Wintersemester 2008/09
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- Waltraud Meyer
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5 %+#,1"#2## 8#1"9( :" Einkauf Vertrieb / Absatz- plan Entwick- lung Produk- tion Vertrieb Versand W e r t s c h ö p f u n g Personal Anlagen 7. Den Kern unternehmerischer Tätigkeit bildet der Wertschöpfungsprozess, d.h. die Umwandlung von Inputs (= Produktionsfaktoren) in Outputs (= Produkte) mit Hilfe einer bestimmten Technik. Die unternehmerische Tätigkeit ist dann erfolgreich, wenn der Output gegenüber dem Input einen Mehrwert erzeugt. nach Wöhe G., Döring J.: Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre Verlag Franz Vahlen, München 1993 (fortan mit (Wöhe) abgekürzt).
6 %+#,1"#2## /$!1"0#1"4(#(4 Rechnungswesen (extern / intern) Einkauf Vertrieb / Absatz- plan Entwick- lung Produk- tion Vertrieb Versand Prinzip: Gewinnmaximierung Personal Anlagen 7B Dabei erfolgt Erstellung und Absatz nach dem Prinzip der Gewinnmaximierung. Auf der Absatzseite werden alle Marktchancen genutzt; auf der Produktionsseite gilt das Prinzip der Wirtschaftlichkeit: maximale Ausbringung an Gütern / Dienstleistungen mit einer bestimmten Einsatzmenge an Produktionsfaktoren oder Erstellung einer vorgegebenen Gütermenge mit minimalem Einsatz von Produktionsfaktoren. Betriebliches Rechnungswesen: Erfassung, Aufbereitung, Auswertung und Übermittlung der das Betriebsgeschehen betreffenden quantitativen Daten (Mengen und Werte) mit dem Ziel, sie intern für Planungs-, Steuerungs- und Kontrollzwecke sowie extern zur Information und Beeinflussung Außenstehender (Finanzamt, Aktionäre, Betriebsrat) zu verwenden. nach Däumler, K.D., Grabe, J., Kostenrechnung 1 (Grundlagen), 9., überarb. Aufl., Verlag Neue Wirtschafts-Briefe GmbH, Herne / Berlin 2003 (fortan mit [Däumler, Grabe] abgekürzt).
7 ,1"#2# '1"! Betriebliches Rechnungswesen Externes Rechn.wesen Finanzbuchhaltung G&V, Handelsbilanz Geschäftsgewinn (HGB, US-GAAP) Steuerbilanz zu versteuernder Gewinn (EStG) Bild SAP AG Internes Rechn.wesen Controlling (interner) Betriebserfolg keine gesetzliche Verpflichtung Unternehmenssteuerung 7D Das externe Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung, Geschäftsbuchhaltung) gibt einen Überblick über die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens beschreibt, was das Unternehmen aus Transaktionen mit der Umwelt verdient hat (Gewinn- und Verlustrechnung G&V, Handelsbilanz nach HGB, US-GAAP, IAS) gibt an, welche Bemessungsgrundlage der Besteuerung zugrunde zu legen ist (Steuerbilanz nach EStG) ist vom Gesetz (HGB, EStG) vorgeschrieben bemisst den externen Erfolg aus der Differenz Ertrag - Aufwand Das externe Rechnungswesen ist zur Unternehmenssteuerung nicht geeignet, da Bilanz und G&V i.d.regel jährlich / quartalsweise erstellt werden. Dieses Raster ist für kurzfristige Unternehmungsentscheidungen zu kurz; da der Unternehmensgewinn außerordentliche und betriebsfremde Anteile enthält da Aufwände den Produkten nicht zugeordnet werden können Das interne Rechnungswesen (Controlling, Kosten-/Leistungsrechnung, Betriebsbuchhaltung) ermittelt die angefallenen Kosten und rechnet sie den Stellen oder Produkten zu, die sie verursacht haben (Kostenstellenrechnung, Kostenträgerrechnung) bemisst den internen Erfolg (betrieblicher Erfolg) aus der Differenz Erlös - Kosten dient internen Auswertungszwecken und zur Entscheidungsfindung der Geschäftsleitung (Ergebnisrechnung) ist nicht vom Gesetz vorgeschrieben (mit Ausnahme öffentlicher Aufträge) nach [Däumler, Grabe].
8 '($#6,1"#2## +6#,1"#2# /#,1"#2# / #&33EF5,' &&G33 "3 <F&3< F1& 33&3 "< H20 E &G I33 33 &3 J3 && &! F&3 3 E' *0&3'!3&3'!30&',&' )3G 7: nach [Däumler, Grabe]
9 '(2$;+$#3#;<# Externes Rechnungswesen Aufwand / NEUTRAL Ertrag BETRIEBLICH = Grundkosten, - leistungen Kosten / Anderskosten, Zusatzkosten, - leistungen - leistungen = kalkulatorische Kosten Leistungen Internes Rechnungswesen 7K Beispiele : Grundkosten: Primärkosten für Rohstoffe, Handelswaren, Dienstleistungen, Löhne, Gehälter Grundleistungen:Umsatz für Erzeugnisse, Dienstleistungen, Handelswaren Anderskosten: Kalkulatorische Zinsen (enthalten auch die Verzinsung des Eigenkapitals, im Gegensatz zu Zinsaufwand) Kalkulatorische Abschreibung: ist i.a. linear über voraussichtliche Betriebsdauer der Anlage, während steuerliche oder handelsrechtliche Abschreibungen oft degressiv sind. Die kalkulatorische Abschreibung berücksichtigt im Gegensatz zur handels-/steuerrechtlichen Abschreibung auch die voraussichtliche Preissteigerung bei der Wiederbeschaffung einer Anlage Andersleistungen: Mehrbestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen: - wird bilanziell zu Herstellkosten bewertet ( 255 HGB) - kann kalkulatorisch über verschiedene Wertansätze bewertet werden (Selbstkosten, Teilkosten, Marktpreisen, oder geschätzten Erlösen) aktivierte innerbetriebliche Leistungen (selbsterstellte Maschinen, Gebäude, Anlagen) Zusatzkosten: entgangener Nutzen wegen Eigengebrauch kalkulatorischer Unternehmerlohn kalkulatorische Miete für Eigenräume Zusatzleistungen: unentgeltlich vom Unternehmen abgegebene Leistungen oder Güter nach [Däumler, Grabe].
