Titer. französisch titre: Feingehalt

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1 Serologie Testverfahren (in der Mikrobiologie und Virologie) zur Bestimmung spezifischer Antikörper im Serum oder in anderen Körperflüssigkeiten gegen infektiöse Erreger

2 Titer französisch titre: Feingehalt reziproker Wert der höchsten Serum- bzw. Probenverdünnung, bei der Antigen und Antikörper noch miteinander reagieren

3 Grenztiter / Grenzwert gibt den Schwellenwert an, ab dem das Ergebnis eines serologischen Nachweisverfahrens als spezifisch anzunehmen ist signifikante Titerdifferenz liegt vor, wenn sich zwei Proben des gleichen Patienten (im Abstand von Tagen) in mindestens 2 Titerstufen unterscheiden

4 Immunglobuline = Antikörper, Ig = Proteine kommen als Transmembranrezeptoren auf Zelloberfäche von B Lymphozyten vor (= B-Zell-Rezeptoren)

5 Immunglobuline - Aufbau

6 Immunglobuline - Aufbau

7 Immunglobuline - Klassen

8 Immunglobuline - Klassen IgG überwiegend im Plasma besonders wirksam bei bakteriellen Infektionen, kann aber auch bei Auto-Immunerkrankungen aktiv werden. tritt als einziges Immunglobulin von der mütterlichen Blutbahn in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes über und gewährt so einen wichtigen Infektionsschutz für das Neugeborene sogar über die Geburt hinaus (mütterliche Leihimmunität) der Schutz besteht für 6-12 Monate

9 Immunglobuline - Klassen IgM besonders wirksam bei Infektionen durch Viren und tropische Parasiten (zum Beispiel Malaria) und wird beim Eindringen eines Fremdkörpers in die Blutbahn zeitlich als Erstes aktiv Ob im Falle einer Bluttransfusion eine Blutgruppe vertragen wird oder nicht, hängt unter anderem von den Immunglobulinen der Klasse M ab.

10 Immunglobuline - Klassen IgA werden im Blut, Speichel sowie Magen- und Darmsaft vorgefunden Damit dienen sie an den Eintrittspforten des Körpers vor allem der örtlichen Abwehr von Fremdkörpern auf den Schleimhäuten Neugeborene bekommen IgA aus der Muttermilch

11 Immunglobuline - Klassen IgE spielen bei allergischen Reaktionen (Histaminfreisetzung) und Parasitenbefall eine große Rolle IgD Die genaue Funktion ist noch nicht geklärt

12 Immunglobuline - Funktionen

13 Antigen Antikörper - Reaktion Avidität eines Antikörpers ist die Kraft einer multivalenten Bindung zwischen Antigen und Antikörper Diese Bindung kann spezifisch oder multispezifisch sein. Multispezifisch ist sie dann, wenn ein Antikörper mit verschiedenen Antigen-Determinanten reagiert (Kreuzreaktion) Die Affinität ist in der Biochemie ein Maß für die Bindungsstärke zwischen den Bindungspartnern bei Protein-Ligand-Wechselwirkungen

14 Serologische Nachweisverfahren Mikroskopie: direkte und indirekte Immunfluoreszenz ELISA Westernblot Komplementbindungsreaktion Agglutinationstests Virusneutralisationstest

15 ELISA Enzym Immuntest (EIA) bzw. Enzyme Linked Immunosorbent Assay (ELISA) bezeichnet ein immunologisches Nachweisverfahren (Assay), basiert auf einer enzymatischen Farbreaktion Nachweismethode für: Proteine (Antikörper, Erregerbestandteile) in einer Probe (Blutserum, Liquor, etc.) auch niedermolekulare Verbindungen wie Hormone, Toxine und Pestizide

16 ELISA

17 ELISA

18 Westernblot Nachweisverfahren für Antikörper gegen: HIV, Hepatitis C und E, EBV, HSV 1/2, CMV Rötelnvirus, Parvovirus B19, Hantaviren, Sandfliegenfieber

19 Western Blot: Prinzip TMB/ NBT Substrat 4. Färbung Protein/ Antigen 1.Ak (monoklonal/polyklonal) Membran: PVDF/ Nitrozellulose 2.Ak Anti- (human/ mouse/ goat...) Peroxidase oder Alkaline Phosphatase konjugiert

20 Interpretation von Western Blots Welcher Patient trägt das HIV?

21 Interpretation von Western Blots Glykoproteine gp160, gp120, gp 41 POL-Proteine p66, p51, p32 GAG-Proteine p24, p18

22 Komplementbindungsreaktion Veraltetes Nachweisverfahren für Antikörper gegen: z.b. Adenoviren, Influenza- und Parainfluenzaviren, Mykoplasmen, RSV

23 Komplementbindungsreaktion KBR

24 Agglutinationstests Nachweis von Antikörpern gegen z.b. Rötelnvirus, Masernvirus, Influenzaviren Verdünnung des Patentenserums keine Hämagglutination vollständige Hämagglutination

25 Virusneutralisationstest Nachweisverfahren für Antikörper gegen: Poliomyelitisvirus, Enteroviren einschl. Coxsackie- und Echoviren, Orthopockenvirus

26 Poliovirus - Neutralisationstest Es werdern protektive (neutralisierende) Antikörper bestimmt. Keine einfache Methode!

27 Bewertung von serologischen Testen Korrelationskoeffizient r =. a x d b x c (a+b) x (c+d) x (a+c) x (b+d)

28 Hepatitis A

29 Hepatitis B

30 Hepatitis B

31 Hepatitis C Basisdiagnostik: ELISA Nachweis spez. Antikörper 6-8 Wochen nach Infektion Bestätigung durch PCR erforderlich! (oder Immunblot) bei negativem PCR- Befund sollte Test nach 3-6 Monaten wiederholt werden Bei Neugeborenen: können noch Antikörper der Mutter vorhanden sein, PCR sollte herangezogen werden (ab 6. Lebenswoche!) Bei chronischen Verläufen: ggfs. Leberbiopsie durchgeführen, Diagnostik bezüglich anderer Lebererkrankungen

32 EBV

33 HIV

34 VZV

35 Röteln

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