Chronisch Krank. Probleme der hausärztlichen Betreuung geriatrischer Patienten. Betreuung geriatrischer Patienten. Betreuung geriatrischer Patienten

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Chronisch Krank. Probleme der hausärztlichen Betreuung geriatrischer Patienten. Betreuung geriatrischer Patienten. Betreuung geriatrischer Patienten"

Transkript

1 Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes Lehrbereich Allgemeinmedizin Mail: SS4 80% aller Über-70-Jährigen sollen 5 und mehr Diagnosen/Krankheiten hen. DER GERIATRISCHE PATIENT DIE GERIATRISCHE PATIENTIN in der Hausarztpraxis Teil Dr. Stefan Sachtleben, Pirmasens Facharzt für Allgemeinmedizin Hausarzt Geriatrie, Suchttherapie, Jugendmedizin, Ernährungsmedizin Ver. SS09 Zwei-Drittel aller GKV-Kosten fallen in den letzten 3 Lebensjahren an! Sozial Schwächere sind mehr krank (und daher auch häufiger unsere Patienten!) 2 DIE HÄUFIGSTEN DIAGNOSEN HYPERTONIE 3% PROBLEME MIT DEM HERZ OHNE KHK,9% DIABETES MELLITUS,5% KHK mit vor allem CHRONISCHER HERZINSUFFIZIENZ 7,3% CHRONISCH-OBSTRUKTIVE-LUNGENERKRANKUNG 5,7% COPD = COLK = COLD = OAD BESCHWERDEN DES BEWEGUNGSAPPARATES 0,4% SCHMERZEN STÖRUNGEN DER GEHIRNFUNKTIONEN?5-30% ( = DEMENZ) DURCHBLUTUNGSSTÖRUNGEN peripher + zentral: Gehbehinderung, Demenz, Schlaganfall ALTERSSYNDROME: Inkontinenz, Depression, kognitive Störungen, Stürze, Schwindel, Immobilität 3 4 Chronisch Krank Normales Altern behandlungsbedürftige Krankheit? Multimorbidität -?Therapie,?Dauertherapie, Multimedikation Demenz Angemessene Therapieziele + Kommunikation Alterssyndrome: Depression - Psychose, Schwindel, Immobilität + Stürze, Inkontinenz + Harnwegsinfekt, Schmerzen, Atypische Symptomatiken -unklar schlechter Allgemeinzustand Pflegebedürftigkeit, Heimversorgung, Dekubitus Sterben (Sterbehilfe) 5 Chronisch Krank Normales Altern behandlungsbedürftige Krankheit? 6

2 Folie SS4 Transparenztelegramm, Arzneiverordnungen, Therapieempfehlungen mitnehmen Stefan Sachtleben;

3 Frau Sophie K., 88 J. Captopril 50 2x Insulin 48-8 Furorese long 20 x ISDN ret 40 2x. Chron. dekompensierte Herzinsuffizienz (Gewichtsschwankungen 4-7 Kg) 2. Ao-Stenose I 3. Mitral-Insuffizienz I 4. Art. Hypertonie 5. Schrittmacher wg. Bradyarrythmien 6. Dietes Mellitus, insulinpflichtig, (HbAc 7,2) 7. Polyneuropapthie der Füße und Unterschenkel 8. Übergewicht ( BMI 34,8) 9. Mamma-Ca li 9/00: pt c, No, Mx, G II, intraductal 0. Ablatio mammaeli. Polyarthritis ( = Dauergelenkschmerz) 2. Postthrombotisches Syndrom linkes Bein (Kompressionsth. erforderlich) 3. Demenz, gering: zeitl. desorientiert, orientiert zu Ort, Situation und Person lebt allein: Grund + Behandlungsflege 4. Chron. Depression 5. Affektlilität 6. Agoraphobie 7 Frau Sophie K. wird von der Nachbarin in die Sprechstunde gebracht sie sei schwindelig, wackelig auf den Beinen und es gehe ihr nicht gut. 8 Welche Fragen stellen Sie? FRAGEN Erscheinungsbild Beschwerden konkretisieren Dauer Vorbehandlung Nach eigener Einschätzung fragen! Hen Sie Sorge es könnte etwas Bestimmtes sein? Umstände, Wünsche, Erwartungen klären Bestimmte Therapie? Andere Erwartungen? 9 0 WAS TUN? WAS TUN? Bewußtsein, geistiger Zustand, wie geordnet? RR BZ Wiegen + Beine inspizieren Abhören: Cor + Pulmo: Atemfrequenz zählen Bauch tasten?fieber 2 2

4 Sie erheben lauter Normalbefunde, lediglich das Gewicht hat um,5 Kg zugenommen. Ergebnis V a Verschlechterung ihrer kardialen Dekompensation. Verbesserung der Diurese und evtl. Bettruhe in Absprache mit der Patientin Im Gespräch stellt sich heraus, dass der erwartete Sohn aus Bayern seinen für heute angekündigten Besuch gesagt hat nach Ansprache dieses Sachverhaltes verzichtet die Patientin auf weitere Therapie und verlässt die Praxis wieder. WIEDEREINBESTELLEN 3 4 Chronisch Krank Normales Altern behandlungsbedürftige Krankheit? Chronisch Krank Normales Altern behandlungsbedürftige Krankheit? Frau Sophie K. hatte eine behandlungsbedürftige Erkrankung, er es bleibt unklar, in wieweit die aktuelle Symptomatik dadurch verursacht war. Ein Stück weit war diese Reaktion auf offensichtlich familiäre Probleme für sie auch normal. Beispiel für Autonomiebestreben 5 6 Medikamentöse Therapie: ASS Lanicor 0 0 Nifedipin 20 ret. 0 - Druckluftinhalator-Inhalationen mit: Atrovent 2x tgl. Pädiamol 2x tgl Herr Leo Sch. COPD, fortgeschritten, mit erheblichem Emphysem Generalisierte Gefäßerkrankung Herzinsuffizienz II Ao-Aneurysma: Ao-Bi-Fem- Bypass 6/94 Sklerose der Beingefäße mit Claudicatio bei 00 m, erfolglose PTCA 6/93 Coxarthritis bds (=Dauerschmerz der beiden Hüften mit erheblichen Gehproblemen) Sigma-Ca 2/96, T3NMoGIV Schwerhörig, sehr Visus bds 30% art. 7 Normales Altern behandlungsbedürftige Krankheit? Herr Leo Sch. Lebt und versorgt sich allein, er kocht, macht seine Wäsche und Haushalt. Das Patient-Arzt-Gespräch wird vom ihm dominiert er lässt sich in nichts hineinreden. So hat er auch seine Arzneitherapie selbst zusammengestellt. Nach Weigerung des HA ihm diese zu verschreiben, besorgt er sich die Arzneien über Verwandte. (AUTONOMIEBESTREBEN) Auf den Hausbesuch durch den HA legt er dennoch großen Wert - braucht er auch, weil er vor allem die Exacerbationen seiner COPD falsch einschätzt. 8 3

