7 Lineare Gleichungssysteme
|
|
|
- Victor Maximilian Grosser
- vor 9 Jahren
- Abrufe
Transkript
1 118 7 Lineare Gleichungssysteme Lineare Gleichungssysteme treten in vielen mathematischen, aber auch naturwissenschaftlichen Problemen auf; zum Beispiel beim Lösen von Differentialgleichungen, bei Optimierungsaufgaben, in der Elektrotechnik und auch in der Chemie. Bei Anwendungen treten meist sehr viele Gleichungen und Unbekannte auf, was effiziente Lösungsmethoden unabdingbar macht. Hilfsmittel dieser Lösungsmethoden sind Vektoren und Matrizen. 7.1 Vektoren in der Ebene und im Raum In diesem Abschnitt ist das Wichtigste über Vektoren in der Ebene und im Raum zusammengefasst. All dies sollte aus der Schule bekannt sein. Der restliche Stoff dieses Semesters baut auf diesen Grundlagen auf. In der Ebene und im Raum lassen sich Vektoren geometrisch als gerichtete Strecken oder Pfeile darstellen. Wir beschreiben die Vektoren ausschliesslich durch Länge und Richtung. Deshalb betrachten wir zwei Vektoren als gleich, wenn ihre Richtung und ihre Länge übereinstimmen. Unter einem Ortsvektor OP eines Punktes P verstehen wir den gerichteten Pfeil im Koordinatensystem mit Anfangspunkt im Ursprung O und Endpunkt P. Wir können uns also jeden Vektor als Ortsvektor vorstellen. P Wir schreiben einen Vektor sowohl in der Ebene als auch im Raum als Spaltenvektor: ( ) v 1 u1 u =, v = v u 2. 2 v 3 Die reellen Zahlen u 1,u 2 bzw. v 1,v 2,v 3 heissen Komponenten des Vektors u bzw. v. Diese KomponentenbeziehensichaufdieStandardbasis e 1, e 2 derebenebzw. e 1, e 2, e 3 desraumes. Das heisst, es gilt bzw. u = ( u1 u 2 ) = u 1 e 1 +u 2 e 2 mit e 1 = ( ) 1, e 0 2 = ( ) 0 1 v v = v 2 = v 1 e 1 +v 2 e 2 +v 3 e 3 mit e 1 = 0, e 2 = 1, e 3 = 0 v
2 119 Fassen wir u = ( u1 u 2 ) als Ortsvektor u = OP auf, dann sind die Komponenten u 1, u 2 von u gerade die Koordinaten des Punktes P: P = (u 1,u 2 ). Analog für v = OP im Raum. Rechenregeln Die Definition von Summe u+ v, Differenz u v und Skalarmultiplikation k u mit einer reellen Zahl k erfolgt komponentenweise: u 1 v 1 u 1 ±v 1 u 1 ku 1 u± v = u 2 ± v 2 = u 2 ±v 2 und k u = k =. u 3 v 3 u 3 ±v 3 u+v u 2 u 3 ku 2 ku 3 v k 1 u u k2u u u Diese Vektoroperationen gehorchen den folgenden Regeln. Satz 7.1 Für Vektoren u, v und w in der Ebene oder im Raum und reelle Zahlen k,l gilt: (i) u+ v = v + u (ii) ( u+ v)+ w = u+( v + w) (iii) u+ 0 = 0+ u = u (iv) u+( u) = 0 (v) k(l u) = (kl) u (vi) k( u+ v) = k u+k v (vii) (k+l) u = k u+l u (viii) 1 u = u
3 120 Die Länge (oder Norm) u eines Vektors u = Raum ist gegeben durch u = ( u1 u 2 ) u 1 in der Ebene, bzw. u = u 2 im u 3 u 21 +u22, bzw. u = u 2 1 +u2 2 +u2 3. y z u u2 u u1 x d u 3 u 1 y u 2 x Geraden und Ebenen im Raum Es gibt im Wesentlichen zwei verschiedene Darstellungsformen von Geraden und Ebenen, die Parametergleichung und die Koordinatengleichung. Parametergleichung einer Geraden. Eine Gerade in der Ebene bzw. im Raum ist gegeben durch ( ) x x r = = u+t v bzw. r = y = u+t v mit t R y z wobei u = OP der Ortsvektor eines (fest gewählten) beliebigen Punktes P auf der Geraden und v ein Richtungsvektor längs der Geraden ist. Für jeden Punkt der Geraden gibt es also (genau) ein t in R, so dass der Vektor r der Ortsvektor dieses Punktes beschreibt. Man nennt t einen Parameter. z g u v y x Punkt Q g es gibt ein t R mit r = u+t v = OQ
4 121 Beispiel Gesucht ist eine Parametergleichung für die Gerade g durch die beiden Punkte A = (1, 2,5) und B = (4,6, 2). Liegt C = (1,0,2) auf der Geraden g? Parametergleichung einer Ebene. Eine Ebene im Raum ist gegeben durch x r = y = u+s v +t w mit s,t R z wobei u = OP der Ortsvektor eines beliebigen Punktes P auf der Ebene und v und w zwei nicht parallele Richtungsvektoren in der Ebene sind. Hier sind s und t zwei Parameter. z u v y w x Aus der Schule wissen Sie, dass eine Gerade in der Ebene durch eine Gleichung der Form y = mx+q beschrieben werden kann, wobei m die Steigung und q der y-achsenabschnitt der Geraden ist.
5 122 Koordinatengleichung einer Geraden in der Ebene. Eine Gerade in der Ebene ist gegeben durch ax+by +c = 0 wobei a,b,c reelle Zahlen sind. Dabei gilt: Beispiel Der Punkt P = (x,y) liegt auf der Geraden ax+by +c = 0 Liegt der Punkt P = ( 2,4) auf der Geraden g gegeben durch x+2y 6 = 0? Koordinatengleichung einer Ebene im Raum. Eine Ebene im Raum ist gegeben durch ax+by +cz +d = 0 wobei a,b,c,d reelle Zahlen sind. Tatsächlich beschreibt diese Gleichung eine Ebene und nicht eine Gerade. Es ist eine Gleichung in den drei Unbekannten x, y, z. Zwei Unbekannte sind also frei wählbar, dann ist die dritte bestimmt. Dies entspricht den zwei Dimensionen der Ebene (bzw. den zwei Parametern der Parametergleichung einer Ebene). Eine Gerade im Raum ist nicht durch eine einzige Koordinatengleichung beschreibbar. Es sind zwei Koordinatengleichungen dafür nötig. Geometrisch bedeuten die zwei Gleichungen zwei Ebenen. Die Gerade wird also als Schnittgerade zweier Ebenen beschrieben. Beispiel Man bestimme die Schnittgerade der beiden Ebenen gegeben durch 2x+3y z+1 = 0 und x y +2z 1 = 0.