10 '($3#1" +($##0 3#81" $3#4 &H 3& > &!<3 > 30!#.!#1" :" 1"0!#$(3#4 1" <##1" =2+&##-5$($!$& 5#!# + *#&1!#4 Kostenarten- rechnung Kostenstellen- rechnung Kostenträger- rechnung Betriebsergeb- nisrechnung + #+(#$3 #!&(#+(#((&$1"*!-3- '#$& +#1"#"((7:" # 79- Die Kostenartenrechnung ordnet die im Betrieb anfallenden Kosten, um: in der Gegenüberstellung mit den Erlösen ein kurzfristiges internes Periodenergebnis (kurzfristiger Erfolg, operatives Ergebnis) zu ermitteln, die Struktur der Kosten- und Erlösarten im Zeit- und Unternehmensvergleich darzustellen; die Weiterverrechnung der Kosten in der Kostenstellen- und Kostenträgerrechnung zu ermöglichen. Die Kostenstellenrechnung verteilt die Kosten, welche den Kostenträgern nicht direkt zugeordnet werden können (Gemeinkosten in Bezug auf Kostenträger) zunächst auf die Betriebsbereiche, in denen die Kosten angefallen sind. Die Kostenträger werden dann in dem Maße mit diesen Gemeinkosten belastet, wie sie Leistungen der Kostenstellen in Anspruch genommen haben. Die Kostenträgerrechnung hat die Aufgabe, Kosten für einen Kostenträger (Produkt, Dienstleistung, Investition, Projekt) zu ermitteln und mit Verkaufserlösen zu vergleichen (Deckungsbeitragsrechnung), Preisuntergrenzen (langfristig, kurzfristig) zu ermitteln, Produkte und Halbfabrikate zu bewerten ( 255 HGB) Informationen für betriebliche Entscheidungen an die Unternehmensleitung zu liefern (Ausweitung oder Beendigung eines Produktionsprogramms, Verfahrenswahl, Eigenfertigung oder Einkauf). Die Betriebsergebnisrechnung hat die Aufgabe, periodisch (meist monatlich) den internen Erfolg des Unternehmens zu analysieren und nach Sparten, Produkten, Kunden, Regionen zu differenzieren, um den Erfolg der einzelnen Kostenträger zu ermitteln.
11 3#$;3## 3#41" Kostenarten Kostenträger-Einzelkosten Kostenträger-Gemeinkosten Kostenstellen - Einzelkosten direkte Zuordnung zu Kostenstellen Kostenstellen - Gemeinkosten indirekte Zuordnung über Verteilung (Schlüssel) Primäre re GK Sekundäre GK Hilfskostenstellen Hilfskostenstellen Kostenträger Gemeinkosten GK Hauptkostenstellen Materialbereich Fertigung Verwaltung Vertrieb 799 Einzelkosten werden direkt auf die verursachenden Kostenträger verrechnet. Beispiel: Materialverbrauch bei der Fertigung Gemeinkosten werden (direkt oder indirekt über Verteilungsschlüssel) den Kostenstellen als verursachenden Funktionsbereichen verrechnet. Diese Gemeinkosten heißen primäre Gemeinkosten Innerhalb der Kostenstellen verrechnen sog. Hilfskostenstellen (z.b. Kantine, IT-Service) ihre Kosten vollständig auf die sog. Hauptkostenstellen des Materialbereichs, Fertigungsbereichs, Verwaltungs- und Vertriebsbereichs. Dieser Vorgang heißt Betriebsabrechnungsbogen (BAB), die weiterverrechneten Kosten heißen sekundäre Gemeinkosten. Von den Hauptkostenstellen werden die Gemeinkosten weiterverrechnet auf die Kostenträger. Dafür gibt es verschiedene Verfahren: Berechnung von Gemeinkostenzuschlägen auf Einzelkosten: Dabei werden prozentuale Zuschläge auf die Einzelkosten der Kostenträger verrechnet. Die Zuschlagssätze - auf Materialkosten, Fertigungskosten und Herstellkosten werden so gewählt, daß die Hauptkostenstellen (Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb) bis auf 0 entlastet werden. Verteilung, Umlageverfahren: dabei werden - wie in der Kostenstellenrechnung Gemeinkosten anhand geeigneter Schlüssel (z.b. Stromverbrauch für die Fertigung pro Stück) auf die Kostenträger weiterverrechnet. Verrechnung interner Leistungen auf die Kostenträger Bezugsgrößenverfahren: auf die Kostenträger werden Leistungsmengen (Bezugsgrößen) verrechnet und mit Tarifen bewertet, die so beschaffen sind, daß die Hauptkostenstellen gerade entlastet werden. Anwendung: v.a. bei Fertigungskostenstellen. Hinweis: die Gemeinkostenbezuschlagung ist ein spezielles Bezugsgrößenverfahren.
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13 )'*+,* FI Rechnungswesen (extern / intern) CO Einkauf Vertrieb / Absatz- plan Entwick- lung Produk- tion Vertrieb Versand SD PS MM PP SD Personal HR Anlagen AM 79; Betriebswirtschaftliche Vorfälle in einzelnen Bereichen des Unternehmens (z.b. die Faktur und die Lieferung eines Produkts im Bereich Vertrieb/Versand) bewirken meist Veränderung auch in anderen Bereichen des Unternehmens (z.b. eine Veränderung der Gewinn- & Verlustrechnung und der Bilanz sowie veränderte Werte im internen Rechnungswesen. Der Ursprung von SAP (Systeme, Anwendungen und Produkte) liegt in der Erkenntnis, daß integrierte betriebswirtschaftliche Geschäftsvorfälle durch ein integrierte Software verwaltet werden müssen. Geschäftsvorfälle, die in einem Modul des SAP Systems gebucht werden (z.b. Faktur und Lieferung des Produkts im SD) führen zu automatischen Mit-Buchungen auch in anderen Modulen Im Beispiel sind dies Belege der Finanzbuchhaltung, der Profit Center Rechnung, des Controlling, der Materialwirtschaft). Sämtliche Belege sind miteinander verknüpft und gesammelt anzeigbar.
14 ,1"#2#'1"!)'* Profit Center EIS EC Unternehmensplanung FI CO Unternehmens- controlling FINANZ- BUCHHALTUNG Hauptbuch Forderungen Verbindlichkeiten Anlagen Bild SAP AG CONTROLLING Kosten-Controlling Erlös - Controlling 79A Der allgemeine Begriff Rechnungswesen wird zur Beschreibung zahlreicher verschiedener Funktionen und Geschäftsprozesse verwendet. Das SAP-System liefert eine Architektur spezialisierter Rechnungswesenkomponenten, die diese verschiedenen Funktionen bedienen. Das Modul Finanzbuchhaltung (FI) hat ihre Schwerpunkte in der Hauptbuchhaltung, der Bearbeitung von Forderungen und Verbindlichkeiten und der Anlagenbuchhaltung. Das Modul Controlling (CO) bietet eine Vielfalt von Werkzeugen, die der Bereitstellung operativer Informationen zur Geschäftsanalyse und Entscheidungsfindung durch die Unternehmensleitung dienen. Die Controlling- Komponente bildet den Schwerpunkt dieses Kurses. Die wichtigsten CO-Komponente (Kosten-Controlling) wird in diesem Kurs behandelt.
