Didaktische Jahresplanung Wirtschafts- und Betriebslehre Fachbereich: Ernährungs- und Versorgungsmanagement (Berufsschule)

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1 Didaktische Jahresplanung Wirtschafts- und Betriebslehre Fachbereich: Ernährungs- und Versorgungsmanagement (Berufsschule) Schule: Lehrkraft: Klasse : Schuljahr: Bildungsplan Wirtschafts- und Betriebslehre für die Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung im Fachbereich Ernährungs- und Versorgungsmanagement Anforderungssituationen und Zielformulierungen Anforderungssituation 1: 20 Unterrichtsstunden Die Absolventinnen und Absolventen legen anhand einer entwickelten Geschäftsidee für ein Unternehmen ihrer Branche ausgewählte Parameter für die Unternehmensgründung fest und ordnen das Unternehmen in den volkswirtschaftlichen Zusammenhang ein. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln unter Anleitung eine Geschäftsidee für ein Unternehmen ihrer Branche (ZF 1). Von der Geschäftsidee zur Unternehmensgründung (ZF 1,5,6) So geht s! Projekt umsetzen (ZF 1) Die Schülerinnen und Schüler ermitteln eigenständig verschiedene Ziele von Unternehmen (ZF 2), dabei berücksichtigen sie Aspekte der Nachhaltigkeit (ZF 3) und beschreiben mögliche Zielkonflikte (ZF 4). Die Schülerinnen und Schüler wägen die Vor- und Nachteile des Franchising (ZF 5) als Alternative zur Realisierung der eigenen Geschäftsidee ab. Die Schülerinnen und Schüler formulieren Voraussetzungen der Unternehmensgründung (ZF 6) und berücksichtigen branchenspezifische Rechtsvorschriften (ZF 7). Die Schülerinnen und Schüler vergleichen für die Wahl einer geeigneten Rechtsform verschiedene Personenund Kapitalgesellschaften anhand ausgewählter Kriterien (ZF 8). Die Schülerinnen und Schüler stellen gegenseitig ihr Unternehmen im gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang dar (z. B. erweiterter, offener Wirtschaftskreislauf) (ZF 9). Unternehmensziele und Nachhaltigkeit (ZF 2-4) Businessplan und Kapitalbedarfsrechnung (ZF 1,6) Rechtsform Personen- oder Kapitalgesellschaft? (ZF 8) Unternehmen im Wirtschaftskreislauf (ZF 9) * Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2015 Alle Rechte vorbehalten Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet 1

2 Anforderungssituation 2: 25 Unterrichtsstunden Die Absolventinnen und Absolventen planen und optimieren die Beschaffung und die Leistungserstellung. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und vergleichen verschiedene Leistungserstellungsprozesse ihrer Branche (ZF 1). Sie systematisieren die zur Leistungserstellung eingesetzten Produktionsfaktoren (ZF 2). Für ein Produkt bzw. eine Dienstleistung treffen die Schülerinnen und Schüler eine begründete Entscheidung über die Eigenfertigung bzw. den Fremdbezug (ZF 3) und planen gemeinsam den Beschaffungsprozess (ZF 4). Die Schülerinnen und Schüler vergleichen verschiedene Angebote anhand quantitativer Aspekte (ZF 5) und treffen eine begründete Entscheidung auch unter Berücksichtigung qualitativer Kriterien und Aspekte der Nachhaltigkeit (z. B. fairer Handel, Regionalität und Umweltschutz) (ZF 6). Die Schülerinnen und Schüler erläutern am Beispiel eines branchentypischen Vertrages (z. B. Kaufvertrag, Beherbergungsvertrag) die Bedingungen für das Zustandekommen rechtsgültiger Verträge (ZF 7). Sie unterscheiden verschiedene Vertragsstörungen (z. B. Schlechtleistung, Nicht-Rechtzeitig-Lieferung) und reagieren angemessen (ZF 8). Bei der Leistungserstellung berücksichtigen die Schülerinnen und Schüler branchenspezifische Regelungen der Haftung (ZF 9). Im Rahmen des Controllings ermitteln die Schülerinnen und Schüler Wirtschaftlichkeitskennzahlen (z. B. Wirtschaftlichkeit, Produktivität, Rentabilität) als Maßzahlen effizientes und zielgerichtetes Handeln (ZF 10). Fertigungsplanung (ZF 1) Gestaltung von Arbeitsabläufen (ZF 1) Leistungskontrolle und Qualitätsmanagement (ZF 1) [* Unternehmen im Wirtschaftskreislauf (ZF 2)] Aufgaben auslagern oder selbst machen? (ZF 3) Materialwirtschaft und Bedarfsplanung (ZF 4) Angebotsvergleich (ZF 5-6) Zustandekommen von Rechtsgeschäften (ZF 7) Gültige und ungültige Rechtsgeschäfte (ZF 7) Liefer- und Annahmeverzug (ZF 8-9) Mängelreklamation (ZF 8-9) So geht s! Mit Gesetzestexten arbeiten (ZF 7-9) Kennzahlen für die Rationalisierung (ZF 10) Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2015 Alle Rechte vorbehalten Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet 2

