Morphologische Aspekte der chemischen Fachsprache im Deutschen

Save this PDF as:
 WORD  PNG  TXT  JPG

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Morphologische Aspekte der chemischen Fachsprache im Deutschen"

Transkript

1 DEUTSCHES INSTITUT DER JOHANNES GUTENBERG-UNIVERSITÄT MAINZ Morphologische Aspekte der chemischen Fachsprache im Deutschen Wissenschaftliche Prüfungsarbeit im Fach Deutsch vorgelegt im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien von Silke Hayn Mai 2005

2 Hier ist eine Trennung, eine neue Zusammensetzung entstanden und man glaubt sich nunmehr berechtigt, sogar das Wort Wahlverwandtschaft anzuwenden, weil es wirklich aussieht als wenn ein Verhältnis dem andern vorgezogen, eins vor dem andern erwählt würde. [ ] In diesem Fahrenlassen und Ergreifen, in diesem Fliehen und Suchen glaubt man wirklich eine höhere Bestimmung zu sehen; man traut solchen Wesen eine Art von Wollen und Wählen zu, und hält das Kunstwort Wahlverwandtschaften für vollkommen gerechtfertigt. Johann Wolfgang Goethe: Die Wahlverwandtschaften (2003: 36f.)

3 Inhalt 1. Einleitung Problemstellung Vorgehensweise Deutsch und Chemie... 4 Exkurs zu Formatierungskonventionen in der Fachsprache Chemie Überblick über die Fachsprache Chemie Typen und Tendenzen der Wortbildung im Deutschen mit Hinblick auf die Fachsprache Chemie Das Wort Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung Die Wortschöpfung Die Bedeutungsveränderung bzw. -erweiterung Die Entlehnung Die Wortbildung Die Wortbildung Die Derivation Exkurs: Die chemische Symbolsprache Das Affixoid Exkurs: Die Grammatik der chemischen Nomenklatur Das Konfix Die Rekombination Die Konversion Die Komposition Das Determinativkompositum Das Possessivkompositum Das Kopulativkompositum Verdeutlichende Komposita Das Rektionskompositum Eponyme Komposita Wortgruppenlexeme Kontamination Kurzwörter... 36

4 5. Das Oxid und seine Wortbildung Schreibung Entwicklung Wortbildungen mit oxid Derivation von oxid Chemische Derivation Komposition mit Oxid Klammerformen Das Hydroxid Versuch eines Lexikoneintrags für oxid nach dem Vorbild von Fleischer/Barz Chemie und Deutsch Fachsprache Chemie als Gegensatz zum Deutschen? Vorschläge zur Verbesserung der Verständigung Literatur Quellen Internetquellen Weitere Quellen Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen Abbildungen Tabellen Anhang Korpus aus Neumüller (2003) Korpus aus Duden Rechtschreibung ( ) Periodensystem der Elemente Nomenklatur von Komplexen Korpora der Oxide Wörter, die auf Oxid enden Wörter, die mit Oxid beginnen Fragebogen... 69

5 1 1. Einleitung 1.1 Problemstellung Ein relativ neues Wortbildungsprodukt der chemischen Fachsprache ist der Name des Elements 111, es heißt seit dem 1. November 2004 Roentgenium, benannt nach dem Physiker und Nobelpreisträger Wilhelm Conrad Röntgen ( ) (vgl. und Ständig werden neue Dinge in der Chemie entwickelt und entdeckt. Um mit diesen dann weiterarbeiten zu können, benötigt "das Kind" einen Namen. Alleine die Anzahl an chemischen Substanzen, es sind derzeit etwa 75 Millionen bekannt (vgl. ist gewaltig. Worte wie Fluoren, Hauptquantenzahl oder gar Methylmethinoninsulfoniumchlorid wirken auf einen Nicht-Chemiker unverständlich. Aber sind sie das, oder verbirgt sich ein bekanntes System hinter der Erschaffung solcher Wörter? - Dem verschreckten Leser sei gesagt, ja, es gibt ein System hinter diesen "Ungetümen". Selbst Chemiker reden Deutsch, nutzen die deutsche Grammatik und bedienen sich der deutschen Wortbildung. Aber sie haben die Konzepte der deutschen Wortbildung in der Nomenklatur (so nennen Chemiker das Verfahren der systematischen Namensgebung) um ein Vielfaches erweitert. Es bleibt trotzdem nicht aus, dass viele Wörter von ihrer Bedeutung her erlernt werden müssen. Substitution etwa ist für einen Chemiker eine Art der Reaktion, für den Germanisten ein Vorgang in der generativen Grammatik, durch den etwa in einem Text die Phrase der alte Mann durch er ersetzt werden kann. Etwas anderes ist die chemische Reaktion auch nicht. In einem Molekül wird eine Atomgruppe durch eine andere ersetzt. Die Chemie verfügt über ein hochkomplexes System zur Kommunikation. Kommunikation in der Chemie erfolgt in allen drei Symbolsystemen: Sprache, Zahl und Bild (Ebel 1998:1237). Viele Sachverhalte lassen sich in der Chemie nur anhand eines Bildes genau genug wiedergeben. Eine Beschreibung würde unnötig kompliziert und auch mit noch größeren Mängeln behaftet sein. Selbst diese germanistische Arbeit wird nicht ohne solche Bilder auskommen. Dennoch soll das Augenmerk auf

6 2 die Möglichkeiten gelenkt werden, welche die Chemiker nutzen, um Begriffe zu konstruieren. Auch Chemiker "kochen nur mit Wasser"! Das heißt, dass auch sie sich der normalen deutschen Wortbildung bedienen, aber sie haben diese für ihre Zwecke modifiziert. 1.2 Vorgehensweise Zunächst muss die Fachsprache vom Deutschen abgegrenzt und definiert werden. Ein Überblick über die Fachsprache Chemie soll zeigen, was die Fachsprache Chemie darstellt und wie sie sich zusammensetzt. Dazu werden kleine Korpora aus der Fachsprache und der Allgemeinsprache mit Daten aus der Literatur verglichen. Um über Wortbildung schreiben zu können, müssen die Wortbildungsmöglichkeiten des Deutschen kurz angesprochen und erläutert werden. Im Rahmen dieser Arbeit kann dies nur im Überblick geschehen. Dabei soll erläutert werden, was ein Wort ist und welche Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung das Deutsche aufweist. Die Wortbildung als das produktivste Verfahren wird dann im Hinblick auf die Fachsprache Chemie untersucht. Die Derivation ist aufgrund der Nomenklatur das in der Fachsprache Chemie wichtigste Wortbildungsmuster. Da die Nomenklatur sich auf die Beschreibung von Substanzen und deren Namensgebung bezieht, ist hier ein Exkurs zur chemischen Symbolsprache notwendig. Die Symbolsprache stellt bildhaft dar, was (komplex) in der Nomenklatur beschrieben wird. Ich habe mich zu "Exkursen" nach dem Vorbild von Donalies (2002) entschlossen, um typische chemische Eigenheiten zu erläutern. Diese Exkurse sind für ein Verständnis der Arbeit aus meiner Sicht nicht zwingend notwendig, sollen aber dem Nicht-Chemiker helfen, Eigenarten der chemischen Fachsprache zu verstehen. Die Derivation nutzt Affixe, deren Eigenschaften ebenfalls zu erläutern sind. Da die Nomenklatur über eine eigene Grammatik und auch über eigene Affixe verfügt, soll dieser Aspekt ebenfalls in einem Exkurs beleuchtet werden. Es folgen Beschreibungen von Konfix, Rekombination, Konversion und Komposition. Die Komposition wird unterteilt in Determinativkomposita, Possessivkomposita, Kopulativkomposita, verdeutlichende Komposita, Rektions-

7 3 komposita und eponyme Komposita. Eponyme Komposita (z.b. Pinakol- Umlagerung) dienen vor allem der Abkürzung von umständlichen Erklärungen in Texten. In der Fachsprache Germanistik wird dieser Wortbildungstyp wenig bis gar nicht genutzt. Vereinzelt wird in Seminaren von Bühler-Modell oder Saussure-Modell gesprochen. Belegt durch den Eintrag bei Bußmann ( : 657) ist die Sapir-Whorf-Hypthese. Der Wortbildungsüberblick endet mit den Wortgruppenlexemen, den Kontaminationen und den Kurzwörtern. Nach diesem Überblick wird anhand einer gängigen Einheit, dem Oxid, überprüft, welche Wortbildungsmuster genutzt werden. Oxid kommt in Derivationen, Kompositionen und Klammerformen vor. Nicht zu den Bildungen mit Oxid gehören Bildungen auf Hydroxid. Am Ende der Arbeit versuche ich die gewonnenen Erkenntnisse in einer Art Lexikoneintrag nach dem Vorbild von Fleischer/Barz ( ) zusammenzufassen und den Gegensatz zwischen "Chemie und Deutsch" zu minimieren und für ein tieferes Verständnis der Bedeutung von Wortbildung in der Fachsprache Chemie zu werben.

8 4 2. Deutsch und Chemie Für diese Untersuchung ist es notwendig, die Fachsprache von der übrigen Sprache abzugrenzen. Es gibt das Deutsche, gemeint ist hierbei das Deutsche als Gesamtsprache. Genauer, das vollständige Potential aller sprachlichen Zeichen und konstitutiven Regeln für Sprachhandlungen (langue), aus dem ständig Teilbestände ausgewählt werden, um die entsprechenden Sprachhandlungen zu vollziehen, mit anderen Worten: um alle möglichen Arten von Texten zu produzieren. (Hoffmann 1998: 190) Innerhalb dieser Gesamtsprache kann man diverse Subsprachen annehmen. Subsprachen sind Teil- bzw. Subsysteme des gesamten Sprachsystems, die in den Texten bestimmter, z.t. sehr spezieller, Kommunikationsbereiche aktualisiert werden. (Hoffmann 1998: 190) Synchron betrachtet lassen sich nicht nur Dialekte, sondern auch Varietäten nach situativ-, gruppen-, alters-, fach- und medienspezifischen Gebrauch unterscheiden (vgl. Elsen 2004: 16). Die Übergänge zwischen einzelnen Teilbereichen sind als fließend zu betrachten. Hoffmann setzt den Begriff der Fachsprache dem der Subsprache gleich, da die meisten Subsprachen Fachsprachen sind neben Dialekten und Soziolekten, auf die aber meist andere Klassifizierungskonzepte angewandt werden. Eine Fachsprache ist im subsprachlichen Verständnis die Gesamtheit aller sprachlichen Mittel, die in einem fachlichen begrenzbaren Kommunikationsbereich verwendet werden, um die Verständigung zwischen den in diesem Bereich tätigen Menschen zu gewährleisten. (Hoffmann 1998: 190) Damit wird die Fachsprache zur Sprache einer "elitären Menschengruppe" (vgl. Hoffmann 1998: 190), bei der man eine besondere fachliche und sprachliche Kompetenz voraussetzt. Eine Fachsprache grenzt sich ab von der übrigen Sprache durch ihren Fachwortschatz und in der "Verwendung bestimmter grammatischer Kategorien, syntaktischer Konstruktionen und Textstrukturen" (Hoffmann 1998: 191). Darüber hinaus kann man Besonderheiten in der Lautung, Schreibung, sowie im Bestand der graphischen Zeichen beobachten. Die Abgrenzung der einzelnen Fachsprachen gegeneinander gestaltet sich problematisch. Die Übergänge sind fließend, und da viele Fachgebiete ineinander greifen, überlappen sich auch deren Fachsprachen z.b. anorganische

9 (kappa) Co(CO) Re) 5 Chemie, organische Chemie, metallorganische Chemie usw., aber auch Chemie mit Biologie und Physik. Diese Gliederung wird horizontale Gliederung genannt. Dazu kommt eine vertikale Schichtung, die die Abstraktionsebene, die äußere Sprachform, die Umgebung und die Kommunikationspartner berücksichtigt. Von der Gesamtsprache muss noch eine Allgemeinsprache abgegrenzt werden. Die Allgemeinsprache steht in Opposition zur Fachsprache. Sie kann von allen Sprechern des Deutschen genutzt werden und verlangt nicht, wie die Fachsprache, einschlägig vorgebildete Sprecher. Hier soll die Opposition in der Wortbildung zwischen der Fachsprache Chemie und der Allgemeinsprache herausgearbeitet werden. Die Allgemeinsprache wird im Folgenden durch die anerkannten Grammatiken (Duden Grammatik ( ), Eisenberg ( ) etc.) repräsentiert. Exkurs zu Formatierungskonventionen in der Fachsprache Chemie Aufgrund der vielfältigen Information, die in der Fachsprache Chemie vor allem in der Nomenklatur gegeben wird, bedient sie sich neben den reinen Zeichen auch einer Formatierungssymbolik. Werden in der germanistischen Fachsprache etwa Beispiele kursiv gesetzt, so werden in der Fachsprache Chemie folgende Sachverhalte durch Kursivschreibung ausgedrückt: Strukturelle Affixe wie cis, cyclo, cantena, triangulo und nido bezeichnen die räumliche Verknüpfung von Atomen untereinander Symbole zur Hervorhebung von Metallatomen z.b. Dodecacarbonyltriosmium(3 Os-Os) Strukturtypen in Doppeloxiden und -hydroxiden z.b. Magnesium-titan-trioxid (Ilmenit-Typ) In Koordinationsverbindungen für metallgebundene Atome eines Liganden (gewöhnlich mehrzähnig), unabhängig davon, ob die Kappa-Konvention [1] angewendet wird oder nicht z.b. cis-bis(glycinato-n,o)platin, [(CO) 5 Re 4 ] Nonacarbonyl-1κ5 C,2 κ4 C-cobaltrhenium (Co κ 1 Die Kappa-Konvention gibt bei Koordinationsverbindungen mit zwei Zentralatomen an, welche Liganden wie häufig an welches Zentralatom gebunden sind, in dem der griechische Buchstabe mit einem Exponenten (dieser gibt die Häufigkeit des Liganden an) versehen, gefolgt mit der kursiv-geschreibenen Angabe des Liganden im Namen der Verbindung auftaucht.

