Projektmanagement Leitfaden



Ähnliche Dokumente
pm k.i.s.s. Einleitung 1. Kapitel pm k.i.s.s. Einleitung pm k.i.s.s. Seite 9

Projektmanagement. Stand Projektmanagement 1

PROJEKTMANAGEMENT GRUNDLAGEN_2

Projektstart für Auftraggeber und Entscheider. Bern, 27. August 2013

Projektmanagement. Muster-Projekthandbuch

5.3.2 Projektstrukturplan

Projektarbeit Eberhard Neef Nee Seite 1

Projektmanagement. Einleitung. Beginn. Was ist Projektmanagement? In dieser Dokumentation erfahren Sie Folgendes:

Projektmanagement in der industriellen Praxis

Projektentwicklung und Projektleitung Einführung

Leitfaden zum Erstellen der Projektarbeit

«PERFEKTION IST NICHT DANN ERREICHT, WENN ES NICHTS MEHR HINZUZUFÜGEN GIBT, SONDERN DANN, WENN MAN NICHTS MEHR WEGLASSEN KANN.»

Lernheft 5: Der Projektmanager. Lernheft 6: Lernheft 7: 1. Phase: Vorprojektphase Projektdefinition Teil 1: Projektziele

POCKET POWER. Projektmanagement. 3. Auflage

PROJEKTCOACHING Thomas Kettner

Checkliste: Projektphasen

Projektarbeit Fit für Ausbildung und Beruf

Leitfaden zur Erstellung des Projektstrukturplans

Was ist ein Projekt?

Projektantrag / Projektplanung

Warum Projektmanagement?

Damit die Tätigkeiten erfolgreich umgesetzt werden können benötigt man die unter Tätigkeiten Informationen, Kommunikation und Engagement.

Projekte in den Bereitschaften

Referat von Alexander Bittner. Referat Projektmanagement, Alexander Bittner Projektlabor SS09

SwissSupplyChain Musterprüfung

Transferprojekt zum Projektmanagement Fachmann /-frau GPM/IPMA Level D

Projektmanagement. Projekte erfolgreich führen! Patrick Frontzek

Formularsammlung. zum methodischen Leitfaden. für eine effiziente Projektarbeit in. virtuellen Teams mit teamspace

Wie Projekte im Bürgerschaftsengagement gelingen können. Projektmanagement

Projekt- Management. Landesverband der Mütterzentren NRW. oder warum Horst bei uns Helga heißt

Projektmanagement in der Spieleentwicklung

Lehrer in der Wirtschaft. Projektmanagement im Einsatz für Schulen. Mit guter Planung zum erfolgreichen Abschluss von Projekten

Projektmanagement an Schulen

Informationssystemanalyse Problemstellung 2 1. Trotz aller Methoden, Techniken usw. zeigen Untersuchungen sehr negative Ergebnisse:

Projektmanagement - Ein typischer Ablauf und Variationen in Abhängigkeit von der Projektkomplexität

Leseprobe. Joachim Drees, Conny Lang, Marita Schöps. Praxisleitfaden Projektmanagement. Tipps, Tools und Tricks aus der Praxis für die Praxis

Projektmanagement. Grundlagen zur Realisierung von Produktionen

Projektmanagement PPSAP WS 03/04. Inhaltsverzeichnis : 1. Projektmanagement

Projekte planen, umsetzen und finanzieren Ursula Schlösser

IT-Projektmanagement. SS 2015 Prof. Dr. Herrad Schmidt. Übungen

Die forschungsleitenden Fragestellungen sind:

neu Diplomausbildung zum/zur Akkreditiert im Rahmen der WeiterBildungsAkademie Österreich mit 8,5 ECTS

Erfolgsfaktoren des Projektmanagement:

Prozessmanagement Modeerscheinung oder Notwendigkeit

Kompaktlabor 2004 Technische Universität Berlin Referat: Projektmanagement Ausarbeitung: Matthias Weiland. Projektmanagement

Die vorliegende Arbeitshilfe befasst sich mit den Anforderungen an qualitätsrelevante

ÜBUNG. Einführung in das IT- Projektmanagement WS 2012/13. Dr. The Anh Vuong

Leo Baumfeld. Risikoanalyse. Begleiter: ÖAR-Regionalberatung GmbH. Fichtegasse 2 A-1010 Wien. Tel. 01/ , Fax DW 10 Mobil: 0664/

Unsere These: Meilensteindefinitionen sind wichtig für die Projektplanung und die Bewertung des Projektstatus.

MIT NEUEN FACHTHEMEN

Welche strategischen Ziele verfolgt ein Unternehmen durch die Projektorientierung?

Risikomanagement. 1 Gründe, warum Projekte fehlschlagen. 2 Risiken

Projektmanagement. Handbuch. reimann-online.ch. S e i t e 1. Dozent: Urs Reimann. Dipl. Ing. FH, Executive MBA Senior Industrial Consultant

[Customer Service by KCS.net] KEEPING CUSTOMERS SUCCESSFUL

Semesterprojekt SS 2011

Generelle Planungsprozedur

Projektmanagement Leitfaden für Organisations- u. Verbesserungsprojekte

Projektmanagement. Leitfaden. (Kurzfassung) OEC GmbH Vogelbergstraße 20 D Zusmarshausen

GPM/IPMA Zertifizierung ICB 3.0 Fragen zur Prüfungsvorbereitung (PM3, Auflage 1) Kapitel 3.02

Team. Grundlagen Teamarbeit Inhalt

Projekthandbuch standard projekthandbuch 001

Business. Projektmanagement. Grundlagen, Methoden und Techniken. Bearbeitet von Rolf Meier

AGROPLUS Buchhaltung. Daten-Server und Sicherheitskopie. Version vom b

IKP Uni Bonn Medienpraxis EDV II Internet Projekt

Projektmanagement inkl. Lösungen

WollCo Wolfgang Kohl Consulting. Nachhaltige Projektumsetzung nicht nur in der Verantwortung von Geschäftsführen / Unternehmern

Einfaches, integriertes Projektmanagement mit Standard-Tools effizient planen und umsetzen

Was sind Jahres- und Zielvereinbarungsgespräche?

Organisationsentwicklung. Organisationsentwicklung / J.Schoch

Gesundheitsförderliche Mitarbeitergespräche (smag) Quelle: GeFüGe-Projekt, bearbeitet durch Karsten Lessing, TBS NRW

Kompetenznachweis Modul 8 Projektmanagement

IT-Projekt Management

Willkommen. Projektmanagement Basiskurs. München, den Angela Reeg-Muller. Exzellenta GmbH. Angela Reeg-Muller

Projektmanagement im Verein Aufgaben und Projekte gemeinsam im Team bearbeiten

I n f o r m a t i o n s s i c h e r h e i t i n G e m e i n d e n B e v ö l k e r u n g s z a h l < 6 000

Überblick: Einführung und betriebliche Umsetzung der Weiterbildung zu Prozess- oder Applikationsexperten in der Produktionstechnologie

Checkliste. Prioritäten setzen mit dem Pareto-Prinzip

Mobile Intranet in Unternehmen

3.1 Zusammenstellung der Projektgruppe 35

Wuttke. Thomas. Gartner. Peggy. 5. Auflage. Die gezielte Prüfungsvorbereitung. Das PMP -Examen

Die 7 wichtigsten Erfolgsfaktoren für die Einführung von Zielvereinbarungen und deren Ergebnissicherung

Willkommen zu unserer Präsentation. Meilensteine. Frescher Eugen Mayankin Yuriy

Die Unternehmensstrategie Die Ziele der nächsten Jahre

Projektmanagement Prozess

Telearbeit - Geltungsbereich des BetrVG

Frank Hammer. Projektmanagement Kompetenz. Definition: Projekt (DIN 69901)

Erläuterungen zur Untervergabe von Instandhaltungsfunktionen

Teambildung. 1 Einleitung. 2 Messen der Produktivität

Förderansuchen LEADER-Energieregion Weiz-Gleisdorf

27001 im Kundendialog. ISO Wertschätzungsmanagement. Wie Wertschätzung profitabel macht und den Kunden glücklich

Information für Studentinnen und Studenten

SSC Basismodulprüfung Stufe höhere Fachprüfung Musterprüfung. Fach: Projektmanagement

Informationen zur Erstellung des Projektantrags in den IT-Berufen und zum AbschlussPrüfungOnlineSystem (CIC-APrOS)

Die Autoren 9. 2 Ethik und Maßstäbe für professionelles Verhalten Übersicht der Domänen 32

Dabei gibt es unterschiedliche Faktoren, die das jeweilige Projekt bestimmen und charakterisieren.

