Nahostkonflikt Israel Palästina

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1 Nahostkonflikt Israel Palästina Ein geistlich-religiöser Konflikt zwischen Ismael und Isaak 1. Historie 1. Palästina Ende des 1. Weltkriegs besetzten die Briten das damals Palästina genannte Gebiet, dass bis dahin Teil des Osmanischen Reiches war. Am 2. November 1917 schrieb der britische Außenminister Balfour in einem Brief, der sogenannten Belfour-Erklärung an die zionistische Bewegung (Baron Lionel W. Rothschild), die Errichtung einer nationalen Heimstätte für die Juden in Palästina zu fördern. Am unterzeichneten im Pariser Vorort Sèvre die Siegermächte des 1.Weltkriegs und der osmanische Sultan Muhammad VI. einen Friedensvertrag. Darin verzichtet das Osmanische Reich auf alle Gebiete außerhalb Kleinasiens: Palästina und Mesopotamien (Irak) gehen an Großbritannien, Syrien und der Libanon an Frankreich, Armeniern und Kurden wird das Recht auf Unabhängigkeit zugebilligt. 1

2 2. Palästina im Jahre 1922 trennten die Briten 77% des Landes von Palästina ab. Sie nannten es Transjordanien und gaben es einem kriegerischen Emir, wodurch eine autonome Region für palästinensische Araber geschaffen wurde (Namensänderung 1950: Jordanien). Juden wurde nicht gestattet, in diesem Gebiet ansässig zu sein. Aus Nachgiebigkeit zu den Arabern unterwarfen die Briten die jüdische Einwanderung in den verbliebenen 23% Palästinas äußersten Restriktionen. Als während des zweiten Weltkrieges Millionen Juden der Verfolgung durch die Nazis zu entfliehen versuchten, verschloss Großbritannien den jüdischen Flüchtlingen die Tür nach Palästina. Nachdem es der Mandatsmacht Großbritannien nicht gelungen war, eine sowohl für den jüdischen als auch den arabischen Bevölkerungsteil annehmbare Lösung zu finden, nahmen sich nach dem 2. Weltkrieg die neugegründeten Vereinten Nationen (UNO) als Nachfolger des Völkerbundes der Frage der politischen Zukunft des brititischen Mandatsgebiets an. Zum 25. Mai 1946 verließen die Briten Transjordanien und gaben Jordanien seine volle Unabhängigkeit. Am 29. November 1947 wurde der UN- Teilungsplan für Palästina, der den arabischjüdischen Konflikt auf dem Gebiet des Britischen Mandats Palästina lösen sollte, von der UN-Vollversammlung angenommen. Der Plan teilte das Gebiet in einen jüdischen und einen palästinensischen Staat und sah vor, den Großraum Jerusalem (einschließlich Betlehems) unter internationale Kontrolle zu stellen. Die meisten Juden akzeptierten den Plan, die arabischen Führer lehnten den Plan ab. 2

3 3. Israel In der Folgezeit kam es im Mandatsgebiet zu zahlreichen Überfällen und Anschlägen durch irreguläre jüdische und arabische Kräfte. Einen Tag nach der Ausrufung des Staates Israel am 14. Mai 1948, am Tag des Auslaufens des britischen Mandats, erklärte die Arabische Liga Israel den Krieg. Jordanien fiel in Samaria und Judäa (die sogenannte Westbank ) ein und annektierte diese, dazu halb Jerusalem. Ägypten besetzte den Gazastreifen. In den 19 Jahren jordanischer Besetzung zerstörten die Araber im Osten Jerusalems 34 der 35 Synagogen und schändeten von Gräbern auf dem Ölberg. Am 20. Juli 1949 wurde ein Waffenstillstand geschlossen. Israel besaß nun statt der im UNO-Teilungsplan vorgesehenen 56,4 % Palästinas 77,4 % des Territoriums einschließlich Neu-Jerusalem im Westen der Stadt. 4. Israel 1967 bis heute Im Juni 1967 kam Israel einem unmittelbar bevorstehenden Angriff von Ägypten und Syrien zuvor. Israel eroberte im Sechs-Tage- Krieg die Sinai-Halbinsel (später zurückgegeben) und die Golanhöhen, von denen aus die Syrer jahrelang Städte und Siedlungen der jüdischen Zivilbevölkerung beschossen hatten. Trotz Israels Warnungen an Jordanien, sich aus dem Krieg herauszuhalten, griff Jordanien an. Israel gewann Samaria und Judäa und Ost- Jerusalem zurück. Die Hauptstadt, die vor der Besetzung durch Jordanien nie geteilt war, wurde wieder vereinigt. 3