10 6 In der Festkörperchemie in Pearson- und Kristallsystem-Symbolen z.b. Cu(cF4) bezeichnet kubisch-flächenzentriertes Kupfer mit vier Atomen pro Elementarzelle Für versal geschriebene Polyedersymbole in Namen für Koordinationsverbindungen z.b. OC-6 für ein Oktaeder mit der Koordination 6 etwa bei (OC ) - Triamintrinitrocobalt (III) Weiterhin wird die Kursivschreibung in der anorganisch-chemischen Nomenklatur insbesondere in Formeln verwendet, um Zahlen zu kennzeichnen, die nicht definiert sind (z.b. Fe n+, (HBO 2 ) n ). (Vgl. hierzu besonders die IUPAC-Regeln (IUPAC= International Union of Pure and Applied Chemistry) etwa in Liebscher 1995, Bünzli-Trepp 2001). Das Beispiel der Kursivschreibung mag als Einblick in die Formatierungskonventionen in der Chemie genügen, es sei noch angemerkt, dass Klammern, Bindestriche, Plus- und Minuszeichen, lange Striche, Schrägstriche, Punkte, Doppelpunkte, Kommas und Semikolons, Leerräume, arabische und römische Ziffern, griechische Buchstaben, Sternchen und Strichindices in der chemischen Nomenklatur jeweils mit einer eigenen Bedeutung versehen sind. In dieser Arbeit wird nach den germanistischen Standards vorgegangen, sofern nicht anders angegeben.

11 7 3. Überblick über die Fachsprache Chemie Um einen ersten Überblick über die Zusammensetzung der Fachsprache Chemie zu erlangen, habe ich mit Hilfe des Wörterbuchs chemischer Fachausdrücke von Neumüller (2003) ein kleines Korpus angefertigt (im Folgenden als Korpus Chemie bezeichnet). Dieses Korpus ist so gewählt, dass von jedem Buchstaben je zehn Wörter aufgenommen wurden. Diese Wörter sind das jeweils letzte Wort auf einer Seite, wobei einzelne Buchstaben oder Buchstabenkombinationen (in der Chemie als abkürzende Symbole verwendet z.b. Na für 'Natrium' oder F für 'Kraft oder Fluor'), sowie Wörter gleichen Anfangs (z.b. Wasser, Wasserstoff etc.) nicht aufgenommen wurden, um eine möglichst breite Streuung der Wortarten zu gewährleisten. Ebenso wurden Wörter der Anfangsbuchstaben J, Q, U, X, Y und Z nicht aufgenommen, da diese nicht über eine ausreichende Anzahl von Seiten verfügen. Somit beläuft sich die Anzahl der erfassten Wörter auf 200. Dieses Korpus soll mit einem auf gleiche Art gewonnenen Korpus aus dem Duden deutsche Rechtschreibung ( ) hinsichtlich der Frequenz einzelner Wortarten verglichen werden. Als Vergleichsgrundlage sollen die Werte der Wortartenfrequenz aus dem Duden Grammatik ( : 89) dienen. Dort wird die Zusammensetzung des deutschen Wortschatzes wie folgt angegeben: Wortart Anteil in % Substantive 46,0 Eigennamen 0,9 Verben 19,3 Adjektive 22,6 Adverbien 6,7 Fragewörter 0,4 Pronomen 0,8 Zahlwörter 0,5 Summe: Präpositionen 1,2 4,6 Konjunktionen 1,3 Interjektionen 0,4 Sonstige 0,0 Summe: 100,1 Tabelle 1: Duden Grammatik ( ) Wortartenfrequenz der deutschen Sprache

12 8 Dass die Summe über alle Wortarten bei 100,1 % liegt, ist auf Rundungsfehler in den einzelnen Angaben der Quelle zurückzuführen. Im Korpus aus dem Duden deutsche Rechtschreibung ( ) findet sich folgende Zusammensetzung: Wortart Anteil in % Substantive 58,5 Eigennamen 8,5 Verben 8,5 Adjektive 14,5 Adverbien 0,5 Fragewörter 0,5 Pronomen 0,0 Zahlwörter 1,5 Summe: Präpositionen 0,5 4,5 Konjunktionen 1,0 Interjektionen 1,0 Sonstige 5,0 Summe: 100,0 Tabelle 2: Wortartenfrequenz im Korpus Duden Rechtschreibung ( ) Bei der Auszählung wurden folgende Wörter der Kategorie Sonstige zugeordnet: COMECON, Ecce-Homo, idg., neo-, paläo-, radio-, Sabena, salva venia, Tacho, v.j. Es handelt sich hierbei um Abkürzungen bzw. Akronyme (COMECON = Council for Mutual Economic Assistance/Aid, idg. = indogermanisch, Sabena = Société Anonyme Belge d'exploitation de la Navigation Aérienne, v.j. = vorigen Jahres), ein Kurzwort (Tacho = Tachometer), eine Phrase (Ecce-Homo) und Konfixe (neo-, paläo-, radio-). Die Frage, inwiefern das Korpus aussagekräftig für die deutsche Sprache ist, kann als berechtigt angesehen werden, da es mit seinen nur 200 Wörtern recht klein ist. Die gewählten 200 Wörter machen von den Stichwörtern des Duden deutsche Rechtschreibung ( ) etwa 0,2% aus. Um die

13 9 Aussagekraft des Korpus aus dem Duden Rechtschreibung zu überprüfen, wird die Differenz der einzelnen Anteile gebildet. Dabei bedeutet eine positive Abweichung um x, dass im Vergleich zu den Angaben im Duden Grammatik x Prozent mehr Wörter dieser Wortart gefunden wurden und bei einer negativen Abweichung entsprechend weniger. Abweichung Korpus Duden deutsche Rechtschreibung (1996) gegenüber Duden Grammatik (1998) [Angaben in Prozent] 15 12,5 10 7,6 5,0 5 0,1 1,0 0,6 [%] ,8-0,7-0, ,8-8,1-6,2 Substantive Eigennamen Verben Adjektive Adverbien Fragewörter Pronomen Zahlwörter Präpositionen Konjunktionen Interjektionen Sonstige Abbildung 1: Vergleich Korpus Duden Rechtschreibung ( ) mit Duden Grammatik ( ) Wie man sieht, wurden im Korpus Duden deutsche Rechtschreibung ( ) generell zu viele Substantive (+12,5 %) im Vergleich zu den Daten des Duden Grammatik ( ) gefunden. Auch bei den Eigennamen ist eine positive Abweichung von +7,6 % festzustellen. Die Abweichung in der Kategorie Sonstige ist zu erwarten, da sie im Duden Grammatik ( ) nicht aufgeführt wird. Die negativen Abweichungen bei den Verben und Adjektiven kann man mit der Auswahl des Korpus begründen, denn es wurde, wie schon erwähnt, auf Wörter gleichen Anfangs verzichtet und somit fallen Verben und Adjektive mit den für sie typischen Präfixen heraus. Betrachtet man aber die

14 10 Abweichungen bei den Fragewörtern, Pronomen, Zahlwörtern, Präpositionen, Konjunktionen und Interjektionen so fällt auf, dass die Abweichungen hier sehr gering sind. Dieses ist deshalb bemerkenswert, da trotz des recht kleinen Korpus Duden deutsche Rechtschreibung prozentual ähnlich viele von den genannten Wortarten enthalten sind. Es sei an dieser Stelle noch darauf hingewiesen, dass die Zahlen im Duden Grammatik ( ) von 1979 sind. Der Duden Grammatik führt in seiner 6. neu bearbeiteten Auflage noch immer diese Zahlen an, so kann davon ausgegangen werden, dass diese Zahlen noch immer aktuell sind. Das Korpus Duden deutsche Rechtschreibung bezieht sich auf den Duden Rechtschreibung von Die Fachsprache Chemie setzt sich nach Auswertung des Korpus wie folgt zusammen: Wortart Anteil in % Substantive 59,5 Eigennamen 14,5 Verben 2,0 Adjektive 3,5 Adverbien 0,0 Fragewörter 0,0 Pronomen 0,0 Zahlwörter 0,0 Summe: Präpositionen 0,0 0,0 Konjunktionen 0,0 Interjektionen 0,0 Sonstige 20,5 Summe: 100,0 Tabelle 3: Wortartenfrequenz im Korpus Fachsprache Chemie nach Neumüller (2003) Aus dieser Auszählung geht der Unterschied der Fachsprache Chemie gegenüber dem Deutschen schon sehr deutlich hervor. So sind keine Fragewörter, Pronomen, Zahlwörter, Präpositionen, Konjunktionen und Interjektionen gefunden worden. Deshalb werden sie im folgenden Diagramm unter dem Begriff Summe zusammengefasst. Um den Unterschied zwischen dem Deutschen und der Fachsprache Chemie zu verdeutlichen, folgen nun graphische Darstellungen des Unterschiedes:

15 11 Zunächst Duden Grammatik im Vergleich mit dem Korpus Chemie, dann Korpus Duden Rechtschreibung mit dem Korpus Chemie. In beiden Darstellungen bedeuten positive Werte, dass von der entsprechenden Wortart im Korpus Chemie mehr Wörter gefunden wurden, als im jeweiligen Vergleichskorpus. Für negative Werte gilt Entsprechendes.

16 12 Abweichung Korpus Chemie gegenüber Duden Grammatik (1998) [Angaben in Prozent] ,5 13,6 20,5 10 [%] ,7-4, ,3-19,1 Substantive Eigennamen Verben Adjektive Adverbien "Summe" Sonstige Abbildung 2: Vergleich Korpus Chemie nach Neumüller (2003) mit Duden Grammatik ( ) Abweichung Korpus Chemie gegenüber Duden Rechtschreibung (1996) [Angaben in Prozent] , [%] , ,5-4,5-30 Substantive Eigennamen Verben Adjektive Adverbien "Summe" Sonstige Abbildung 3: Vergleich Chemie nach Neumüller (2003)mit Korpus Duden Rechtschreibung ( )

17 13 Das Korpus macht von den Stichwörtern Neumüllers exakt 1 % aus. Wie aber schon erläutert, ist es selbst mit einer kleinen Stichprobe möglich, einen recht guten Querschnitt zu erfassen. Es sind allerdings keine Zahlwörter berücksichtigt worden, die es in der Fachsprache Chemie durchaus gibt. Es werden griechische Zahlwörter verwendet, meist jedoch in Form von Affixen (z.b.: bi-, Octi-, Tetracyclo-), so dass diese in der Kategorie Sonstige gezählt wurden. Die Abweichungen zeigen in beiden Vergleichen qualitativ das Gleiche. Damit wird deutlich, dass unabhängig davon welches Korpus des Deutschen zugrunde gelegt wird, die Fachsprache Chemie in der gezeigten Richtung davon abweicht. Die Fachsprache Chemie verfügt über mehr Substantive, sie verwendet mehr Eigennamen und mehr Kürzungen, Akronyme, Abkürzungen u. Ä. Andere Wortarten sind im fachsprachlichen Gebrauch weniger frequent. Elsen (2004: 57) findet in ihrem Korpus von 505 Wörtern lediglich ein Adjektiv, der Rest sind Substantive. Sie hat ihr Korpus anhand des Römpp Chemie Lexikons ermittelt und hat dabei Affixe aus ihrem Korpus aussortiert. Dies bestätigt die ermittelten Zahlen und lässt vermuten, dass bei einem größeren Korpus die Frequenz der Substantive noch weiter steigen würde. Im Fachwortschatz dominieren die Substantive und Adjektive ("Nominalstil") über die Verben und anderen Wortarten, wie sie die ganze Vielfalt der Gegenstände und Erscheinungen zu benennen haben, auf die die fachliche Tätigkeit gerichtet ist. Sie machen durchschnittlich 60% der Lexik eines Fachtextes aus. (Hoffmann 1998: 193) Die gemachten Aussagen beziehen sich lediglich auf die Wortartenhäufigkeit im Korpus und nicht auf die sprachlichen Äußerungen in der Fachsprache Chemie. Es ist klar, dass wenn sich Chemiker auf Deutsch unterhalten sie auch die Grammatik des Deutschen berücksichtigen. Sie benötigen aber, um die Vorgänge in ihrer Wissenschaft beschreiben zu können, ein Fachvokabular, welches über den Standardwortschatz des Deutschen hinausgeht. Um die Gegenstände der Forschung und die Aussagen darüber in weitgehender Unabhängigkeit von natürlichen Sprachen beschreiben zu können, hat sich jede Disziplin der Wissenschaft ihre Fachsprache geschaffen. (Liebscher 1992: 1) Wie Liebscher ganz treffend feststellt, handelt es sich bei der Fachsprache um eine künstlich geschaffene Sprache, die von den jeweiligen Sprechern erlernt werden muss. Die Fachsprache Chemie ist keine Muttersprache, sie