Qualitätsmanagement-Handbuch. 1.7 Projektmanagement

Checkliste. Einführung eines ERP-Systems

Richtlinien über das Betriebskonzept für Einrichtungen der Heimpflege für Kinder und Jugendliche

Transkript:

Projektmanagement Leitfaden Autor Urs Reimann Dipl. Ing FH, Executive MBA Copyright by Logicpark / 2008

Einleitung Der PM-Leitfaden kann als Grundlage für einen unternehmensweiten PM-Standard dienen, der üblicherweise in Form eines PM-Handbuchs oder PM- Leitfadens dokumentiert wird.

Definition PM-Leitfaden Der Projektmanagement-Leitfaden ist nach DIN 69905 eine "Zusammenstellung von Regelungen, die innerhalb einer Organisation generell für die Planung und Durchführung von Projekten gelten." Dementsprechend kann der vorliegende PM- Leitfaden als Grundlage zur Gestaltung eines individuellen, unternehmensweiten PM-Systems herangezogen werden.

PM-Grundlagen Im Folgenden werden einige Begriffe erläutert, die im Projektmanagement grundlegende Bedeutung haben. Sie sollten in jedem Fall darauf achten, dass in Ihrer Organisation ein möglichst einheitliches Begriffsverständnis besteht. Andernfalls sind Missverständnisse und Konflikte vorprogrammiert.

PM-Grundlagen Folgende Begriffe gilt es zu definieren: Projekt Projektmanagement Programm

Projekt

Projekt Der lateinische Ursprung für den Projektbegriff ist "proiectum", was "das voraus Geworfene" bedeutet.

Projekt Laut DIN 69901 ist ein Projekt ein "Vorhaben, das im Wesentlichen durch Einmaligkeit der Bedingungen in ihrer Gesamtheit gekennzeichnet ist, z.b. Zielvorgabe, zeitliche, finanzielle, personelle und andere Begrenzungen, Abgrenzung gegenüber anderen Vorhaben, projektspezifische Organisation".

Projekt In jedem Fall sollte eine Projektaufgabe folgende Kriterien erfüllen: komplexe, neuartige, einmalige Aufgabenstellung messbare Ziele zeitliche Befristung (Anfang und Ende) begrenzte Ressourcen (Geldmittel, Personal etc.) interdisziplinäre Bearbeitung (Teamarbeit)

Projekt Es muss in jedem Fall vor Beginn eines jeden einzelnen Projekts geprüft werden, ob das jeweilige Vorhaben projektwürdig ist oder ob es im Rahmen routinemässiger Prozesse effektiver und effizienter bearbeitet werden kann! --> Projektwürdigkeit

Projektmanagement

Projektmanagement Der Terminus Projektmanagement hat in der Praxis vor allem zwei Bedeutungen. Einerseits wird darunter generell die Arbeits- und Organisationsform zur Bearbeitung von Projekten verstanden. Andererseits beschreibt Projektmanagement auch die Führungs- und Managementaufgabe in Projekten.

Projektmanagement Projektmanagement ist ein systematischer Prozess zur Führung komplexer Vorhaben. Es umfasst die Organisation, Planung, Steuerung und Überwachung aller Aufgaben und Ressourcen, die notwendig sind, um die Projektziele zu erreichen.

Projektmanagement Des Weiteren unterteilt PMI die Projektmanagementdisziplin in neue Teildisziplinen, die auch als die "9 Wissensfelder des Projektmanagements" bezeichnet werden. Damit gibt PMI einen umfassenden Überblick über die wesentlichen Teilaspekte des Projektmanagements.

Projektmanagement Project Integration Management (Integrationsmanagement) Project Scope Management (Umfangsmanagement) Project Time Management (Zeitmanagement) Project Cost Management (Kostenmanagement) Project Quality Management (Qualitätsmanagement)

Projektmanagement Project Human Resource Management (Personalmanagement) Project Communications Management (Kommunikationsmanagement) Project Risk Management (Risikomanagement) Project Procurement Management (Beschaffungsmanagement)

Projektmanagement

Projektmanagement Integrationsmanagement Das Integrationsmanagement im Projektmanagement beschreibt die Prozesse, die für eine gute Koordinierung und Integration der unterschiedlichen Aktivitäten eines Projekts erforderlich sind. Es umfasst die Projektplanentwicklung, die Projektplandurchführung und das Änderungswesen.

Projektmanagement Umfangsmanagement Das Projektumfangsmanagement befasst sich mit der laufenden Planung und Kontrolle des Leistungsfortschritts im Projekt. Im Rahmen des Umfangsmanagements wird in regelmäßigen Abständen überprüft, ob sich das Projekt "auf dem richtigen Weg" befindet.

Projektmanagement Umfangsmanagement Zum Projektumfangsmanagement gehören die Projektinitiierung, die Inhalts- und Umfangsplanung, die Leistungsdefinition, die Leistungsverifizierung sowie die Leistungsüberwachung.

Projektmanagement Zeitmanagement Das Zeit- und Terminmanagement soll sicherstellen, dass ein Projekt termingerecht fertig gestellt wird. Zum Zeit- und Terminmanagement gehören Vorgangsdefinition, Festlegung der Vorgangsfolgen, Vorgangsdauerschätzung, Terminplanentwicklung und Terminplanüberwachung.

Projektmanagement Kostenmanagement Das Kostenmanagement beschreibt alle erforderlichen Prozesse, die sicherstellen sollen, dass das Projekt im geplanten und genehmigten Kostenrahmen fertig gestellt wird. Zum Kostenmanagement gehören Einsatzmittelplanung, Kostenschätzung, Budgetierung sowie Kostenüberwachung.

Projektmanagement Qualitätsmanagement Das Qualitätsmanagement in Projekten soll sicherstellen, dass die vom Auftraggeber definierten Qualitätsansprüche eingehalten oder sogar übertroffen werden. Dazu gehören Qualitätsplanung, Qualitätssicherung und Qualitätslenkung.

Projektmanagement Personalmanagement Die Hauptaufgabe des Personalmanagements ist es, dafür zu sorgen, dass die am Projekt beteiligten Mitarbeiter so effizient wie möglich eingesetzt werden. Dem Personalmanagement können folgende Funktionen und Aufgaben zugeordnet werden: Projektorganisation, Personalakquisition und Teamentwicklung.

Projektmanagement Kommunikationsmanagement Das Kommunikationsmanagement im Projekt hat zum Ziel, sämtliche Projektinformationen rechtzeitig und angemessen zu erstellen, zu sammeln, zu verbreiten, abzulegen sowie zu definieren. Hierzu gehören der Aufbau eines Informations- und Berichtswesens, die Informationsverteilung, die Fortschrittsermittlung sowie der administrative Abschluss.

