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1 L Ö S U N G A U F G A B E 3 A. ERLÄUTERN SIE DIE GESAMTWIRTSCHAFTLICHEN AUFGABEN DER BANKEN. Im gesamtwirtschaftlichen Geschehen spielen Banken eine entscheidende Rolle. Sie versorgen Unternehmen und Haushalte mit Geld, bieten Möglichkeiten zur Kapitalanlage, vermitteln, beraten und übernehmen Risiken. Daraus lassen sich zwei Aufgabenkomplexe ableiten: Intermediation und Geldschöpfung. Literatur zu diesem Thema: Becker, Paul/Peppmeier, Arno (2006): Bankbetriebslehre, 6., aktualisierte Auflage, Ludwigshafen. (S ). 1 INTERMEDITATIONSFU NKTIONEN: Intermediär = Mittler zwischen zwei oder mehreren Parteien. Bei Kreditinstituten gibt es zwei Intermediationfunktionen: 1.1 BANKENINTERMEDIATION (KAPITALLENKUNG) Banken sind hierbei als bilanzierende Institutionen zwischen Kapitalgeber und Kapitalnehmer geschaltet und sorgen für einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Angebots- und Nachfragebedürfnissen. (Kapitalanleger: schnelle Liquidierbarkeit und geringes Risiko vs. Kapitalnachfrager: feste Kreditlaufzeiten und Beteiligung des Kapitalgebers am Kreditausfallrisiko). Traditionelle Transformationsfunktionen: Losgrößentransformation, Fristentransformation, Kreditrisikotransformation Losgrößentransformation: bedeutet eine quantitative Anpassung der Kapitalbeträge. Dies ist nötig, weil die Volumina von Angebot und Nachfrage i.d.r. nicht übereinstimmen. Für die meisten Banken und Sparkassen ist es charakteristisch, dass die durchschnittlichen Kreditbeträge höher sind als die durchschnittlichen Einlagen. Viele Kleinbeträge aus Sicht- und Spareinlagen werden gebündelt und in Form von größeren Krediten herausgelegt. Dass eine Großeinlage in zahlreiche Kleinkredite zerlegt wird, kommt zwar in allen Banken vor, ist aber eher typisch für Teilzahlungsbanken. 1

2 Fristentransformation: dient dem Ausgleich zwischen divergierenden Kapitalüberlassungs- und Zinsbindungsfristen. Insgesamt übersteigt der langfristige Kreditbedarf die zeitlich entsprechenden Einlagen deutlich und deshalb wandeln die Banken kurzfristige Einlagen in langfristige Kredite um. Kreditrisikotransformation: dient dem Interessenausgleich zwischen den unterschiedlichen Risikowünschen von Kapitalangebot und nachfrage. Durch Banken wird das Bonitätsrisiko (Ausfallrisiko) für die Kapitalanleger entscheidend gemindert. (Zusätzliches Haftungsvermögen der Bank und evtl. Einlagensicherung vorhanden und darüber hinaus mehr Erfahrung, fachliches und instrumentelles Potential seitens der Bank). 1.2 MARKTINTERMEDIATION Neben der zentralen Aufgabe der Kapitallenkung spielen zusätzliche Dienstleistungen insbesondere im Wertpapier- und Informationsmarkt eine bedeutende Rolle. Tätigkeitsschwerpunkte im Rahmen der Marktintermediation sind: Handel von Wertpapieren, Devisen und Derivaten für Kunden, aber auch als Eigengeschäft. Beratung und Vermittlung in Bezug auf einzelne Finanzprodukte und Portfoliomanagement bis hin zur umfassenden Unternehmensberatung. Informationsdienstleistungen, also Bereitstellung von Rechenzentren und Zahlungsverkehrssystemen für andere Banken und Nichtbanken, Nutzung multimedialer Informations- und Kommunikationssysteme für Nachrichtenangebote, Datenbanken, Kulturservice usw. Risikomanagement, also bewusste Übernahme nicht nur von Kreditausfallrisiken, sondern auch von Marktpreisrisiken (Zinsänderungs-, Aktienkurs-, Währungs-, Edelmetall- und Rohwarenrisiken). 2 GELDSCHÖPFUNG Geldmenge ist definiert als Bargeldumlauf und kurzfristige Verbindlichkeiten des Geldschöpfungssektors 1) in Händen des Geldhaltungssektors 2). 1) Monetären Finanzinstitute: Zentralbanken, Kreditinstitute und sonstige Finanzmarktinstitute (vor allem Geldmarktfonds). 2) Private Haushalte, nichtfinanzielle Unternehmen, Länder, Gemeinden, Sozialversicherungsträgern. 2

