GESELLSCHAFTERVERTRAG



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Transkript:

GESELLSCHAFTERVERTRAG der Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mit beschränkter Haftung in der Fassung vom 12.09.1984 1 Firma, Sitz und Dauer der Gesellschaft (1) Die Firma der Gesellschaft lautet: Entwicklungsgesellschaft Meckenheim-Merl mit beschränkter Haftung (2) Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Meckenheim. (3) Ihre Dauer ist auf bestimmte Zeit nicht beschränkt. 2 Gegenstand und Zweck der Gesellschaft (1) Gegenstand und Zweck der Gesellschaft sind die Planung für die weitere Besiedlung der Stadt Meckenheim (Ortschaften Meckenheim und Merl), deren Durchführung auf der Grundlage entsprechender Ratsbeschlüsse und alle hierzu erforderlichen Geschäfte, insbesondere der An- und Verkauf von Grund und Boden, sowie die Verwaltung und Nutzung von Grundstücken, die Aufschließung von Grundstücken, die Auswahl der Wohnungsbauträger. (2) Die Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der hierfür geltenden steuerlichen Bestimmungen. Ihr Geschäftsbetrieb ist nicht auf die Erzielung eines Gewinns gerichtet. Etwaige Gewinne Stand: 07/2005 1

dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke und zur Deckung der Geschäftskosten verwendet werden. Die Gesellschafter erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Gesellschafter auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln der Gesellschaft. Die Gesellschaft darf keine Personen durch Verfügungen, insbesondere Verwaltungsausgaben, die dem Zweck der Gesellschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigen. 3 Stammkapital (1) Das Stammkapital beträgt DM 600.000,00 (i.w.: sechshunderttausend Deutsche Mark). (2) Von diesem Stammkapital haben als Stammeinlagen übernommen a) die Stadt Meckenheim DM 350.000,00 b) der Rhein-Sieg-Kreis DM 250.000,00 4 Verfügungen über Geschäftsanteile und Austritt von Gesellschaftern (1) Die Abtretung oder Verpfändung eines Geschäftsanteiles oder des Teiles eines Geschäftsanteiles bedarf der vorherigen Zustimmung aller Gesellschafter. Im Falle der Abtretung kann die Zustimmung nur erteilt werden, wenn die Abtretung gegen kein höheres Entgelt als den Nennbetrag des abgetretenen Geschäftsanteiles erfolgt. Stand: 07/2005 2

(2) Hat ein Gesellschafter die Zustimmung zur Abtretung eines Geschäftsanteiles oder des Teils eines Geschäftsanteiles beantragt, so ist sie berechtigt, den Geschäftsanteil oder Teil des Geschäftsanteiles gegen Zahlung höchstens des Nennbetrages selbst zu erwerben, sofern und soweit dies nach den gesetzlichen Vorschriften zulässig ist. Erklärt die Gesellschaft, von ihrem Erwerbsrecht Gebrauch zu machen, so ist der Gesellschafter, der seinen Geschäftsanteil oder Teile des Geschäftsanteiles abzutreten beabsichtigt, verpflichtet, diesen an die Gesellschaft abzutreten. Die Gesellschaft kann auch einen oder mehrere andere Gesellschafter oder auch Nicht-Gesellschafter bestimmen, an die der Geschäftsanteil oder Teil des Geschäftsanteiles gegen Zahlung höchstens des Nennbetrages abzutreten ist. (3) Jeder Gesellschafter kann - nach Ablauf von zehn Jahren seit der Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister - unter Einhaltung einer Frist von einem Jahr auf das Ende eines Geschäftsjahres durch eingeschriebenen Brief, der an die Geschäftsführung zu richten ist, seinen Austritt aus der Gesellschaft erklären. Durch seinen Austritt wird - unbeschadet der Bestimmung des 11 - die Gesellschaft nicht aufgelöst, sondern unter den verbleibenden Gesellschaftern fortgesetzt. Die Gesellschaft kann den Geschäftsanteil des ausscheidenden Gesellschafters einziehen oder seine Abtretung an einen oder mehrere verbleibende Gesellschafter oder auch an Nicht-Gesellschafter verlangen. Für den Fall des Austritts hat der Gesellschafter nur Anspruch auf den vorhandenen, auf Grund einer testierten Zwischenbilanz festgestellten Teil seiner eingezahlten Stammeinlage, jedoch auf nicht mehr als die eingezahlte Stammeinlage. (4) Die nach Ziffer 2 und 3 zu treffenden Maßnahmen der Gesellschaft bedürfen eines Beschlusses der Gesellschafter. Bei der Beschlußfassung hat der hiervon betroffene Gesellschafter kein Stimmrecht. Stand: 07/2005 3

