8 Die Exponentialverteilung
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1 8 Die Exponentialverteilung 8.1 Einführung Modelle Zuverlässigkeitsmodelle Lebensdauermodelle Bedienungsmodelle. 277 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
2 Def. 26 (Exponentialverteilung) Sei X eine Zufallsvariable mit Werten in [0, ). Sie heißt exponentialverteilt mit dem Parameter λ, λ > 0, falls die Verteilungsfunktion beschrieben wird durch 1 e λt falls t 0 F(t) = P(X < t) = 0 sonst. Die Dichte der Exponentialverteilung ist λe λt falls t 0 f(t) = 0 sonst. 278 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
3 Erwartungswert EX = = 0 0 x f(x)dx x λe λx dx u v = x ( e λx ) ( e λx )dx u v u v = e λx dx = 1 λ e λx 0 = 1 λ. 279 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
4 Der Erwartungswert einer exponential verteilten Zufallsvariable, X Exp(λ), ist EX = 1 λ. 280 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
5 Varianz EX 2 = = 0 0 x 2 f(x)dx x 2 λe λx dx u v = x 2 ( e λx ) 0 0 2x ( e λx )dx u v u v = 2 λ EX = 2 λ W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
6 VarX = EX 2 (EX) 2 = 2 λ 2 1 λ 2 = 1 λ 2 σ X = 1 λ (Standardabweichung) Schiefe Kurtosis = = E(X EX)3 (VarX) 3/2 = 2 E(X EX)4 (VarX) 2 = W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
7 Bsp 47 Die zufällige Wartezeit eines Kunden am Schalter sei exponentialverteilt mit einem Erwartungswert von 10 min. Wie groß ist die Wkt,. dass Sie mindestens 15 min. warten müssen? X: zufällige Wartezeit eines Kunden am Schalter, Frage: P(X > 15)? X Exp(λ), λ = P(X > 15) = e 15λ = e W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
8 8.2 Gedächtnislosigkeit Def. 27 (Gedächtnislosigkeit) Eine Verteilung P (mit Verteilungsfunktion F ) heißt gedächtnislos, wenn für alle s,t 0, gilt: P(X > s + t X > t) = P(X > s). Bem. 9 Bei stetigen Verteilungen ist das äquivalent zu P(X s + t X t) = P(X s). 284 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
9 Es gilt (Definition der bedingten Wahrscheinlichkeit) P(X s + t X t) = = P({X s + t} {X t}) P(X t) P(X s + t). P(X t) 285 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
10 Eine Verteilung(sfunktion) ist also gedächtnislos, genau dann wenn P(X s + t) P(X t) = P(X s) bzw. 1 F(s + t) 1 F(t) = 1 F(s). Def. 28 Die Funktion G(t) = 1 F(t) heißt Überlebensfunktion (oder Zuverlässigkeitsfunktion). 286 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
11 Die Verteilungsfunktion F (mit der Überlebensfunktion G) ist also gedächtnislos genau dann wenn G(s + t) = G(s) G(t) für alle s,t 0 Cauchy- Funktionalgleichung 287 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
12 Satz 20 Die Exponentialverteilung ist gedächtnislos. Beweis: Die Verteilungsfunktion ist 1 e λt falls t 0 F(t) = P(X < t) = 0 sonst, und die Überlebensfunktion G(t) = 1 F(t) = 1 (1 e λt ) = e λt. Folglich erhalten wir G(s + t) = e λ(s+t) = e λs e λt = G(s) G(t). 288 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
13 Satz 21 Sei F eine stetige Verteilungsfunktion mit F(0) = 0 und G(t) = 1 F(t). Es gelte die Cauchy-Funktionalgleichung G(s + t) = G(s) G(t) für alle s,t 0. (1) Dann gilt für alle t, t > 0, F(t) = 1 e λt, wobei λ > 0. D.h. F ist Exponential-Verteilungsfunktion. Beweis: 1. Es gilt: d.h. G(t) 0 für alle t. G(t) = G( t 2 + t 2 ) = ( G( t 2 )) 2 0, 289 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
14 Angenommen, es existiert ein t 0 mit G(t 0 ) = 0, dann folgt: G(t) = G(t t 0 + t 0 ) = G(t t 0 ) G(t 0 ) = 0 für alle t, d.h. wir erhalten die triviale Lösung für die obige Cauchy-Funktionalgleichung, die jedoch wegen G(0) = 1 F(0) = 1 nicht zugelassen ist. 290 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