5 In der hausärztlichen Behandlung alter, chronisch kranker Menschen stehen menschliche Beziehung im Vordergrund das bedeutet: mit seinen Patienten mitleiden, ihre oft genug unnachvollziehbaren Denk- und Gefühlswelten ernst nehmen und echte Gespräche auch mit Leuten führen, mit denen man sonst nie etwas zu tun hen würde. KONKORDANZ NICHT COMPLIANCE 9 Chronisch krank = immer, er nicht immer krank Wie krank fühlt sich der Patient? Wo sieht er/selbst die Probleme? Wie unbedingt notwendig ist eine Therapie? Welche Therapien kennt er/sie, will er/sie? Konkordanz nicht Compliance Gespräch nicht med. Anordnung = Kommunikationskompetenz Ärztin/Arzt ist jahrelanger Begleiter Gesprächsbereitschaft, Vertrauen, Zugänglichkeit, Erreichbarkeit, klare Ordnung machen ihn zur medizinischen Instanz für chron. Kranke. 20 Chronisch krank = immer, er nicht immer krank Papier der Deut. Ges. für Allgemeinmedizin (DEGAM) in der Zeitschrift für Allgemeinmedizin (=ZFA): Z Allg Med 2007; 83: Chronisch Krank Normales Altern behandlungsbedürftige Krankheit? Auf der Downloadsite von Multimorbidität Therapie, Dauer-Pharmakotherapie, Problem: Multimedikation 2 22 DIE HÄUFIGSTEN DIAGNOSEN HYPERTONIE 3% PROBLEME MIT DEM HERZ OHNE KHK,9% DIABETES MELLITUS,5% KHK mit vor allem CHRONISCHER HERZINSUFFIZIENZ 7,3% CHRONISCH-OBSTRUKTIVE-LUNGENERKRANKUNG 5,7% COPD = COLK = COLD = OAD BESCHWERDEN DES BEWEGUNGSAPPARATES 0,4% SCHMERZEN STÖRUNGEN DER GEHIRNFUNKTIONEN?5-30% ( = DEMENZ) DURCHBLUTUNGSSTÖRUNGEN peripher + zentral: Gehbehinderung, Demenz, Schlaganfall ALTERSSYNDROME: Inkontinenz, Depression, kognitive Störungen, Stürze, Schwindel, Immobilität Therapie: Enalapril 5 Simvastatin 20 isiert wg TARR b VHF mit atypischen Angst-+ Unruhezuständen /

6 Problem: klagt Müdigkeit, Blutdruck 90/55 Enalapril 5 Simvastatin 20 isiert wg TARR b VHF mit atypischen Angst-+ Unruhezuständen /4 25 Therapieversuch: Müdigkeit Enalapril 5 /2 Simvastatin 20 (½) /4 26 Komplikation: cardiale Dekompensation, massive Unterschenkelödeme Therapieversuch: cardiale Dekompensation Enalapril 5 /2 Simvastatin 20 (½) /4 Pat. muss mit niedrigem RR leben, er Absetzen von Simvastatin bessert seine Müdigkeit 27 Enalapril 5 Simvastatin 20 /2 /4 28 Problem: impulsives Erbrechen, v a ÖGD o.p.b. Enalapril 5 Simvastatin 20 isiert wg TARR b VHF mit atypischen Angst- + Unruhezuständen /2 /4 29 Therapieversuch: impulsives Erbrechen Enalapril 5 /2 Simvastatin 20 /4 Furosemid 30 5

7 Problem: hartnäckiger trockener Husten, v a nachts, Pat. verschlechtert sich psychisch Enalapril 5 Simvastatin 20 Furosemd 40 isiert wg TARR b VHF mit atypischen Angst- + Unruhezuständen /2 /4 3 Therapieversuch: trockener Husten Enalapril 5 Simvastatin 20 /4 Furosemid Olmetec 0 32 Problem: zunehmende Unruhe nachts, Angstzustände, phasenweise verwirrt + weint ohne Grund Olmetec 0 Furosemid 40 isiert wg TARR b VHF mit atypischen Angst-+ Unruhezuständen /4 Therapie: Olmetec 0 Furosemid 40 Melperon 25 isiert wg TARR b VHF mit atypischen Angst-+ Unruhezuständen /2 / (Wirkeintritt Melperon beachten!!) 34 MERKE! Multimorbidität erfordert ständige Therapieüberprüfung und Therapieanpassung Multimorbidität?Therapie,? Dauertherapie, Multimedikation Standardwerk zu Medikamenten-Wirkungen, -Nebenwirkungen, Interaktionen, -Preisen, Indikationen und Mitteln der Wahl: unhängig und transparent in der Argumentation AKB Arzneimittelkursbuch 2007/08 aus dem A.V.I (Arzneimittel-Verlags-GmbHBerlin) Ebenfalls unhängig, von der Arzneimittelkommission der deut. Ärzteschaft: Arzneiverordnungen im deut. Ärzteverlag Vor allem sehr gute klinische Zusammenfassungen der aktuellen Pharmakotherapie bei den einzelnen Krankheiten

8 Leitlinienkollisionen bei multimorbiden Patienten Leitlinienkollisionen bei multimorbiden Patienten 2 Medikamente geriatrische Patientin, 79 Jahre, hat fünf Erkrankungen: Osteoarthritis Osteoporose Dietes Typ II Bluthochdruck COPD In 9 Einzeldosen Zu fünf verschiedenen Tageszeitpunkten Tgl. Selbstkontrollen von BZ + Peakflow ca. 20 evidenzbasierte Ratschläge zu Lebensstil und Ernährung. Regelm. Arztbesuche bei Hausarzt und mehreren Spezialisten ca. 4/Q. Evidenzbasierte Schulungen zu allen Krankheiten (in je mittlerem Schweregrad) 37 Besuch von Selbsthilfegruppen, 2-4/Mo 38 Leitlinienkollisionen bei multmorbiden Patienten Leitlinien, die für die Versorgung von multimorbiden Patienten geeignet sind, müssen anders 'gebaut' sein als krankheitsspezifische Leitlinien. Sie müssen gezielt nach Studienevidenz für diese Patienten suchen, die aus Studien häufig ausgeschlossen werden, und sie müssen zweitens den Nutzen einzelner Medikationen und Maßnahmen für die Gesamtproblematik dieser Patienten bewerten und priorisieren. M.Beyer, Allgemeinmedizin Uni Frankfurt/M. 39 BOYD, M. et al, JAMA, 2005, Vol Der typische hausärztliche, multimorbide, geriatrische Patient ist kein idealtypischer Patient der medizinischen Forschung. Er ist ein Problem, mit welchem die Hausärzte selbst sehen müssen, wie sie zurecht kommen. Leitlinien sind bei geriatrischen Patienten problematisch, da sie eben viele Krankheiten hen man muss sich auf das wirklich Notwendige beschränken. Auch durch Weglassversuche, Runterdosierversuche, Umstellungsversuche auch entgegen Leitlinienempfehlungen. Problem: Hausärzte behandeln nicht richtig MERKE! Leitlinien sind unentbehrlich im ärztlichen Alltag er bei multimorbiden, geriatrischen Patienten muss man sich auch davon lösen können. Für die Allgemeinmedizin wegweisende Leitlinien sind die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Allgemein-medizin (DEGAM - und die Nationalen Versorgungsleitlinien (www.n-v-l.de) sowie die Therapieempfehlungen der Arzneimittelkommission der deut. Ärzteschaft (www.akdae.de) (Ansehen der HA bei den Spezialfächern)