18 14 muss von allen Sprechern ähnlich einer Fremdsprache erlernt werden. Sie ist sehr umfangreich und umfasst laut Liebscher (1992) etwa 2 Millionen Wörter. Das sind tausend Mal mehr Wörter als zur Verständigung im Alltag benötigt werden. Diese Zahl scheint etwas großzügig bemessen zu sein, vergleicht man Neumüller (2003), der in seinem Wörterbuch über Stichwörter aufführt und Knepper ( ), der in seinem Wörterbuch Fachbegriffe und Übersetzungen aufführt. Im Duden Grammatik ( : 408) findet sich die Angabe von "mehr als Wörter" allein für die organische Chemie. Die wahre Anzahl dürfte irgendwo dazwischen liegen. Berücksichtigt man zusätzlich den unendlichen Wortschatz, der durch die Nomenklatur hinzukommt, so handelt es sich wohl um eine beachtliche Anzahl von Wörtern. Es gibt ein Bestreben die chemischen Fachbegriffe allgemein international zu vereinheitlichen (dazu besonders die Arbeit der IUPAC und anderer Organisationen). Dem Aspekt der Aussprachevereinheitlichung innerhalb des Deutschen ist noch wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden, z.b.: Chemie [ñce»miñ vs. ñke»miñ ] Fluoride [ñflu r»id ñ vs. fluç»rid ñ] Ferrit [ñf :r ritñ vs. ñf :r 'r I tñ] In den wenigsten eingesehenen Wörterbüchern (DeVries (1972), IUPAC ( ), Knepper (1995 und ), Kucera (1997), Neumüller (2003), Römpp (1995a und 1995b), Wenske (1994)) sind Lautumschriften zu finden: CD Römpp verweist bei der Aussprache: Im deutschen Sprachraum ist die A[ussprache] chem[ischer] Wörter durch die Anweisungen des Duden (Bd. 6: Aussprachewörterbuch) festgelegt; weitere Hinweise auf Betonungen findet man in Jansen-Mackensen, Rechtschreibung der technischen und chem[ischen] Fremdwörter, Weinheim: Verlag Chemie 1959 sowie in Siebs, Deutsche Hochsprache, Berlin: de Gruyter (CD Römpp: Stichwort Aussprache) Knepper verzichtet in beiden Wörterbüchern (1995, ) auf jeglichen Hinweis zur Aussprache sowohl im Deutschen als auch im Englischen. Neumüller (2003) nimmt für einige wenige Stichwörter eine Umschrift in Lautschrift vor, nämlich für die, "deren Aussprache erheblich von ihrem Lautbild abweicht [ ]. Dazu gehören [ ] Fremd- und Lehnwörter aus lebenden

19 15 Sprachen" (Neumüller 2003: 25). Das Duden Fremdwörterbuch ( ) weist auf Aussprachevarianten hin (z.b. bei Ferrit).

20 16 4. Typen und Tendenzen der Wortbildung im Deutschen mit Hinblick auf die Fachsprache Chemie Die Theorie über den Strukturaufbau von Wörtern heißt Morphologie (Meibauer 2002: 22). Es schließt sich sofort die Frage an, was Wörter sind. Eisenberg definiert: Ein Wort ist lexikalisiert, wenn es im "normalen Gebrauch" der Sprecher einer Sprache oder von bestimmten Sprechergruppen ist, die ihr "Speziallexikon" haben (vgl. Eisenberg : 215). Lexikalisierung bedeutet hierbei, dass das Wort zum Wortschatz dazugehört. Wörter können wie folgt unterschieden werden: das usuelle Wort, die Adhoc-Bildung, der Okkasionalismus und der Neologismus. Das usuelle Wort ist dem normalen, erwachsenen Sprecher bekannt. Hier kann in idomatisierte Wörter (die Wortbedeutung lässt sich nicht aus den Einzelbestandteilen rekonstruieren) und motivierte Wörter (die Wortbedeutung lässt sich rekonstruieren) unterschieden werden (dazu vgl. Meibauer 2002). Eisenberg hält fest ( : 216): "Wörter, die gemäß einer aktiven Regularität strukturiert sind, sind morphologisch wie semantisch transparent". Sprecher einer Sprache speichern ihren Wortschatz im mentalen Lexikon. Darin finden sich mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch Einträge zur Bildung neuer Wörter, wie Affixe und deren Gebrauch und Bedeutung. Im mentalen Lexikon ist, einfach ausgedrückt, das gesamte diesem Sprecher zur Verfügung stehende Material inklusive jeglicher dazu benötigter Regeln verzeichnet um kommunizieren zu können. Zunächst soll die Begrifflichkeit rund um das Wort näher erläutert werden. Es folgt ein Überblick über die Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung. Hiervon soll dann die Wortbildung näher betrachtet werden. Es werden die Derivation, eines der Hauptverfahren zur Wortbildung der Fachsprache Chemie, die Konversion und die Rückbildung angesprochen. Die Problematik des Affixoids soll knapp diskutiert werden. Es folgen das Konfix, die Rekombination, die Komposition, die Wortgruppenlexeme, die Zusammenbildung, die Kontamination, die Kurzwörter sowie die Analogiebildung. Wo es möglich ist, werden die dargestellten Verfahren an Beispielen aus der Fachsprache Chemie demonstriert. Dieser Überblick erhebt keinen Anspruch auf Vollstän-

21 17 digkeit und soll lediglich die Verfahren der Wortbildung soweit erläutern, wie dies zum Verständnis der Substantivbildung in der Fachsprache Chemie von Bedeutung ist. Wünscht man ein weiteres Verständnis der einzelnen Möglichkeiten, so möge man in der einschlägigen Fachliteratur nachschlagen (Eisenberg , Donalies 2002, Motsch ). Ich werde mich im Folgenden an die tradierten Termini aus der Literatur halten. 4.1 Das Wort Auf die Frage was ein Wort ist, gibt es vielfältige Antworten. Meibauer unterscheidet drei Definitionen. Das orthographische Wort ist eine Gruppe von Buchstaben, die durch Leerzeichen von anderen Buchstabengruppen getrennt ist. Bei dieser Beschreibung gibt es bei Wörtern wie anrufen Probleme, da in Konstruktionen wie sie ruft morgen abend an das betreffende Wort getrennt wird. Problematisch wird es auch mit Wörtern, die eine historische Tendenz zur Zusammenschreibung aufweisen (z.b. infolge, aufgrund) und jetzt durch die Orthographiereform getrennt geschrieben werden. Das phonologische Wort wird durch Grenzsignale wie Akzent und Sprechpausen abgegrenzt. Auch bei dieser Bestimmung kann es zu Schwierigkeiten kommen (z.b. die Frage: Heißt es der die oder das Kuhliefumdenteich? 'die Kuh lief um den Teich' oder Blumentopferde 'Blumento-pferde vs. Blumen- Topferde'). Eine angemessenere Beschreibung eines Wortes ist die des morphologischen Wortes, bei dem ein Wort als ein frei auftretendes Morphem bzw. eine frei auftretende Morphemkonstruktion beschrieben wird. Der Begriff des Morphems ist in der Morphologie "der wichtigste Grundbegriff" (Meibauer 2002: 29). Ein Morphem ist die kleinste bedeutungstragende Baueinheit von Wörtern und kann als "einfaches sprachliches Zeichen" (Meibauer 2002: 29) verstanden werden. Schwierig ist diese Definition für Einheiten, wie zu und -en (als Infinitivmorphem), da diese keine eigene Bedeutung tragen. So kommt Meibauer zu einer erweiterten Definition: Morpheme sind einfache sprachliche Zeichen, die eine bestimmte Lautung und mindestens eine außerphonologische (d.h. semantische, syntaktische ) Eigenschaft aufweisen. (Meibauer 2002: 29)

22 18 Eisenberg beschreibt das Morphem mit den gleichen Einschränkungen wie Meibauer (vgl. Eisenberg : 221, 225). Die Definition des Wortes als frei vorkommend ist besonders relevant für die Abgrenzung der Wörter von den Konfixen. (Donalies 2002: 20) Worte wie Haus, rot und auf werden als monomorphematische Wörter (Simplizia) beschrieben. Sie unterscheiden sich von komplexen Wörtern wie Hochhaus und ungut, die aus mehreren Morphemen bestehen und durch Wortbildung entstanden sind. Folglich kann man die Morpheme in zwei Arten unterscheiden: die gebundenen und die freien Morpheme. Als gebundene Morpheme betrachtet man z.b. -lich, un- u.ä., als freie Morpheme Haus, rot u.ä. Hinzu kommen die unikalen Morpheme, die in nur einer Morphemkonstruktion vorkommen, etwa Him- in Himbeere, oder Brom- in Brombeere. (Für den Chemiker sei hier angemerkt, dass es sich bei Brom- nicht um das Element Brom handelt. Es liegt lediglich die gleiche orthographische Form vor, jedoch keine phonologische: Brom- in Brombeere mit kurzem o und Brom als Element mit langem o. Auch morphologisch kann man Brom- von Brom unterscheiden, da die Semantik stark divergiert.) Mit dem Begriff Allomorph sind die Varianten eines Morphems gemeint (z.b. ruf-, rief oder die Pluralmorpheme -en, -s etc.). Der Stamm bezeichnet ein Morphem bzw. eine Morphemkonstruktion ohne Flexionsmorpheme (vgl. Meibauer 2002, Eisenberg : 223ff.). Auf den Begriff Wurzel wird verzichtet, da er laut Eisenberg keine Erleichterung in der Beschreibung bringt.

23 Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung Es stehen im Wesentlichen vier Möglichkeiten zur Wortschatzerweiterung zur Verfügung: die Wortschöpfung, die Bedeutungsveränderung bzw. -erweiterung, die Entlehnung und die Wortbildung Die Wortschöpfung Die Wortschöpfung, auch Urschöpfung genannt, bedient sich des vorhandenen Lautmaterials. Bildungen dieser Art sind ohne Vorbild (Meibauer 2002), nichtkomplex und völlig arbiträr (Elsen 2004). Wegen der kommunikativen Beschränkung ist diese Art der Wortschatzerweiterung einer entwickelten Sprache selten (vgl. Donalies 2002: 18). Die Wortschöpfung wird von Elsen in den Bereich der Kunstwortbildung gerückt. Dadurch werden besonders neue Namen gebildet, etwa Biosil und Biopren 'Zahnfüllmittel'. Dabei handelt es sich um ein Kunstwort, "weil sil und pren keine Bedeutung tragen" (Elsen 2004: 38). Betrachtet man jedoch Bildungen wie Persil 'Perborat und Silikat' und Neopren 'Marke für einen Chloroprenkautschuk', so erscheint diese Aussage von Elsen als zweifelhaft, vor allem, da sil- von Neumüller (2003) als "Namensstamm in systematischen Namen und Trivialnamen von Siliciumverb[indungen]" beschrieben wird (vgl. Neumüller 2003: 625) Die Bedeutungsveränderung bzw. -erweiterung Donalies (2002) zählt die Bedeutungserweiterung bzw. Bedeutungsveränderung ebenfalls zu den Möglichkeiten der Wortschatzerweiterung. Diese Methode betrifft jedoch lediglich die Inhaltsseite eines bereits existierenden Wortes. Beispiele aus der Fachsprache Chemie sind etwa Säule (säulenförmige Apparatur der Chromatographie), Kolonne (säulenförmige Apparatur, die bei einer Destillation für eine bessere Auftrennung des Stoffgemisches sorgt), Reaktion, Kolben, Kontamination (Kontamination 1 : in der Fachsprache Chemie bezeichnet man damit die Verunreinigung durch eine Chemikalie; Kontamination 2 : in der Fachsprache Linguistik bezeichnet man damit eine Wortdurchmischung, auch Kofferwort z.b. Der satanarchäolügenialkohölli-