15 2. Es gilt also G(t) > 0 für alle t. Sei m, m > 0, eine natürliche Zahl. Dann folgt aus (1) für alle t > 0: G(t) = G( t m t ) = ( G( t }{{ m} m )) m, m mal insbesondere G(1) = ( G( 1 m )) m oder G( 1 m ) = ( G(1) ) 1 m 291 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
16 3. Für rationale Zahlen r = m n erhalten wir G(r) = G( n m ) = G( 1 m ) }{{ m} n mal = ( G( 1 m )) n = ( G(1) ) n m = ( G(1) ) r. 292 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
17 4. Da die Funktion (G(1)) t stetig ist auf R + folgt für alle t > 0: G(t) = G(1) t = e t ln(g(1)) 5. Wir setzen λ := ln G(1). Da F als Verteilungsfunktion monoton wachsend ist, ist G monoton fallend, d.h. ln G(1) < 0 und λ > 0. Wir erhalten demnach G(t) = e λ t, also F(t) = 1 e λ t. 293 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
18 Bsp 48 (Fortsetzung von Beispiel 1) Der Kunde hat schon 10 min. gewartet. Wie groß ist die Wkt., daß er insgesamt länger als 15 min. warten muss? P(X > 15 X > 10) = P(X > 5) = e 5λ = e Bsp 49 Postschalter mit 2 Personen besetzt. Die Bedienungszeit sei zufällig, exponential verteilt, mit Erwartungswert 1. Es werden gerade zwei Kunden bedient, λ Sie sind der nächste. Frage: Wkt. dafür, daß Sie nicht der letzte der 3 Kunden sind? 294 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
19 Antwort: Sie werden bedient, sobald der erste Platz frei wird. Wegen der Gedächtnislosigkeit der Exponentialverteilung hat die Bedienungszeit des anderen Kunden dieselbe Verteilung wie Ihre. P = 0.5. Bem. 10 Unter den diskreten Verteilungen hat nur die geometrische Verteilung diese Eigenschaft (siehe Abschnitt 6). 295 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
20 8.3 Zuverlässigkeitsmodelle Def. 29 (Zuverlässigkeit) Die Zuverlässigkeit eines Systems ζ ist die Wahrscheinlichkeit, dass das System zum Zeitpunkt t intakt ist: Rel(ζ) = P(X t). Annahme: Das System besteht aus mehreren Komponenten Die Komponenten sind unabhängig X i Exp(λ i ). 296 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
21 Reihensystem Parallelsystem k aus n System Proversionswahrscheinlichkeit Faltung 297 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
22 .. Reihensystem ζ R G 1 (t) G n (t) Rel(ζ R ) = P(X R t) = P(X 1 t,...,x n t) = n n = P(X i t) = G i (t) = = i=1 n i=1 i=1 ( e λit = exp n i=1 ) λ i t. 298 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
23 Die zufällige Lebensdauer X R des Reihensystems ist ( n X R Exp λ i ). i=1 Die mittlere Lebensdauer des Reihensystems ist EX R = 1 n i=1 λ. i 299 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
24 Reihensystem: ( Rel(ζ R ) = e P ) n i=1 λ it, n,λ i = λ : Rel(ζ R ) 0. n n, λ i,n λ : Rel(ζ R ) e λt i=1 300 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
25 D.h. die Lebensdauer X R des Reihensystems ist, wenn λ i <, i=1 asymptotisch wieder exponentialverteilt. Die Exponentialverteilung ist eine sogenannte Extremwertverteilung. 301 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
26 Bem. 11 Die Lebensdauer X R des Reihensystems kann beschrieben werden durch Die Zufallsvariable X R hat oft X i Exp(λ)) der Dichte X R = min i X i. (auch dann wenn nicht asymptotisch eine Weibull-Verteilung mit f(t) = b(λt) b 1 e (λt)b, t > 0,b > 0,λ > 0. Das ist dann der Fall, wenn die Dichte der unabhängig und identisch verteilten Zufallsvariablen X i kurze Tails hat. 302 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
27 Parallelsystem ζ P G 1 (t) G n (t) 303 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
28 Rel(ζ P ) = P(X P t) = 1 P(X P < t) = 1 P(X 1 < t,...,x n < t) }{{} = = 1 = 1 alle Komponenten sind vor dem Zeitpunkt t ausgefallen n P(X i < t) i=1 n F i (t) i=1 = 1 (1 e λt ) n wenn λ i = λ i 304 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
