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Physikalisches Grundpraktikum Versuch 14 Wechselstromwiderstände Praktikant: Tobias Wegener Alexander Osterkorn E-Mail: tobias.wegener@stud.uni-goettingen.de a.osterkorn@stud.uni-goettingen.de Tutor: Gruppe: Ralph Schäfer 1 Durchgeführt am: Protokoll abgegeben: 10.9.2013 15.9.2013 Testiert:

Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 2 2 Theorie 2 2.1 Grundlagen............................ 2 2.2 Wechselstrombauelemente.................... 2 3 Durchführung 3 3.1 Vorbereitungen.......................... 3 3.2 Messungen am Serienschwingkreis................ 4 3.3 Messungen am Parallelschwingkreis............... 4 4 Auswertung 6 4.1 Bestimmung von Induktivität und Gesamtwiderstand..... 6 4.2 Messungen am Serienresonanzkreis............... 7 4.2.1 Resonanzfrequenz ω R und ohmscher Widerstand R aus Impedanz Z 0....................... 7 4.2.2 Resonanzfrequenz ω R aus Phasenverschiebung..... 8 4.3 Zusammenfassung......................... 9 4.3.1 Teilspannungen...................... 10 4.4 Messungen am Parallelschwingkreis............... 11 5 Diskussion 12 5.1 Messungen am Serienresonanzkreis............... 12 5.2 Messungen am Parallelschwingkreis............... 13 1

1 Einleitung Wechselstrom und Wechselspannung sind aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken, in diesem Versuch werden deshalb deren grundlegende Eigenschaften untersucht. Dabei ist vor allem das Oszilloskop ein hilfreiches Messgerät. 2 Theorie 2.1 Grundlagen Unter einer Wechselspannung U(t) verstehen wir eine periodische zeitlich veränderliche elektrische Spannung, deren Mittelwert über eine Periode Null ergibt. Im Folgenden beschränken wir uns auf sinusförmige Spannungen der Form U(t) = U 0 cos(ωt) (1) mit Periode T = 2π ω. Diese Spannung erzeugt einen ebenfalls sinusförmigen Wechselstrom gleicher Frequenz mit Phasenverschiebung ϕ [dem2]: I(t) = I 0 cos(ωt ϕ) (2) Damit definiert man die Momentanleistung P (t) und die mittlere Leistung P (t) [dem2]: P (t) = U(t) I(t) und P = 1 2 U 0I 0 (3) Weiter definieren wir die Effektivwerte für sinusförmige Spannungen und Ströme [dem2] als U eff = U 0 und I eff = I 0. (4) 2 2 Ein elektrischer Gleichstrom mit diesen Werten würde die gleiche elektrische Leistung hervorrufen wie der ursprüngliche Wechselstrom. 2.2 Wechselstrombauelemente An einem ohmschen Widerstand R gilt nach dem ohmschen Gesetz [dem2] für Gleichstrom U = R I. Das überträgt sich auf Wechselströme, es gilt U(t) = R I(t) ohne Phasenverschiebung. An einer Induktivität L (z.b. einer Spule) gilt nach dem Induktionsgesetz 2

U L = L I [dem2]. In einem Stromkreis nur aus Induktivität und Wechselspannungsquelle U(t) muss dann gelten U(t) = U L (t) U 0 cos(ωt) = LI I(t) = U 0 sin(ωt). (5) ωl Also gibt es zwischen Strom und Spannung an der Induktivität eine Phasenverschiebung von ϕ = +π/2. An einer Kapazität (einem Kondensator) gilt I = C U C [dem2]. Dann folgt mit analogen Überlegungen zu oben U(t) = U C (t) I(t) = ωcu 0 sin(ωt). (6) Hier gibt es also eine Phasenverschiebung von ϕ = π/2. Mit diesen beiden Beziehungen definiert man die Blindwiderstände [dem2] von Kapazität und Induktivität als X C = 1 ωc und X L = ωl (7) und unter Berücksichtigung eines ohmschen Widerstandes R die Impedanz [dem2] ( Z = R 2 + ωl 1 ) 2. (8) ωc Die Gesamt-Phasenverschiebung ϕ zwischen Spannung und Strom ist dann gegeben durch tan ϕ = ωl 1 ωc R. (9) Nützlich ist auch, einen komplexen Widerstand Z = R + i(x L + X C ) = R + i(ωl 1 ωc ) (10) zu definieren [dem2]. Analog gibt es komplexe Darstellungen der Spannung U = U 0 exp(iωt) und des Stroms I = I 0 exp(i(ωt ϕ)) mit der Phasenverschiebung ϕ. Insgesamt gilt dann [dem2] Z = U I = Z exp(iϕ). (11) Betrachtet man die Lage verschiedener Impedanzen in der komplexen Zahlenebene, so erhält man ein Zeigerdiagramm. 3

