Grundwissen Mathematik 5



Ähnliche Dokumente
Natürliche Zahlen und. Zahlenstrahl

1 Zahlen. 1.1 Zahlenmengen. Grundwissen Mathematik 5

1.Weiterentwicklung der Zahlvorstellung 1.1Die natürlichen Zahlen Mengenschreibweise: N = {1,2,3,...} N 0 = {0,1,2,3,...}

fwg Natürliche Zahlen und Zahlenstrahl nennt man natürliche Zahlen: Zahlenstrahl

sfg Natürliche Zahlen und Zahlenstrahl Die Zahlen 1, 2, 3, 4, nennt man natürliche Zahlen: N = {1; 2; 3; 4; }

Natürliche Zahlen, besondere Zahlenmengen

Natürliche Zahlen und. Zahlenstrahl

Natürliche Zahlen und. Zahlenstrahl

M 5.1. Natürliche Zahlen und Zahlenstrahl sfg

Grundwissen 5. Klasse

Die ganzen Zahlen. zwölf Billionen zweihundertvier Milliarden achtzig Millionen vierhunderteinundfünfzigtausendelf

Grundwissen. 5. Jahrgangsstufe. Mathematik

GRUNDWISSEN MATHEMATIK

MATHEMATIK GRUNDWISSEN 5. KLASSE LESSING GYMNASIUM

Marie Kilders. Grundwissen Klasse 5

M 5.1. Natürliche Zahlen und Zahlenstrahl. Welche Zahlen gehören zur Menge der natürlichen Zahlen?

Grundwissen Seite 1 von 11 Klasse5

1 Zahlen. 1.1 Zahlenmengen. 1.2 Das Dezimalsystem. 1.3 Runden. 1.4 Termarten

M5 Die Teilbarkeitsregeln 1

I = 1; V = 5; X =10; L = 50; C = 100; D = 500; M = 1000; Bsp.: MCLVIII = 1158

I. Zahlen. Zahlensysteme 2035= Zahlenmengen 2035=5 407= Teilbarkeitsregeln. Runden Z H T

MATHEMATIK GRUNDWISSEN 5. KLASSE LESSING GYMNASIUM

Natürliche Zahlen und. Zahlenstrahl

GW Mathematik 5. Klasse

Koordinatensystem. 5.1 Grundwissen Mathematik Zahlen und Operationen Klasse 5. Definitionen und Regeln

M 5. Inhaltsverzeichnis Grundwissen M 5.1. Diagramme. Tabelle: (Beispiel: Klassensprecherwahl) Säulendiagramm: Balkendiagramm:

M 5.1. Natürliche Zahlen und Zahlenstrahl. Welche Zahlen gehören zur Menge der natürlichen Zahlen?

M 5.1. Natürliche Zahlen und Zahlenstrahl. Welche Zahlen gehören zur Menge der natürlichen Zahlen?

Zahlenmengen Menge der natürlichen Zahlen mit Null

MTG Grundwissen Mathematik 5.Klasse

M 5.1. Natürliche Zahlen und Zahlenstrahl. Welche Zahlen gehhren zur Menge der natürlichen Zahlen?

Mathematik 5. Klasse. 1. Grundlagen der Algebra. Zahlenmengen

Begriffe zur Gliederung von Termen, Potenzen 5

Basiswissen 5. Klasse

Terme, Gleichungen und Zahlenmengen

Ergänzende Informationen zum LehrplanPLUS. Grundlegende Inhalte Mathematik, Realschule, Jahrgangsstufe 5. Inhaltsverzeichnis

Grundwissen Mathematik für die Jahrgangsstufe 6 - Lösungen

Grundwissen Mathematik 6. Dieser Grundwissenskatalog gehört: Name: Klasse:

Grundwissen JS 5 Algebra

Grundwissen zur 5. Klasse (G9) - Lösungen

Fragen und Aufgaben zum Grundwissen Mathematik

Grundwissen zur 5. Klasse (G9)

Seite 1 von 6 Standardaufgaben Grundwissen M5 Beispiele 1. Fasse alle Primzahlen und alle Quadratzahlen A.1 Menge IN der natürlichen Zahlen

Grundwissen Mathematik Klasse 5 Lehrplan Plus

Negative Zahlen. Lösung: Ordne in einen Zahlenstrahl ein! 7;5; 3; 6. Das Dezimalsystem

A.5 Menge der ganzen Zahlen = { ; 3; 2; 1; 0; 1; 2; 3; }

Gundlagen Klasse 5/6 Geometrie. nach oben. Inhaltsverzeichnis

Grundlagen Mathematik 7. Jahrgangsstufe

Deutsch. a hoch 3. a zum Quadrat. acht. achtzig. dividiert. drei. dreißig. dreizehn

