Wie kann pädagogisches Handeln zur Unterstützung und zur Selbstbemächtigung von traumatisierten Kindern beitragen?

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1 Wie kann pädagogisches Handeln zur Unterstützung und zur Selbstbemächtigung von traumatisierten Kindern beitragen? Workshop Referentin: Heike Karau Zentrum für Traumapädagogik, Hanau

2 Wie? Die PädagogInnen gehen davon aus, dass Traumabearbeitung nicht ausschließlich in der Therapie stattfindet, sondern ebenso im Alltag der Mädchen und Jungen, d.h. in der (Pflege) -Familie, der Kindertagesbetreuung, der Wohngruppe, der Beratungsstelle Die PädagogInnen wissen, was traumatisierte Kinder und Jugendliche brauchen Dazu gehören vor allem Erwachsene mit Durchhaltevermögen und einer wertschätzenden und wohlwollenden Haltung

3 Die traumapädagogische Haltung Die Verhaltensweisen der Kinder sind normale Reaktionen auf eine extreme Stressbelastung. Sie haben für ihre Vorannahmen, Reaktionen und Verhaltensweisen einen guten Grund. Sie haben in ihrem Leben bislang viel überstanden und geleistet. Wir unterstützen sie bei der Entwicklung eines guten Lebens durch Selbstbemächtigung. Wir stellen unser Fachwissen zur Verfügung (Profis), sie sind die ExpertInnen für ihr Leben.

4 Kernstücke der Traumapädagogik Lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen brauchen soweit wie möglich sichere, d. h. transparente Orte Sie brauchen Schutz vor weiteren Übergriffen, Schädigungen und belastenden Ereignissen Sie brauchen Verlässlichkeit, d.h. klare Regeln und Vereinbarungen Sie brauchen Unterstützung beim Finden von soweit als möglich sicheren Orten, innen und außen

5 Kernstücke der Traumapädagogik Lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen brauchen viele gute Bindungen Sie brauchen beständige, Halt gebende Beziehungen mit verlässlichen, zugewandten Erwachsenen Sie brauchen die Möglichkeit neue, korrigierende Bindungserfahrungen zu machen Sie brauchen Erwachsene, die ihre traumatischen Erfahrungen und die daraus entstandenen Erwartungen nicht bestätigen

6 Kernstücke der Traumapädagogik Lebensgeschichtlich belastete Mädchen und Jungen haben ein Anrecht auf Erwachsene, die sie bei der Selbstbemächtigung unterstützen Sie brauchen Erwachsene, die sie dabei unterstützen sich ihrer selbst wieder sicher zu sein, über sich und ihre Verhaltensweisen wieder selbst zu bestimmen Sie brauchen begleitende Erwachsene, die Rückschläge verkraften und in kleinen Schritten Erfolge sehen

7 Die Unterstützung zur Selbstbemächtigung - ein Kernstück der Traumaarbeit Die Förderung des (kognitiven) Selbstverstehens Die Unterstützung der Selbstakzeptanz Die Förderung der Selbstregulation Die Sensibilisierung für Körperempfindungen und Gefühle Die Identifizierung von Trigger und Stimuli von Übererregung Die Förderung von Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeit und Selbstausdruck

8 Sich selbst verstehen bedeutet zu wissen, dass Gewalt gegen Kinder häufiger vorkommt und sie nicht schuld daran sind und die Verantwortung bei den Erwachsenen liegt. zu wissen, dass die früheren Erfahrungen noch immer wirken und das Heute beeinflussen. zu wissen wie der Körper und der Kopf reagieren.

