ÜBERSICHTSPLAN Stand 11/2010 4. Bezirk HAUPTBAHNHOF WIEN _01 Bahnhof Wien Meidling _02 Brücke Längenfeldgasse _03 Zufahrt West _04 Parkplätze _05 Lok Abstellplätze _06 Lok Abstellplätze _07 Lok Abstellplätze _08 Unterflurradsatzdrehbank _09 Hilfszuganlage _10 Technische Services Personenwagenhalle _11 Rüstgleise _12 Zentrales Betriebsgebäude Matzleinsdorf _13 Traktion Lok-Halle _14 Lok-Tankstelle _15 Zufahrt Ost _16 Brücke Triester Straße _17 Außenreinigungsanlage _18 Wasseraufbereitungsanlage _19 Brücke Landgutgasse _20 Überwerfung _21 Busbahnhof Waldmanngründe _22 Stellwerk Süd Laxenburger Straße _23 Technikgebäude _24 Brücke Laxenburger Straße _25 Busbahnhof _26 Generalsanierung und barrierefreier Umbau der Verkehrsstation Wien Südtiroler Platz ** 04 06 07 08 09 _27 Bushaltestellen _28 Verkehrsstation Handels- und Dienstleistungszentrum (HDLZ) samt Garage _29 BahnhofCity _30 Büro, Handel, Dienstleistung _31 Wohnen _32 Gewerbebetriebe _33 Park* _34 Bildungscampus* _35 Arsenalsteg* _36 Unterwerfung _37 Autoreisezuganlage _38 Südbahnhofbrücke* _39 Brücke Gudrunstraße _40 1. Ausbaustufe D-Wagen Verlängerung* * Projekte der Stadt Wien ** Gemeinschaftsprojekt Wiener Linien und ÖBB 11 10 13 12 14 15 Triester Straße 5. Bezirk 16 Margaretengürtel 17 18 19 20 Landgutgasse 26 21 24 22 23 Laxenburgerstraße 27 25 Favoritenstraße 10. Bezirk 28 G.-F.-Sandner-Str. Wiedner Gürtel 29 30 Sonnwendgasse Gödelgasse Karl-Popper-Straße Gerhard-Bronner-Straße 31 Canettistraße 40 Alfred-Adler-Straße Vally-Weigl-G. Hackergasse Antoni-Alt-Gasse Gudrunstraße Arsenalstraße 33 34 31 32 31 Ghegastraße 3. Bezirk Arsenalsteg 35 36 37 Südbahnhofbrücke 38 03 05 02 01 39
GESAMTPROJEKT HAUPTBAHNHOF WIEN Das Gesamtprojekt Hauptbahnhof Wien mit einer Größe von 109 Hektar ist derzeit die bedeutendste Infrastrukturmaßnahme für die Stadt und ihre Menschen. Nur 2,5 Kilometer Luftlinie vom Stephansplatz entfernt entsteht hier ein neues Stadtviertel, das sich mit seinem Herzstück dem neuen Hauptbahnhof Wien durch beste Verkehrsanbindungen und hohe Wohn- und Lebensqualität auszeichnet. Das neue Mobilitätszentrum Von keinem anderen Ausgangspunkt in Wien sind dank Hauptbahnhof, den innerstädtischen öffentlichen Verkehrsmitteln und der Anbindung an den Flughafen Wien Reiseziele in Österreich, Europa und der ganzen Welt schneller erreichbar. Am Puls der Zeit Das neue Stadtviertel bietet die Mobilität, die man heute braucht, und gleichzeitig einen Lebensraum in zentraler Lage mit kompletter städtischer Infrastruktur und einem Stück Natur vor der Haustür. Doris Bures Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie Der Ausbau und die Attraktivierung der Schieneninfrastruktur ist wichtiger denn je. Immer mehr Menschen nutzen das Verkehrsmittel Bahn, die Fahrgastzahlen steigen kon tinuierlich. Außerdem stellt ein Infrastrukturprojekt von dieser Bedeutung und Dimension auch eine zusätzliche Belebung der Wirtschaft dar und schafft tausende Arbeitsplätze während der Bauphase und nach der