9 Allgemeinmed. Insititut med. Hochschule Hannover, 2/07: Polymedikation bei geriatrischen Patienten Chronisch Krank Normales Altern behandlungsbedürftige Krankheit? 3,7 verschriebene +,4 selbst gekaufte Mittel (= 5,) ¼aller Patienten >70 Jahre nehmen 5 + mehr Mittel Hausarzt kennt nur in 43% alle Mittel, die sein Patient nimmt. Multimorbidität Therapie, Dauer-Pharmakotherapie, Multimedikation (Polymedikation) 20-25% der Mittel interagieren oder sind kontraindiziert 3-6% aller KH-Einweisungen bei Älteren gehen auf Arzneimittelwirkung zurück Je mehr verordnet wurde, desto größer war das Risiko einer gesundheitlichen Verschlechterung!! Polymedikation: z.b. Frau Sophie K. Polymedikation: z.b. Frau Sophie K.. Chron. dekompensierte Herzinsuffizienz (Gewichtsschwankungen 4-7 Kg.) 2. Art. Hypertonie 3. Schrittmacher wg. Bradyarrythmien 4. Dietes Mellitus, insulinpflichtig, (HbAc 7,2) 5. Übergewicht ( BMI 34,8) 6. Polyarthritis ( = Dauergelenkschmerz) 7. Demenz, gering: zeitl. desorientiert, orientiert zu Ort, Situation und Person lebt allein: Grund + Behandlungspflege Medikation bei Entlassung: Aldactone00 (Spironolacton)0--0 Corvaton8 ret. (Molsidomin) -0- Zyloric00 (Allopurinol) -0- Lopirin cor (Captopril) -0- Lasix40 (Furosemid) 2--0 Sortis0 (Atorvastatin) 0-0- Lantus Insulin IE~ Insuman Rapid Insulin IE~ 2 BE Dietesdiät~ Hausärztl. Therapie: Captopril 50 0 Insuman comp Aquaphor 40 b. Bed. Furorese long ISDN ret Polymedikation: z.b. Herr Leo Sch. Polymedikation: z.b. Herr Leo Sch. COPD, fortgeschritten, mit erheblichem Emphysem Generalisierte Gefäßerkrankung (mehrere Bypass-OPs) Herzinsuffizienz II Coxarthritis art. Medikamente bei Entlassung: Unacid PD 3 x (noch 2 Wochen) Torasemid5mg (UnatCor) -0-0 Spironolacton 48(Aldactone 50) - -0 Ramipril 2,5 mg + 2,5 mg Hydrochlorothiazid (Delix 2,5 plus) -0-0 Digoxin0, mg (Novodigal0,) -0-0 Lexotanil 0-0- Vioxx25 mg 0-0- hausärztliche Therapie: ASS Lanicor 0 0 Nifedipin 20 ret. 0 Druckluftinhalator-Inhalationen mit: Atrovent 2x tgl. Pädiamol 2x tgl

10 Pharmakotherapie im Alter Pharmakotherapie im Alter 2 Stoffwechsel ist reduziert (= Resorption, Nieren-, Leberfunktion)= niedrigere Dosierungen Interaktionen machen sich eher bemerkbar beachten! ( Computer helfen) (Problem: Multimedikation) Langzeiteinnahme bringt viele Nebenwirkungen ans Tageslicht z.b. Blasenmittel, Nifedipin-Syndrom, (Rangliste der nebenwirkungsreichsten Medikamente: ACEH, B-Blocker, Pillen, Gyrasehemmer, Prostatamittel: z.b. Oxybutinin, Tamsulosin + A- Blocker, Psychopharmaka) Zahlreiche Einnahmeprobleme: ständig andere, zu viele, vergessen, nicht gefunden, nicht verstanden, nimmt eigentlich keine Tbl. etc., fehlende Angehörige, andere Tbl. seien besser u.a. Im Alter können sich Behandlungsnotwendigkeiten u. U. schnell ändern. Deswegen 49 Start low, go slow Nur das wirklich Notwendige, nicht Symptome therapieren, keine Maximaltherapie Nicht mehr als drei, höchstens 5 Medikamente Immer Medikamentenplan mitgeben, wenn irgend machbar Angehörige einbinden Therapieschema immer wieder überprüfen Heute werden oft ohne Wissen des Hausarztes Spezialärzte konsultiert, v. a Psychiater immer danach fragen Medikamente sichten alle Psychopharmaka sind bei Alten als nebenwirkungsreich einzustufen. Konkordanz nicht Compliance 50 Geriatrie - Zusammenfassung Das war die Vorlesung: Geriatrie in der Allgemeinmedizin, Teil Diagnosen meist bekannt Begleitung, Therapiemanagement - Konkordanz Behandlungsbedürftigkeit oft schwer einzuschätzen oft sehen, viel fragen, viel körperlich untersuchen Autonomiebestreben ernst nehmen Problem Poly-Pharmakotherapie ernst nehmen Unhängige Pharmainformationen benutzen Nur Leitlinien verwenden, die auch für Hausärzte gemacht sind 5 nächsten Mittwoch folgt Teil 2 mit den Themen: Demenz Angemessene Therapieziele + Kommunikation Alterssyndrome Depression - Psychose, Schwindel, Immobilität + Stürze, Inkontinenz +Harnwegsinfekt, Schmerzen Atypische Symptomatiken -unklar schlechter Pflegebedürftigkeit, Heimversorgung, Dekubitus Sterben (Sterbehilfe) Allgemeinzustand 52 Besten Dank für Ihr Interesse und Ihre Geduld 53 9

Ein 66 jähriger Patient kommt in die Praxis und klagt über Schwindel, Kopfschmerz und Flimmern vor den Augen

Ein 66 jähriger Patient kommt in die Praxis und klagt über Schwindel, Kopfschmerz und Flimmern vor den Augen Fall 1 A Ein 66 jähriger Patient kommt in die Praxis und klagt über Schwindel, Kopfschmerz und Flimmern vor den Augen Bekannter arterieller Hypertonus, Hyperurikämie, Adipositas Dauermedikation: Valsartan,

Mehr

Diabetes mellitus und Multimorbidität

Diabetes mellitus und Multimorbidität Diabetes mellitus und Multimorbidität Erhard Siegel Aufnahme in der Notfallambulanz Klinischer Befund: 85 jähriger Mann; leicht adipös, somnolent, kaltschweißig, exsikkiert, RR 103/58 mmhg, P 96/min. EKG:

Mehr

POLYMEDIKATION Hausärztlicher Praxisalltag

POLYMEDIKATION Hausärztlicher Praxisalltag - WORKSHOP I POLYMEDIKATION Hausärztlicher Praxisalltag Gerd Burmester Bremen Internist I. HINTERGRUND Ursachen Strukturierter Umgang II. VORGEHENSWEISE Wann beginnen? Wie beginnen? verschiedene Szenarien/Perspektiven

Mehr

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei chronisch kranken Patienten Wunsch und Realität aus der Sicht des Hausarztes

Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei chronisch kranken Patienten Wunsch und Realität aus der Sicht des Hausarztes Interdisziplinäre Zusammenarbeit bei chronisch kranken Patienten Wunsch und Realität aus der Sicht des Hausarztes Dr. med. Alexander Minzer, Hausarzt, Rothrist Präsident der Schweizerischen Akademie für

Mehr

!!! Folgeerkrankungen

!!! Folgeerkrankungen Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann Folgen auf Ihr Herzkreislaufsystem haben und zu Erkrankungen wie der Schaufensterkrankheit, einer Angina pectoris, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führen.

Mehr

Miteinander sprechen - Arzneitherapie gemeinsam verbessern

Miteinander sprechen - Arzneitherapie gemeinsam verbessern Miteinander sprechen - Arzneitherapie gemeinsam verbessern Autorengruppe: Klaus Patzelt, et. al. Nadine Benner, geriatrische Pharmazeutin Sarah Krebs, Studium Pflegemanagement Fahrplan Vorstellung ReduPharm

Mehr

Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie

Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie Reha-Curriculum für Vertragsärzte Indikationen und Fallbeispiele aus der Geriatrie Bad Münder 06. Juni 2007 Dr. Manfred Gogol Klinik für Geriatrie Indikation allgemein I Alle Erkrankungen die mit funktionellen

Mehr

Depression Die Krankheit Nr. 1!!!

Depression Die Krankheit Nr. 1!!! Depression Die Krankheit Nr. 1!!! Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat festgestellt, dass die Erkrankung Depression in ca. 10 Jahren die häufigste Erkrankung in den Industrieländern darstellt, das

Mehr

Polypharmakotherapie im Altergeriatrische

Polypharmakotherapie im Altergeriatrische Polypharmakotherapie im Altergeriatrische Sichtweise PD Dr. R. Püllen Medizinisch-Geriatrische Klinik AGAPLESION DIAKONISSEN KRANKENHAUS AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS Frankfurt/M Kloster Eberbach 2013

Mehr

Menschen mit Demenz - Krankheitsbilder und Behandlungsoptionen

Menschen mit Demenz - Krankheitsbilder und Behandlungsoptionen 5. Fachveranstaltung der STGAG/PKM und des Spitex Verbandes Thurgau am 14.05.2013 Menschen mit Demenz - Krankheitsbilder und Behandlungsoptionen Dr. med. Jacques-Emmanuel Schaefer Demenz, eine Alterskrankheit...!?