24 20 sche Wunschpunsch von Michael Ende), Komplex (Komplex 1 : in der Fachsprache Chemie eine Verbindungsklasse; Komplex 2 : komplizierter Sachverhalt und weitere Bedeutungen) Die Entlehnung Durch Fremdwortbildung, auch Entlehnung, wird der Wortschatz durch Übernahme aus anderen Sprachen ausgebaut (häufig aus dem Englischen (vgl. Meibauer 2002: 21)). Auffällig in der Fachsprache Chemie sind die vielen Entlehnungen aus dem griechischen und lateinischen Wortschatz. Das kann man als eine Verpflichtung der westlichen Welt an das griechisch-römische Erbe interpretieren. Grund dafür ist der Umbruch in der Chemie im 18. Jahrhundert, als der Übergang von der Alchemie zur analytischen Chemie stattfand. Es bot sich für eine grenzüberschreitende Kommunikation an, dem Lateinischen und Griechischen nachempfundene Wörter zu verwenden, um etwa nationalsprachliche Wörter zu vermeiden (vgl. Franz 2001: 5) Die Wortbildung Die Wortbildung, auch Neubildung, bedient sich bereits sinnhaltiger Einheiten und verknüpft diese nach bestimmten Mustern. So entstehen immer komplexe Wörter. Die Wortbildungsmöglichkeiten des Deutschen sollen im Folgenden näher erläutert werden. Die Wortbildung muss von der Flexion abgegrenzt werden, da in der Flexion Wörter keine neue Bedeutung erhalten, sondern das Paradigma gefüllt wird. Wortbildung soll als "Wortstammbildung" verstanden werden (vgl. Bußmann 1990: 244; Donalies 2002: 127). Donalies grenzt auch die Wortbildung von der Entlehnung deutlich ab: Wortbildung unterscheidet sich demnach von der Entlehnung vor allem dadurch, dass Wortbildung ausschließlich Sprachmaterial der eigenen Sprache nutzt, Entlehnung dagegen ausschließlich Sprachmaterial einer anderen Sprache. In die Zielsprache übernommene Entlehnungen gehören nicht zum Wortschatz der Zielsprache. (Donalies 2002: 16) Diese strenge Abgrenzung lässt sich für das Deutsche sicherlich gut durchhalten. In der Fachsprache Chemie wird eine solche strikte Trennung aber schier unmöglich, da sich die Fachsprache Chemie einer Vielzahl von Ent-

25 21 lehnungen aus dem Griechischen, Lateinischen, Arabischen, Französischen und Englischen bedient. Dennoch entsprechen die angewandten Wortbildungsmuster in der Fachsprache Chemie den deutschen Wortbildungsmustern. Das Sprachmaterial der Fachsprache besteht nun einmal größtenteils aus Entlehnungen der aufgezählten Sprachen. 4.3 Die Wortbildung Es gilt bei allen im Folgenden vorgestellten Wortbildungsverfahren, die im Rahmen dieser Arbeit nur angerissen werden können, der ständige Verweis auf die gängigen Wortbildungslehren (z.b. Fleischer / Barz ( ), Duden Grammatik ( , Motsch ( ), Eisenberg ( ), Erben ( ) u.a.) Die Derivation "Die Derivation ist neben der Komposition [ ] ein wichtiger Wortbildungsprozess" (Meibauer 2002: 29). Die Derivation (auch Ableitung vgl. Gallmann ) wird in zwei Arten unterschieden: die explizite Derivation und die implizite Derivation. Bei der impliziten Derivation findet ein Wortartenwechsel statt ohne morphologisches Merkmal, etwa durch Ablaut. Derivation wird also definiert als Ableitung von Wörtern, Konfixen, Sätzen, Phrasen und unikalen Einheiten erstens durch Wortbildungsaffixe, zweitens durch Wortartwechsel, drittens durch Ablaut. (Donalies 2002: 139) Bei der expliziten Derivation wird ein Stamm durch Affixe abgeleitet. Der Begriff Affix stellt einen Oberbegriff zu Präfix, Suffix, Infix und Zirkumfix da. Das Präfix steht dabei links vom Stamm, das Suffix rechts, das Infix wird eingeschoben und das Zirkumfix umfasst den Stamm. Dazu folgende verdeutlichende Grafik:

26 22 Infix Präfix Stamm Suffix Zirkumfix Abbildung 4: Graphische Darstellung der Positionen von Affixen Affixe können des Weiteren in native und nicht-native Affixe unterschieden werden. Nicht-native Affixe sind Lehnaffixe und/oder Fremdaffixe (vgl. Meibauer 2002). Affixe sind aktiv an der Wortbildung beteiligt, sind jedoch nicht basisfähig, d.h. sie benötigen immer einen Stamm. Eine Wortbildungskonstruktion nur aus Affixen ist nicht möglich, z.b. *Unbold (vgl. Eisenberg : 217). Typische Präfixe sind z.b. (nativ:) miß-, un- ; (nicht-nativ:) anti-, dis- (Fleischer/Barz : 36f.). Präfixe lassen die Stammwortart unverändert und sind nicht stammwortartenspezifisch (vgl. Meibauer 2002, Donalies 2002). Typische Suffixe sind z.b. (nativ:) -bold, -chen ; (nicht-nativ:) -arium, -iere (Fleischer/Barz : 37). Suffixe heften sich an bevorzugte Stammwortarten und verändern diese häufig. Donalies spricht hier davon, dass Suffixe eine transponierende Wirkung haben (Donalies 2002: 34f.), d.h. durch Transposition wird ein Wort in eine andere Wortart überführt. Infixe sind in der Forschung ein umstrittenes Thema. Eisenberg ( : 232) rechnet die Fugen (z.b. das -s- in Liebesbrief) zu den Infixen. Donalies (2002: 33) und Duden Grammatik ( : 416) stellen fest, dass man von Infixen in der deutschen Wortbildung nicht sprechen kann. Fleischer/Barz ( : 32) nennen Fugenelemente Interfixe und stellen fest, das es im Deutschen keine Infixe gibt. Sie argumentieren: Fugenelemente tragen keine semantische Bedeutung und seien deshalb als Interfixe zu bezeichnen, Infixe

27 23 trügen aber eine semantische Bedeutung und sind damit von den Interfixen abzugrenzen (vgl. dazu auch Donalies 2002: 56). Als native Infixe nennt Eisenberg ( : 236) -n-, -s- u.ä., als nicht-native -ial- und -o-. Als Begründung, das Fugen Infixe sind, schreibt Eisenberg: Läßt der erste Bestandteil mehrere Fugen zu, so ist die Wahl zwischen ihnen abhängig vom zweiten Bestandteil. Fugen sind also relational und werden deshalb als Infixe kategorisiert. (Eisenberg : 237) Aus praktischen Gründen schließe ich mich Eisenberg an: Alles was in eine Wortbildungskonstruktion eingefügt wird, soll als Infix angesehen werden. Zirkumfixe bestehen wie schon erwähnt aus zwei Teilen, einem Präfix und einem Suffix, welche immer in dieser Kombination gemeinsam auftreten. Ein typisches Zirkumfix ist ge- -e (z.b. Ge-renn-e, Ge-scheib-e). Die Derivation ist, wie zuvor schon angedeutet, das wichtigste Wortbildungsverfahren in der Fachsprache Chemie. Alle systematischen Substanznamen werden mittels Derivation gebildet. Dies soll hier nun kurz anhand der Nomenklatur von Komplexverbindungen demonstriert werden. Es ist anzumerken, dass die Regeln für die Nomenklatur von der IUPAC festgeschrieben werden. Die Morpheme, aus denen ein Substanzname nach IUPAC gebildet wird, sind vollmotiviert. Auf diese Art gebildete Substanznamen sind im Wesentlichen international verständlich. Die Nomenklatur, die sprechbare, linearisierte Strukturformel, kann damit nur das im Namen ausdrücken, was die Strukturformel - der für die Abbildung der räumlichen Anordnung der Atome sowie deren Verknüpfung im Molekül entwickelte Symbolismus - beschreibt. (Liebscher 1992: 37) Eine Komplex-Verbindung ist aus einem Zentralatom und mehreren an dieses Zentralatom gebundenen Liganden aufgebaut. Es handelt sich um Verbindungen mit einer bestimmten räumlichen Orientierung.

28 24 L L L z L L L Abbildung 5: Räumliche Darstellung eines Komplexes In nebenstehender Abbildung ist die räumliche Struktur eines Komplexes abgebildet. In diesem Komplex ist das Zentralatom (Z) von sechs Liganden (L) umgeben. Bei einem Ligand handelt es sich um eine Atomgruppe, die an das Zentralatom gebunden ist. Die Liganden bilden die Ecken eines Oktaeders [2]. Neben dieser Oktaederform können Komplex-Verbindungen noch zahlreiche andere Formen annehmen. Man kann einen Komplex in der Sym- bolsprache (vgl. dazu auch den Exkurs zur chemischen Symbolsprache) der Chemie wie folgt darstellen: K 4 [Fe(CN) 6 ] (= Summenformel). Der systematische Name Kalium-hexacyanoferrat(II) wird wie folgt gebildet: Der Komplex ist hier in der elektrisch neutralen Form angegeben. Beim Lösen in Wasser würde er in vier einfach positiv geladene Teilchen (Kaliumkationen genannt) und ein vierfach negativ geladenes Teilchen zerfallen (Komplexanion, hier in der eckigen Klammer angegeben; die räumliche Anordnung entspricht der Abbildung). Bei einem Komplex dieser Art wird das Kation zuerst genannt, also ist Kalium der erste Namensteil (K ist Symbol für Kalium [3] ). Eine weitere Regel besagt, dass die Liganden vor dem Zentralatom benannt werden. In diesem Beispiel handelt es sich bei den Liganden um CN -, was Cyano genannt wird. Das o in Cyano markiert die negative Ladung. Da der Ligand sechsfach vorhanden ist (in der Summenformel durch die tiefgestellte sechs kenntlich gemacht), erhält er das Präfix hexa-. Das Zentralatom ist Eisen (Fe) und es ist zweifach positiv geladen, es kommt im Komplexanion vor und wird deshalb mit lateinischem Namen und dem Suffix -at benannt. Damit lautet der Name nun Kalium-hexacyanoferrat. Schließlich wird noch die Ladung des Zentralatoms als römische Ziffer in runden Klammern nachgestellt: Kalium-hexacyanoferrat(II). (Ein Ausschnitt aus einem Lehrbuch zu den Nomenklaturregeln für Komplexe findet sich im Anhang unter 8.4.) 2 Der Oktaeder gehört zu den platonischen Körpern und nennt sich wegen seiner acht Seitenflächen 'Acht-flächner'. 3 Für jedes chemische Element steht eine Abkürzung bzw. Symbol in Form von einem oder zwei Buchstaben. Der erste Buchstabe wird immer groß geschrieben, dies dient der Unterscheidung: z.b. Co steht für Cobalt und CO steht für Kohlenstoffmonoxid. Einen Überblick über die Elemente und ihre Symbole findet sich im Anhang unter 8.3.

29 25 Das hier aufgeführte Beispiel zur Benennung von Komplex-Verbindungen ist keineswegs vollständig, kann aber als ein repräsentativer Einblick in das Wesen der Nomenklatur gewertet werden. Die Nomenklatur stellt ein immenses Inventar an Affixen zur Verfügung, welches anhand bestimmter Regeln zu Substanznamen zusammengesetzt wird. So gibt es vielfältige abkürzende Namen für Liganden, z.b. Cyano für CN -, Thiocyanato NCS -, Hydroxo für OH -. Die Nomenklaturregeln werden je nach Substanzklasse entsprechend angewendet, so dass verschiedene Nomenklaturtypen entstehen: Substitutionsnomenklatur, Konjunktionsnomenklatur, Multiplikationsnomenklatur, Additionsnomenklatur, Subtraktionsnomenklatur, Funktionsklassennomenklatur und weitere (vgl. Bünzli-Trepp 2001: 31). Ein Beispiel für die unterschiedlichen Nomenklatursysteme nun im Folgenden: SiCl 4 (Si steht für Silicium, Cl für Chlor, die tiefgestellte 4 gibt an, dass 4 Chloratome an ein Siliciumatom gebunden sind): Siliciumtetrachlorid Tetrachlorosilicium Tetrachlorsilan (Binärnomenklatur) (Koordinationsnomenklatur) (Substitutionsnomenklatur) Wie diese Beispiele zeigen, ist eine Einteilung in Affixkategorien pauschal schwierig, da einzelne Elemente an verschiedenen Stellen auftreten können (etwa silicium). Unterscheidet man die einzelnen Nomenklatursysteme voneinander, so gestaltet sich dies etwas einfacher. So kann man sagen, dass in der organischen Chemie die Namen im Wesentlichen nach folgendem Schema gebildet werden: PRÄFIXE + STAMMNAME + SUFFIX oder: PRÄFIXE + STAMMSUBSTITUENTENNAME + FUNKTIONSSTAMMNAME