6 Der n-dimensionale Raum Im vorhergehenden Abschnitt haben wir speziell die Ebene und den (dreidimensionalen) Raum untersucht. In Räumen mit vier oder mehr Dimensionen kann ganz ähnlich gerechnet werden. Solche Räume kommen ins Spiel, wenn wir lineare Gleichungssysteme lösen wollen. Hat nämlich ein lineares Gleichungssystem vier oder mehr Unbekannte, so liegen seine Lösungen nicht in der Ebene oder im (dreidimensionalen) Raum, sondern in einem Raum von höherer Dimension. Die Rechenarten des vorhergehenden Abschnitts können problemlos auf höherdimensionale Räume erweitert werden. Sei n eine natürliche Zahl. Die Menge aller geordneten n-tupel (x 1,x 2,...,x n ) mit reellen Zahlen x 1,x 2,...,x n heisst n-dimensionaler Raum und wird mit R n bezeichnet. Den 2- und 3-dimensionalen Raum kennen wir schon. Der Raum R 2 ist die Ebene und R 3 ist der Raum aus dem vorhergehenden Abschnitt. Wie in R 2 und R 3 bezeichnen wir mit P = (x 1,...,x n ) einen Punkt in R n und mit v = einen Vektor in R n. Eine Addition und eine Skalarmultiplikation können wir für alle n 1 komponentenweise definieren, u+ v = u 1. + u n v 1. v n = v 1. v n u 1 +v 1. u n +v n und k v = fürk R. DieSubtraktionkanndannals u v = u+( v)definiertwerden, wobei v = ( 1) v der Vektor mit den Komponenten v 1,..., v n ist. Die Vektoren im R n gehorchen damit denselben Rechenregeln wie die Vektoren im R 2 und R 3. Es sind die Gesetze (i) (viii) aus Satz 7.1. Weiter ist die Länge (oder Norm) eines Vektors u in R n definiert durch u = u u2 n. 7.3 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen kv 1. kv n Wir beginnen mit einem Beispiel eines linearen Gleichungssystems aus der Chemie. Beispiel: Reaktionsgleichung Wird Kaliumdichromat K 2 Cr 2 O 7 auf über 500 C erhitzt, zerfällt es in Kaliumchromat K 2 CrO 4, Chromoxid Cr 2 O 3 und Sauerstoff O 2. Die Reaktionsgleichung lautet mit unbekannten Molekülzahlen: x 1 K 2 Cr 2 O 7 x 2 K 2 CrO 4 +x 3 Cr 2 O 3 +x 4 O 2
7 124 Wie sehen die Koeffizienten x 1, x 2, x 3, x 4 in der Reaktionsgleichung aus, die gewährleisten, dass bei den Reaktanden und Produkten der Gleichung die Anzahlen der jeweiligen Atome gleich sind? Bringen wir alle Terme auf die linke Seite, erhalten wir die folgenden drei linearen Gleichungen 2x 1 2x 2 = 0 2x 1 x 2 2x 3 = 0 7x 1 4x 2 3x 3 2x 4 = 0 also ein lineares Gleichungssystem. Wir könnten dieses Gleichungssystem mit Methoden aus der Schule lösen, zum Beispiel durch Einsetzen. Hätte dieses System jedoch mehr Unbekannte und Gleichungen, wäre diese Lösungsmethode sehr aufwendig. Es ist deshalb sinnvoll, eine Lösungsmethode zu kennen, mit der man jedes lineare System effizient lösen kann. Zuerst halten wir noch ein paar wichtige allgemeine Tatsachen über lineare Gleichungssysteme fest. Allgemein nennt man m lineare Gleichungen a 11 x 1 + +a 1n x n = b 1 a 21 x 1 + +a 2n x n = b 2 a m1 x 1 + +a mn x n = b m. (G) in n Variablen ein lineares Gleichungssystem. Die reellen Zahlen a 11,...,a mn nennt man Koeffizienten des Gleichungssystems (oder der Gleichungen). Eine Lösung des Systems besteht aus n Zahlen z 1,...,z n mit der Eigenschaft, dass jede Gleichung des Systems durch die Substitution x 1 = z 1,x 2 = z 2,...,x n = z n erfüllt wird. Die Gesamtheit aller Lösungen heisst Lösungsmenge oder allgemeine Lösung des Gleichungssystems. Zum Beispiel bilden die Gleichungen ein lineares Gleichungssystem. x 1 3x 2 = 7 2x 1 +x 2 = 7 Verändern wir die 2. Gleichung, erhalten wir ein neues Gleichungssystem, x 1 3x 2 = 7 2x 1 6x 2 = 7. Dieses System hat keine Lösung! Also nicht jedes Gleichungssystem ist lösbar.
8 125 Verändern wir die 2. Gleichung noch einmal, erhalten wir ein weiteres System, x 1 3x 2 = 7 x 1 +3x 2 = 7. Wir haben nun je ein lineares Gleichungssystem mit genau einer Lösung, mit keiner Lösung und mit unendlich vielen Lösungen gesehen. Tatsächlich können bei einem beliebigen linearen Gleichungssystem stets nur genau diese drei Fälle auftreten. Für Systeme in 2 oder 3 Unbekannten kann diese Tatsache geometrisch begründet werden, denn eine Gleichung in 2 Unbekannten beschreibt eine Gerade in der Ebene und eine Gleichung in 3 Unbekannten beschreibt eine Ebene im Raum. Das heisst, das lineare Gleichungssystem hat eine Lösung, wenn die Geraden (bzw. Ebenen) einen gemeinsamen Schnittpunkt haben. genau eine Lösung keine Lösung unendlich viele Lösungen Um lineare Gleichungssysteme effizient lösen zu können, schreibt man sie mit Hilfe von sogenannten Matrizen: a 11 a 12 a 1n a 11 a 12 a 1n b 1 a 21 a 22 a 2n A =..., (A a 21 a 22 a 2n b 2 b) =..... a m1 a m2 a mn a m1 a m2 a mn b m Die Matrix A nennt man die Koeffizientenmatrix des Systems (G) und die Matrix (A b) heisst erweiterte Matrix des Systems.
