Berufliche Massnahme (BM)

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1 Berufliche Massnahme (BM) Angebotsbeschrieb: Job Coaching (Anhang 3)

2 Angebotsbeschrieb: BM Job Coaching QA1116 Trägerschaft: Stiftung für sozialtherapeutische Arbeit Villa Erica Bahnhofstrasse 22, 6244 Nebikon Sprachlicher Hinweis: Aus Gründen der Leserlichkeit und der Verständlichkeit wird im gesamten Text die männliche Schreibweise verwendet. Selbstverständlich sind von der Haltung her immer Menschen beiderlei Geschlechts gemeint und angesprochen. Inhalt 1 Art der Massnahme 3 2 Zuständigkeit und Durchführung 3 3 Kurzbeschreibung der Massnahme Ziel Zielgruppe 3 4 Angebotspalette Modell 1 (erster Arbeitsmarkt) Modell 2 (mehrheitlich erster Arbeitsmarkt) Modell 3 (mehrheitlich Stiftung Villa Erica) 4 5 Funktion und Aufgaben des Job Coachs 4 6 Anmeldeprozess 5 7 Aufnahmekriterien 5 8 Ausbildungsbetrieb/ Berufsbildner 5 9 Begleitung während der Ausbildung 5 10 Preis der Massnahme 6 Führung Version: Autor: GC Freigegeben: GC Seite 2 / 6

3 Angebotsbeschrieb: BM Job Coaching QA1116 Job Coaching 1 Art der Massnahme Das Angebot des Job Coachings beinhaltet folgende Teilbereiche Unterstützung bei der Akquisition und Integration eines Ausbildungsplatzes im 1. Arbeitsmarkt Begleitung der versicherten Person und des Arbeitgebers bzw. Ausbildners Evaluation und Überprüfung des Ausbildungsstandes und der vereinbarten Ziele 2 Zuständigkeit und Durchführung Verantwortlich für das Job Coaching Berufliche Massnahme Ausbildung und Integrationsprozess Herr Giuseppe Competiello, Bereichsleitung Berufliche Massnahme Ausbildung, Telefon Bahnhofstrasse 22, 6244 Nebikon Verantwortliche für die Aufnahmen Wohnbereich Frau Léonie Wetzstein, Bereichsleitung Berufliche Massnahme Wohnen, Telefon Bahnhofstrasse 22, 6244 Nebikon Durchführungsstelle Betrieb in der freien Wirtschaft 3 Kurzbeschreibung der Massnahme Die Stiftung Villa Erica ist mit verschiedenen Partner (IV-Stellen und div. Firmen) ein partnerschaftlicher Anbieter von Berufsausbildungen für den 1. Arbeitsmarkt. Die Stiftung Villa Erica bietet dabei das Modell des Job Coachings an. Mit Hilfe des Coaching-Prozesses werden in Zusammenarbeit mit dem IV-Berufsberater/in die Interessen und Begabungen der versicherten Person ermittelt und ein passender Ausbildungsplatz gesucht. 3.1 Ziel Das Ziel der Stiftung Villa Erica und der Beruflichen Massnahme IV ist die Eingliederung in den primären Arbeitsmarkt. Um diese Ziel zu erreichen, bietet die Stiftung Villa Erica aktive Unterstützung durch das Job Coaching bei der Stellensuche und Begleitung für die versicherte Person sowie für den Arbeitgeber an. 3.2 Zielgruppe In der Regel werden bildungsfähige junge Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung oder Verhaltensauffälligkeit beiderlei Geschlechtes aufgenommen. Das Angebot richtet sich an Jugendliche, welche die obligatorische Schulzeit beendet haben und eine externe berufliche Abklärung mit Ausbildung anstreben. Führung Version: Autor: GC Freigegeben: GC Seite 3 / 6