30 26 Dabei tragen die Bestandteile folgende semantische Bedeutung: Präfix: Stammname: Suffix: Funktionsstammname: Name von Substituenten, die nicht Hauptgruppe sind (z.b. Methyl- für CH3-Gruppe) Name der Gerüststammstruktur (z.b. Ethan) Name der Hauptgruppe (z.b. -ol für OH-Gruppe) (Trivial-)Name der Hauptstruktur einer Verbindung (z.b. -phosphonsäure-) (dazu vgl. Bünzli-Trepp 2001: 5 ff.) Dies zeigt, dass die Nomenklatur dem Wesen der Derivation folgt. Allerdings können die Namen noch durch Lokanten (Zahlen oder lateinische oder griechische Buchstaben, die die Position eines Atoms innerhalb einer Substanz beschreiben) und Multiplikationsaffixe (lateinische Zahlbezeichnung zur Kenntlichmachung der Häufigkeit eines Strukturbestandteils) sowie weitere Symbole (Chiralitätssymbole u.ä.) erweitert werden. Exkurs: Die chemische Symbolsprache Eine Besonderheit der Fachsprache Chemie ist die nonverbale Form mittels einer Symbolsprache. Diese (abkürzende) Symbolschreibweise ist international und gibt Elemente, Eigenschaften oder Einheiten, Formeln für Substanzen bzw. Reaktionen wieder. Den Grundstein der chemischen Symbolsprache haben die Alchimisten gelegt. Mittels dieser Symbolsprache können Chemiker, solange sie über ein geeignetes Medium z.b. Tafel, Papier etc. verfügen, kommunizieren. Dieses System versagt aber schon bei einem Gedankenaustausch am Telefon. Mit der Symbolschreibweise können chemische Substanzen modellhaft abgebildet werden. Die Formelschreibweise für Substanzen bildet die Substanzen selbst ab. So ist z.b. CuSO 4 5 H 2 O für einen Chemiker klar als blaues Kupfersulfat erkennbar, er könnte aber auch Kupfer(II)-sulfat-Pentahydrat (sprich: kupfer-zwei-sulfat-pentahydrat) sagen oder lediglich Kupfersulfat. Hier zeigt sich schon, dass die verbale Bezeichnung viele Formen annehmen kann, ohne falsch zu sein, aber eindeutig eine bestimmte Menge an Information verschweigt. Häufig genug sind in solchen Formeln auch Zeichen anderer Schriftsysteme (etwa griechische Buchstaben) enthalten, dies dient dann der Kennzeichnung von gewissen Stoffeigenschaften. Die Formel CuSO 4 5 H 2 O ist international verständlich.

31 Das Affixoid Das Affixoid ist ein Begriff, der häufig in der Literatur auftaucht und sehr umstritten ist. Bei einem Affixoid handelt es sich um gebundene Morpheme, die noch ein freies Pendant neben sich haben (z.b. -werk, -zeug). Allerdings haben sie sich in ihrer gebundenen Form semantisch schon weit von ihrem freien Pendant entfernt, ihre Bedeutung wird abstrakter. Elsen (2004) beschreibt Affixoide als dynamische Elemente, die sich dem Konfix gegenläufig entwickeln. Sie "entstehen durch Grammatikalisierung aus freien Stämmen" (Eisenberg : 214) hin zu einer gebundenen Form. Donalies (2002: 25) erachtet den Begriff Affixoid als unnötig, da mit einer Übergangskategorie nichts gewonnen wird (vgl. besonders auch Schmidt 1987: 100f.). Das Affixoid erscheint als Begriff in einer diachronen Untersuchung als angebracht, aber nicht in einer synchronen, da wie Elsen (2004) sagt, der begriff Affixoid sich auf den Prozess bezieht. Dieser Prozess wird vor allem in einer diachronen Betrachtung etwa über den Wandel von beispielsweise werk und zeug sichtbar.

32 28 Exkurs: Die Grammatik der chemischen Nomenklatur In den Handbüchern zur Nomenklatur der IUPAC findet sich ein Kapitel mit dem Titel "Grammatik". Hier werden die Elemente, die zur Nomenklatur herangezogen werden, beschrieben. Es handelt sich zum einen um Formatierungskonventionen (vgl. Exkurs zur Formatierungskonventionen in der Fachsprache Chemie), zum anderen werden die Morpheme der Nomenklatur beschrieben. Dabei handelt es sich um multiplikative Präfixe (Di-, Tri-, Tetra-, Penta- etc.), Lokanten (arabische Ziffern oder Kleinbuchstaben, welche die räumliche Anordnung von beispielsweise Substituenten kennzeichnen, z.b. 1,4-Dimetylbenzol auch p-xylol [4] [5] ) sowie Affixe. Diese werden wie folgt beschrieben: Jeder Name, der komplexer als ein einfacher Elementname ist, besteht aus einem Stamm mit Präfix oder Suffix. Das Suffix ist ein endständiger Vokal, oder eine Kombination von Buchstaben. Diese Endungen vermitteln Informationen, sind für die Verkürzung der Namen sehr zweckmäßig und haben einige spezielle Bedeutungen. (Liebscher 1995: 39) Zahlreiche Präfixe, Infixe und Suffixe sind in der chemischen Nomenklatur bekannt. Sie werden auch in Neumüller (2003) und in Römpp als Nomenklaturaffixe aufgeführt (z.b. Ox-, -oxy-, -id) Das Konfix Konfixe sind keine "wortfähigen" Wortbildungsbasen, dennoch sind sie "eigenständige lexikalische Elemente" (Fleischer 1995: 65) und treten immer gebunden auf. Fleischer unterscheidet heimische von nichtheimischen Konfixen. Heimische Konfixe (z.b. stief in Stiefvater) beschreibt er als gebundene Morpheme, die in mehreren Konstruktionen vorkommen (im Gegensatz zu Unikalen). Die Unikalität verbietet die Qualifizierung als Konfix. Für nicht heimische Konfixe hält Fleischer fest, dass diese bewusst entlehnt werden, produktiv sind und sich damit genetisch, funktionell und quantitativ von den heimischen unterscheiden. 5 4 Hier wird zu Gunsten der chemischen Kursivschreibung von p für para auf die germanistische verzichtet. CH CH 3 Die kleinen Ziffern zählen die Position ab an der CH 3 gebunden ist. So kommen die Zahlen 1 und 4 zustande. Dies ist wichtig, da CH 3 auch die Positionen 1 und 3 einnehmen könnte.

33 29 Mit dem Terminus Konfix ist die Wortbildungsbeschreibung in der Lage, dem besonderen Status dieser W[ort]b[ildungs-]Basen Rechnung zu tragen. (Fleischer 1995: 63) Konfixe können in der Konstruktion wieder zu einem Bestandteil weiterer Bildungen werden (z.b. Stiefvater stiefväterlich). Sie kommen als Konfixkomposita (z.b. Tankwart) oder als Konfixderivate (z.b. kniepig) vor. Dem Konfix fehlt die Abstraktheit eines Affixes, es ist noch nicht derartig semantisch entleert. Die Reihenbildung ist nicht so ausgeprägt wie bei einem Affix. Es stellt keine Variante einer "wortfähigen" Wortbildungsbasis dar (z.b. Variante: -erd(e)- und -ird-, -ird- ist nicht Konfix) und es handelt sich nicht um die Beschreibung einer kombinatorischen Derivation (Präfigierung in Kombination mit desubstantivischer bzw. deadjektivischer Konversion). Ein prototypisches Konfix hat an produktiven Wortbildungsmustern teil und besitzt in derselben Weise wie Stämme eine lexikalische Bedeutung. Wortfähig ist es nicht, d.h. es besitzt insbesondere keine Flexionskonfixform, die für sich vorkommt. (Eisenberg : 243) Konfixe können nicht wie Stämme unmittelbar durch Flexionsaffixe syntaktisch nutzbar gemacht werden. Konfixe sind damit keine Wortformen, sie sind aber wie Wörter basisfähig, indem sie mit Wortbildungsaffixen wie z.b. -isch in geologisch Derivate bilden (vgl. dazu Donalies 2002: 21f.). Die Entstehung der Konfixe, erklärt Fleischer, beruhe darauf, dass das Konfix eine Art Relikt sei, welches eben nur noch in diesen gebundenen Formen enthalten ist. Der Gebrauch des selbstständigen Wortes zeigt weitestgehende Einschränkungen; es ist bisweilen noch lexikographisch fixiert, ohne daß die betreffenden 'freien' Einheiten im praktischen Gebrauch der Standardsprache überhaupt noch eine Rolle spielen. (Fleischer 1995: 62) Elsen (2004: 33) hält die Entstehung des Konfixes für einen der Affixoidentstehung entgegen gesetzten Prozess, bei dem aus einem freien Morphem ein gebundenes entsteht. Im Unterschied zu Affixoiden, die auf freie Lexeme zurückgehen und immer noch freie Pendants besitzen, sind Konfixe gebunden, aber frei in anderen Sprach(stuf)en. (Elsen 2004: 32) Dem widerspricht Eisenberg ( : 244), indem er das Konfix "als gebundene morphologische Einheit" definiert. Besonders aus anglizistischen Präkonfixen (z.b. hard, home, allround) könnten jederzeit Stämme werden. Konfixe lateinischen oder griechischen Ur-

Nomenklatur der Anorganischen Chemie

Nomenklatur der Anorganischen Chemie International Union of Pure and Applied Chemistry (IUPAC) Nomenklatur der Anorganischen Chemie Deutsche Ausgabe der Empfehlungen 1990 herausgegeben im Auftrag der Gesellschaft Deutscher Chemiker in Zusammenarbeit

Mehr

Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede

Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede 9 Persönlichkeit und Persönlichkeitsunterschiede 1 Inhalt Die Beschäftigung mit der menschlichen Persönlichkeit spielt in unserem Alltag eine zentrale Rolle. Wir greifen auf das globale Konzept Persönlichkeit

Mehr

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: CARE-Paket Grundlagen der Chemie. Das komplette Material finden Sie hier:

Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form. Auszug aus: CARE-Paket Grundlagen der Chemie. Das komplette Material finden Sie hier: Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form Auszug aus: CARE-Paket Grundlagen der Chemie Das komplette Material finden Sie hier: School-Scout.de Inhalt Vorwort 5 1. Einführung 6 2. Hinweise

Mehr

Verlaufsform. Verlaufsform. Aufbau (Zusammensetzung) Gliederung. Verlaufsform. Ähnliche Phänomene. Einleitung Geschichte der Verlaufsform :

Verlaufsform. Verlaufsform. Aufbau (Zusammensetzung) Gliederung. Verlaufsform. Ähnliche Phänomene. Einleitung Geschichte der Verlaufsform : Ruhr-Universität Bochum Germanistisches Institut Hauptseminar WS `04/`05 Dozentin: Dr. Pittner Referentinnen: Victoria Gilmuddinova, Nadine Herbst & Julia Kunze Verlaufsform Gliederung Einleitung Geschichte

Mehr

Insiderwissen 2013. Hintergrund

Insiderwissen 2013. Hintergrund Insiderwissen 213 XING EVENTS mit der Eventmanagement-Software für Online Eventregistrierung &Ticketing amiando, hat es sich erneut zur Aufgabe gemacht zu analysieren, wie Eventveranstalter ihre Veranstaltungen

Mehr

Hueber Wörterbuch Deutsch als Fremdsprache Basiswissen kompakt

Hueber Wörterbuch Deutsch als Fremdsprache Basiswissen kompakt Julia Ilovaiskaia, Hueber Verlag Hueber Wörterbuch Deutsch als Fremdsprache Basiswissen kompakt Es ist heute kaum umstritten, dass ein einsprachiges Wörterbuch eine große Hilfe beim Erlernen einer Fremdsprache

Mehr

Satzlehre Satzglieder formal bestimmen Lösung

Satzlehre Satzglieder formal bestimmen Lösung Gymbasis Deutsch: Grammatik Satzlehre Satzglieder: formal bestimmen Lösung 1 Satzlehre Satzglieder formal bestimmen Lösung 1. Schritt: Unterstreiche in den folgenden Sätzen alle Satzglieder. Das Prädikat/die

Mehr

Oxidation und Reduktion Redoxreaktionen Blatt 1/5

Oxidation und Reduktion Redoxreaktionen Blatt 1/5 Oxidation und Reduktion Redoxreaktionen Blatt 1/5 1 Elektronenübertragung, Oxidation und Reduktion Gibt Natrium sein einziges Außenelektron an ein Chloratom (7 Außenelektronen) ab, so entsteht durch diese

Mehr

Schriftsysteme. Schriftsysteme. Seminar: Suchmaschinen Dozent: Stefan Langer CIS, Universität München Wintersemester 2010

Schriftsysteme. Schriftsysteme. Seminar: Suchmaschinen Dozent: Stefan Langer CIS, Universität München Wintersemester 2010 Seminar: Suchmaschinen Dozent: Stefan Langer CIS, Universität München Wintersemester 2010 Übung (5 min) Welche kennen Sie? Finden Sie jeweils ein Beispiel für jeden der unten angegebenen Typen Alphabete

Mehr

Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren

Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren Lineargleichungssysteme: Additions-/ Subtraktionsverfahren W. Kippels 22. Februar 2014 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 2 2 Lineargleichungssysteme zweiten Grades 2 3 Lineargleichungssysteme höheren als

Mehr

1 Mathematische Grundlagen

1 Mathematische Grundlagen Mathematische Grundlagen - 1-1 Mathematische Grundlagen Der Begriff der Menge ist einer der grundlegenden Begriffe in der Mathematik. Mengen dienen dazu, Dinge oder Objekte zu einer Einheit zusammenzufassen.

