Ein nachhaltiges Konzept für Schüler, Eltern und Lehrer. durch Arbeit an der inneren Haltung

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1 Ein nachhaltiges Konzept für Schüler, Eltern und Lehrer zur Verbesserung des Lern- und Sozialklimas durch Arbeit an der inneren Haltung

2 Die Ausgangslage: Schüler sind überfordert oder unterfordert Unbefriedigende Leistungen Unterrichtsstörungen Verhaltensauffälligkeiten Vergessenes Unterrichtsmaterial Schulabsentismus Essstörungen Allgemeines Desinteresse Gering ausgebildete Kompetenzen auf sozialem und lernstrategischem Gebiet Gegenseitige Erwartungen von Lehrern und Eltern Arbeitsverdichtung Stress Zeitdruck Die Gründe: Schüler fühlen sich alleine gelassen Sie gestalten ihr Leben nicht konstruktiv Sie haben kein Zugehörigkeitsgefühl Sie glauben, Ihre Meinung sei nicht gefragt Sie denken, Lehrer sind ungerecht Sie fühlen sich benachteiligt Sie schauen ängstlich in die Zukunft Sie haben ein Loosergefühl Kurz: Sie sind entmutigt Die Ziele: Schüler beteiligen sich häufiger sozial konstruktiv Gelebte Gleichwertigkeit Annäherung der Erziehungsstile in Elternhaus und Schule Schüler sind sich ihrer Aufgaben und Ziele bewusst Schüler übernehmen mehr Verantwortung Stärkere Anteilnahme der Eltern am Schulleben Gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung Ermutigung führt zu Selbstständigkeit und Ver ant wortung 2

3 Ermutigung Neu Einzigartig Nur wer Mut hat, kann seine Lebensaufgaben erfüllen. Deswegen ist unser Ziel, die innere Haltung der Schüler zur Schule, ihrer Zukunft und ihrer Freizeit positiv zu verändern. Schüler brauchen Mut, um sich Ziele zu stecken und sie zu erreichen. Sie brauchen dazu Selbstwertgefühl und Verantwortungsbewusstsein für sich selbst und ihr Leben. Dies gelingt gut, wenn das unterstützende Umfeld nach den gleichen Prinzipien und mit der gleichen inneren Haltung handelt. Ermutigung kann dann erfolgreich gelingen, wenn Lehrer, Eltern und Schüler nach den gleichen Grundsätzen handeln. Deswegen gilt unser Angebot für diese drei Gruppen gleichzeitig. Wir stärken die Sozialkompetenz und das Verantwortungsgefühl der Schüler Wir entwickeln, schaffen und fördern Schnittmengen Wir entschärfen Konfliktbereiche zwischen Eltern, Lehrern und Schülern Wir versuchen, die Eltern so weit als möglich einzubinden Unser Angebot richtet sich an drei Gruppen gleichzeitig: Lehrer, Eltern und Schüler. Üblicherweise werden nur zwei der genannten Zielgruppen angesprochen. Unser Angebot wirkt nachhaltig, denn es kann und soll wiederholt werden oder ist in geeigneter Form (Projektwochen oder Projekttage) fortsetzbar. Denkbar ist auch eine nachgeschaltete Tutorenbegleitung. So kann die sozial konstruktive innere Haltung der Ermutigung dauerhaft verankert werden. Wir arbeiten mit einem praxisbezogenen Hintergrundwissen. Das bedeutet: Die Lehrkräfte im Schulsystem sind in der Regel gut ausgebildet, hoch qualifiziert und engagiert aber sie sind einem enormen Arbeitsdruck ausgesetzt. Wir können das aus eigener Erfahrung belegen. Externen Veränderungsvorschlägen für unser Schulsystem, mögen sie auch begründet und wissenschaftlich nachweisbar sein, fehlt oft das Insiderwissen und die Praxisorientierung. Unsere Mitarbeiter sind aktive Lehrer im Schuldienst, Referent und Kursleiter im Bildungs- und Sozialbereich und individualpsychologische Berater. So haben wir eine direkte Anbindung an die Lebenswelt der Schüler. Aus der Pr a xis - von der Pr a xis - für die Pr a xis 3

