Arbeitshilfe Business Plan (Stand 31. Juli 2012) Wie erstelle ich einen Business Plan?

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1 Arbeitshilfe Business Plan (Stand 31. Juli 2012) Wie erstelle ich einen Business Plan?

2 Inhalt Allgemeines zum Business Plan Warum brauche ich einen Business Plan? Bestandteile eines Business Plans Checkliste für ausgewählte Bestandteile eines Business Plans Executive Summary Geschäftsidee und Produkt / Dienstleistung Kunden, Märkte und Konkurrenz «Do s» und «Don ts» eines Business Plans

3 Allgemeines zum Business Plan Gibt klar und prägnant Auskunft über alle relevanten Aspekte eines Unternehmens Dient als wirkungsvolle Präsentation einer Geschäftsidee / eines Geschäftsmodells Ist nicht nur für Neugründungen hilfreich, sondern dient auch als Hilfsmittel des strategischen Managements Steigert nachweislich den Unternehmenserfolg, insb. bei etablierten und kleinen Unternehmen!* Should entrepreneurs plan or just storm the castle? A meta-analysis on contextual factors impacting the business planningperformance relationship in small firms, Brinckmann, Grichnik & Kapsa, Journal of Business Venturing, 2010; so zitiert in Fueglistaller et al.,

4 Warum brauche ich einen Business Plan? Der häufigste Grund, der für die Erstellung eines Business Plans genannt wird, ist die Neugründung eines Unternehmens Aber auch für etablierte Unternehmen kann die Erstellung eines Business Plans sinnvoll sein, bsps. wenn eine neue Strategie ausgearbeitet und festgelegt werden soll ein neues Geschäftsfeld erschlossen werden soll Kooperationen verhandelt und eingegangen werden sollen. Darüber hinaus ist ein Business Plan unausweichlich, sobald neuer Finanzmittel (Fremd- und Eigenkapital, vgl. Checkliste Finanzierung ) eingeworben werden sollen Banken fordern häufig eine Business Plan (inkl. Finanzplanung) für Kreditentscheidungen Kapitalbeteiligungsgesellschaften werden ohne Business Plan nur selten ein Investment tätigen

5 Bestandteile eines Business Plans Executive Summary Geschäftsidee und Produkt / Dienstleistung Kunden, Märkte und Konkurrenz Organisation und Vertrieb Risiken und Gegenmassnahmen Personen / Team Projektplan Schlüsselaussagen auf den ersten 1-2 Seiten Muss Geschäftsidee, Ertragsmechanismus (Wie verdiene ich Geld?), Wachstumspotential und Finanzbedarf beinhalten Kernaussagen zur Geschäftsidee und zum Leistungssystem Kundenbedürfnisse, Nutzen für den Kunden und Einzigartigkeit der Geschäftsidee ( unique selling proposition = USP) müssen dargestellt werden Es wird auf Zielmarkt, Kundensegmente und damit auf die Zielkunden eingegangen Das Marktpotential muss ausgelotet werden (Marktgrösse? Bisherige Aufteilung? Etc.) Konkurrenz (bestehend und potentiell) muss dargestellt werden Darstellung der Wertschöpfungskette in der Industrie sowie der Position des eigenen Produkts / der eigenen Dienstleistung (z.b. durch Wertkettenanalyse) Wie soll es vertrieben werden? Selbstkritische und realistische (!) Einschätzung der internen und externen Risiken (z.b. mit SWOT, d.h. Strength, Weaknesses, Opportunities und Weaknesses, Analyse) Ableitung von möglichen Gegenmassnahmen, um den Risiken zu begegnen Dieses Kapitel soll über die relevanten Erfahrungen und Kompetenzen des im Unternehmen in Schlüsselpositionen tätigen Personen geben Hier soll der inhaltliche und zeitliche Rahmen zur Umsetzung des Business Plans dargestellt werden (z.b. mit Milestones)

6 Checkliste: Executive Summary Kurz und prägnant (max. 2 Seiten)? Auch für Fachfremde verständlich? Kundennutzen dargestellt? Ertragsmodell erklärt? Marktpotential vor Augen geführt? Erfahrungen und Kompetenzen der Schlüsselpersonen glaubhaft?

7 Checkliste: Geschäftsidee und Produkt / Dienstleistung Produkt / Dienstleistung nachvollziehbar? Kundennutzen detailliert dargestellt? Was ist besonders an Ihrem Unternehmen (d.h. USP rechtfertigt)? Ertragsmodell überzeugend erklärt?

8 Checkliste: Kunden, Märkte und Konkurrenz Zielmarkt identifiziert? Kundengruppen segmentiert? Wie sieht Ihr Zielkunde aus? Marktverständnis (Markvolumen, Wachstumsraten, Erfolgsfaktoren, etc.) vorhanden? Konkurrenz (aktuell und potentiell) identifiziert und analysiert?

9 «Do s» und «Don ts» eines Business Plans Do s Involvieren Sie das gesamte Management Team in die Erstellung des Business Plans! Richten Sie den Plan individuell auf einzelne Zielgruppen aus (Banken / Beteiligungskapital vs. interne Verwendung, etc.)! Halten Sie den Business Plan einfach (d.h. auch für Fachfremde) verständlich, umfassend aber so kurz wie möglich! Bleiben Sie realistisch (in Ihren Annahmen)! Stellen Sie die zentralen Risiken und potentielle Probleme sachgerecht und aufschlussreich dar! Stellen Sie Ihre konkreten Anforderungen dar (Was wollen Sie? Wie viel Geld wird benötigt? Etc.)! Seien Sie kreativ, wenn es darum geht, die Aufmerksamkeit der Leser zu wecken! Erinnern Sie sich daran, dass ein guter Business Plan keinen selbstverständlichen Geschäftserfolg darstellt! Don ts Nutzen Sie keine Pseudonyme / Anonymisierungen (Herr T., etc.) in Ihrem Business Plan, wenn Sie sich auf Schlüsselpersonen beziehen! Machen Sie keine doppeldeutigen oder vagen Aussagen zum Geschäftsmodell / Zukunftsaussichten / Risiken! Beschreiben Sie technische Details in hinreichend allgemeingültiger Sprache, d.h. keine übertriebene Fachsprache! Investieren Sie nicht viel Geld und Zeit in schöne Prospekte / tolle PowerPoint Slides, sondern sorgen sie primär für Fleisch am Knochen!

10 Literaturverweise Fachliteratur Entrepreneurship: Modelle Umsetzung Perspektiven von U. Fueglistaller, C. Müller, S. Müller und T. Volery (2012, 3. Auflage) New Venture Creation Entrepreneurship for the 21 st Century von J. Timmons und S. Spinelli (2007, 7. Auflage)

11 Disclaimer und unser Dank Disclaimer Der Umgang mit den vorliegenden Informationen erfolgt auf eigene Verantwortung und auf eigenes Risiko. Die Stiftung KMU Next stellt lediglich Wissen und Ideen zur Verfügung, übernimmt aber keine Haftung für die von der Leserschaft gefällten Entscheidungen. Bei Bedarf empfehlen wird Ihnen sich direkt mit professionellen BeraterInnen Kontakt aufzunehmen. Unser Dank (Stand ) Stifter und Stiftungsträger Gönner Die Stiftung KMU Next bedankt sich bei allen Trägern und Partnern aus Wirtschaft und Verwaltung für die Unterstützung

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