Mehr

Wortbildung und Wortbildungswandel

Wortbildung und Wortbildungswandel Germanistik Kira Wieler Wortbildung und Wortbildungswandel Studienarbeit Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung... 2 2 Wortbildung... 2 2.1 Morphologische Grundbegriffe... 2 2.2 Arten der Wortbildung... 3 2.3

Mehr

2.5.2 Primärschlüssel

2.5.2 Primärschlüssel Relationale Datenbanken 0110 01101110 01110 0110 0110 0110 01101 011 01110 0110 010 011011011 0110 01111010 01101 011011 0110 01 01110 011011101 01101 0110 010 010 0110 011011101 0101 0110 010 010 01 01101110

Mehr

Reisekosten-Reform (Teil 1)

Reisekosten-Reform (Teil 1) Reisekosten-Reform (Teil 1) Sie werden jetzt sicherlich denken oh, schon wieder eine Serie? Richtig! Ich werde in den nächsten Editorials versuchen, Ihnen das neue Reisekostenrecht, welches durch die verabschiedete

Mehr

Neuer Name für den Förderkreis Porträt Bewertung aller Webseiten der Mitglieder des Förderkreis Porträt

Neuer Name für den Förderkreis Porträt Bewertung aller Webseiten der Mitglieder des Förderkreis Porträt Seite 1 von 6 Förderkreis Porträt Newsletter Nr. 7/2009 +++ Neuer Name Neue Ziele +++ Übersicht: Neuer Name für den Förderkreis Porträt Bewertung aller Webseiten der Mitglieder des Förderkreis Porträt

Mehr

Erstspracherwerb. Sprachentwicklung: Wortschatz

Erstspracherwerb. Sprachentwicklung: Wortschatz Erstspracherwerb Sprachentwicklung: Wortschatz Gliederung: 1. Welche 3 Phasen der lexikalischen Entwicklung werden bei Kindern unterschieden? 2. Welche sprachlichen Inhalte lernt das Kind 3. Wie verläuft

Mehr

Diktat. Deutsch. 7. Klasse. Diktat. in 15 Minuten

Diktat. Deutsch. 7. Klasse. Diktat. in 15 Minuten Diktat 7. Klasse Deutsch Diktat in 15 Minuten Klasse So übst du mit diesem Buch Im Inhaltsverzeichnis findest du alle für deine Klassenstufe wichtigen Themengebiete. Du hast zwei Möglichkeiten: 1. Du suchst

Mehr

Mathematik für Studierende der Biologie und des Lehramtes Chemie Wintersemester 2013/14. Auswahl vorausgesetzter Vorkenntnisse

Mathematik für Studierende der Biologie und des Lehramtes Chemie Wintersemester 2013/14. Auswahl vorausgesetzter Vorkenntnisse UNIVERSITÄT DES SAARLANDES FACHRICHTUNG 6.1 MATHEMATIK Dipl.-Math. Kevin Everard Mathematik für Studierende der Biologie und des Lehramtes Chemie Wintersemester 2013/14 Auswahl vorausgesetzter Vorkenntnisse

Mehr

Computerdiskurs und Wortschatz

Computerdiskurs und Wortschatz Albert Busch/Sigurd Wichter (Hrsg., Computerdiskurs und Wortschatz Corpusanalysen und Auswahlbibliographie PETER LANG Europäischer Verlag der Wissenschaften Inhaltsverzeichnis Sigurd Wichter, Albert Busch

Mehr

4. AUSSAGENLOGIK: SYNTAX. Der Unterschied zwischen Objektsprache und Metasprache lässt sich folgendermaßen charakterisieren:

4. AUSSAGENLOGIK: SYNTAX. Der Unterschied zwischen Objektsprache und Metasprache lässt sich folgendermaßen charakterisieren: 4. AUSSAGENLOGIK: SYNTAX 4.1 Objektsprache und Metasprache 4.2 Gebrauch und Erwähnung 4.3 Metavariablen: Verallgemeinerndes Sprechen über Ausdrücke von AL 4.4 Die Sprache der Aussagenlogik 4.5 Terminologie

Mehr

Vorlesung Analysis I / Lehramt

Vorlesung Analysis I / Lehramt Vorlesung Analysis I / Lehramt TU Dortmund, Wintersemester 2012/ 13 Winfried Kaballo Die Vorlesung Analysis I für Lehramtsstudiengänge im Wintersemester 2012/13 an der TU Dortmund basiert auf meinem Buch

Mehr

Auswertung der Ergebnisse der Lernstandserhebung 2016

Auswertung der Ergebnisse der Lernstandserhebung 2016 Auswertung der Ergebnisse der Lernstandserhebung 2016 Auch in diesem Schuljahr zeigen die Ergebnisse der Lernstandserhebungen, dass unsere Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen im NRW-Vergleich sehr

Mehr

1 Die Bedeutung der Rhetorik

1 Die Bedeutung der Rhetorik 1 Die Bedeutung der Rhetorik Rhetorik oft missverstanden als Kunst der Schönrederei oder der manipulativen Überredung. Die Kritik an so missverstandener Rhetorik hat Tradition: von Platon über Kant bis

Mehr

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung

Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati. René Descartes Meditationen Erste Untersuchung Seminar Klassische Texte der Neuzeit und der Gegenwart Prof. Dr. Gianfranco Soldati René Descartes Meditationen Erste Untersuchung INHALTSVERZEICHNIS 1 EINLEITUNG 3 1.1 PROBLEMSTELLUNG 3 1.2 ZIELSETZUNG

Mehr

Glücklich. Heute, morgen und für immer

Glücklich. Heute, morgen und für immer Kurt Tepperwein Glücklich Heute, morgen und für immer Teil 1 Wissen macht glücklich die Theorie Sind Sie glücklich? Ihr persönlicher momentaner Glücks-Ist-Zustand Zum Glück gehört, dass man irgendwann

Mehr

Beispiellösungen zu Blatt 111

Beispiellösungen zu Blatt 111 µ κ Mathematisches Institut Georg-August-Universität Göttingen Beispiellösungen zu Blatt 111 Aufgabe 1 Ludwigshafen hat einen Bahnhof in Dreiecksform. Markus, Sabine und Wilhelm beobachten den Zugverkehr

Mehr

Primzahlen und RSA-Verschlüsselung

Primzahlen und RSA-Verschlüsselung Primzahlen und RSA-Verschlüsselung Michael Fütterer und Jonathan Zachhuber 1 Einiges zu Primzahlen Ein paar Definitionen: Wir bezeichnen mit Z die Menge der positiven und negativen ganzen Zahlen, also

Mehr

A1.7: Entropie natürlicher Texte

A1.7: Entropie natürlicher Texte A1.7: Entropie natürlicher Texte Anfang der 1950er Jahre hat Claude E. Shannon die Entropie H der englischen Sprache mit einem bit pro Zeichen abgeschätzt. Kurz darauf kam Karl Küpfmüller bei einer empirischen

Mehr

Umgang mit Schaubildern am Beispiel Deutschland surft

Umgang mit Schaubildern am Beispiel Deutschland surft -1- Umgang mit Schaubildern am Beispiel Deutschland surft Im Folgenden wird am Beispiel des Schaubildes Deutschland surft eine Lesestrategie vorgestellt. Die Checkliste zur Vorgehensweise kann im Unterricht

Mehr

Gantt-Diagramm - Diagramm zur Projektverfolgung

Gantt-Diagramm - Diagramm zur Projektverfolgung Gantt-Diagramm - Diagramm zur Projektverfolgung 5.06.206 3:29:35 FAQ-Artikel-Ausdruck Kategorie: Windows::MS Office::Excel Bewertungen: 0 Status: öffentlich (Alle) Ergebnis: 0.00 % Sprache: de Letzte Aktualisierung:

Mehr

Einschätzung der Diplomarbeit. Musik im Film- Auswirkungen von Filmmusik auf das Gedächtnis für Filminhalte

Einschätzung der Diplomarbeit. Musik im Film- Auswirkungen von Filmmusik auf das Gedächtnis für Filminhalte Einschätzung der Diplomarbeit Musik im Film- Auswirkungen von Filmmusik auf das Gedächtnis für Filminhalte Von: Wultsch Christina Matrikelnr.: 0411409 LV: Wissenschaftliches Arbeiten (LV-Nr.: 000.002)

Mehr

Das Gesetz der Beziehung

Das Gesetz der Beziehung Das Gesetz der Beziehung Wie Sie bekommen, was Sie wollen - in Harmonie mit anderen Menschen Bearbeitet von Michael J. Losier, Juliane Molitor 1. Auflage 2009. Buch. 192 S. Hardcover ISBN 978 3 7787 9211

Mehr

3 Gestreckte Abschlussprüfung, Teil 1 Allgemeine und Präparative Chemie

3 Gestreckte Abschlussprüfung, Teil 1 Allgemeine und Präparative Chemie 43 3 Gestreckte Abschlussprüfung, Teil 1 Allgemeine und Präparative Chemie 3.1 Atombau, chemische Bindung, Periodensystem der Elemente 3.1.1 Elektronegativität und Beurteilung der Polarität Zur Beurteilung

Mehr

Tipp III: Leiten Sie eine immer direkt anwendbare Formel her zur Berechnung der sogenannten "bedingten Wahrscheinlichkeit".

Tipp III: Leiten Sie eine immer direkt anwendbare Formel her zur Berechnung der sogenannten bedingten Wahrscheinlichkeit. Mathematik- Unterrichts- Einheiten- Datei e. V. Klasse 9 12 04/2015 Diabetes-Test Infos: www.mued.de Blutspenden werden auf Diabetes untersucht, das mit 8 % in der Bevölkerung verbreitet ist. Dabei werden

Mehr

4 Grundlagen der Datenbankentwicklung

4 Grundlagen der Datenbankentwicklung 4 Grundlagen der Datenbankentwicklung In diesem Kapitel werden wir die Grundlagen der Konzeption von relationalen Datenbanken beschreiben. Dazu werden Sie die einzelnen Entwicklungsschritte von der Problemanalyse

Mehr

Regelwerk der "Electronical Infrastructure for Political Work"

Regelwerk der Electronical Infrastructure for Political Work Regelwerk der "Electronical Infrastructure for Political Work" Stand 01.06.11 Inhaltsverzeichnis 1.Inhalt...2 2.Codex...2 3.Arbeiten mit dem EIPW...2 3.1.Dokumente...2 3.2.Gestaltung der Arbeit...2 3.2.1.Einfachheit

Mehr

8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II. Domänenspezifische Fähigkeiten

8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II. Domänenspezifische Fähigkeiten 8. Grammatikentwicklung und kognitive Entwicklung- Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II Domänenspezifische Fähigkeiten Die kognitive Entwicklung des Kleinkindes II: Domänenspezifische Fähigkeiten

Mehr

Betragsgleichungen und die Methode der Fallunterscheidungen

Betragsgleichungen und die Methode der Fallunterscheidungen mathe online Skripten http://www.mathe-online.at/skripten/ Betragsgleichungen und die Methode der Fallunterscheidungen Franz Embacher Fakultät für Mathematik der Universität Wien E-mail: franz.embacher@univie.ac.at

Mehr

Rhetorik und Argumentationstheorie. [frederik.gierlinger@univie.ac.at]

Rhetorik und Argumentationstheorie. [frederik.gierlinger@univie.ac.at] Rhetorik und Argumentationstheorie 1 [frederik.gierlinger@univie.ac.at] Ablauf der Veranstaltung Termine 1-6 Erarbeitung diverser Grundbegriffe Termine 7-12 Besprechung von philosophischen Aufsätzen Termin

Mehr

1. Standortbestimmung

1. Standortbestimmung 1. Standortbestimmung Wer ein Ziel erreichen will, muss dieses kennen. Dazu kommen wir noch. Er muss aber auch wissen, wo er sich befindet, wie weit er schon ist und welche Strecke bereits hinter ihm liegt.