3 Die Geldmenge kann aktiv von den Zentralbanken erhöht werden: - Gewährung von Krediten - den Ankauf von Wertpapieren, Devisen und anderen Vermögenswerten. Die Geschäftsbanken, deren wesentlichen Instrumente die Kreditschöpfung und der Zahlungsverkehr sind, können die Geldmenge jedoch noch passiv erhöhen. 2.1 KREDITSCHÖPFUNG Ausgangspunkt: - Banken gewähren ihren Kunden Kredite - Und die Kunden lassen die ihnen eingeräumten Kredite auf Konten bei anderen Banken überweisen (Giralgeld). Damit entstehen zusätzliche Bankeinlagen, die ihrerseits die Basis für weitere Kreditgewährung bilden. Aufgrund der Kreditschöpfung sind die Geschäftsbanken in der Lage, den Zentralbankgeldbestand zu vervielfachen und als Buchgeld anzubieten. (Gesamte Kreditnachfragevolumen und die Schnelligkeit des Nachfrageverhaltens geben zunächst die Obergrenze). Der Kreditschöpfungsprozess wird jedoch durch weitere Faktoren limitiert. Es handelt sich um folgende Kreditschöpfungsmultiplikatoren: Bargeldabzugsquote, weil davon auszugehen ist, dass die Kreditnehmer nicht die gesamten Kreditbeträge auf andere Bankkonten überweisen, sondern einen Teil bar anziehen. Mindestreservesätze (geben an, wie viel Prozent der Nichtbankeneinlagen die Kreditinstitute als Sichtguthaben bei ihrer Zentralbank unterlegen müssen.) Je niedriger die Mindestreservesatz, desto höher sind die Einlagenüberschüsse, die die Banken als Kredite herausgeben können. Liquidität wird aufgebaut, wenn Banken freiwillig Einlagen auf ihr Zentralbankkonto überführen. 2.2 ZAHLUNGSVERKEHR Für die Kreditschöpfung ist der bargeldlose Zahlungsverkehr eine unabdingbare Voraussetzung. (Überweisungen, Schecks und Lastschriften als Großteil des Zahlungsverkehrs). Der Zahlungsverkehr ist für alle Sektoren einer Volkswirtschaft unverzichtbar. Beschaffung, Produktion und Absatz von Waren und Dienstleistungen setzen eine 3

4 schnelle und sichere Abwicklung der Zahlungsvorgänge voraus. Das Anbieten und Durchführen sowie die stetige Weiterentwicklung des Zahlungsverkehrs sind deswegen grundlegende gesamtwirtschaftliche Aufgaben der Banken. 4

5 B. BEGRÜNDEN SIE DIE NOTWENDIGKEIT EINER BANKENAUFSICHT UND GEBEN SIE EINEN ÜBERBLICK ÜBER REGULIERUNGSFORMEN DES BANKENMARKTES. 1 BEGRÜNDUNG EINER BANKENAUFSICHT Vertrauensempfindlichkeit des Bankgeschäfts Einleger muss der Bank i.d.r. einseitig vertrauen, denn: Bankkunden verfügen meist nicht über notwendige Kenntnisse/ Informationen, um die Bank zu beurteilen. Banken gehen gegenüber ihren Kunden oft sehr langfristige Verpflichtungen ein. Einlagebeträge der einzelnen Einleger sind relativ klein, Einleger einer Bank sind selten organisiert. Die Verhandlungsmacht der Einleger gegenüber ihrer Banken ist eher gering. Argumente für eine Bankenaufsicht 1) Funktionsschutz-Argument Aufrechterhaltung der zentralen Funktion der Finanzintermediäre für die restliche Wirtschaft. 2) Einlegerschutzargument Fürsorgepflicht des Staates. 3) Kontrollkostenargument staatliche Bankenaufsicht ist billiger und effizienter als Kontrolle durch die einzelnen Einleger. 4) Bankrun-Argument Konkurswahrscheinlichkeit für Banken wird minimiert, um einen allgemeinen Vertrauensverlust der Einleger und einen massiven Einlagenabzug zu verhindern. 2 FORMEN DER REGULIERUNG Folie Regulierungsformen I Selbstregulierung vs. staatliche Regulierung Selbstregulierung/Freebanking/Marktkontrolle: Grundgedanke: Anleger sind voll über Risiken informiert und bepreisen diese; Banken suchen sich eigene Risikoposition aus. Anhänger unterstellen geringere Transaktionskosten. heute gibt es jedoch keinen Staat mehr ohne Bankenaufsicht. 5