2.3 Schwingkreise Eine Schaltung nach Abb. 1 nennt man Serienresonanzkreis und eine Schaltung nach Abb. 2 Parallelresonanzkreis. Das Anlegen der sinusförmigen äußeren Spannung U 0 führt zu einer ebenfalls sinusförmigen Schwingung des Gesamtstroms I 0 mit einer Phasenverschiebung ϕ [dem2]. Strom und Spannung schwingen dabei mit derselben Kreisfrequenz ω. Eine ausgezeichnete Frequenz ist hierbei die Resonanzfrequenz ω R, bei der ϕ = 0 und damit nach Glg. 9 ω R = 1 LC (12) gilt. 3 Durchführung 3.1 Vorbereitungen Zunächst wird der Reihenschwingkreis aus Abb. 1 aufgebaut. Danach soll in einer ersten kurzen Messreihe die Induktivität der Spule bestimmt werden. Dies geschieht, indem der Kondensator mittels des Schalters überbrückt wird und für zehn verschiedene Frequenzen der angelegten Wechselspannung Spannung U, Stromstärke I und Phasenverschiebung ϕ abgelesen werden. Danach wird der Schalter geöffnet, sodass mit den Messungen am Serienschwingkreis (Spule und Kondensator) begonnen werden kann. 3.2 Messungen am Serienschwingkreis In diesem Teil der Versuchs soll das Verhalten der charakteristischen Schwingkreisgrößen in Abhängigkeit von der Frequenz untersucht werden. Dazu werden die Frequenz variiert und für jede eingestellte Frequenz die Werte für die Gesamtspannung U, die Phasenverschiebung ϕ zwischen Spannung und Strom und die Spannungen U C am Kondensator sowie U L+R an Spule und Widerstand abgelesen. Dabei soll die Region um die Resonanzfrequenz ω R (ϕ = 0) besonders genau vermessen werden. 3.3 Messungen am Parallelschwingkreis Für die zweite große Messreihe des Versuchs wird die Reihenschaltung in die Parallelschaltung umgebaut, die in Abb. 2 dargestellt ist. Hier sollen nur die 4

Abbildung 1: Schaltplan des Serienschwingkreises Abbildung 2: Schaltplan des Parallelschwingkreises Spannung U und der Gesamtstrom I in Abhängigkeit von der Frequenz gemessen werden. Auch hier soll die Resonanzstelle besonders genau vermessen werden. 5

4 Auswertung 4.1 Bestimmung von Induktivität und Gesamtwiderstand Die Frequenz der eingeprägten Spannung wird mit dem Oszilloskop gemessen. Der Fehler, der dabei begangen wird, sei mit σ f = 3 Hz abgeschätzt, da die Oszi-Anzeige teilweise schwankt. Für den Fehler bei der Strom- und Spannungsmesser mit dem Multimeter wird die Multimeterformel aus der Praktikumsanleitung verwendet. Unter Berücksichtigung der entsprechenden Messbereiche werden also die Fehler σ I = 1.5% 200 ma + 0.3 ma = 3.3 ma und σ I = 1% 20 V + 0.03 V = 0.23 V angesetzt. 700000 600000 Messwerte Fit 1.63e-01 x + 7.77e+03 500000 Z 2 0 [Ω 2 ] 400000 300000 200000 100000 0 0 500000 1e+06 1.5e+06 2e+06 2.5e+06 3e+06 ω 2 [rad 2 s 2 ] Abbildung 3: Impedanzquadrat Z 2 0 = U 2 /I 2 aufgetragen gegen Quadrat der Kreisfrequenz ω 2 der eingeprägten Spannung Für die in Abb. 3 gezeigte Regressionsgerade m x + c liefert Gnuplot die Parameter m = (0.164 ± 0.001) Ω 2 s 2 rad 2 und c = (7770.0 ± 70.0) Ω 2. 6