9

10 Das dreigliedrige Gehirn als Etagen Chef-Etage: Großhirn(rinde), Kortex Denken, Planen, Entscheiden, zielgerichtetes Handeln, Rationale Entscheidungen 1.Stock: Limbisches System, Amygdala, Warnzentrale, Steuerzentrale der Gefühle, und Speicherzentrale für zersplitterte Sinneseindrücke, die Sprache des 1. Stocks sind die Emotionen Erdgeschoss: Reptiliengehirn Art- und Selbsterhaltung, Atmung, Blutdruck, Körperfunktionen- und reaktionen, seine Sprache sind die Empfindungen ZTP 2015 Zentrum für Traumapädagogik

11 Kinder verstehen das. Kinder entlastet das. Kinder können dann mitreden.. Das Erdgeschoss ist viel größer, ihr wisst gar nicht was da alles drin ist. Da hat sich eine Fernbedienung reingehängt. Das war nicht ich, das war mein Reptiliengehirn. ZTP 2015 Zentrum für Traumapädagogik

12 Selbstakzeptanz fördern Durch das Wissen, dass die Verhaltensweisen/Verhaltensauffälligkeiten normale Reaktionen auf ein unangemessenes, außergewöhnliches, meist schädigendes Ereignis sind Die Verhaltensweisen werden als Überlebensstrategien der Mädchen und Jungen verstanden Durch das Verstehen des Guten Grundes mit dem Wörtchen weil... Der 6jährige Jan kann sich nicht konzentrieren weil..?

13 Selbstregulation fördern. Durch das gemeinsame Identifizieren von Stressauslösern, evt. auch mit den Eltern Durch das Erarbeiten von alternativen Bewältigungsstrategien Durch Aktivitäten, Übungen, die helfen die eingefrorenen Energien abzubauen, die helfen die Kinder in angemessene Bewegung zu bringen Durch die Sensibilisierung für Gefühle und Körperempfindungen

14 ZTP 2014 Zentrum für Traumapädagogik

15 Körperwahrnehmung, Selbstwirksamkeit und Selbstausdruck fördern Durch neue, wiedergutmachende Körpererfahrungen Durch (neue) Sinneserfahrungen, Entspannungstechniken, Wahrnehmungsübungen Durch die Entwicklung und Stärkung ihrer Fähigkeiten Durch die altersangemessene Miteinbeziehung in die Gestaltung des Alltags Durch Erfahrungen in der Natur, beim Malen, Musik machen, Matschen.

16 Man kann sich mit dem Rücken an die Wand lehnen, Oder an einen Baum. Im QiGong geht es darum die Wirbelsäule als Mitte des Körpers zu spüren, sie aufzurichten, in die Wirbelsäule hinein zu atmen und sie damit zu strecken. Wir können mit Hilfe der Wirbelsäule unsere inneren Organe verorten und spüren Cross-Müller: Nur Mut! Das kleine Überlebensbuch ZTP 2014 Zentrum für Traumapädagogik

17 Zentrum für Traumapädagogik Zentrum für Traumapädagogik Zentrum für Traumapädagogik Hanau

18 Wie? Mit PädagogInnen, die gut für sich selbst sorgen und ihre eigene Selbstbemächtigung im Auge haben Mit einem gut funktionierenden Netzwerk von unterstützenden Erwachsenen, angemessenen Angeboten und kooperierenden Institutionen

19 Selbstbemächtigung als Kernstück der Traumapädagogik bedeutet, dass die Mädchen und Jungen mit Unterstützung ihrer Bezugspersonen Stück für Stück das Gefühl für sich selbst wiederfinden, sich, ihre Gefühle und Empfindungen wahrnehmen lernen und sich ihre Selbstregulation zurückerobern. Wilma Weiß

20 Die Weilfrage Das Wort weil, lädt zum Antworten ein Es lädt ein, über sich nachzudenken Weil? Transportiert eine wertschätzende Haltung Die Weilrunde als Möglichkeit des fachlichen Austausches Ziele im Umgang mit störenden Verhaltensweisen Das Begreifen der Symptome in Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte Verständnis und Wertschätzung der Verhaltensweisen Überprüfen, ob das Verhalten weiterhin notwendig ist Erarbeiten von alternativen Verhaltensweisen und Vergrößerung des Verhaltensspielraums ZTP 2015 Zentrum für Traumapädagogik

21 Literatur und Kontakt Zentrum für Traumapädagogik Ulanenplatz Hanau

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