15 ,'( FI Externes Rechnungswesen Bilanz Externes Reporting Gewinn & Verlust (GuV) Cash Management Gewinnrücklagen CO Internes Rechnungswesen Bild SAP AG Internes Reporting Deckungsbeitragsberichte Produktkostenberichte Kostenstellenberichte Profit- Center- Berichte 79. Das standardisierte Rechnungswesen für externe Anwender wird oft als Externes Rechnungswesen bezeichnet. Der Begriff Internes Rechnungswesen beschreibt dagegen das nicht-standardisierte Rechnungswesen, das das Management in seinen Entscheidungsprozessen unterstützt. Berichte des externen Rechnungswesens umfassen normalerweise die Gewinn- und Verlustrechnung und die Bilanz. Diese externen Reporting-Anforderungen werden, wie die unterschiedlichen gesetzlichen Anforderungen der relevanten Finanzbehörden, in der Regel durch allgemeine Buchhaltungsstandards wie US-GAAP oder IAS (International Accounting System) vorgegeben. Berichte des internen Rechnungswesens umfassen Kosten- und Erlösberichte für Kostenstellen / Profit-Center, Kostenträger sowie Ergebnisberichte für Unternehmensteile oder Marktsegmente.
16 .$# Anlagen Verbindlichk. Forderungen FI Hauptbuch Kosten- und Erlösartenrechnung Kosten- stellen- rechnung Kosten- träger ger- rechnung Ergebnis- rechnung 8!92#0!#&> '$2#1"((!> 8!92#0#1"4(#&## > 8"1"#3# #*!# #.#$($#> #*?!# 8$#&$!# > 8((!$#$#$> 79B Die verschiedenen CO-Komponenten können in Gruppen unterteilt werden: Die Kostenartenrechnung klassifiziert die nach CO gebuchten Kosten und Erlöse und ermöglicht die Abstimmung der Kosten in CO mit dem Modul Finanzbuchhaltung (FI). Die Kostenstellenrechnung (das Gemeinkosten-Controlling) untersucht die Kostenverursachung der funktionalen Bereiche des Unternehmens. In vielen Unternehmen hat der Anteil der Gemeinkosten rapide zugenommen; hierzu gehören Kosten, die nicht direkt einem Produkt oder einer Dienstleistung zugeordnet werden können. Während in den Produktionsbereichen bei der Kostenkontrolle und der Prozeßoptimierung oft große Fortschritte erzielt werden, bleiben die Gemeinkosten wenig transparent, so daß es weiterhin schwer zu beurteilen ist, warum diese Kosten angefallen sind. Die Kostenträgerrechnung dient der Kalkulation und Auswertung der Herstellkosten eines Produkts, der Kosten und ggf. Erlöse bei der Bereitstellung einer Dienstleistung oder Durchführung eines Projekts, sowohl im Plan als auch im Ist). Damit liefert es die Werkzeuge einer umfassenden Analyse der Wertschöpfungsprozesse im Unternehmen. Die Ergebnisrechnung hat ihren Schwerpunkt auf der Analyse der Ergebnisse der Unternehmensaktivitäten am externen Markt. Sie gibt Ihnen die Möglichkeit festzustellen, wie erfolgreich das Unternehmen in unterschiedlichen Produktsparten, bei unterschiedlichen Kunden operiert und wie sich diese Daten über die Zeit entwickelt haben. Es kann auch den Erfolg Ihrer internen Unternehmenseinheiten (Vertriebsbereiche, Profit Center oder Firmen) ausweisen.
17 )$ $3#?! 0!#1 3## 0)H3 &3&3F0 I0&$H&89--E*5G /$(4 2 & &333&3 3&3&H33 A--9;DE"= G'======E!" 30LG! H2&H33 "!I3F33 E G3&3 79D
18 8(## Gemeinkosten - Controlling Profit-Center- Rechnung Kostenstellenrechnung Kostenarten - & Erlösartenrechnung Produktkosten - Controlling Ergebnis - rechnung Prozesskostenrechnung Gemeinkostenaufträge. Kosten träger CO PrCtr 1 PrCtr 3 Profit Center PrCtr 4 PrCtr 2 PrCtr 5 Ergebnisobjekte 79: Es kann zahlreiche Beziehungen zwischen den verschiedenen CO-Komponenten geben. Werteflüsse können verschiedene Zwecke haben. Im Gemeinkosten-Controlling können Kosten aus anderen SAP-Modulen (externe Kosten) auf Kostenstellen und interne Aufträge gebucht werden. Kostenstellen können in der Prozesskostenrechnung (ABC) Kosten auf andere Kostenstellen, Aufträge und Prozesse verrechnen. ABC wiederum kann Kosten an Kostenstellen und Aufträge weitergeben. Innenaufträge können Kosten auf Kostenstellen und ABC-Prozesse oder andere Aufträge abrechnen. Zentrale Kostenflüsse können zwischen dem Gemeinkosten-Controlling und dem Produktkosten-Controlling auftreten. Kostenträger (wie z.b. Fertigungsaufträge usw.) können direkte Kostenbuchungen aus dem FI empfangen (wenn dem Kostenträger z.b. ein Rechnungseingang zugeordnet wird); Kosten von Kostenstellen (aufgrund von Fertigungsaktivitäten oder Gemeinkostenverrechnung), von Innenaufträgen abgerechnete und durch ABC-Prozesse verrechnete Kosten. Die Ergebnisrechnungskomponenten sind ebenfalls eng mit dem Gemeinkosten- und Produktkosten-Controlling integriert. Die Ergebnisrechnung erhält bestimmungsgemäß statistische Kostenbuchungen aus praktisch allen anderen CO-Komponenten. Zusätzlich zu Direktbuchungen aus dem FI kann die Ergebnisrechnung Kostenumlagen von Kostenstellen und ABC-Prozessen erhalten sowie Kosten aus der Innenauftragsabrechnung und Produktionsabweichungen, die über Kostenträger abgerechnet werden.