Mit Formel 8 ohne Kapazität folgt Z 2 0 = R 2 + ω 2 L 2 Damit können wir R 2 mit dem y-achsenabschnitt c identifizieren, also R = c mit der Fehlerfortpflanzung σ R = σ c /(2 c). Analog gilt L = m mit der Fehlerfortpflanzung σ L = σ m /(2 m). Es ergeben sich L = (0.4043 ± 0.0013) H und R = (88.2 ± 0.4) Ω. 4.2 Messungen am Serienresonanzkreis 4.2.1 Resonanzfrequenz ω R und ohmscher Widerstand R aus Impedanz Z 0 Z0 = U I [Ω] 1000 900 Messwerte 800 700 600 500 400 300 200 100 0 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 2200 ω [Hz] Abbildung 4: Auftragung der Impedanz Z 0 gegen die Kreisfrequenz ω Es lassen sich die Resonanzfrequenz ω R und der ohmesche Widerstand R des Resonanzkreises aus einer Auftragung der Gesamtimpedanz Z 0 gegen die Kreisfrequenz ω berechnen. Der entsprechende Graph ist in Abb. 4 dargestellt. Die jeweiligen Werte für die Impedanz wurden nach 7

Z 0 = U I aus den gemessenen Werten für Spannung und Strom berechnet. Da diese mit einem Multimeter gemessen wurden, muss hier der Mess-/Anzeigefehler des Multimeters bei AC-Messungen berücksichtig werden: σ U = 0, 01 Max.-Wert + 3 digits σ I = 0, 015 Max.-Wert + 3 digits Für den Fehler der Impedanz Z 0 gilt dann: ( ) σz 2 σu 2 ( U 2 0 = + I) I I σ 2 Die Resonanzfrequenz ω R wird dann erreicht, wenn die Impedanz des Kreises minimal wird, da sich dann der induktive und der kapazitive Widerstand aufheben und es nur noch einen ohmschen Widerstand gibt. Dieses Minimum kann aus Abb. 4 abgelesen werden. Der zur Resonanzfrequenz gehörende Wert für die Impedanz ist dann der rein ohmsche Widerstand des Serienkreises. Die abgelesenen Werte sind: ω R = (1175 ± 30) Hz R = (90 ± 3) Ω Die angegebenen Fehler wurden abgeschätzt. Dabei wurden sowohl die Fehlerbalken berücksichtigt als auch der Umstand, dass der kleinste Messwert vermutlich immer noch etwas neben der tatsächlichen Resonanzfrequenz liegt. 4.2.2 Resonanzfrequenz ω R aus Phasenverschiebung In Abb. 5 ist die Phasenverschiebung ϕ zwischen Spannung und Strom gegen die Schwingungsfrequenz ω aufgetragen. Letztere lässt sich nach der Formel ω = 2πf aus der Frequenz f der angelegten Wechselspannung berechnen. Für die Phase wurde ein Fehler von 2 angenommen, da der angezeigte Wert stets etwas geschwankt hat. Aus dem zugehörigen Graphen (Abb. 5) lässt sich die Resonanzfrequenz ω R ablesen. Dies ist gerade diejenige Frequenz, bei der die Phasenverschiebung verschwindet. ω R = (1170 ± 20) Hz 8

