Therapiehinweis zur wirtschaftlichen Behandlung der chronischen Hepatitis C auf dem Wissensstand vom

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Therapiehinweis zur wirtschaftlichen Behandlung der chronischen Hepatitis C auf dem Wissensstand vom 21.09.2015"

Transkript

1 Therapiehinweis zur wirtschaftlichen Behandlung der chronischen Hepatitis C auf dem Wissensstand vom Dieser Therapiehinweis wurde durch die gemeinsamen Pürfungseinrichtungen BW einer gemeinsamen Einrichtung der Kassenärztlichen Vereinigung und der Landesverbände der Krankenkassen Baden-Württemberg zur Durchführung der Wirtschaftlichkeitsprüfung in der vertragsärztlichen Versorgung) in Zusammenarbeit mit dem Fachreferat Arzneimittel des MDK BW, dem Referat Arzneimittelversorgungsqualität der AOK BW, der KV BWund dem Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen erstellt und kontinuierlich überarbeite. Er ist mit der KV BW und den Landesverbände der Krankenkassen in BW konsentiert. Arzneimittelverordnungen, die den Kriterien dieses Hinweises bezüglich Indikationsstellung, kostengünstiger Präparateauswahl, Therapieüberwachung und Therapiedauer entsprechen, gelten i.d.r. als wirtschaftlich vorausgesetzt die Einhaltung der Kriterien wird patientenbezogen ausreichend dokumentiert. Die ärztliche Therapiefreiheit wird durch den Therapiehinweis nicht eingeschränkt. Er entbindet die behandelnden Ärztinnen / Ärzte nicht von der Verpflichtung der kontinuierlichen Fortbildung, insbesondere der kontinuierlichen Kenntnisnahme der aktuellen Veröffentlichungen zur Hepatitis C bzw. der aktuellen Arzneimittelinformationen der Hersteller. Angesichts der bestehenden Rabattverträge sollte im Zweifelsfall vor Therapiebeginn bei der jeweiligen Krankenkasse der / des Versicherten das aus krankenkassenindividueller Sicht kostengünstigste Therapieschema erfragt werden. Seite 1 von 29

2 INHALT 1. Einführung Indikationsstellung zur medikamentösen Therapie Therapiekostenübersicht Therapieoptionen Therapienaive Patienten Therapienaive Patienten ohne Krankheitszeichen / Leberfibrose Therapienaive Patienten mit Krankheitszeichen ohne Leberzirrhose Genotyp 1a Genotyp 1b Genotyp Genotyp Genotyp Therapienaive Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose Genotyp 1a Genotyp 1b Genotyp Genotyp Genotyp Vortherapierte Patienten (Relaps / insuffizientes / fehlendes Ansprechen) Vortherapierte Patienten ohne Krankheitszeichen / Leberfibrose Vortherapierte Patienten mit Krankheitszeichen ohne Leberzirrhose Genotyp 1a Genotyp 1b Genotyp Genotyp Genotyp vortherapierte Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose Genotyp 1a Genotyp 1b Genotyp Genotyp Genotyp Übersicht über die konsentierten Therapieschemata Seite 2 von 29

3 1. Einführung Die Standardtherapie der chronischen Hepatitis-C-Infektion erfährt derzeit einen Umbruch und muss aufgrund neu zugelassener, direkt antiviral wirksamer Substanzen neu definiert werden. Aufgrund der hohen Preise dieser neu zugelassenen Arzneimittel bestehen insbesondere vor dem Hintergrund möglicher Prüfungen der Wirtschaftlichkeit der Verordnungsweise gemäß 106 SGB V - auch bei einem zulassungskonformen Einsatz - Bedenken der Vertragsärzte bei der Verordnung. Nachfolgende Zusammenstellung soll den behandelnden Ärzten eine Orientierung bezüglich der Vielzahl an Therapieoptionen geben, insbesondere unter Beachtung der Aspekte des Genotyps und der Vorbehandlung des Patienten, der fortwährend neu auf den Markt drängenden hochpreisigen Produkte, deren spezieller Zulassung und Kombinationsmöglichkeiten. Dieser Therapiehinweis beinhaltet eine Therapiekostenübersicht sowie Therapievorschläge bezogen auf die jeweiligen Patientencharakteristika. Zu beachten ist, dass die Verordnung der in diesem Therapiehinweis genannten Wirkstoffe und Präparate nur von einem Arzt durchgeführt werden sollte, der Erfahrung in der Behandlung der chronischen Hepatitis C hat. Die Therapiehinweise beschränken sich hierbei auf die in Deutschland am häufigsten verbreiteten Genotypen Indikationsstellung zur medikamentösen Therapie 2.1. Klinische Notwendigkeit einer medikamentösen Therapie Die klinische Notwendigkeit zu einer medikamentösen Therapie besteht für alle Patienten mit einer gesicherten, chronischen (länger als 6 Monate bestehenden) Hepatitis C. Ausgenommen hiervon sind Personen mit einer deutlich verminderten Lebenserwartung von weniger als 12 Monaten aufgrund von nichthepatischen Erkrankungen (vgl. Sarrazin et al. Z Gastroenterol 2015; 53: ; AASLD Leitlinie, Statement 12/2014, ( )) Dringlichkeit der Therapie: Risiko für Entwicklung einer Leberzirrhose Eine besonders dringliche Indikation zur Therapie besteht für folgende Patientengruppen, die ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung einer Leberzirrhose und damit für ein Leberzellkarzinom aufweisen: Patienten mit extrahepatischen Manifestationen und/oder Patienten, die über einen Zeitraum von mehr als 6 Monaten deutlich erhöhte Transaminasewerte (> 3 5 oberer Normwert) aufweisen und/oder Patienten mit eindeutigen sonographischen Zeichen einer fortgeschrittenen Leberschädigung einhergehend mit entsprechenden laborchemischen Parametern (Thrombozyten, Quick, Albumin, Bilirubin) Patienten mit Zeichen der schweren Fibrose in elastographischen Verfahren, z.b.: Seite 3 von 29