Fertigstellung. Michael Häupl Bürgermeister der Stadt Wien Der Hauptbahnhof ist ein Schlüsselprojekt für Wien und symbolisiert die Drehscheibenfunktion unserer Stadt in der Mitte Europas. Nicht nur als moderner Verkehrsknotenpunkt, auch stadtentwicklungspolitisch und wirtschaftlich gesehen, ist der Bahnhof für Wien von größter Bedeutung. Er repräsentiert die Rolle Wiens als überregionales Zentrum und ermöglicht gleichzeitig die Entwicklung eines attraktiven neuen Stadtteils. 02 03
VERKEHRS- DREHSCHEIBE Der neue Hauptbahnhof wird als Durchgangsbahnhof errichtet. Erstmals werden Züge aus allen Richtungen in der Bundeshauptstadt ankommen und in alle Richtungen verbunden. Bis Dezember 2009 war der alte Südbahnhof die Endstation von Südund Ostbahn. Mit der Schaffung einer hochleistungsfähigen Nord-Süd- und Ost-West-Verbindung wird der Bahnhof zur wichtigsten Drehscheibe für den regionalen, nationalen und internationalen Reiseverkehr und zu einem zentralen Knotenpunkt im transeuropäischen Schienennetz. Für Wien eine Chance Wien stärkt damit seine Position in der Mitte Europas und erhält als Wirtschaftsstandort eine schnelle und leistungsstarke Verbindung zu den wichtigsten Märkten. Der neue moderne Bahnhof wird eine Visitenkarte für Wien als Tourismusmetropole und Wirtschaftsstandort im Herzen Europas. Christian Kern Sprecher des Vorstandes ÖBB-Holding AG Der neue Hauptbahnhof Wien, der Ende 2014 fertig gestellt wird, ist das bedeutendste Infrastrukturvorhaben für die Stadt und für das Unternehmen ÖBB. Die ÖBB steht zukünftig für Modernität und Offenheit. Der neue Hauptbahnhof bringt das zum Ausdruck: Er ist das Gesicht für dieses moderne Unternehmen. Für die Reisenden bringt er mehr Komfort und Bequemlichkeit. Er wird eine zentrale Stelle im europäischen Bahnnetz sein, auf die wir stolz sein können. Optimale regionale, nationale und internationale Anbindungen Für Fahrgäste bedeutet dies schnellere Zugsverbindungen, mehr Reisekomfort durch einfaches Umsteigen und optimale Anbindungen sowie Barrierefreiheit gemäß den neuesten Standards. Der neue Bahnhof lässt Europas Städte näher zusammenrücken und Grenzen verschwinden: Salzburg Budapest wird direkt über den Hauptbahnhof Wien in fünf Stunden statt in derzeit rund sechs Stunden erreichbar sein. Im Nah- und Regionalverkehr werden schnelle Direktverbindungen ermöglicht: von Eisenstadt nach St. Pölten oder von Wiener Neustadt nach Bratislava ohne Umsteigen. Georg M. Vavrovsky Vorstand ÖBB- Infrastruktur AG Das Großprojekt Projekt Hauptbahnhof Wien hat bei seiner Umsetzung höchsten Ansprüchen in Technik, Logistik und Kommunikation gerecht zu werden. Dieses Vorhaben umfasst sowohl die Schaffung einer zukunftsorientierten Verkehrsdrehscheibe mit einem kundengerechten Bahnhofsgebäude als auch ein umfassendes Stadtent wicklungs projekt. Der Haupt bahnhof Wien erfordert während der gesamten Pro jekt phase höchste Sensibilität und Kom muni kation, da die Maßnahmen im gewachsenen Stadtgebiet zu setzen sind.