GRUNDWISSEN MATHEMATIK KLASSENSTUFEN 5 UND 6 1. ZAHLEN. 1.1 Zahlenmengen. 1.2 Teiler und Vielfache. 1.3 Teilbarkeitsregeln

Stoffverteilungsplan Mathematik Klasse 5

Kompetenzübersicht A Klasse 5

Aufgaben mit Lösungen

WERRATALSCHULE Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe Heringen (Werra)

Marie Kilders. Grundwissen Klasse 5. Aufgaben

SRB- Schulinterner Lehrplan Mathematik Klasse 5

Kapitel im Fokus. Ich kann / kenne. 5. Klasse Stand Juni **Anzahl der KA: 6 pro Schuljahr** Daten und Zufall. Größen messen

I. Natürliche Zahlen (Seite 1)

Grundwissenskatalog der 6. Jahrgangsstufe G8 - Mathematik Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg

MATHEMATIK GRUNDWISSEN DER 5.JAHRGANGSSTUFE

Grundwissen Jahrgangsstufe 6

Achsensymmetrie. Konstruktionen M 7.1

Grundwissen Seite 1 von 17 Klasse6

Basiswissen Klasse 5, Algebra (G8)

Grundwissen 5 Lösungen

MATHEMATIK GRUNDWISSEN KLASSE 5

Mathematik heute 5 (ISBN ) Lernbereiche Stunden Inhalt Seite Inhalt Seite Kapitel 1 Zahlen und Größen. 6 Zahlen und Größen

Grundwissen. 6. Jahrgangsstufe. Mathematik

Buch: Mathematik heute [Realschule Niedersachsen], Schroedel

Grundwissen. 6. Jahrgangsstufe. Mathematik

Achsensymmetrie. Konstruktionen. Mathematik-Grundwissen Klassenstufe 7

Teste dein Grundwissen

5 Grundwissen der 5. Klasse

Schulinternes Fachcurriculum im Fach Mathematik Klasse 5

Grundwissen JS 6: Allgemeine Bruchrechnung

D C. Man unterscheidet in der Geometrie zwischen Körpern, Flächen, Linien und Punkten.

Stoffverteilungsplan Mathematik 5 und 6 auf Grundlage der Rahmenpläne Klettbücher und

Achsensymmetrie. Konstruktionen M 7.1

Achsensymmetrie. Grundkonstruktionen

Grundwissen Klasse 6

Inhaltsverzeichnis. Brüche Erweitern und Kürzen Bruchzahlen Rechnen mit Brüchen Dezimalzahlen Abbrechende und periodische Dezimalzahlen

Stoffverteilungsplan Mathematik Klasse 5

Punkte, die auf der Symmetrieachse liegen und nur diese, sind von zueinander symmetrischen Punkten gleich weit entfernt.

Variable und Terme A 7_01. Variable sind Platzhalter für Zahlen aus einer vorgegebenen Grundmenge G, z. B. x IN; y ; a Q

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: Mein Übungsbuch Mathematik - Realschule

Achsensymmetrie. Konstruktionen M 7.1

Kopfrechenphase Wo ist das A? vorne, links, oben. (vorne, rechts) 2. Was wurde markiert? Fünf von sechs Teilen sind farbig. Also fünf Sechstel

Formelsammlung Mathematik 7 I) Zuordnungen ) Proportionale Zuordnungen ) Eigenschaften von proportionalen Zuordnungen

1. Rationale Zahlen. Brüche Brüche haben die Form nz. Beispiele: 3. mit z I

Grundrechnungsarten mit Dezimalzahlen

Merkstoff Mathematik: 5. Schulstufe, NMS Schörfling

Grundwissen Mathematik 7. Klasse 7 / 1

Formelsammlung. Tipp: Formelsammlung in der Größe DIN A5 verwenden. Also in der Mitte durchschneiden. erstellt von Manfred Präsoll

1. Algebra 1.1 Terme Man schreibt für einen Term T, der von den Variablen t und m abhängt: m (ausgesprochen: T von t und m)

PDF created with pdffactory Pro trial version

Transkript:

Grundwissen Mathematik 5 Dieser Grundwissenskatalog gehört: Name: Klasse:

Inhaltsverzeichnis Zahlen 1.1 Zahlenmengen 1.2 Besondere Zahlen 1.3 Stellenwertsystem 1.4 Runden 1.5 Darstellen von Zahlen in Tabellen und Diagrammen 1.6 Das Zählprinzip 1.7 Ganze Zahlen 1.8 Rechnen mit Ganzen Zahlen 1.9 Rechengesetze 1.10 Termnamen 1.11 Größen 1.12 Maßstab Geometrie 2.1 Geometrische Grundbegriffe 2.2 Senkrechte und parallele Geraden 2.3 Der Winkel 2.4 Das Koordinatensystem 2.5 Achsensymmetrie 2.6 Geometrische Grundfiguren 2.7 Geometrische Grundkörper 2.8 Flächeninhalt und Umfang 2.9 Oberfläche eines Quaders veranschaulicht am Netz - 1 -

Zahlen 1.1 Zahlenmengen N = { 1, 2, 3,...} Menge der natürlichen Zahlen N 0 = { 0, 1, 2,...} Menge der natürlichen Zahlen mit Null Z = {...-3; -2; -1; 0; 1; 2; 3;...} Menge der ganzen Zahlen V 3 = { 3; 6; 9; 12; 15;...} Menge aller Vielfachen der Zahl 3 T 12 = { 1; 2; 3; 4; 6; 12} Menge aller Teiler der Zahl 12 Eine Menge besteht aus Elementen. Bsp.: 6 V 3 (sprich: die Zahl 6 ist ein Element der Menge V 3 ) 7 V 3 (sprich: die Zahl 7 ist kein Element der Menge V 3 ) 1.2 Besondere Zahlen Quadratzahlen: 1; 4; 9; 16; 25; 36; 49; 64; 81;... Stufenzahlen: 1; 10; 100; 1000;... Primzahlen: 2; 3; 5; 7; 11; 13; 17; 19; 23; 29... Jede Zahl, die genau zwei Teiler besitzt (die 1 und sich selbst), nennt man Primzahl. Primfaktorzerlegung Jede natürliche Zahl (außer der Zahl 1 und den Primzahlen selbst) lässt sich eindeutig in ein Produkt von Primzahlen zerlegen. Bsp.: 20 = 2 2 5 =2 2 5-2 -

1.3 Stellenwertsystem In einem Stellenwertsystem werden Zahlen mit Hilfe von Ziffern dargestellt. Im Dezimalsystem (Zehnersystem) sind es die Ziffern 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9. Der Wert der Ziffer hängt von der Stelle ab, an der sie steht. Bsp.: 235 = 2 100 + 3 10 + 5 1 Einer Zehner Hunderter Für große Zahlen verwendet man häufig folgende Namen: 1 Million = 1 000 000 1 Milliarde = 1 000 000 000 1 Billion = 1 000 000 000 000 1 Billiarde = 1 000 000 000 000 000 usw. Bsp.: 70 325 000 000 lies: 70 Milliarden 325 Millionen Übersichtlicher ist oft die Schreibweise mit Zehnerpotenzen: 10 0 = 1; 10 1 = 10; 10 2 = 100; 10 3 = 1000; 10 4 = 10 000;... Bsp.: 25 10 9 = 25 1 000 000 000 = 25 000 000 000 1.4 Runden Beim Runden ist die erste wegzulassende Ziffer entscheidend. Ist die erste wegzulassende Ziffer 0, 1, 2, 3 oder 4, so wird abgerundet, ist sie 5, 6, 7, 8 oder 9, so wird aufgerundet. Bsp.: 13 512 14 000 (gerundet auf Tausender) 13 512 13 500 (gerundet auf Hunderter) - 3 -

1.5 Darstellen von Zahlen in Diagrammen und Tabellen Zusammenhänge zwischen Zahlen lassen sich in Tabellen und Diagrammen darstellen. Tabelle Note 1 2 3 4 5 6 Anzahl 2 5 9 7 3 1 Diagramm Säulendiagramm Balkendiagramm Anzahl Note 10 8 6 4 2 0 6 5 4 3 2 1 1 2 3 4 5 6 Note 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Anzahl Weitere Diagrammtypen: Strich-, Kreis-, Figurendiagramme - 4 -

1.6 Das Zählprinzip Es gibt Situationen, bei den man zwischen mehreren Dingen auswählen und diese miteinander kombinieren kann. Die verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten lassen sich in einem Baumdiagramm übersichtlich darstellen. Die Anzahl der Baumenden entspricht dabei der Gesamtzahl der Möglichkeiten. Die Gesamtzahl der Möglichkeiten ergibt sich aus dem Produkt der Möglichkeiten jeder einzelnen Stufe (Zählprinzip). Bsp.: Markus möchte sich einen Eisbecher aus einer Sorte Eis und einer Soße machen. Er hat Vanille-, Nuss- und Schokoladeneis sowie Erdbeer- und Waldmeistersoße zur Auswahl. Wie viele verschiedene Möglichkeiten hat er? Vanille Nuss Schokolade Eis: 3 Möglichkeiten Erdbeer Waldmeister Erdbeer Waldmeister Erdbeer Waldmeister Soße: je 2 Möglichkeiten Insgesamt hat er also 3 2 = 6 Möglichkeiten. Achtung: Die Wahl auf einer Stufe kann die weiteren Wahlmöglichkeiten einschränken! Bsp.: Markus mag auf Nusseis keine Waldmeistersoße. Er hat also nur 6 1 = 5 Möglichkeiten. - 5 -

