Das Rahmenprofil Dr. André Schläfli, SVEB Raffaella Pepe, AkDaF Raimund Scheck, machbar GmbH

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1 Tagung 15. Mai / Workshop Sprachkursleitende im Integrationsbereich Das Rahmenprofil Dr. André Schläfli, SVEB Raffaella Pepe, AkDaF Raimund Scheck, machbar GmbH

2 Ausgangslage (1) Bisher gab es kein allgemein anerkanntes Rahmenprofil für Sprachkursleitende im Integrationsbereich. Unklarheiten in Bezug auf die benötigten Kompetenzen: Was für Kompetenzen brauchen Sprachkursleitende im Integrationsbereich? Definition der Anforderungen bei den Anbietern; von Anbieter zur Anbieter unterschiedliche Anforderungen

3 Ausgangslage (2) Unklarheit für die Kursleitenden, ob die Qualifikationen ausreichend sind Öffentliche Hand kann Qualität der Kurse nur indirekt über Anbieterzertifizierung (z.b. eduqua) sicherstellen Kein Orientierungsraster für die Entwicklung von Aus- und Weiterbildungen für Kursleitende

4 Was wurde bisher gemacht? Auslegeordnung der bestehenden Aus- und Weiterbildungen von Sprachkursleitenden im Integrationsbereich Aufbau Arbeitsgruppe deutsche Schweiz Umfrage bei Kursleitenden zur aktuellen Kurspraxis Rahmenprofil für Sprachkursleitende (Deutsche CH)

5 Auslegeordnung (1) 17 Aus- und Weiterbildungen für Sprachkursleitende im Integrationsbereich: - 12 im Bereich Deutsch als Fremdsprache (DaF) / Deutsch als Zweitsprache (DaZ) - 5 im Bereich Français langue étrangère (FLE)

6 Auslegeordnung (2) Beträchtliche Unterschiede in Bezug auf Niveau und Inhalte Auch Angebot auf universitärer Ebene, allerdings unklare Positionierung Deutsche Schweiz: zwei Marktführer, welche zum SVEB Zertifikat führen (

7 Die Abschlüsse im AdA- Baukasten Stufe 3: Eidg. dipl. Ausbildungsleiter/in Praxisstunden: 2000 h, auf min. 4 Jahre verteilt, davon min. 500 h in einer Führungsposition. Stufe 2: Eidg. Fachausweis Ausbilder/in Praxisstunden: 300 h (zusätzlich zur Lernzeit), auf min. 4 Jahre verteilt Stufe 1: SVEB-Zertifikat Praxisstunden: 150 h (in Lernzeit enthalten) auf min. 2 Jahre verteilt

8 Rahmenprofil Sprachkursleitende im Integrationsbereich brauchen Kompetenzen in folgenden Bereichen: v Sprachkompetenz: Voraussetzung v allgemeine Didaktik: Niveau SVEB-Zertifikat v Fachdidaktik: Sprache und Migration auf Niveau SVEB Zertifikat Plus... das heisst: ein SVEB-Zertifikat genügt nicht ein Fachausweis ist aber nicht erforderlich

9 Erhebung (1) Ansatz Kursleitende (KL) sind Expertinnen und Experten der Unterrichtsrealität (Bottom-up). Fragestellung Als wie wichtig erachten Sprachkursleitende im Integrationsbereich die im Fragebogen genannten Unterrichtsaktivitäten und welche dieser Aktivitäten sind fester Bestandteil ihrer Unterrichtspraxis?

10 Erhebung (2) Konzept Fragebogen Basis: 5 Unterrichtsprinzipien des Rahmencurriculums Als wie wichtig erachten die KL die 30 genannten Unterrichtsaktivitäten? Welche der 30 Aktivitäten sind fester Bestandteil ihrer Unterrichtspraxis?