9 126 Allgemein ist eine (reelle oder komplexe) Matrix ein rechteckiges Zahlenschema a 11 a 12 a 1n a 21 a 22 a 2n... a m1 a m2 a mn wobei a ij für i = 1,...,m und j = 1,...,n (reelle oder komplexe) Zahlen sind; man nennt sie Elemente oder Einträge der Matrix (nächstes Semester werden wir auch Matrizen benutzen, deren Einträge Funktionen sind). Hat die Matrix m Zeilen und n Spalten, dann bezeichnet man die Matrix als m n-matrix. Ist speziell n = 1, so hat die m 1-Matrix nur eine Spalte a 1. a m ist also nichts anderes als ein Spaltenvektor. Ist m = 1, so hat die 1 n-matrix nur eine Zeile ( a1 a n ) und wird auch als Zeilenvektor bezeichnet. Ist m = n, so nennt man die n n-matrix quadratisch der Ordnung n. Die Elemente a 11,a 22,...,a nn heissen Diagonalelemente. Sind alle Elemente ausser den Diagonalelementen einer Matrix gleich Null, dann nennt man die Matrix eine Diagonalmatrix. Eine spezielle Diagonalmatrix ist die Einheitsmatrix E = E n =, der Ordnung n. Weiter nennt man die Matrix, deren sämtliche Elemente gleich Null sind, Nullmatrix und bezeichnet sie mit 0. Schliesslich nennt man zwei Matrizen gleich, wenn sie dieselbe Anzahl Zeilen und Spalten haben (d.h. dieselbe Grösse haben) und einander entsprechende Einträge übereinstimmen. 7.4 Der Gauß-Algorithmus Es gibt verschiedene Methoden, ein lineares Gleichungssystem zu lösen. Der Gauß-Algorithmus (oder das Gauß-Jordan-Verfahren) ist ein Lösungsverfahren, das für beliebige lineare Systeme anwendbar ist. Er ist leicht auf einem Computer programmierbar und vor allem sehr effizient. Weitere Lösungsmethoden sind zum Beispiel die Cramersche Regel und das Lösen mit Hilfe der inversen Matrix, die jedoch nur für gewisse quadratische Koeffizientenmatrizen anwendbar sind, das heisst insbesondere, für lineare Systeme mit gleich vielen Gleichungen wie Unbekannten. Sie sind eher vom theoretischen Standpunkt her interessant. Gewisse lineare Gleichungssysteme sind ganz einfach zu lösen, zum Beispiel x 1 +x 2 x 3 = 0 x 2 x 3 = 1 x 3 = 3 (S1)
10 127 Durch Rückwärtseinsetzen (d.h. die 3. Gleichung in die 2. Gleichung einsetzen) erhält man und mit der ersten Gleichung Noch einfacher zu lösen ist Wir setzen x 4 = t R und erhalten damit x 1 + x 4 = 4 x 2 2x 4 = 6 (S2) x 3 + 3x 4 = 3 bzw. Das Ziel des Gauß-Algorithmus ist, ein gegebenes lineares Gleichungssystem in eine der Formen der beiden Beispiele (S1) und (S2) zu bringen. Dadurch kann schliesslich die Lösungsmenge leicht abgelesen werden. Der Gauß-Algorithmus wird an der erweiterten Matrix des Systems durchgeführt, da dadurch viel Schreibarbeit gespart werden kann. Die erweiterte Matrix des linearen Systems (S1) ist Sie ist in sogenannter Zeilenstufenform. Die erweiterte Matrix des Systems (S2) ist Diese Matrix hat sogenannte reduzierte Zeilenstufenform. Allgemein hat eine Matrix Zeilenstufenform, wenn sie die folgende Gestalt hat:
11 128 Dabei gilt: Hat die Matrix Zeilen, die nur Nullen enthalten, dann stehen diese in den untersten Zeilen der Matrix. Wenn eine Zeile nicht nur aus Nullen besteht, so ist die erste von Null verschiedene Zahl eine Eins (man nennt sie führende Eins der Zeile). Zum Beispiel sind die folgenden Matrizen in Zeilenstufenform: A = 0 1 2, B = 0 1 0, C = 0 0 0, D = Hingegen sind F = 0 0 0, G = 0 1 0, H = nicht in Zeilenstufenform. Eine Matrix ist in reduzierter Zeilenstufenform, wenn sie in Zeilenstufenform ist und zusätzlich gilt: Eine Spalte, die eine führende Eins enthält, hat keine weiteren Einträge 0. Zum Beispiel sind die folgenden Matrizen in reduzierter Zeilenstufenform: E = 0 1 0, M = 0 0 1, N = Das Ziel des Gauß-Algorithmus ist also, die erweiterte Matrix eines linearen Systems in (reduzierte) Zeilenstufenform zu bringen. Dies kann durch Zeilenumformungen erreicht werden. Zeilenumformungen der erweiterten Matrix eines linearen Systems bedeuten Operationen mit den linearen Gleichungen. Zulässig sind also nur Zeilenumformungen, welche die Lösungsmenge der Gleichungen nicht verändern. Man nennt solche Zeilenumformungen elementare Zeilenumformungen. Es gibt drei verschiedene Typen davon: 1. Vertauschen von zwei Zeilen 2. Multiplikation einer Zeile mit einer Zahl 0 3. Addition eines Vielfachen einer Zeile zu einer anderen Zeile Beispiel
12 129 Die Schritte des Gauß-Algorithmus sind nun die folgenden: 1. Wir bestimmen die am weitesten links stehende Spalte, die Einträge 0 enthält. 2. Ist die oberste Zahl der in Schritt 1 gefundenen Spalte eine Null, dann vertauschen wir die erste Zeile mit einer geeigneten anderen Zeile. 3. Ist a der erste Eintrag der in Schritt 1 gefundenen Spalte, dann dividieren wir die erste Zeile durch a, um die führende Eins zu erzeugen zusammengefasst: Wir erzeugen oben links eine (führende) Eins. 4. Wir addieren passende Vielfache der ersten Zeile zu den übrigen Zeilen, um unterhalb der führenden Eins Nullen zu erzeugen. 5. Wir wenden die ersten vier Schritte auf den Teil der Matrix an, den wir durch Streichen der ersten Zeile erhalten, und wiederholen dieses Verfahren, bis die erweiterte Koeffizientenmatrix Zeilenstufenform hat. 6. Mit der letzten nicht verschwindenden Zeile beginnend, addieren wir geeignete Vielfache jeder Zeile zu den darüberliegenden Zeilen, um über den führenden Einsen Nullen zu erzeugen. Die Schritte 1-5 haben für das lineare System zur Folge, dass sukzessive die Variablen x 1,x 2,... eliminiert werden. Manchmal ist es weniger aufwendig, die Matrix nur in Zeilenstufenform zu bringen und damit den Schritt 6 wegzulassen. Das lineare System kann dann durch Rückwärtseinsetzen wie in Beispiel (S1) gelöst werden. Zu beachten ist, dass eine Matrix auf verschiedene Zeilenstufenformen gebracht werden kann. Ihre reduzierte Zeilenstufenform ist hingegen eindeutig. Die Ausführung der Schritte 1-5 heisst Gauß-Algorithmus, benannt nach dem berühmten Mathematiker Carl Friedrich Gauß ( ). Wird auch Schritt 6 ausgeführt, dann spricht man vom Gauß-Jordan-Verfahren. Oft nennt man aber auch letzteres Gauß-Algorithmus, was auch wir tun. Beispiele 1. Gegeben ist das lineare System Die erweiterte Matrix ist x+4y +3z = 1 2x+5y +9z = 14 x 3y 2z = 5 Wir lösen nun das Gleichungssystem mit Hilfe des Gauß-Algorithmus und beobachten gleichzeitig, welche Auswirkungen die Zeilenumformungen der erweiterten Matrix auf das lineare System haben.