KORRIDORE DES TRANSEURO PÄISCHEN VERKEHRSNETZES TEN 17 Paris Straßburg Stuttgart Wien Bratislava TEN 23 Danzig Warschau Brünn Wien (Triest/Venedig Bologna) TEN 22 Athen Sofia/Konstanza Budapest Wien Prag Nürnberg/Dresden Donau Danzig DEUTSCHLAND Warschau Dresden POLEN Nürnberg Stuttgart Prag TSCHECHIEN Brünn Kattowitz SLOWAKEI UKRAINE Paris Straßburg Bratislava SCHWEIZ Wien ÖSTERREICH Budapest UNGARN RUMÄNIEN MOLDAWIEN FRANKREICH Venedig SLOWENIEN KROATIEN ITALIEN Bologna Triest BOSNIEN- HERZEGOWINA SERBIEN Konstanza SPANIEN MONTENEGRO MAZEDONIEN Sofia BULGARIEN ALBANIEN GRIECHENLAND Athen 04 05
BAHNHOFSGEBÄUDE Der neue Hauptbahnhof wird auf dem Gelände zwischen dem ehemaligen Süd- und Ostbahnhof und dem Südtiroler Platz errichtet. Der neue Bahnhof mit Haupteingang am Südtiroler Platz wird hell und barrierefrei gestaltet. Rolltreppen und Lifte bringen die Reisenden zu den insgesamt fünf Bahnsteigen. Auf 20.000 m 2 Fläche laden rund 100 Geschäfte und zahlreiche Gastronomiebetriebe zum Verweilen ein. Unterhalb der Bahnflächen entsteht eine Garage für mehr als 600 Autos und drei Fahrradgaragen mit rund 1.100 Stellplätzen. Moderne Dacharchitektur Visueller Blickfang des neuen Bahnhofs ist das gefaltete, rautenför - mige Dach, das die Bahnsteige überspannt. Diese rund 25.000 m 2 große, lichtdurchlässige Überdachung sorgt für eine helle und freundliche Atmosphäre. Übersichtliche Leitsysteme helfen den Reisenden, sich zu orientieren. Am Detailkonzept Barriere freiheit am Hauptbahnhof wird bereits intensiv gearbeitet, damit die Verkehrsstation nach dem neuesten Stand der Technik barrierefrei gestaltet wird. Arbeiten und Einkaufen in der BahnhofCity In der neuen BahnhofCity entstehen, in Ergänzung zum Bahnhofsgebäude, Büros, Gastronomie-, Handels-, Dienstleistungs- und Kulturbetriebe, ein Hotel sowie Garagen. Die BahnhofCity wird so zu einem attraktiven Platz zum Arbeiten, Einkaufen und Ausgehen.
STADT- ENTWICKLUNGS- GEBIET Das gesamte Stadtentwicklungsgebiet liegt zwischen Wiedner Gürtel im Norden, Arsenalstraße im Osten und Sonnwendgasse/Gudrunstraße im Süden und Westen und umfasst eine Fläche von insgesamt 59 Hektar. Im Süden des Areals im Sonnwendviertel ist vor allem ein attraktives Wohngebiet rund um einen etwa acht Hektar großen Park vorgesehen. Insgesamt entstehen 5.000 Wohnungen für etwa 13.000 Menschen. Der Wohnpark wird von Bürogebäuden und Gewerbebetrieben zur Ostbahn hin begrenzt. Im Norden des Areals dem neuen Quartier Belvedere errichten Investoren vor allem Büros, Hotels und Dienstleistungseinrichtungen. Für einige Baufelder gibt es bereits abgeschlossene Verwertungen Südlich des Bahnhofsgebäudes entsteht ab 2011 nach den Plänen der Architekten Zechner & Zechner ZT Gmbh die neue ÖBB-Konzernzentrale für 1.600 Mitarbeiter. An der Ecke Wiedner Gürtel Arsenalstraße wird ein Finanzzentrum einer österreichischen Bank realisiert. Südlich davon baut ein Bauträger Büro- und Wohngebäude. Unmittelbar am Park errichtet der wohnfonds_wien ab 2012 im Sonnwendviertel 1.160 maßgeschneiderte Wohnungen. Für die weiteren Bauflächen ist man bemüht, Partner zu finden, die einen lebhaften Mix aus Büro, Gewerbe, Kultur und Wohnen ermöglichen. International renommierte Architekten sind eingeladen, diesem neuen Stadtviertel ein modernes und ansprechendes Gesicht zu verleihen. 06 07