Mehr

Lebensqualität im Alter. Ein Praxisprojekt

Lebensqualität im Alter. Ein Praxisprojekt Lebensqualität im Alter Ein Praxisprojekt LIA Lebensqualität im Alter Dr. med. Wolfgang Blank Facharzt für f r Allgemeinmedizin Landarzt im Bayerischen Wald Lehrarzt an der TU München Sprecher des Fachbereiches

Mehr

Kann man dem Diabetes davonlaufen?

Kann man dem Diabetes davonlaufen? Kann man dem Diabetes davonlaufen? Dr. med. A. Witzel Internist/Kardiologe/Diabetologe(DDG) Med. Reha-Einrichtungen der Stadt Radolfzell Mettnau-Kur - Diabetes mellitus Es gibt eine Vielzahl verschiedener

Mehr

HELIOS Kliniken Schwerin. Fallbeispiele. Potentiell inadäquate Medikation im Alter. Lutz M. Drach. HELIOS Kliniken GmbH

HELIOS Kliniken Schwerin. Fallbeispiele. Potentiell inadäquate Medikation im Alter. Lutz M. Drach. HELIOS Kliniken GmbH HELIOS Kliniken Schwerin Fallbeispiele Potentiell inadäquate Medikation im Alter Lutz M. Drach Frau M. T. 83J. Anamnese: Alleine lebende Patientin, versorgte sich selbst, bisher keine kognitiven oder andere

Mehr

Fallvorstellung. Station A5 Ost

Fallvorstellung. Station A5 Ost Fallvorstellung Station A5 Ost P.W., 0 Jahre alt Männlich Größe 180cm, Gewicht 87 kg, BMI,9 kg/m Symptome: häufiges Wasserlassen sowie Polydipsie, Leistungsminderung, Schwäche und eine Gewichtsabnahme

Mehr

Die Rolle der MFA in der Hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg

Die Rolle der MFA in der Hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg Die Rolle der MFA in der Hausarztzentrierten Versorgung der AOK Baden-Württemberg 2. Expertinnentagung für MFAs Witten/Herdecke 2011 Tobias Freund Abteilung Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung Heidelberg

Mehr

Diabetische Retinopathie

Diabetische Retinopathie Netzhautkomplikationen Diabetische Netzhautkomplikationen sind krankhafte Veränderungen in den Augen, die durch einen Diabetes mellitus verursacht werden können. Es handelt sich um die diabetische Retinopathie

Mehr

Polypharmakotherapie im Altergeriatrische

Polypharmakotherapie im Altergeriatrische Polypharmakotherapie im Altergeriatrische Sichtweise PD Dr. R. Püllen Medizinisch-Geriatrische Klinik AGAPLESION DIAKONISSEN KRANKENHAUS AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS Frankfurt/M Kloster Eberbach 2013

Mehr

DMPs - die Rolle der Rehabilitation

DMPs - die Rolle der Rehabilitation DMPs - die Rolle der Rehabilitation Oskar Mittag Institut für Sozialmedizin, Lübeck EBM-Symposium 2004, Lübeck Disease Management...... ist ein integrativer Ansatz, der die episodenbezogene, sektoral-aufgesplitterte

Mehr

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit -

Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Versorgung der Patienten - Anspruch und Wirklichkeit - Joachim Kugler Univ.-Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Lehrstuhl Gesundheitswissenschaften / Public Health Medizinische Fakultät der TU Dresden Erst das

Mehr

Gemeinsamkeit im Alter Da frag ich mal die Frau Doktor Zum Verhältnis ältere PatientInnen - Ärztin/Arzt

Gemeinsamkeit im Alter Da frag ich mal die Frau Doktor Zum Verhältnis ältere PatientInnen - Ärztin/Arzt Gemeinsamkeit im Alter Da frag ich mal die Frau Doktor Zum Verhältnis ältere PatientInnen - Ärztin/Arzt Elisabeth Bandi-Ott Institut für Hausarztmedizin, Universität Zürich 1 Übersicht 1. Definitionen

Mehr

Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin

Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin Donau-Symposium der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin EBM, DMP und Leitlinien: Verlust der Therapiefreiheit oder Chance für die Allgemeinmedizin? A. C. Sönnichsen Institut für Allgemein-,

Mehr

Polymedikation: Blick in eine Blackbox

Polymedikation: Blick in eine Blackbox Polymedikation: Blick in eine Blackbox Dr. med. Chrigel Marti, medix Gruppenpraxis Zürich Dr. med. Felix Huber, medix Gruppenpraxis Zürich Oliver Strehle, MedSolution AG, Zürich Jahreskongress Swiss Family

Mehr

Zwei Versorgungsstudien zur Verbesserung der Betreuung chronisch Kranker in Forschungshausarztpraxen

Zwei Versorgungsstudien zur Verbesserung der Betreuung chronisch Kranker in Forschungshausarztpraxen Zwei Versorgungsstudien zur Verbesserung der Betreuung chronisch Kranker in Forschungshausarztpraxen IQuaB: IQuaB Improving Quality by Benchmarking PRIMA: Polypharmacy: Reduction of Inappropriate Medication

Mehr

Menschenrechte in der medikamentösen Therapie Umgang mit Psychopharmaka Wirkungen und Nebenwirkungen Indikationen hier: Neuroleptika

Menschenrechte in der medikamentösen Therapie Umgang mit Psychopharmaka Wirkungen und Nebenwirkungen Indikationen hier: Neuroleptika Menschenrechte in der medikamentösen Therapie Umgang mit Psychopharmaka Wirkungen und Nebenwirkungen Indikationen hier: Neuroleptika Volkmar Aderhold Institut für Sozialpsychiatrie an der Universität Greifswald

Mehr

BLUTHOCHDRUCK UND NIERE

BLUTHOCHDRUCK UND NIERE BLUTHOCHDRUCK UND NIERE Hilfreiche Informationen zu Ihrer Nierengesundheit Bluthochdruck und Niere Die Nieren sind die Organe unseres Körpers, die den Blutdruck regeln. Der Blutdruck ist der Druck, der

Mehr

KASUISTIK PTA. S.J. geb. am 14.3.1934. Dr. Stratznig

KASUISTIK PTA. S.J. geb. am 14.3.1934. Dr. Stratznig KASUISTIK PTA S.J. geb. am 14.3.1934 Dr. Stratznig ANAMNESE Patient klagt über Schmerzen beim Gehen am rechten Bein, so dass er immer stehen bleiben muss. Außerdem habe er eine rote Stelle am Nagel der

Mehr

ANMELDUNG ZUR GERIATRISCHEN REHABILITATION

ANMELDUNG ZUR GERIATRISCHEN REHABILITATION Absender: (Stempel) Brabenderklinik Klinik für Geriatrische Rehabilitation Ltd. Arzt: Dr. med. M. Münchmeyer, M.A. Facharzt für Innere Medizin Geriatrie Physikalische Therapie und Balneologie Kölnstr.

Mehr

Bluthochdruck Arterielle Hypertonie. Die schleichende Gefahr

Bluthochdruck Arterielle Hypertonie. Die schleichende Gefahr Bluthochdruck Arterielle Hypertonie Die schleichende Gefahr Blutdruck macht keine Schmerzen bleibt oft jahrelang unbemerkt ist dennoch/dadurch eine Krankheit mit schwerwiegenden Folgen Übersicht 1. Einführung

Mehr

Gibt es eine Palliative Geriatrie?