13 130 x+4y +3z = 1 3y +3z = 12 7y 5z = 4 x+4y +3z = 1 y z = 4 7y 5z = 4 x+4y +3z = 1 y z = 4 12z = 24 x+4y +3z = 1 y z = 4 z = 2 Nun ist die erweiterte Matrix in Zeilenstufenform. Man könnte an diesem Punkt das Gleichungssystem durch Rückwärtseinsetzen lösen. Wir tun dies nicht, sondern fahren mit dem Algorithmus (Schritt 6) fort, bis die erweiterte Matrix in reduzierter Zeilenstufenform ist. x+4y y = 5 = 2 z = 2 x = 3 y = 2 z = 2 Damit ist das Gleichungssytem gelöst! 2. Wir lösen das Beispiel zu Beginn dieses Abschnitts (zur Reaktionsgleichung) mit Hilfe des Gauß-Algorithmus. Das System war 2x 1 2x 2 = 0 2x 1 x 2 2x 3 = 0 7x 1 4x 2 3x 3 2x 4 = 0. Da auf den rechten Seiten der Gleichungen alles Nullen stehen, ist die erweiterte Koeffizientenmatrix von der Form (A 0). Die letzte Spalte können wir für den Gauß-Algorithmus weglassen, da sie durch die Zeilenumformungen nicht verändert wird.
14 131 Wir erhalten also die unendlich vielen Lösungen x 1 x = x 2 x 3 = t x , t R. Zur Vermeidung der Brüche hätte man vorher auch x 4 = 3t setzen können. Damit erhalten wir x 3 = 2t, x 2 = 4t und x 1 = 4t, das heisst, x 1 4 x = x 2 x 3 = t 4 2, t R. x 4 3 FürdieReaktionsgleichung suchenwireinelösungmitx 1,x 2,x 3,x 4 N. DiekleinsteLösung erhalten wir für t = 1, x 1 = 4, x 2 = 4, x 3 = 2, x 4 = 3. Die Reaktionsgleichung lautet damit: 4K 2 Cr 2 O 7 4K 2 CrO 4 +2Cr 2 O 3 +3O 2
15 Wir betrachten das System x 1 +3x 2 = 12 x 1 +x 2 = 6 4x 1 2x 2 = 14. Die dritte Zeile bedeutet (übersetzt in eine lineare Gleichung) 0 x 1 +0 x 2 = 8. Das ist ein Widerspruch. Dieses System hat keine Lösung! 7.5 Lösbarkeitskriterien Gegeben sei eine m n-matrix A = (a ij ). Wir bringen sie auf Zeilenstufenform 1 A Ã = wobei die ersten r Zeilen keine Nullzeilen sind und die letzten m r Zeilen Nullzeilen sind. Dann nennt man die Zahl r den Rang von A; man schreibt r = rg(a). Satz 7.2 Gegeben ist ein lineares Gleichungssystem mit m Gleichungen und n Unbekannten. Sei A die Koeffizientenmatrix und (A b) die erweiterte Matrix. (1) Das System ist lösbar rg(a) = rg(a b) (2) Ist das System lösbar, dann gilt: Anzahl der freien Parameter = n rg(a) (3) Das System ist eindeutig lösbar n = rg(a) = rg(a b)
Beispiele 1. Gegeben ist das lineare System. x+4y +3z = 1 2x+5y +9z = 14 x 3y 2z = 5. Die erweiterte Matrix ist
127 Die Schritte des Gauß-Algorithmus sind nun die Folgenden: 1. Wir bestimmen die am weitesten links stehende Spalte, die Einträge 0 enthält. 2. Ist die oberste Zahl der in Schritt 1 gefundenen Spalte
7 Lineare Gleichungssysteme
116 7 Lineare Gleichngsssteme Lineare Gleichngsssteme treten in vielen mathematischen, aber ach natrwissenschaftlichen Problemen af; m Beispiel beim Lösen von Differentialgleichngen, bei Optimierngsafgaben,
Allgemeines Gleichungssystem mit zwei Gleichungen und zwei Variablen. Der erste Index bezeichnet die Nummer der Zeile, der zweite die der Spalte.
Lineare Gleichungssysteme. Einleitung Lineare Gleichungssysteme sind in der Theorie und in den Anwendungen ein wichtiges Thema. Theoretisch werden sie in der Linearen Algebra untersucht. Die Numerische
05. Lineare Gleichungssysteme
05 Lineare Gleichungssysteme Wir betrachten ein System von m Gleichungen in n Unbestimmten (Unbekannten) x 1,, x n von der Form a 11 x 1 + a 12 x 2 + a 13 x 3 + + a 1n x n = b 1 a 21 x 1 + a 22 x 2 + a
8.2 Invertierbare Matrizen
38 8.2 Invertierbare Matrizen Die Division ist als Umkehroperation der Multiplikation definiert. Das heisst, für reelle Zahlen a 0 und b gilt b = a genau dann, wenn a b =. Übertragen wir dies von den reellen
9.2 Invertierbare Matrizen
34 9.2 Invertierbare Matrizen Die Division ist als Umkehroperation der Multiplikation definiert. Das heisst, für reelle Zahlen a 0 und b gilt b = a genau dann, wenn a b =. Übertragen wir dies von den reellen
Lineare Algebra 1. Roger Burkhardt
Lineare Algebra 1 Roger Burkhardt [email protected] Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Technik Institut für Geistes- und Naturwissenschaft HS 2010/11 1 Einführung Lineare Gleichungen Definition
Aufgabe 1 (a) Bestimmen Sie die Schnittgerade der beiden Ebenen gegeben durch 3x y 2z 5 = 0 und x y 4z 3 = 0.
