Welche Rolle spielt die Ergotherapie in Public Health? Julie Page & Birgit Stüve Zürcher Hochschule Winterthur Forschung & Entwicklung

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1 Welche Rolle spielt die Ergotherapie in Public Health? Julie Page & Birgit Stüve Zürcher Hochschule Winterthur Forschung & Entwicklung

2 Agenda Public Health / Ergotherapie International Classification of Functioning ICF Gegenstandsbereich der Ergotherapie Praxismodell der Ergotherapie Zusammenfassung & Ausblick

3 Gesundheit sie ist ein Balancezustand, der zu jedem lebensgeschichtlichen Zeitpunkt immer erneut hergestellt werden muss. Sie ist kein passiver Zustand des Wohlbefindens, wie eine rein körperliche Fixierung des Begriffes in der klassischen Medizin nahe legt, sondern ein aktuelles Ereignis der jeweils aktiv betriebenen Herstellung und Erhaltung der sozialen, psychischen und körperlichen Aktionsfähigkeit eines Menschen. (Hurrelmann Klaus 1988, S.17)

4 International Classification of Functioning Gesundheitsproblem (Gesundheitsstörung oder Krankheit, ICD) Körperfunktionen und -strukturen Aktivitäten (capacity) Partizipation (performance) Umweltbezogene Faktoren Produkte,Technologie Vermögen Soziale Dienste (Verhältnisbezogene) Personbezogene Faktoren Alter, Geschlecht Bildung, Lebensstil Motivation (Verhaltensbezogene) World Health Organisation (2001). International Classification of Functioning, Disability and Health. Genf: WHO.

5 Gegenstandsbereiche der Ergotherapie Eingebundensein in Betätigung fördert gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe Performanz in Betätigungsbereichen Selbstversorgung, ADL, Bildung, Arbeit, Spiel, Freizeit Performanz-Fertigkeiten Motorische-, Kommunikations- Interaktionsfertigkeiten Performanz-Muster Gewohnheiten, Routinen, Rollen Kontext Kultureller, Physischer, Sozialer, Persönlicher, Spiritueller, Zeitlicher, Virtueller Aktivitätsanforderungen Gebrauch von Objekten, Raumanforderungen, Erforderliche Funktionen Klientenfaktoren Körperfunktionen, Körperstrukturen

6 Betätigungsperformanz Handlung Person Aktivität Betätigung Betätigungsperformanz Umwelt

7 Modell der menschlichen Betätigung MOHO nach G. Kielhofner Volition Habituation Betätigung Umwelt Interessen Selbstbild Werte Rollen Gewohnheiten Performanz Fertigkeiten Stamm TA, Cieza A, Machold K, Smolen JS & Stucki G (2006) Exploration of the link between conceptual occupational therapy models and the International Classification of Functioning, Disability and Health. Australian Occuaptional Therapy Journal; 53:9-17

8 Bereiche der Versorgung Kuration Rehabilitation Integration Ziel Gesundheitliche Förderung der Teilhabe an Arbeit Stabilisierung Leistung(sfähigkeit) Leistung im Alltag ICF Körperstrukturen Aktivität Partizipation Körperfunktionen Umweltfaktoren Fokus Intrapersonelle Interpersonelle Umweltbezogene Faktoren Faktoren Faktoren Rolle Patient / Klient Rehabilitand / Klient Klient / Bürger Teilnehmer / Nutzer Arbeitnehmer Inter- Symptom- Verhaltensorientierte Verhältnisorientierte vention orientierte (Lernen) (Integrative Hilfen)

9 Gesundheitsversorgung Prävention Gesundheitsförderung Gesundheitsbildung Ziele Gesundheitliche Schaffung gesundheits- Stärkung von Schädigungen förderlicher Lebenswelten, Motivation, durch gezielte Aktivitäten zu verhindern, Verringerung von Risikofaktoren Unterstützung gesundheitsbezogener Gemeinschaftsaktionen, Entwicklung persönlicher Kompetenzen zur Stärkung der Gesundheit durch Selbstbestimmung Kompetenzen und Vertrauen zur Entwicklung von Alltagskompetenzen zur Gesundheitsverbeserung Gesundheitsförderung Schweiz (2005) Gesundheitsförderung und Prävention stärken. Grundlagen für die Erarbeitung einer Strategie in der Schweiz. Wulfhorst B (2002) Theorie der Gesundheitspädagogik. Weinheim, Juventa

10 Zusammenfassung Die Betätigung ist Gegenstand der Ergotherapie Grundannahme der Ergotherapie: Menschen haben ein intrinsisches Bedürfnis sich zu betätigen Eine komplexe und ineinander verschränkte Wechselbeziehung zwischen Person, Betätigung und Umwelt bilden die Betätigungsdurchführung Ergotherapeutische Assessments und Interventionen verfolgen einen klientenzentrierten Ansatz mit der Leistungsfähigkeit und Leistung einer Person im Sinne der ICF qualitativ und quantitativ gesundheitlich bestimmt und verbessert werden können

11 Ausblick Ergotherapie nutzt praktisch und anwendungsbezogen die ICF in Kuration, Rehabilitation, Integration und Prävention der gesundheitlichen Versorgung Ergotherapie leistet einen Beitrag zur zielgruppenspezifischen Gesundheitsförderung, weil sie praktisch verhaltens- und verhältnisorientiert intervenieren können Ergotherapie nutzt die Aktivität einer Person oder Aktivitäten in einer Gruppe um Partizipation zu fördern. Sie berücksichtigen Körperfunktionen, umweltund personenbezogene Faktoren zur Verbesserung der Gesundheit Ergotherapie als Gesundheitsberuf trägt zur gesundheitlichen Versorgung, Forschung und Gesunderhaltung von Bevölkerungsgruppen bei

12 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Birgit Stüve Julie Page

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