7. Die Portfolio-Analyse

Ähnliche Dokumente
Übung: Portfolioanalyse

Welche beiden Bestandteile hat die Situationsanalyse? Was ist die Konkurrenzanalyse? Welches Ziel verfolgt die Umweltanalyse und - prognose?

INVESTITIONSMANAGEMENT WS 2012/2013 Ü B U N G

Die Zukunft gestalten: Strategie ist ein Mega-Erfolgs-Tool. Die besten Strategen gewinnen. Strategie.

Kernelemente Strategischer Kanzleientwicklung

Marketing. WS 2009/2010 Aufgabe 1. Tutorium BWL 1B 1

Betriebswirtschaftslehre II für Nebenfachstudenten

Aufgabe 3. Virtuelles Klausurkolloquium WS Dienstleistungskonzeptionen. Hagen, Univ.-Prof. Dr. Sabine Fließ Marco Wehler, MScBM

Milka, Rausch und Co... eine süße Fallstudie aus der Welt der Schokolade.

02 MARKETING Dr. Reto Waltisberg 2017

DAA Wirtschafts-Lexikon

Lösungsvorschlag Fiddle

Marketing - Planung. Von der Unternehmensstrategie zur operativen Marketingplanung Ein Leitfaden für praxisnahes Marketing. Manfred R.

2.2 Strategische Planung

Marketing 6 Marketing-Management

T_BCG_Matrix Nutzungsbedingungen von Fachinformationen:

Marketing I. Kapitel 2 Strategisches Marketing. Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Unternehmensführung: Unternehmenspolitik und Management

Der Businessplan Schlüssel zum Erfolg. Norbert Forster

Potentiale im Vertrieb erfolgreich nutzen Umsätze und Erträge steigern. Copyright Consulting Partners St. Gallen

Prozess- und Projektmanagement

Grundlagen des Marketing - Mitschrift von Wolfgang Heinz

Überlegungen auf zweiter Ebene: Marketingstrategien. Marketingstrategisches Grundraster nach Becker. Art der strategischen Festlegung.

Tools for Business Success. BCG-Matrix WISSEN WERKZEUGE WEITERBILDUNGSMEDIEN. Sofort nutzbar Permanente Updates In der Praxis erprobt

MARKETING im. Thomas Bornhauser und Rolf Arndt

BWL Zusammenfassung. Einteilung der Güter o Wirtschaftliche Güter Dienstleistungen Sachgüter Konsumgüter Investitionsgüter o Freie Güter

Multiperspektivisches Management

Praxishandbuch Produktmanagement

Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre

Marketing für FremdenführerInnen Teil 2

Hauswirtschaft als Aushängeschild!

Unternehmensanalyse. Informationen. Marketing. Grundlagen

Teilbereiche des Marketings

Businessplan. Streng vertraulich! Firma Adresse PLZ Ort. St. Gallen, 14. Juli Erstellt durch den Verwaltungsrat der Firma

Marketingkonzept. Checkliste. Personalmarketing. Grundlagen

Jeder Mensch ist von Gelegenheiten umgeben. Aber diese existieren erst, wenn er sie erkannt hat. Und er erkennt sie nur, wenn er nach ihnen sucht!

Profilierung? Köhler-Arp Beratungsgesellschaft UG. Marketing Vertrieb Projektmanagement PR

Marketing - Planung. Von der Unternehmensstrategie zur operativen Marketingplanung. Ein Leitfaden für praxisnahes Marketing. Manfred R.

Hauptversammlung Bericht des Vorstandes

Inhaltsverzeichnis. Vorwort Abbildungsverzeichnis Verzeichnis der Arbeitsblätter

Daten Zahlen Fakten: Wie Sie Ihren Betrieb noch kundenorientierter führen können

Controlling-Instrumente von A-Z. von. Prof. Dr. Hilmar J. VoUmuth. 5., erweiterte Auflage. wrs Verlag

Technologie Kundengruppe/-bedürfnis Konkurrenzsituation

Der Businessplan. Was ist zu beachten? Oberstufe

Zusammenfassung. Management Consulting

Vision, Philosophie, Strategie und Werte

So erstellen Sie einen Produkt-Marketing- Plan

Unternehmensführung. Name: Vorname: Fernlehrer/in: Postleitzahl und Ort: Straße: Datum:

Günther Haedrich Torsten Tomczak. Produktpolitik. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln

Strategisches Denken in Sozialunternehmen

Übung Strategisches Management

Branding-Checkliste Strategie für eine erfolgreiche Positionierung

NEUAUSRICHTUNG DES VERTRIEBS. Vorgehen und Methodik zur optimalen Marktausschöpfung

Was bedeutet Marketing?