ANBINDUNG AN INNERSTÄDTISCHE VERKEHRSMITTEL Der zentrale Durchgangsbahnhof bedeutet für Reisende und Pendler direkte und schnelle Ver - bindungen und bequemes Umsteigen am selben Bahnsteig. Mit der U-Bahn-Linie U1 ist der neue Hauptbahnhof direkt an das U-Bahnsystem der Stadt und das Stadtzentrum angebunden. Die S-Bahnen auf der S-Bahn-Stammstrecke in Nord-Süd-Richtung und künftig auch durchgehend in Ost-West- Richtung werden am Hauptbahnhof Wien verknüpft. Die verlängerte Straßenbahnlinie D, die Buslinien 13A und 69A, die Straßenbahnlinien O und 18 sowie die regionalen Busse garantieren die Anbindung im Nahbereich. Geplant ist, dass der südliche Teil des Stadtviertels zu einem späteren Zeitpunkt mit der U-Bahn-Linie U2 erschlossen wird. Direkte, witterungsgeschützte Anbindung an die U-Bahnlinie U1 und die S-Bahnen Der Zugang zur U-Bahn und S-Bahn erfolgt auf direktem Wege vom Bahnhofsgebäude über eine neue, unterirdische Passage, die durch die neugestaltete, moderne Verkehrsstation Südtiroler Platz führt. Am südlichen Bahnhofs-Vorplatz werden Taxistandplätze, Kiss&Ride-Plätze, Behinderten- Parkplätze und eine Fahrradgarage errichtet. Auch die Tiefgarage ist über den südlichen Vorplatz erreichbar. Mit Errichtung einer Gleisverbindung in Kledering können in Zukunft von der West- und Südbahn kommende S-Bahnen, Regionalzüge und Fernverkehrszüge über den Hauptbahnhof Wien zum Flughafen Wien Schwechat geführt werden.
BAHN-INFRASTRUKTUR Etwa 100 Kilometer neue Schienen, 300 modernste Weichen und unzählige Signale machen den Bahnhof erst zu diesem hochleistungsfähigen Verkehrsknoten mitten in Wien und inmitten Europas. Der Bahn-Infrastruktur-Anteil des Gesamtprojekts das sind Gleisanlagen und die Verkehrsstation erstreckt sich auf rund 50 Hektar und sechs Kilometer Länge vom Bahnhof Wien Meidling im Westen bis etwa zur Brücke der Süd-Ost-Tangente (A23). Innerhalb dieses Projektes werden neun Brückentragwerke auf den Zulaufstrecken zum neuen Hauptbahnhof bis 2014 entweder umfangreich saniert und erweitert oder komplett erneuert. Innovative Schalttechnik: das Stellwerk Süd Der Sitz des zentralen Nervensystems des Hauptbahnhofs ist das neu errichtete Stellwerk Süd an der Laxenburger Straße, das im Jänner 2010 in Betrieb ging. In dem hochmodernen Gebäude sind hunderte Kilometer Kabel verlegt und acht Terminals montiert, die die Signale steuern, Fahrstraßen freigeben und sperren. In dieser leistungsstarken Schaltzentrale regeln pro Schicht sieben ÖBB-Mit - arbeiter rund 600 Weichen, damit die Züge am richtigen Bahnsteig einfahren. 08 09
SONNWENDVIERTEL WIENS NEUES STADTVIERTEL AM HAUPTBAHNHOF Rund 35 Hektar umfasst das neue Stadtviertel auf dem ehemaligen Gelände des alten Süd-Ost-Bahnhofes. Das Sonnwendviertel wird nach Fertigstellung für etwa 13.000 Menschen ein neues Zuhause sein. Rund um den neuen acht Hektar großen Park gelegen, versprechen die modernen und ökologisch durchdachten Wohnbauten im Sonnwendviertel nicht nur Erholung und Lebensqualität, mit dem neuen Bildungscampus inmitten des Viertels gibt es