5 Geschäftskosten Die Gesellschaft kann ihre nicht durch Erträge gedeckten Geschäftskosten durch eine Umlage bei ihren Gesellschaftern decken. Die Gesellschafter sind verpflichtet, die von der Gesellschafterversammlung festgelegte Umlage nach dem Verhältnis ihrer Geschäftsanteile zueinander zu leisten. 6 Geschäftsjahr Das Geschäftsjahr der Gesellschaft ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr endet mit Ablauf des Jahres, in dem die Eintragung der Gesellschaft in das Handelsregister erfolgt. 7 Organe der Gesellschaft Organe der Gesellschaft sind: a) die Gesellschafterversammlung, b) der Aufsichtsrat, c) die Geschäftsführung 8 Gesellschafterversammlung (1) Der Gesellschafterversammlung obliegt neben den ihr durch Gesetz und durch diesen Vertrag obliegenden Aufgaben die Beschlußfassung über: Stand: 07/2005 4

a) die Feststellung der Jahresbilanz und die Verwendung eines etwaigen Reingewinns im Rahmen des 2 Ziffer 2, b) die Einforderung der Einzahlungen auf die Stammeinlage, c) die Erhebung einer Umlage bei den Gesellschaftern zur Deckung von Geschäftskosten ( 5), d) die Bestellung und Abberufung der Geschäftsführer, e) die Entlastung der Geschäftsführer und des Aufsichtsrates, f) Satzungsänderungen, insbesondere Entscheidungen in allen Fragen, die den satzungsmäßigen Zweck der Gesellschaft ändern, g) die Zustimmung zur Verfügungen über Geschäftsanteile oder Teile von solchen, h) Aufnahme neuer Gesellschafter, i) die Bestellung des Abschlußprüfers für das laufende Geschäftsjahr. (2) Die Gesellschafterversammlung ist beschlußfähig, wenn in der Versammlung mindestens 50 % des vorhandenen Stammkapitals vertreten sind. Erweist sich eine Gesellschafterversammlung als beschlußunfähig, so ist durch den oder die Geschäftsführer innerhalb von vier Wochen eine neue Versammlung mit der gleichen Tagesordnung einzuberufen; diese Versammlung ist ohne Rücksicht auf das vertretene Stammkapital beschlußfähig. Die Beschlüsse werden, soweit nicht durch Gesetz oder diesen Vertrag ohne größere Mehrheit vorgeschrieben ist, mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Gesellschafter gefaßt. Beschlüsse, die die Feststellung des Jahresabschlusses, die Höhe der Umlagen, die Änderung des Gesellschaftervertrages und die Aufnahme neuer Gesellschafter betreffen, bedürfen einer Mehrheit von ¾ der abgegebenen Stimmen. Je 10.000,00 DM eines Geschäftsanteiles gewähren eine Stimme. Gesellschafter, die durch mehrere Personen vertreten werden, können ihre Stimmen nur einheitlich abgeben. (3) Den Vorsitz in der Gesellschafterversammlung führt der Aufsichtsratsvorsitzender und im Falle seiner Verhinderung sein Stellvertreter. Über jede Gesellschafterversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen; in dieser Niederschrift sind insbesondere die gefaßten Beschlüsse mit ihrem vollen Wortlaut aufzu- Stand: 07/2005 5

nehmen. Die Niederschrift ist von dem Vorsitzer der Gesellschafterversammlung und von dem von ihm zu Beginn der Verhandlung zu benennenden Schriftführer zu unterzeichnen. (4) Die Geschäftsführung beruft im Einvernehmen mit dem Vorsitzer des Aufsichtsrates alljährlich innerhalb von fünf Monaten nach Ablauf eines Geschäftsjahres eine ordentliche Gesellschafterversammlung ein, die insbesondere über die Feststellung des Jahresabschlusses, die Entlastung der Geschäftsführer und des Aufsichtsrates sowie über die Bestellung des Abschlußprüfers für das laufende Geschäftsjahr beschließt. (5) Außerordentliche Gesellschafterversammlungen sind durch die Geschäftsführung einzuberufen, wenn das Interesse der Gesellschaft dies erfordert, der Aufsichtsrat dies für notwendig hält oder ein Gesellschafter dies durch eingeschriebenen Brief unter Angabe der Tagesordnung von der Geschäftsführung verlangt. 9 Aufsichtsrat (1) Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung in allen Zweigen der Verwaltung zu überwachen und kann sich zu diesem Zweck vom Gang der Angelegenheiten der Gesellschaft unterrichten. Er kann bestimmen, daß gewisse Arten von Geschäften nur mit seiner Zustimmung vorgenommen werden sollen. Der Aufsichtsrat prüft die Jahresrechnungen und erstattet der Gesellschafterversammlung darüber Bericht. Außerdem obliegt ihm die Bestellung und Abberufung von Prokuristen. (2) Der Aufsichtsrat besteht aus 8 Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen: a) dem Landrat, dem Oberkreisdirektor des Rhein-Sieg-Kreises und einem weiteren von dem Rhein-Sieg-Kreis zu benennenden Mitglied, Stand: 07/2005 6