1.7 Ganze Zahlen negative ganze Zahlen positive ganze Zahlen (natürliche Zahlen) -3-2 -1 0 1 2 3 4 5 Der Abstand einer Zahl von der Zahl 0 heißt der Betrag der Zahl. Bsp.: 3 = 3; -3 = 3 Zahlen, die den gleichen Betrag besitzen, aber verschiedene Vorzeichen haben, nennt man Gegenzahlen. Bsp.: -5 und 5 Von zwei ganzen Zahlen ist diejenige größer (kleiner), die auf der Zahlengeraden weiter rechts (links) liegt. Bsp.: -3 < -1 ; 4 > -2 (siehe Zahlengerade) 1.8 Rechnen mit Ganzen Zahlen Addition und Subtraktion Gleiche Vorzeichen: (+ 2) + (+ 3) = 2 + 3 = + 5 ( 2) + ( 3) = 2 3 = 5 Verschiedene Vorzeichen: (+ 2) + ( 3) = 2 3 = 1 ( 2) + (+ 3) = 2 + 3 = + 1 Subtrahieren einer negativen Zahl bedeutet Addieren ihrer Gegenzahl ( 2) ( 3) = 2 + 3 = + 1 Multiplizieren und Dividieren Gleiche Vorzeichen: Plus mal Plus = Plus (+ 2) (+ 3) = + 6 Minus mal Minus = Plus ( 2) ( 3) = + 6 Verschiedene Vorzeichen: Plus mal Minus = Minus (+ 2) ( 3) = 6-6 -

1.9 Rechengesetze Kommutativgesetz: a + b a b = = b + a b a Assoziativgesetz: a + (b + c) a (b c) = = (a + b) + c (a b) c Ausmultplizieren Distributivgesetz: (a + b) c = a c + b c Ausklammern Reihenfolge beim Rechnen: Klammer vor Potenz vor Punkt vor Strich Eine Potenz ist eine Kurzschreibweise für ein Produkt aus lauter gleichen Faktoren: Potenz: Basis Exponent Bsp.: 3 3 3 3 3 = 3 5 Der Exponent gibt an, wie oft die Basis als Faktor vorkommt. 1.10 Termnamen Rechenart Addition Subtraktion Term 6 + 2 6-2 1. Summand + 2. Summand Minuend - Subtrahend Termname Summe Differenz Multiplikation Division 6 2 6 : 2 1. Faktor 2. Faktor Dividend : Divisor Produkt Quotient - 7 -

1.11 Größen 4 m Maßzahl Einheit Wichtige Grundgrößen und ihre Standardeinheit: Länge (Meter), Masse (Kilogramm), Zeit (Sekunde) Umrechnungen: Länge: Masse: Zeit: 1 cm = 10 mm 1 g = 1000 mg 1 min = 60 s 1 dm = 10 cm 1 kg = 1000 g 1 h = 60 min 1 m = 10 dm 1 t = 1000 kg 1 d = 24 h 1 km = 1000 m Rechnen mit Größen Größe Will man mit Größen rechnen, sie z.b. addieren, so muss man sie vorher immer auf die gleiche Einheit bringen. Bsp.: 300 m + 0,5 km = 300 m + 500 m = 800 m Eine Größe wird mit einer Zahl multipliziert (durch eine Zahl dividiert), in dem man die Maßzahl mit dieser Zahl multipliziert (dividiert) und die Einheit beibehält. Bsp.: 3 m 7 = (3 7) m = 21 m 15 kg : 3 = (15 : 3) kg = 5 kg Dividiert man zwei Größen der gleichen Art, so erhält man eine Zahl. Bsp.: 60 min : 12 min = 60 : 12 = 5 3 min : 30 s = 180 s : 30 s = 180 : 30 = 6-8 -