19 R /$ $ FI AA HR MM FI MM SD SD PP PP HR FI SD PP Kostenarten - & Erlösartenrechnung Gemeinkostencontrolling Prozesskostenrechnung Gemeinkostenaufträge Kostenstellenrechnung CO Produktkostencontrolling Kostenträger Ergebnisrechnung Profit- Center- Rechnung PrCtr 1 PrCtr 3 Profit Center PrCtr 4 PrCtr 2 PrCtr 5 Ergebnisobjekte 79K In anderen SAP-Modulen werden Daten erzeugt, die einen direkten Einfluss auf CO haben. Wenn z.b. Nichtlagerpositionen eingekauft werden, wird hierfür ein Aufwand auf das Hauptbuch gebucht. Gleichzeitig wird dieser Aufwand in Form von Kosten auf ein CO-Objekt gebucht, für das die Positionen eingekauft wurden. Das SAP-Modul 'Finanzwesen' (FI) ist eine primäre Datenquelle für das Controlling. Die meisten das Hauptbuch betreffenden Aufwandsbuchungen ziehen eine Kostenbuchung in CO nach sich. Diese Aufwandsbuchungen in das Hauptbuch können z.b. durch Kreditorenbuchungen oder Abschreibungsbuchungen aus der Anlagenwirtschaft oder aus anderen SAP-Modulen verursacht werden. Auch Ertragsbuchungen im FI, etwa durch die Faktur eines Kundenauftrags, ziehen CO- Buchungen nach sich. Auch aus dem Modul Personalwirtschaft (HR) können Primärkosten ins Controlling gebucht werden, so z.b. bei der Personalabrechnung. Neben Primärkosten aus der Finanzbuchhaltung können die Objekte des CO Sekundärkosten über Verteilungsverfahren, Gemeinkostenbezuschlagung, Prozeßkostenverrechnung, Interne Leistungsverrechnung etc. durch CO-Buchungen von anderen CO-Objekten erhalten. Zuletzt gibt es Geschäftsvorfälle, bei denen aus dem CO heraus FI-Buchungen erzeugt werden. Hierzu gehören Abstimmbuchungen, die durch das Abstimm-Ledger in CO angestoßen werden, Bestandsbuchungen, die durch die Lieferung von Fertigerzeugnissen aus der Produktion verursacht werden sowie die Abrechnung von Kapitalkosten aus der Erzeugung von Anlagevermögen.
20 '($## )'* CO 78-
21 0 '!#,1"#2# 0!# )'* 3#$1" 3## 1" 3#41" 52#'#1! 789
22 3#$;3## 3#41" Kostenarten Kostenträger-Einzelkosten Kostenträger-Gemeinkosten Kostenstellen - Einzelkosten direkte Zuordnung zu Kostenstellen Kostenstellen - Gemeinkosten indirekte Zuordnung über Verteilung (Schlüssel) Primäre re GK Sekundäre GK Hilfskostenstellen Hilfskostenstellen Kostenträger Gemeinkosten GK Hauptkostenstellen Materialbereich Fertigung Verwaltung Vertrieb 788 Einzelkosten werden direkt auf die verursachenden Kostenträger verrechnet. Beispiel: Materialverbrauch bei der Fertigung Gemeinkosten werden (direkt oder indirekt über Verteilungsschlüssel) den Kostenstellen als verursachenden Funktionsbereichen verrechnet. Diese Gemeinkosten heißen primäre Gemeinkosten Innerhalb der Kostenstellen verrechnen sog. Hilfskostenstellen (z.b. Kantine, IT-Service) ihre Kosten vollständig auf die sog. Hauptkostenstellen des Materialbereichs, Fertigungsbereichs, Verwaltungs- und Vertriebsbereichs. Dieser Vorgang heißt Betriebsabrechnungsbogen (BAB), die weiterverrechneten Kosten heißen sekundäre Gemeinkosten. Von den Hauptkostenstellen werden die Gemeinkosten weiterverrechnet auf die Kostenträger. Dafür gibt es verschiedene Verfahren: Berechnung von Gemeinkostenzuschlägen auf Einzelkosten: Dabei werden prozentuale Zuschläge auf die Einzelkosten der Kostenträger verrechnet. Die Zuschlagssätze - auf Materialkosten, Fertigungskosten und Herstellkosten werden so gewählt, daß die Hauptkostenstellen (Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb) bis auf 0 entlastet werden. Verteilung, Umlageverfahren: dabei werden - wie in der Kostenstellenrechnung Gemeinkosten anhand geeigneter Schlüssel (z.b. Stromverbrauch für die Fertigung pro Stück) auf die Kostenträger weiterverrechnet. Verrechnung interner Leistungen auf die Kostenträger Bezugsgrößenverfahren: auf die Kostenträger werden Leistungsmengen (Bezugsgrößen) verrechnet und mit Tarifen bewertet, die so beschaffen sind, daß die Hauptkostenstellen gerade entlastet werden. Anwendung: v.a. bei Fertigungskostenstellen. Hinweis: die Gemeinkostenbezuschlagung ist ein spezielles Bezugsgrößenverfahren.
23 '($3#$1" )$ 3#($$>A 07# 3#+9#-!&(### +#& '#23# +9##! 2"1"#*#$-$$-'$!#> 63& 3& B+&!#0!# 3#$C!HE'03M& H3G HE',3 H#&33G %3#& H& H3 78;
24 3#$#! Materialkosten Dienstleistungen Personalkosten Kapitalkosten.# $$ 0!# $$. &##.#;5(#9" 0"4 <"!# 3$!'#1" 3$!$#1"%# Fix oder Variabel Einzelkosten oder Gemeinkosten Sonstige Kosten -*$1"-<&& 07"-*#,#!#-8 3$!8$##-#1" 3## Zuordnung zu welchem Kostenträger 78A Die Kostenartenrechnung steht am Anfang der Kostenrechnung und dient der Erfassung und Gliederung der Kosten. Sie unterteilt Kostenarten in Einzel- und Gemeinkostenarten. Kosten sollen dabei nach dem Prinzip der Kostenverursachung den Kostenträgern zugeordnet werden. Dies verursacht bei Gemeinkosten (insbesondere bei beschäftigungsfixen Gemeinkosten) Probleme, da hier die Kosten nicht proportional zu einer Menge wachsen und die Kosten nicht eindeutig einem Kostenträger (z.b. Produkt) zugeordnet werden können. Gemeinkosten werden deshalb in Kostenstellen kontrolliert und durch Leistungsverrechnung auf Kostenträger weiterverteilt. Dabei bildet die Kostenstellenrechnung eine zweite Stufe - nach der Kostenartenrechnung - und ist längst nicht in allen Unternehmen eingesetzt (insbesondere amerikanische Unternehmen arbeiten oft mit einer einfachen Kostenartenrechnung).
