Hochschulbildung in der Pflege: Perspektiven für die Grundversorgung

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1 Hochschulbildung in der Pflege: Perspektiven für die Grundversorgung Dr., Vizedirektor BAG WE G Hochschule Gesundheit, Kalaidos Fachhochschule Departement Gesundheit 4. November 2011 OECD-WHO-Bericht 2011 CH-Gesundheitssystem 2

2 Die Patientin / der Patient von Morgen Epidemiologische Veränderungen: Zunahme chronischer und mehrfach Erkrankter Zunahme psychischer Erkrankungen, insbes. Demenz Zunahme übertragbarer Krankheiten / neue sanitäre Risiken Demografische + gesellschaftliche Veränderungen: Wachsender Anteil älterer Menschen Informierter Patient mit hoher Anspruchshaltung Übergang von der Gesundheitsgesellschaft zur Wohlbefinden- Gesellschaft 3 Entwicklung der Medizin und Folgen 1 Schonende chirurgische Verfahren Verkürzung der Spitalaufenthaltsdauer Wissenszuwachs führt zu weiteren Subspezialisierungen wachsende Fallkomplexität wachsende Fragmentierung der Behandlung wachsende Zahl der behandelnden Fachpersonen 4

3 Entwicklung der Medizin und Folgen 2 Wie viele Personen waren an der Behandlung eines typischen Spitalpatienten beteiligt? 1970: 2.5 FTE (=full time equivalents) Ende 90-er Jahre mehr als 15 FTE Aktuell mehr als Ende 90-er Wachsender Integrations- und Koordinationsbedarf Quelle: Atul Gawande Zukünftige Berufsbilder 1? Die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten von Ärzten und Pflegenden und diejenigen innerhalb der einzelnen Berufsgruppen sind neu zu definieren.[ ] Die Zukunft der Medizin ist teamorientiert, interprofessionnell und modular Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW), Die Zukünftigen Berufsbilder von ÄrztInnen und Pflegenden, 2011, S

4 Zukünftige Berufsbilder 2? Jede Berufsgruppe kann im Bereich ihrer Kernkompetenzen ihren spezifischen Beitrag zur bestmöglichen und effizienten Versorgung der Patienten leisten.[ ] Nötig sind aber Anreize, optimierte Rahmenbedingungen (z.b. in der Gesetzgebung) und unterstützende Massnahmen, damit neue Modelle auch wirklich realisiert werden können. [ ] Ärzte und Pflegende, aber auch andere Berufsgruppen müssen Verschiebungen ihrer Kompetenzen akzeptieren lernen. SAMW, Die Zukünftigen Berufsbilder von ÄrztInnen und Pflegenden, 2011, Kommentaren, S Welche Herausforderungen stehen im Bildungsbereich an? Instructional reforms should [ ]: Promote interprofessional and transprofessional education that breaks down professional silos; enhance collaborative and non-hierarchical relationships in effective teams; promote a new professionalism that develops a common set of values around social accountability. Health professionals for a new century: transforming education to strengthen health systems in an interdependent world, The Lancet, volume 376, Issue 9756, pp , 4 December

5 9 Das Ziel des Bundesrates Chancen und Risiken bei Gesundheitspersonal: Nachfrage nimmt zu, zu wenig Ausgebildete => mögliche Versorgungsengpässe. Abhängigkeit von im Ausland ausgebildeten Arbeitskräften Chancen für eine Veränderung der Berufsrollen und die Entwicklung effizienteren Versorgungsstrukturen. Ziel: Sicherstellung von genügendem und gut ausgebildetem Gesundheitspersonal. Quelle: Gesundheitspolitische Strategie des Bundesrates, Juni 2011 (Web, EDI) 10

6 Herausforderungen bei der Umsetzung Zu kleine Ausbildungskapazitäten; zu wenig Nachwuchs; Verlust von Ausgebildeten Fragmentierung der Zusammenarbeit Aus-/Weiterbildung zu wenig interprofessionell Zunehmende Spezialisierung, zu wenig Grundversorgung 11 Was will das BAG? Das BAG will eine Transformation des Gesundheitssystems in Richtung integrierte Versorgung erreichen Es will mit hohen Kompetenzansprüchen die Ausbildungsqualität sichern, und damit die Kooperations- und Koordinationsfähigkeit der Pflegenden stärken Partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Pflegenden und den Ärztinnen und Ärzten ermöglichen 12

7 Was tut das BAG konkret? 1. Rechtliche Grundlagen: Gesundheitsberufegesetz BAG & BBT Gegenentwurf VI Ja zur Hausarztmedizin BAG Revision Medizinalberufegesetz BAG 2. Zusammenarbeit intensivieren / Plattform schaffen: Masterplan Bildung Pflegeberufe BBT (BAG) AG Interprofessionalität Plattform Zukunft ärztliche Bildung BAG AG Neue Versorgungsmodelle GDK (BAG) 3. Förderung neuer Bildungsmodelle: Module BFH-FaK Medizin Bern BAG Palliative Care/Co-Teilprojekt Bildung BAG & BBT E-health BAG 4. Forschung: RN4Cast UniBasel 13 Volksinitiative Ja zur Hausarztmedizin 14

8 Direkter Gegenentwurf des Bundesrates 15 Fazit 1 Ein grosser Umbruch bei der Versorgung steht bevor Umbrüche bringen Chancen und Risiken, sie lösen Ängste und Unsicherheiten aus Bundesrat und BAG haben eine klare Vision und wollen sichere Rahmenbedingungen schaffen Im Zentrum steht der Mensch, die Versicherten, die Patient/innen und nicht einzelne Berufsgruppen 16

9 Fazit 2 Wir brauchen Sie! 17 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! 18

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