagsschule) bis hin zu AGs bis weit in den Nachmittag hinein, unsere klassische Probenzeit für Jungbläser auf der Strecke zu bleiben schien. Wenn die Kinder und Jugendlichen nach einem harten Schulalltag nach Hause kamen, dann hatten sie kaum noch Lust, zur Posaunenchorprobe zu gehen. Wenn also der Prophet nicht zum Berg kommt, dann geht es ja vielleicht umgekehrt. Arthur Hader machte es uns vor. Seine Idee nannte er Brassmission und ging davon aus, dass der Posaunenchor so zu sagen an die Schule geht. Durch Gespräche mit Schulleitern, Musikschullehrern und anderen Verantwortlichen sollte es möglich sein, Blechbläserklassen zu errichten, aus denen sich dann tragfähige Posaunenchöre entwickeln könnten. Eine gute Idee. Ob sie allerdings in allen Regionen unseres Einzugsgebietes durchzuführen ist, muss geprüft werden. Ein flächendeckender Versuch ist es allemal. Über dieses Thema wurde dann auch sehr intensiv auf der Kreisobleutetagung im Februar 2013 gesprochen. In verschiedenen Arbeitsgruppen haben wir uns zusammen mit den Kreisobleuten über dieses Thema beraten, wie ich meine mit vielen neuen Erkenntnissen, die es jetzt auszuwerten gilt. Ein großes Problem bildet hier u. a. die Zeit. Wer von den - 4 -

5 ehrenamtlichen Chorleitern findet die Zeit, nachmittags in die Schule zu gehen, um dort zu bestimmten Zeiten mit den Schülern zu arbeiten? Hier zeigt sich unsere "Schwäche", viele Dinge sind oft nicht so leicht zu verändern, wie sie eigentlich verändert werden müssten. Die weltliche und auch die kirchliche Landschaft haben sich verändert. Die Zeiten sind hektischer geworden, kaum jemand hat noch Zeit. Man hat den Eindruck, dass Zeit eines der wichtigsten Güter der Zukunft werden wird. Aber auch kirchliche Strukturen ändern sich. Gemeinden und Kirchenkreise fusionieren, Menschen sind in zunehmendem Maße verunsichert. Und das betrifft auch unsere Chöre. Die mangelnde Beteiligung an kreiskirchlichen Veranstaltungen wie Kreisbläserfesten, ist auch darauf zurückzuführen, dass die einzelnen Chöre sich zunächst - hoffentlich - auf sich selber konzentrieren und versuchen, in dieser sich verändernden Land-schaft neu Fuß zu fassen. Wie können wir als Werk da helfen, welche Möglichkeiten haben wir? Ein Weg, den es zu beschreiten gilt, geht sicherlich dahin, dass unsere Posaunenwarte vermehrt mit einzelnen Chören arbeiten und diesen Chören helfen, durch direkten Kontakt, sich neu zu finden. Knopflocharbeit, so nennt man das, oft mühsam, zeitraubend, aber auch notwendig. "Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig", diese Zusage des Auferstandenen bekommt in unserer "neuen" Zeit eine ganz neue Aktualität. Wir müssen uns den Aufgaben stellen, aber wir brauchen nicht daran zu verzweifeln. In den kleinen Schritten liegt oft eine ungeheure Kraft, das durfte nicht erst der Apostel Paulus erfahren, das gilt auch uns. Und ein weiteres Thema der Veränderung beschäftigte uns auf unserer Klausurtagung in Bethel. Und dabei ging es um die Arbeit des Fördervereins. Herr Dr. Rödding, der in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden ist, und dem wir auf diesem Wege auch noch einmal Gottes reichen Segen wünschen, war zu Gast und stellte uns die Arbeit des Fördervereins vor. Dabei ging es in erster Linie darum, potente Geldgeber zu finden, die bereit waren, das Posaunenwerk auf diesem Wege zu unterstützen. Doch diese potenten Geldgeber sind, mehr denn je, rar gesät. Und schon bricht etwas Neues hervor. Stephan Külpmann, ein junger Mann, hat andere Ideen, wie man den Förderverein aufstellen kann. Er will an die Basis und jeden für den Verein gewinnen durch bestimmte Aktionen und Events. Ein neuer Weg, der sich auftut und vielleicht ein zukunftsweisender Weg. Ich wünschte, man könne beide Ansätze miteinander verbinden, so dass aus alt und neu etwas anderes entsteht, das tragfähig und zukunftsweisend ist. Auch hier gibt es noch viel zu tun. Durch Ina Voß sive Gralmann haben wir nun jemanden aus dem Posaunenrat, der neben Ulrich Dieckmann ein Auge auf den Förderverein hat. Vielen Dank an beide