3 Anforderungssituation 3: 10 Unterrichtsstunden Die Absolventinnen und Absolventen entwerfen für ein Unternehmen ihrer Branche vor dem Hintergrund unterschiedlicher Marktbedingungen einen abgestimmten Marketing-Mix. Die Schülerinnen und Schüler beurteilen den Wettbewerb ihrer Branche (ZF 1), unterscheiden dabei grundlegende Marktformen im Marktformschema und ordnen ihren Ausbildungsbetrieb ein (ZF 2). Für ein ausgewähltes Produkt bzw. eine Dienstleistung ihrer Branche diskutieren die Schülerinnen und Schüler die Preisbildung unter Berücksichtigung von Angebot und Nachfrage (ZF 3), entwickeln Maßnahmen der Produktund Sortimentspolitik (ZF 4), zeigen Vertriebswege auf (ZF 5) und diskutieren kommunikationspolitische Instrumente (u. a. Sozial Media) (ZF 6). Sie treffen gemeinsam eine Entscheidung für einen abgestimmten Marketing- Mix (ZF 7). Aus der Sicht unterschiedlicher Zielgruppen bewerten die Schülerinnen und Schüler den Einsatz unterschiedlicher Marketing-Instrumente (ZF 8), auch unter dem Aspekt des Verbraucherschutzes (ZF 9). Markt, Preis und Marktformen (ZF 1-3) Marktforschung (ZF 4-8) So geht s! Fragebogen erstellen (ZF 4-8) Marketing-Mix und Corporate Identity (ZF 4-8) Kundengewinnung und Kundenbindung (ZF 4-8) Umgang mit Reklamationen (ZF 4-8) Verbraucherschutzbestimmungen (ZF 9) Zusatzangebot Unternehmenszusammenschlüsse Aufwendungen und Erträge - Kosten und Leistungen Einzel- und Gemeinkosten Deckungsbeitrag und Preisuntergrenze Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2015 Alle Rechte vorbehalten Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet 3

4 Anforderungssituation 4: 20 Unterrichtsstunden Die Absolventinnen und Absolventen reflektieren ihre Rolle in der Arbeitswelt, erkennen die Notwendigkeit lebenslangen Lernens und die Bedeutung der nachhaltigen Existenzsicherung. Die Schülerinnen und Schüler beschreiben und vergleichen die Organisationsstrukturen ihrer Ausbildungsbetriebe (ZF 1) und reflektieren ihre Rolle als verantwortliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ZF 2). Aufbau von Unternehmen (ZF 1-2) Die Schülerinnen und Schüler beschreiben ihre Rechte und Pflichten anhand der gesetzlichen Vorgaben im dualen System der Berufsausbildung (ZF 3). Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihre betrieblichen Ausbildungspläne und stellen Bezüge zur Ausbildungsordnung und zum Ausbildungsrahmenplan her (ZF 4). Vor dem Hintergrund der sich stetig wandelnden Arbeitswelt reflektieren die Schülerinnen und Schüler ihre Ausbildung (ZF 5), ermitteln individuelle Möglichkeiten der Weiterbildung (ZF 6) im Rahmen des lebenslangen Lernens (ZF 7) und diskutieren die Vereinbarkeit von Familie und Beruf (ZF 8). Die Schülerinnen und Schüler analysieren ihre Lohn- und Gehaltsabrechnung (ZF 9). Sie kennen die Grundzüge des sozialen Sicherungssystems (ZF 10), diskutieren die Bedeutung und Grenzen der Sozialversicherung (ZF 11) und reflektieren die Notwendigkeit der gesetzlichen und privaten Vorsorge (ZF 12). Sie kennen die Zuständigkeiten der Gerichtsbarkeiten (ZF 13). Beteiligte im Ausbildungsverhältnis (ZF 3-4) Rechte und Pflichten in der Ausbildung (ZF 3-4) Lernen für den Beruf (ZF 5-6) Berufliche und private Lebensplanung (ZF 7-8) Chancen und Risiken von Berufen (ZF 7-8) Lohn- und Gehaltsabrechnung (ZF 9) Aufgaben der Sozialversicherungen (ZF 10-12) Private Vorsorge für die Wechselfälle des Lebens (ZF 12) Leistungen des Sozialstaates (ZF 10-12) So geht s! Zukunftsszenarien entwerfen (ZF 10-12) Zusatzangebot Arbeitsbewertung und Lohnformen Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2015 Alle Rechte vorbehalten Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet 4

