Affektive Störungen im Kindes- und Jugendalter

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1 Affektive Störungen im Kindes- und Jugendalter Manische Episode (F30) Bipolare Störungen (F31) Depressive Episode (F32 Rezidivierende depressive Störung (F33) Anhaltende affektive Störungen (F34) Zyklothymie Dysthymie

2 Depressive Störungen Ätiologie und Genese Genetische Prädisposition Persönlichkeitsfaktoren Traumatische Erfahrungen Aktuelle psycho-soz. Belastungen Lichtentzug

3 Depressive Störungen Klassifikation nach ICD-10 und DSM-IV

4 Depressive Störungen Symptomgruppen Emotionale S. Kognitive S. (kognitive Triade, Beck 1976) Somatische S.

5 Depressive Störungen Entwicklungspsychopathologische Besonderheiten (Rutter, 1986) Häufigeres Auftreten in der Adoleszenz (in Relation zu den Veränderungen der Pubertät) DD: unmittelbare Trauerreaktionen Suizidgedanken und -häufigkeit in der Pubertät

6 Veränderung der Symptome im Entwicklungsverlauf Im Kleinkindalter (1-3 Jahre) Vorschulalter (3-6 Jahre) Bei Schulkindern Im Pubertäts- und Jugendalter

7 Depressive Episode (F ) Dauer: mind. 2 Wochen Symptomatik: Kardinalsymptome altersabhängig kaum situationsgebunden Zusätzliche somatische Beschwerden Schweregradeinteilung lt. ICD-10: leichte, mittelgradige, schwere Episode)

8 Rezidivierende depressive Störungen (F ) Wiederholte Episoden Dauer der Episoden: 3-12 Monate Symptomatik: keine einheitlichen Kriterien für Kinder und Jugendliche Schweregradeinteilung lt. ICD-10: leichte, mittelgradige, schwere Episode)

9 Manische Episode Symptomatik: Antriebsüberschuss, Hyperaktivität, Umtriebigkeit Gesteigertes Selbstwertgefühl Distanzlosigkeit Altersabhängig Starke Fluktuation der Symptomatik

10 Bipolare Störung Epidemiologie: Jugendalter 0,1% Lebenszeitprävalenz 0,4 1% Symptomatik: Wechsel von depressiven und manischen Episoden; zwischenzeitliche Remission Rascher Phasenwechsel, kurze Phasen Alterstypische Ausdrucksformen Vegetative Funktionsstörungen

11 Anhaltende affektive Störung Symptomatik: anhaltende und gewöhnlich fluktuierende Stimmungsstörungen, bei denen einzelne Episoden selten, wenn überhaupt, ausreichend schwer genug sind, um als hypomanische oder leichte depressive Episode beschrieben zu werden Dauer: oft jahrelang Formen: Zyklothymia Dysthymia

12 Verlauf und Prognose Depressive Störungen: Dauer: 7-9 Monate Hohe Rückfallquote (40% >2 Jahre) (70% >5 Jahre) Risiko: Entwicklung einer bipolaren Störung

13 Angststörungen

14 Angststörungen Panikstörung (F41.0) Generalisierte Angststörung (F41.1) Angst und depressive Störung, gemischt (F41.2) Emotionale Störung mit Trennungsangst im Kindesalter (F93.0) Phobische Angstsyndrome

15 Phobische Angstsyndrome Agoraphobie (F40.0) Soziale Phobien(F40.1) Spezifische Phobien (F40.2) Phobische Störungen im Kindesalter (F93.1) Störungen mit sozialer Ängstlichkeit (F93.2)

16 Formen der Schulverweigerung Schulphobie Schulangst Dissoziale Schulverweigerung Schulschwänzen

17 Panik Akute Angstreaktion, die durch Verlust der Selbstkontrolle gekennzeichnet ist und dadurch zu unsozialem und irrationalem Fluchtverhalten führt.

18 Angst- und Panikstörungen Angststörungen: Lebenszeitprävalenz 15% Formen Frei flottierende Angst (F41.1) Phobische Angst (F40.0) Panik (akut, anfallsartig) (F41.0)

19 Panikstörung (F41.0) Wiederkehrende, ausgeprägte Angstattacken, angstfreie Intervalle Keine spezifische Situation oder Umstände Nicht vorhersehbar Erwartungsangst!!!

20 Panikstörung Symptome: Psycho-vegetativer Erregungszustand (arousal ) Reduktion kognitiver Funktionen Fluchtartiges Verlassen des Ortes Vermeidungsverhalten Erwartungsangst

21 Prävention und Intervention Panik was tun? Individuelle Panik (agitiert / apathisch) Deutliche, drastische Ansprache Verbale Aufforderungen Körperliche Aktion (je nach Situation) Atemkontrolle Beruhigung, Begleitung

22 Generalisierte Angststörung Symptome: generalisierte, frei flottierende Angst = dauerhafte Grundbefindlichkeit Somatische Beschwerden Zukunftsängste

23 Emotionale Störung mit Trennungsangst im Kindesalter Symptome: Unrealistische, anhaltende Besorgnis bezügl. Bezugspersonen Weigerung die Bezugsperson zu verlassen (Kindergarten, Schule, ) Somatische Beschwerden Alpträume

24 Agoraphobie Hauptmanifestationsalter: Lj. 10% vor dem 16. Lj. Starke Tendenz zur Chronifizierung Soziale Folgen: Vermeidungsverhalten, Selbstmedikation

25 Soziale Phobien Symptome: Angst oder Furcht in bestimmten sozialen Situationen Physiologische Veränderungen z.b. Prüfungsphobien, Schulphobien, Flugphobien, Sexualphobien,

26 Spezifische Phobien Angst bezogen auf spezifische Objekte oder Situationen z.b. Tiere, Höhe, Donner, Dunkelheit, Toiletten, Beginn meist in der Kindheit Ausmaß der Angst bleibt konstant Vermeidungsverhalten!!!

27 Phobische Störungen im Kindesalter Unangemessen ausgeprägte Angst vor Objekten oder Situationen, die im Laufe der Entwicklung von der Mehrheit der Kinder als beängstigend erlebt werden z.b. Geräusche, Tiere, Donner, Vegetative Symptome Vermeidungsverhalten

28 Störung mit sozialer Überempfindlichkeit Ängstlichkeit in sozialen Situationen, in denen das Kind auf fremde Personen trifft Befangenheit, Verlegenheit, übertriebene Sorge, Neue soziale Situationen rufen Leid und Rückzug hervor Keine Beeinträchtigung bei vertrauten Personen

29 Schulverweigerung Schulphobie Schulangst - Schulschwänzen Symptomentstehung Verlustangst Schulversagen - Unlust Pathogene Faktoren Mu-Ki Beziehung- Insuffizienz Ich-Schwäche Effekt Gefahr der Trennung Ausweichen, Angst Furcht, Dissozialität

30 Schulverweigerung Schulphobie durch eine Angst, unabhängig von der Schule (Trennungsängste, phobische Ängste) Schulangstsyndrome (situative Angst; Leistungs-, Kontakt- und Beziehungsschwierigkeiten) dissoziale Schulverweigerung, Schuleschwänzen

Angststörungen. Phobische Angstsyndrome

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