Amoklauf Ein Auslöser für Traumata und psychische Störungen am Beispiel des Zuger Attentats

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1 Amoklauf Ein Auslöser für Traumata und psychische Störungen am Beispiel des Zuger Attentats Maturaarbeitspräsentation von Tamara Pfäffli Brücker Betreuungsperson Frau Jeannette Wick

2 Inhaltsverzeichnis 1. Methodik 2. These 3. Zuger Attentat 4. Amok 5. Störungen 6. Ergebnisse 7. Quellen 2

3 Methodik Basis: Unterschiedliche Zeitungsartikel Auswertung in Tabelle Fünf Kategorien: 1. Verhalten und Verfassung während des Amoklaufs 2. Physische und Psychische Verletzungen nach der Tat 3. Psychische Störungen nach dem traumatischen Erlebnis 4. Verarbeitung des traumatischen Erlebnisses 5. Sichtweise auf das Leben nach dem traumatischen Erebnis These durch Analyse und Theorie bestätigen oder wiederlegen 3

4 These Alle der vier analysierten Opfer leiden an einem Trauma, sowie an mindestens einer Traumafolgestörung, wie Depressionen, posttraumatische Belastungsstörung oder an der generalisierten Angststörung 4

5 Zuger Attentat Ort: Parlamentsgebäude Kanton Zug (CH) Datum: 27. September 2001 Zeit: 10 Uhr 30 Täter: Friedrich Leibacher Dauer: Zweieinhalb Minuten Waffen: Schusswaffen und selbst hergestellter Sprengsatz Tote: 14 Politiker Suizid: Ja 5

6 Definition Amok «Bei einem Amoklauf handelt es sich um die (versuchte) Tötung mehreren Personen durch einen Einzelnen, bei der Tat anwesenden Täter mit (potentiell) tödlichen Waffen innerhalb eines Tatereignisses ohne Abkühlungsperiode, das zumindest teilweise im öffentlichen Raum stattfindet.» 6

7 Trauma Unzählige Auslöser Unterschiedliche Verlaufsmuster «gehen mit einer (wahrgenommenen) vitalen Bedrohung von Leib und Leben einher.» «Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation aussergewöhnlicher Bedrohung..., die bei fast jedem tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.» Subjektive und Ereignisaspekte müssen berücksichtigt werden 7

8 Posttraumatische Belastungsstörung Gehen meist aus einer Traumatisierung hervor «verzögerte... Reaktion auf ein belastendes Ereignis» Ähnliche Ausmasse wie Traumatisierung «wiederholtes Erleben des Traumas in sich aufdrängenden Erinnerungen, Träumen oder Alpträumen» Merkmale Intrusionen, Flashbacks Vermeidungsverhalten 8

9 Depression Sehr häufig vorkommende psychische Störung Affektive Störung Sehr viele unterschiedliche Ursachen Lebensumstände, Schicksalsschläge Merkmale Interessensverlust, Freudlosigkeit, Bedrückung Schwerwiegende Traurigkeit Evtl. Suizidgedanken 9

10 Generalisierte Angststörung Spezielle Ausprägung der Angst Permanente Angst Diffuse Ängste ohne konkreten Anlass Merkmale Enorme Anspannung Vegetative und motorische Beschwerden Todesängste 10

11 Ergebnisse Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) Depression Generalisierte Angststörung Flashbacks Anfängliches Vermeidungsverhalten Schlafstörungen Leichte PTBS Schlafstörungen Keine Depression Meidet gewisse Situationen Keine generalisierte Angststörung 11

12 Ergebnisse Alle der vier analysierten Opfer leiden an einem Trauma Ja, es leiden alle analysierten Opfer an einem Trauma. sowie an mindestens einer Traumafolgestörung, wie Depressionen, posttraumatische Belastungsstörung oder an der generalisierten Angststörung Drei der vier analysierten Opfer leiden an einer Traumafolgestörung. 12

13 Quellenangaben Scheitenhauer H./ Bondü R. (2008). Amoklauf: Wissen was stimmt. Freiburg: Herder. Kriminalistik (2004, 2.März). Das Attentat von Zug aus der Perspektive der Kriminaltechnik: Spuren sichern, die Tat rekonstruieren und Opfer identifizieren. Zugriff am 4. Oktober unter Knaevelsrud C./ Liedl A./ Stammel N. (2012). Posttraumatische Belastungsstörungen: Herausforderungen in der Therapie der PTBS. Basel: Beltz. Onmeda-Ärzteteam (2014, 18.September). Krankheiten von A Z: Depression. Zugriff am 14. Dezember 2014 unter Leichsenring F./ Salzer S. (2014). Generalisierte Angststörung: Pschodynamische Therapie. Göttingen: Hogrefe Merli N. (2011, 21.September). Dossier 10 Jahre Zuger Attentat: Mein Kollege lag tot neben mir. Zugriff am 4. Oktober 2014 unter 13

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