4 4 Angebotspalette 4.1 Modell 1 (erster Arbeitsmarkt) Angebotsbeschrieb: BM Job Coaching QA1116 Im Mittelpunkt steht der Job Coaching Prozess. Dieser beinhaltet die Klärung der Motivation, Ziele, Neigung und Ressourcen des Lernenden. Die IV-Berufsberatung führt die Abklärung durch, wobei der Berufswunsch sowie das Ausbildungsniveau des Lernenden ermittelt werden. Wenn ein mögliches Berufsgebiet bestimmt ist, findet ein gemeinsames Vorstellungsgespräch statt. Der Job Coach und der IV-Berufsberater suchen in Absprache, einen oder mehrere geeignete Schnupperorte in möglichen Ausbildungsbetrieben. Für die Erstkontakte beraten sie dann das Beziehungsnetz im Umfeld des angehenden Lernenden, der Invalidenversicherung (IV) und der Stiftung Villa Erica. Wenn ein geeigneter Ausbildungsbetrieb gefunden wurde, findet dort ein Vorstellungsgespräch statt, in dem eine Schnupperzeit vereinbart wird. Während der Schnupperzeit wird der Lernende sowie Berufsbildner vom Job Coach begleitet. Zum Abschluss der Schnupperzeit findet eine Auswertung statt, in dem eine mögliche Ausbildungszusammenarbeit geplant und vereinbart wird. 4.2 Modell 2 (mehrheitlich erster Arbeitsmarkt) Bei diesem Ausbildungsangebot steht die rasche Eingliederung in den primären Arbeitsmarkt des Lernenden, nach einer Abklärung (1-3 Monaten) in der Institution im Zentrum. Die Vorbereitung auf eine externe Ausbildung soll mit der Erarbeitung von Grundkenntnissen im gewählten Beruf (insofern der Beruf sich mit dem Angebot der Institution deckt), sowie sozialen Kompetenzen und der notwendigen Selbstständigkeit als Ziel haben. Die vorgängig geklärten Ziele, Neigungen, Motivation und Ressourcen des Lernenden bilden die Grundlage der Integrationsprozesse und dem späteren Akquirieren eines geeigneten Ausbildungsplatzes. (siehe Anhang 1) 4.3 Modell 3 (mehrheitlich Stiftung Villa Erica) Dieses Modell ist für Lernende vorgesehen, bei denen die Eingliederung in den 1. Arbeitsmarkt vorerst eine Überforderung darstellen würde. In einer Basisausbildung im gewünschten Berufsfeld (insofern im Angebot der Institution), werden die Grundfertigkeit, soziale Kompetenzen, Belastbarkeit und notwendige Selbstständigkeit erarbeitet. Diese Basisausbildung ist je nach Ressourcen des Lernenden unterschiedlich. Die Ausbildung kann in der Stiftung Villa Erica gestartet werden und je nach Verlauf im 2. Lehrjahr in einem externen Betrieb weitergeführt werden. Auch eine einjährige PrA INSOS kann eine Basis für eine externe EBA Ausbildung sein. (siehe Anhang 2) Diese drei Angebote können je nach Bedarf oder Notwendigkeit mit einer sozialpädagogischen Wohnbegleitung der Stiftung Villa Erica unterstützt werden. Die Wohnkosten und Teilausbildung in der Institution, sind mit den jeweiligen bestehenden Pauschalen zu entgelten. (siehe Anhang 2&4) 5 Funktion und Aufgaben des Job Coachs Der Job Coach der Stiftung Villa Erica ist eine agogisch ausgebildete Person. Er ist die erste Ansprechperson für alle Beteiligten während der Ausbildung, setzt sich dafür ein, dass der Lernende sich möglichst schnell mit den realen Arbeitsbedingungen auseinandersetzt und sich weiterentwickeln kann, nimmt mit verschiedenen Arbeitgebern in der Region Kontakt auf und baut ein entsprechendes Beziehungsnetz auf, kennt sich in allen Ausbildungsformen-Niveaus (EFZ, EBA) aus, übernimmt aber keine Berufsbildnerfunktion, organisiert Erstgespräche, Schnupperzeiten und Praktika, ist für die terminliche Koordination der verschiedenen Gespräche verantwortlich, sorgt für eine transparente Kommunikation und leitet entsprechende Sitzungen, und verfasst Protokolle und Berichte für die Einweisende Behörde. Führung Version: Autor: GC Freigegeben: GC Seite 4 / 6