25 =##$1" 0#$!#($" Materialverbrauch Fremdleistungen Löhne Gehälter Lohnzusatzkosten Energie Kalkulatorische Abschreibung Minderbestände an Material Betriebserfolg Kosten Erlöse (Leistungen) Umsatz Aktivierte Leistungen (Anlagen) Mehrbestände an Material Über die Kostenarten können Sie eine Ergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren durchführen, um den Erfolg des Unternehmens zu überwachen. Dabei werden Kosten und Erlöse einfach gegenübergestellt. Die Kostenarten bieten einen Überblick auf die Kostenstruktur des Unternehmens und dessen Entwicklung (Vergleich zu vergangenen Perioden). Nachteile der Ergebnisrechnung nach Gesamtkostenverfahren: Mehr- oder Minderbestände an Materialien (Rohstoffen, Baugruppen, Erzeugnissen) müssen in der Rechnung berücksichtigt werden (Bsp: der Verkauf eines Mehrbestandes an Erzeugnissen führt erst in den Folgeperioden zu Erlösen; die Herstellungskosten werden jedoch bereits in der laufenden Periode ausgewiesen). Die Herstell- oder Beschaffungskosten dieser Bestände können jedoch erst bei Einsatz der Kostenträgerrechnung genau ermittelt werden. Es wird nicht ermittelt, wo und wofür die Kosten entstanden sind und in welchem Bereich Umsatz erzielt wurde. Diese Fragen werden erst durch die Kostenstellenrechnung (wo?), Kostenträgerrechnung (wofür?) beantwortet. Diese Nachteile des Gesamtkostenverfahrens führen zur Verwendung des Umsatzkostenverfahrens. Allerdings setzt das Umsatzkostenverfahren eine Kostenstellenrechnung sowie eine Kostenträgerrechnung voraus, da nur so dem Umsatz die Kosten des Umsatzes zugeordnet werden können.
26 3#$ )'*+$#C'11##7 78B
27 !7()$1"!3#$ GKR Externes Rechnungswesen Sachkonten 0 Anlagen 1 kurzfrist. Kapital 2 neutrale Aufwände, Erträge 3 Stoffe, Bestände 4 Betriebliche Aufwände 5 6 Kostenstellen 7 Bestände an Erzeugnissen 8 Betriebliche Erträge 9 Abschluß FI Controlling Kostenarten CO Grundkosten Anders- / Zusatzkosten Sekundärkosten Innerbetriebliche Leistungen Erlöse 78D Der GKR (Gemeinschaftskontenrahmen) ist (im Gegensatz z.b. zum Industriekontenrahme IKR) ein Einkreissystem, in dem das interne und externe Rechnungswesen in einem Rechnungskreis erstellt werden. Die Abgrenzung von Aufwänden/Erträgen einerseits und Kosten/Erlösen andererseits findet der Kontenklasse 2 (neutrale Aufwände/Erträge) und in bestimmten Bereichen der Kontenklassen 4 und 8 statt (Bsp. kalkulatorische Abschreibung etc). Im SAP-System wird das externe Rechnungswesen (Finanzbuchhaltung, FI) mit dem internen Rechnungswesen (Controlling, CO) verbunden, indem in überlappenden Bereichen des Kontenrahmenplans (z.b. den Aufwands- und Ertragskontenklassen 4 und 8 des GKR) Primärkostenarten des Controlling mit gleicher Nummer wie die entsprechenden Sachkonten der Finanzbuchhaltung angelegt werden. Diese Nummerngleichheit bewirkt die automatische Mitbuchung eines Controlling-Belegs über eine FI Sachkontenbuchung. Beispiel: die Gehaltsverrechnung im Bereich Personalwesen (HR) ist aus Sicht der Finanzbuchhaltung eine Sachkontenbuchung Aufwand für Lohn/Gehalt an Gehaltverrechnungskonto... stellt aus Sicht des Controlling Kosten der Kostenstelle dar, zu der die Mitarbeiter gehören (der CO-Beleg wird auf die Kostenstelle kontiert und ist dort auswertbar) Sekundärkostenarten werden ausschließlich im Controlling zur Identifizierung interner Kostenflüsse (wie Umlagen oder interne Leistungsverrechnungen) verwendet. Sie haben keine entsprechenden Sachkonten in FI und werden nur in CO definiert.
28 !7()$1"!3#$ /$ )$1"!.) A;----EF&G 3#$3'D A;----EF&G CO FI 78:
29 =1"#!(7* 4!#1" Sachkonto Sachkonto FI FI-Beleg Aufwand Bestand # CO-Kontierung CO CO-Beleg # $ Kostenstelle Primärkostenart rkostenart 78K Bei der Erzeugung eines FI-Belegs, dessen Buchung auf ein Aufwands- bzw. Ertragskonto mit einer entsprechenden Kostenart erfolgt, wird - über die Nummerngleichheit des Sachkontos zur Primärkostenart - auch ein Controlling-Beleg erzeugt. Dieser Controlling-Beleg hat eine eindeutige Nummer und enthält folgende Details: bebuchtes Controlling-Objekt verwendete Kostenart Betrag Im obigen Beispiel belastet der FI-Beleg ein Aufwands-Konto und entlastet ein Bestandskonto. Der CO-Beleg hingegen belastet das Controlling-Objekt unter Verwendung der entsprechenden Primärkostenart derselben Nummer. Hier erfolgt keine entsprechende Gutschrift im CO-Beleg. Bei der Buchung von Primärkosten in CO werden diese - anders als eine herkömmliche saldierte Buchung aus der Finanzbuchhaltung - zunächst als einseitige Buchung behandelt. (Hinweis: Alle Transaktionen, die Kostenbewegungen innerhalb von CO erzeugen, sind saldierte Buchungen. Wenn Kosten von einem Controlling-Objekt auf ein anderes umgebucht werden, z.b. von einer Kostenstelle auf eine andere, wird das abgebende Objekt entlastet und das empfangende Objekt mit demselben Betrag belastet).
30 +&#./=#=1",1"./ TA: FB60 CO-Kontierung TA: FS00 7;-
31 =1",1"./ TA: FB60 7;9
32 ,1"21"& =./ '((#./=#E7B$#$!.=D 7;8
33 '((#& 3#1"## Rechnungswesenbelege 7;;
34 '&#& 3#1"## /3&33&3I3() *3*I&3(&3, 03 )$1"! 3#$ 7;A
35 '#2! F 3## /#;*$;'21"=1" Doppelklick = Absprung in die Einzelposten 7;.