6 Freebanking + Bankenaufsicht ergänzen sich: Minimum aus Kontrollkosten und Versagenskosten bei effizienter Kombination aus staatlicher und marktlicher Kontrolle. Optimale Kombination ändert sich im Zeitverlauf. (Kontrollkosten derzeit ca % der nicht zinsabhängigen Aufwendungen von Banken) II Staatliche Regulierung: Präventive und protektive Maßnahmen sind notwendig, damit Banken nicht zu hohe Risiken eingehen und damit protektive Maßnahmen zu teuer machen. schaffen Vertrauen bei den Einlegern und wirken so auch präventiv. Präventive Maßnahmen: Sollen die Wahrscheinlichkeit einer Krise oder eines Bankenzusammenbruchs verringern. Zulassungsanforderungen, Eigenkapitalnormen, Liquiditätsgrundsätze, Diversifikationsgebote, Protektive Maßnahmen: Sollen im Krisenfall Bankkunden und andere Banken vor den Verlusten schützen. Einlagen-, Institutssicherungsfonds, Aufsicht, Staat. II.1 Protektive Maßnahmen: Regelbindung/Diskretionäre Spielräume Regelbindung: Wie gut passen die Regeln für (viele unterschiedliche) Banken? Wie viel Entwicklung lassen die Regeln zu? Wie lassen sich die Regeln begründen? Über ein geschlossenes theoretisches Modell oder Über empirische Untersuchungen? 6

7 Diskretionäre Handlungsspielräume: Wie wird die Chancen-/ Wettbewerbsgleichheit gewahrt? Was ist kurzfristig, was ist langfristig effizient? Folie Diskretionäre Maßnahmen II.2 Vertragliche Interventionen: Einlagensicherung, Institutssicherung Es entstehen Moral-Hazard-Risiken: Marktkontrolle ist deutlich schwächer, da auf Sicherungsmechanismen vertraut wird. Risikogemeinschaft: Bankmanager werden für risikofreudiges Verhalten belohnt, nie bestraft. Kontrollprobleme Ausgestaltung der Sicherungssysteme ist wichtig, z.b. Deckungsgrad, Prämiensatzstruktur, Raum für diskretionäre Entscheidungen, staatl./privat, III Präventive Maßnahmen: Quantitative und qualitative Normen Quantitative Normen: Dienen in erster Linie zur Begrenzung von Geschäftsrisiken. Setzen direkt an messbaren Risiken an, z.b. Solvabilitätsvorschriften. Setzten indirekt an Geschäftsstrukturen an, z.b. Vorgabe für Portfoliodiversifikation. ABER: Hinken tendenziell der Praxis hinterher. Qualitative Normen: Dienen in erster Linie zur Steuerung von Ziel- und Organisationsrisiken. Betreffen z.b. den Zielbildungsprozess in der Bank, ihre Aufbau- und Ablauforganisation, Revision/Publizität, Lassen sich nicht genau festlegen großer Ermessensspielraum für Banken und Bankenaufsicht Quantitative Normen: Selektive Normen vs. Umfassende Normen Selektive quantitative Normen: Risiken werden einzeln gemessen und jeweils durch das haftende Eigenkapital begrenzt. altes deutsches System : Messzahlen für Ausfall- und Preisrisiken werden durch haftendes Eigenkapital begrenzt. Liquiditätsrisiken werden durch Finanzierungsregeln eingeschränkt. Umfassende quantitative Normen: Die für die einzelnen Risiken ermittelten Risikomesszahlen werden zu einer Gesamtrisikomesszahl aggregiert und in Bezug zum Eigenkapital gesetzt. 7