Projektmanagement Risikomanagement Das Risikomanagement beschreibt sämtliche iterativen Prozesse, die notwendig sind, um Projektrisiken festzustellen, zu analysieren und darauf zu reagieren. Hierzu gehören die Risikoidentifizierung, die Risikobewertung, die Entwicklung von Maßnahmen zur Risikobewältigung sowie die Risikoverfolgung.

Projektmanagement Beschaffungsmanagement Das Wissensfeld Beschaffungsmanagement beinhaltet die Beschaffung von Waren und Leistungen außerhalb der Organisation sowie die dazugehörige Vertragsgestaltung. In diesen Bereich fallen Beschaffungsvorbereitung, Angebotsvorbereitung, Einholen von Angeboten, Lieferantenauswahl, Vertragsgestaltung und Vertragserfüllung.

Programm

Programm Als Programm wird ein Bündel von Projekten bezeichnet, die dasselbe übergeordnete oder strategische Ziel verfolgen. Programme werden häufig für kapitalintensive Großvorhaben im Luftfahrt-, Weltraum-, Automobilund Anlagenbereich definiert, wo die Gesamtaufgabe kaum mit Hilfe eines einzigen Projekts gelöst werden könnte.

Programm Grafisch kann dieser Sachverhalt wie folgt dargestellt werden:

Erfolgsfaktoren

Erfolgsfaktoren 1. Projektwürdige Aufgabenstellung Nur projektwürdige Aufgabenstellungen werden als Projekte abgewickelt. (siehe Definition Projekt) Es erfolgt eine sorgfältige Projektauswahl, - priorisierung und -entscheidung nach definierten Kriterien.

Erfolgsfaktoren 2. Projektauftrag, messbare Ziele Die Rahmenbedingungen des Projekts (Ziele, Hauptaufgaben, Kosten und Ressourcen etc.) sind klar und eindeutig im Projektauftrag dokumentiert. --> Kein Projekt ohne Projektauftrag und messbare Ziele! Es ist allen Beteiligten klar, was zum Projekt gehört und was nicht (Ziele und Nicht-Ziele). Der Projektauftrag ist mindestens von Projektauftraggeber und Projektleiter unterzeichnet.

Erfolgsfaktoren 3. Machtpromotoren Die Entscheidungsträger der Linie haben ein starkes Interesse am Gelingen des Projekts und halten dem Projektleiter "den Rücke frei". --> Machtpromotoren Der Projektauftraggeber und die beteiligten Linienvorgesetzten schaffen gemeinsam die notwendigen Rahmenbedingungen, damit das Projektteam bestmöglich arbeiten kann (z.b. zeitliche Freistellung, Kommunikation auf Führungsebene, schnelle und pragmatische Projektentscheidungen).

Erfolgsfaktoren 4. Kompetente Projektleiter und Teammitglieder Der Projektleiter verfügt über die notwendigen Kompetenzen (fachlich, methodisch, sozial, Führungskompetenz). Das Projektteam verfügt über die notwendigen Kompetenzen (insbesondere fachlich und sozial).

Erfolgsfaktoren 5. Soviel Projektmanagement wie nötig, nicht wie möglich Der Projektleiter betreibt keinen "PM-Overkill". Methoden der Projektplanung und -steuerung werden dosiert und pragmatisch eingesetzt. Der PM-Einsatz steigt mit der Komplexität und Schwierigkeit der Aufgabenstellung.

Erfolgsfaktoren 6. Zeitliche Freistellung Das Projektteam (Leiter und Mitarbeiter) ist in ausreichendem Maße von der Linientätigkeit freigestellt --> Projektarbeit darf keine reine Zusatzarbeit sein. Die zeitliche Freistellung ist mit den zuständigen Führungskräften / Linienvorgesetzten abgesprochen und gemeinsam beschlossen.

Erfolgsfaktoren 7. Klare Rollenverteilung Der Projektleiter widmet sich primär der Projektmanagement-Funktion im Projekt (planen, steuern, organisieren, koordinieren, informieren etc.). Der Großteil der operativen Tätigkeiten wird von den Mitgliedern des Projektteams ausgeführt. Die Rollen, Funktionen und Aufgaben im Projekt sind klar verteilt.

Erfolgsfaktoren 8. Gezielte Projektkommunikation Die internen und externen Anspruchsgruppen des Projekts werden gezielt über den Projektfortschritt informiert (Statusberichte, Projektsitzungen, persönliche Gespräche etc.). Die Projektergebnisse werden (soweit möglich) zugänglich gemacht und intern wie extern vermarktet.

Erfolgsfaktoren 9. Elektronische Hilfsmittel Elektronische Hilfsmittel wie Internet, Intranet oder e- Mail werden effizient genützt. Die Projektplanung und -steuerung wird durch den Einsatz geeigneter Software-Tools sinnvoll unterstützt.

Erfolgsfaktoren 10. PM-Kultur Projektmanagement funktioniert dann, wenn im Unternehmen eine entsprechende Projektmanagement-Kultur geschaffen werden kann. Gefördert werden kann diese Kultur durch entsprechendes Führungsverhalten, geeignete Rahmenbedingungen für Projekte, eine einheitliche PM-Methodik, entsprechende Schulungsmaßnahmen, leistungs- und erfolgsorientierte Entlohnungssysteme und Weiteres mehr.

Organisationsformen

Organisationsformen Die unternehmensweite PM-Organisationsform sollte an die Wichtigkeit von Projektarbeit angepasst werden. In manchen Unternehmen werden Projekte lediglich als ergänzende Arbeitsform und verhältnismässig selten eingesetzt, andere Unternehmen wiederum erbringen einen Großteil ihrer Wertschöpfung in Projekten und können somit als "Projektorientiertes Unternehmen" bezeichnet werden.

Organisationsformen Äquivalent zu der Bedeutung der Projektarbeit können auch folgende Organisationsformen im Zusammenhang mit Projekten genannt werden: PM in der Linie Matrix-Projektorganisation Reine Projektorganisation

Organisationsformen 1. PM in der Linie Das Organisationskonzept PM in der Linie wird dann eingesetzt, wenn Projektmanagement verhältnismäßig geringe Bedeutung hat.

Organisationsformen PM in der Linie kann folgendermassen beschrieben werden: Die Personal- und Führungsverantwortung für die Projektmitarbeiter verbleibt bei den Linienvorgesetzten. Der Projektleiter hat in der Regel nur eingeschränkte Weisungsbefugnis über seine Projektmitarbeiter. Linienarbeit hat tendenziell Vorrang. Projekte werden "nebenbei" gemacht.

Organisationsformen

Organisationsformen 2. Matrix-Projektorganisation Die Matrix-Projektorganisation wird dann angewandt, wenn sowohl Linien- als auch Projektaufgaben zu bewältigen sind. Dieses Organisationskonzept kann aber nur dann funktionieren, wenn Verantwortung und Kompetenz von Linienvorgesetztem und Projektleiter klar geregelt sind.

Organisationsformen Projektleiter und -mitarbeiter erfüllen parallel Linienund Projektaufgaben. Im Rahmen des Projekts ist der Mitarbeiter dem Projektleiter unterstellt. Sobald der Mitarbeiter seiner Fachfunktion nachkommt, ist der Linienvorgesetzte zuständig. Die Personalverantwortung verbleibt üblicherweise in der Linie.

Organisationsformen

Organisationsformen 3. Reine Projektorganisation Die reine Projektorganisation wird nur bei stark projektorientierten Unternehmen angewandt, die einen Großteil der Wertschöpfung in Projekten generieren.

Organisationsformen Der Projektleiter hat weit reichende Kompetenz innerhalb des Projekts. Die Projektmitarbeiter sind formal dem Projektleiter unterstellt. Die Projektmitarbeiter sind für die Dauer des Projekts meist zu 100 % für das Projekt abgestellt. Projekte funktionieren wie "Unternehmen auf Zeit" innerhalb der Organisation.

