Numerische Lineare Algebra

Ähnliche Dokumente
2 Rechnen auf einem Computer

Fehler in numerischen Rechnungen

Lösungen: zu 1. a.) b.) c.)

, WS2012 Übungsgruppen: Mo.,

Numerisches Programmieren, Übungen

Kapitel 2. Zahlensysteme, Darstellung von Informationen

Einstieg in die Informatik mit Java

Gleitkommaarithmetik und Pivotsuche bei Gauß-Elimination. Lehrstuhl für Angewandte Mathematik Wintersemester 2009/

Grundstrukturen: Speicherorganisation und Zahlenmengen

Kapitel 2 Grundlegende Konzepte. Xiaoyi Jiang Informatik I Grundlagen der Programmierung

Computerarithmetik ( )

Dezimalkomma (decimal point) rechts von Stelle mit Wertigkeit 100 nachfolgende Stellen haben Wertigkeit 10-1, 10-2, etc.

Numerisches Rechnen. (für Informatiker) M. Grepl P. Esser & G. Welper & L. Zhang. Institut für Geometrie und Praktische Mathematik RWTH Aachen

Computergrundlagen Boolesche Logik, Zahlensysteme und Arithmetik

Rechnerarithmetik Ganzzahlen und Gleitkommazahlen Ac 2013

a) Da die Zahlen im IEEE-32Bit-Format dargestellt werden sollen, ist der Bias = 127.

2 Gleitpunktarithmetik und Fehleranalyse

Lektion 1: Von Nullen und Einsen _ Die binäre Welt der Informatik

Vorlesung Programmieren. Agenda. Dezimalsystem. Zahlendarstellung. Zahlendarstellung. Oder: wie rechnen Computer?

Technische Informatik - Eine Einführung

Zahlendarstellungen und Rechnerarithmetik*

Programmieren. Kapitel 3: Wie funktioniert ein moderner Computer? Wintersemester 2008/2009. Prof. Dr. Christian Werner

1. Das dekadische Ziffernsystem (Dezimalsystem) Eine ganze Zahl z kann man als Summe von Potenzen zur Basis 10 darstellen:

Technische Grundlagen der Informatik Kapitel 8. Prof. Dr. Sorin A. Huss Fachbereich Informatik TU Darmstadt

Grundlagen der Informatik 2 Grundlagen der Digitaltechnik. 1. Zahlensysteme

Einführung in die Informatik I

1 Zahlen. 1.1 Die reellen Zahlen

Das Maschinenmodell Datenrepräsentation

Logische Verknüpfungen. while-schleifen. Zahlendarstellung auf dem Computer. Formatierung von Zahlen in MATLAB.

Binäre Gleitkommazahlen

Zahlensysteme. Formale Methoden der Informatik WiSe 2010/2011 Folie 1 (von 71)

Informationssysteme Gleitkommazahlen nach dem IEEE-Standard 754. Berechnung von Gleitkommazahlen aus Dezimalzahlen. HSLU T&A Informatik HS10

Das Rechnermodell - Funktion

Inhalt: Binärsystem 7.Klasse - 1 -

Darstellung von Informationen

Teil II. Schaltfunktionen

Binäre Division. Binäre Division (Forts.)

Technische Informatik I

Vertiefungsstoff zum Thema Darstellung von Zahlen

Zahlensysteme. Digitale Rechner speichern Daten im Dualsystem 435 dez = binär

2.0 Zahlendarstellung, Konvertierungsalgorithmen und arithmetische Algorithmen

Negative Zahlen. Lösung: Ordne in einen Zahlenstrahl ein! 7;5; 3; 6. Das Dezimalsystem

3 Rechnen und Schaltnetze

Information in einem Computer ist ein

Wozu wird ein Rechensystem genutzt? Informationsverarbeitung Information. Information. Interpretation, Abstraktion. Repräsentation.

2. Negative Dualzahlen darstellen

Kapitel 1. Zahlendarstellung. Prof. Dr. Dirk W. Hoffmann. Hochschule Karlsruhe w University of Applied Sciences w Fakultät für Informatik

Computerarithmetik (1)

1. Einführung. Umwelt-Campus Birkenfeld Numerische Mathematik

Musterlösung 2. Mikroprozessor & Eingebettete Systeme 1

Gleitkommaarithmetik und Fehleranalyse

Leseprobe. Taschenbuch Mikroprozessortechnik. Herausgegeben von Thomas Beierlein, Olaf Hagenbruch ISBN:

Übungsbuch Algebra für Dummies

Repetitionsaufgaben: Lineare Gleichungen

Zur Universalität der Informatik. Gott ist ein Informatiker. Die Grundordnung der Welt läßt sich mathematisch formulieren:

Grundlagen der Informatik

2 Darstellung von Zahlen und Zeichen

Grundlagen der Technischen Informatik. 4. Übung

Zahlen und Zeichen (1)

Gleitkomma-Arithmetik führt zu ungenauen Ergebnissen in Excel

Ein polyadisches Zahlensystem mit der Basis B ist ein Zahlensystem, in dem eine Zahl x nach Potenzen von B zerlegt wird.

in vielen technischen und wissenschaftlichen Anwendungen erforderlich: hohe Präzision große Dynamik möglich durch Verwendung von Gleitkommazahlen

Hochschule Fakultät Technologie und Management Informationsverarbeitung Ravensburg-Weingarten Vorlesung zur Datenverarbeitung 1 Zahlensysteme Inhalt

1 : Die Rechnungsarten

Grundlagen der Informatik (BSc) Übung Nr. 5

Repräsentation von Daten Binärcodierung von rationalen Zahlen und Zeichen

1. Grundlagen der Informatik Zahlensysteme und interne Informationsdarstellung

3 Zahlensysteme in der Digitaltechnik

4. Übungsblatt zu Mathematik für Informatiker I, WS 2003/04

Lösung 1. Übungsblatt

Musterlösung 2. Mikroprozessor & Eingebettete Systeme 1

Zahlensysteme: Oktal- und Hexadezimalsystem

Arithmetik. Einführung in die Technische Informatik Falko Dressler, Stefan Podlipnig Universität Innsbruck

Prinzip 8 der von-neumann Architektur: (8) Alle Daten werden binär kodiert

BSZ für Elektrotechnik Dresden. Zahlenformate. Dr.-Ing. Uwe Heiner Leichsenring

Einführung in die Informatik für Hörer aller Fakultäten II. Andreas Podelski Stephan Diehl Uwe Waldmann

Ergänzungen zur Analysis I

Wissenschaftlicher Taschenrechner

Propädeutikum zur Programmierung

Binärdarstellung von Fliesskommazahlen

Informatik II. Kodierung. Kodierung. Kodierung Kodierung. Rainer Schrader. 24. Oktober Ein Alphabet Σ ist eine endliche Menge.

Technische Mathematik

4. Digitale Datendarstellung

1. 4-Bit Binärzahlen ohne Vorzeichen 2. 4-Bit Binärzahlen mit Vorzeichen 3. 4-Bit Binärzahlen im 2er Komplement 4. Rechnen im 2er Komplement

Grundlagen der Betriebssysteme

Grundlagen der Technischen Informatik Wintersemester 12/13 J. Kaiser, IVS-EOS

Mathematikaufgaben zur Vorbereitung auf das Studium

TOTAL DIGITAL - Wie Computer Daten darstellen

DIFFERENTIALGLEICHUNGEN

Zeichen bei Zahlen entschlüsseln

Black Box erklärt Zahlensysteme.

Prof. Dr. Oliver Haase Karl Martin Kern Achim Bitzer. Programmiertechnik Zahlensysteme und Datendarstellung

Neuronale Netze mit mehreren Schichten

Halblogarithmische Zahlendarstellung (Z3-Modell) Timm Grams, Fulda, 19. März 2012 (aktualisiert: )

Hinweise zu Anforderungen des Faches Mathematik in Klasse 11 des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft

Notizen zum Taschenrechner TI-ηspire CX CAS

Primzahlen zwischen 50 und 60. Primzahlen zwischen 70 und 80. Primzahlen zwischen 10 und 20. Primzahlen zwischen 40 und 50. den Term 2*x nennt man

Informationsdarstellung im Rechner

Übungen zu Informatik 1

Rechnerstrukturen WS 2012/13

Transkript:

Numerische Lineare Algebra Vorlesung 1 Prof. Dr. Klaus Höllig Institut für Mathematischen Methoden in den Ingenieurwissenschaften, Numerik und Geometrische Modellierung SS 2010 Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 1 / 16

Gleitpunktzahl Eine p-stellige normalisierte Gleitpunktzahl zur Basis β, ( p ) x = σ m i β 1 i β n, m 1 0 i=1 besteht aus einem Vorzeichen σ = ±1, einer Mantisse m mit m i {0,..., β 1} und einem Exponenten n mit n min n n max. kleinste und größte positive Gleitpunktzahl: x min = β n min, x max = β nmax+1 (1 β p ) gebräuchliche Exponenten: dezimal (β = 10), dual (β = 2), hexadezimal (β = 16) Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 2 / 16

