Fachstelle für Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen

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1 STROHHALM Fachstelle für Prävention von sexuellem Missbrauch an Mädchen und Jungen

2 Erarbeitung sexualpädagogischer Konzepte in Kindertagesstätten

3 Das gehört in ein SEXUALPÄDAGOGISCHES KONZEPT: Welche sexuellen Aktivitäten sind erlaubt Umgang mit sexuellen Übergriffen unter Kindern Sexuelle Bildung

4 Voraussetzung: Wissen um KINDLICHE SEXUALITÄT

5 Sexualität ist eine existentielle Lebensenergie Identität Lust Beziehungen Fortpflanzung

6 Psychosexuelle Entwicklung ist so wichtig wie Kognitive Emotionale Soziale Entwicklung Beeinflussen sich gegenseitig

7 Im Verlauf der psychosexuellen Entwicklung verändern sich die Aspekte: Reifung kindliche und erwachsene Sexualität unterscheiden sich stark

8 1.Lebensjahr Oral: Nahrung, saugen,erforschen Körper als Sinnesorgan Berühren der/spielen mit den Genitalien

9 2. bis 3. Lebensjahr: Grenzen: ich und du Matschen, manschen Faszination Toilettengang: Ausscheidungen und Spülung

10 3. bis 6. Lebensjahr: Geschlechtsunterschiede Masturbation als Entspannung Der eigene/der Körper anderer Scham Individuelle sexuelle Identität

11 Die ersten Grundschuljahre: Cliquen, Banden, beste Freundinnen Verlieben Empathie

12 Kindliche Sexualität ist mehr, ganzheitlicher, umfassender als erwachsene Sexualität Erwachsene Sexualität hat den Fokus auf genitaler Sexualität

13 Sexuelle Handlungen unter Kindern Was sehe ich? Sexuelle Aktivitäten Sexuelle Übergriffe Wie reagiere ich? Umgang entsprechend dem sexualpäd. Konzept der Einrichtung, bzw. den persönlichen Schamgrenzen Intervention nötig fachlicher Umgang Kinderschutz!!

14 Definition SEXUELLE ÜBERGRIFFE Ein sexueller Übergriff unter Kindern liegt dann vor, wenn sexuelle Handlungen durch das übergriffige Kind erzwungen werden bzw. das betroffene Kind sie unfreiwillig duldet oder sich unfreiwillig daran beteiligt. Häufig wird dabei ein Machtgefälle zwischen den beteiligten übergriffigen und betroffenen Kindern ausgenutzt, indem z.b. durch Versprechungen, Anerkennung, Drohungen oder körperliche Gewalt Druck ausgeübt wird.

15 Machtverhältnisse können unterschiedliche Ursachen haben, zum Beispiel: Alter Geschlecht Körperliche Kraft Position/Rolle in der Gruppe Abhängigkeit /Bestechlichkeit /sozialer Status Migrationshintergrund

16 Begrifflichkeit: Betroffene und übergriffige Kinder Fachlich angemessen Dem pädagogischen Kontext angemessen Vermeiden von Polarisierung

17 Was brauchen die betroffenen Kinder? Parteilichkeit Schutz und Sicherheit Deutliche Botschaften Trost und Mitgefühl, Stärkung

18 Was brauchen die übergriffigen Kinder? Klare Einschätzung Keine Ausweichmöglichkeit Einsicht wecken Vertrauen / nicht an den Pranger stellen

19 Die Eltern der betroffenen und der übergriffigen Kinder müssen informiert werden

20 Die Gefühle der Eltern müssen akzeptiert und verstanden werden berechtigte Forderungen müssen erfüllt werden

21

22 Kindliche SEXUELLE AKTIVITÄTEN: Doktorspiele alles was an erwachsene Sexualität erinnert

23 Allein und mit anderen

24 Erziehen im Bereich der Sexualität ist erlaubt, sogar notwendig

25 Kinder brauchen klares und deutliches Verhalten, keine Ablenkung

26 Was an sexuellen Aktivitäten erlaubt ist - wie reagiert wird - entscheidet das Team

27 Teamprozess: Persönliche Erfahrungen Scham Erziehung Medienerfahrung Alter Ausbildung...

28 Einflussfaktoren: Einrichtungsprofil Träger Leitung Sozial- und kulturelle Struktur der Eltern

29 Konsens

30 Unprofessionell: das gehört ausschließlich nach Hause/ bei uns dürfen die Kinder alles ausleben

31 Praktische Regel: nur unter Gleichaltrigen!

32 Wie wird vermittelt, wogegen sich das Team entschieden hat?

33 Nicht zuviel Erklärungen: Respektvoll, nicht abwertend individuell (hier) konsequent

34

35 SEXUELLE BILDUNG findet statt, ob wir sie lenken und wollen oder nicht - ein Leben lang

36 Botschaften darüber werden vermittelt: Medien Peers/ ältere Jugendliche Pornos anzügliche Sprache Peinlichkeit

37 Sexualerziehung ist ein wichtiger Bestandteil der Prävention von sexuellem Missbrauch

38 altersgemäß: am Verständnis und den Interessen (Situation) der Kinder orientiert

39 Themen:

40 Körper: Bezeichnungen für Geschlechtsteile Klitoris Eichel

41 Gefühle: wie fühlt sich der eigene Körper an was macht schöne Gefühle Unterschiede Berührungen

42 Geschlechterrollen: typisch Mädchen/typisch Junge Transkinder

43 Grenzen des berechtigten Interesses

44 Lebensformen/Beziehungen: Vater/Mutter/Kinder Eineltertnfamilien Patchworkfamilien Regenbogenfamilien Pflegefamilien Adoption

45 Medien: Werbung Fernsehen

46 Sprache: wie wollen wir miteinander umgehen?

47 Regeln: was dürfen Kinder was dürfen Erwachsene (miteinander/mit Kindern)

48 Eltern sind häufig unterschiedlicher Meinung: wenig Einschränkung der Kinder Schutz vor diesen Erwachsenenthemen

49 Ihr Recht - auch pädagogisch sinnvoll! - auf Transparenz bzgl. der Entstehung des sexualpädagogischen Konzeptes Information

50 Interkultureller Zugang: respekt- und verständnisvoll Wissen um Sexualität ist Kinderschutz Angebot professioneller und vertrauter Unterstützung

51 z.b. Fortpflanzung

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