29 Parallelsystem.. Rel(ζ P ) = 1 (1 e λt ) n n,λ i = λ : Rel(ζ P ) 1 n : Rel(ζ P ) 1 e e λt+ln n 305 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
30 Das ist auch eine Extremwertverteilung, die sogenannte Gumbel-Verteilung. Bem. 12 Die Lebensdauer X P des Parallelsystems kann beschrieben werden durch X P = max i X i. Der Fall der Gumbel-Verteilung tritt ein, wenn X i mittlere Tails hat. 306 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
31 Mittlere Lebensdauer des Parallelsystems (λ i = λ) 0.. }{{} T 1 }{{} T 2 }{{} T 3 Exp(λn) Exp(λ(n-1)) Exp(λ(n-2)) T 1 : T i : Wartezeit bis zum ersten Ausfall einer Komponente Wartezeit zwischen (i 1)-tem und i-tem Ausfall einer Komponente X P = n i=1 T i. 307 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
32 Zwischen (i 1)-tem und i-tem Ausfall einer Komponente arbeiten genau n i + 1 Komponenten gleichzeitig. Die Lebensdauer dieses Teilsystems aus n i + 1 Komponenten (Reihensystem) hat eine Exponentialverteilung mit Parameter µ i = (n i + 1) λ, ET i = 1 µ i = 1 n i λ EX P = n i=1 1 µ i = 1 λ n i=1 1 n i + 1 = 1 λ n i=1 1 i. 308 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
33 k aus n Systeme Das System fällt aus, wenn k Komponenten ausgefallen sind. Lebensdauer: T = k T i. i=1 309 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
34 Mittlere Lebensdauer: ET = = 1 λ = 1 λ k i=1 1 µ i k i=1 1 n i + 1 n aus n-system: Parallelsystem 1 aus n-system: Reihensystem (1 n + 1 n n k + 1 ). 310 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
35 Proversionswahrscheinlichkeiten Problem: Reihensystem mit 2 Komponenten und der zufälligen Lebensdauer X 1,X 2 : X 1 Exp(λ 1 ), X 2 Exp(λ 2 ). System fällt aus. Mit welcher Wkt. liegt das an der ersten Komponente? 311 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
36 P(X 1 < X 2 ) = = = = 1 P(X 1 < X 2 X 2 = t)f 2 (t)dt P(X 1 < t) λ 2 e λ2t dt (1 e λ 1t ) λ 2 e λ 2t dt 0 λ 2 e (λ 1+λ 2 )t dt 312 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
37 P(X 1 < X 2 ) = 1 λ 2 λ 1 + λ 2 λ 1 =. λ 1 + λ 2 Beispiel: 1 λ 1 = 1000h, 1 λ 2 = 500h : P(X 1 < X 2 ) = W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
38 Faltung der Exponentialverteilung System mit 2 Komponenten: Zunächst ist nur die erste Komponente eingeschaltet. Wenn diese ausfällt, wird automatisch die 2. Komponente zugeschaltet. Das System fällt aus, wenn beide Komponenten defekt sind. Die Lebensdauern X 1,X 2 seien unabhängig und exponential, X 1,X 2 Exp(λ) verteilt. Frage: Wkt. für Systemausfall? 314 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
39 F(t) = P(X 1 + X 2 < t) = = = = = t 0 t 0 P(X 1 + X 2 < t X 2 = s)f(s)ds P(X 1 < t s)f(s)ds F(t s)f(s)ds ( 1 e λ(t s) ) λe λs ds λe λs ds t 0 = 1 e λt λte λt. λe λt ds 315 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
40 Dichte (t > 0): F (t) = λe λt + λ 2 te λt λe λt = λ 2 t e λt Erlang-Verteilung mit Parameter (2,λ). Bem. 13 Seien X 1,...,X n unabhängig, X i Exp(λ), i = 1,...,n. Dann ist X 1 + X 2 + X n Erlang(n,λ). Dichte: Beweis: durch Induktion. λt (λt)n 1 f Erl (t) = λe (n 1)!. 316 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
41 Ausfallrate-Funktion Def. 30 (Ausfallrate-Funktion) Sei F eine Verteilungsfunktion mit Dichte f. Dann heißt µ(t) = f(t) 1 F(t) Ausfallrate-Funktion (oder Hazardrate-Funktion). Interpretation: Die Zufallsvariable X habe bereits die Zeit t überlebt. Frage: Wie groß ist die Wkt., dass X den Zeitraum [t,t + dt] 317 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
42 nicht überlebt, also P(X t + dt X > t) = = = P(X [t,t + dt]) P(X > t) t+dt t f(x)dx 1 F(t) F(t + dt) F(t) 1 F(t) f(t)dt 1 F(t) = µ(t)dt. µ(t): Rate mit der ein Bauteil, das t alt ist, ausfällt. 318 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