11 Erhebung (3) Beispiel Aktivität: «Lernstrategien vermitteln und üben lassen» (z.b. Ziele setzen, Lerntagebuch führen) Unterrichtsprinzip: Autonomisierung

12 Erhebung (4) Unterrichtsprinzipien Teilnehmerorientierung Autonomisierung Unterrichtsmethodische Effizienz Erweiterte Lehr und Lernformen Beurteilungs- und Feedbackkultur

13 Erhebung (5) Ergebnisse Anzahl Empfänger/-innen: 770 Personen; Rücklauf: 335 Fragebögen (=43.5%) Die Teilnehmenden sind sich relativ einig. Die im Rahmencurriculum empfohlenen Unterrichtsprinzipien werden gelebt.

14 Rahmenprofil (1) Handlungskompetenz Sprachunterricht im Integrationsbereich im Rahmen vorgegebener Konzepte, Lehrpläne und Lehrmittel und unter Berücksichtigung interkulturellen Handelns vorbereiten, durchführen und auswerten.

15 Rahmenprofil (2) Aufbau Handlungskompetenz Kompetenzen Ressourcen

16 Rahmenprofil (3) Beispiel Kompetenz: «Autonomisierende Lernaktivitäten zum Spracherwerb durchführen.»

17 Rahmenprofil (4) Beispiel Ressourcen: Wissen: Binnendifferenzierende, individualisierende und autonomisierende Verfahren und Massnahmen zur Sprachvermittlung und förderung. Fertigkeiten: Die Zielgruppe bei der Planung, der Umsetzung und der Beurteilung der Lernschritte und Prozesse einbeziehen. Fertigkeiten: Lernstrategien und Arbeitstechniken vermitteln.

18 Verbindung zu den anderen FIDE Projekten Die Kursleitenden müssen die im Projekt FIDE entwickelten Instrumente kennen und in der Praxis einsetzen können Projekt D stellt sicher, dass: - die dafür notwendigen Kompetenzen im Rahmenprofil abgebildet sind, resp. die Kursleiterausbildungen diese berücksichtigen - mit Kursleiterweiterbildungen erfahrene Kursleitende aufdatiert werden ( FIDE Academy )

19 Fragen zur Diskussion a) Welche bestehenden Instrumente und Materialien sind für die Kursleitenden relevant? b) Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Entwicklungsprojekten für die Kurspraxis? c) Wie könnte ein Weiterbildungsangebot für Kursleitende für den Know-How-Transfer aussehen? d) Wie kann sichergestellt werden, dass die Kursleitenden die Instrumente und Materialien überhaupt nutzen? e) Wie könnten die Kantone den Know-How-Transfer effektiv gestalten? Wie könnte die Zusammenarbiet mit den Anbietern aussehen?

20 fide PILOTIERUNG 2011 machbar Pilotiert o in MuKi Deutschkursen (= Deutsch für Mütter und Kinder) in den Kantonen Aargau und Solothurn (A1 + A2 nach GER) o in Kursen Deutsch für den Arbeitsmarkt im Kanton Aargau (A2 - B1 nach GER)

21 Wie konnten die fide Materialien ein- bzw. umgesetzt werden? a. TeilnehmerInnenorientierung Zielformulierungen Reflexion Beurteilungs- und Feedbackkultur b. Integrierung der fide-materialien in bestehende Kurse: Didaktisierung für die Alltagstauglichkeit c. Erfahrungen: Aufwand, Umsetzung, Effizienz

22 Fazit a) Feedback der Kursleitenden b) Ausblick der Kursleitenden

23 Nächste Schritte Definition eines nationalen Rahmenprofils (auf Grundlage der in der ersten Projektphase erarbeiteten Profils für die Deutschschweiz) Definition einer Qualifikation SVEB Zertifikat Plus als Minimalstandard Definition eines Validierungsverfahrens inkl. Übergangsregelung Definition eines Akkreditierungsverfahrens für bestehende Kursleiterausbildungen Kursleiterweiterbildung (Querverbindung zu Projekten A-C)

24 Kontakt Dr. André Schläfli Schweizerischer Verband für Weiterbildung SVEB Oerlikonerstr Zürich T: M: / Raffaella Pepe Arbeitskreis Deutsch als Fremdsprache AkDaF T: M: /

25 Impressum Projektleitung und Produktion

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