36 3## +&# 7;B
37 0 '!#,1"#2# 0!# )'* 3#$1" 3## 1" 3#41" 52#'#1! 7;D
38 3#$;3## 3#41" Kostenarten Kostenträger-Einzelkosten Kostenträger-Gemeinkosten Kostenstellen - Einzelkosten direkte Zuordnung zu Kostenstellen Kostenstellen - Gemeinkosten indirekte Zuordnung über Verteilung (Schlüssel) Primäre re GK Sekundäre GK Hilfskostenstellen Hilfskostenstellen Kostenträger Gemeinkosten GK Hauptkostenstellen Materialbereich Fertigung Verwaltung Vertrieb 7;: Einzelkosten werden direkt auf die verursachenden Kostenträger verrechnet. Beispiel: Materialverbrauch bei der Fertigung Gemeinkosten werden (direkt oder indirekt über Verteilungsschlüssel) den Kostenstellen als verursachenden Funktionsbereichen verrechnet. Diese Gemeinkosten heißen primäre Gemeinkosten Innerhalb der Kostenstellen verrechnen sog. Hilfskostenstellen (z.b. Kantine, IT-Service) ihre Kosten vollständig auf die sog. Hauptkostenstellen des Materialbereichs, Fertigungsbereichs, Verwaltungs- und Vertriebsbereichs. Dieser Vorgang heißt Betriebsabrechnungsbogen (BAB), die weiterverrechneten Kosten heißen sekundäre Gemeinkosten. Von den Hauptkostenstellen werden die Gemeinkosten weiterverrechnet auf die Kostenträger. Dafür gibt es verschiedene Verfahren: Berechnung von Gemeinkostenzuschlägen auf Einzelkosten: Dabei werden prozentuale Zuschläge auf die Einzelkosten der Kostenträger verrechnet. Die Zuschlagssätze - auf Materialkosten, Fertigungskosten und Herstellkosten werden so gewählt, daß die Hauptkostenstellen (Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb) bis auf 0 entlastet werden. Verteilung, Umlageverfahren: dabei werden - wie in der Kostenstellenrechnung Gemeinkosten anhand geeigneter Schlüssel (z.b. Stromverbrauch für die Fertigung pro Stück) auf die Kostenträger weiterverrechnet. Verrechnung interner Leistungen auf die Kostenträger Bezugsgrößenverfahren: auf die Kostenträger werden Leistungsmengen (Bezugsgrößen) verrechnet und mit Tarifen bewertet, die so beschaffen sind, daß die Hauptkostenstellen gerade entlastet werden. Anwendung: v.a. bei Fertigungskostenstellen. Hinweis: die Gemeinkostenbezuschlagung ist ein spezielles Bezugsgrößenverfahren.
39 3## ('($ ( *& 'H 3H& H33 Kostenstelle '($,33630F *,333& FH3E!'/&3'!LG &&N* EJ3& G 7;K Das Gemeinkosten-Controlling widmet sich der Analyse und Steuerung der Gemeinkosten. Gemeinkosten sind Kosten, die nicht direkt einem Kostenträger (z.b. einem Fertigungsauftrag) zugeordnet werden können. Wichtigster Teil ist die Kostenstellen-Rechnung. Der Anteil der Gemeinkosten an den Gesamtkosten ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Anzahl der in Gemeinkostenbereichen tätigen Mitarbeiter hat sich von 25-30% in den fünfziger Jahren auf heute 50% erhöht. Die Gemeinkosten haben sowohl in Produktions- als auch in Dienstleistungsorganisationen zugenommen. Untersuchungen in den Vereinigten Staaten haben gezeigt, daß der Kostenanteil der Gemeinkosten im Maschinenbau und in der Elektroindustrie knapp 80% beträgt. Mit der Zunahme der Gemeinkosten nimmt der Anteil der Fertigungskosten, die direkt zugeordnet werden können, ab. Aus diesem Grund wird es immer wichtiger, die Gemeinkosten zu analysieren und zu steuern. Gleichzeitig werden hochentwickelte Werkzeuge benötigt, um die Zuordnung von Gemeinkosten zu Fertigungsaufträgen und andere Kostenträgern zu erleichtern. Quelle: SAP In der Kostenartenrechnung sind alle im Betrieb angefallenen Kosten nach Kostenarten erfasst und gegliedert worden. Durch Gegenüberstellung der Erlöse kann das Betriebsergebnis ermittelt werden. Diese Information allein ist jedoch für die Optimierung und Steuerung des betrieblichen Geschehens nicht ausreichend. Eine wichtige Kenntnis ist, wo, d.h. in welchen Funktionsbereichen des Unternehmens Kosten angefallen sind. Quelle: [Däumler, Grabe]
40 '.!#1"# :" #73## $(3## G O *EI&3I'%&' *33',&3,G O,3E %3G %H&&!(3 "3&N/F&%3M "&3 I O&&EIHG'0&EI *33GC&EI&33G 3## 1"G O,3 33,3 FH3' L H&&& & 7A- Quelle: [Däumler, Grabe]
41 3## 1")$ $ =1" HR SD MM AM Anlagen Verbindlichk. Forderungen FI Hauptbuch Kosten- und Erlösartenrechnung Kostenstellen- Rechnung $ Kostenstelle / Leistungsart PS SD PM SM CO PP Kostenträger Kostenträger ger- Rechnung Ergebnis- rechnung Ergebnisobjekt 7A9 Im SAP-System zählen Kostenstellen - neben Leistungsarten, statistischen Kennzahlen, CO-Innenaufträgen und Prozessen - zu den Stammdaten des Gemeinkosten - Controllings. Kostenstellen sind die Leistungserbringer des Unternehmens und damit die Ressourcen der Wertschöpfungsprozesse aus Sicht des Controllings. Kostenstellen nehmen Kosten und Leistungen auf. Sie erbringen Leistungen für andere Kostenstellen (Hilfskostenstellen) sowie für Kostenträger (Produktionskostenstellen). Jede Kostenstelle ist einer Kostenstellenart (z.b. Verwaltungskostenstellen, Fertigungskostenstellen) zugeordnet. In jedem Kostenstellen-Stammsatz gibt es ein Feld für den Namen des Kostenstellenverantwortlichen. Das Finanzwesen ist eine primäre Datenquelle für das Controlling. Die meisten das Hauptbuch betreffenden Aufwandsbuchungen ziehen eine Kostenbuchung auf ein CO- Objekt (zum Beispiel die Kostenstelle) nach sich. Diese Aufwandsbuchungen in das Hauptbuch können z.b. durch Kreditorenrechnungen, Abschreibungsbuchungen aus der Anlagenwirtschaft, einem Warenausgang im Bereich der Materialwirtschaft oder Personalabrechnung im Bereich der Personalwirtschaft verursacht werden. Neben Primärkosten aus der Finanzbuchhaltung können Kostenstellen Sekundärkosten über Verteilungsverfahren, Gemeinkostenbezuschlagung, Prozeßkostenverrechnung, Interne Leistungsverrechnung u.a. erhalten oder abgeben. Bei der Abrechnung wird der verbleibende Saldo aus erhaltenen bzw. verrechneten Kosten und Leistungen der Kostenstelle an den Abrechnungsempfänger (üblicherweise Ergebnisobjekt) kontiert.