6 Die "Schwäche" der Kommunikation In Zeiten von Facebook, Twitter, und Internet mutet die so genannte Schneckenpost an wie ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert (Huch: Das ist sie ja sogar). Wie können wir die neuen Medien nutzen? Brauchen wir so etwas, oder ist das nur etwas für junge Leute, die nichts anderes zu tun haben als den ganzen Tag ihre Daumenmuskulatur zu strapazieren, um anderen auf den Wecker zu gehen? Vielleicht nicht in dem Maße, wie junge Leute damit umgehen, aber so einfach sich daraus zu klinken, geht auch nicht. Auch unser Werk muss sich den heutigen Voraussetzungen stellen und darf den Zug nicht verpassen, der rasend schnell an unserem Bahnhof vorbeirauscht. Wenn schon nicht Facebook und Twitter, so aber brauchen wir doch eine neue und ansprechende Homepage. Unser alter Internetauftritt war, Gerd Stemmann sei Dank, immer auf dem aktuellen Stand, aber es sollte etwas Neues und Ansprechendes sein, dem Trend der Zeit entsprechend. Und so wurde die Agentur "Gute Botschafter" beauftragt, entsprechende Vorschläge zu machen. Das geschah, und wir können heute die ersten Früchte langer Überlegungen ernten. Und sie sieht gut aus, die neue Homepage, in die demnächst auch ein Onlineshop integriert wird. Jede Seite ist allerdings nur so gut wie der, der sie pflegt. Und da brauchen wir wieder Menschen, die uns Bilder, Veranstaltungen und News zuschicken. Zu diesem Thema der Kommunikation passte dann auch eine Anfrage aus Bielefeld. Der Chor- und Kirchenmusikerverband regt an, eine gemeinsame westfälische Kirchenmusikpublikation herauszugeben. Darin soll alles, was die Landeskirche an Musik zu bieten hat, vertreten sein, also auch unser Werk. Wollen wir das? Und wenn nicht, stehen wir dann außen vor, so dass uns keiner mehr zur Kenntnis nimmt? Die Gefahr besteht. Doch welche Rolle spielen wir dann in einer solch großen Publikation? Sind wir nur ein Teil von vielen, sicherlich, aber welcher Teil? Und was wird aus unseren neuen und von allen gelobten Westfälischen Posaunenchor Nachrichten? Wollen wir die so einfach wieder "einstampfen"? Davon ist keiner begeistert. Aber vielleicht gelingt es ja, beides zu machen. Wir fragen mal, was das kostet und dann entscheidet Jörg. Gottesklang und das Jahr der Kirchenmusik mit all seinen Stärken und Schwächen 366+1, so lautete das Motto einer großen, ganz Deutschland umfassenden kirchenmusikalischen Reihe zum Thema Reformation und Kirchenmusik. Ein Band von kirchmusikalischen Veranstaltungen zog sich durch Städte und Regionen, Kirchen und Konzertsäle. Und auch unser Werk war mit einigen Veranstaltungen dabei, die zum Teil sehr gut besucht waren. Hier haben wir eine wichtige Rolle gespielt und konnten uns als einen wesentlichen Teil der kirchenmusikalischen Landschaft einbringen. Am 27. Oktober fand in Wittenberg eine vom EPiD - 6 -

7 veranstaltete zentrale Bläserfeierstunde zur Reformation statt. Auch einige unserer Bläser waren dabei und durften diese, wie Ulrich Dieckmann berichtete, tolle Veranstaltung mitgestalten. Sie weist hin auf den Posaunentag 2016 in Dresden und auf das Lutherjahr 2017, wo der Kirchentag in Berlin als Höhepunkt des Reformationsjubliläums angesehen werden muss. Gleichzeitig sollten vor allen Kirchen die Posaunenchöre der jeweiligen Gemeinden zeitgleich spielen. Das allerdings hat nicht so ge-klappt, wie es geplant war. Wer nun genau mitgemacht hat, weiß man nicht so ganz, und auch die Resonanz ist ziemlich untergegangen. Bei uns in Gelsenkirchen haben uns drei Frauenhilfsfrauen vor der Altstadtkirche die Treue gehalten. Eine Schwäche der Kommunikation oder einfach Desinteresse? Ein weiterer Höhepunkt in diesem Jahr war die Nacht der offenen Kirchen zu Pfingsten Viele Gemeinden haben mitgemacht und unser Werk war durch einige Posaunenchöre, die diese Nacht gestaltet haben, vertreten. Dabei war die Resonanz viel besser. Viele Menschen sind in dieser Nacht in die Kirchen gekommen und haben dort an den vielfältigen Programmen der Gemeinden teilgenommen. Kleine Konzerte, Turmblasen und vieles mehr haben sich die Posaunenchöre unseres Werkes einfallen lassen. Was nicht geklappt hat, war die Technik. Eine Onlineschaltung aus zwei zentralen Kirchen an alle Orte, die mitgemacht haben, kam nicht zustande, weil die Leitungen nicht in Ordnung waren, schade. Hier liegt die Schwäche im Detail der Technik. Auch das gibt es nur allzu oft. Zum Thema Reformation und Auftakt zur Reformationsdekade durften wir auf der diesjährigen Vertreterversammlung in Halle ein Highlight erleben. Dort begrüßte uns am Morgen im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde und abends in einer Bläservesper Herr Luther persönlich. Er referierte über die Bläsermusik in der Reformation und die Bedeutung des evangelischen Kirchenliedes. Für alle war das ein gelungener Einstieg in diese bis zum Jahr 2017 andauernde Zeit. Unter Leitung von Daniel Salinga wurde gut musiziert und Herr Luther gab dazu seine Kommentare ab. So war auch diese Vertreterversammlung wieder einmal eine gelungene Veranstaltung, wo sich das Posaunenwerk präsentieren konnte durch die Anzahl ihrer Mitglieder. Doch auch in diesem Jahr habe ich mich wiederholt gefragt, warum eigentlich immer die gleichen Gesichter zu sehen waren? Nicht, dass ich missverstanden werde: Ich habe mich sehr gefreut, die Bläserinnen und Bläser wiederzusehen, mit denen ich schon so oft musiziert habe, aber wo waren all die anderen, die ich noch nicht kennengelernt habe, und warum kommen die nicht zu so einer Veranstaltung? Woran liegt das? Eine Frage, die sich der Posaunenrat jedes Jahr und auch bei vielen anderen Veranstaltungen immer wieder stellt. Wo liegt da die Schwäche? Liegt sie bei uns - 7 -