Mathematik I für Naturwissenschaften Dr. Christine Zehrt 22.11.18 Übung 10 (für Pharma/Geo/Bio) Uni Basel Besprechung der Lösungen: 26. November 2018 in den Übungsstunden Aufgabe 1 (a) Bestimmen Sie die
Matrizen, Determinanten, lineare Gleichungssysteme
Matrizen, Determinanten, lineare Gleichungssysteme 1 Matrizen Definition 1. Eine Matrix A vom Typ m n (oder eine m n Matrix, A R m n oder A C m n ) ist ein rechteckiges Zahlenschema mit m Zeilen und n
Mathematik II für Studierende der Informatik (Analysis und lineare Algebra) im Sommersemester 2018
(Analysis und lineare Algebra) im Sommersemester 2018 5. April 2018 Zu der Vorlesung wird ein Skript erstellt, welches auf meiner Homepage veröffentlicht wird: http://www.math.uni-hamburg.de/home/geschke/lehre.html
Mischungsverhältnisse: Nehmen wir an, es stehen zwei Substanzen (zum Beispiel Flüssigkeiten) mit spezifischen Gewicht a = 2 kg/l bzw.
Kapitel 5 Lineare Algebra 51 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen Man begegnet Systemen von linearen Gleichungen in sehr vielen verschiedenen Zusammenhängen, etwa bei Mischungsverhältnissen von Substanzen
Mathematik II für Studierende der Informatik. Wirtschaftsinformatik (Analysis und lineare Algebra) im Sommersemester 2015
und Wirtschaftsinformatik (Analysis und lineare Algebra) im Sommersemester 2015 4. April 2016 Zu der Vorlesung wird ein Skript erstellt, welches auf meiner Homepage veröffentlicht wird: http://www.math.uni-hamburg.de/home/geschke/lehre.html
Mischungsverhältnisse: Nehmen wir an, es stehen zwei Substanzen (zum Beispiel Flüssigkeiten) mit spezifischen Gewicht a = 2 kg/l bzw.
Kapitel 5 Lineare Algebra 5 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen Man begegnet Systemen von linearen Gleichungen in sehr vielen verschiedenen Zusammenhängen, etwa bei Mischungsverhältnissen von Substanzen
Beispiele 1. Gegeben sei das lineare Gleichungssystem mit erweiterter Matrix (A
133 e 1. Gegeben sei das lineare Gleichungssystem mit erweiterter Matrix 1 3 2 1 1 2 3 0. 1 3 2 1 2. Gegeben sei das lineare Gleichungssystem mit erweiterter Matrix 1 3 2 1 1 2 3 0. 1 3 2 1 Schritte des
8.2 Invertierbare Matrizen
38 8.2 Invertierbare Matrizen Die Division ist als Umkehroperation der Multiplikation definiert. Das heisst, für reelle Zahlen a 0 und b gilt b = a genau dann, wenn a b =. Übertragen wir dies von den reellen
1 Einführung Gleichungen und 2 Unbekannte Gleichungen und 3 Unbekannte... 4
Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum 3 Universität Basel Mathematik 2 Dr Thomas Zehrt Lineare Gleichungssysteme Inhaltsverzeichnis Einführung 2 2 Gleichungen und 2 Unbekannte 2 2 3 Gleichungen und 3 Unbekannte
1 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen
1 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen Das Studium linearer Gleichungssysteme und ihrer Lösungen ist eines der wichtigsten Themen der linearen Algebra. Wir werden zunächst einige grundlegende Begriffe
10.2 Linearkombinationen
147 Vektorräume in R 3 Die Vektorräume in R 3 sind { } Geraden durch den Ursprung Ebenen durch den Ursprung R 3 Analog zu reellen Vektorräumen kann man komplexe Vektorräume definieren. In der Definition
Lineare Gleichungssysteme und Matrizen
Kapitel 11 Lineare Gleichungssysteme und Matrizen Ein lineares Gleichungssystem (lgs) mit m linearen Gleichungen in den n Unbekannten x 1, x 2,..., x n hat die Gestalt: Mit a 11 x 1 + a 12 x 2 + a 13 x
9 Lineare Gleichungssysteme
9 Lineare Gleichungssysteme Eine der häufigsten mathematischen Aufgaben ist die Lösung linearer Gleichungssysteme In diesem Abschnitt beschäftigen wir uns zunächst mit Lösbarkeitsbedingungen und mit der
Kapitel 15 Lineare Gleichungssysteme
Kapitel 15 Lineare Gleichungssysteme Kapitel 15 Lineare Gleichungssysteme Mathematischer Vorkurs TU Dortmund Seite 1 / 27 Kapitel 15 Lineare Gleichungssysteme Definition 15.1 (Lineares Gleichungssystem
, v 3 = und v 4 =, v 2 = V 1 = { c v 1 c R }.
