Ambulantisierung bei LEBEN MIT BEHINDERUNG HAMBURG. Hamburg, den 29. April 2008 Stephan Peiffer

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1 Ambulantisierung bei LEBEN MIT BEHINDERUNG HAMBURG Hamburg, den 29. April 2008 Stephan Peiffer

2 das sind der ELTERNVEREIN e.v. vor 52 Jahren gegründet; die Mitglieder sind Eltern oder andere Angehörige von Menschen mit Behinderung. Hauptaufgabe: Interessenvertretung 2

3 und seine gemeinnützige Tochtergesellschaft begründete das Hamburger Wohngruppenmodell ist Dienstleister für Unterstütztes Wohnen für 700 Personen für Arbeitsangebote für 200 Menschen mit sehr hohem Unterstützungsbedarf für Hilfen in der Familie für 360 Personen 3

4 Überblick Ausgangssituation Intervention Ambulantisierung Ergebnisse Zwischenbilanz 4

5 Überblick Ausgangssituation Intervention Ambulantisierung Ergebnisse Zwischenbilanz 5

6 Ausgangssituation Das Erfolgsmodell Wohngruppe hohe Identifikation der Eltern und der Mitarbeiter die Wohngruppe ist sozialer Bezugspunkt großer Freiraum und große Stabilität Grenzen in der Individualisierung von Leistungen Wohnort auch für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf 6

7 Ausgangssituation Das Wohnen mit PBW/Wohnassistenz Alleine oder zu Zweit ausschließlich geplante Unterstützung durch Mitarbeiter zu wenig Orte für Begegnung 7

8 Zwei abgekoppelte Systeme Umstieg von stationärer Hilfe auf ambulante Unterstützung nur durch Auszug hohe Barrieren für ambulante Hilfen Auszugsquote in die eigene Wohnung zwischen 2 und 4 % 8

9 Überblick Ausgangssituation Intervention Ambulantisierung Ergebnisse Zwischenbilanz 9

10 Die Intervention des Senats: Ambulantisierung Bürgerschaft beschließt: Stationäre und ambulante Eingliederungshilfe um 18,9 Mio. oder 11,2 % abgesenkt Platzabbau von auf Plätze 10

11 Überblick Ausgangssituation Intervention Ambulantisierung Ergebnisse Zwischenbilanz 11

12 Ambulantisierung bei LEBEN MIT BEHINDERUNG HAMBURG Zielvereinbarung: 125 Personen mit stationären Leistungen zu Nutzern ambulanter Hilfen bewegen Neue Leistung Ambulante Unterstützung in der Wohn-/Hausgemeinschaft mit abgesenkten Maßnahmepauschalen 12

13 Ambulantisierung bei LEBEN MIT BEHINDERUNG HAMBURG Drei Grundsätze: 1.) Ambulantisierung nur im Konsens 2.) Kein Etikettenschwindel: Umstellung auf ambulante Hilfen nur mit Veränderung der Wohnform 3.) Alle inklusive: die Chance auf neue Wohnformen auch für Menschen mit hohem Bedarf 13

14 Überblick Ausgangssituation Intervention Ambulantisierung Ergebnisse Zwischenbilanz 14

15 1.) Ambulantisierung nur im Konsens Das Konsenspapier Rechtliche Betreuer und Bewohner bilden Interessengemeinschaften Interessenvertretung statt Heimbeirat 15

16 2.) Kein Etikettenschwindel Umstellung auf ambulante Hilfen nur mit Veränderung der Wohnform Um- oder Neubauten an 8 Standorten vorher: 10 Großwohnungen mit durchschnittlich 7,1 Bewohnern nachher: 28 Wohnungen mit durchschnittlich 2,8 Personen 16

17 3.) Alle inklusive Mit dem Konzept der Hausgemeinschaft verändern wir auch die stationären Hilfen maximal 5 Personen in einer Wohnung wahlweise stationäre oder ambulante Leistungen Mitarbeiterpräsenz rund um die Uhr gemeinschaftliche/nachbarschaftliche Aktivitäten 17

18 3.) Alle inklusive Menschen mit hohem Bedarf erhalten den Zugang zu neuen Wohnformen In den ersten beiden Hausgemeinschaften wohnen 10 Personen mit Bedarfsgruppe 4 und 1 Person mit Bedarfsgruppe 5 2 Nutzer der neuen Leistung Ambulante Wohngemeinschaft mit Bedarfsgruppe 4 18

19 Überblick Ausgangssituation Intervention Ambulantisierung Ergebnisse Zwischenbilanz 19

20 Die Zwischenbilanz Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen machen einen hervorragenden Job Bis Ende April 2008 sind 72 Personen aus stationärer Versorgung in das Wohnen mit ambulanter Hilfe gewechselt Gegenüber dem Zeitplan sind wir ein Jahr im Rückstand 20

21 die Vielfalt wird Programm 2004 ambulant 2007 ambulant stationär stationär 21

22 Die Zwischenbilanz Mit dem Gesamtplanverfahren liegt ein erprobtes und akzeptiertes Instrument vor Kosten für den Sozialhilfeträger sind im Durchschnitt um 9 % niedriger Die Systeme für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf sind an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit Die gesellschaftliche Verankerung wächst: 119 Freiwillige ermöglichen neue Stadtteiltreffpunkte 22

23 Die Zwischenbilanz Der große Engpass: die Verfügbarkeit von Wohnraum Die gesellschaftliche Verankerung wächst: 119 Freiwillige ermöglichen neue Stadtteiltreffpunkte 23

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