8 oder im Angebot unseres Programms, liegt sie in der Scheu der Menschen, die noch nie eine Vertreterversammlung besucht haben oder einfach nur am Desinteresse? Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig, sagt Jesus dem verzweifelten Paulus in seiner Krankheit. Und so erfahren wir es durch die, die unermüdlich zu Bläserfesten und Seminaren, zu Vertreterversammlungen und Workshops kommen, um dort eine Gemeinschaft zu erleben, die sie sonst nicht finden und darüber hinaus neue und wichtige bläserische Erfahrungen machen. Und gleichzeitig stimmen wir dann in die Klage des Paulus ein und fragen uns, warum das so ist und warum man das so wenig ändern kann. Andererseits sind wir sicher, auf einem richtigen Weg zu sein, auch in diesem hinter uns liegenden Jahr 2012, das versichern uns immer wieder die, die dabei waren und die immer wieder kommen. Ich würde mich freuen, in diesem Jahr in Grundschöttel ganz viele neue Gesichter zu sehen. Zum Schluss: Personalien Nachdem im letzten Jahr Hartmut Schekatz von uns gegangen ist und wir von ihm Abschied nehmen mussten, stand nun die Frage an, wer seine Nachfolge antreten möchte. Das ist so ein Moment, der gefühlsmäßig viel zu früh liegt, weil man selber noch nicht loslassen kann und immer mit sich ringt, den einen gegen den anderen austauschen zu müssen. Aber nichts desto trotz mussten wir einen Nachfolger finden. Und dafür konnten wir Arthur Hader gewinnen. Arthur Hader ist uns bekannt gewesen von vielen Workshops und Seminaren, an denen er teilgenommen hat. Er hat sich besonders für die Jungbläserausbildung in einer veränderten schulischen Landschaft stark gemacht und hat uns, wie berichtet, sein Projekt Brassmission (siehe oben) auf der Klausurtagung in Bethel vorgestellt. Wir sind dankbar, dass er seine Mitarbeit im Posaunenrat zugesagt hat und haben ihn auf der Vertreterversammlung in Halle als Nachfolger für Hartmut Schekatz gewählt. Ein Schlusswort Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig, so hörte es Paulus in seiner Behinderung von seinem auferstandenen Herrn. Wir leben heute in einer Zeit, in der Schwäche gleichgesetzt wird mit nicht so wertvoll, so perfekt, so leistungsfähig und darum ist der Schwache immer der Loser. Wir haben als Posaunenwerk im letzten Jahr gezeigt, dass wir keine Loser sind, dass wir viel gearbeitet und getan haben, um auf die sich verändernde Gesellschaft und kirchliche Landschaft, in der wir tätig sind, zu reagieren. Und wir bleiben dabei am Ball. Und doch hat die Arbeit in sich gezeigt, dass wir immer wieder auf die Hilfe unseres Herrn angewiesen sind. Er muss zu all unserem Tun sein Amen sprechen. Nur dann kann gelingen, was gelingen muss. "Ohne dich, Herr, können wir nichts tun". Das bleibt auch in Zukunft unsere Devise. Das macht uns nicht zu - 8 -

9 "Schwächlingen", das macht uns zu Realisten, die wissen, wo Chancen und Grenzen des eigenen Könnens liegen. Aber wir wissen auch, dass all unsere Schritte gelenkt sind und wir in unserer Stärke und in unserer Schwachheit durch den mächtig werden, der der Herr der Welt ist. Euer Peter Gräwe Landesobmann - 9 -