154 e Gegeben sind die Vektoren v 1 = ( 10 1, v = ( 10 1. Sei V 1 = v 1 der von v 1 aufgespannte Vektorraum in R 3. 1 Dann besteht V 1 aus allen Vielfachen von v 1, V 1 = { c v 1 c R }. ( 0 ( 01, v 3 =
3 Elementare Umformung von linearen Gleichungssystemen und Matrizen
3 Elementare Umformung von linearen Gleichungssystemen und Matrizen Beispiel 1: Betrachte das Gleichungssystem x 1 + x 2 + x 3 = 2 2x 1 + 4x 2 + 3x 3 = 1 3x 1 x 2 + 4x 3 = 7 Wir formen das GLS so lange
Vorbereitungskurs Mathematik zum Sommersemester 2011 Tag 7
Vorbereitungskurs Mathematik zum Sommersemester 2011 Tag 7 Timo Stöcker Erstsemestereinführung Informatik TU Dortmund 22. März 2011 Heute Themen Lineare Gleichungssysteme Matrizen Timo Stöcker https://fsinfo.cs.tu-dortmund.de/studis/ese/vorkurse/mathe
Lineare Algebra I (WS 12/13)
Lineare Algebra I (WS 12/13) Alexander Lytchak Nach einer Vorlage von Bernhard Hanke 18.10.2012 Alexander Lytchak 1 / 12 Lineare Gleichungssysteme Wir untersuchen nun allgemeiner Gleichungssysteme der
Matrizen. a12 a1. a11. a1n a 21. a 2 j. a 22. a 2n. A = (a i j ) (m, n) = i te Zeile. a i 1. a i 2. a i n. a i j. a m1 a m 2 a m j a m n] j te Spalte
Mathematik I Matrizen In diesem Kapitel werden wir lernen was Matrizen sind und wie man mit Matrizen rechnet. Matrizen ermöglichen eine kompakte Darstellungsform vieler mathematischer Strukturen. Zum Darstellung
3 Lineare Algebra (Teil 1): Lineare Unabhängigkeit
3 Lineare Algebra (Teil : Lineare Unabhängigkeit 3. Der Vektorraum R n Die Menge R n aller n-dimensionalen Spalten a reeller Zahlen a,..., a n R bildet bezüglich der Addition a b a + b a + b. +. :=. (53
a 11 a 12 a 1(m 1) a 1m a n1 a n2 a n(m 1) a nm Matrizen Betrachten wir das nachfolgende Rechteckschema:
Matrizen Betrachten wir das nachfolgende Rechteckschema: a 12 a 1(m 1 a 1m a n1 a n2 a n(m 1 a nm Ein solches Schema nennt man (n m-matrix, da es aus n Zeilen und m Spalten besteht Jeder einzelne Eintrag
37 Gauß-Algorithmus und lineare Gleichungssysteme
37 Gauß-Algorithmus und lineare Gleichungssysteme 37 Motivation Lineare Gleichungssysteme treten in einer Vielzahl von Anwendungen auf und müssen gelöst werden In Abschnitt 355 haben wir gesehen, dass
Lineare Gleichungssysteme
KAPITEL 2 Lineare Gleichungssysteme. Beispiele Wir betrachten zunächst vier Gleichungssysteme und bestimmen ihre Lösungsmenge. Dabei geht es uns noch nicht darum, ein Lösungsverfahren für lineare Gleichungssysteme
Ferienkurs Mathematik für Physiker I Skript Teil 3 ( )
Ferienkurs Mathematik für Physiker I WS 2016/17 Ferienkurs Mathematik für Physiker I Skript Teil 3 (29032017) 1 Lineare Gleichungssysteme Oft hat man es in der Physik mit unbekannten Größen zu tun, für
Lineare Algebra I (WS 12/13)
Lineare Algebra I (WS 12/13) Bernhard Hanke Universität Augsburg 17.10.2012 Bernhard Hanke 1 / 9 Wir beschreiben den folgenden Algorithmus zur Lösung linearer Gleichungssysteme, das sogenannte Gaußsche
Kurs über Lineare Gleichungssysteme. PD Dr. Karin Halupczok
Kurs über Lineare Gleichungssysteme PD Dr. Karin Halupczok Mathematisches Institut Albert-Ludwigs-Universität Freiburg http://home.mathematik.unifreiburg.de/halupczok/diverses.html [email protected]
bzw. eine obere Dreiecksmatrix die Gestalt (U: upper)
bzw. eine obere Dreiecksmatrix die Gestalt (U: upper) U = u 11 u 12 u 1n 1 u nn 0 u 22 u 2n 1 u 2n 0......... 0 0 u n 1n 1 u n 1n 0 0 0 u nn Eine nicht notwendig quadratische Matrix A = (a ij ) heißt obere
Lineare Gleichungssystem
Lineare Gleichungssystem 8. Juli 07 Inhaltsverzeichnis Einleitung Der Gauß-Algorithmus 4 3 Lösbarkeit von Gleichungssystemen 6 Einleitung Wir haben uns bisher hauptsächlich mit dem Finden von Nullstellen
Das Lösen linearer Gleichungssysteme
Das Lösen linearer Gleichungssysteme Lineare Gleichungen Die Gleichung a 1 x 1 + a 2 x 2 +... + a n x n = b ist eine lineare Gleichung in den n Variablen x 1, x 2,..., x n. Die Zahlen a 1, a 2,..., a n
Besteht eine Matrix nur aus einer Spalte (Zeile), so spricht man auch von einem Spaltenvektor (Zeilenvektor)
Matrizenrechnung. Matrizen Matrizen sind bereits im Kapitel Lineare Gleichungssysteme aufgetreten. Unter einer (m n) -Matrix A verstehen wir ein rechteckiges Zahlenschema mit m Zeilen und n Spalten. Der.
Lineare Gleichungssysteme - Grundlagen
Lineare Gleichungssysteme - Grundlagen Betrachtet wird ein System linearer Gleichungen (im deutschen Sprachraum: lineares Gleichungssystem mit m Gleichungen für n Unbekannte, m, n N. Gegeben sind m n Elemente
Lineare Gleichungssysteme (Teschl/Teschl 11.1)
Lineare Gleichungssysteme (Teschl/Teschl.) Ein Lineares Gleichungssystem (LGS) besteht aus m Gleichungen mit n Unbekannten x,...,x n und hat die Form a x + a 2 x 2 +... + a n x n b a 2 x + a 22 x 2 +...
Basiswissen Matrizen
Basiswissen Matrizen Mathematik GK 32 Definition (Die Matrix) Eine Matrix A mit m Zeilen und n Spalten heißt m x n Matrix: a a 2 a 4 A a 2 a 22 a 24 a 4 a 42 a 44 Definition 2 (Die Addition von Matrizen)
3. Übungsblatt zur Lineare Algebra I für Physiker
Fachbereich Mathematik Prof. Dr. Mirjam Dür Dipl. Math. Stefan Bundfuss. Übungsblatt zur Lineare Algebra I für Physiker WS 5/6 6. Dezember 5 Gruppenübung Aufgabe G (Basis und Erzeugendensystem) Betrachte
Lineare Algebra. Teil III. Inhaltsangabe
Teil III Lineare Algebra Inhaltsangabe 3 Lineare Algebra 22 3.1 Einführung.......................... 22 3.2 Matrizen und Vektoren.................... 23 3.3 Spezielle Matrizen...................... 24
Das inhomogene System. A x = b
Ein homogenes lineares Gleichungssystem A x = 0 mit m Gleichungen und n Unbestimmten hat immer mindestens die Lösung 0. Ist r der Rang von A, so hat das System n r Freiheitsgrade. Insbesondere gilt: Ist
2.2 Lineare Gleichungssysteme (LGS)
2.2 Lineare Gleichungssysteme (LGS) Definition 2.2.. Ein LGS über einem Körper K von m Gleichungen in n Unbekannten x,..., x n ist ein Gleichungssystem der Form a x + a 2 x 2 +... + a n x n = b a 2 x +
Kapitel 2. Matrixalgebra. Josef Leydold Mathematik für VW WS 2017/18 2 Matrixalgebra 1 / 49
Kapitel 2 Matrixalgebra Josef Leydold Mathematik für VW WS 2017/18 2 Matrixalgebra 1 / 49 Ein sehr einfaches Leontief-Modell Eine Stadt betreibt die Unternehmen ÖFFENTLICHER VERKEHR, ELEKTRIZITÄT und GAS.