4 Die Grundl age Unser Konzept beruht auf den Grundlagen der Individualpsychologie, die von Alfred Adler begründet und von Rudolf Dreikurs weiterentwickelt wurde. Aus Sicht der Individualpsychologie ist jeder Mensch ein soziales Wesen und strebt nach Zugehörigkeit. Er hat nur Potenziale und braucht Mut, um seine Lebensaufgaben zu erfüllen. Deswegen ist Ermutigung eine wesentliche Kraft, die das natürliche Wachstumspotenzial im Menschen zur Entwicklung bringen kann. Durch Ermutigung bauen wir uns selbst und andere auf. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil von Erziehung und der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen Eltern, Schülern und Lehrern. Jeder kann Ermutigung anwenden! Sie ist erlernbar. Ermutigung ist eine Handlung und Haltung, die die Selbstständigkeit des Schülers durch Vertrauen frodert und fördert. Diese innere Haltung ist leicht und schnell verstehbar. Jedoch hat man sich durch Verständnis allein noch keine innere Haltung zu eigen gemacht. Erst durch Training wird eine Haltung verinnerlicht und erhält Nachhaltigkeit und dauerhafte Wirksamkeit. Erziehung aus Sicht der Individualpsychologie Die Individualpsychologie geht davon aus, dass sich Kinder bereits im ersten Lebensjahrzehnt grundlegende Meinungen über das Leben bilden. Sie entwickeln ihren persönlichen Lebensstil. Dabei machen sie sich einen Plan, wie Sie die Aufgaben des Lebens bewältigen können: ihren Lebensplan. Sie formen ihre Grundwahrheiten und Erkenntnisse über die Welt. Sie ziehen Schlüsse aus Ihrem Erleben. Sie erkennen: Wenn ich anerkannt, gut und zugehörig sein will, muss ich dies und jenes tun. Kinder ziehen ihre eigenen Schlüsse aus dem Verhalten der Umwelt. Sie entscheiden selbst, wie sie sein wollen, denn Menschen sind Entscheidung treffende Wesen. Sie sind nicht Opfer von Vererbung. Wenn Kinder unterfordert oder überfordert werden; wenn sie verzärtelt oder entmutigt werden, so bilden sie falsche Lebenspläne. Dann verhalten sie sich nicht mehr sozial konstruktiv. Sie beginnen zu stören. Wird Ihnen jedes Hindernis aus dem Weg geräumt, so werden Sie auch später hohe Erwartungen haben ohne das Gefühl, dafür auch eine Gegenleistung erbringen zu müssen - auch noch als Erwachsener. Verantwortlich für eine ermutigende Erziehung sind auch Schule und Erziehungsberechtigte. Wichtig ist uns der Grundsatz, dass es immer eine Tat und eine Folge gibt. Wer für sein Tun verantwortlich ist, muss mit den guten und unguten Folgen zurechtkommen. Dabei sollten die Erziehungsberechtigten helfen. Mit etwas Gelassenheit kommen wir auf diesem Weg Schritt für Schritt weg von der Fehlerorientierung und damit auch weg von den Strafen. Wir lernen, mit Folgen umzugehen und denken über Lösungen nach gemeinsam. Alle Menschen sind soziale wesen und streben nach Zugehörigkeit 4