4 Mit dem UN-Beschluss der Teilung des bisher britischen Palästina in einen arabischen und einen israelischen Staat ( ) begannen die Unruhen zwischen Arabern und Juden. 33 Länder stimmten dafür, 13 dagegen, 10 Länder enthielten sich. Widerstand kam vor allem von den Engländern und den arabischen Staaten. UN-Teilungsplan Palästinas - Der Beginn des Der Teilungsbeschluss legte unter anderem fest, dass bis zum 1. Oktober 1948 eine verfassungsgebende Versammlung gewählt werden müsse. Jerusalem sollte unter internationale Verwaltung gestellt werden. Die "Jewish Agency", die jüdischen Vertreter bei den britischen Behörden, stimmten dem Plan zu, das palästinensische "Hohe Arabische Komitee" lehnte ab. Bis heute klagen die Palästinenser, dass damals über die Köpfe der Bevölkerung hinweg entschieden worden sei. Trotz der jüdischen Einwanderungswellen war die arabische Bevölkerung deutlich in der Mehrheit. Die Briten hatten geschwächt durch den 2. Weltkrieg und nicht endende Sabotageakte jüdischer und arabischer Extremisten Konflikts Palästina-Teilungsplan der Vereinten Nationen von Quelle: Wikipedia.de Copyright: GFDL derivative work created by JamesDay die Verantwortung an die Vereinten Nationen abgegeben und wollten sich endgültig am 15. Mai 1948 aus dem Land zurückziehen. Eine unabhängige Sonderkommission hatte den Beschluss vom 29. November vorbereitet. Doch schon damals prallten die Gegensätze aufeinander. Die zionistische Bewegung auf der einen Seite, die angeregt durch ihren Vordenker Theodor Herzl und unter dem Eindruck des Holocaust einen jüdischen Staat anstrebte. Auf der anderen Seite ein arabischer Nationalismus, der das Osmanische Reich im Nahen Osten in die Knie gezwungen hatte und nun auch keinen eigenen Judenstaat wollte. Obwohl die Briten den UN-Plan nicht unterstützten, waren sie es aus strategischen Gründen gewesen, die durch die "Balfour-Deklaration" von benannt nach dem britischen Außenminister Lord Arthur Balfour - den Juden Hoffnungen auf einen eigene Staat gemacht hatten. "Seiner Majestät Regierung betrachtet mit Wohlwollen die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk und wird die größten Anstrengungen machen, um die Errichtung dieses Ziels zu erleichtern." 4