auch beste Angebote für Kinder und Jugend - liche bis zum 14. Lebensjahr. Hohe Lebensqualität plus exzellente Mobilität Kurze Wege sind im Sonnwendviertel aber nicht nur für Familien reserviert: Ein dichtes Radwegenetz, eine eigene Fußgänger- und Radfahrerbrücke ( Arsenalsteg ) zwischen dem 3. und 10. Bezirk plus neuer Südbahnhofbrücke mit markantem Design, gute Anschlüsse an das Netz der Wiener Linien, inklusive Hauptbahnhof mit seinen unzäh - ligen Reiseangeboten, zählen zu den weiteren Vorzügen des neuen Viertels. Ganz abgesehen von der zentralen Lage des Areals mitsamt den erst - klassigen Kulturadressen, wie etwa dem Belvedere, in unmittelbarer Nähe! Neben der Nahversorgung im neuen Viertel von der Apotheke bis zum Bäcker bietet die nahe gelegene Favoritenstraße wie auch der neue Hauptbahnhof genügend Einkaufs- und Shoppingmöglichkeiten. Antworten auf das Zusammenleben von morgen Damit Wiens wichtigstes Vorhaben in den kommenden Jahren auch plangemäß Wirklichkeit wird, investiert Wien knapp über 500 Millionen Euro in dieses Vorhaben. Ob Kanal- und Wasserleitungen, ob modernes Datennetz oder mehr als zehn neue Straßenzüge, ob Sportplätze, Theatersaal oder eine gute Beleuchtung für den Weg nach Hause: Im Sonnwendviertel gibt Wien Antworten auf das städtische Zusammenleben von morgen. 10 11
BAUSTELLE DER SUPERLATIVE Am 09. November 2009 fiel der Startschuss für die Bautätigkeiten am neuen Hauptbahnhof und an der Anlage Ost dem Bahn-Infrastruktur-Baufeld östlich des neuen Bahnhofs bis zur Brücke Gudrunstraße. Zu Beginn wurden am Areal Baustraßen sowie Baulogistikflächen eingerichtet und Erdaushubarbeiten vorgenommen. Nach der Sperre des Wiener Südbahnhofs im Dezember 2009 begann der Abtrag des alten Bahnhofgebäudes mitsamt Bahnanlagen der im August 2010 abgeschlossen war. Verkehrsstation Seit April 2010 arbeiten bis zu 500 Bauarbeiter am Rohbau des neuen Bahnhofes. Die Tiefgeschoße mit Autogarage und Einkaufscenterflächen sind bereits betoniert. Über 45.000 m 3 Beton sind alleine in die Bodenplatte des rund 34.000 m 2 großen Bahnhofes inkl. Garageneinfahrt geflossen. Die Unterführungen der Gertrude-Fröhlich-Sandner-Straße und Karl-Popper-Straße unter der Verkehrsstation sind bis Ende 2010 im Rohbau weitgehend fertig gestellt. Ende 2010 wurden die ersten Hybridtragwerke über der Haupt-Verteilerhalle des Bahnhofes eingehoben. Weiters werden die südlichen Gleistragwerke hergestellt, damit ab Mitte 2011 die ersten Teile der 25.000 m 2 großen Rautendach-Konstruktion aus Stahl montiert werden können. Neue Brückentragwerke und Gleisanlagen Die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten an den Brückentragwerken auf den Zulaufstrecken zum Bahnhof sind in vollem Gang: Derzeit wird an den Tragwerken Gudrunstraße, Laxenburger Straße und Landgutgasse gearbeitet. Der südliche Teil der Brücke über die Triester Straße ist bereits fertig ausgebaut. Ausblick Ab 2011 beginnen die Vorarbeiten für die ersten Bürobauten im Quartier Belvedere und ab Anfang 2012 werden die ersten Wohnungen im Sonnwendviertel gebaut. Im Dezember 2012 erfolgt die Umlegung der Ostbahn auf die neue Verkehrsstation die ersten Züge fahren durch den Hauptbahnhof.