Organisationsformen

Organisationsformen

Projektablauf

Projektablauf Folgendes Projektablauf-Modell bildet den Kern der hier vorgestellten PM-Methodik:

Projektablauf

Projektablauf Die einzelnen Phasen des Projektablauf-Modells können kurz wie folgt beschrieben werden: Vorprojektphase: Die Projektidee bzw. die Anforderung des Kunden/Auftraggebers wird konkretisiert, grob geplant und in Form des Projektauftrags verabschiedet.

Projektablauf Planungsphase: In der Planungsphase konkretisiert das Projektteam die Planung. In dieser Phase werden insbesondere Aufgaben, Termine und Kosten im Detail geplant. Realisierungsphasen: Die Projektziele und -inhalte werden in mehreren Phasen umgesetzt. Die einzelnen Realisierungsphasen werden in der Regel durch Meilensteine abgeschlossen, die wesentliche Zwischenergebnisse bzw. Stop-Or-Go- Punkte im Projekt darstellen. Während der Realisierung wird die Projektplanung immer wieder den aktuellen Rahmenbedingungen angepasst.

Projektablauf Abschlussphase: Am Ende eines jeden Projekts ist es ratsam, die gemachten Erfahrungen im Team zu diskutieren, zu reflektieren und zu dokumentieren. Anschließend wird die Projektorganisation durch Entlastung des Projektteams aufgelöst. Das Projekt ist somit beendet. Nachprojektphase: In der Nachprojektphase werden die Projektergebnisse genutzt.

Projektablauf Wichtig: In einem Projekt wird nicht nur in der Planungsphase geplant. Die Planung ist vielmehr ein iterativer Prozess, der sich über den gesamten Projektablauf zieht. > siehe Process Groups.

Projektablauf Die wesentlichen Elemente des Projektablauf- Modells sind: Meilensteine Projektphasen PM-Aufgaben Process Groups

Projektablauf

Projektablauf 1. Meilensteine Die Phasen eines Projektablauf-Modells entstehen durch die Festlegung so genannter Meilensteine. Meilensteine sind wesentliche Zeitpunkte in einem Projekt, an die Ergebnisse und Zwischenziele geknüpft sind. Erst wenn diese Ergebnisse und Zwischenziele vorliegen, kann der Meilenstein übersprungen werden.

Projektablauf Die standardisierten Meilensteine des obigen Projektablauf-Modells sind: Projektauftrag unterzeichnet Projektplan erstellt Projektziele erreicht Projektorganisation aufgelöst

Projektablauf Meilensteine haben den Charakter von Stop-or-Go Punkten (auch Gateways, Quality Gates) im Projekt. Der Auftraggeber oder ein äquivalentes Lenkungsgremium entscheiden darüber, ob der jeweilige Meilenstein erfüllt ist. Vergleichbare Modelle werden beispielsweise auch beim New Product Development und Innovationsmanagement angewendet.

Projektablauf Zusätzlich werden für die Realisierungsphasen weitere projektspezifische Meilensteine festgelegt, welche das Projektcontrolling entscheidend erleichtern und dem Projekt eine hilfreiche Grundstruktur geben.

Projektablauf 2. Projektphasen Laut DIN 69901 ist eine Projektphase ein "zeitlicher Abschnitt eines Projektablaufs, der sachlich gegenüber anderen Abschnitten getrennt ist." Diese Trennung erfolgt in der Regel durch einen Meilenstein.

Projektablauf 3. PM-Aufgaben Der Projektleiter ist für das Projektmanagement in einem Projekt verantwortlich. Natürlich kann er einzelnen PM-Aufgaben teilweise oder zur Gänze delegieren, er sollte jedoch den Gesamtüberblick über die Aktivitäten in einem Projekt behalten.

Projektablauf Typische PM-Aufgaben sind Methoden der Projektplanung und -steuerung, die in den einzelnen Phasen des Projekts durchgeführt werden. Diese PM-Aufgaben werden in den Beschreibungen der einzelnen Phasen (Vorprojektphase, Planungsphase etc.) im Detail erläutert und beschrieben.

Projektablauf 4. Process Groups Aus Sicht des Projektmanagers wiederholen sich bestimmte PM-Aufgaben in einem Projekt immer wieder: Initiieren Planen Ausführen Steuern Abschließen

Projektablauf Das Project Management Institute (PMI) definiert diese iterativen PM-Prozesse als "Process Groups". Die Intensität der verschiedenen Project Groups verändert sich im Laufe des Projekts. In den frühen Phasen eines Projekts sind primär Initiierungs- und Planungsaufgaben zu erfüllen. Je weiter das Projekt fortschreitet, umso stärker treten Ausführungs-, Steuerungs- und Abschlussaufgaben in den Vordergrund. Grundsätzlich können aber sämtliche PM-Prozesse in jeder Projektphase vorkommen.

Projektablauf

Vorprojektphase

Vorprojektphase Die Vorprojektphase findet - wie der Name schon sagt - vor dem tatsächlichen Projekt statt. Sie steht unter dem Motto: "Von der Idee zum Projekt". Die Vorprojektphase beeinflusst den späteren Projekterfolg in erheblichem Maße. Fehler, die in der Vorprojektphase gemacht werden, können später nur noch schwer oder gar nicht mehr korrigiert werden.

Vorprojektphase Typische PM-Aufgaben der Vorprojektphase sind: Situationsanalyse Projektzielsetzung Umfeldanalyse Aufwands- und Kostenschätzung Projektorganisation Projektauftrag

Vorprojektphase Nicht aus jeder Vorprojektphase muss auch zwingend ein Projekt erwachsen - im Gegenteil. Es zeugt von ausgeprägter Projektkultur, wenn Projektideen kritisch durchleuchtet, mit den strategischen Zielsetzungen des jeweiligen Unternehmens abgeglichen und gegebenenfalls vom Auftraggeber/Entscheidungsträger auch abgelehnt oder auf einen späteren Zeitpunkt vertagt werden.

Vorprojektphase In der Regel werden die Aufgaben der Vorprojektphase vom späteren Projektleiter und einem kleinen Kernteam (2-3 Personen) durchgeführt. Bei komplexen Großprojekten jedoch müssen diese Aufgaben oft auch im Rahmen eines so genannten "Vorprojekts" (auch Machbarkeits-studie) durchgeführt werden, da sie zu umfangreich wären, um "nebenbei" erledigt zu werden.

Vorprojektphase 1. Situationsanalyse Ein wichtiger erster Schritt in einem Projekt ist die Analyse der Ausgangs- und Problemsituation. Methoden zur Situationsanalyse: Brainstorming / Diskussion im Team Welche Auslöser gibt es für das Projekt? Wodurch ist die Ausgangssituation gekennzeichnet? Welche Schwachstellen und Probleme bestehen derzeit? In welchen Bereichen besteht Optimierungsbedarf?

Vorprojektphase Ursache-Wirkungs-Analyse: Welche messbaren Auswirkungen hat die aktuelle Problemsituation? Wo liegen mögliche Ursachen für die Probleme? Erst wenn die Projektbeteiligten ein aus-reichendes Verständnis über die zu Grunde liegende Situation besitzen, können Projektziele, Inhalte etc. definiert werden.

Vorprojektphase

Vorprojektphase 2. Projektzielsetzung In der Definition und Festlegung klarer, eindeutiger und messbarer Projektziele liegt einer der Haupterfolgsfaktoren der Projektarbeit. Es gilt der Grundsatz: "Kein Projekt ohne klare Ziele und Ergebnisse!"

Vorprojektphase Projektziele sollten möglichst: verständlich, messbar, kontrollierbar, zeitgebunden und erreichbar formuliert sein.