Grundlagen der Absatzwirtschaft (Marketing)

Mit Strategie und Planung gegen den Fachkräftemangel

Frank Daumann, Benedikt Römmelt. Marketing und Strategie

Strategie-Entwicklung

Strategische Geschäftsfelder

Leistungsfähige QM-Systeme im betrieblichen Alltag

Bedeutung und Anwendung des Share- und Stakeholderansatzes in der Praxis

BCG-PORTFOLIO- ANALYSE. Presentation : Mustapha Achbaro

Strategisches Marketing. Teil 2


Strategisches Management in Unternehmen

Strategisches Management in Unternehmen

Marketinggrundlagen und Marketingkonzept

Marketing in der Gründungsphase

Der Weg zum Erfolg auf dem deutschen Markt (W. Milkiewicz, Geschäftsführer der ORLEN Deutschland GmbH)

Checkliste Trauring-Marketing

Marketing Die Kunst, von der Kunst zu leben

Übersicht der Themen. 1 «Strategie» aus Sicht der ISO 9001:2015. Die Kontextanalyse und das «risiko-/chancenbasierte Denken»

HM 091 Programm Unternehmensführung

Mehr Effektivität und Effizienz in Marketing, Werbung, Unternehmenskommunikation. Chancen jetzt nutzen, Potentiale ausschöpfen!

III Unternehmen und Unternehmensgründung Beitrag 18. Für jeden das passende Produkt die Grundlagen des Marketings verstehen VORANSICHT

Thema: Absatz, Marketing und Vertrieb

Die 10 wichtigsten Erfolgsfaktoren zum Aufbau eines PMOs

Inhalt von BWL - Unternehmensentwicklung. Projektmanagement BWL Unternehmensentwickl. Inhalt

Grundbegriffe des Marketings

das Kunden gewinnt. Oder ist dein Design ein Kundenhemmer? pdesign.graphics

Fragebogen für Teilnehmer des

Projektportfolio. Projektmanagement SoSe 2005 Mario Born

Handelsmarketing und Vertrieb. Transferaufgaben. Copyright by carriere & more, private Akademie,

VORANSICHT. deren Ergebnisse kritisch rel ektieren.


Samuel Sprich IMMOBILIENDIENSTLEISTUNGEN

2. Firmengründer/in Daten, Fakten und Hintergründe zur Unternehmerperson

Anhang I : Arbeitsblätter zur Marketingssituationsanalyse

Inhaltsverzeichnis 1 Handlungsbedarf Transportmanagement 2 Für den Transport- und Logistikmarkt relevante Megatrends

! Vorlage für Marketingkonzept. Folgende Punkte sind für den Business- und Marketingplan zu besprechen:

Das 6-Stufen-Programm für Ihre neue Unternehmens-Strategie

Transkript:

7. Die Portfolio-Analyse 7.1 Definition Die Portfolio-Analyse klassiert die einzelnen Leistungseinheiten der Unternehmung in strategische Kategorien. Für jede Kategorie bestehen relevante Strategien, die als Richtlinien zum Festlegen der Marketing- Massnahmen gelten.

7.1 Definition Marktanteil hoch niedrig Marktwachstum hoch STAR QUESTION MARK niedrig CASH COW DOG

7.2 Klassische Portfolio-Analyse aus der BWL Marktentwicklung Marktentwicklung Entwicklung der Leistungseinheit haben in einem steigen- den Markt eine zuneh- mende Bedeutung QUESTION MARKS haben in steigendem Markt eine unbedeutende Stellung Entwicklung der Leistungseinheit STARS

7.2 Klassische Portfolio-Analyse aus der BWL Marktentwicklung Marktentwicklung Entwicklung der Leistungseinheit Entwicklung der Leistungseinheit CASH COWS halten in DOGS haben in einem stagnierenden/ einem stagnierenden/ sinkenden Markt eine sinkenden Markt eine bedeutende Stellung unbedeutende Stellung

7.3 Relevante Strategien 7.3.1 Zusammenfassung Question Marks Nachwuchs-Leistungen, deren Zukunft offen ist Stars Träger der Zukunft des Unternehmens

7.3 Relevante Strategien 7.3.1 Zusammenfassung Cash Cows die starke Position soll gehalten werden Dogs unbefriedigende Umsätze in unattraktiven Märkten

7.3 Relevante Strategien 7.3.2 Massnahmen-Tabelle Portfolio - Kategorien Strategie- Elemente Question Mark Star Cash Cow Dog Relevante Strategien Offensiv Intensivieren Abschöpfen Desinvest 1. Angebots- und Programm-politik Leistungsspezialisierung: 1 Leistung / 1 Botschaft Angebot ausbauen, vertiefen Imitation: Gutes von der Konkurrenz übernehmen Programmbegrenzung, -abbau, beschränken 2. Gästekreis und Marktbedeutung gezielt gewinnen und vergrössern dazugewinnen: Regionen, andere Kundengruppen Position verteidigen, Konkurrenzstrategie aufgeben: Regionen, Kundengruppen 3. Preispolitik Attraktive Preise Preisführerschaft = obere Mitte Preisstabilisierung auf Niveau Star keine Preisaktionen! 4. Marktbearbei-tung, Werbung und Verkauf stark forcieren Fortsetzung aktive Marktbearbeitung nur noch gezielte Werbung, Kundendienst Übergehen zu passivem Marketing 5. Risiko akzeptieren akzeptieren begrenzen Vermeiden 6. Investitionen noch erweitern noch Re-Investition auf Ersatz-Invest beschränken keine mehr