42 1"0!# ='= primäre Gemein- Kosten Legende: Kostenschlüssel, Bezugsgrößen, Zuschlagssätze primäre Gemeinkosten Aufnahme primärer Gemeinkosten Hilfskosten- stellen Hauptkosten- stellen Kosten- träger primäre Gemein- Kosten Hilfskosten- stellen Innerbetriebl. Leistungsverrechnung Verrechnung der Hauptkostenstellen auf Kostenträger (Zuschläge / Bezugsgrößen) 7A8
43 =#$1"#='==# Kostenstellen Kostenarten Lebensmittel für Kantinenessen Stromkosten EVU Personalkosten Anzahl Mitarbeiter Stromverbrauch KWH Kantine IT / Strom Fertigung Verwaltung / Vertrieb (V&V) Umlage / Verteilung nach Uml. Verteilung /0&1& 23'/0& /0&1(6 7A; Obiges Schema stellt einen mehrstufigen Betriebsabrechnungsbogen - mit Hilfskostenstellen (Kantine und Strom) sowie Hauptkostenstellen (Fertigung, Verwaltung und Vertrieb) dar. Im Beispiel verrechnet die Kantine Kosten anhand der Zahl der Essen (= Zahl der Mitarbeiter) an die anderen Kostenstellen. Die Kostenstelle IT / Strom verrechnet Kosten anhand des Stromverbrauchs der anderen Kostenstellen. Die Preise (für Strom je kwh und für Kantinenessen) lassen sich nicht isoliert ermitteln sondern nur über die Lösung des linearen Gleichungssystems. Dieses enthält i.a. n Gleichungen (n = Zahl der Hilfskostenstellen) und m Variablen (Zahl zu ermittelnden Preise / Tarife). Über Softwaresysteme werden die Lösungen i.a. über iterative Verfahren errechnet.
44 3#1"5$!## Kostenstellen $ Materialstelle $ Fertigungsstelle $ Verwaltung $ Vertrieb %/h Materialeinzelkosten Bezugs- größ ößen (h) Herstell- kosten Kostenträgerrechnung = + + = Materialeinzelkosten Materialgemeinkosten Fertigungseinzelkosten Fertigungsgemeinkosten Herstellkosten Verwaltungsgemeinkosten Vertriebsgemeinkosten Selbstkosten 7AA Hauptkostenstellen verrechnen ihre Gemeinkosten weiter auf Kostenträger. Ein Verfahren der Verrechnung ist die Gemeinkostenbezuschlagung. Dabei werden prozentuale Zuschlagssätze auf die Kostenträger verrechnet. Bezugsbasen für die Zuschläge sind Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie Herstellkosten der Kostenträger. Materialkostenstellen verrechnen Zuschläge auf Materialeinzelkosten. Die Zuschlagssätze werden dabei differenziert, da sich die Materialgemeinkosten (zum Beispiel Lagerkosten) für unterschiedliche Materialarten unterscheiden (Lagerdauer, Lagerbedingungen). Typische Zuschlagssätze liegen zwischen 7% und 14%. Fertigungskostenstellen verrechnen Zuschläge auf Fertigungseinzelkosten. Zuschlagssätze können > 100% betragen, wenn Fertigungsgemeinkosten ausschließlich durch dieses Verfahren auf die Kostenträger verrechnet werden. Deshalb werden oft andere Verfahren, wie z.b. Bezugsgrößenkalkulation anhand gemessener Mengen (zum Beispiel Maschinenstunden) angewandt. Verwaltungs- und Vertriebskostenstellen verrechnen Zuschläge auf die Herstellkosten der Kostenträger. Typische Zuschlagssätze in diesen Bereichen liegen zwischen 8% und 16%. Besonders schwierig ist es v.a. im Verwaltungsbereich, differenzierte Zuschlagssätze für verschiedene Kostenträger zu finden. Ein neues alternatives Verfahren in diesem Bereich ist die Prozeßkostenrechnung, welche die kostentreibenden Prozesse im Unternehmen identifiziert und ihnen die Kosten zurechnet. Die Kostenträger werden durch die Gemeinkostenbezuschlagung belastet. Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten fallen dabei erst beim Verkauf an, d.h. werden auf Herstellkosten des Umsatzes verrechnet. Herstellkosten dienen u.a. zur Bewertung von Materialbeständen, während Selbstkosten der Kostenträger dem erzielten Umsatz gegenübergestellt werden, um ein Ergebnis zu errechnen.
45 3## 1" )'*+$#C'11## 7 OKENN - Kostenstellen Standardhierarchie 7A.
46 0 '!#,1"#2# 0!# )'* 3#$1" 3## 1" 3#41" 52#'#1! 7AB
47 3#$;3## 3#41" Kostenarten Kostenträger-Einzelkosten Kostenträger-Gemeinkosten Kostenstellen - Einzelkosten direkte Zuordnung zu Kostenstellen Kostenstellen - Gemeinkosten indirekte Zuordnung über Verteilung (Schlüssel) Primäre re GK Sekundäre GK Hilfskostenstellen Hilfskostenstellen Kostenträger Gemeinkosten GK Hauptkostenstellen Materialbereich Fertigung Verwaltung Vertrieb 7AD Einzelkosten werden direkt auf die verursachenden Kostenträger verrechnet. Beispiel: Materialverbrauch bei der Fertigung Gemeinkosten werden (direkt oder indirekt über Verteilungsschlüssel) den Kostenstellen als verursachenden Funktionsbereichen verrechnet. Diese Gemeinkosten heißen primäre Gemeinkosten Innerhalb der Kostenstellen verrechnen sog. Hilfskostenstellen (z.b. Kantine, IT-Service) ihre Kosten vollständig auf die sog. Hauptkostenstellen des Materialbereichs, Fertigungsbereichs, Verwaltungs- und Vertriebsbereichs. Dieser Vorgang heißt Betriebsabrechnungsbogen (BAB), die weiterverrechneten Kosten heißen sekundäre Gemeinkosten. Von den Hauptkostenstellen werden die Gemeinkosten weiterverrechnet auf die Kostenträger. Dafür gibt es verschiedene Verfahren: Berechnung von Gemeinkostenzuschlägen auf Einzelkosten: Dabei werden prozentuale Zuschläge auf die Einzelkosten der Kostenträger verrechnet. Die Zuschlagssätze - auf Materialkosten, Fertigungskosten und Herstellkosten werden so gewählt, daß die Hauptkostenstellen (Material, Fertigung, Verwaltung und Vertrieb) bis auf 0 entlastet werden. Verteilung, Umlageverfahren: dabei werden - wie in der Kostenstellenrechnung Gemeinkosten anhand geeigneter Schlüssel (z.b. Stromverbrauch für die Fertigung pro Stück) auf die Kostenträger weiterverrechnet. Verrechnung interner Leistungen auf die Kostenträger Bezugsgrößenverfahren: auf die Kostenträger werden Leistungsmengen (Bezugsgrößen) verrechnet und mit Tarifen bewertet, die so beschaffen sind, daß die Hauptkostenstellen gerade entlastet werden. Anwendung: v.a. bei Fertigungskostenstellen. Hinweis: die Gemeinkostenbezuschlagung ist ein spezielles Bezugsgrößenverfahren.