Vorprojektphase Eine sinnvolle Methode ist die Strukturierung der Projektziele in mehrere Ebenen (Ziele-System): 1. Projektgesamtziel Das Projektgesamtziel beschreibt die Zielsetzung sehr komprimiert in 2-3 Sätzen. Dieses komprimierte Ziel eignet sich zur Kommunikation des Projektziels.

Vorprojektphase 2. Projektteilziele Die Projektteilziele sind die wesentlichen Objekte eines Projekts. Typischerweise wird die Fertigstellung eines Teilziels im Projekt mit einem Meilenstein verbunden, um Kontrollierbarkeit zu gewährleisten 3. messbare Ergebnisse Die messbaren Ergebnisse beschreiben die konkreten Outputs des Projekts.

Vorprojektphase

Vorprojektphase

Vorprojektphase Im Anschluss an die Festlegung wird die Projektabgrenzung durchgeführt. Ziel ist es, das Projekt und seine Inhalte klar gegen die Umwelt abzugrenzen. Was gehört zum Projekt - was nicht? Was sind Projektziele - was sind Nicht-Ziele? Die Grenzen des Projekts müssen allen Projektbeteiligten klar sein.

Vorprojektphase

Vorprojektphase 3. Umfeldanalyse Jedes Projekt hat ein relevantes Umfeld. Dieses Umfeld kann nach drei Kriterien durchleuchtet werden: zeitlich Was war vor dem Projekt? Was wird nach dem Projekt sein? sachlich Welche sachlichen Parameter beeinflussen das Projekt? sozial Welche Personen und Personengruppen tangieren das Projekt bzw. werden vom Projekt tangiert?

Vorprojektphase Bei manchen Projekten kann das Umfeld den Projekterfolg wesentlich beeinflussen. Abhängigkeiten zum Umfeld können Risiken oder auch Chancen für das Projekt bedeuten. Entscheidend ist aber, dass die relevanten Umfeldfaktoren identifiziert und analysiert werden und in weiterer Folge Strategien zur bestmöglichen Nutzung des Umfelds festgelegt werden.

Vorprojektphase Im Zuge der Umfeldanalyse sollten in jedem Fall auch relevante Projektrisiken identifiziert werden. Sofern diese Risiken den Projekterfolg ernsthaft gefährden können, sind bereits vor dem tatsächlichen Start des Projekts Gegenmaßnahmen zu planen. Im Einzelfall können Projektrisiken so eklatant sein, dass das Projekt von Grund auf neu konzipiert oder sogar verworfen werden muss.

Vorprojektphase

Vorprojektphase

Vorprojektphase

Vorprojektphase

Vorprojektphase

Vorprojektphase 4. Aufwands- und Kostenschätzung Sobald der Umfang und die Ziele eines Projekts definiert sind, sollte eine Aufwands- und Kostenschätzung angestellt werden. Zu unterscheiden sind generell: direkte Projektkosten Personalkosten, Beratungskosten, Materialkosten, Reisekosten etc., die direkt dem Projekt zugerechnet werden können indirekte Projektkosten Raumkosten, Stromkosten, sonstige Gemeinkosten etc., die gegebenenfalls auf das Projekt umgelegt werden

Vorprojektphase In jedem Fall sollten die direkt mit dem Projekt in Verbindung stehenden Kosten in das Projektbudget kalkuliert werden. Oft werden interne Personalkosten, die "sowieso bezahlt werden müssen", nicht dem Projektbudget zugeordnet. Dies stellt aber eine Verfälschung der tatsächlichen Projektkosten dar!

Vorprojektphase Im Zusammenhang mit der Aufwands- und Kostenschätzung ist ein zentrales Modell des Projektmanagements zu beachten: Das Dreieck der Projektziele. Für Projekte werden generell drei Zielbereiche definiert: Qualität (= Sachziele) Kosten (= Kostenziele) Zeit (= Terminziele)

Vorprojektphase Die drei Zielbereiche stehen in direktem Verhältnis zueinander. Sobald man einen Zielbereich verändert (z.b. Ausweitung der Sachziele), muss sich auch zwingend ein anderer Zielbereich verändern (z.b. Erhöhung des Projektbudgets).

Vorprojektphase Im Hinblick auf den Projektauftrag hat der Projektleiter sicher zu stellen, dass ein ausgewogenes Zieldreieck beauftragt wird. Dies bedeutet, dass die angestrebten Sachziele in der vereinbarten Zeit (Projektdauer) und zu vereinbarten Kosten beauftragt werden.

Vorprojektphase

Vorprojektphase 5. Projektorganisation Bereits vor dem Start eines Projekts sollte festgelegt werden, wer direkt oder indirekt am Projekt beteiligt ist. Typische Projektrollen sind: Projektleiter / Projektmanager Der Projektleiter oder -manager ist für das Projektmanagement hauptverantwortlich. Zu seinen Hauptaufgaben gehören Planung, Koordination, Steuerung, Organisation sowie das Controlling des jeweiligen Projekts. Oft ist der Projektleiter auch der Vertreter des Projekts nach Aussen.

Vorprojektphase In vielen Fällen ist der fachliche Experte eines Projektthemas auch der Projektleiter. Diese Situation ist aber oft kontraproduktiv, da der Projektleiter dadurch primär in die fachliche Lösung des Problems involviert ist und dadurch häufig seine PM-Funktion im Projekt vernachlässigt. Grundsätzlich sollte ein Projektleiter über ein Mindestmaß an Fachkompetenz in jeweiligen Thema verfügen, er muss und sollte sogar aber nicht zwingend DER Fachspezialist sein.

Vorprojektphase Projektmitarbeiter Die Projektmitarbeiter sollten über die fachliche Kompetenz verfügen, um die Projektzielsetzung zu realisieren. Projektmitarbeiter können intern oder extern sein. Grundsätzlich sind die Projektmitarbeiter im Rahmen und für die Dauer eines Projekts dem Projektleiter hierarchisch unterstellt.

Vorprojektphase Projektassistenz Bei grossen Projekten wird häufig auch die Rolle der Projektassistenz besetzt. Die Projektassistenz unterstützt den Projektleiter und ist in der Regel für Teilaufgaben des Projektmanagements zuständig (z.b. Terminkoordination, Reporting, Protokolle etc.).

Vorprojektphase Auftraggeber Der Projektauftraggeber stellt die Ressourcen für ein Projekt zur Verfügung. Ihm kommt vor allem eine übergeordnete Steuerungsfunktion im Projekt zu. Der Auftraggeber sollte darauf achten, dass er in regelmäßigen Abständen über den Projektverlauf (Qualität, Kosten, Zeit) informiert wird. Der Auftraggeber hat ebenfalls die Aufgabe, das Projekt zu unterbrechen oder zu stoppen, sobald der Projekterfolg ernsthaft gefährdet ist, sich die Rahmenbedingungen für das Projekt verändert haben, das Projekt in die falsche Richtung läuft, etc.

Vorprojektphase Lenkungsausschuss Bei grossen Projekten wird häufig ein Lenkungsausschuss eingerichtet. Typischerweise wird der Lenkungsausschuss mit Führungspersönlichkeiten und internen oder externen Experten besetzt. Der Lenkungsausschuss sollte zumindest anlässlich wesentlicher Projektereignisse wie z.b. Meilensteine über den Projektstatus informiert werden. Grundsätzlich hat der Lenkungsausschuss dieselben Kompetenzen wie ein Auftraggeber.