7.3 Relevante Strategien 7.3.3 Portfolio-Analyse als Existenzzyklus Question Mark Star Cash Cow Dog Existenz- 6-18 3-5 "unendlich" Zeitspanne dauer Monate Jahre nicht definierbar

7.3 Relevante Strategien 7.3.4 Kommentare zur Question Mark Existenzdauer beträgt i.d.r. 6-18 Monate Spezialisierung durch eine klare Botschaft signalisiert Kompetenz und Professionalität Leistungsspezialisierung erfolgt nicht zwingend über das Angebot, sondern über die Definition des Bedarfs und / oder die Wahl der Szene.

7.3 Relevante Strategien 7.3.4 Kommentare zur Question Mark Die Politik attraktiver Preise dient dem Vermindern der Schwellenangst und soll den Gast zum Testen animieren. Die Preispalette des Question Mark-Angebotes besteht aus einer Mehrheit von Leistungen mit tiefen Preisen und einer Minderheit von Leistungen mit höheren Preisen.

7.3 Relevante Strategien 7.3.5 Kommentare zum Star Starphase ist kein Ruhekissen. Gast hat Vertrauen gewonnen und akzeptiert jetzt höhere Preise für entsprechend ausgebaute Leistungen und Angebote.

7.3 Relevante Strategien 7.3.5 Kommentare zum Star Angebotserweiterung erfolgt durch Vertiefung der Spezialisierung Das Gelingen der Star-Phase ist u.a. von der Fortsetzung der Marktbearbeitung abhängig.

7.3 Relevante Strategien 7.3.6 Kommentare zur Cash Cow positive und grundsätzlich etwas ruhigere Zeit Umsatzkurve unterliegt kleineren Schwankungen von wenigen Plus- oder Minusprozenten. Kann man Umsatzrückgang nicht stoppen, zeichnet sich der Übertritt in den Dog an.

7.3 Relevante Strategien 7.3.7 Kommentare zum Dog Je länger eine Leistungseinheit im Dog verharrt, desto schlimmer sind die Nachteile für einen allfälligen Wiederaufbau Neues sollte daher bereits in der Cash Cow-Phase initiiert werden

7.4 Portfolio-Analyse pro Leistungseinheit Kleine Betriebe: globales Erarbeiten der Portfolio-Analyse genügt. Grössere Betriebe: Erarbeiten pro Leistungseinheit, pro Angebotssegment, pro Tageseinheit sinnvoll. sinnvoll, Investitionen gestaffelt vorzunehmen

7.5 Leistungsdifferenzierung Marketing soll für die einzelnen Leistungseinheiten klar, konsequent und mutig durchgeführt werden. Folgendes soll gelingen: Konzentration der Kräfte Mut zur Lücke Wille zu Innovation Risikoausgleich Wertschöpfung und Synergie

7.6 Strategie und Marke Strategienwechsel sind nicht einfach zu realisieren. Marke eines Gastronomie-Unternehmens hat eine mit einem Konsumgut vergleichbare Bedeutung. Leistung vor Werbung Unique Selling Proposition USP Unique Marketing Proposition UMP Unique Advertising Proposition UAP

7.7 Portfolio-Analyse und Betriebsübernahme Portfolio-Analyse liefert eine hervorragende Entscheidungsgrundlage Heikle Schnittstellen bei Question Mark und Cash Cow Den meisten Question Marks gelingt der Durchbruch zum Star nicht. Viele Betriebe werden am Ende der Cash Cow- Phase, resp. Im Laufe der Dog-Phase abgestossen

7.8 Portfolio-Analyse gemäss Wälchli

7.9 Portfolio-Analyse mit SWOT Analyse 7.9.1 Vorgehen Bewertung von äusseren Einflüssen (Marktattraktivität) und Potential (Wettbewerbstellung) der Leistungseinheit

7.9 Portfolio-Analyse mit SWOT Analyse 7.9.2 Marktattraktivität

7.9 Portfolio-Analyse mit SWOT Analyse 7.9.3 Wettbewerbstellung

7.9 Portfolio-Analyse mit SWOT Analyse 7.9.4 Portfolio-Positionierung

7.9 Portfolio-Analyse mit SWOT Analyse 7.9.5 SWOT-Analyse Chancen Gefahren Stärken Schwächen

8. Von den Kräften im Marketing

9. Marketing-Philosophie