Generationengerechtigkeit: Wohlfahrtsstaat und Sozialwerke

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1 Generationengerechtigkeit: Wohlfahrtsstaat und Sozialwerke Bern,

2 Welche Rolle spielt die Generationengerechtigkeit im Wohlfahrtsstaat kontinentaleuropäischen Zuschnitts? 2

3 3 Demographie

4 Lebenserwartung Männer bei Geburt Frauen bei Geburt Jahr der Geburt Lebenserwartung in Jahren

5 5 Demographie

6 6

7 7

8 Altersstruktur der Bevölkerung in der CH Generation «Babyboom» «Pillenknick» Demografisches Porträt der Schweiz, Bundesamt für Statistik, 2009

9 Einkommen nach Altersgruppen Einkommen aus anderem Vermögen Einkommen aus Immobilien Andere Renten 2. / 3. Säule 1. Säule Erwerbstätigkeit Total

10 Sicherung der Sozialwerke AHV und berufliche Vorsorge? 10

11 Sozialversicherung AHV: 27.4%

12 Immer mehr Pensionierung gegenüber erwerbsstätige Bevölkerung 60.0% 50.0% 40.0% 30.0% 20.0% 10.0% 0.0% Vergangenheit Projektion

13 Entwicklung des AHV-Fonds in % der Ausgaben Referenzszenario Hohes Szenario -80 Tiefes Szenario Kritische Grenze Liquidität

14 Leistungsfähigkeit der AHV hängt vom Gang der Wirtschaft ab 2'000 1'000 Umlageergebnis AHV Ölkrise Rezession Rezession 0-1'000 Rentenalter 64/65-2' AHV-Revision tritt in Kraft Rentenalter 63/65-3' MwSt.-Prozent für die AHV

15 Erwerbsfähige (20-64 Jahre) und Personen im AHV-Alter Alter V erhältnis P ersonen Total Vollzeitäquivalent Personen im erwerbsfähigen Alter E rwerbstätige in 1000

16 11. AHV-Revision: Eckwerte 1 Vereinheitlichung des ordentlichen Rentenalters von Frauen und Männer bei 65 Jahren Rentenanpassung unter Berücksichtigung des AHV-Fondsstandes (umstritten) Flexiblere Gestaltung des Altersrücktrittes zur Förderung der Teilzeitarbeit bei Altersrentner-/innen Vorbezug einer Vollrente um 3 Jahre (bisher 2 Jahre) Aufschub/Vorbezug (ab 60 Jahre) der halben Altersrente Koordination der Flexibilisierung mit der 2. Säule

17 11. AHV-Revision: Eckwerte 2 Aufhebung des Freibetrages für erwerbstätige Altersrentner/-innen und Berücksichtigung der AHV-Beiträge nach dem ordentlichen Rentenalter Verdoppelung des maximalen AHV-Beitrags für Nichterwerbstätige Garantie der Beitragsbefreiung für den nichterwerbstätigen Ehegatten, auch wenn der erwerbstätige Ehegatte das Rentenalter erreicht hat Ausdehnung des Anspruchs auf Betreuungsgutschriften

18 Rentenreformen in den OECD-Ländern: breiter Konsens bei Grundprinzipien Flexibilisierung des Rentenalters Koppelung der Leistungshöhe an die demografische und wirtschaftliche Entwicklung Einführung eines sozialen Ausgleichs, der die benachteiligenden Faktoren berücksichtigt 1 Giuliano Bonoli, Fabio Bertozzi, Sabine Wichmann: «Anpassung der Rentensysteme in der OECD: Reformmodelle für die Schweiz?», Oktober 2007

19 Sozialer Ausgleich Berücksichtigung von Familienaufgaben Berücksichtigung beschwerlicher Arbeiten Frankreich und Italien: Verhandlungen mit den Sozialpartnern sind im Gange Berücksichtigung der Dauer des Erwerbslebens Deutschland: 45 Beitragsjahre berechtigen zur einer Pensionierung mit 65 Jahren ohne Leistungskürzung Italien: Beitragszahlungen vor dem 18. Altersjahr werden mit dem Faktor 1,5 multipliziert

20 Sicherung der Sozialwerke IV? 20

21 IV: 9,8% der gesamten Sozialausgaben Familienzulagen; 4.2% AHV; 27.4% Arbeitslosenversicherung; 3.9% Erwerbsersatz; 1.1% Unfallversicherung; 4.6% EL zu AHV; 1.5% IV; 9.8% EL zu IV; 1.2% Krankenversicherung; 16.2% Berufliche Vorsorge; 30.2%

22 Entwicklung der neuen IV-renten Abnahme seit 2003: 44%

23 Rentenbestand sinkt seit 2006

24 Invaliditätsrisiko nach Branchen Sonst. Dienstleistungen für Dritte Gesundheits-, Sozialwesen Unterrichtswesen Öffentliche Verwaltung, Verteidigung Unternehmensbezogene Dienstleistungen Kredit-, und Versicherungsgewerbe Verkehr, Nachrichtenübermittlung Gastgewerbe Handel; Rep. von Gebrauchsgütern Baugewerbe Energie-, Wasserversorgung Herstellung von Waren Land-, Forstwirt. / Fischerei / Bergbau / Steine, Erden Durchschnitt aller Branchen 0.0% 0.1% 0.2% 0.3% 0.4% 0.5% 0.6% 0.7% 0.8% 0.9% 1.0% 1.1%

25 IV Zusatzfinanzierung: Befristete erhöhung MWSt. Abstimmung vom 27. September ,5 % Ja : 45,5% Nein Erhöhung der Mehrwertsteuer während sieben Jahren von ca. 1,1 Mrd. pro Jahr Normalsatz um 0,4% auf 8,0% Reduzierter Satz um 0,1% auf 2,5% Beherbergungssatz um 0,2% auf 3,8% Eigenständiger Ausgleichsfonds für die IV 5 Mrd. Startkapital aus dem AHV-Fonds IV-Schuld (14 Mrd.) bleiben beim AHV-Fonds, aber Bund übernimmt Schuldzinsen ca. 300 Mio. / Jahr Defizit der AHV vorübergehend eliminiert

26 Der Sanierungsplan für die IV Rechnung ausgleichen 6. IV-Revision, 2. Teil Ausgabenüberschuss halbieren 6. IV-Revision, 1. Teil Defizit vorübergehend beseitigen Zusatzfinanzierung! Defizit stabilisiert Sparmassnahmen der 4. und 5. IV-Revision

27 Fazit AHV: ab 2014 negativer Umlageergebnis IV: 14 Mia Fr. Schulden ALV: 10 Mia Fr. Schulden Pensionskassen: 600 Mio. Umverteilung jung alt Krankenversicherung: jung-alt Solidarität? (Prämien, Strukturausgleich) 27

28 Thanks!

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