8 Geht in Richtung Basel I. Probleme: Aggregation, Risikobewusstsein. 3 FAZIT Die Bankenregulierung ist durchtränkt mit Anreizproblemen: Einleger/Bank, Bank/Schuldner, Bank/Aufsicht, Einleger/Aufsicht. Anreizprobleme entstehen überall dort, wo Entscheidungsträger nicht voll für die Folgen ihres Handels haften. Im Bankgeschäft ist dies inhärent der Fall (Eigen- /Fremdkapital). Die Bankenregulierung soll diese Anreizprobleme identifizieren, analysieren und mindern. Dafür steht ihr ein umfangreicher Instrumentenkasten zur Verfügung. 8

9 C. ERLÄUTERN SIE DIE ORGANISATION DER BANKENAUFSICHT IN DEUTSCHLAND UND EUROPA. 1 BANKENAUFSICHT IN DEUTSCHLAND Organisationsformen der Bankenaufsicht in Deutschland Teil des Finanzministeriums Selbständige Behörde Teil der Zentralbank Durchsetzungsvermögen Hoch Niedriger Mittel Unabhängigkeit Gering Größer Gefahr von Zielkonflikten Informationsstand Schlecht Schlecht Gut Folie Entwicklung KWG Folie Aufsicht über die Finanzinstitutionen Folie Gläubigerschutz und Funktionenschutz Eingriffsebenen der Bankenaufsicht Bankensystem/ Marktstruktur: Verbot bestimmter Geschäften, Vorgaben von Mindest- und Höchstgrößen, Einzelne Bank/ Bankleitung: Rechtsform (z.b. Neuzulassung nur für Kapitalgesellschaften), quantitative Vorgaben für Geschäfts- und Risikostruktur, Bankorganisation/ -mitarbeiter: Anforderungen für bestimmte Geschäfte (MaH Mindestanforderungen an das Betreiben von Handelsgeschäften der Kreditinstitute, MaK Mindestanforderungen für die Kreditvergabe von Kreditinstituten,, MaRisk Mindestanforderungen an das RM), Qualifikation und Charakter der Mitarbeiter Bankkunden/ Markt: Informationspflichten, Anforderungen an Verträge, Festlegung vertraglicher Elemente, Preisvorgaben, Produktverbot Informationspflichten der Banken Bei Zulassung zum Bankgeschäft: Eigenmittel, haftendes Eigenkapital/ Geschäftsleiter, Antragsteller, Geschäftsplan/ Inhaber bedeutender Beteiligungen 9

10 Im laufenden Geschäft: Fallweise: Geschäftsvorfälle wie Großkredite, Änderungen bei Besitzverhältnissen, / Fortwährend die Grundsätze I, Ia, IIa, III Eingriffe bei Normverletzungen: Normenverletzung ohne weiteres Gefahrenmoment, 45/ Gefahr für die Sicherheit von Gläubigerforderungen, 46/ Konkursgefahr, 46a, 46b/ Gefahr eines allgemeinen Marktversagens, 47 10

11 2 BANKENAUFSICHT IN EUROPA Ziel: Wirtschaftliche Integration durch Schaffung eines gemeinsamen Binnenmarktes Vier Grundfreiheiten (EWG-Vertrag): Freizügigkeit der Arbeitnehmer Freiheit des Dienstleistungsverkehrs Freiheit des Warenverkehrs Freiheit des Kapitalverkehrs Schaffung eines integrierten Kapitalmarktes: Knappes Kapital soll in die Regionen und Sektoren mit der höchsten Produktivität fließen, und damit das Wirtschaftswachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinschaft insgesamt stärken Schaffung eines integrierten europäischen Marktes für finanzielle Dienstleistungen Folie Der Europäische Finanzraum Harmonisierung des Bankenaufsichtsrechtes Phase I: , der große Wurf 1969: Gründung der AG Bankrechtskoordinierung 1972: Richtlinienentwurf zur Koordinierung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften für die Aufnahme und Ausübung der selbständigen Tätigkeiten der Kreditinstitute In sich konsistenter Text, konzipiert als gesamteuropäisches KWG, das die nationalen Banksysteme aufsichtsrechtlich eng verbunden und weitgehend gleichgestellt hätte Globaler Entwurf lässt sich nicht durchsetzen, aber das Fernziel einer harmonisierten europäischen Bankenaufsicht bleibt es folgen viele kleine Schritte Phase II: : Stufenweise Harmonisierung Richtlinienentwurf wird in viele konkrete Einzelvorhaben aufgeschnürt, z.b. 1973: Niederlassungs-/Dienstleistungsrichtlinie 1977: 1. Bankrechtskoordinierungsrichtlinie 1983: Konsolidierungsrichtlinie 1986: Bankbilanzrichtlinie 11