Mehr

DAS PARETO PRINZIP DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

DAS PARETO PRINZIP DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG DAS PARETO PRINZIP DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG von Urs Schaffer Copyright by Urs Schaffer Schaffer Consulting GmbH Basel www.schaffer-consulting.ch Info@schaffer-consulting.ch Haben Sie gewusst dass... >

Mehr

Michael Geisler Magnesium Sulfuricum - Epsomit Bittersalz

Michael Geisler Magnesium Sulfuricum - Epsomit Bittersalz Michael Geisler Magnesium Sulfuricum - Epsomit Bittersalz Leseprobe Magnesium Sulfuricum - Epsomit Bittersalz von Michael Geisler Herausgeber: IHHF Verlag http://www.narayana-verlag.de/b3175 Im Narayana

Mehr

Video-Thema Begleitmaterialien

Video-Thema Begleitmaterialien DIE NEUEN FAMILIEN Auf Internetseiten wie Familyship kommen Personen in Kontakt, die gerne Kinder haben wollen. Hier können sie Menschen finden, mit denen sie zusammen ein Kind aufziehen. Die Eltern sind

Mehr

Das Vermögen der privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen ein Überblick auf der Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe

Das Vermögen der privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen ein Überblick auf der Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe Sozialberichterstattung NRW. Kurzanalyse 02/2010 09.07.2010 12.07.2010 Das Vermögen der privaten Haushalte in Nordrhein-Westfalen ein Überblick auf der Basis der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2008

Mehr

Vorwort von Bodo Schäfer

Vorwort von Bodo Schäfer Vorwort von Bodo Schäfer Vorwort von Bodo Schäfer Was muss ich tun, um erfolgreich zu werden? Diese Frage stellte ich meinem Coach, als ich mit 26 Jahren pleite war. Seine Antwort überraschte mich: Lernen

Mehr

Struktur- Eigenschafts- Beziehungen. Stoff-Teilchen- Beziehungen. Struktur- Eigenschafts- Beziehungen. Chemische Reaktion

Struktur- Eigenschafts- Beziehungen. Stoff-Teilchen- Beziehungen. Struktur- Eigenschafts- Beziehungen. Chemische Reaktion Chemie Stufe 7 Chemie wird in der Stufe 7 epochal zweistündig (2 x 65 Minuten) unterrichtet. Zu den einzelnen Unterrichtseinheiten liegt ein internes genaueres Curriculum vor. Kompetenzbereiche des Faches:

Mehr

Jenseits der Endlichkeit. Eine Einführung in die cantorsche Unendlichkeitslehre. Diplom-Informatiker Peter Weigel

Jenseits der Endlichkeit. Eine Einführung in die cantorsche Unendlichkeitslehre. Diplom-Informatiker Peter Weigel Jenseits der Endlichkeit. Eine Einführung in die cantorsche Unendlichkeitslehre. Diplom-Informatiker Peter Weigel Januar 2010 Peter Weigel. Jenseits der Endlichkeit. Eine Einführung in die cantorsche Unendlichkeitslehre.

Mehr

Kapitel 13: Laugen und Neutralisation

Kapitel 13: Laugen und Neutralisation Kapitel 13: Laugen und Neutralisation Alkalimetalle sind Natrium, Kalium, Lithium (und Rubidium, Caesium und Francium). - Welche besonderen Eigenschaften haben die Elemente Natrium, Kalium und Lithium?

Mehr

VERLOBUNGSRINGSTUDIE SEPTEMBER 2013

VERLOBUNGSRINGSTUDIE SEPTEMBER 2013 VERLOBUNGSRINGSTUDIE SEPTEMBER 2013 Copyright Amoonìc GmbH S e i t e 1 Einleitung Bekommen Frauen den Verlobungsring geschenkt, von dem Sie ihr ganzes Leben lang geträumt haben? Träumt nicht jede Frau

Mehr

Ein Mind Map erstellen Schritt für Schritt

Ein Mind Map erstellen Schritt für Schritt Ein Mind Map erstellen Schritt für Schritt Beim Mind Mapping notieren Sie Ihre Gedanken nicht wie üblich hinter- oder untereinander. Anstelle dessen schreiben Sie das Hauptthema Ihrer Notizen auf die Mitte

Mehr

F-Praktikum Physik: Photolumineszenz an Halbleiterheterostruktur

F-Praktikum Physik: Photolumineszenz an Halbleiterheterostruktur F-Praktikum Physik: Photolumineszenz an Halbleiterheterostruktur David Riemenschneider & Felix Spanier 31. Januar 2001 1 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 3 2 Auswertung 3 2.1 Darstellung sämtlicher PL-Spektren................

Mehr

Schüler 1. Gesamt: 23 Punkte (77%) Aufgabe 1: Interview 5 Punkte. Aufgabe 2: Rollenspiel 5 Punkte. Aufgabe 3: Monolog 4 Punkte

Schüler 1. Gesamt: 23 Punkte (77%) Aufgabe 1: Interview 5 Punkte. Aufgabe 2: Rollenspiel 5 Punkte. Aufgabe 3: Monolog 4 Punkte Schüler 1 Gesamt: 2 (77%) Aufgabe 1: Interview 5 Punkte Aufgabe 2: Rollenspiel 5 Punkte Aufgabe 3: Monolog Transkription des Monologs (Sprechzeit 2:20) Gesamtbewertung: Der Schüler kann sich angemessen

Mehr

Kreatives Gestalten mit Flash 5.0

Kreatives Gestalten mit Flash 5.0 Kreatives Gestalten mit Flash 5.0 Animationen, Effekte und Anwendungen für das WWW Bearbeitet von Isolde Kommer 1. Auflage 2000. Buch. 444 S. Hardcover ISBN 978 3 446 21463 7 Format (B x L): 20,1 x 23,6

Mehr

Wie läuft eine Entscheidung ab? Seite 9

Wie läuft eine Entscheidung ab? Seite 9 Wie läuft eine Entscheidung ab? Seite 9 Bei welchen Entscheidungen sollte ich strikt methodisch vorgehen? Seite 12 Worauf basiert die hier vorgestellte Methode? Seite 17 1. Entscheidungen Jeden Tag treffen

Mehr

Diese Anleitung wurde erstellt von Niclas Lüchau und Daniel Scherer. Erste Anmeldung. Schritt 1: Anmeldung..2. Schritt 2: Passwort setzen 3

Diese Anleitung wurde erstellt von Niclas Lüchau und Daniel Scherer. Erste Anmeldung. Schritt 1: Anmeldung..2. Schritt 2: Passwort setzen 3 Diese Anleitung wurde erstellt von Niclas Lüchau und Daniel Scherer Inhalt Erste Anmeldung. Schritt 1: Anmeldung..2 Schritt 2: Passwort setzen 3 Schritt 3: Nachträgliches Ändern des Passworts..4 Schreiben

Mehr

Die Wortbildung des Deutschen. Wortbildungsmittel

Die Wortbildung des Deutschen. Wortbildungsmittel Die Wortbildung des Deutschen Wortbildungsmittel Voraussetzungen und Ziele der Wortbildungsanalyse Bildung von Wörtern folgt best. Wortbildungstypen Bildung nach Vorbild eines bereits bekannten Wortes

Mehr

Richtig und fair argumentieren

Richtig und fair argumentieren Richtig und fair argumentieren Dieser Artikel zeigt warum Diskussionen sich oft im Kreis drehen. wie man so argumentieren kann, dass Diskussionen vom Fleck kommen. Inhaltsverzeichnis Das Enthymem... 1

Mehr

Experiment Version 1

Experiment Version 1 Stoffe an ihren Eigenschaften erkennen Eperiment Version 1 Hier ist ein Auszug aus einem Schülerheft. Der Arbeitsauftrag ist schwarz geschrieben. Der blaue Tet stammt von einem Schüler. Aufgabe: Die drei

Mehr

Morphologie. Ending Khoerudin Deutschabteilung FPBS UPI

Morphologie. Ending Khoerudin Deutschabteilung FPBS UPI Morphologie Ending Khoerudin Deutschabteilung FPBS UPI Morphologie Was ist ein Wort? Morphologie ist linguistische Teildisziplin, die sich mit dem Gestalt, Flexion (Beugung) und Bildung von Wörtern beschäftigt.

Mehr

STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN SELBSTERKUNDUNGSHEFTE. Beruf und Studium BuS. Typ BA

STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN SELBSTERKUNDUNGSHEFTE. Beruf und Studium BuS. Typ BA STAATSINSTITUT FÜR SCHULQUALITÄT UND BILDUNGSFORSCHUNG MÜNCHEN SELBSTERKUNDUNGSHEFTE Beruf und Studium BuS Typ BA Startseite Typ A wichtige Information, daher bitte genau lesen! Sie stehen am Anfang Ihrer

Mehr

2 Der Kaufmannsbegriff

2 Der Kaufmannsbegriff Der Gewerbebegriff 25 2 Der Kaufmannsbegriff 2.1 Der Gewerbebegriff ImFolgendenwirdzunächstaufdenBegriffdes Gewerbes eingegangen.dennderge werbebegriff ist die Grundlage für das Verständnis des vom Handelsgewerbe

Mehr

Das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft

Das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft Institut für Wachstumsstudien www.wachstumsstudien.de IWS-Papier Nr. 1 Das Wachstum der deutschen Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland 1950 2002.............Seite 2 Relatives Wachstum in der

Mehr

Stellen Sie bitte den Cursor in die Spalte B2 und rufen die Funktion Sverweis auf. Es öffnet sich folgendes Dialogfenster

Stellen Sie bitte den Cursor in die Spalte B2 und rufen die Funktion Sverweis auf. Es öffnet sich folgendes Dialogfenster Es gibt in Excel unter anderem die so genannten Suchfunktionen / Matrixfunktionen Damit können Sie Werte innerhalb eines bestimmten Bereichs suchen. Als Beispiel möchte ich die Funktion Sverweis zeigen.

Mehr

25 kann ohne Rest durch 5 geteilt werden! ist wahr

25 kann ohne Rest durch 5 geteilt werden! ist wahr Lehrbrief 2: Lektion 8 - C -Praxis 4-1 - 5.2 Einfache Entscheidungen mit if und die Vergleichsoperatoren Nun tauchen wir immer tiefer in die Geheimnisse von C ein und beschäftigen uns mit einem sehr wichtigen

Mehr

LEITFADEN ZUR SCHÄTZUNG DER BEITRAGSNACHWEISE

LEITFADEN ZUR SCHÄTZUNG DER BEITRAGSNACHWEISE STOTAX GEHALT UND LOHN Stollfuß Medien LEITFADEN ZUR SCHÄTZUNG DER BEITRAGSNACHWEISE Stand 09.12.2009 Seit dem Januar 2006 hat der Gesetzgeber die Fälligkeit der SV-Beiträge vorgezogen. So kann es vorkommen,

Mehr

Lösungen Kapitel 5 zu Arbeits- Übungsblatt 1 und 2: Trennverfahren unter der Lupe / Vorgänge bei der Papierchromatografie

Lösungen Kapitel 5 zu Arbeits- Übungsblatt 1 und 2: Trennverfahren unter der Lupe / Vorgänge bei der Papierchromatografie Lösungen Kapitel 5 zu Arbeits- Übungsblatt 1 und 2: Trennverfahren unter der Lupe / Vorgänge bei der Papierchromatografie 77 Lösungen Kapitel 5 zu Arbeits- Übungsblatt 3-6: Trennverfahren Küche, Aus Steinsalz

Mehr

2. Psychologische Fragen. Nicht genannt.

2. Psychologische Fragen. Nicht genannt. Checkliste für die Beurteilung psychologischer Gutachten durch Fachfremde Gliederung eines Gutachtens 1. Nennung des Auftraggebers und Fragestellung des Auftraggebers. 2. Psychologische Fragen. Nicht genannt.

Mehr

L10N-Manager 3. Netzwerktreffen der Hochschulübersetzer/i nnen Mannheim 10. Mai 2016

L10N-Manager 3. Netzwerktreffen der Hochschulübersetzer/i nnen Mannheim 10. Mai 2016 L10N-Manager 3. Netzwerktreffen der Hochschulübersetzer/i nnen Mannheim 10. Mai 2016 Referentin: Dr. Kelly Neudorfer Universität Hohenheim Was wir jetzt besprechen werden ist eine Frage, mit denen viele

Mehr

syntax.tex Eine Übersicht

syntax.tex Eine Übersicht syntax.tex Eine Übersicht Bernd Worsch 7. Juli 1997 Inhaltsverzeichnis 1 Einleitung 1 2 Bevor es funktioniert... 1 3 Grundelemente von syntax.tex 1 4 Strukturelemente von syntax.tex 3 5 Setzen von Syntaxdiagrammen

Mehr

FlexWork-Phasenmodell: Befragung von Schweizer Unternehmen und Verwaltungen zur örtlichen und zeitlichen Arbeitsflexibilität

FlexWork-Phasenmodell: Befragung von Schweizer Unternehmen und Verwaltungen zur örtlichen und zeitlichen Arbeitsflexibilität Institut für Kooperationsforschung und -entwicklung ifk FlexWork-Phasenmodell: Befragung von Schweizer Unternehmen und Verwaltungen zur örtlichen und zeitlichen Arbeitsflexibilität Autoren/Autorin: Dr.