Beispiel einige Gleitpunktzahlen x = (±m 1.m 2 m p E n) β dezimal dual 304.125 = (+3.04125 E 2) 10 1 40 = 0.025 = ( 2.5 E 2) 10 304.125 = 2 8 + 2 5 + 2 4 + 2 3 = (+1.00110000001 E 1000) 2 13 32 = 2 2 + 2 3 + 2 5 = (1.101 E 10) 2 hexadezimal (Ziffern 0 9, A F ) 304.125 = 1 16 2 + 3 16 + 2 16 1 = (+1.302 E 2) 16 243.625 = (15 16 + 3 + 10 16 1 ) = ( F.3A E 1) 16 Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 3 / 16

Gleitpunktzahl mit doppelter Genauigkeit Eine Gleitpunktzahl mit doppelter Genauigkeit wird als Gleitpunktzahl in Dualdarstellung mit einem transformierten Exponenten abgespeichert: IEEE-Standard (8 Byte = 64 Bit) Sonderfälle (n = 0, n = 2047) x = ±1.m 2 m p 2 n 1023. 0 1 11 12 63 σ n m 2 m 53 σ n m 0 0 oder 1 n = 0 0 underflow 0 oder 1 n m 1 = 0 overflow (Inf) 0 oder 1 n = 2047 m 2 = m 3 =... = 0 NaN 0 oder 1 n m 2 oder m 3 oder... 0 darstellbarer Bereich (nicht normalisiert für x < 2 1022 ) (1 2 53 )2 1024 x (0.0 01) 2 2 1022 = 2 1074 Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 4 / 16

Beispiel x max = (1 2 53 )2 1024 1.798 10 308 0 11111111110 1111111111111111111111111111111111111111111111111111 x min = 1 2 1022 2.225 10 308 (normalisiert, kein underflow) 0 00000000001 0000000000000000000000000000000000000000000000000000 Vorgehensweise bei Umwandlung von x = 16.0625 (i) Dualdarstellung: 16.0625 = (2 4 + 2 4 ) = ( 10000.0001) 2 (ii) Normalisierung: 1.00000001 2 4 (iii) Mantisse: m 2 = = m 8 = 0, m 9 = 1, m 10 = = m 53 = 0 (iv) Exponent: 4 = n 1023 = n = 1027 = 2 10 + 2 1 + 2 0 Bitdarstellung: 1 10000000011 0000000100000000000000000000000000000000000000000000 Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 5 / 16

Runden Durch Runden wird eine reelle Zahl x mit der am nächsten liegenden Gleitpunktzahl Rx approximiert. Falls x innerhalb des zulässigen Bereichs liegt, kann der Rundungsfehler folgendermaßen dargestellt werden: Rx x = δx, δ eps = β 1 p /2, wobei β die Basis und p die Anzahl der Ziffern ist. Die Konstante eps ist die Maschinengenauigkeit und entspricht bei doppelter Genauigkeit. 2 1 53 /2 = 2 53 Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 6 / 16

Beweis Rundung x = σ m 1.m 2 m p m p+1 β n R x = x + (R x x) R x x = 0.0 0m p+1 β n, 0.0 0m p+1... β/2 β p Normalisierung (m 1 0) = x 1.0 β n und Rx x x (β/2) β p β n 1.0 β n, d.h. Rx x eps x bzw. δ eps Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 7 / 16

Beispiel (i) nicht abbrechende Dezimalzahl R(π) = (1.10010010000111111011010101000100010000101101000110000 E1) 2 3.14159265358979 (ii) zu große Stellenzahl 100! = 93326215443944152681... (und 138 weitere Dezimalstellen) Rundung bei doppelter Genauigkeit (1.1011001100001001011001001110110000111001010111011100 E 1000001011) 2 9.332621544394415 10 157 (iii) Over- bzw. Underflow R(1.0E1000) 10 = Inf, R(1.0E 1000) 10 = 0 Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 8 / 16

Gleitpunktoperation Das Ergebnis einer Gleitpunktoperation ist das gerundete Ergebnis der exakten Operation: (Rϕ)(x, y,...) = R(ϕ(x, y,...)). Dabei muss zur Bestimmung von Rϕ der Wert von ϕ(x, y,...) nicht exakt berechnet werden, sondern nur so genau, dass das Ergebnis der Rundung bestimmt werden kann. Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 9 / 16

Beispiel Berechnung von in 3-stelliger Gleitpunktarithmetik (i) natürliche Reihenfolge (ii) zuerst Bildung der Differenz 1.28 +.135 2 =.000786... (1.28 (R+) 1.35 E 01) (R ) 1.414... = (R1.415) (R ) 1.41 = 1.42 (R ) 1.41 = 1.0E 02 1.28 (R+) (1.35 E 01 (R ) 1.414...) = 1.28 (R+) (1.35 E 01 (R ) 1.41) = 1.28 (R+) R( 1.275) = 0 relativer Fehler des ersten numerischen Ergebnisses x x x x = 0.01.000786... 0.000786... = 11.7... eps = 10 1 3 /2 = 0.005 Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 10 / 16