Kapitel 2. Matrixalgebra. Josef Leydold Mathematik für VW WS 2017/18 2 Matrixalgebra 1 / 49
Kapitel 2 Matrixalgebra Josef Leydold Mathematik für VW WS 207/8 2 Matrixalgebra / 49 Ein sehr einfaches Leontief-Modell Eine Stadt betreibt die Unternehmen ÖFFENTLICHER VERKEHR, ELEKTRIZITÄT und GAS.
Matrixalgebra. Kapitel 2. Ein sehr einfaches Leontief-Modell. Matrix. Ein sehr einfaches Leontief-Modell. Vektor. Spezielle Matrizen I
Ein sehr einfaches Leontief-Modell Eine Stadt betreibt die Unternehmen ÖFFENTLICHER VERKEHR, ELEKTRIZITÄT und GAS Kapitel 2 Matrixalgebra Technologiematrix und wöchentliche Nachfrage (in Werteinheiten):
Matrizen, Gaußscher Algorithmus 1 Bestimmung der inversen Matrix
Inhaltsverzeichnis Matrizen, Gaußscher Algorithmus 1 Bestimmung der inversen Matrix Auf dieser Seite werden Matrizen und Vektoren fett gedruckt, um sie von Zahlen zu unterscheiden. Betrachtet wird das
5.4 Basis, Lineare Abhängigkeit
die allgemeine Lösung des homogenen Systems. Wieder ist 2 0 L i = L h + 0 1 Wir fassen noch einmal zusammen: Ein homogenes lineares Gleichungssystem A x = 0 mit m Gleichungen und n Unbekannten hat n Rang(A)
Matrizen - I. Sei K ein Körper. Ein rechteckiges Schema A = wobei a ij K heißt Matrix bzw. eine m n Matrix (mit Elementen aus K).
Matrizen - I Definition. Sei K ein Körper. Ein rechteckiges Schema A = a 11 a 12...... a 1n a 21 a 22...... a 2n............ a m1 a m2...... a mn wobei j K heißt Matrix bzw. eine m n Matrix (mit Elementen
3 Systeme linearer Gleichungen
3 Systeme linearer Gleichungen Wir wenden uns nun dem Problem der Lösung linearer Gleichungssysteme zu. Beispiel 3.1: Wir betrachten etwa das folgende System linearer Gleichungen: y + 2z = 1 (1) x 2y +
Inhalt. Mathematik für Chemiker II Lineare Algebra. Vorlesung im Sommersemester Kurt Frischmuth. Rostock, April Juli 2015
Inhalt Mathematik für Chemiker II Lineare Algebra Vorlesung im Sommersemester 5 Rostock, April Juli 5 Vektoren und Matrizen Abbildungen 3 Gleichungssysteme 4 Eigenwerte 5 Funktionen mehrerer Variabler
Lineare Gleichungssysteme
Lineare Gleichungssysteme Wir befassen uns anschließend mit der Lösung im allgemeinen nichthomogener linearer Gleichungssysteme in zweifacher Hinsicht. Wir studieren einmal den begrifflichen Aspekt, d.h.
1 Lineare Unabhängigkeit Äquivalente Definition Geometrische Interpretation Vektorräume und Basen 6
Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Universität Basel Mathematik Dr. Thomas Zehrt Vektorräume und Rang einer Matrix Inhaltsverzeichnis Lineare Unabhängigkeit. Äquivalente Definition.............................
Brückenkurs Mathematik. Mittwoch Freitag
Brückenkurs Mathematik Mittwoch 5.10. - Freitag 14.10.2016 Vorlesung 4 Dreiecke, Vektoren, Matrizen, lineare Gleichungssysteme Kai Rothe Technische Universität Hamburg-Harburg Montag 10.10.2016 0 Brückenkurs
Serie 8: Online-Test
D-MAVT Lineare Algebra I HS 017 Prof Dr N Hungerbühler Serie 8: Online-Test Einsendeschluss: Freitag, der 4 November um 14:00 Uhr Diese Serie besteht nur aus Multiple-Choice-Aufgaben und wird nicht vorbesprochen
A2.3 Lineare Gleichungssysteme
A2.3 Lineare Gleichungssysteme Schnittpunkte von Graphen Bereits weiter oben wurden die Schnittpunkte von Funktionsgraphen mit den Koordinatenachsen besprochen. Wenn sich zwei Geraden schneiden, dann müssen
HM II Tutorium 5. Lucas Kunz. 22. Mai 2018
HM II Tutorium 5 Lucas Kunz 22. Mai 2018 Inhaltsverzeichnis 1 Theorie 2 1.1 Wiederholung Lineare Gleichungsysteme................... 2 1.2 Wiederholung: Kern einer Abbildung..................... 3 1.3
Skript Lineare Algebra
Skript Lineare Algebra sehr einfach Erstellt: 2018/19 Von: www.mathe-in-smarties.de Inhaltsverzeichnis Vorwort... 2 1. Vektoren... 3 2. Geraden... 6 3. Ebenen... 8 4. Lagebeziehungen... 10 a) Punkt - Gerade...