10 JAHRESBERICHT DANIEL SALINGA - LANDESPOSAUNENWART Der hier vorliegende Bericht über meine Arbeit im Jahr 2012 ist in Bezug auf konkrete Daten und Zahlen ein sehr detaillierter. In meinem Jahresbericht 2009 habe ich angekündigt, im Abstand von einigen Jahren immer mal wieder auch statistische Details aufzulisten. Damit der Bericht trotzdem übersichtlich bleibt, habe ich versucht, vieles in Stichwortsätzen zu formulieren. Ich glaube, dass der Bericht dadurch zugänglicher und einfacher zu lesen ist. 1. Musik 1.1. In Westfalen Seminare und Lehrgänge Seminar für Posaunenchorleitung, Januar 2012 Vlotho, Jugendhof gemeinsames Seminar des Posaunenwerkes Westfalen, des Lippischen Posaunendienstes und des Posaunenwerkes Bremen ca. 65 Teilnehmer Mitarbeitende: KMD Tillmann Benfer, LPW Ulrich Dieckmann, LPW Reinhard Gramm, LPW Christian Kornmaul, LPW Daniel Salinga, Steffen Schiel, für Liturgik und Hymnologie: Martin Schubert Tagesseminar im Norden Westfalens, 21. Januar 2012 Mettingen, Gemeindehaus und Kirche ca. 50 Teilnehmer Leitung: LPW Ulrich Dieckmann, LPW Daniel Salinga Thema: Musik zur Reformation/Bearbeitungen von Liedern Martin Luthers (im Rahmen des Themenjahres Reformation und Musik ) Lehrgang für junge Bläserinnen und Bläser, 30. März 2. April 2012 Breckerfeld, Jugendherberge Glörsee ca. 70 Teilnehmer Mitarbeitende: LPW Daniel Salinga (Leitung), Adrian Büttemeier, Gundula Hubig, Klaus Külpmann, Stefan Külpmann, Hajo Nast, Helge Schneider, Linda Wolter, Kathrin Wörmann Vorbereitungstreffen mit dem Team am 12. Februar 2012 Da dieser Lehrgang in den vergangenen Jahren mit über 90 Kindern und Jugendlichen immer ausgebucht war, ist es verwunderlich, dass sich in diesem Jahr nur ca. 70 Kinder und Jugendliche angemeldet haben. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Einer ist sicherlich die Tatsache, dass die Osterferien gerne auch für Urlaubsreisen mit der Familie genutzt

11 werden. Ein anderer mag das Haus sein, in der dieser Lehrgang schon seit über 30 Jahren stattfindet. Von mehreren Jugendlichen aber auch von Eltern und Jungbläserausbildern wird mir zurückgespiegelt, dass viele potenzielle Teilnehmer sich nicht mehr zu dem Lehrgang in den Osterferien anmelden, weil der Komfort in der Jugendherberge mit 6- und 8-Bett- Zimmern und Duschen und WC auf den Fluren eher gering ist. Viele, die eigentlich Interesse an der Teilnehme an beiden Jungbläserlehrgängen haben, die das Posaunenwerk anbietet, verzichten aus diesem Grund auf den Lehrgang in den Osterferien und fahren lieber zu dem Jungbläserlehrgang in den Herbstferien, der im komfortableren Matthias- Claudius-Haus in Meschede stattfindet. Sollten sich diese Eindrücke bestätigen und die Teilnehmerzahlen auch beim Lehrgang in den Osterferien 2013 weiter zurück gehen, werde ich für diesen Lehrgang ein anderes Haus suchen. Tagesseminar im Ruhrgebiet, 21. April 2013 Bochum-Harpen, Gemeindehaus ca. 40 Teilnehmer Leitung: LPW Daniel Salinga Thema: Musik zur Reformation/Bearbeitungen von Liedern Martin Luthers (im Rahmen des Themenjahres Reformation und Musik ) Seminar für fortgeschrittene Bläserinnen und Bläser, Seminar für erwachsene Anfänger, 27. April 2. Mai 2012 Heek, Landesmusikakademie ca. 35 Teilnehmer in der Gruppe der Fortgeschrittenen ca. 10 Teilnehmer in der Gruppe der erwachsenen Anfänger bewährte Kombination der beiden unterschiedlichen Zielgruppen, Arbeit in verschiedenen Gruppen Leitung: LPW Ulrich Dieckmann, LPW Daniel Salinga (für die Gruppe der Fortgeschrittenen) Mitarbeitende: Hajo Nast, Andreas Wagener (für die Gruppe der erwachsenen Anfänger) Angebot von Einzelunterricht bei Guido Fröhlich, Ulrich Dieckmann und Jörg Segtrop Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars fand im Rahmen des Seminars ein Konzert des Blechbläserquartetts Classic Brass Ruhr statt, in dem die Mitarbeiter Hajo Nast, Jörg Segtrop und Andreas Wagener neben Klaus Hanusa spielen. Die Länge des Seminars von sechs Tagen (über das lange Wochenende über den 1. Mai) haben wir als Experiment verstanden und sind erfreut