Auslöschung Der relative Fehler einer Addition von Gleitpunktzahlen kann mit [ ] 1 + eps + O(eps 2 ) R(Rx + Ry) (x + y) x + y x + y x + y abgeschätzt werden. Für Summanden mit demselben Vorzeichen ist die rechte Seite 2 eps + O(eps 2 ). Allerdings kann der Term in Klammern für y x sehr große Werte annehmen: [ 1 + ] x + y 2β s 1, x + y falls die s ersten Ziffern in der entsprechenden Basis β übereinstimmen. Diese Ziffern verschwinden bei der Addition, und dieses als Auslöschung bekannte Phänomen verursacht einen großen Fehler. Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 11 / 16

Beweis Darstellung der Rundung, mit δ x, δ y eps = R x = x + δ x x, R y = y + δ y y, R(R x + R y) = (1 + δ) ((1 + δ x ) x + (1 + δ y ) y) Subtraktion der exakten Summe x + y R(R x + R y) (x + y) δ x x + δ y y + δ x + y + O( δ δ x + δ δ y ) Division durch x + y,schranken für die δ-faktoren Abschätzung Übereinstimmung der ersten s Ziffern, x = σ m 1.m 2... m s m s+1... β n, y = σ m 1.m 2... m s m s+1... β n, mit σ = σ = x, y β n, x + y β 1 s β n Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 12 / 16

Beispiel Differenz von zwei benachbarten Brüchen x y = 1000 1001 999 = 0.999000999... 0.999 1000 Berechnung in 6-stelliger Gleitpunktarithmetik R x = 9.99001 E 1 R y = 9.99 E 1 und R(R x R y) = 1.0E 6 relativer Fehler zum exakten Ergebnis 1/1001000 = 9.99000999... E 7 1/1000000 1/1001000 1/1001000 = 10 3 eps = β 1 p /2 = 10 5 /2 Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 13 / 16

Beispiel Drei-Term-Rekursion für Bessel-Funktionen J r+1 (z) = 2r z J r (z) J r 1 (z) numerische Berechnung für z = 2π, r = 1/2, 1/2, 3/2... r J r (z) berechnete Werte 1/2 0.318309886183 1/2 0 3/2-0.318309886183-0.318309886183 5/2-0.151981775463-0.151981775463... 39/2 0.000000005623 0.000000004660... 63/2 0.000000000000 44.5109104650466 65/2 0.000000000000 4.416640525485261 rückwärts durchlaufene Rekursion J r 1 (z) = 2r z J r (z) J r+1 (z) 3894.105905134... 1/π = J 1/2 (2π) Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 14 / 16

Fehlerfortpflanzung Bezeichnet x = x x den absoluten Fehler eines Messwerts oder einer Näherung x x so gilt für eine stetig differenzierbare Funktion f y = f (x) x + o( x) mit y = f ( x) f (x). Entsprechend gilt für den relativen Fehler ( y = f (x) x ) x + o( x) y y x falls x, y 0. Der Ausdruck in Klammern wird als Konditionszahl c r von f an der Stelle x bezeichnet. Durch Vernachlässigung des Terms o( x) lässt sich die Verstärkung des Fehlers näherungsweise abschätzen. Dabei können statt exakter Ableitungswerte auch geeignete Schranken verwendet werden: y c a x, c a max t x x f (t). Entsprechend ist c r = c a x y beim relativen Fehler geeignet. Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 15 / 16

Beispiel Einen Winkel ϑ (0, π/2) kann man aus dem Verhältnis der Katheten in dem Steigungsdreieck bestimmen: ϑ = arctan(y/x). Misst man y bei festem x, so kann der Verstärkungsfaktor c a für den absoluten Fehler durch das Maximum von dϑ dy = 1/x 1 + y 2 /x 2 = x x 2 + y 2 abgeschätzt werden. Der Ausdruck wird für y = 0 maximal, und man erhält c a = 1 x, d.h. ϑ 1/x y. Größere Ungenauigkeiten sind also für kleines x zu erwarten. Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 16 / 16

Beispiel Analog gilt für den Verstärkungsfaktor des relativen Fehlers c r = max x y y x 2 + y 2 ϑ. Verwendet man die Abschätzung y ϑ sin ϑ =, x 2 + y 2 so folgt Es gilt also näherungsweise x c r 1. x 2 + y 2 ϑ ϑ y y d.h. der relative Fehler wird nicht verstärkt. Prof. Dr. Klaus Höllig (IMNG) Numerische Lineare Algebra 16 / 16,