Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren

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1 6 Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren 315 Optimierung der Wertschöpfungskette durch Supply Chain Management (SCM) 315 Customer-Relationship-Management (CRM) 316 Just-in-time-Belieferung 316 Eigenlagerung oder Fremdlagerung? 317 Warenannahme 318 Lagerhaltung 319 Lagerbestandsgrößen 320 Aufgaben der Lagerverwaltung 320 Grundsätze der Lagerverwaltung 321 Lagerarten 322 Lager- und Transportsicherheit 323 Unfallverhütung amarbeitsplatz 325 Warenpflege 326 Kommissionierung 328 Lagercontrolling 329 Rechtliche Grundlagen des Lagergeschäfts 330 Rechtliche Grundlagen des Frachtgeschäfts 334 Sachgerechte Auswahl von Transportmitteln 335 Zolllager 340 Verfrachter und Combined Transport Operator (CTO) 340 Containerverkehr 345 Außenhandelsrisiken 345 Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland 346 Risikopolitik 346 Versicherungen von Auslandsrisiken 347 Transportversicherung 351 Erfüllungsverpflichtung beim Dokumentengeschäft 352 Berechnungsgrundlagen

2 Protokoll Optimierung der Wertschöpfungskette durch Supply Chain Management (SCM) Minutes Begriff Optimalization of the supply chain by SCM Bei SCM (supply chain: Lieferkette, Wertschöpfungskette) handelt es sich um ein Managementkonzept,das die Optimierung der gesamten Wertschöpfungskette zwischen den Lieferanten, Logistikdienstleistern und den betreffenden Unternehmen durch Abstimmung des Geld-, Informationsund Materialflusses u. U. bis hin zum Kunden zum Inhalt hat. Gerade in Zeiten, in denen ergänzende Wertschöpfungsprozesse zunehmend in andere Unternehmen ausgelagert werden, ist es umso wichtiger, eng mit den Zulieferern zusammenzuarbeiten. Um den Kundennutzen zu erhöhen und die eingesetzten Ressourcen effektiv zu nutzen (z. B. durch Minimierung der Bestände in der gesamten Lieferkette), wird innerhalb der Wertschöpfungskette mit spezieller SCM-Software gearbeitet. Der Zugriff auf die Daten der Geschäftspartner innerhalb der Wertschöpfungskette ist jeweils benutzerdefiniert geschützt. Das gegenseitige Vertrauen der beteiligten Unternehmen wird durch die Abstimmung eingesetzter Qualitätsmanagementsysteme z.b.durch die Nutzung des Total Quality Managements (TQM) erhöht. TQM umfasst nicht nur die Steigerung der Produktqualität, vielmehr werden alle Leistungen eines Unternehmens einer Qualitätsanalyse und schließlich -zertifizierung unterworfen. Die Philosophie des Supply Chain Managements stellt die Anforderungen des Kunden an das Produkt bzw. die Unternehmensleistungen in den Vordergrund bei der Gestaltung der Wertschöpfungskette: Anforderungen des Endverbrauchers (Kunden) Prozessbeteiligte innerhalb der Wertschöpfungskette A: Absatz, L: Lager, P: Produktion, B: Beschaffung Informationsfluss Geldfluss Warenfluss Ziele A L B A L B Einzelhandelsunternehmen Großhandelsunternehmen Industrieunternehmen A L P B Mithilfe einer speziellen SCM-Software sollen folgende Ziele im Großhandelsunternehmen erreicht werden: Kostensenkung im Beschaffungs-, Lager-, und Distributionsbereich durchschnelleverfügbarkeit relevanter Entscheidungsdaten, Verringerung von Lagerbeständen und Beschleunigung von Durchlaufzeiten Zeitersparnis durchoptimierung vonentscheidungsprozessen.zum Beispiel kanndas Unternehmen flexibler auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren. Customer-Relationship-Management (CRM) Unternehmen der Urproduktion A L P B Verbesserung der Kundenorientierung durch genauere Prognose von Entwicklungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Zum Beispiel können Kundenwünsche umgehend an Lieferanten und Logistikdienstleister weitergeleitet werden. Optimierung von unternehmensübergreifenden Planungs- und Steuerungsprozessen durch enge Kooperation mit Geschäftspartnern Begriff CRM stellt eine Managementphilosophie dar, die eine vollständige Ausrichtung des Unternehmens auf vorhandene und potenzielle Kundenbeziehungen zum Inhalt hat. Das Unternehmen hat sich also eher am Kunden und seinen Wünschen als an der Ware auszurichten. CRM-Systeme koordinieren und optimieren marketingpolitische Entscheidungen in einem Anwendungssystem, das neben der Kunden- und Artikelstammdatenverwaltung z. B. noch die Komponenten Versandwegverfolgung und Beschwerdemanagement beinhaltet. Ziele Ziele von CRM Verbesserung der Kundenbeziehungen Erschließung neuer Märkte Verstärkung der Kundenbindung stärkere Durchdringung bestehender Märkte Erhöhung der Wirtschaftlichkeit Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren 315