Lineare Algebra. Mathematik II für Chemiker. Daniel Gerth
Lineare Algebra Mathematik II für Chemiker Daniel Gerth Überblick Lineare Algebra Dieses Kapitel erklärt: Was man unter Vektoren versteht Wie man einfache geometrische Sachverhalte beschreibt Was man unter
Serie 8: Fakultativer Online-Test
Prof Norbert Hungerbühler Lineare Algebra I Serie 8: Fakultativer Online-Test ETH Zürich - D-MAVT HS 215 1 Diese Serie besteht nur aus Multiple-Choice-Aufgaben und wird nicht vorbesprochen Die Nachbesprechung
2.2 Lineare Gleichungssysteme
Lineare Algebra I WS 2015/16 c Rudolf Scharlau 55 22 Lineare Gleichungssysteme Das Lösen von Gleichungen (ganz unterschiedlichen Typs und unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades) gehört zu den Grundproblemen
Rang einer Matrix. 1-E1 Ma 1 Lubov Vassilevskaya
Rang einer Matrix 1-E1 Ma 1 Lubov Vassilevskaya Unterdeterminante einer nichtquadratischen Matrix M ist eine nichtquadratische 2,3-Matrix: M = 6 2 3 0 5 7 Durch Streichen einer der drei Spalten kann man
Mathematik 1, Teil B. Inhalt:
FH Emden-Leer Fachb. Technik, Abt. Elektrotechnik u. Informatik Prof. Dr. J. Wiebe www.et-inf.fho-emden.de/~wiebe Mathematik 1, Teil B Inhalt: 1.) Grundbegriffe der Mengenlehre 2.) Matrizen, Determinanten
6 Lineare Gleichungssysteme
6 LINEARE GLEICHUNGSSYSTEME 3 6 Lineare Gleichungssysteme Unter einem linearen Gleichungssystem verstehen wir ein System von Gleichungen α ξ + + α n ξ n = β α m ξ + + α mn ξ n = β m mit Koeffizienten α
Mathematik IT 2 (Lineare Algebra)
Lehrstuhl Mathematik, insbesondere Numerische und Angewandte Mathematik Prof Dr L Cromme Mathematik IT (Lineare Algebra für die Studiengänge Informatik, IMT und ebusiness im Sommersemester 3 Lineare Gleichungssysteme
Lineare Algebra 1. Roger Burkhardt
Lineare Algebra 1 Roger Burkhardt [email protected] Fachhochschule Nordwestschweiz Hochschule für Technik Institut für Geistes- und Naturwissenschaft HS 2010/11 2 Rechenoperationen und Gesetze Gleichheit
3 Lineare Gleichungssysteme
3 Lineare Gleichungssysteme 3 Fortsetzung des Matrizenkalküls Als erstes beweisen wir einen einfachen Satz über den Rang von Matrizenprodukten Satz 3 (a) Für Matrizen A : Ã l m, B : Ã m n gilt rang AB
5.2 Rechnen mit Matrizen
52 Rechnen mit Matrizen 52 Rechnen mit Matrizen 97 Für Matrizen desselben Typs ist eine Addition erklärt, und zwar durch Addition jeweils entsprechender Einträge Sind genauer A = (a ij ) und B = (b ij
Aufgaben zu Kapitel 14
Aufgaben zu Kapitel 14 1 Aufgaben zu Kapitel 14 Verständnisfragen Aufgabe 14.1 Haben (reelle) lineare Gleichungssysteme mit zwei verschiedenen Lösungen stets unendlich viele Lösungen? Aufgabe 14.2 Gibt
Kapitel 9: Lineare Gleichungssysteme
Kapitel 9: Lineare Gleichungssysteme Stefan Ruzika Mathematisches Institut Universität Koblenz-Landau Campus Koblenz Stefan Ruzika (KO) Kapitel 9: Lineare Gleichungssysteme 1 / 15 Gliederung 1 Grundbegriffe
5 Lineare Gleichungssysteme und Determinanten
5 Lineare Gleichungssysteme und Determinanten 51 Lineare Gleichungssysteme Definition 51 Bei einem linearen Gleichungssystem (LGS) sind n Unbekannte x 1, x 2,, x n so zu bestimmen, dass ein System von
3 Matrizenrechnung. 3. November
3. November 008 4 3 Matrizenrechnung 3.1 Transponierter Vektor: Die Notation x R n bezieht sich per Definition 1 immer auf einen stehenden Vektor, x 1 x x =.. x n Der transponierte Vektor x T ist das zugehörige
6.2 Rechnen mit Matrizen
62 Rechnen mit Matrizen 62 Rechnen mit Matrizen 103 Für Matrizen desselben Typs ist eine Addition erklärt, und zwar durch Addition jeweils entsprechender Einträge Sind genauer A = (a ij ) und B = (b ij
Vektorräume und Rang einer Matrix
Universität Basel Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum Vektorräume und Rang einer Matrix Dr. Thomas Zehrt Inhalt:. Lineare Unabhängigkeit 2. Vektorräume und Basen 3. Basen von R n 4. Der Rang und Rangbestimmung
11 Lineare Gleichungssysteme
Lineare Gleichungssysteme Das Lösen linearer Gleichungssysteme gehört zu den wichtigsten Grundaufgaben der Mathematik Wir werden uns mit einigen einfachen Lösungsverfahren befassen und daran auch etwas
Lineares Gleichungssystem - Vertiefung
Lineares Gleichungssystem - Vertiefung Die Lösung Linearer Gleichungssysteme ist das "Gauß'sche Eliminationsverfahren" gut geeignet - schon erklärt unter Z02. Alternativ kann mit einem Matrixformalismus
IV. Matrizenrechnung. Gliederung. I. Motivation. Lesen mathematischer Symbole. III. Wissenschaftliche Argumentation. i. Rechenoperationen mit Matrizen
Gliederung I. Motivation II. Lesen mathematischer Symbole III. Wissenschaftliche Argumentation IV. Matrizenrechnung i. Rechenoperationen mit Matrizen ii. iii. iv. Inverse einer Matrize Determinante Definitheit
Tutorium: Analysis und Lineare Algebra
Tutorium: Analysis und Lineare Algebra Vorbereitung der Bonusklausur am 14.5.218 (Teil 2) 9. Mai 218 Steven Köhler [email protected] mathe.stevenkoehler.de 2 c 218 Steven Köhler 9. Mai 218 3 c 218
K. Eppler, Inst. f. Num. Mathematik Übungsaufgaben. 11. Übung: Woche vom
Übungsaufgaben 11. Übung: Woche vom 9. 1.-13. 1. 2017 (Numerik): Heft Ü 1: 12.28.a,b; 12.29.b,c (jeweils mit Fehlerabschätzung); 6.26; 6.27.a (auch mit Lagrange-Interpolationspolynom); 6.25; 6.28 (auch
5.2 Rechnen mit Matrizen
52 Rechnen mit Matrizen 52 Rechnen mit Matrizen 95 Für Matrizen desselben Typs ist eine Addition erklärt, und zwar durch Addition jeweils entsprechender Einträge Sind genauer A = (a ij ) und B = (b ij