12 über das große Interesse und die Teilnehmerzahl von insgesamt ca. 45 Personen. Sollte sich wieder einmal die Gelegenheit bieten, ein verlängertes Wochenende für dieses Seminar nutzen zu können, werden wir es in dieser Länge anbieten. Seminar für Posaunenchorleitung, Juli 2012 Nordwalde, Jugendbildungsstätte ca. 30 Teilnehmer Leitung: LPW Ulrich Dieckmann, LPW Daniel Salinga Mitarbeitende: Stephan Hillnhütter, Harald Sieger, für Hymnologie und Liturgik: Peter Gräwe Lehrgang für Jugendliche und junge Erwachsene (16-30 Jahre), 31. August 2. September 2012 Borchen, Stephanushaus ca. 25 Teilnehmer Leitung: LPW Ulrich Dieckmann, LPW Daniel Salinga Mitarbeitende: Hajo Nast, Linda Wolter erfreuliche Teilnehmerzahl in dieser Altersgruppe Seminar für Jungbläserausbildung, 10. November 2012 Der geplante Seminartag zum Thema Anfängerausbildung musste aufgrund von zu wenigen Anmeldungen ausfallen. In vielen Gesprächen werden wir dazu aufgefordert ein Fortbildungsangebot für diejenigen vorzuhalten, die sich um die Ausbildung der Anfänger in den Posaunenchören kümmern. Vielen scheint also bewusst zu sein, dass die Fortbildung der Ausbilder und damit die Qualität der Ausbildung ein wichtiges Thema für die Zukunft der Posaunenchöre ist. Dennoch stellen wir fest, dass das konkrete Interesse, an einem solchen Fortbildungsangebot teilzunehmen, faktisch nicht besteht. Wir werden in Zukunft versuchen, die Seminartage zu dem Thema Jungbläserausbildung thematisch noch interessanter und ansprechender aufzubereiten. Mitarbeiterwochenende, November 2012 Borchen, Stephanushaus Fortbildung für die Mitarbeitenden bei den Jungbläserlehrgängen 13 Teilnehmer Referent: Olaf Pyras, Schlagzeuger, Musikpädagoge

13 Themen: Spielen auf Percussion-Instrumenten in verschiedenen Stilen, Einbinden solcher Instrumente in unsere Posaunenchor-Musik, gemeinsames Musizieren Viele Beratungen über Planung, Durchführung und Fortentwicklung unserer Jungbläserlehrgänge Chorleitungsprüfungen: Am 24. Mai 2012 und am 2. November 2012 Friederike Beckmann, Björn Kunert, Jana Kupke, Thomas Vossmann und Dominik Zingler haben den Befähigungsnachweis für Posaunenchorleitung erhalten Herzlichen Glückwunsch! Westfälischer Bläsertag und Vertreterversammlung 12. Mai 2012 Halle Bläserworkshop o Zum Thema Reformation und Musik o Leitung: LPW Ulrich Dieckmann, LPW Daniel Salinga o ca. 70 Teilnehmer Referat o Thema: Frau Musica Luther und die Musik o Gastreferent: Pfarrer Edgar Born (Hamm) als Martin Luther Vertreterversammlung o nur ca. 25 Chorvertreter anwesend o Nachwahl eines Mitgliedes des Landesposaunenrates: Arthur Harder Bläservesper o Mit allen Teilnehmern am Bläserworkshop o Predigt: Pfarrer Born Westfälischer Kirchenmusiktag Am 30. September 2012 fand unter dem Motto Oberstimmen irdisch und schon himmlisch ein Westfälischer Kirchenmusiktag in Soest statt. Der Tag war ein Dankeschön der Landeskirche für alle haupt-, neben- und ehrenamtlich in der westfälischen Kirchenmusik Tätigen. Den über 200 Teilnehmenden wurden verschiedene Workshops für Chor, Orgel und Bläser angeboten. Gemeinsam mit Ulrich Dieckmann leitete ich den Bläserworkshop. Ca. 45 Bläserinnen und Bläser haben den Workshop besucht. Der Tag endete mit einem gemeinsamen musikalischen Gottesdienst in der Soester Wiesenkirche und einem

14 anschließenden Empfang. Auch bei der Vor- und Nachbereitung sowie bei der Erstellung eines Werkheftes habe ich mitgewirkt Bläser auf dem Gospelkirchentag Auf Initiative von Martin Barthelwort von der Creativen Kirche in Witten und mir gab es im Rahmen des Gospelkirchentages in Dortmund, der vom Juni 2012 stattfand, auch einen Workshop für Posaunenchöre. Gemeinsam mit Helmut Jost und dem Kollegen Klaus-Peter Diehl vom CVJM-Westbund leitete ich diesen Workshop. Wir erarbeiteten die Bläserparts der Gospelmesse Come into his presence von Helmut Jost. Beim Schlussgottesdienst des Gospelkirchentages in der Dortmunder Westfalenhalle wirkten die Bläserinnen und Bläser mit. An einigen Stellen war die Beteiligung der Bläserinnen und Bläser sicherlich noch verbesserungsfähig, aber die Idee des Brückenschlages von Posaunenchören zu Gospelchören war und ist eine erstrebenswerte Beteiligung am westfälischen Kindergottesdiensttag Am 3. Juni 2012 fand in Unna der westfälische Kindergottesdiensttag unter dem Motto was für Kinder statt. Das Posaunenwerk ist gebeten worden, einen Workshop in diesem Rahmen anzubieten. Gemeinsam mit dem Landesobmann des Posaunenwerkes Peter Gräwe erarbeitete ich zu dem Thema Posaunenchöre schon immer was für Kinder ein Konzept für einen Workshop, bei dem für jeden Interessierten die Gelegenheit bestehen sollte, einmal in die Rolle eines Jungbläsers zu schlüpfen und die ersten Töne auf dem Instrument zu versuchen. Zu den Workshops, die einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag stattfinden sollten, meldeten sich allerdings nur 2 Teilnehmende an, so dass der Workshop am Nachmittag ausfiel. Die Idee war, eine Zusammenarbeit zwischen Kindergottesdienst und Posaunenchören anzustoßen. Anscheinend besteht zum jetzigen Zeitpunkt von Seiten derjenigen, die die Kindergottesdienste gestalten und das waren ja die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Kindergottesdiensttag kein Bedarf für diese angedachte Zusammenarbeit. Sicherlich bietet dieses Feld interessante Ansatzpunkte für die Zukunft In den Kirchenkreisen Kreisbläsertage und Kreisproben In neun Kirchenkreisen haben Kreisbläsergottesdienste und dazugehörige Kreisbläserproben stattgefunden. Die Beteiligung daran war sehr unterschiedlich. 18. März 2012, Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten o Gladbeck-Zweckel, St. Stephanie Kirche o Proben: 1. und 23. Februar, 13. März 2012 o Thema: Reformation und Musik