48 3#41"( '#H3 2<## :" #&1" +#2$1"1"<# '#$&##1" =#(73#4! Kostenträger /&3!L H3 $&<## 23#!#!$!$H3&I HE=&HG B!#!$!$63= H&H3 &H 3#2H3 & &3 %#1"4-=	H& =#$$!# =#.#!# Bild SAP AG 7A: In der Kostenträgerrechnung (Kalkulation) werden den einzelnen Kostenträgern (Produkte, Dienstleistungen, Projekte, Sparten, Regionen) die auf sie entfallenden Kosten zugerechnet. In der Kostenträgerstückrechnung werden die Kosten für eine Einheit des Kostenträgers bestimmt. Die Kostenträgerzeitrechnung dagegen soll durch eine Gegenüberstellung der Erlöse (Leistungen) und Kosten einer Abrechnungsperiode das Betriebsergebnis aufzeigen und durch eine Aufschlüsselung der Erlöse und Kosten nach Kostenträgern bzw. Kostenträgergruppen die Ursachen des Erfolges oder Mißerfolges erkennen lassen. Sowohl die Kostenträgerstückrechnung als auch die Kostenträgerzeitrechnung können auf Basis von Vollkosten oder Teilkosten durchgeführt werden. Kostenträger werden differenziert nach Absatzleistungen Dazu zählen zu verkaufende Produkte, Dienstleistungen oder Projekte. Bei Produkten wird zwischen auftragsbestimmter Fertigung (Kundenauftragsfertigung) und lagerbestimmter Fertigung (anonymer Lagerfertigung) unterschieden. Innerbetriebliche Leistungen Dazu zählen sowohl aktivierbare Leistungen (über mehrere Perioden nutzbar, z.b. Investitionsmaßnahmen zur Herstellung von eigenen Anlagen) als auch nicht aktivierbare Leistungen (die in der Rechnungsperiode ihrer Erstellung verbraucht werden, z.b. Software-Einführung). [Däumler, Grabe] und [Olfert 1999]
49 3#41"'($ Kostenartenrechnung Kostenstellenrechnung Kostenträgerrechnung: Lieferung von Daten für preispolitische Entscheidungen (kurzfristige und langfristige Preisuntergrenzen, Selbstkosten) Ermittlung von Deckungsbeitrag / Gewinn Wirtschaftlichkeitsanalyse und sortimentspolitische Entscheidungen (Prod.-Programm, Eigen- / Fremdfertigung,...) Bewertung von Beständen zu Herstellkosten Ermittlung von Ware in Arbeit Welche Kosten für r welche Leistung? 7AK Hinweise: Produkte / Dienstleistungen werden entweder zu Festpreisen verkauft oder aufwandsbezogen fakturiert (dabei werden dem Kunden die eigenen Aufwände inkl. Gewinnzuschlag in Rechnung gestellt): bei Festpreisen werden die Erlöse nicht aus den Kosten abgeleitet, bilden aber trotzdem eine wichtige Grundlage zur Ermittlung des Gewinns oder von Deckungsbeiträgen. Bereits der Vertriebsmitarbeiter verwendet die vollen / variablen Selbstkosten als lang- / kurzfristige Preisuntergrenze bei den Verkaufsverhandlungen. bei aufwandsbezogener Fakturierung werden die Aufwände (im Ist) kalkuliert und dem Kunden zuzüglich eines Gewinnzuschlags in Rechnung gestellt. Im öffentlichen Bereich werden oft Selbstkostenpreise kalkuliert, d.h. Dienstleistungen werden zu Selbstkosten überlassen.
50 *!!# I1! Produktkostenplanung Mengengerüst: PP-Stammdaten Stückliste Arb.plan Wertgerüst Materialpreise Leistungspreise Gemeinkosten Vorkalkulation, mitlaufende Kalkulation Plankosten / Istkosten FertAuftrag Material $$ Arbeit $$ G.kost $$ Summe... Kostenträgerrechnung Kundenauftrag Nachkalkulation / Periodenabschluss Ergebnisermittlung Ausschuss / Abweichung Abrechnung Abrechnung Projekt Kalkulation: Standardkosten Materialpreise Ergebnis 7.- Die Produktkalkulation ermittelt Standardkosten für die Herstellung eines Produktes (oder einer Dienstleistung), reflektiert im fortgeschriebenen Standardpreis für das Produkt. Wenn im Modul PP (Produktionsplanung) des SAP-Systems ein Mengengerüst (Stückliste und Arbeitsplan) verfügbar ist, können Sie mit Hilfe der PP- Daten automatisch eine Kalkulation anlegen. Wenn in SAP kein Mengengerüst verfügbar ist, können die Kalkulationspositionen entweder mit Hilfe der Einzelkalkulation manuell eingegeben oder mit Batch-Input automatisch aus einem Nicht-SAP-System übertragen werden. In der Kostenträgerrechnung werden die bei der Produktion eines Produktes oder einer Dienstleistung angefallenen Kosten auf einem Kostenträger (z.b. auf einem Fertigungsauftrag) gesammelt. Welcher Kostenträger verwendet wird, hängt von Ihren Controlling-Anforderungen ab. Der Kostenträger könnte ein Kundenauftrag, ein Fertigungsauftrag, ein Prozessauftrag oder ein Produktionskostensammler sein. Die Kostenträgerrechnung wird zur Ermittlung der Ware in Arbeit, der Ausschusskosten und der Abweichungen beim Periodenabschluss verwendet. Die Betriebsergebnisrechnung dient der Ausweisung des kurzfristigen Unternehmenserfolgs. Die Daten der Kostenartenrechnung, Kostenstellenrechnung und Kostenträgerrechnung werden durch Umlage oder Abrechnung in die Betriebsergebnisrechnung übertragen. Dort ist eine Auswertung der Unternehmenskennzahlen und ein Aufriss nach unterschiedlichen Merkmalen (Sparten, Regionen, Kunden, Vertriebseinheiten, Profit Center u.ä.) möglich.
51 0 '!#,1"#2# 0!# )'* 3#$1" 3## 1" 3#41" 52#'#1! 7.9
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