3 Just-in-time-Belieferung Just-in-time delivery Industrieunternehmen sind stets bemüht, ihre Lagerkosten zu minimieren. Dazu erwarten sie vom Produktionsverbindungshandel (vgl. S. 53), dass die Großhandelsunternehmen die zur Produktion benötigten Materialien in der notwendigen Menge genau zum Zeitpunkt des Produktionsbeginns anliefern.bei dieser produktionssynchronen Logistik werden praktisch die Lagerkosten des Produktionsunternehmens auf den Produktionsverbindungshandel in Form von Transport- und Lagerkosten abgewälzt. Kritik wird an diesem Konzept vor allem aus ökologischer Sicht geübt, da die Anzahl von Transportfahrten zum Beispiel per Lkw dadurch häufig zugenommen hat. Eigenlagerung oder Fremdlagerung? Own orcontract warehousing 6 Lagerentscheidung Großhändler stehen vor der Entscheidung, ob sie Waren selbst lagern oder von anderen Unternehmen, sogenannten Lagerhaltern (siehe hierzu ausführlich S. 337), lagern lassen. Die Entscheidung ist abhängig von verschiedenen Einflussgrößen, die bei der vergleichenden Betrachtung zu berücksichtigen sind. Mögliche Einflussgrößen beim Vergleich Kosten der Eigenlagerung wie Zinsen der Kapitalbindung, Personalkosten (Löhne, Gehälter), Abschreibungen usw. im Vergleich zu den Kosten der Fremdlagerung Kapitalbindung durch Investitionen für das Eigenlager unternehmerischer Gestaltungsspielraum Qualifikation des Personals (z. B. Umgang mit Gefahrgutstoffen) Vorhandensein bzw. Ausnutzung von Lagerkapazität (Unter-, Überkapazität) Notwendigkeit spezieller Lagereinrichtungen (z. B. Kühlhauslagerung) Kostenvergleich Werden nur die Kosten als Entscheidungsgrundlage herangezogen, könnte sich ergeben, dass ab einer bestimmten Menge (kritische Lagermenge) die Eigenlagerung günstiger ist als die Fremdlagerung. Die kritische Lagermenge ist die Menge, bei der die Kosten von Eigenlagerung und Fremdlagerung gleich hoch sind und bei der langfristig über die Lagerungsalternative entschieden werden muss. Beispiel: Die Bellheim-BüroService GmbH steht vor der Entscheidung, die Warengruppe 3weiter selbst oder bei einem Lagerhalter zu lagern. Kosten ( ) Fremdlagerung ist kostengünstiger K F K E Kosten der Eigenlagerung (K E ): fixe Lagerkosten/Monat (K Ef ): ,00 variable Lagerkosten/Stück (k Ev ): 20,00 K E =12.000,00 +20,00 x 400 Eigenlagerung ist kostengünstiger K Ef Kosten der Fremdlagerung (K F ): Lagerpreis pro Stück: 50,00 K F =50,00 x Kritische Lagermenge: ,00 +20,00 x=50,00 x x=400,00 Lagermenge in Stück Ab einer Lagermenge von mehr als 400 Stück ist die Eigenlagerung kostengünstiger, da sich die fixen Kosten auf eine größer werdende Lagermenge verteilen (Fixkostendegression). 316 Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren

4 Acceptance of goods Warenannahme Acceptance of goods Tätigkeiten Bellheim Tätigkeiten beim Wareneingang Waren werden angeliefert sofort 1 Begleitpapiere prüfen sofort 1 gegebenenfalls Unstimmigkeiten bescheinigen lassen oder Annahme verweigern Verpackung prüfen Ware annehmen gegebenenfalls Beschädigungen bescheinigen lassen oder Annahme verweigern Ware auspacken unverzüglich 2 Ware prüfen beinhaltet Warenmenge, -güte, -art und -beschaffenheit mit Angaben des Lieferscheins und der Bestellkopie vergleichen Ware aufbewahren/lagern gegebenenfalls Mängel Lieferer mitteilen Lagerdatei fortschreiben 1 ÜberprüfunginAnwesenheit desabsenders/zustellers 2 ÜberprüfungohneschuldhaftesZögern( 121 BGB) aus: Bentin, Margit u. a.: Beschaffungsprozess, Lehrerband, 2. Aufl., Darmstadt 2005, S. 124 Prüfungs- und Rügepflicht Zweiseitiger Handelskauf (beide Vertragspartner handeln als Kaufleute): Die Ware muss unverzüglich,d.h.ohne schuldhafte Verzögerung, geprüft werden. Offene (sofort erkennbare) Mängel sind unverzüglich, versteckte Mängel unverzüglich nach Entdeckung, jedoch innerhalb zweier Jahre nach Lieferung zu rügen ( 377 I IVHGB und 438 BGB). Einseitiger Handelskauf (ein Vertragspartner handelt als Privatperson): Die Ware muss innerhalb zweier Jahre nach Lieferung geprüft und gegebenenfalls gerügt werden ( 438 BGB). vgl.: Bentin, Margit u. a.: Handlungsorientierte Materialien in Wirtschaft und Verwaltung. Beschaffungsprozess, 4. Aufl., Darmstadt, 2005, S Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren 317

5 Lagerhaltung Storekeeping Überbrückungsfunktion 6 Für den Großhändler ist die Lagerhaltung eine zentrale Aufgabe. Trotz modernster Kommunikationsmittel, Kundenbefragungen und Trendanalysen der Marktforschung kann in der Mehrzahl der Fälle der Großhändler die eingekaufte Ware nicht unmittelbar weiterverkaufen. Zu unvorhersehbar, zu wenigplanbar sind diewünsche derverbraucher. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, einen Teil der eingekauften Warenineinem Lagersolange aufzubewahren, bissie vonden Kunden angefordertwerden. In diesem Fall hatdie Lagerhaltung dieaufgabe,dieses Zeitproblem zu lösen. Eine weitere Aufgabe der Lagerhaltung ist die Raumüberbrückungsfunktion, wenn Waren, die in allen Teilen der Welt hergestellt werden, dem Einzelhändler vor Ort angebotenwerdensollen. Wahrnehmung von Überbrückungsfunktionen bei... Die Mengenüberbrückungsfunktion ergibt sich aus der Notwendigkeit, die Lieferbereitschaft ständig aufrechtzuerhalten. Die Preisüberbrückungsfunktion ergibt sich aus der Möglichkeit, durch Lagerhaltung Waren günstig einkaufen zu können, beispielsweise durch die Nutzung von Mengenrabatten, Inanspruchnahme von Sonderangeboten oder Einkäufe vor geplanten Preiserhöhungen. Die Wahrnehmung dieser Überbrückungsfunktionen ermöglicht es dem Großhändler, den sich ständig ändernden Kundenwünschen Rechnung zu tragen. Zeitproblemen zwischen der Beschaffung des Lagergutes und dessen Weiterverkauf (Handelsbetrieb) zwischen der Beschaffung des Lagergutes und dessen Verwendung bei der Produktion (Industriebetrieb) Raumproblemen zur Herstellung der Lieferfähigkeit vor Ort (Handelsbetrieb) zur Aufrechterhaltung der Produktionsfähigkeit vor Ort (Industriebetrieb) Mengenproblemen zur Herstellung der Lieferfähigkeit in ausreichenden Mengen zur Schaffung eines Spielraumes bei erhöhter Nachfrage Preisproblemen zur Nutzung von Mengenrabatten zur Inanspruchnahme von Sonderangeboten zur Vorbeugung gegen vorhersehbare Preiserhöhungen Ziele und Zielkonflikte Zielkonflikte entstehen immer da, wo betriebswirtschaftliche Entscheidungen getroffen werden, die einerseits einen Vorteil für das Unternehmen darstellen, andererseits mit einem Nachteil verbunden sind. Die Lagerhaltung ist dafür ein gutes Beispiel (s. S. 319). 318 Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren

6 Lagerhaltung Storekeeping Ziele und Zielkonflikte Ziele der Lagerhaltung Leistungsziele ertragswirtschaftlich möglichst hohe Lieferbereitschaft ständige Bereitschaft zur Erfüllung der Kundennachfrage Überbrückung von Lieferengpässen (z. B. durch Streik in Produktionsbetrieben) Zielkonflikt kostenwirtschaftlich möglichst geringe Kapitalbindung niedriger Kapitalbedarf geringe Zinskosten geringe Lagerkosten Spekulationsziele ertragswirtschaftlich Erwartung von Warenpreiserhöhungen kostenwirtschaftlich Erwartung von Kostensteigerungen vgl.: Bentin, Margit u. a.: Beschaffungsprozess, Lehrerband, 2. Aufl., Darmstadt 2005, S. 125 f. Lagerbestandsgrößen Stock figures Mindestbestand (eiserner Bestand) Er gibt die Vorratsmenge an, die nur bei außerordentlichen Lieferschwierigkeiten (z. B. Streik, Naturkatastrophen) in Anspruch genommen werden darf. Dazu muss der zu überbrückende Zeitraum geschätzt und als Rechengröße festgelegt werden. Höchstbestand Er gibt die Warenmenge an, die höchstens eingelagert werden kann (z. B. abhängig von Lagerkapazität, Verderb). Dadurch soll ein überhöhter Lagervorrat vermieden werden, der zu unnötigen Lagerkosten (z. B. für Raumkosten) führen würde. Meldebestand Er gibt die Warenmenge an, bei der die Lagerverwaltung der Einkaufsabteilung mitteilt, dass Ware nachbestellt werden muss. Trifft die Ware pünktlich ein, wird das Lager rechtzeitig wieder aufgefüllt. Meldebestand =(durchschnittlicher Tagesabsatz Lieferzeit) +Mindestbestand aus: Bentin, Margit u. a.: Beschaffungsprozess, 4. Aufl., Darmstadt 2005, S. 45 Stück Höchstbestand Meldebestand (Bestellpunkt) Mindestbestand Zeit Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren 319