Vorprojektphase In jedem Fall macht es aber Sinn, die Verantwortlichkeiten und Kompetenzen jeder einzelnen Projektrolle individuell festzulegen und vor allem zu dokumentieren! Die Rolle der Linienvorgesetzten sollte in Projekten nicht unterschätzt werden. Sie tragen oft wesentlich zum Projekterfolg - oder vielmehr zum Misserfolg - bei. In diesem Zusammenhang gibt es vor allem drei Erfolgsstrategien:

Vorprojektphase Die Linienvorgesetzten werden von der Wichtigkeit der Arbeitsmethode Projektmanagement sowie von der Wichtigkeit jedes einzelnen Projekts überzeugt. Die Linienvorgesetzten haben ein persönliches Interesse am Gelingen des Projekts.

Vorprojektphase Das PM-Organisationsmodell des Unternehmens wird so gestaltet, dass die Projektleiter ausreichend hierarchische Kompetenz haben, um die Projektmitarbeiter im Rahmen des Projekts und im vereinbarten Ausmaß tatsächlich zu führen.

Vorprojektphase

Vorprojektphase 6. Projektauftrag Mit der Unterzeichnung des Projektauftrags durch den Auftraggeber wird ein Projekt offiziell gestartet. In jedem Fall sollte gelten: "Kein Projekt ohne Projektauftrag!" Der Projektauftrag hat den Charakter eines Vertrags zwischen dem Auftraggeber und dem Projektteam (Projektleiter und Mitarbeiter). Insofern sollten die beteiligten Projektmitarbeiter ebenso in die Gestaltung des Projektauftrags involviert werden.

Vorprojektphase Die Inhalte eines Projektauftrags können individuell gestaltet werden. Mindestens enthalten sein sollten aber jene Informationen, die für die Projektentscheidung wichtig und notwendig sind.

Vorprojektphase Projekttitel Projektorganisation (Leiter, Mitarbeiter etc.) Ausgangssituation, Projektbegründung Projektziele und -ergebnisse Meilensteinplan Projektinhalte, Hauptaufgaben notwendige Ressourcen und Projektbudget Projektrisiken Unterschrift Projektauftraggeber und Projektleiter

Planungsphase

Planungsphase Die Planungsphase dient der weiteren Konkretisierung und Detaillierung der Planung der Vorprojektphase. Ziel der Planungsphase ist ein detaillierter Projektplan, der verschiedene Detailpläne enthält (z.b. Risikoplanung, Aufwandsplanung, Termin- und Meilensteinplanung, Kosten- und Ressourcenplanung).

Planungsphase Typische PM-Aufgaben der Planungsphase sind: Risikoanalyse und -management Projektstrukturplan (PSP) Termin- und Meilensteinplan Kosten- und Ressourcenplan Kommunikationsplan

Planungsphase Es macht Sinn, in einem Kick-Off-Meeting die Planung der Vorprojektphase weiter zu konkretisieren und um die oben genannten Planungsschritte zu ergänzen und zu komplettieren.

Planungsphase Planung ist ein kontinuierlicher Prozess in einem Projekt. Die Planungsintensität ist in der Vorprojektund Planungsphase am höchsten, allerdings ist auch in den Realisierungsphasen eine rollierende Planung zwingend notwendig!

Planungsphase 1. Risikoanalyse und -management Jedes Projekt beinhaltet aufgrund seiner Komplexität zwangsläufig diverse Projektrisiken. Der Eintritt eines solchen Risikos kann Kosten erhöhen, Bearbeitungszeiten verlängern, die Zielerreichung gefährden oder sogar den Abbruch eines gesamten Projekts bewirken. Aus diesem Grund ist es notwendig, Projektrisiken schon im Vorfeld zu identifizieren, zu bewerten und in weiterer Folge geeignete Gegenmaßnahmen zu beschließen.

Planungsphase Grundsätzlich sind Projektrisiken nach zwei Kriterien zu durchleuchten: Eintrittswahrscheinlichkeit Schadensausmaß bei Eintritt (= Bedeutung für den Projekterfolg)

Planungsphase Methoden zur Risikoanalyse und -bewertung: qualitativ (z.b. Brainstorming, Gruppendiskussion) quantitativ (z.b. Risiko-Kennzahlen, Risikokosten

Planungsphase Mögliche Risikoarten sind: Akzeptanzrisiken --> Lösung wird von Betroffenen abgelehnt Qualitätsrisiken --> Ergebnis entspricht nicht der geforderten Qualität Auslastungsrisiken --> Personalressourcen sind nicht in ausreichendem Maße verfügbar (z.b. zeitliche Überlastung, Krankheit, vorrangige Linienarbeit) Kostenrisiken --> Projektbudget reicht nicht aus Terminrisiken --> Terminvorgaben können nicht gehalten werden

Planungsphase Es reicht natürlich nicht aus, Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Entscheidend ist, geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen. Die häufigsten Risiko- Strategien sind: Vermeidung (z.b. durch Änderung der Projektziele und -inhalte) Verminderung (z.b. durch verstärkte Projektkommunikation) Übertragung (z.b. an den Auftraggeber) Akzeptanz (nur bei strategisch unbedeutenden Risiken)

Planungsphase Der Risikogehalt von Projekten steigt in der Regel mit deren Größe und Komplexität. Der professionelle Umgang mit Projektrisiken ist deshalb oft erfolgsentscheidend.

Planungsphase Das Risikomanagement sollte in einem Projekt ein kontinuierlicher Prozess sein. Es genügt nicht, Risiken zu Beginn eines Projekts zu identifizieren und Gegenmaßnahmen festzulegen. Der Projektleiter muss das Risikomanagement als eine seiner Kernaufgaben über die gesamte Projektdauer begreifen!

Planungsphase

Planungsphase

Planungsphase

Planungsphase 2. Projektstrukturplan (PSP) Der Projektstrukturplan (kurz PSP) ist ein zentrales Planungsinstrument im Projektmanagement. Ein PSP teilt die Gesamtaufgabe eines Projekts in plan- und kontrollierbare Teilaufgaben und Arbeitspakete. Der PSP sollte möglichst alle Arbeitsschritte beinhalten, die notwendig sind, um die Projektziele zu erreichen.

Planungsphase Ein PSP kann entweder grafisch oder in Tabellenform dargestellt werden. Die grafische Darstellung gleicht jener eines Organigramms, die tabellarische Darstellungsform ist eine simple Aufgabenliste.

Planungsphase Die klassischen 3 Ebenen eines PSP sind: Projekttitel (PT) Teilaufgaben (TA) Teilaufgaben fassen gleichartige Arbeitspakete zusammen. Teilaufgaben sind typischerweise Hauptaufgaben, Funktionen oder Phasen eines Projekts.

Planungsphase Arbeitspakete (AP) Ein Arbeitspaket bezeichnet ein Bündel von einzelnen Aufgaben, die der Zielerreichung dienen. Für jedes Arbeitspaket sollte (genau) ein Verantwortlicher definiert werden, wenngleich mehrere Personen an einem Arbeitspaket mitarbeiten können.

Planungsphase Die Teilaufgaben und Arbeitspakete eines Strukturplans werden nummeriert, um die Übersichtlichkeit und Eindeutigkeit zu verbessern: TA: 1, 2, 3... AP: 1.1, 1.2, 1.3...; 2.1, 2.2... Diese Nummerierung wird als PSP-Code bezeichnet.

Planungsphase Das Projektmanagement ist als gesonderte Teilaufgabe im PSP anzuführen. Typische PM- Arbeitspakete sind: Projektplanung Projektcontrolling Projektkoordination Projektmarketing Projektdokumentation Projektabschluss

Planungsphase In der Regel werden auch Meilensteine im PSP gekennzeichnet. Die vor einem Meilenstein anstehenden Arbeitspakete sollten zur Erfüllung des jeweiligen Meilensteinergebnisses beitragen.

