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1 Geisteswissenschaft Gunter Thiele Zu "Sozialarbeit von unten" von Karam Khella Studienarbeit

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3 Zu Sozialarbeit von unten von Karam Khella Hausarbeit Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig Fachbereich Sozialwesen Studiengang Soziale Arbeit, berufsbegleitend Theorien und Geschichte der Sozialen Arbeit Wintersemester 2007 vorgelegt von: Gunter Thiele 1. Semester Chemnitz,

4 Inhaltsverzeichnis Seite 1. Einleitung 3 2. Historischer Kontext Vorherrschendes Wissen der Zeit Wissenstand der Sozialen Arbeit 4 3. Erkenntnisse und Theorien Theorien Erkenntnismethoden 6 4. Interpretation und Schluss Innovation und Gültigkeit Entwicklungspotential 7 5. Literaturverzeichnis 8

5 1. Einleitung Karam Khella ein Ägypter, brachte den Deutschen in Deutschland eine Theorie der Sozialen Arbeit, die auf der Basis des dialektischen Materialismus von Karl Marx aufbaut, die Sozialarbeit von unten. Der Band Sozialarbeit von unten/praktische Methoden der fortschrittlichen Sozialarbeit stellt einen praktischen Methodenteil dar und ist Bestandteil seines dreibändigen Werkes Handbuch der Sozialarbeit und Sozialpolitik. In der Zeit der Studentenunruhen fand diese praktische Anleitung auf der Grundlage dialektisch-materialistischer Theorie großen Zuspruch bereits kurz nach deren Veröffentlichung, während das Interesse daran Mitte der achtziger Jahre schlagartig aufhörte. Karam Khella wurde 1934 in Ägypten geboren beginnt er ein Studium der Betriebwirtschaftslehre, da er später den Betrieb seines Vaters leiten soll. Nach einem Jahr wechselt er zum Studium der Theologie und Sprachwissenschaften. Während seiner Studienzeit arbeitet er an vielfältigen Sozialprojekten mit kommt er im Rahmen eines Austauschprogrammes für Dozenten nach Hamburg. Er unterrichtet da am Institut für Geschichte und Kultur des vorderen Orients. Von ist er als Studentenpfarrer in Stuttgart tätig und wird während dieser Arbeit von Arbeitern für die so genannte Arbeiterfrage sensibilisiert. Dies ließ ihn auch zur Theologie auf Distanz gehen. Später studierte er noch Geschichte in Kiel und Medizin in Hamburg doziert er beim Sozialpädagogischen Zusatzstudium an der Uni in Hamburg. Dieses Zusatzstudium sollte von einer arbeiterorientierten Wissenschaft getragen werden es wurde 1982 aus dem Lehrangebot der Hamburger Uni gestrichen, da es während der Lehrtätigkeit von Khella zu politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen kam. Karam Khella verliert seinen Job und soll nun als arbeitsloser Ägypter ausgewiesen werden. Um in der Bundesrepublik bleiben zu können, kämpft er öffentlich und das Arbeitsgericht stellte fest, dass er aufgrund seiner 15-jährigen Tätigkeit im öffentlichen Dienst unkündbar ist und seine Anstellung an der Uni in Hamburg behalten kann. Khella vermindert ab 1985 sein öffentliches Engagement aus Enttäuschung über die zerschlagenen Reformillusionen, da auch seiner Ansicht nach in Deutschland niemand wirkliche Reformen will. (vgl. Engelke, 1999, S. 313) 2. Historischer Kontext 2.1 Vorherrschendes Wissen der Zeit Khella kommt 1958 aus Ägypten in das geteilte Deutschland. Vorherrschend hier die festgefahrenen Fronten im Kalten Krieg zwischen dem West- und dem Ostblock. Protestbewegungen jungen Menschen, zumeist Studenten, etablieren sich in den sechziger Jahren. Diese Protestler sympathisieren zum großen Teil mit den sozialistischen und kommunistischen Ideen, wie sie in den politischen Programmen auf der Grundlage des Marxismus-Leninismus der Sowjetunion und der DDR verankert waren. Einerseits also in der BRD die kapitalistische Gesellschaftsordnung, deren Grundlage das Profitstreben des Kapitales, die Ausbeutung der Arbeitskraft bzw. gesellschaftliche Produktion und private Aneignung ist und andererseits in der DDR die sozialistische Gesellschaftsordnung, die den Kapitalismus überwinden will, deren Grundlage der dialektische und historische Materialismus war, nach dessen Erkenntnissen sich die Geschichte nach exakten Gesetzen vollzieht. Der dialektische und historische Materialismus war die Wissenschaftsauffassung die der Theorie von Khella zugrunde liegt.

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