15 o ca. 20 Bläserinnen und Bläser o wenige Posaunenchöre im Kirchenkreis. Über eine Zusammenarbeit mit Nachbarkirchenkreisen wird nachzudenken sein. 25. März 2012, Kirchenkreis Dortmund o Dortmund-Mitte, Nicolai-Kirche o zum 90jährigen Jubiläum des Posaunenchores Dortmund St. Petri Nikolai o Proben: 1. und 20. März 2012 o Thema: Reformation und Musik o ca Bläserinnen und Bläser o Im Verhältnis zu den vielen aktiven Posaunenchören in Dortmund, haben sich wenige beteiligt. 17. Juni 2012, Kirchenkreis Recklinghausen o Haltern, Erlöserkirche o Proben: 24. April und 16. Juni 2012 (ganztägig) o ca. 40 Bläserinnen und Bläser o Im Verhältnis zu den vergleichsweise wenigen Posaunenchören im Kirchenkreis Recklinghausen war die Beteiligung zufriedenstellend. 24. Juni 2012, Kirchenkreis Münster o Greven-Reckenfeld, Erlöserkirche o zum 50jährigen Jubiläum des Posaunenchores Reckenfeld o Proben: 21. März, 23. Mai und 20. Juni 2012 o ca Bläserinnen und Bläser 1. Juli 2012, Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken o Burgsteinfurt, Große Kirche o Proben: 30. Mai und 29. Juni 2012 o ca Bläserinnen und Bläser o sehr schwache Beteiligung an manchen Proben 23. September 2012, Kirchenkreis Bochum o Bochum-Hiltrop, Christuskirche o Proben: 13. Juni, 29. August und 18. September 2012 o Thema: Reformation und Musik o ca Bläserinnen und Bläser o für Bochumer Verhältnisse sehr wenig Beteiligte 28. September 2012, Kirchenkreis Hattingen-Witten o Ruhr, MS Schwalbe o Probe: 5. September 2012 o ca. 50 Bläserinnen und Bläser o Posaunenchorleiter, Kreisobmann und Landesposaunenwart hatten in der Vergangenheit gemeinsam festgestellt, dass das Interesse an Kreisbläserproben und Kreisbläsergottesdiensten von Seiten der

16 Bläserinnen und Bläser offensichtlich weniger wird. In diesem Zusammenhang kam die Idee auf, im Jahr der Kirchenmusik mal keinen gemeinsamen Bläsergottesdienst zu gestalten, sondern mit einer gemeinsamen Unternehmung ein Wir-Gefühl neu aufleben zu lassen. Dabei fiel die Wahl auf eine gemeinsame Schiffsfahrt auf der Ruhr mit zwei Haltepunkten, an denen jeweils ein kleines Platzkonzert stattfand. Der Kirchenkreis beteiligte sich an der Finanzierung, so dass auch für die Verpflegung während der Fahrt gesorgt war und sich wirklich ein Tag mit vielen Kontakten und Gesprächen untereinander entwickelte. 28. Oktober 2012, Kirchenkreis Unna o Unna-Königsborn, Paul-Gerhardt-Kirche o Proben: 3. und 25. September und 24. Oktober 2012 o Thema: Reformation und Musik o ca Bläserinnen und Bläser o Im Verhältnis zu den vielen aktiven Posaunenchören im Kirchenkreis Unna war die Beteiligung schwach. 4. November 2012, Kirchenkreis Tecklenburg o Lengerich, Stadtkirche o mit Superintendent André Ost o Proben: 28. August, 4. und 30. Oktober 2012 o Thema: Reformation und Musik o ca Bläserinnen und Bläser o Sowohl der Besuch der Proben als auch die Beteiligung am Gottesdienst lassen bei den Posaunenchören im Kirchenkreis Tecklenburg auf ein großes Interesse an Kreisbläserveranstaltungen schließen. 23. April 2012, Kirchenkreis Wittgenstein o einmal im Jahr bin ich zu einer Kreisprobe im Kirchenkreis Wittgenstein eingeladen o nachmittags Jungbläserprobe o abends Kreisbläserprobe 23. Oktober 2012, Kirchenkreis Herne o offene Kreisprobe für Posaunenchöre des Kirchenkreises o ca. 20 Bläserinnen und Bläser Chorleiterfortbildung Unser Angebot, Chorleiterfortbildung in Form von mehreren Abendveranstaltungen durchzuführen, erweiterten wir in diesem Jahr noch um ein paar Termine. Holzwickede, Gemeindehaus