Gibt es eine Palliative Geriatrie? Gibt es eine Palliative Geriatrie? Oder geht es um Palliative Care in der Geriatrie? Wenn ja, wann beginnt dann Palliative Care? Oder ist Geriatrie gleich Palliative Care? Dr. med. Roland Kunz Chefarzt

Mehr

tempusplus 24 Fragebogen 1 N per Post N per E-Mail 1. Allgemeine Angaben Patient und Kontaktpersonen 24-Stunden-Pflege und -Betreuung zu Hause

tempusplus 24 Fragebogen 1 N per Post N per E-Mail 1. Allgemeine Angaben Patient und Kontaktpersonen 24-Stunden-Pflege und -Betreuung zu Hause Fragebogen 1 1. Allgemeine Angaben Patient und Kontaktpersonen Name, Vorname des Patienten: Geburtsdatum: Gewicht: Größe: Anschrift: Straße, Hausnummer: Telefon mit Vorwahl: PLZ, Wohnort Telefon Mobil:

Mehr

Geriatrische Rehabilitation. Bezirksklinikum Ansbach

Geriatrische Rehabilitation. Bezirksklinikum Ansbach Geriatrische Rehabilitation Bezirksklinikum Ansbach Bezirksklinikum Ansbach Ansbach mit seiner reizvollen Altstadt liegt an der Romantischen Straße zwischen dem Naturpark Frankenhöhe und dem Fränkischen

Mehr

Zentrum für GefäSSmedizin und WundManagement

Zentrum für GefäSSmedizin und WundManagement Eine Information Der Chirurgischen Kliniken Für Patienten und Deren Angehörige Zentrum für GefäSSmedizin und WundManagement Diagnostik und Therapie von Gefäßerkrankungen Chirurgische Kliniken Auf moderne

Mehr

Inhaltsverzeichnis. 1 Gebrechlichkeit (Frailty)... 1 T. Nikolaus. 2 Immobilität und Failure to Thrive... 33 U. Hagg-Grün

Inhaltsverzeichnis. 1 Gebrechlichkeit (Frailty)... 1 T. Nikolaus. 2 Immobilität und Failure to Thrive... 33 U. Hagg-Grün XI 1 Gebrechlichkeit (Frailty)................................ 1 1.1 Fallbeispiel: Kraftlos und gebrechlich.......................... 2 1.2 Weiterführende Fragen zum Fallbeispiel........................

Mehr

Patientenleitfaden für das Gespräch mit dem Arzt. Liebe Patientin, lieber Patient!

Patientenleitfaden für das Gespräch mit dem Arzt. Liebe Patientin, lieber Patient! Patientenleitfaden für das Gespräch mit dem Arzt Liebe Patientin, lieber Patient! Je besser Sie sich auf das Gespräch mit Ihrem Arzt vorbereiten, desto leichter wird es für sie/ihn sein, eine Diagnose

Mehr

Leben mit Diabetes - Die Herausforderung meistern! - Mechthild Segna Diabetesberaterin DDG

Leben mit Diabetes - Die Herausforderung meistern! - Mechthild Segna Diabetesberaterin DDG Leben mit Diabetes - Die Herausforderung meistern! - Mechthild Segna Diabetesberaterin DDG Leben mit Diabetes Welche Typen von Diabetes? Wie entsteht Diabetes? Welche Folgen kann Diabetes haben? Wie kann

Mehr

Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl

Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl Rehaklinik Heidelberg-Königstuhl Patientenschulung bei Herzinsuffizienz internationale Ergebnisse / Vorerfahrungen - Das neue Schulungsprogramm der AG Patientenschulung der DGPR / Zentrum Patientenschulung

Mehr

Praktisches Beispiel eines strukturierten und integrativen Zusammenwirkens aller qualifizierten Leistungserbringer

Praktisches Beispiel eines strukturierten und integrativen Zusammenwirkens aller qualifizierten Leistungserbringer Praktisches Beispiel eines strukturierten und integrativen Zusammenwirkens aller qualifizierten Leistungserbringer Patient mit Diabetes mellitus Typ II Patient mit Diabetes mellitus Typ II Hausarzt Diagnose;

Mehr

(Früh-)Diagnostik der Demenz. Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 20.11.

(Früh-)Diagnostik der Demenz. Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 20.11. (Früh-)Diagnostik der Demenz Prof. Dr. Andreas Fellgiebel Universitätsmedizin Mainz Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie 20.11.2013 Altersspezifische Häufigkeit der Demenz 15%

Mehr

Herrn Haslingers (Patient) Checkliste für den notwendigen Arztbesuch beim Busch Doktor in Großkrut und Prinzendorf!

Herrn Haslingers (Patient) Checkliste für den notwendigen Arztbesuch beim Busch Doktor in Großkrut und Prinzendorf! Herrn Haslingers (Patient) Checkliste für den notwendigen Arztbesuch beim Busch Doktor in Großkrut und Prinzendorf! Zeit ist kostbar und begrenzt! Welche Vorbereitungen für den Arztbesuch kann man schon

Mehr

Polypharmakotherapie. Frau Müller, 83 Jahre, 58kg, Medikamente sind wichtig und gut! Wie viel ist zu viel?

Polypharmakotherapie. Frau Müller, 83 Jahre, 58kg, Medikamente sind wichtig und gut! Wie viel ist zu viel? Polypharmakotherapie Medikamente sind wichtig und gut! Anzahl Medikamente und ärztliche Verordnungen über 10 Jahre in Ö 200.000.000 150.000.000 100.000.000 50.000.000 0 1997 2000 2003 2006 Apotheken Spitäler

Mehr

Herz und Endokrinium. HELIOS Kliniken Schwerin. Praktische Konsequenzen für die Therapie des Diabetes mellitus

Herz und Endokrinium. HELIOS Kliniken Schwerin. Praktische Konsequenzen für die Therapie des Diabetes mellitus HELIOS Kliniken Schwerin Herz und Endokrinium Praktische Konsequenzen für die Therapie des Diabetes mellitus Chefarzt der Abteilung für Allg. Innere Medizin, Endokrinologie/Diabetologie und Rheumatologie

Mehr

Ein Werkstattbericht. work in progress -

Ein Werkstattbericht. work in progress - Neues aus den Nationalen Ein Werkstattbericht Versorgungs-Leitlinien Diabetes und -KHK work in progress - AKADEMIE FÜR HAUSÄRZTLICHE FORTBILDUNG BREMEN 13. Bremer Hausärztetag 23.11. 2011 Günther Egidi

Mehr

DMP - Intensiv Seminar. Lernerfolgskontrolle

DMP - Intensiv Seminar. Lernerfolgskontrolle DMP - Intensiv Seminar Lernerfolgskontrolle A DIABETES 1. Für einen 84 jährigen Mann mit Diabetes mellitus Typ 2, Herzinsuffizienz bei Z.n. 2-maligem Myokardinfarkt, art. Hypertonie, M. Parkinson, Kachexie

Mehr

Arzneitherapie beim älteren Menschen

Arzneitherapie beim älteren Menschen Arzneitherapie beim älteren Menschen Dr.med. Alfred Haug Arzt für Allgemeinmedizin Bremen Gliederung des Seminars Multimorbidität im Alter Besonderheiten der Arzneitherapie im Alter Multimedikation und

Mehr

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013

Diabetes und Depression. von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Diabetes und Depression von Dr. Andrea Benecke, Universität Mainz 10. Oktober 2013 Gliederung 2 Einfluss von Stimmung auf das Wohlbefinden Was ist eine Depression? Beschwerdebild, Auftreten, Entstehung

Mehr

Rehabilitation von geriatrischen Patienten

Rehabilitation von geriatrischen Patienten von geriatrischen Patienten Definition (nach WHO 1980) bezeichnet den Einsatz und die Wirkung von Massnahmen, die darauf zielen, die körperlichen, psychischen und sozialen Folgen Dr. med. Stefan Bachmann

Mehr

Arznei-Cocktail im Alter was macht Sinn?