43 F(t) = 1 e λt µ(t) = λe λt e λt = λ. Bei Exponentialverteilung ist die Ausfallrate konstant, sie hängt nicht vom Zeitpunkt ab! Übungsaufgabe: Sei F eine stetige Verteilungsfunktion mit Dichte f und konstanter Ausfallrate. Zeigen Sie, dass f Exponential-Dichte ist. Hinweis: Setzen Sie u(t) := 1 F(t) und lösen Sie die Differentialgleichung u λu = W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
44 Def. 31 (IFR, DFR) Eine Verteilungsfunktion F hat Increasing Failure Rate (IFR), falls µ(t) monoton wachsend ist. F hat Decreasing Failure Rate (DFR), falls µ(t) monoton fallend ist. Bsp. 50 (Weibull-Verteilung) Verteilungsfkt.: F(t) = 1 e (λt)b, t,λ,b > 0, Dichtefkt.: f(t) = b(λt) b 1 e (λt)b µ(t) = f(t) 1 F(t) = b(λt)b 1 e (λt)b e (λt)b = b(λt) b W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
45 IFR falls b > 1 IFR, DFR falls b = 1 (exp) DFR falls b < 1 System mit verdeckten Mängeln, aber langsamen Altern Ausfallrate sinkt Weibull, b < 1 System mit wenig verdeckten Mängeln, aber schnellem Altern Ausfallrate steigt Weibull, b > W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
46 Bsp. 51 (Hjorth-Verteilung) /2 Verteilungsfkt.: F(t) = 1 e λt2 (1 + bt) γ/b, t,λ,γ,b > 0, λt(1 + bt) + γ Dichtefkt.: f(t) = (1 + bt) γ/b+1 fallend für λ = 0 µ(t) = f(t) 1 F(t) = λt + γ 1 + βt badewannenförmig für 0 < λ < bγ. 322 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
47 Die Hjorth-Verteilung modelliert also badewannenförmige Ausfallraten. - zunächst fallen viele Objekte aus (Kinderkrankheiten) - dann Ausfallrate zeitweilig konstant - schliesslich mehren sich die Ausfälle aufgrund von Alterungserscheiningen. 323 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
48 Bedienungstheorie M/M/s - Wartesystem X Exp(λ) Zeit zwischen Ankünften/Anforderungen Forderungen reihen sich in eine Warteschlange ein. B Exp(µ) Bedienungszeiten, unabhängig s parallele Bedienungsplätze Bei frei werdendem Bedienungsplatz wird die nächste Forderung sofort bedient. Fragestellungen: Mittlere Anzahl der Forderungen im System Mittlere Warteschlangenlänge Mittlere Wartezeit EW t 324 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
49 Besetztwahrscheinlichkeit P B Wartezeitverteilung P(W t u) = 1 P B e (sµ λ)u EW t = P B sµ λ. Stationärer Fall, wenn 1 sµ < 1 λ. 325 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
50 M/M/s - Verlustsystem X Exp(λ) Zeit zwischen Ankünften/Anforderungen Eine ankommende Forderung wird sofort bedient, wenn ein Bedienungsplatz frei ist, ansonsten geht sie verloren. B Exp(µ) Bedienungszeiten, unabhängig s parallele Bedienungsplätze Fragestellungen: Verlustwahrscheinlichkeit Mittlere Anzahl der besetzten Bedienungsplätze 326 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
51 Zusammenfassung (Exponentialverteilung) Exponentialdichte λe λt if t 0 f(t) = 0 else. Erwartungswert EX = 1 λ. Überlebensfunktion G(t) = 1 F(t) = e λt. Cauchy-Funktionalgleichung G(s + t) = G(s) G(t). 327 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
52 Die Exponential-Verteilung ist gedächtnislos. Die einzige gedächtnislose stetige Verteilung ist die Exponential-Verteilung Exponential-Verteilung ist eine Extremwertverteilung. 328 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
53 Anwendungen in der Zuverlässigkeitstheorie. Reihensystem Parallelsystem Ausfallrate-Funktion µ(t) = f(t) 1 F(t). Die Ausfallratefunktion der Exponentialverteilung ist konstant. 329 W.Kössler, Humboldt-Universität zu Berlin
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8.3 Zuverlässigkeitsmodelle Def. 29 (Zuverlässigkeit) Die Zuverlässigkeit eines Systems ζ ist die Wahrscheinlichkeit, dass das System zum Zeitpunkt t intakt ist: Rel(ζ) = P(X t). Annahme: Das System besteht
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