5 Anforderungssituation 5: 20 Unterrichtsstunden Die Absolventinnen und Absolventen kennen betriebliche Mitbestimmungsmöglichkeiten als Instrument zur Wahrnehmung von Arbeitsnehmerinteressen. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten auf der Grundlage arbeitsrechtlicher Bestimmungen Arbeitsnehmerrechte (ZF 1). Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten die sozialen arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften (z. B. Kündigungsschutz) sowie arbeitsrechtliche Folgen bei Verstoß (ZF 2) und kennen die Arbeitsgerichtsbarkeit als Entscheidungsinstanz (ZF 3). Die Schülerinnen und Schüler erläutern die Vorzüge einer gemeinsamen Interessenvertretung (ZF 4) (z. B. Jugendund Auszubildendenvertretung, Betriebsrat). Die Schülerinnen und Schüler kennen den Betriebsrat als Mitbestimmungsorgan (z. B. beim Aushandeln von Betriebsvereinbarungen) (ZF 5). Die Schülerinnen und Schüler kennen die für sie zuständige Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisation (ZF 6) und vollziehen, unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen, den Ablauf von Tarifauseinandersetzungen nach (ZF 7) und beschreiben mögliche Konfliktlösestrategien (ZF 8). Arbeitsrecht (ZF 1) Arbeitsvertrag (ZF 1) Kündigung und Kündigungsschutz (ZF 2-3) Umgang mit Konflikten (ZF 1-3) So geht s! Rollenspiel durchführen (ZF 1-3) Betriebsrat und Jugend- und Auszubildendenvertretung (ZF 4) Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats (ZF 5) Tarifverträge und Tarifauseinandersetzung (ZF 6-7) So geht s! Simulationsspiel umsetzen (ZF 6-7) Zusatzangebot Arbeiten im Team Schutz vor Gefahren am Arbeitsplatz Ergonomie am Arbeitsplatz Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2015 Alle Rechte vorbehalten Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet 5

6 Anforderungssituation 6: 15 Unterrichtsstunden Die Absolventinnen und Absolventen kennen die Notwendigkeit von Investitionen und deren Finanzierung. Sie vergleichen Finanzierungsalternativen aus Unternehmens- und Verbrauchersicht. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen im Hinblick auf unterschiedliche Investitionsanlässe (ZF 1) verschiedene allgemeine und branchentypische Finanzierungsmöglichkeiten von Unternehmen (z. B. Lieferantenkredit, Bierlieferungsvertrag, Darlehen, Leasing) und deren Chancen und Risiken (ZF 2). Die Schülerinnen und Schüler erstellen selbstständig einen Haushaltsplan (ZF 3) und reflektieren unterschiedliche Konsumgewohnheiten von Verbrauchern (ZF 4). Sie unterscheiden verschiedene Arten der Zahlung (ZF 5) und wenden internetbasierte Zahlungsformen (z. B. Online- Banking) verantwortungsbewusst an (ZF 6). Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Verschuldungsproblematik des Verbrauchers (z. B. anhand des Ratenkreditkaufs) und zeigen Lösungswege auf (ZF 7). Vor dem Hintergrund eines Zahlungsverzuges (ZF 8) stellen die Schülerinnen und Schüler das kaufmännische und gerichtliche Mahnverfahren dar (ZF 9) Investitionsrechnung (ZF 1) 6.1 Finanzierungsarten und Kreditsicherheiten (ZF 2) Haushaltsplan und Konsumgewohnheiten (ZF 3-4) So geht s! Informationen visualisieren (ZF 3-4) Raus aus den Schulden! (ZF 7-8) Insolvenzverfahren (ZF 7) Mahnverfahren und Verjährung (ZF 9) Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2015 Alle Rechte vorbehalten Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet 6

7 Anforderungssituation 7: 10 Unterrichtsstunden Die Absolventinnen und Absolventenkennen die Rolle der Bundesrepublik Deutschland in Europa und der Weltwirtschaft und sind in der Lage, die Auswirkungen der Globalisierung zu beurteilen. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Bedeutung der Globalisierung und die damit einhergehenden Chancen und Risiken, insbesondere aus der Perspektive der eigenen Branche (ZF 1). Herausforderungen durch globale Konkurrenz (ZF 1) Standortfaktoren - die Bedeutung der Lohnkosten (ZF 1) Die Schülerinnen und Schüler unterscheiden wirtschaftliche Schwankungen (ZF 2) und benennen deren Gründe und Auswirkungen (ZF 3). Die Schülerinnen und Schüler erläutern wirtschaftspolitische Maßnahmen im Hinblick auf konjunkturelle Schwankungen (ZF 4). Betriebsverlagerung (ZF 1) Angebots- und nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik (ZF 2-4) Rolle des Staates in der Wirtschaft (ZF 2-4) Bedeutung des Bruttoinlandsprodukts (ZF 2-4) Die Schülerinnen und Schüler reflektieren die Möglichkeiten des Lebens, Lernens und Arbeitens in Europa, auch unter Berücksichtigung von Mobilitätsprogrammen (ZF 5) und der Europäischen Sozialcharta anhand konkreter Lebenswege einzelner Personen (ZF 6). So geht s! Statistiken auswerten (ZF 1-4) Lernen, leben und arbeiten im Ausland (ZF 5-6) Ernst Klett Verlag GmbH, Stuttgart 2015 Alle Rechte vorbehalten Von dieser Druckvorlage ist die Vervielfältigung für den eigenen Unterrichtsgebrauch gestattet 7

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