Arznei-Cocktail im Alter was macht Sinn? Arznei-Cocktail im Alter was macht Sinn? Kommission für Altersfragen Oberwil 22. Nov. 2014 Dieter Breil / Universitäres Zentrum für Altersmedizin Basel Multimorbidität Der Patient leidet gleichzeitig an

Mehr

DNA-DIAGNOSTIK ZUR INDIVIDUELLEN PHARMAKOTHERAPIE

DNA-DIAGNOSTIK ZUR INDIVIDUELLEN PHARMAKOTHERAPIE DNA-DIAGNOSTIK ZUR INDIVIDUELLEN PHARMAKOTHERAPIE AGENDA Grundlagen Kasuistiken Organisatorisches 30.05.2015 DNA-DIAGNOSTIK ZUR INDIVIDUELLEN PHARMAKOTERAPIE 2 Quelle: Cascorbi, I: Drug interactions principles,

Mehr

Weiterbildungszeit: 18 Monate bei einem Weiterbildungsermächtigten für Geriatrie gemäß 6 Abs. 1 Satz 2 1

Weiterbildungszeit: 18 Monate bei einem Weiterbildungsermächtigten für Geriatrie gemäß 6 Abs. 1 Satz 2 1 Auszug aus der Weiterbildungsordnung der Ärztekammer Niedersachsen und Richtlinien vom 01.05.2005, geändert zum 01.02.2012 (siehe jeweilige Fußnoten) (Zusätzliche Weiterbildung in den Gebieten Allgemeinmedizin,

Mehr

Patienten mit stabiler KHK: Wann Medikamente, wann Revaskularisation? Hae-Young Sohn

Patienten mit stabiler KHK: Wann Medikamente, wann Revaskularisation? Hae-Young Sohn Patienten mit stabiler KHK: Wann Medikamente, wann Revaskularisation? Hae-Young Sohn Betrachtungsweise/Strategie: Stabile chronische koronare Herzerkrankung (KHK) und das akute Koronarsyndrom (ACS) sind

Mehr

Diabetes kompakt für die Hausarztpraxis

Diabetes kompakt für die Hausarztpraxis Diabetes kompakt für die Hausarztpraxis Deutscher Diabetes Kongress, Berlin, 16. Mai 2015 In Kooperation von Start mit Insulin Wann starte ich mit Insulin? Wie starte ich mit Insulin? Welches Insulin sollte

Mehr

Die Krankenversicherung als Informationsgeber der elektronischen Gesundheitsakte. Teil 1: das Transparenzproblem

Die Krankenversicherung als Informationsgeber der elektronischen Gesundheitsakte. Teil 1: das Transparenzproblem Die Krankenversicherung als Informationsgeber der elektronischen Gesundheitsakte Teil 1: das Transparenzproblem 1 Juni 2012 11 Abs.4 SGB V : Versicherte haben Anspruch auf ein Versorgungsmanagement, insbesondere

Mehr

Hat der Patient eine Depression? Dr. Med (UK) Hans-Eric Usher MBBS (Lond.) MRCGP

Hat der Patient eine Depression? Dr. Med (UK) Hans-Eric Usher MBBS (Lond.) MRCGP Hat der Patient eine Depression? { Dr. Med (UK) Hans-Eric Usher MBBS (Lond.) MRCGP Hintergrund und Auswirkung von Depression Screening Diagnostische Instrumente Bewertung der diagnostischen Instrumente

Mehr

Bedeutung des ICD 10 im IHP

Bedeutung des ICD 10 im IHP Bedeutung des ICD 10 im IHP Darstellung von ICD 10 Feststellungen und damit verbundenen Hilfeaspekten Zur Person Sie ist am 65 Jahre alt- Lebt seit 8 Jahren in einem Einzelzimmer in einem Wohnheim (vollstationärer

Mehr

Wie viel darf das Lebensende kosten?

Wie viel darf das Lebensende kosten? Wie viel darf das Lebensende kosten? 13. Zürcher Gerontologietag Zentrum für Gerontologie der Universität Zürich 30.08.2012 PD Dr. med. Thomas Münzer Chefarzt Geriatrische Klinik Kompetenzzentrum Gesundheit

Mehr

Vereinbarung zur Umsetzung einer Screening-Maßnahme. nach 7 Abs. 2 der Anlage 4 des Hausarztvertrages. 2. PAVK-Screening (01.01.2012-30.06.

Vereinbarung zur Umsetzung einer Screening-Maßnahme. nach 7 Abs. 2 der Anlage 4 des Hausarztvertrages. 2. PAVK-Screening (01.01.2012-30.06. Vereinbarung zur Umsetzung einer Screening-Maßnahme nach 7 Abs. 2 der Anlage 4 des Hausarztvertrages 2. PAVK-Screening (01.01.2012-30.06.2012) zwischen der AOK Sachsen-Anhalt (AOK) und dem Hausärzteverband

Mehr

KJPPP Behandlung der agersucht

KJPPP Behandlung der agersucht Behandlung der Magersucht im Kindes- und Jugendalter - ein stationäres Therapiekonzept Dr. med. Karin Egberts Klinik ik für Kinder- und dj Jugendpsychiatrie, ti Psychosomatik und Psychotherapie Universität

Mehr

Herzlich Willkommen. Thema: Entlassungs- und Überleitungsmanagement Wie wir es verstehen!

Herzlich Willkommen. Thema: Entlassungs- und Überleitungsmanagement Wie wir es verstehen! Herzlich Willkommen Thema: Entlassungs- und Überleitungsmanagement Wie wir es verstehen! Roland Stoffregen - CARE4U 1 Dienstleistungsagentur im Bereich des Entlassungs- und Überleitungsmanagement 1. Organisatorische

Mehr

Der Diabetes liegt mir am Herzen

Der Diabetes liegt mir am Herzen Der Diabetes liegt mir am Herzen Priv.Doz. Dr. med. Frank Muders Fachärztliche Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin und Kardiologie, Ärztehaus Weiden Diabetikeradern altern schneller Gefäßwandveränderungen

Mehr

LWL-Klinik Lengerich DEPRESSION. und Selbstmordgefährdung. Dr. med. Ulrike Gotthardt Behandlungszentrum für Hörgeschädigte. KoFo Essen 11.03.

LWL-Klinik Lengerich DEPRESSION. und Selbstmordgefährdung. Dr. med. Ulrike Gotthardt Behandlungszentrum für Hörgeschädigte. KoFo Essen 11.03. DEPRESSION und Selbstmordgefährdung Dr. med. Ulrike Gotthardt Behandlungszentrum für Hörgeschädigte LWL-Klinik Lengerich KoFo Essen 11.03.2009 Warum ist es notwendig, dass wir hier über DEPRESSIONEN sprechen?

Mehr

Praxistage 2012. Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen

Praxistage 2012. Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen Praxistage 2012 Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Ein Plus für UnternehmerInnen Gesundheitsversicherung statt Krankenkasse - Ist der Weg das Ziel? Gesundheitsausgaben im

Mehr

Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen HAUSARZT und FACHARZT für Orthopädie, Orthopädie und Unfallchirurgie und/oder FACHARZT für Chirurgie

Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen HAUSARZT und FACHARZT für Orthopädie, Orthopädie und Unfallchirurgie und/oder FACHARZT für Chirurgie Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen HAUSARZT und FACHARZT für Orthopädie, Orthopädie und Unfallchirurgie und/oder FACHARZT für Chirurgie Ziel einer Schnittstellenkoordination ist insbesondere die Sicherstellung

Mehr

Wie unsere Augen Erfahren Sie, wie wir sehen, und wie Sie Ihre Vision zu schützen.