Planungsphase Die Planungsschritte 2. Projektstrukturplan, 3. Termin- und Meilensteinplan und 4. Kosten- und Ressourcenplan sind stark miteinander verbunden. In der Praxis werden sie kaum sequenziell, sondern vielmehr parallel und integrativ durchgeführt.

Planungsphase

Planungsphase 3. Termin- und Meilensteinplan Die Termin- und Meilensteinplanung wird üblicherweise in Form eines Balkenplans dargestellt. Dieser eignet sich als zentrales Kommunikations-, Planungs- und Controllinginstrument im Projekt, da er die logischen Zusammenhänge, Bearbeitungsdauern und sonstigen Details (z.b. Verantwortung, Mitarbeit) der Arbeitspakete zeigt.

Planungsphase Eine mögliche Vorgangsweise zur Planung von Terminen und Meilensteinen in einem Projekt stellt sich wie folgt dar: Festlegung von Meilensteinen und deren geplante Eintrittsdaten "Wann müssen die diversen Meilensteine abgeschlossen sein?"

Planungsphase Ermittlung von logischen Verknüpfungen zwischen den Arbeitspaketen "Welche AP müssen abgeschlossen sein, bevor das AP beginnen kann?"

Planungsphase Bearbeitungsdauer je Arbeitspaket (in Tage oder Wochen) "Wie lange wird die Erledigung des AP dauern? Auslastungsgrad der beteiligten Personen berücksichtigen nicht zu optimistisch planen (Puffer einplanen) Urlaubs- und Abwesenheitszeiten berücksichtigen gegebenenfalls: Reduktion der Bearbeitungsdauer durch Zuteilung weiterer Personalressourcen zu einem AP

Planungsphase Feinabstimmung und Überarbeitung "Ist der Terminplan realistisch? Müssen sonstige Fixtermine berücksichtigt werden?"

Planungsphase 4. Kosten- und Ressourcenplan Ein weiterer wichtiger Teil einer Projektdetailplanung ist die Kosten- und Ressourcenplanung. Aufbauend auf dem Projektstrukturplan und dem Termin- und Meilensteinplan werden die zur Erledigung notwendigen Kosten und Ressourcen geplant. Im Unterschied zu der Vorprojektphase wird die Kostenschätzung in der Planungsphase aber detaillierter und auf der Basis tatsächlich geplanter Arbeitspakete (aus dem PSP) vollzogen.

Planungsphase Anders ausgedrückt: In der Vorprojektphase erfolgt die Kostenschätzung näherungsweise und aufgrund des definierten Projektrahmens (Ziele und Inhalte). --> top down In der Planungsphase erfolgt die Kostenplanung aufgrund tatsächlich geplanter Arbeitspakete und Aufgaben, für die jeweils Bearbeitungsdauern, Personalkosten und sonstige Fixkosten kalkuliert werden. --> bottom up

Planungsphase Eine mögliche Vorgangsweise zur Kostenplanung ist: Verantwortung und Mitarbeit wird für jedes Arbeitspaket festgelegt (jeweils nur ein Verantwortlicher pro AP) --> Personaleinsatzplanung.

Planungsphase Gemeinsam mit den zugeteilten Teammitgliedern wird der Arbeitsaufwand pro AP geschätzt (in Stunden, Tagen oder Wochen). Hierbei sollten Erfahrungswerte früherer Projekte herangezogen werden --> Aufwandsschätzung. Durch die Multiplikation der Arbeitsaufwände mit den individuellen Stundensätzen der zugeteilten Teammitglieder errechnen sich die Personalkosten -- > Personalkostenplanung.

Planungsphase In einem letzten Schritt werden pro Arbeitspaket oder für die gesamte Projektdauer die sonstigen Kosten wie z.b. Reisekosten, Beratungskosten, Veranstaltungskosten, Investitionskosten, Materialkosten, Druckkosten, Marketingkosten, IT- Kosten etc. geplant und erfasst.

Planungsphase In jedem Fall sollte die Kosten- und Ressourcenplanung durch eine Software unterstützt werden. Der Einsatz von MS Excel oder MS Project reicht in den meisten Fällen aus. Darüber hinaus gibt es aber eine Vielzahl spezifischer PM-Tools. Die in diesem Schritt ermittelten und geschätzten Projektkosten sollten nicht höher sein als das bewilligte Projektbudget. Andernfalls ist die Planung anzupassen oder ein überarbeiteter Projektauftrag einzuholen.

Planungsphase 5. Kommunikationsplan Gerade bei komplexen, veränderungsintensiven und öffentlichkeitswirksamen Projekten ist es wichtig, bereits in der Planungsphase einen Kommunikationsplan zu entwickeln. Dieser enthält Überlegungen zu der geplanten Projektkommunikation mit internen und externen Anspruchsgruppen.

Planungsphase Primäres Ziel ist es, durch eine gezielte und professionelle Kommunikationspolitik die Akzeptanz des Umfelds, der Betroffenen, der beteiligten Mitarbeiter sowie der Entscheidungsträger für ein Projekt und dessen Ergebnisse zu gewährleisten.

Planungsphase In einem Kommunikationsplan wird beispielsweise festgelegt, wer (Anspruchsgruppen) wann (Zeitpunkt, Rhythmus) welche Informationen (Inhalt) in welcher Form (Medium) erhalten soll.

Realisierungsphase

Realisierungsphase Nach Abschluss der Detailplanung in der Planungsphase geht das Projekt in die Realisierung. Typischerweise wird die Realisierung durch das Setzen von Meilensteinen in mehrere Realisierungsphasen (wie z.b. Ist-Analyse, Soll- Konzeption, Implementierung) unterteilt. Die Realisierungsphasen nehmen - je nach Projekt - zwischen 70 und 90 % der gesamten Projektdauer ein.

Realisierungsphase Während der Projektrealisierung sind folgende kontinuierlichen PM-Aufgaben durchzuführen: Information & Kommunikation Controlling Dokumentation Parallel hierzu ist die Planung immer wieder zu überarbeiten und zu aktualisieren.

Realisierungsphase 1. Information & Kommunikation Der Projektleiter ist während der Projektrealisierung dafür verantwortlich, dass alle Projektbeteiligten in ausreichendem Maße über den Projektfortschritt informiert werden. Dies kann in Form von schriftlichen Fortschrittsberichten, Projektsitzungen, Präsentationen, persönlichen Gesprächen o.ä. erfolgen.

Realisierungsphase Der Projektleiter ist während der Projektrealisierung dafür verantwortlich, dass alle Projektbeteiligten in ausreichendem Maße über den Projektfortschritt informiert werden. Dies kann in Form von schriftlichen Fortschrittsberichten, Projektsitzungen, Präsentationen, persönlichen Gesprächen o.ä. erfolgen. Darüber hinaus hat das Projektteam für das "Projektmarketing" zu sorgen. Projekt-marketing ist die Präsentation und werbende Darstellung eines Projekts innerhalb der beteiligten Anspruchsgruppen (intern und extern).

Realisierungsphase Elemente sind: Kommunikation des Projekts unter einem eingängigen Titel erfolgsorientierte Darstellung des Arbeitsfortschritts regelmäßige Information von Entscheidungsträgern über den Projektfortschritt evtl. Gestaltung eines Projekt-Logos, Einrichtung einer Projekt-Webseite, Publizierung eines Projekt- Newsletters etc.

Realisierungsphase 2. Controlling Das Projektcontrolling ist eine Kernaufgabe des Projektleiters während der Realisierungsphasen. Das Controlling eines Projekts besteht im Wesentlichen darin, mögliche Abweichungen von der Projektplanung frühzeitig vorherzusehen, eingetretene Abweichungen zu erkennen und schnell zu reagieren.

