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Transkript:

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Besonderheiten bei der Gesprächsführung in der onkologischen Pflege M. Meyer Stationsleitung 27A/27 B Klinikum Frankfurt (Oder)

Es ist noch nicht genug, eine Sache zu beweisen. Man muss die Menschen zu ihr auch noch verführen. Friedrich Nietzsche

Respectus Aufgabe: Erinnern Sie sich bitte an das letzte Mal, als Sie krank waren! Haben Sie sich immer an die Therapieempfehlungen ihres Arztes gehalten? Haben Sie alle Medikamente genau nach Arztanordnung eingenommen? Immer zur richtigen Zeit? Wenn JA: Herzlichen Glückwunsch- Sie sind ein compliancer Patient!! Wenn Nein: Sollten Sie dem Vortrag weiter zuhören

Compliance Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt Bereitschaft oder Einwilligung. In der Medizin steht der Begriff Compliancefür Therapietreue oder konsequentes Befolgen. Damit ist das kooperative Verhalten der Patienten beispielsweiseim Hinblick auf die Medikamenteneinnahme, Einhalten einer Diät oder Veränderung des Lebensstil gemeint. Die Compliancehat erheblichen Einfluss auf den Erfolg einer Behandlung.

Ursachen

Faktoren Non-Compliance-bestimmende Faktoren Faktoren, die im Verhalten und der Person des Arztes begründet sind Faktoren, die vom Patienten abhängen, Art und Inhalt der ärztlichen Instruktion, Faktoren, die direkt oder indirekt mit der Therapie zusammenhängen, Faktoren, die von der Erkrankung selbst bestimmt werden

Faktor: Arzt Der Arzt und Non Compliance: Es muss ein bestimmtes Vertrauen zwischen Arzt und Patient bestehen d.h. ein negatives Arztbild wirkt sich auch auf die Compliance aus. Beispiele: routinemäßige Gesprächsführung autoritäre Haltung nicht auf Gegenfragen eingehen

Faktor: Patient Der Patient und Non Compliance: Bestimmte Einstellungen und Vorstellungen vom Patienten können Ursache von Non Compliance sein. d.h. z.b. eine geringe Erwartung an den Behandlungserfolg Erleben von starken Nebenwirkungen der Therapie

Faktor: Kommunikation Art und Inhalt der ärztlichen Instruktion: Mangelhafte Instruktionen sind eine Hauptursache für Non-Compliance. Der Erfolg einer Instruktion wird wesentlich Durch Inhalt, Umfang, sprachliche Formulierung und Tendenz bestimmt. je mehr Fachausdrücke gebraucht werden um so mehr leidet die Verständlichkeit für den Patienten zu überladene Instruktionen bergen die Gefahr von Missverständnissen

differente Faktoren Faktoren, die direkt oder indirekt mit der Therapie zusammenhängen: Die Art der empfohlenen Therapie ist ebenfalls wesentlich mitbestimmend für das Ausmaß der Compliance. lästige oder umständliche Therapieformen große Anzahl von Medikamenten ungünstige Zeiteinnahmen z.b. 23:00 Uhr ungünstige Formen der Anwendung

Krankheit und Non-Compliance Ein geringer Leidensdruck scheint Non-Compliance zu fördern, Jedoch ist dies nicht sicher geklärt, auch das Image einer Erkrankung soll eine Rolle spielen. d.h. Krankheiten die in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert (z.b. Herzinfarkt) führen wahrscheinlich zu einer bessere Compliance als unattraktive Krankheiten (z.b. Hypertonie).

Folgen von Non-Compliance Therapeutischer Effekt bleibt möglicherweise aus Intensivere Komplikationen Erhöhte Gefahr von Therapieresistenz Steigerung der Diagnostik Verstärkte medizinische Anstrengungen Hoher wirtschaftlicher Schaden Produktivitätsverlust

Schlussfolgerung Was bedeutet das nun für den Klinikalltag???? Wir alle können Compliance fördern!!! Wir sollten die Krankheit und die Therapie verständlich machen. Dem Patienten Gelegenheit geben seine Krankheit und die damit verbundenen Erlebnisse darzustellen. Den Patienten auch loben und Kraft geben. Keine Schulmeister sein, aber auch ein Machtwort sprechen können. Die Hoffnung auf Therapieerfolge wecken können.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!