Wie unsere Augen Erfahren Sie, wie wir sehen, und wie Sie Ihre Vision zu schützen. Wie unsere Augen Erfahren Sie, wie wir sehen, und wie Sie Ihre Vision zu schützen. Levobunolol ist ein Beta-Blocker, der den Druck im Inneren des Auges reduziert. Levobunolol Augen (Auge) ist für die Behandlung

Mehr

Palliativtherapie durch den Hausarzt

Palliativtherapie durch den Hausarzt Palliativtherapie durch den Hausarzt Anpassungsstörungen: Angst und Depression Dr. med. Manuela März Innere Medizin FMH Fachgebiet Psychosomatik Belegärztin Klinik St. Anna Definition Palliativtherapie

Mehr

Interventionelle Behandlung der Aortenklappenstenose

Interventionelle Behandlung der Aortenklappenstenose Innovationsgipfel 07.05.2009 Interventionelle Behandlung der Aortenklappenstenose Prof. Dr. H. Drexler Aortenstenose Aortenstenose: Verengung des Auslassventils der linken Herzkammer Aortenstenose Aortenstenose

Mehr

Depression im Alter. Dr. med. Ch. Alber Dr. med. M. Hafner

Depression im Alter. Dr. med. Ch. Alber Dr. med. M. Hafner Depression im Alter Dr. med. Ch. Alber Dr. med. M. Hafner Definition Depression (ICD 10) Hauptsymptome Gedrückte Stimmung, Freud-und Intressenlosigkeit, verminderter Antrieb und rasche Ermüdbarkeit Weitere

Mehr

Verständnis als Voraussetzung von Handeln -

Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Verständnis als Voraussetzung von Handeln - Die aktuelle Versorgungssituation der Demenzkranken in Deutschland Prof. Dr. H. Gutzmann Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie 1 Die

Mehr

WAS TUN BEI ANGST & DEPRESSION? von. Hans Kottke

WAS TUN BEI ANGST & DEPRESSION? von. Hans Kottke Hans Kottke Blasiusstr.10 38114, Braunschweig mail@hanskottke.de ca. 701 Wörter WAS TUN BEI ANGST & DEPRESSION? von Hans Kottke Mai 2012 Die Ausgangslage Kottke / Was tun bei Angst & Depression / 2 Es

Mehr

Fragebogen zum häuslichen Medikationsmanagement multimorbider Patienten mit einem insulinpflichtigen Diabetes

Fragebogen zum häuslichen Medikationsmanagement multimorbider Patienten mit einem insulinpflichtigen Diabetes Formular für den Hausbesuch Patient Name: Adresse: Telefon: Arzt Name: Adresse: Telefon: Fax: E-Mail: Apotheke Name der Apotheke: Name des Apothekers: Adresse: Telefon: Fax: E-Mail: Datum des Interviews:

Mehr

Gesundheits-Checks für Mitarbeitende als Massnahme um gesund alt zu werden. Chancen und Risiken für Unternehmen.

Gesundheits-Checks für Mitarbeitende als Massnahme um gesund alt zu werden. Chancen und Risiken für Unternehmen. Gesundheits-Checks für Mitarbeitende als Massnahme um gesund alt zu werden. Chancen und Risiken für Unternehmen. Sarah Berni, September 2014 1 2 Was ist Gesundheit? 3 Was ist Gesundheit? World Health Organization

Mehr

Therapie der Herzinsuffizienz S. Achenbach, Medizinische Klinik 2, Universitätsklinikum Erlangen

Therapie der Herzinsuffizienz S. Achenbach, Medizinische Klinik 2, Universitätsklinikum Erlangen Therapie der Herzinsuffizienz 2013 S. Achenbach, Medizinische Klinik 2, Universitätsklinikum Erlangen Häufigkeit der Herzinsuffizienz 10-20% der 70-80 jährigen 15 Millionen Patienten in der EU Überleben

Mehr

BAVARIA Pflege24. Fragebogen zur Seniorenbetreuung

BAVARIA Pflege24. Fragebogen zur Seniorenbetreuung Fragebogen zur Seniorenbetreuung Bitte füllen Sie den Fragebogen nach Möglichkeit aus. Ihre Daten werden streng vertraulich behandelt und werden nicht an Dritte weitergegeben, sofern dies nicht nach Ihrer

Mehr

Der Typ 2 Diabetiker mit arterieller Hypertonie. 1. zu spät gehandelt. 2. zu spät behandelt. 3. zu ineffektiv therapiert.

Der Typ 2 Diabetiker mit arterieller Hypertonie. 1. zu spät gehandelt. 2. zu spät behandelt. 3. zu ineffektiv therapiert. 1. zu spät gehandelt 2. zu spät behandelt 3. zu ineffektiv therapiert Torsten Schwalm Häufige Koinzidenz, Problemstellung - gemeinsame pathogenetische Grundlagen - Diabetiker sind 3 x häufiger hyperton

Mehr

Compliance/Adhärenz Was nimmt der Patient wirklich? M. Pollok Klinik II für Innere Medizin Universitätskliniken Köln

Compliance/Adhärenz Was nimmt der Patient wirklich? M. Pollok Klinik II für Innere Medizin Universitätskliniken Köln Compliance/Adhärenz Was nimmt der Patient wirklich? M. Pollok Klinik II für Innere Medizin Universitätskliniken Köln aktuelle Patientenzitate aus unserer nephrologischen Ambulanz warum haben Sie denn Ihre

Mehr

Die Therapie der peripheren Durchblutungsstörung. Let`s work 2012. 11. Arbeitstagung für Heilpraktiker. HP Karl Vetter

Die Therapie der peripheren Durchblutungsstörung. Let`s work 2012. 11. Arbeitstagung für Heilpraktiker. HP Karl Vetter Die Therapie der peripheren Durchblutungsstörung Let`s work 2012 11. Arbeitstagung für Heilpraktiker In Deutschland leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung über 55 Jahre an Durchblutungsstörungen. Männer

Mehr

Übersicht Verständnisfragen

Übersicht Verständnisfragen Übersicht Verständnisfragen Herz-Kreislauf-Erkrankungen Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD) Übergewicht und Adipositas Diabetes mellitus Krebserkrankungen HIV und AIDS Rheumatische Erkrankungen

Mehr

Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net)

Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net) Teilprojekt VIII: Gesundheitsnetz somatoforme und funktionelle Störungen (Sofu-Net) Prof. Dr. Bernd Löwe, UKE und Schön Klinik Hamburg Eilbek Fallbeispiel Vorstellung in psychosomatischer Ambulanz: Herr

Mehr

Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin

Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin Klinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin Fachbereich Angiologie Gefäße heilen Durchblutung fördern Die Angiologie am Klinikum St. Georg Leipzig Angiologie ist die Wissenschaft

Mehr

WARUM FRAUEN GESÜNDER LEBEN & MÄNNER FRÜHER STERBEN. Inhalt

WARUM FRAUEN GESÜNDER LEBEN & MÄNNER FRÜHER STERBEN. Inhalt Inhalt 15 Zwei Gesundheitskulturen Männer sind anders, Frauen auch 16 Der Begriff Gender Medicine 18 Biologische Gegebenheiten 19 Frauen leben länger 21 Warum Frauen länger leben 22 Gesund oder krank?

Mehr

Adherence Differenzierter Umgang mit Patienten

Adherence Differenzierter Umgang mit Patienten Adherence Differenzierter Umgang mit Patienten Prof. Dr. Marion Schaefer, Institut für Klinische Pharmakologie Masterstudiengang Consumer Health Care Charité Universitätsmedizin Berlin 4. Deutscher Kongress

Mehr

1. Allgemeines. 1. Allgemeines. Therapie der Spastik bei MS. 1. Allgemeines. Spastik

1. Allgemeines. 1. Allgemeines. Therapie der Spastik bei MS. 1. Allgemeines. Spastik Therapie der Spastik bei MS 2. Therapie 1. Orale Antispastika (Tabletten) 2. Botulinumtoxin 3. Baclofenpumpe 4. Intrathekale Cortisontherapie 3. Pragmatisches Vorgehen Spastik Definition Geschwindigkeitsabhängiger

Mehr

Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie

Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie Patientenseminar Herztransplantation Köln, 22. März 2010 Transplantatvaskulopathie Prävention und Therapie PD Dr. med. Jochen Müller-Ehmsen muller.ehmsen@uni-koeln.de Klinik III für Innere Medizin der

Mehr

Behandlungsprogramme für Diabetiker was bringt das Mitmachen?