4 FibroScan > 9,5 kpa Oder Fibro Test Score 0,75 (FIB4= age (yr) x AST(IU/L)/platelet count (109/L x [ALT(IU/L)1/2] verbunden mit einem APRI Score von > 2 (Der APRI Score berechnet sich wie folgt: GPT (IU/L) x 100 /Thrombozyten [10 9 /L] Pathologisch ist ein Score > 2 als Hinweis auf eine relevante fibrotische Aktivität, bei einem Score von 4 geht man von einer Leberzirrhose aus [WHO 2015]. Die WHO Leitlinie Hepatitis C (April 2014) gibt hierzu die folgenden Erklärungen [WHO Guidelines for the screening, care and treatment of persons with hepatitis C infection. ( )] Folgende Grenzwerte zur Detektion einer klinisch relevanten Leberfibrose und Leberzirrhose werden gegeben: Seite 4 von 29

5 Patienten mit Leberzellschädigung, bzw. bei denen zusätzlich Risikofaktoren wie Ko- Infektionen mit HIV oder HBV bestehen, die an Diabetes mellitus leiden oder sich einer chronischen Hämodialyse unterziehen müssen Patienten mit klinisch/sonographisch oder bioptisch gesicherter Leberfibrose und Leberzirrhose (Metavir Stadium F3 und F4) oder eindeutigen Zeichen einer portalen Hypertension (FKDS: Flußverlangsamung unter 10 cm/s) wie Splenomegalie, Ösophagusvarizen Patientinnen mit Kinderwunsch 2.3. Bestimmung der Viruslast Insbesondere bei einer geplanten Therapie mit Ledipasvir/Sofosbuvir ist bei therapienaiven Patienten ohne Leberzirrhose eine Therapieverkürzung auf 8 Wochen statt 12 Wochen möglich, wenn die Ausgangsviruslast bei < 6 Millionen IU/ml liegt Adhärenz des Patienten Im Anschluss an die Indikationsstellung muss die individuelle Lebenssituation des Patienten, die eine Adhärenz gefährden könnte, beleuchtet werden. Patienten mit der Verdachtsdiagnose Drogenmissbrauch (genuiner Missbrauch und / oder Beigebrauch bei Methadonsubstitution) müssen in der Regel angesichts der Re-Infektionsgefahr vor der Therapie einem Entzugsverfahren zugeführt werden. Seite 5 von 29

6 3. Therapiekostenübersicht Nachfolgende Therapiekostenübersicht beruht auf Apothekenverkaufspreisen. Durch bestehende vertragliche Rabatte i.s.d. 130a Abs. 8 SGB V oder Regelungen gemäß 140a SGB V können die tatsächlichen Verordnungskosten für die Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen unter den hier angegebenen Kosten liegen. Die Kostenrelation der einzelnen Therapieschemata untereinander bleibt aber trotz entsprechender Regelungen bestehen, so dass anhand nachfolgender Tabellen eine Therapiekostenabschätzung der Therapien untereinander möglich ist. Die Einteilung der Therapieschemata nach erster, zweiter und dritter Wahl, erfolgt in diesem Therapiehinweis - bei als gleichwertig anzusehenden Therapieschemata - unter Beachtung der entstehenden Kosten. Im Einzelfall muss diese Stufung aufgrund der Verlängerung oder Verkürzung der Behandlungszeit überprüft werden. Vor dem Beginn der Behandlung ist für jeden Einzelfall daher nochmals anhand der folgenden Kostenübersichten zu ermitteln, ob eine der vorgeschlagenen Therapieschemata z.b. aufgrund einer möglichen kürzeren Therapiedauer ggf. kostengünstiger als das dargestellte Mittel der ersten Wahl ist und daher in diesem Einzelfall vorzuziehen ist. Im Zweifel sollte vor Therapiebeginn bei der jeweiligen Krankenkasse das aus deren Sicht günstigste Therapieschema erfragt werden. Tabelle 1: Übersicht über die Einzelpräparate, Stand Februar 2016 Seite 6 von 29