5 Ziele für Schüler Ziele für Eltern: Ziele für Lehrkräf te Sie werden selbstbewusster und mutiger Sie übernehmen Verantwortung für sich selbst Sie erkennen ihre Stärken und Potenziale Sie entwickeln klare Ziele Sie verbessern ihre Teamfähigkeit Sie gestalten das eigene Leben aktiv Sie erlangen mehr Selbstständigkeit Verringerung der Mobbingfälle durch Stärkung des Selbstbewusstseins möglicher Opfer und durch Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls bei möglichen Tätern Erleichterung des Erziehungsalltags Vermeidung ergebnisloser Machtkämpfe Keine Selbstvorwürfe Verbesserung der Stimmung in der Familie Bessere Unterstützung der eigenen Kinder Die eigenen Stärken und Potenziale erkennen, dadurch mehr Mut und Selbstvertrauen Aufbauender Umgang mit sich selbst und den Kindern Sicherheit und Gelassenheit in Erziehungsaufgaben Erarbeitung konkreter Verhaltensweisen bei Erziehungsproblemen Möglichkeiten zur Ermutigung der Kinder nutzen Bessere Leistung der Kinder ohne Nachhilfe Weniger Druck und Stress für Eltern und Kinder Konstruktives und zukunftsorientiertes Handeln durch Änderung der inneren Haltung Erweiterung der Handlungskompetenzen Mehr Mut und Vertrauen in eigene Stärken und Fähigkeiten Guter Umgang mit sich selbst, Schülern und Eltern Umdenken - weg von der Fehlerorientierung Öfter Verantwortung abgeben Mehr Zufriedenheit bei der Bewältigung der täglichen Aufgaben Neues mutig anpacken Altes loslassen Ermutigung für Schüler, Eltern und Lehrkr äf te gleicherma ssen 5

6 Einführungsworkshop Dauer: ca. 3 Stunden Themen: Erläuterungen zu Grundsätzen in Erziehung und Pädagogik aus individualpsychologischer Sicht. Projektvorstellung auf einer Lehrerkonferenz unter Anwesenheit der Eltern- und Schülervertretungen Ermutigungsprojekte für Schüler 2 Projekttage Inhalte: 1 Mut, Vertrauen, Ermutigung 2 Selbstwertgefühl 3 Körperhaltung und Energie 4 Selbstermutigung: sich Ziele stecken 5 Wege zu eigenen Zielen 6 Freundschaft 7 Nicht ärgern lassen - anders reagieren 8 Wer bin ich: Fähigkeiten, Eigenschaften, innere Werte, soziales Ziel Ermutigungstraining für Lehrkräf te 8 Einheiten je 2 Stunden Inhalte: 1 Ermutigung und Beziehungsqualitäten 2 Erziehungsstile, Lob und Fehler, Zugehörigkeitsgefühl 3 Irrtümliche Nahziele der Kinder 4 Denken in Zuneigung 5 Strafen - nein danke - natürliche und logische Folgen 6 7Der situative Zielsatz 7 Umgang mit Konflikten 8 Entscheidungen treffen/klassenrat Ermutigungstraining für Eltern 7 Einheiten je 2 Stunden Inhalte: 1 Was finde ich gut an meinem Kind 2 Erziehungsstile, Lob und Fehler, Zugehörigkeitsgefühl 3 Lebensstil 4 Denken in Zuneigung - Kehrtwende 5 Strafen - nein danke - natürliche und logische Folgen 6 Der situative Zielsatz 7 Das soziale Dreieck - üble Nachrede Brückentag Transfertag 1 x 3 Zeitstunden Der Brückentag dient dem Erfahrungsaustausch und den Perspektiven Themen: Entwicklungsgespräche Erziehungsverträge Vergessenes Unterichtsmaterial Kehrdienst Da s Konzep t Unser Weg Wa s wir tun 6

7 Ulrich Hildebrand Vita: 0 Regelschullehrer (u.a. Musik und ev. Religion) 0 Individualpsychologischer Berater ADI 0 Referent und Lehrgangsleiter in der regionalen und überregionalen Lehrerfortbildung 0 Mitglied in Personalräten 0 Encouraging-Trainer für Erwachsene, Eltern und Jugendliche 0 Mitglied im Verein individualpsychologischer Berater Deutschlands (VIBD) Oliver Hechtenberg Vita: 0 Individualpsychologischer Berater 0 Referent und Kursleiter für Erlebnispädagogik und Lernberatung 0 Mitglied im Verein individualpsychologischer Berater Deutschlands (VIBD) und BVPPT 0 Teamberater und Supervisor Wir sind Lehrer und individualpsychologische Berater, ausgebildete Ermutigungs-Trainer 7

8 Oliver Hechtenberg Individualpsychologischer Berater Referent und Kursleiter für Erlebnispädagogik und Lernberatung Tel: Ulrich Hildebrand Individualpsychologischer Berater ADI Lehrer (aktiv im Schuldienst) Encouraging-Trainer Schoenaker-Konzept Tel:

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