7 Aufgaben der Lagerverwaltung Tasks ofstock supervision Aufgaben der Lagerverwaltung Waren annehmen Warenein- und -ausgänge buchen Ware kommissionieren und ausgeben Inventur vornehmen Waren kontrollieren Waren lagern Warenbedarf melden Grundsätze der Lagerverwaltung Principles of warehouse management 6 Übersichtlichkeit Berücksichtigung der Warenart Geräumigkeit Sachgerechte Lagerung Sicherheit Optimaler Lagerbestand Lagerplatzordnung Hier entscheidet sich, nach welchem Verfahren die Ware in das Regal eingelagert wird. Feste Lagerplatzzuordnung In diesem Verfahren hat jede Ware ihren festen Lagerplatz. Der Platzbedarf richtet sich dabei nach dem Warenhöchstbestand. Der Vorteil ist eine hervorragende Übersichtlichkeit und damit leichte Kommissionierung. Nachteilig ist der hohe Platzbedarf. Chaotische Lagerplatzzuordnung Bei dieser Methode erfolgt die Einlagerung der Ware nicht nach festgelegten Vorgaben, sondern nach dem Grundsatz Ware wird da eingelagert, wo gerade Platz ist. Dieses Verfahren hat den Vorteil, die Platzreserven eines Lagers optimal nutzen zu können. Diese Methode ist ohne den Einsatz eines modernen Warenwirtschaftssystems nicht durchführbar. Ein- und Auslagerungsverfahren Bei diesem Verfahren geht es um die Frage, welche der eingelagerten Waren zuerst verkauft werden sollen. Lifo-Verfahren (last in first out) Bei diesem Verfahren wird die zuletzt eingelagerte Ware zuerst verkauft. Es wird z. B. bei lose eingelagerten Waren wie Kohle, Getreide oder Kies angewandt. Fifo-Verfahren (first in first out) Nach diesem Verfahren die zuerst eingelagerte Ware wird auch zuerst verkauft wird im Großhandel in der Regel die Ware eingelagert und ausgelagert. Insbesondere bei empfindlicher Ware ist dieses Verfahren anzuwenden, um sie nicht wegen Verderbs oder Veralterung abschreiben zu müssen. Die Geräumigkeit des Lagers ist dann gegeben, wenn alle Mitarbeiter die vielfältigen Aufgaben im Lager ohne Einschränkungen durchführen können. Für die Annahme, Prüfung und Einlagerung der Ware muss bei der Nutzung von Hilfsmitteln wie Gabelstapler oder Hubwagen ausreichend Platz vorhanden sein. Auch muss die neu eingetroffene Ware vor dem Einräumen so zwischengelagert werden können, dass die normalen Lagerarbeiten, beispielsweise das Kommissionieren, nicht behindert werden. Siehe Warenpflege Siehe Lager- und Transportsicherheit Dieser Bestand ist dann erreicht, wenn bei ständiger Lieferbereitschaft die Lagerkosten so gering wie möglich sind (s. auch Seite 319). 320 Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren

8 Lagerarten Types ofstorage Begriff Die Vielzahl unterschiedlicher Lagerarten, die es im Großhandel gibt, lassen sich nach ganz unterschiedlichen Gesichtspunkten (Kriterien) unterscheiden. Mögliche Kriterien sind der Standort, die Warenanforderungen, die Eigentumssituation oder die Funktion des Lagers. Kriterium Lagerart Beschreibung Standort Zentrallager AlleWaren eines Großhändlers werden an einem Ort gesammelt und gelagert. Warenanforderungen Eigentumssituation Funktion Dezentrales Lager Speziallager Hochregallager OffenesLager GeschlossenesLager Eigenlager Fremdlager Konsignationslager Reservelager Umschlaglager Sammellager Verteilungslager Manipulationslager Warewirdauf mehrerekleinere Lager verteilt, um beispielsweise die Warenäher am Kunden vorrätig zu haben. Lager zum Einlagern von speziellenwaren,beispielsweise TiefkühlprodukteimTiefkühllageroderGas in Tanklagern Lager, in dem die Waren meist vollautomatisch in Hochregalen eingelagert werden,z.b.medikamente im Pharmagroßhandel Wareliegt auf offenenlagerplätzen,z.b.baumaterial Lager für Waren, die nicht der Witterung ausgesetzt werden dürfen,z.b.papier Großhändler lagert die WareineigenenRäumen ein. Großhändler benutztdie Lagerkapazität andererunternehmen,wennbeispielsweise Waren in einer anderen Stadt nur zwischengelagertwerden. Lagerräumeund Lagereinrichtunggehörendem Großhändler, die Waren jedoch dem Lieferer. Lager zur Aufrechterhaltung der Lieferbereitschaft Warelagert meist nur kurzfristig, beispielsweise wennwareregelmäßigkurznachanlieferung wieder ausgeliefert wird. Große Warenmengen werden aufgenommen undnach und nachausgeliefert,beispielsweise Getreidelager, das in der Erntezeit gefülltund im Jahresverlaufdurch Verkäufe geleertwird. Lager zum Ausgleich von Absatzschwankungen,beispielsweise bei Saisonartikeln Lager, in dem die Waredie Verkaufsfähigkeit erreichen soll, beispielsweise wenngrüne Bananennachreifensollen odergetreide trocknen soll, um lagerfähigzuwerden Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren 321

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