b) dem Bürgermeister der Stadt Meckenheim und vier weiteren von der Stadt Meckenheim zu benennenden Mitgliedern. (3) Die Benennung der Aufsichtsratsmitglieder erfolgt durch schriftliche Mitteilung an die Gesellschaft; diese Aufsichtsratsmitglieder können jederzeit durch schriftlich der Gesellschaft gegenüber benannte Ersatzmitglieder ersetzt werden. Der Landrat, der Bürgermeister und der Oberkreisdirektor können durch ihren Stellvertreter bzw. allgemeinen Vertreter vertreten werden. (4) Der Aufsichtsrat wählt aus seiner Mitte den Vorsitzer und dessen ersten und zweiten Stellvertreter. Die Wahl kann nur durch Beschluß des Aufsichtsrats mit 2/3 Mehrheit widerrufen werden. Endet das Amt des Vorsitzers, ist unverzüglich eine Neuwahl vorzunehmen. (5) Die Einberufung der Sitzung des Aufsichtsrates erfolgt durch den Vorsitzer, bei dessen Verhinderung durch den Stellvertreter. (6) Der Aufsichtsrat ist beschlußfähig, wenn mehr als dir Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzers der Sitzung. Die Art der Abstimmung bestimmt der Vorsitzer. Über die gefaßten Beschlüsse ist eine Niederschrift anzufertigen, die von dem Vorsitzer oder seinem Stellvertreter zu unterzeichnen ist. (7) Der Aufsichtsrat kann einen Beirat und weitere Ausschüsse bilden und deren Zuständigkeit im Rahmen der Gesetze und dieses Gesellschaftervertrages festlegen. (8) Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten Ersatz ihrer baren Auslagen; für eine besondere Tätigkeit einzelner Mitglieder kann der Aufsichtsrat eine entsprechende Vergütung beschließen. Stand: 07/2005 7

10 Geschäftsführung (1) Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer und kann einen oder mehrere Prokuristen haben. (2) Die Gesellschaft wird bei einem Geschäftsführer durch diesen allein, bei mehreren Geschäftsführern durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer mit einem Prokuristen gemeinsam vertreten. (3) Die Geschäftsführer haben die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen und einer vom Aufsichtsrat zu erlassenden Geschäftsanweisung zu führen. (4) Auf die Aufstellung des Jahresabschlusses finden gemäß 89 Abs. 1 der Gemeindeordnung die Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften entsprechende Anwendung. Die Prüfung des Jahresabschlusses erfolgt nach den für Eigenbetriebe geltenden Vorschriften. Der Jahresabschluß einschließlich des Anhanges und des Lageberichtes mit dem Prüfbericht des Abschlußprüfers ist dem Aufsichtsrat zur Prüfung und von diesem mit einem eigenen Bericht der Gesellschafterversammlung zur Genehmigung vorzulegen. Die kommunalen Gesellschafter können sich zur Klärung von Fragen, die bei der Betätigungsprüfung auftreten, durch ihre eigenen Rechnungsprüfer unmittelbar unterrichten lassen und zu diesem Zweck den Betrieb, die Bücher und die Schriften der Gesellschaft einsehen. 11 Auflösung der Gesellschaft (1) Der Beschluß über die Auflösung der Gesellschaft bedarf einer Mehrheit von 3/4 der abgegebenen Stimmen und kann nur gefaßt werden, wenn in der Gesellschafterversammlung 3/4 des Stammkapitals vertreten sind. Stand: 07/2005 8

(2) Im Falle der Auflösung haben die Geschäftsführer die Geschäfte abzuwickeln, sofern die Gesellschafterversammlung nicht andere Personen hierzu bestimmt. (3) Das bei der Auflösung der Gesellschaft vorhandene Vermögen wird unter die Gesellschafter nach dem Verhältnis ihrer Geschäftsanteile verteilt, jedoch erhält jeder Gesellschafter nicht mehr als die von ihm eingezahlte Stammeinlage zurück. Etwa darüber hinaus vorhandenes Reinvermögen ist gemeinnützigen Bau- oder Siedlungsaufgaben zur Verfügung zu stellen. Vor Ausführung dieses Beschlusses ist mit Rücksicht auf die Gemeinnützigkeit der Gesellschaft die Zustimmung des zuständigen Finanzamtes einzuholen. 12 Bekanntmachungen Gesetzlich vorgeschriebene Bekanntmachungen der Gesellschaft werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. 13 Gründungskosten Die mit der Gründung der Gesellschaft verbundenen Kosten und Steuern gehen zu Lasten der Gesellschaft. Stand: 07/2005 9