1.12 Maßstab Der Maßstab gibt an, wie sehr Längen in einem Plan oder Modell vergrößert oder verkleinert sind. Beispiele: - Wanderkarte im Maßstab 1 : 50000 1 cm auf der Karte entspricht 50000 cm in Wirklichkeit - Vergrößerte Abbildung einer Fliege im Maßstab 2 : 1 2 cm in der Abbildung entsprechen 1 cm in Wirklichkeit 1 : 200 Länge in der Abbildung Länge in Wirklichkeit Achtung: Gleiche Einheit verwenden! - 9 -

Geometrie 2.1 Geometrische Grundbegriffe Strecke [AB] mit Länge AB Strecke a mit Länge a a A B Halbgerade [AB mit Anfangspunkt A Halbgerade [BA mit Anfangspunkt B Gerade AB A Gerade g g B A A B B 2.2 Senkrechte und parallele Geraden Zwei Geraden g und h sind zueinander senkrecht (kurz: g h), wenn sie einen rechten Winkel bilden. Man sagt auch, g ist ein Lot zu h. h g Zwei Geraden g und h sind zueinander parallel (kurz: g h), wenn es eine dritte Gerade k gibt, die ein gemeinsames Lot der beiden Geraden ist. k g h Der Abstand d eines Punktes P von einer Geraden ist die Länge der senkrechten Verbindungsstrecke. d P y - 10 -

2.3 Der Winkel Dreht man eine Halbgerade g um ihren Anfangspunkt S entgegen dem Uhrzeigersinn bis zur Halbgeraden h, so entsteht ein Winkel. g nennt man den ersten Schenkel, h den zweiten Schenkel und S den Scheitel des Winkels. S B A h g Bezeichnungen: griechische Buchstaben (α, β, γ) oder (g, h) oder ASB 1. Schenkel 2. Schenkel Winkelarten: Punkt auf 1. Schenkel Scheitel Punkt auf 2. Schenkel α = 0 Nullwinkel 0 < α < 90 spitzer Winkel α = 90 rechter Winkel 90 < α < 180 stumpfer Winkel α = 180 gestreckter Winkel 180 < α < 360 überstumpfer Winkel α = 360 Vollwinkel - 11 -

2.4 Das Koordinatensystem II. Quadrant Q(-3/2) 4 3 2 1 y I. Quadrant x-koordinate P(2/-3) -5-4 -3-2 -1-1 1 2 3 4 5 x y-koordinate -2 III. Quadrant -3-4 P(2/-3) IV. Quadrant 2.5 Achsensymmetrie P Q Eine Figur ist achsensymmetrisch, wenn man sie so falten kann, dass ihre beiden Teile genau aufeinander passen. Die Faltkante nennt man Symmetrieachse a. a Ist Q der Bildpunkt von P, so steht die Symmetrieachse a senkrecht auf der Verbindungsstrecke [PQ] und halbiert diese. - 12 -

2.6 Geometrische Grundfiguren Rechteck Quadrat Raute Viereck mit vier rechten Winkeln Parallelogramm Rechteck mit vier gleich langen Seiten Trapez Viereck mit vier gleich langen Seiten gleichschenkliges Trapez Viereck, bei dem gegenüberliegende Seiten parallel sind Viereck, bei dem zwei Seiten parallel sind Trapez, bei dem die nicht parallelen Seiten gleich lang sind Drachenviereck Kreis r M Viereck, bei dem an zwei gegenüberliegenden Ecken jeweils zwei gleich lange Seiten anliegen Menge aller Punkte, die vom Mittelpunkt M die gleiche Entfernung haben Diese Entfernung nennt man Radius r. - 13 -

2.7 Geometrische Grundkörper Würfel (Kubus) Die Flächen sind sechs gleiche Quadrate. Quader Je zwei gegenüberliegende Rechtecke sind gleich. Prisma Gleiche eckige Grundund Deckfläche Pyramide Eckige Grundfläche und Spitze Zylinder Gleiche kreisförmige Grundund Deckfläche Kegel Kreisförmige Grundfläche und Spitze Kugel Alle Punkte der Oberfläche sind vom Mittelpunkt gleich weit entfernt (Radius r). - 14 -

2.8 Flächeninhalt und Umfang Der Umfang u einer Figur ist die Summe der Seitenlängen. Der Flächeninhalt A gibt die Größe der eingeschlossenen Fläche an. Rechteck Spezialfall: Quadrat Breite b Seite s Länge l u R = 2 (l+b) A R = l b Seite s u Q = 4 s A Q = s 2 Umrechnungen: mm 2 cm 2 dm 2 m 2 a ha km 2 Umrechnungszahl: 100 2.9 Oberfläche eines Quaders veranschaulicht am Netz l h O Q = 2 (l b + l h + b h) l b b h Breite b Höhe h Länge l - 15 -