φ [ ] 100 80 Messwerte 60 40 20 0-20 -40-60 -80-100 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 2200 ω [Hz] Abbildung 5: Auftragung der Phase ϕ gegen die Kreisfrequenz ω 4.3 Zusammenfassung In Tab. 1 sind die bisher berechneten Werte aufgetragen. Aus dem Gesamtwiderstand R ges = (88, 2 ± 0, 4) Ω und dem mit einem Multimeter gemessenen Werten für den Vorwiderstand R Ω = (28, 7 ± 11) Ω und den Multimeterwiderstand R multi = (16, 8 ± 11) Ω lässt sich auch der ohmsche Widerstand R L der Spule berechnen. Da es sich um eine Reihenschaltung handelt, gilt: R L = R ges R Ω R multi = (42 ± 16) Ω Dieser Wert weicht stark von dem mit dem Multimeter gemessenen Wert für den Spulenwiderstand von R L = (88 ± 11) Ω ab. Vermutlich wurde an dieser Stelle falsch gemessen, da ja schon der Gesamtwiderstand der gesamten Schaltung so groß ist. Außerdem lässt sich mit Hilfe des Wertes für die Resonanzfrequenz und die Induktivität der Spule auch die Kapazität des Kondensators bestimmen. 9

Messgröße R ges [Ω] ω R [Hz] L [H] Wert 1 88.2 ± 0.4 1175 ± 30 0.4043 ± 0.0013 Wert 2 90 ± 3 1170 ± 20 gewichteter Mittelwert 88, 2 ± 0, 4 1171 ± 17 0.4043 ± 0.0013 Tabelle 1: Übersicht über die bisher berechneten Daten C = 1 L ωr 2 σ 2 C = ( σl L 2 ω 2 R ) 2 + Dies ergibt für die Kapazität einen Wert von ( ) 2 σωr L ω 3 R C = (1, 80 ± 0, 03) µf Auch hier liefert ein Vergleich mit dem Multimeterwert keine Übereinstimmung, da dort ein Wert von C 0, 236 nf gemessen wurde. Es ist wahrscheinlich, der errechnete Wert eher der richtige ist, weil der mit dem Multimeter gemessene Wert für die Kapazität eigentlich viel zu klein für einen üblichen kommerziellen Kondensator ist. Somit ist es auch hier gut möglich, dass mit dem Multimeter falsch gemessen wurde. 4.3.1 Teilspannungen U L ϕ U U C U L+R Abbildung 7: Zeigerdiagramm I Das Messwertetupel, das am nächsten zur Resonanzfrequenz gemessen wurde, ist U = 9.41 V, U C = 50.1 V und U L+R = 50.6 V. Im Resonanzfall ist der Strom I mit der Spannung U in Phase, damit ist die Phasenverschiebung zwischen I und U L+R gleich zu der von U und U L+R. Im Phasendiagramm erkennt man, dass cos(ϕ) = U U L+R ϕ = arccos ( U U L+R gilt. Für die Fehler der Spannungswerte wird die übliche Abschätzung für Multimeter verwendet, also σ U = 0.23 V und σ UL+R = 2.3 V ) 10

55 50 45 U U C U L+R 40 Spannung U [V] 35 30 25 20 15 10 5 0 400 600 800 1000 1200 1400 1600 1800 2000 2200 Kreisfrequenz ω [rad s 1 ] Abbildung 6: Eingeprägte Spannung U, Spannung über dem Kondensator U C und Spannung U L+R über Widerstand und Spule aufgetragen gegen die Kreisfrequenz ω der eingeprägten Spannung und die Fehlerfortpflanzung 2 2 σϕ 2 1 1 = U L+R 1 ( ) 2 σu 2 U 1 + U UL+R 2 U L+R 1 ( ) 2 U U L+R σu 2 L+R Damit berechnet sich der Phasenwinkel zu ϕ = (79.2 ± 1.3). Einen weiteren Wert für ϕ kann man aus Formel 9 mit den in der Zusammenfassung zusammengestellten Werten berechnen. Also gilt ( ) ωr L ϕ = arctan R mit der Fehlerfortpflanzung 2 [ ( ) σϕ 2 1 = 1 + ( L 2 ) ω R L 2 R σ ω R + R Das Ergebnis ist dann ϕ = (79.45 ± 0.16). 11 ( ) ωr 2 ( ) R σ ωr L 2 ] L + R σ 2 R.