5 Angebotsbeschrieb: BM Job Coaching QA1116 Der Job Coach schafft in Zusammenarbeit mit dem Ausbildungsbetrieb, möglichst gute Rahmenbedingungen. Er begleitet den Lernenden und den Berufsbildner nach Bedarf und überwacht die Zielerreichung. 6 Anmeldeprozess Damit die versicherte Person möglichst auf kurzem und einfachem Weg, Fragen und Anliegen zur Ausbildung oder Platzierung klären kann, sind die Fachpersonen der IV-Stelle und der Job Coach erste Anlaufstellen. Der Job Coach und der IV-Berufsberater suchen in Absprache, einen oder mehrere Schnupperorte in möglichen Ausbildungsbetrieben. Wenn ein geeigneter Ausbildungsbetrieb gefunden wird, findet dort ein Vorstellungsgespräch statt, in dem eine Schnupperzeit vereinbart wird. Während der Schnupperzeit wird der Lernende sowie der Berufsbildner aus diesem Betrieb vom Job Coach begleitet. Zum Abschluss der Schnupperzeit findet eine Auswertung statt, in dem eine mögliche Ausbildungszusammenarbeit geplant und vereinbart wird. 7 Aufnahmekriterien Die Auszubildenden absolvieren vorgängig eine Schnupperzeit (1-2 Wochen) oder Praktika. Die praxisnahe Begleitung und Unterstützung bei Arbeitsversuchen oder Arbeitstraining, können intern in der Institution oder wünschenswerterweise im ersten Arbeitsmarkt erfolgen. Am Ende dieser Abklärung erstellt der Job Coach zuhanden des Auftragsgebers (IV-Stelle) einen Bericht, welcher unter anderem über die Eignung und möglichen Ausbildungsformen weitere Erkenntnisse gibt. Folgende Kriterien sind Voraussetzung: Motivation, Lernbereitschaft, Begeisterungsfähigkeit Einhalten von Zeitstrukturen, wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit Umgangsformen, respektvolles Auftreten gegenüber Vorgesetzten Teamfähigkeit, Zusammenarbeit 8 Ausbildungsbetrieb/ Berufsbildner Der Ausbildungsbetrieb stellt den Ausbildungsplatz sowie den Berufsbildner zu Verfügung. Der Ausbildungsplatz muss vom Amt für Berufsbildung anerkannt sein. Der Ausbildungsbetreib ist in erster Linie für folgende Aufgaben zuständig: Fachliche Ausbildung der Lernenden im Rahmen des Ausbildungsvertrages. Fachliche Begleitung der Lernenden in der Berufsschule Anleitung der Lernenden gemäss Bildungsverordnung oder individueller Zielvereinbarung für die Dauer der Schnupperzeit oder Praktikum. Einsatz der Lernenden in verschiedene Arbeitsprozesse welche die Ausbildungsziele (Zielvereinbarungen) tangieren. Zurechtweisung und Mahnung bei Normabweichungen mit Information an den Job Coach. 9 Begleitung während der Ausbildung In allen Ausbildungsformen erfolgen semesterweise, Zielsetzungen und Standortgespräche. Die Entwicklung des Lernenden wird dokumentiert und die Fördermassnahmen formuliert. Der Job Coach begleitet laufend den Ausbildungsstand und trägt aktiv zu einer guten Zusammenarbeit im Ausbildungsbetrieb bei. Er ist für den Lernenden und den Berufsbildner am Ausbildungsplatz Ansprechperson und interveniert bei Krisen. Er stellt den Informationsfluss mit allen Beteiligten Personen, IV-Stelle, der Berufsschule und allenfalls mit dem betreuten Wohnen sicher. Führung Version: Autor: GC Freigegeben: GC Seite 5 / 6

6 10 Preis der Massnahme Angebotsbeschrieb: BM Job Coaching QA1116 Gemäss Leistungsvereinbarung. Für die Umsetzung und Kostenvergütung gelten die Leistungsvereinbarung der Eidgenössischen Invalidenversicherung und der Rahmenvertrag mit der Zentralschweizer IV-Stellenkonferenz beides vertreten durch die IV-Stelle Luzern. Nebikon, im April 2014 Führung Version: Autor: GC Freigegeben: GC Seite 6 / 6

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