Realisierungsphase Meilensteine bieten eine besonders gute Gelegenheit für das Controlling eines Projekts. Anlässlich dieser definierten Zwischenergebnisse können die bisherigen Projektphasen und -schritte kritisch hinterfragt und eventuell notwendige Korrekturen der Projektplanung beschlossen werden. Bei Meilenstein-Sitzungen sollten alle Projektbeteiligten anwesend sein!

Realisierungsphase Ein Controlling-Ablauf kann wie folgt gestaltet sein: laufende Ermittlung von aktuellen Ist-Daten - Qualität, Leistungen, Ergebnisse - Kosten, Arbeitsaufwände - Zeit, Termine, Bearbeitungsdauern Gegenüberstellung mit den Soll-Daten Untersuchung eventueller Abweichungen Durchführung von geeigneten Gegenmaßnahmen

Realisierungsphase Ein leistungsfähiges Controlling-Instrument für kleine und mittlere Projekte sind Excel-Tabellen. Hier können sowohl Soll- und Ist-Werte dokumentiert und verglichen werden. Entscheidend ist jedoch, die Daten sauber zu dokumentieren und laufend zu aktualisieren!

Realisierungsphase Der Projektleiter ist für das Projektcontrolling verantwortlich. Er hat Auftraggeber und Lenkungsausschuss in regelmäßigen Abständen über den aktuellen Projektstatus zu informieren. Wesentliche Projektänderungen und -abweichungen sollten unmittelbar kommuniziert werden.

Realisierungsphase Sofern die Projektänderung Auswirkungen auf die im Projektauftrag definierten Rahmenbedingungen (Ziele, Umfang, Kosten etc.) haben, ist gegebenenfalls ein so genannter Change Request einzuholen.

Realisierungsphase 3. Dokumentation Sämtliche Arbeitsschritte eines Projekts sollten möglichst lückenlos dokumentiert werden. Dies erfolgt üblicherweise durch die elektronische oder manuelle Ablage projektrelevanter Daten und Unterlagen.

Realisierungsphase Eine Projektdokumentation kann enthalten: dokumentierte Planungsschritte (z.b. PSP, Terminplan, Kostenplan) Aktennotizen Präsentationen, Unterlagen, Dokumente (z.b. Fortschrittsbericht) Ergebnisprotokolle

Realisierungsphase Sauber dokumentierte Projekte sind im Sinne eines aktiven Wissensmanagements von großer Bedeutung. Projektverläufe sollten so transparent und nachvollziehbar wie möglich dargestellt und dokumentiert werden, damit spätere Projektteams daraus hilfreiche Informationen und Erfahrungen auf ihr Projekt adaptieren können.

Realisierungsphase Die Dokumentationsaufgabe wird in der Regel direkt vom Projektleiter oder einer administrativen Assistenz durchgeführt. Mögliche Varianten sind elektronische Projektordner (z.b. auf einem gemeinsam nutzbaren Server) oder physische Ablage ausgedruckter Unterlagen (z.b. in Projektordner).

Abschlussphase

Abschlussphase In der Abschlussphase werden sämtliche Maßnahmen getroffen, um ein Projekt offiziell zu beenden. Diese letzte Phase eines Projekts beginnt mit der Erreichung der Projektziele und endet mit der Entlastung des Projektteams durch den Auftraggeber bzw. Lenkungsausschuss.

Abschlussphase Typische PM-Aufgaben der Abschlussphase sind: Evaluierung & Reflexion Projektabschlussbericht Entlastung und Auflösung Projektorganisation

Abschlussphase In der Praxis verschwinden manche Projekte plötzlich von der Bildfläche und werden nicht formal beendet. Dies geschieht besonders dann, wenn das Projekt nicht erfolgreich war. Es ist aber unbedingt notwendig, auch gescheiterte Projekte formal abzuschließen und aus möglichen Fehlern zu lernen!

Abschlussphase Die Abschlussphase sollte also in jedem Projekt - erfolgreich oder nicht - ein fixer Bestandteil sein.

Abschlussphase 1. Evaluierung & Reflexion Ein wichtiger Vorgang in der Abschlussphase ist die Projektevaluierung und -reflexion. Im Rahmen einer Projektabschlusssitzung soll der Projektverlauf kritisch hinterfragt werden.

Abschlussphase Mögliche Punkte sind: Rückschau: - Was war gut? - Was war schlecht? Zielerreichung Erfahrungswerte für zukünftige Projekte Vergabe der restlichen Arbeiten (z.b. Erstellung Abschlussbericht) feierlicher Abschluss

Abschlussphase 2. Projektabschlussbericht Auf der Basis der Projektdokumentation und den Ergebnissen der Projektabschlusssitzung wird ein Abschlussbericht erstellt. Dieser hat in komprimierter Form die wesentlichen Planungs- und Realisierungsschritte zu enthalten.

Abschlussphase Auf der Basis der Projektdokumentation und den Ergebnissen der Projektabschlusssitzung wird ein Abschlussbericht erstellt. Dieser hat in komprimierter Form die wesentlichen Planungs- und Realisierungsschritte zu enthalten.

Abschlussphase Mögliche Inhalte eines Projektabschlussberichts sind: Projektbeschreibung (Ausgangssituation, Ziele, Inhalte, Budget) Projektdetailplanung (PSP, Terminplan, Kostenplan) Projektrealisierung (Projektänderungen, Controlling- Maßnahmen, Probleme und Störungen während der Durchführung, Erfahrungen) Projektergebnisse (Soll-Ist-Vergleich in Bezug auf Qualität, Kosten, Zeit) Vorschlag zu weiterem Vorgehen (z.b. Folgeprojekte, Umsetzung) Anregungen für künftige Projekte (lessons learned)

Abschlussphase Sämtliche Projektabschlussberichte sollten - sofern sie keine vertraulichen Informationen beinhalten - an einer Stelle gesammelt werden. Zukünftige Projektteams sollten die Möglichkeit haben, aus den Dokumentationen und Berichten vorangegangener Projekte Erfahrungen, Planungsansätze, potenzielle Risiken etc. zu übernehmen und zu adaptieren --> aktives Wissensmanagement.

Abschlussphase 3. Entlastung und Auflösung Projektorganisation Die formelle Entlastung des Projektteams erfolgt durch die Unterzeichnung des Abschlussberichts durch den Auftraggeber. Im besonderen Maße wird die Zielerreichung in Bezug auf Qualität - Kosten - Zeit geprüft. Der Auftraggeber kann gegebenenfalls auch Nachbesserungen und Nacharbeiten veranlassen. Gleichzeitig mit der Entlastung des Projektteams erfolgt auch die Auflösung der Projektorganisation.

Nachprojektphase Nach Beendigung des Projekts beginnt die Nachprojektphase. In dieser Phase werden die Projektergebnisse genutzt, implementiert, umgesetzt oder gegebenenfalls weiter entwickelt.

Nachprojektphase Durch die Auflösung der Projektorganisation ist das Projektteam grundsätzlich von sämtlichen Projektaufgaben entbunden. Sollten weitere Umsetzungsschritte notwendig sein, so werden diese üblicherweise in der Linie ausgeführt.

Nachprojektphase Die Praxis hat jedoch gezeigt, dass das spezifische Wissen des Projektteams (und besonders des Projektleiters) in der Nachprojektphase von großem Nutzen sein kann. Es sollte deshalb sicher gestellt werden, dass dieses Wissen auch nach dem Projekt noch verfügbar ist.

Nachprojektphase In jedem Fall vermieden werden sollte aber, dass bereits abgeschlossene Projekte einen Projektleiter noch jahrelang "verfolgen". Sobald die Aufwende für Nach- und Umsetzungsarbeiten ein vertretbares Maß überschreiten, sollte überlegt werden, ein Folgeprojekt zu initiieren oder die betroffenen Mitarbeiter entsprechend für diese Aufgaben abzustellen.