4.4 Messungen am Parallelschwingkreis In diesem Teil der Auswertung soll die Frequenzabhängigkeit der Impedanz im Parallelschwingkreis betrachtet werden. Für die Messgrößen wurden die gleichen Fehler wie in den vorhergehenden Auswertungsteilen angenommen. 6000 Messwerte 5000 Z0 = U I [Ω] 4000 3000 2000 1000 0 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 ω [Hz] Abbildung 8: Auftragung der Impedanz Z 0 gegen die Kreisfrequenz ω In Abb. 8 ist die Impedanz Z 0 in Abhängigkeit von der Anregungsfrequenz ω am Parallelschwingkreis aufgetragen. Es ist gerade das inverse Verhalten zu Abb. 4 zu beobachten. Bei der Resonanzfrequenz weist die Kurve ein Maximum auf. Etwas störend sind die teilweise etwas hohen Fehlerbalken. Diese entstehen dadurch, dass für die Multimeter-Messungenauigkeit ein konstanter Wert angenommen wird (bei konstantem Messbereich) und die gemessenen Ströme z.t. sehr klein werden. Dennoch ist der Kurvenverlauf deutlich zu erkennen. 12

5 Diskussion 5.1 Bestimmung von Induktivität und Gesamtwiderstand Die aus dem Gnuplot-Fit bestimmten Werte weisen einen erstaunlich kleinen Fehler auf, 0.3% relativer Fehler bei L und 0.5% relativer Fehler bei R. Für die Induktivität gibt es keinen Vergleichswert, der aus den direkten Multimetermessungen bestimmte Gesamtwiderstand R weicht von dem hier bestimmten ab. Wie schon früher im Auswertungsteil geschrieben, ist aber eher davon auszugehen, dass es bei der Multimetermessung zu Fehlern gekommen ist. 5.2 Messungen am Serienresonanzkreis Bei den Diagrammen zur Impedanz und zum Phasengang für den Serienkreis haben sich Kurvenverläufe ergeben, die sehr gut den Erwartungen entsprechen. Bei der Auftragung der Impedanz gegen die Schwingungsfrequenz der Vorsorgungsspannung weist der Graph bei der Resonanzfrequenz ein Minimum auf. Dies ist richtig, da bei anderen Frequenzen der ohmsche Widerstand noch durch einen zusätzlich induktiven/kapazitiven verstärkt wird. Da die meisten Größen mit Hilfe von Multimetern gemessen wurden, gab es hier nur den relativ kleinen Multimeterfehler, sodass insgesamt ziemlich genaue Ergebnisse erzielt wurden. Beim Vergleich der aus den Schwingkreismessungen berechneten Kapazität und der Widerstände mit den vom Multimeter gemessenen Werten ergaben sich z.t. große Unterschiede. Es ist hier zu vermuten, dass bei der Multimetermessung evtl. nicht richtig gemessen worden ist, da die dort gemessenen Werte als eher unrealistisch einzustufen sind (z.b. die gemessene Kapazität ist ziemlich klein, der Widerstand der Spule genauso groß wie der berechnete Gesamtwiderstand der ganzen Schaltung). Außerdem wurde z.b. bereits aus der ersten Messung ein Wert für den Widerstand erhalten, der sehr gut mit dem zweiten Messwert übereinstimmt. Die beiden Ergebnisse für den Phasenwinkel liegen sehr dicht beieinander (0.3 % Abweichung) und tragen geringen Fehler (höchstens 1.6 %). Sie enthalten sich gegenseitig in ihren einfachen Fehlerintervallen. So ist davon auszugehen, dass die berechneten Phasenverschiebungen den korrekten Wert sehr gut annähern. 13

5.3 Messungen am Parallelschwingkreis Auch bei der Auftragung der Impedanz des Parallelkreises gegen die Frequenz hat sich das erwartete Bild gezeigt. Auch hier gibt es ein Extremum bei der Resonanzfrequenz, im Unterschied zum Serienkreis handelt es sich jedoch um ein Maximum. Dies liegt daran, dass ein zusätzlicher parallel geschalteter kapazitiver/induktiver Widerstand den Gesamtwiderstand reduziert, sodass dieser dann maximal ist, wenn die kapazitiven/induktiven Komponenten verschwinden. 14