Behandlungsprogramme für Diabetiker was bringt das Mitmachen? Behandlungsprogramme für Diabetiker was bringt das Mitmachen? AOK Mecklenburg-Vorpommern Daniela Morgan, Vertragspartnerservice UNI - Greifswald, 02. Dezember 2009 Was sind Disease- Management-Programme?

Mehr

Erste Anzeichen und Diagnose. Die verschiedenen Formen der Demenz. Inhalt

Erste Anzeichen und Diagnose. Die verschiedenen Formen der Demenz. Inhalt 6 Erste Anzeichen und Diagnose 12 Was ist Demenz? 15 Beim Arzt: Die Diagnose der Demenz 15 Das ärztliche Gespräch: Die Exploration 19 Vom Verdacht zur Diagnose 21 Die nächsten Schritte: Psychologische

Mehr

Hintergrund: Hausärztliche Leitliniengruppe Hessen. Leitlinie Hausärztliche Palliativversorgung

Hintergrund: Hausärztliche Leitliniengruppe Hessen. Leitlinie Hausärztliche Palliativversorgung Leitlinie Hausärztliche Palliativversorgung Schnittstelle zwischen Basisversorgung und spezialisierter C. Ostgathe (, Universität zu Köln) I. Schubert (PMV forschungsgruppe, Universität zu Köln) J. Fessler

Mehr

Wenn der Druck zunimmt - Bluthochdruck und Übergewicht

Wenn der Druck zunimmt - Bluthochdruck und Übergewicht Wenn der Druck zunimmt - Bluthochdruck und Übergewicht Dr. med. Arnd J. Busmann Dobbenweg 12, 28203 Bremen praxis-dobbenweg.de Themen des Vortrags Ursachen und Folgen von Übergewicht und Bluthochdruck

Mehr

24 STUNDEN BETREUUNG

24 STUNDEN BETREUUNG Angaben zur Haushaltshilfe u. Betreuung Rainer Schötz 24 STUNDEN BETREUUNG Niemand kann vorhersagen, wie sich die Pflege in der Zukunft entwickelt. Die Sex & Drugs & Rock n Roll Generation klopft schon

Mehr

Demenzkranke Menschen als Kunden Tipps für den Umgang

Demenzkranke Menschen als Kunden Tipps für den Umgang Schweizerische Alzheimervereinigung Demenzkranke Menschen als Kunden Tipps für den Umgang In der zahnmedizinischen Praxis In Ihrem beruflichen Alltag können Sie es mit Menschen zu tun haben, die an einer

Mehr

Palliation. Palliation. Kuration. Kuration. SAPV und Altenpflege Freund oder Feind? Ein Paradigmenwechsel auf ganzer Linie.

Palliation. Palliation. Kuration. Kuration. SAPV und Altenpflege Freund oder Feind? Ein Paradigmenwechsel auf ganzer Linie. SAPV und Altenpflege Freund oder Feind? Katja Goudinoudis Zentrum für Ambulante Hospiz- und PalliativVersorgung München Land und Stadtrand SAPV und Hospizdienst 5. Fachtagung Palliative Geriatrie Berlin,

Mehr

Strategie 1.1. Positive Einstellung in der Gesellschaft zu Bewegung und Sport durch Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit

Strategie 1.1. Positive Einstellung in der Gesellschaft zu Bewegung und Sport durch Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit Krankheiten des Skeletts, der Muskeln und des Bindegewebes Ausgangslage: Rückenleiden zählen in Deutschland, wie in den meisten Industrienationen, zu den häufigsten Beschwerdebildern in der Bevölkerung.

Mehr

Therapie von Lebererkrankungen. Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck

Therapie von Lebererkrankungen. Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck Therapie von Lebererkrankungen Ivo Graziadei Gastroenterologie & Hepatologie Medizinische Universität Innsbruck Virus Fett Alkohol Eisen/Kupfer Medikamente gesunde LEBER Akute Hepatitis Therapieziele Chronische

Mehr

Naturheilkunde -Definition

Naturheilkunde -Definition Dr. N. Sotoudeh Naturheilkunde -Definition Die Lehre von der Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten unter Einsatz der natürlichen Umwelt entnommener und naturbelassener Heilmittel. Pschyrembel s Klinisches

Mehr

Erfassungsbogen Seite 1 / 6

Erfassungsbogen Seite 1 / 6 Seite 1 / 6 Bitte senden Sie den ausgefüllten Erfassungsbogen per Mail an kontakt@betreuungswelt.de per Fax an 0211 1760 7729 per Post an Betreuungswelt GmbH & Co. KG, Düsseldorfer Str. 157, 40545 Düsseldorf

Mehr

Therapie schizophrener Erkrankungen

Therapie schizophrener Erkrankungen Therapie schizophrener Erkrankungen Anti-Stigma-Aktion München und Bayerische Anti-Stigma-Aktion (BASTA) In Kooperation mit der World Psychiatric Association (WPA) 1 Therapie schizophrener Erkankungen

Mehr

Hormonersatztherapie und Mammakarzinom. W. Stummvoll G. Hofmann

Hormonersatztherapie und Mammakarzinom. W. Stummvoll G. Hofmann Hormonersatztherapie und Mammakarzinom W. Stummvoll G. Hofmann Östrogene Östron (E1): Östradiol (E2): Östriol (E3): 1 OH-Gruppe 2 OH-Gruppen 3 OH-Gruppen Standard der Substitutionstherapie: Prä-/Perimenopause

Mehr

Zusammenhänge zwischen Übergewicht / Gewichtszunahme und Stoffwechselerkrankungen

Zusammenhänge zwischen Übergewicht / Gewichtszunahme und Stoffwechselerkrankungen Zusammenhänge zwischen Übergewicht / Gewichtszunahme und Stoffwechselerkrankungen Robert A. Ritzel Klinik für Endokrinologie, Diabetologie und Suchtmedizin Nuklearmedizin Klinikum Schwabing Städtisches

Mehr

Ambulanz Chinesische Medizin

Ambulanz Chinesische Medizin Ambulanz Chinesische Medizin für Frauen mit Brustkrebs Gefördert durch die Dorit und Alexander Otto Stiftung In der Ambulanz für Chinesische Medizin im Mammazentrum Hamburg haben die betroffenen Frauen

Mehr

auf der Grundlage der DMP-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses Indikation Diabetes mellitus Typ 2

auf der Grundlage der DMP-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses Indikation Diabetes mellitus Typ 2 Bericht gemäß 137f Abs. 4 Satz 2 SGB V auf der Grundlage der DMP-Anforderungen-Richtlinie (DMP-A-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses zur versichertenbezogenen Qualitätssicherung Indikation Diabetes mellitus

Mehr

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette.

Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die spezifische Vitaminkombination in nur einer Tablette. Die gezielte Vitaminergänzung bei medikamentös behandelter Epilepsie. Schließen Sie Ihre Vitaminlücken ganz gezielt. Hinweis EPIVIT ist ein ernährungsmedizinisch

Mehr

Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation

Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation Akutgeriatrie und geriatrische Rehabilitation Gesundheit und Alter Viele Dinge, die selbstverständlich zum Alltag gehören, stellen im Alter eine Herausforderung dar: Das Haushalten macht Mühe, das Einkaufen

Mehr