17 insgesamt 7 Termine, LPW Ulrich Dieckmann (30.01., , ) und LPW Daniel Salinga (27.02., , , ) im Wechsel Beteiligung der Chorleiterinnen und Chorleiter zunehmend schwächer Die Abende waren für die Anwesenden aber immer sehr gewinnbringend, wurde uns zurück gemeldet. Wegen der zuletzt geringen Beteiligung und nachdem dieses Angebot nun in drei aufeinanderfolgenden Jahren in Holzwickede bestanden hat, werden wir in 2013 einige solcher Abende zur Chorleiterfortbildung in Ostwestfalen anbieten Sommerproben Nach wie vor erfreuen sich die sogenannten Sommerproben, die in den Sommerferien an verschiedenen Stellen in Westfalen stattfinden, großer Beliebtheit. Ich habe drei dieser Sommerproben gestaltet. In Gütersloh war es in diesem Jahr auch meine Aufgabe, den Posaunenchor beim Abschlussgottesdienst zu leiten. 19. Juli 2012, Grundschöttel 16. August 2012, Westerenger 17. August 2012, Gütersloh 18. August 2012, Abschlussgottesdienst Gütersloher Bläsersommer Verschiedenes Vom Februar 2012 habe ich als Mitarbeiter bei einem Jungbläserwochenende des CVJM-Kreisverbandes Lüdenscheid mitgewirkt. An diesem Wochenende nehmen immer auch Jungbläser aus Posaunenchören teil, die dem Posaunenwerk angehören In den Kirchengemeinden Chorbesuche bei Proben oder zu besonderen Anlässen Zu unterschiedlichen Gelegenheiten und mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen besuchte ich einige einzelne Posaunenchöre. Bläsergottesdienst zum 50jährigen Jubiläum des Posaunenchores Zurstraße am 12. Februar 2012 o Proben: 30. Januar und 6. Februar 2012 Bläsergottesdienst zum 125jährigen Jubiläum des Posaunenchores Krombach am 6. Mai 2012 o Probentag: 5. Mai 2012 Probenbesuch beim Posaunenchor Mettingen am 15. Mai 2012 o mit Jungbläserstunde Jungbläserwerbetag beim Posaunenchor Ladbergen am 21. Mai 2012 o mit Elternnachmittag am 31. Mai

18 Probenbesuch beim Bläserkreis Dortmund-Reinoldi am 18. Juni 2012 Lauter Luther, Mitwirkung mit einigen Bläserinnen und Bläsern bei einer Revue zu Liedern der Reformationszeit am 27. September 2012 im Schloss Horst in Gelsenkirchen (Leitung: Kreiskantor Andreas Fröhling) Konzert zum 60jährigen Jubiläum des Bläserkreises Höntrop am 29. September Verschiedenes Musikalisches Zu verschiedenen Anlässen hatte ich auch in diesem Jahr wieder Gelegenheit entweder mit einem kleinen Bläserensemble oder solistisch mit Orgelbegleitung tätig zu werden: Bläserbegleitung des Gottesdienstes im Rahmen der Epiphanias-Konferenz des Perthes-Werkes, 10. Januar 2012 in Kamen Bläserbegleitung des Fernsehgottesdienstes zur Einführung von Präses Annette Kurschus mit Bläserinnen und Bläsern der Posaunenmission Bethel am 4. März 2012 in der Zionskirche in Bielefeld-Bethel. Für das Fernsehen gab es dazu eine lange Durchlaufprobe am 3. März Bläserbegleitung des Gottesdienstes zur Einführung des Superintendenten im Kirchenkreis Gladbeck-Bottrop-Dorsten Dietmar Chudaska am 11. Mai 2012 in Gladbeck Musik für Trompete und Orgel/Klavier beim Gottesdienst und Empfang zur Verabschiedung von Gerd Kerl als Leiter des Instituts für Aus-, Fort- und Weiterbildung in Villigst am 17. Dezember Eigene Fortbildung Studientagung An der Studientagung der AG der Posaunenwartinnen und Posaunenwarte im EPiD, die vom November 2012 in der Nähe von Stuttgart stattfand, nahm ich teil. Themen und Referenten waren Senioren im Posaunenchor Maria Höfflin Chormusik für Posaunenchöre Prof. Frieder Bernius Neue Wege der Musikvermittlung Prof. Dr. Joachim Thalmann 2. Administration Der Teil meiner Arbeit, der in Gremien und Ausschüssen des Posaunenwerkes, der EKvW und des EPiD und in Vorbereitung darauf am heimischen Schreibtisch stattfindet, hat im Jahr 2012 erheblich zugenommen Im Posaunenwerk Geschäftsführung des Posaunenwerkes Auch im Jahr 2012 war ich turnusgemäß Geschäftsführer des Posaunenwerkes. Für die alltäglichen Aufgaben in dieser Funktion findet ein nahezu täglicher