5 Krieg - Die arabischen Nachbarn wollen Israelis ins Meer jagen Der UN-Teilungsbeschluss war der Auftakt für eine Kette von Kriegen zwischen Juden und Palästinensern, die bis heute anhalten. Bereits im Herbst des Jahres 1947 brachen erste Unruhen aus. Die Palästinenser riefen zum Generalstreik auf und forderten eine Revision des UN- Teilungsplans. Infolge dessen kam es in den Städten mit gemischt arabisch-jüdischer Bevölkerung fast täglich zu Anschlägen. Im Mai 1948 griffen nach der Unabhängigkeitserklärung durch David Ben Gurion die Truppen Libanons, Syriens, Jordaniens, Iraks und Ägyptens von drei Seiten aus Israel gemeinsam an. Trotz der militärischen Überlegenheit und personellen Überzahl gelang es den Angreifern jedoch nicht, Israel militärisch zu besiegen. Ein Grund dafür lag unter anderem in der politischen Zerrissenheit der anti-israelischen Koalition. Ein weiterer Grund war der Überlebenswille und der Mut der Verzweiflung bei den israelischen Truppen. Nach Anfangserfolgen der arabischen Truppen gelang es Israel im Juni 1948, eine neue Verbindung nach Jerusalem herzustellen. Eine Feuerpause ab dem 11. Juni 1948, von dem UN- Bevollmächtigten Graf Bernadotte durchgesetzt, nutzten beide Seiten, um ihre militärischen Reserven aufzufrischen. Im Oktober 1948 brach Ägypten den Waffenstillstand. Als direkte Folge eroberte Israel den Negev. Auch im Norden war Israels Armee erfolgreich und drängte die arabischen Streitkräfte hinter die libanesische Grenze zurück. Israels Unabhängig-keitskrieg endete formell am 7. Januar Der Schuss geht für die arabischen Staaten "nach hinten los" Israel war es gelungen, aus eigener Kraft zu überleben und zudem noch Gebiete hinzu zu gewinnen. Israel besaß nun statt der im UN-Teilungsplan vorgesehenen 56,4 Prozent Palästinas 77,4 Prozent des Territoriums einschließlich Neu-Jerusalem im Westen der Stadt. Eindeutige Verlierer waren die Palästinenser, denn den ihnen von den Vereinten Nationen zugesprochenen Staat, bestehend aus Westjordanland und Ostjerusalem, hatte sich der transjordanische König Abdallah einverleibt. Damit hatten die Palästinenser nicht nur den ihnen zugesprochenen Staat verloren, sondern mehr als Palästinenser wurden zu Flüchtlingen. Für sie war es schlicht DIE Katastrophe, bis heute "al-nakba" genannt. Palästinenser - vertrieben oder geflohen? Ob die Menschen damals vertrieben wurden oder geflohen sind, darüber wird bis heute gestritten. Beide Seiten haben ihre eigene Sicht. Doch es ist unwahrscheinlich, dass die bis heute zumeist in Flüchtlingslagern lebenden Zeitzeugen und Nachkommen auch im Falle eines eigenen Palästinenserstaates zurückkehren werden. An dieser Frage waren auch die Friedensbemühungen zwischen Barak und Arafat gescheitert. Gibt es einen Ausweg? Letztendlich geht der Konflikt bis auf die Rivalität der Söhne Abrahams, Isaak und Ismael zurück. Es ist deshalb nicht nur ein politischer, sondern auch ein geistlich-religiöser Konflikt, in dem die Christen eine Brücken- und eine Vermittlerposition einnehmen können. Seien es Christen von außen, die palästinensischen Christen oder auch die messianischen Juden. Es geht um das Land ihres Erlösers, der seine Jünger auch zu Friedensstiftern beauftragt hat. 5

6 Die Wahrheit über den Friedensprozess Die Wahrheit über das Westjordanland Prüfe selbst! JERUSALEM (inn) - Nach dem Erfolg seines Videos "Die Wahrheit über das Westjordanland" hat der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ajalon am Dienstag einen zweiten Clip auf "YouTube" veröffentlicht. Darin erklärt er persönlich "Die Wahrheit über den Friedensprozess". Zunächst räumt Ajalon mit der verbreiteten Meinung auf, Israels Präsenz im Westjordanland sei das Hindernis für den Frieden. "Wenn Israels Präsenz die Ursache für den Konflikt ist, dann folgt daraus, dass es vor 1967 keinen Konflikt gegeben hat, weil Israel da nicht im Westjordanland war, richtig?", fragt Ajalon. Dann erklärt er die Fakten zur Geschichte und beginnt mit der Gründung der "Palästinensischen Befreiungsorganisation" (PLO). Der Minister betont, dass diese im Jahr 1964 gebildet wurde, also zu einer Zeit, in der das Westjordanland in arabischer Hand war. "Welches Palästina wollten Sie also befreien?" Ajalon weist in dem Clip ausführlich darauf hin, welche Angebote Israel den Palästinensern in den vergangenen Jahrzehnten angeboten hat und wie die Palästinenser diese immer wieder abgelehnt haben. Das englischsprachige Video findet sich auf " YouTube". Es soll bald auch mit Untertiteln auf Deutsch, Arabisch, Französisch und Russisch zur Verfügung stehen. Laut Ajalons Büro soll es "in Hunderten Schulen und Bildungszentren weltweit als Teil ihres Lehrplanes zum israelischpalästinensischen Konflikt" gezeigt werden. Das Büro hatte im Juli mitgeteilt, Israel wolle der Weltöffentlichkeit mehr Fakten über seine Geschichte und Rechte nahe bringen. Erster Schritt dazu war das "You-Tube"-Video "Die Wahrheit über das Westjordanland" ( Israelnetz berichtete). Von: D. Nowak 6

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