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NACHHALTIG PLANEN, BAUEN UND BETREIBEN Größten Wert legten die Planer des Hauptbahnhofs auf einen sorgfältigen und nachhaltigen Umgang mit der Umwelt. Insgesamt drei Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) wurden durchgeführt. Auswirkungen auf unterschiedlichste Bereiche wie Lärm und Klimabelastung, Grundwasser, Luftschadstoffe und andere wurden untersucht und bewertet. Ein beeindruckendes Beispiel für die festgelegten Schutzmaßnahmen: rund 14.000 Lärmschutzfenster und acht Kilometer Lärmschutzwände. Umweltbewusstes Bauen Die ÖBB haben sich bei der Errichtung des Hauptbahnhofs außerdem zu einer umweltfreundlichen Baustellenabwicklung verpflichtet: Möglichst das gesamte wieder verwertbare Material insbesondere Betonabbruch und Gleisschotter wird auf dem Gelände aufbereitet und wieder eingesetzt. Erdaushub der auf der Baustelle nicht mehr verwendet werden kann, wird mit der Bahn abtransportiert. Dazu wurde ein eigenes Ladegleis angelegt. Um den enormen Bedarf an Beton decken zu können, produziert seit Mai eine baustelleneigene Betonmischanlage bis zu 180 m 3 Beton pro Stunde. All diese Maßnahmen bedeuten eine entscheidende Minimierung der Transporte vom und auf das Gelände. Auf der Baustelle werden ausschließlich emissionsarme LKWs und Baumaschinen mit Partikelreinigungs - system eingesetzt. Zum Schutz der Anrainer gegen Staub und Lärm sind Brecheranlagen und dazugehörige Förderanlagen eingehaust. Energieeffiziente Gebäude Der Einsatz nachhaltiger Materialien und die Erreichung einer hohen Energieeffizienz der Gebäude hat ebenso höchste Priorität: Geothermie, Fernkälte, Fernwärme sowie ein integriertes CO 2 -gesteuertes Lüftungssystem machen den Hauptbahnhof zu einem energieeffizienten, Umwelt und Ressourcen schonenden Vorzeigeprojekt.
ZEITPLAN 2007 * Start Umweltverträglichkeitsprüfungen für das Bahn- Infrastrukturprojekt und das Städtebauvorhaben * Baustart Modernisierung Verkehrsstation Südtiroler Platz 2008 * Start Umweltverträglichkeitsprüfung für das Straßenprojekt * UVP-Bescheiderteilung für Bahn-Infrastruktur, Städtebau, Straßenbau * Architekturwettbewerb für Investorenprojekt 2009 * Erste Freimachungen im Entwicklungsgebiet * Architekturwettbewerb ÖBB Konzernzentrale * Dezember: Sperre Süd- und Ostbahnhof 2010 * Baubeginn Bahn-Infrastrukturprojekt: Verkehrsstation, Anlage Ost, Anlage Süd * Abtrag Südbahnhof * Dezember: Inbetriebnahme gesamte Verkehrsstation Südtiroler Platz 2011 * Baubeginn erste Bürogebäude, ÖBB-Konzernzentrale 2012 * Baustart von Wohnbauten * Dezember: Teilinbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs 2013/2014 * Schrittweise Inbetriebnahme der Verkehrsstation * Fertigstellung erste Wohnbauten und eines Parkteils 2015 * Fertigstellung des gesamten Gleisprojektes, Vollbetrieb 2019 * Fertigstellung Wohnbauten und Park 14 15
Service und Kontakt Informationen rund um das Gesamtprojekt: www.hauptbahnhof-wien.at Baustellen-Anraineranliegen Ombudsmann Peter Guggenberger Tel: +43 1 90292 4000 E-Mail: ombudsmann@fcp.at Geschäftsflächen in der BahnhofCity ECE Europa Bau- und Projektmanagement G.m.b.H Tel: +43 1 93000 35345 E-Mail: shop@ece.com Wohnbau im neuen Stadtviertel wohnfonds_wien Tel: +43 1 403 59 19-0 E-Mail: office@wohnfonds.wien.at Medieninhaber und Herausgeber: ÖBB-Infrastruktur AG; Stadt Wien MA 18 Stadtplanung und Stadtentwicklung. Alle Angaben ohne Gewähr. Stand November 2010. Fotos: ÖBB, Roman Bönsch, Sigi Herzog, Wiener Team/Hotz, Hoffmann, Wimmer, Zechner & Zechner ZT GmbH, Architektengruppe U-Bahn, Aldinger & Wolf, Stadt Wien, wohnfonds_wien, MA 53-Fürthner. Herstellungsort: Wien. Konzeption und Textierung: ÖBB-Infrastruktur AG, Stadtbaudirektion Wien. Design und Grafik: Brainds. Produktion: Lindenau Productions.