19 Telefonkontakt zwischen mir und den Mitarbeitenden der Geschäftsstelle Ina Neumann und Hans-Georg Trommer statt. Außerdem war ich ausgenommen die Ferienzeiten ca. zweimal monatlich in der Geschäftsstelle in Bielefeld. Unser größtes Projekt im Jahr 2012 war der Relaunch unseres Internetauftrittes. Damit verbunden waren einige Besprechungen und Termine: Entwicklungsworkshop mit einem Mitarbeiter der Agentur Die guten Botschafter am 13. Juni 2012 in der Geschäftsstelle in Bielefeld Einführungsworkshop in das Content Management System TYPO3 am 19. Juli 2012 in der Geschäftsstelle in Bielefeld ein Termin mit einem Rechtsanwalt zur Prüfung der Inhalte der Homepage, zur Erstellung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen und einer Datenschutzerklärung und zur Beratung zum Thema Urheberrechte im Internet in allen Facetten am 15. September 2012 im Bonn ausgiebige Beratungen mit Ina Neumann, die mit mir gemeinsam für die Pflege der Inhalte der Homepage verantwortlich ist. Mit der neuen Website sind wir nun zeitgemäß im Medium Internet vertreten. Besonderheiten, die es auf unserer Internetseite zu finden gibt und die uns wichtig sind, sind folgende: die Möglichkeit für Posaunenchöre, eigene Termine und Veranstaltungen in einen Veranstaltungskalender einzutragen die Möglichkeit für Ulrich Dieckmann und mich, unsere regionalen Termine zu veröffentlichen und Downloads wie beispielsweise Literaturlisten oder Gottesdienstprogramme bereitzustellen die Möglichkeit für Bläserinnen und Bläser, sich zu allen Seminaren und Lehrgängen online anzumelden eine Landkarte, in die sich alle westfälischen Posaunenchöre, die dem Posaunenwerk angehören mit ihren jeweiligen Kontaktdaten eintragen können dazu selbstverständlich Dinge wie Kontaktdaten von Landesposaunenwarten, Landesobleuten und Geschäftsstelle, Arbeitshilfen und Informationsmaterial, die Geschichte des Posaunenwerkes und aktuelle Berichte über Veranstaltungen für und mit Bläserinnen und Bläsern ein Onlineshop, über den alle Noten, CDs und Bläserzubehör beim Posaunenwerk bestellt werden können. Dieser Onlineshop wird allerdings erst im Frühjahr 2013 fertiggestellt und online sein. Seit Oktober ist unsere neue Homepage nun online und die Rückmeldungen dazu aus der Bläserschaft sind durchweg positiv. Auch die Zusammenarbeit mit der Agentur Die guten Botschafter, die die Seite mit und für uns entwickelt haben,

20 war sehr angenehm und zielführend. Nicht zuletzt möchte ich hervorheben, dass der Kollektenausschuss der Landeskirche dem Posaunenwerk für die Erstellung des neuen Internetauftrittes einen großzügigen Zuschuss aus der Kantate-Kollekte gewährt hat. Ein weiterer obligatorischer Termin als Geschäftsführer des Posaunenwerks: die Kassenprüfung am 22. März 2012 in der Geschäftsstelle in Bielefeld. Dank an die Kassenprüfenden Almut Hesse (ehemalige Mitarbeiterin des Rechnungsprüfungsamtes der Stadt Dortmund) und Hans-Werner Schulz (ehemaliger Leiter des Rechnungsprüfungsamtes der westfälischen Landeskirche), die uns eine einwandfreie Führung unserer Geschäfte bestätigen konnten Landesposaunenrat und Leitungskreis Der Landesposaunenrat traf sich zu fünf Sitzungen im Jahr 2012, davon eine zweitägige Klausurtagung. Die Sitzungen wurden jeweils in einer Besprechung des Leitungskreises vorbereitet: 7. Februar 2012 Sondersitzung zu westfälischen Anträgen an den EPiD- Posaunenrat März 2012 Klausurtagung des Landesposaunenrates im Lindenhof in Bielefeld, bei der es Schwerpunktmäßig um Entscheidungen für die neue Homepage, um das Thema Posaunenchöre an Schulen und um den Verein zur Förderung der Bläserarbeit in Westfalen ging 14. Juni 2012 Sitzung des Landesposaunenrates 19. September 2012 Sitzung des Landesposaunenrates 19. November 2012 Sitzung des Landesposaunenrates bei den Sitzungen im Juni, September und November ging es unter anderem um folgende Themen: o Haushalt 2011 und 2012 o Homepage o Förderverein o Planung und Nachbereitungen von Veranstaltungen und Projekten - Westfälischer Bläsertag - westfälischer Kirchenmusiktag - Bläserworkshop auf dem Gospelkirchentag - Beteiligung beim westfälischen Kindergottesdiensttag o eine eventuelle Beteiligung des Posaunenwerkes an einer gemeinsamen westfälischen Kirchenmusikzeitschrift o die Entwicklung der Teilnehmerzahlen bei einigen Seminaren und Lehrgängen und Bläserveranstaltungen auf Ebene der Kirchenkreise

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