12 Aber Umsetzung in kleinen Schritten war sehr zäh und langwierig Verzögerungstaktiken der einzelnen Mitgliedstaaten, um nationale strukturelle Gegebenheiten zu erhalten. Durchsetzungsprobleme aufgrund des Einstimmigkeitsgebotes Phase III: 1985 bis heute: Gegenseitige Anerkennung 1985, Weißbuch über Vollendung des Binnenmarktes -> EEA 86 Reduzierung des Einstimmigkeitserfordernisses Gegenseitige Anerkennung als genereller neuer Integrationsgrundsatz 300 Einzelmaßnahmen, prominent darunter auch der Banken- und Wertpapiermarkt Vier Prinzipien Mindestharmonisierung Gegenseitige Anerkennung der Gleichwertigkeit nationaler Aufsichtsvorschriften Erteilung einer einheitlichen europaweiten Lizenz für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen durch Herkunftsland Sitz-/ Heimat-/ Herkunftslandkontrolle Enorme Dynamik, zahlreiche Richtlinien verabschiedet Financial Sector Action Plan, Lamfalussy-Verfahren Schwachpunkte der Bankenaufsicht in Europa Unterschiedliche Qualität der nationalen Aufsicht Regelwerke sind noch nicht genug harmonisiert Ungleiche Umsetzung der EU-Richtlinien Ineffizienz paralleler Berichtswesen Inkonsistente Konsolidierungsregeln Falsche Anreize für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Aufsichtsbehörden Verbesserungsfähige Vertretung europäischer in internationalen Gremien 12

13 3 INTERNALISIERUNG DER BANKENAUFSICHT Folie Internalisierung der Bankenaufsicht in Europa Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht 1974 als informelle Zusammenkunft gegründet Erfahrungsaustausch der Bankaufsichtsbehörden Diskussion der Bankaufsichtsbehörden zur Überwachung international tätiger Banken Verlautbarungen sind Gentlemen s Agreements! Mitglieder B, CAN, D, F, GB, I, J, Lux, NL, S, CH, USA, EU-Kom Vertreter Deutschlands: Bundesbank, Bankenaufsicht Baseler Concordat (1975, 1983, 1990) Aufteilung der Aufgaben zwischen den Aufsichtsämtern unterschiedlicher Länder bei international tätigen Banken 1988: 1. Baseler Akkord Anforderung an international tätige Banken 8% der gewichteten Risikoaktiva mit Eigenkapital zu unterlegen Ziele: Angemessene Eigenkapitalausstattung der Banken, einheitliche Wettbewerbsbedingungen Standard findet mittlerweile in mehr als 100 Ländern Anwendung Umsetzung des Gentlemen s Agreement über nationale Gesetzgeber 1999, 2001, 2003, 2004, 2005: Konsultationspapiere bzw. finale Fassung für 2. Baseler Akkord Umfangreiche Überarbeitung des 1. Baseler Akkords stufenweises Inkrafttreten ab FAZIT Das deutsche Bankenaufsichtsrecht hat sich seit 1934 stark ausdifferenziert; in den letzten Jahren hat die Dynamik erheblich zugenommen. Inzwischen kommen die meisten Bankenaufsichtsrechtlichen Regelungen aus Brüssel, weil der europäische Bankenmarkt wesentlich für das Funktionieren des europäischen Binnenmarktes ist. 13

14 Um die Stabilität des globalen Finanzsystems und einheitliche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, werden Bankenaufsichtsrechtliche Regelwerke heute international genau abgestimmt. Dabei gibt es einen Tradeoff zwischen Vielfalt und Konvergenz. Die Umsetzung erfolgt über nationales Recht. 14

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