Mehr

Frühjahr 2000, Thema 2, Der elektrische Widerstand

Frühjahr 2000, Thema 2, Der elektrische Widerstand Frühjahr 2000, Thema 2, Der elektrische Widerstand Referentin: Dorothee Abele Dozent: Dr. Thomas Wilhelm Datum: 01.02.2007 1) Stellen Sie ein schülergemäßes Modell für einen elektrisch leitenden bzw. nichtleitenden

Mehr

Einleitung. Was dieses Buch beinhaltet

Einleitung. Was dieses Buch beinhaltet LESEPROBE Einleitung Was dieses Buch beinhaltet Dieses Arbeitsbuch nimmt Sprache und Literatur aus der Vermittlungsperspektive in den Blick, d.h. Sprache und Literatur werden sowohl als Medien als auch

Mehr

Niederlassung München Bayerstraße 24 80335 München Tel. +49 (0)89/66 60 91 12 Fax +49 (0)89/66 60 91 20

Niederlassung München Bayerstraße 24 80335 München Tel. +49 (0)89/66 60 91 12 Fax +49 (0)89/66 60 91 20 Arnold, Demmerer & Partner Gesellschaft für creatives Zielgruppenmarketing mbh Zentrale Stuttgart Mittlerer Pfad 26 70499 Stuttgart Tel. +49 (0)711/8 87 13 0 Fax +49 (0)711/8 87 13 44 www.zielgruppenmarketing.de

Mehr

Unterscheidung: Workflowsystem vs. Informationssystem

Unterscheidung: Workflowsystem vs. Informationssystem 1. Vorwort 1.1. Gemeinsamkeiten Unterscheidung: Workflowsystem vs. Die Überschneidungsfläche zwischen Workflowsystem und ist die Domäne, also dass es darum geht, Varianten eines Dokuments schrittweise

Mehr

Arbeitsmarkteffekte von Umschulungen im Bereich der Altenpflege

Arbeitsmarkteffekte von Umschulungen im Bereich der Altenpflege Aktuelle Berichte Arbeitsmarkteffekte von Umschulungen im Bereich der Altenpflege 19/2015 In aller Kürze Im Bereich der Weiterbildungen mit Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf für Arbeitslose

Mehr

Zwischenmenschliche Beziehungen erfolgreich gestalten

Zwischenmenschliche Beziehungen erfolgreich gestalten Vera F. Birkenbihl KOMMUNIKATIONS- TRAINING Zwischenmenschliche Beziehungen erfolgreich gestalten Inhalt Vorwort.............................. 7 Teil I: Theorie 1. Das Selbstwertgefühl (SWG).................

Mehr

Verschlüsseln von Dateien mit Hilfe einer TCOS-Smartcard per Truecrypt. T-Systems International GmbH. Version 1.0 Stand 29.06.11

Verschlüsseln von Dateien mit Hilfe einer TCOS-Smartcard per Truecrypt. T-Systems International GmbH. Version 1.0 Stand 29.06.11 Verschlüsseln von Dateien mit Hilfe einer TCOS-Smartcard per Truecrypt T-Systems International GmbH Version 1.0 Stand 29.06.11 Impressum Herausgeber T-Systems International GmbH Untere Industriestraße

Mehr

UNTERRICHTSPLaN LEkTIoN 6

UNTERRICHTSPLaN LEkTIoN 6 Lektion 6 Ich brauche kein Büro. UNTERRICHTSPLaN LEkTIoN 6 1 Arbeiten am See a CD 1.36 führen Sie ein kurzes Einstiegsgespräch auf Deutsch zum foto. Was sehen die TN? Wie geht es der Person? Welche Gegenstände

Mehr

Präsentieren aber richtig Seminar-Script

Präsentieren aber richtig Seminar-Script Präsentieren aber richtig Seminar-Script Gerhild Löchli - www.brainobic.at Peter Schipek - www.lernwelt.at Inhalt In 30 Sekunden oder noch schneller Warum 30 Sekunden? 30 Sekunden wie soll das denn gehen?

Mehr

Anna Haker Humanenergetikerin Praxis Stempfergasse Stempfergasse 6, 8010 Graz

Anna Haker Humanenergetikerin Praxis Stempfergasse Stempfergasse 6, 8010 Graz Die EFT-Grundtechnik 1. Das Problem und das Gefühl EFT setzt man ein, wenn ein Problem vorhanden ist, das ein Gefühl in einem auslöst. Dabei ist es nicht wichtig, ob dieses Problem aktuell oder Vergangenheit

Mehr

SEK II. Auf den Punkt gebracht!

SEK II. Auf den Punkt gebracht! SEK II Profil- und Kurswahl Einbringungspflicht Abitur-Bestimmungen Gesamtqualifikation Auf den Punkt gebracht! 1 Inhaltsverzeichnis Sinn und Zweck dieses Dokuments...3 Profil- und Kurswahl für den 11.

Mehr

Thema 3: Verwendung von Texten

Thema 3: Verwendung von Texten PASCH-net und das Urheberrecht Thema 3: Verwendung von Texten Texte sind zwar nicht immer, aber meistens durch das Urheberrecht geschützt. Nur ganz kurze Texte, die zum Beispiel ausschließlich aus einfachen

Mehr

nächsten Baustein Ein bleibender Eindruck - Die Rechnung. eigenen Abschnitt letzten Kontaktpunkte

nächsten Baustein Ein bleibender Eindruck - Die Rechnung. eigenen Abschnitt letzten Kontaktpunkte Herzlich Willkommen zum nächsten Baustein zum Thema Kundenzufriedenheit, diesmal unter dem Titel Ein bleibender Eindruck - Die Rechnung. Obwohl die Rechnung bzw. ihre Erläuterung in den meisten Prozessabläufen

Mehr

Und nun kommt der wichtigste und unbedingt zu beachtende Punkt bei all deinen Wahlen und Schöpfungen: es ist deine Aufmerksamkeit!

Und nun kommt der wichtigste und unbedingt zu beachtende Punkt bei all deinen Wahlen und Schöpfungen: es ist deine Aufmerksamkeit! Wie verändere ich mein Leben? Du wunderbarer Menschenengel, geliebte Margarete, du spürst sehr genau, dass es an der Zeit ist, die nächsten Schritte zu gehen... hin zu dir selbst und ebenso auch nach Außen.

Mehr

Ermittlung der Bevorzugung einer Investitionsvariante aufgrund des Vergleichs der Kosten, die bei den verschiedenen Varianten entstehen.

Ermittlung der Bevorzugung einer Investitionsvariante aufgrund des Vergleichs der Kosten, die bei den verschiedenen Varianten entstehen. Kapitel 63 Investitionsrechnung b) Statische Investitionsrechnung I. Kostenvergleich Zweck Ermittlung der Bevorzugung einer Investitionsvariante aufgrund des Vergleichs der Kosten, die bei den verschiedenen

Mehr

Managementberichte verständlich gestalten

Managementberichte verständlich gestalten 2.06 Business Intelligence Managementberichte verständlich gestalten Rolf Hichert Managementberichte in Form von Statusübersichten oder Entscheidungsvorlagen sind wichtige Medien für die Vermittlung der

Mehr

Ist Fernsehen schädlich für die eigene Meinung oder fördert es unabhängig zu denken?

Ist Fernsehen schädlich für die eigene Meinung oder fördert es unabhängig zu denken? UErörterung zu dem Thema Ist Fernsehen schädlich für die eigene Meinung oder fördert es unabhängig zu denken? 2000 by christoph hoffmann Seite I Gliederung 1. In zu großen Mengen ist alles schädlich. 2.

Mehr

1 Wiederholung einiger Grundlagen

1 Wiederholung einiger Grundlagen TUTORIAL MODELLEIGENSCHAFTEN Im vorliegenden Tutorial werden einige der bisher eingeführten Begriffe mit dem in der Elektrotechnik üblichen Modell für elektrische Netzwerke formalisiert. Außerdem soll

Mehr

Informationsblatt Induktionsbeweis

Informationsblatt Induktionsbeweis Sommer 015 Informationsblatt Induktionsbeweis 31. März 015 Motivation Die vollständige Induktion ist ein wichtiges Beweisverfahren in der Informatik. Sie wird häufig dazu gebraucht, um mathematische Formeln

Mehr

Die Wortbildung des Deutschen

Die Wortbildung des Deutschen Elke Donalies Die Wortbildung des Deutschen Ein Überblick Zweite, überarbeitete Auflage Gunter Narr Verlag Tübingen Inhalt Vorwort 11 Vorwort zur 2. Auflage 12 1. Einleitung: Warum sich die Auseinandersetzung

Mehr

Abenteuer Schrift in der Kita Rappelkiste" in Wünsdorf Wir arbeiten seit 6 Jahren nach dem infans-konzept der Frühpädagogik

Abenteuer Schrift in der Kita Rappelkiste in Wünsdorf Wir arbeiten seit 6 Jahren nach dem infans-konzept der Frühpädagogik Abenteuer Schrift in der Kita Rappelkiste" in Wünsdorf Wir arbeiten seit 6 Jahren nach dem infans-konzept der Frühpädagogik Immer wieder erleben wir, wie sich die Kinder mit Schrift und Sprache im Kita-Alltag

Mehr

Elektronenpaarbindung (oder Atombindung) Nichtmetallatom + Nichtmetallatom Metallatom + Nichtmetallatom 7. Welche Bindungsart besteht jeweils?

Elektronenpaarbindung (oder Atombindung) Nichtmetallatom + Nichtmetallatom Metallatom + Nichtmetallatom 7. Welche Bindungsart besteht jeweils? LÖSUNGEN Probetest 1 Kap. 03 Theorie Name: 1. C = Kohlenstoff Ag = Silber Br = Brom Schwefel = S Lithium = Li Uran = U 2. Aluminium - Finde die richtigen Zahlen mit Hilfe deines PSE: Massenzahl: 27 Ordnungszahl:

Mehr

Kennsilbe. -an. -en -in. -yl. -ol. -al (VI) -on. (VII) -säure (VIII)

Kennsilbe. -an. -en -in. -yl. -ol. -al (VI) -on. (VII) -säure (VIII) Hinweise und Übungen zur Nomenklatur (Benennung) organischer Verbindungen Die Vielfalt organischer Verbindungen ist im Gegensatz zur anorganischen hemie durch wenige Elemente aber zahlreiche Strukturmöglichkeiten

Mehr

Professionalisierung interaktiver Arbeit: Das Forschungskonzept

Professionalisierung interaktiver Arbeit: Das Forschungskonzept Wolfgang Dunkel, G. Günter Voß, Wolfgang Menz, Margit Weihrich, Kerstin Rieder Professionalisierung interaktiver Arbeit: Das Forschungskonzept PiA Kick Off IBZ München München, 12.3.2009 Ablauf der Präsentation

Mehr

- mit denen Sie Ihren Konfliktgegner in einen Lösungspartner verwandeln

- mit denen Sie Ihren Konfliktgegner in einen Lösungspartner verwandeln 3 magische Fragen - mit denen Sie Ihren Konfliktgegner in einen Lösungspartner verwandeln Dipl.-Psych. Linda Schroeter Manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln! Der Mensch, mit dem wir viel zu Regeln,

Mehr

Kontrastive Linguistik und Übersetzung ein Vergleich

Kontrastive Linguistik und Übersetzung ein Vergleich Kontrastive Linguistik und Übersetzung ein Vergleich Wintersemester 2014/15 Institut für Romanistik Aufbauseminar Kontrastive Linguistik Seminarleiterin: Frau Nora Wirtz M.A. Referentin: Ksenia Lopuga

Mehr

4. BEZIEHUNGEN ZWISCHEN TABELLEN

4. BEZIEHUNGEN ZWISCHEN TABELLEN 4. BEZIEHUNGEN ZWISCHEN TABELLEN Zwischen Tabellen können in MS Access Beziehungen bestehen. Durch das Verwenden von Tabellen, die zueinander in Beziehung stehen, können Sie Folgendes erreichen: Die Größe

Mehr

Die CE-Kennzeichnung

Die CE-Kennzeichnung Die CE-Kennzeichnung 1. Was bedeutet die CE-Kennzeichnung? Die CE-Kennzeichnung ist kein Qualtitätssiegel. Dadurch wird lediglich angezeigt, daß ein Produkt die Anforderungen aller relevanten EG-Richtlinien

Mehr

In der deutschsprachigen Hundeszene (ein unpassendes Wort, weil sich die Hunde ja nicht an den Diskussionen beteiligen können) herrscht heute ein

In der deutschsprachigen Hundeszene (ein unpassendes Wort, weil sich die Hunde ja nicht an den Diskussionen beteiligen können) herrscht heute ein Einleitung Hunde sind faszinierende Lebewesen. Ich glaube, es gibt kein anderes Tier, das derart viele Aufgaben und vor allem Ansprüche des Menschen erfüllt und erfüllen muss wie der Hund. Sie müssen für

Mehr

Intrinsisch motivierte Mitarbeiter als Erfolgsfaktor für das Ideenmanagement: Eine empirische Untersuchung

Intrinsisch motivierte Mitarbeiter als Erfolgsfaktor für das Ideenmanagement: Eine empirische Untersuchung Intrinsisch motivierte Mitarbeiter als Erfolgsfaktor für das Ideenmanagement: Eine empirische Untersuchung Bearbeitet von Martina Sümnig Erstauflage 2015. Taschenbuch. 176 S. Paperback ISBN 978 3 95485

Mehr