Mag. Werner Massinger

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2 Dekubitus und Dekubitusprophylaxe theoretische und praktische Anforderungen (Ausbildung, Recht und Praxis)

3 Gliederung des Vortrags Rahmenbedingungen der Ausbildung Rechtliche Grundlagen der Berufsausübung Herausforderungen für die Praxis

4 Rahmenbedingungen der Ausbildung Die Grundlage der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung ist das Curriculum ÖBIG, 2003 Schlüsselbegriffe: u.a. Prävention und Gesundheitsförderung

5 Rahmenbedingungen der Ausbildung Definition von Pflege (ÖBIG, 2003, S. 12f) Pflege ist Beziehungsarbeit, weil sie auf Interaktion mit Anderen beruht (ÖBIG 1999) Pflege ist pädagogisch beeinflusst (ÖBIG 1999) Pflege ist zielgerichtetes und auf pflegetheoretischen Grundlagen basierendes Handeln (ÖBIG 1999) Ziel der Pflege (ÖBIG, 2003, S. 14) Gesundheit und Autonomie von Personen unter Berücksichtigung ihrer physischen, psychischen, mentalen und sozialen Bedürfnisse und Funktionen zu schützen, aufrechtzuerhalten, zu fördern und wiederherzustellen.

6 Rahmenbedingungen der Ausbildung Theoretisches Wissen ist Grundvoraussetzung für praktisches Handeln. Die in der Praxis getätigten Erfahrungen wirken auf das Theoriewissen zurück. Dadurch ist eine wechselseitige Dynamik gegeben. ÖBIG, Theorie- Praxis- Verständnis

7 Rahmenbedingungen der Ausbildung Dimension Körperhaltung und Bewegung Themenschwerpunkt/ Inhalt: Pflegeinterventionen Prophylaxen: Dekubitus, Kontrakturen Themen: Definition (Expertenstandard Dekubitusprophylaxe);Entstehung: Druck Zeit, Intensität Druckempfindlichkeit; Lokalisation; Einschätzung Dekubitusrisiko: Braden- Skala, Norton- Skala

8 Rahmenbedingungen der Ausbildung Themen: Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe (Bewegungsförderung; Lagewechsel; Bewegungshilfsmittel; Hautpflege und Ernährung; Hautbeobachtung; Schulung von Patienten und Angehörigen); Behandlung eines Dekubitus und pflegerische Maßnahmen; Patientenberatung

9 Rechtliche Grundlagen der Berufsausübung Für den Tätigkeitsbereich des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege GuKG 14 und 15 Für den Tätigkeitsbereich der Pflegehilfe GuKG 84

10 Rechtliche Grundlagen der Berufsausübung Anordnungsverantwortung Durchführungsverantwortung Weiterdelegation Einlassungs- und Übernahmsfahrlässigkeit

11 Rechtliche Grundlagen der Berufsausübung Eigenverantwortlichkeit Der rechtliche Begriff der Eigenverantwortlichkeit bedeutet die fachliche Weisungsfreiheit jedes zur Berufsausübung berechtigten Angehörigen des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege im Rahmen seines Berufsbildes

12 Rechtliche Grundlagen der Berufsausübung Mit dem Wort eigenverantwortlich wird aber auch zum Ausdruck gebracht, dass Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege für den Schaden, den sie infolge nicht fachgemäßer Behandlung verursacht haben, selbst haften.

13 Rechtliche Grundlagen der Berufsausübung Die Eigenverantwortlichkeit ist nicht als verzichtbares Recht, sondern als eine unverzichtbare Pflicht bei der Berufsausübung zu sehen.

14 Rechtliche Grundlagen der Berufsausübung Dekubitusprophylaxe ist eine grundlegende Berufspflicht ALLER Pflegepersonen und ALLER Funktionsebenen

15 Herausforderungen für die Praxis Praxis der Ausbildung: (Herausforderungen für die Lehrperson) Unterrichtsmaterialien (max. 5 Jahre alt) Expertenstandard EBN Kriterien Praxisaufträge

16 Herausforderungen für die Praxis Praxis der Führung: (Herausforderungen für die Pflegedienstleitung) Struktur Wissensmanagement Fehlermanagement Evaluation

17 Herausforderungen für die Praxis Praxis der Ausführung: (Herausforderungen für die Pflegenden) Einschätzung Handlung Wissen Evaluation Fehler

18 Designierter Direktor der Krankenpflegeschulen Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

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