7 Tabelle 2: Übersicht verschiedener aktueller Interferon-haltiger Therapieoptionen [P], Stand Dezember 2015 Seite 7 von 29

8 Tabelle 3: Übersicht über verschiedene aktuelle interferonfreie Therapieoptionen, Stand Februar 2016 Seite 8 von 29

9 Seite 9 von 29

10 4. Therapieoptionen 4.1. Therapienaive Patienten Therapienaive Patienten ohne Krankheitszeichen und Hinweise auf Leberfibrose In dieser Patientengruppe besteht für alle Genotypen aktuell keine Therapiedringlichkeit. Es empfiehlt sich die Kontrolle der Transaminasen alle 3-6 Monate und ggf. jährlich ein Fibrostest Therapienaive Patienten mit Krankheitszeichen und/oder Leberfibrose aber ohne Leberzirrhose Liegt eine Dringlichkeit zur medikamentösen Therapie wie bereits dargestellt vor, liegen je nach Genotyp nachfolgende Therapieoptionen vor. Die Einteilung der Therapieschemata nach erster, zweiter und dritter Wahl, erfolgt hierbei bei als gleichwertig anzusehenden Therapieschemata unter Beachtung der entstehenden Kosten Genotyp 1a, therapienaiv mit Krankheitszeichen und/oder Leberfibrose aber ohne Leberzirrhose Sofosbuvir / Ledipasvir über 8 Wochen bei einer Viruslast < UI/ml Sofosbuvir / Ledipasvir über 12 Wochen bei einer Viruslast > UI/ml* *Bei einer Therapie über 12 Wochen, ist die Kombination Paritaprevir/Ritonavir/Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin über 12 Wochen kostengünstiger und daher ebenfalls als Therapieschema erster Wahl anzusehen. Zu beachten ist, dass dieses Schema die Einnahme von 9 Tabletten pro Tag erfordert. Laut früher Nutzenbewertung des gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 21. Mai 2015 liegt für eine wöchige Therapie mit Ledipasvir und Sofosbuvir ohne Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen im Vergleich zu einer Therapie mit PEG-Interferon plus Ribavirin bzw. zu einer Therapie mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) vor. Nach einer Metaanalyse der Zulassungsstudien erhöhte der Zusatz von Ribavirin zu Ledipasvir und Sofosbuvir das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen erheblich ohne die Effektivität zu steigern. [Alqahtani SA et al. Afdhal N, Zeuzem S, Gordon S, Mangia A, Kwo P, Fried M, Yang JC, Ding X, Pang PS, Safety and tolerability of ledipasvir/sofosbuvir with and without ribavirin in patients with chronic hcv genotype 1 infection: Analysis of phase 3 ION trials. Hepatology May 11.]. Cave: Sicherheitshinweis der EMA vom zu Ledipasvir: Bradykardien, AV-Blockierungen bei gleichzeitiger Anwendung von Amiodaron. uman_med_ jsp&mid=wc0b01ac058001d124 Seite 10 von 29

11 Therapieschema der zweiten Wahl: Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin über 12 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Paritaprevir, Ritonavir, Ombitasvir, Dasabuvir und Ribavirin ein Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen für therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit dem Genotyp 1a gegenüber einer Therapie mit einer Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Therapiealternative mit PEG-Interferon: Sofosbuvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 12 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Sofosbuvir, Ribavirin und Peginterferon alfa ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für therapienaive Patienten mit dem Genotyp 1 gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) vor Genotyp 1b, therapienaiv mit Krankheitszeichen und/oder Leberfibrose aber ohne Leberzirrhose Sofosbuvir / Ledipasvir über 8 Wochen bei einer Viruslast < UI/ml Sofosbuvir / Ledipasvir über 12 Wochen bei einer Viruslast > UI/ml* *Bei einer Therapie über 12 Wochen, ist die Kombination Paritaprevir/Ritonavir/Ombitasvir + Dasabuvir über 12 Wochen kostengünstiger und daher ebenfalls als Therapieschema erster Wahl anzusehen. Zu beachten ist, dass dieses Schema die Einnahme von 4 Tabletten pro Tag erfordert. Laut früher Nutzenbewertung des G-BA vom 21. Mai 2015 liegt für eine wöchige Therapie mit Ledipasvir und Sofosbuvir ohne Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen im Vergleich zu einer Therapie mit PEG-Interferon plus Ribavirin bzw. zu einer Therapie mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) vor. Nach einer Metaanalyse der Zulassungsstudien erhöhte der Zusatz von Ribavirin zu Ledipasvir und Sofosbuvir das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen erheblich, ohne die Effektivität zu steigern. [Alqahtani SA et al. Afdhal N, Zeuzem S, Gordon S, Mangia A, Kwo P, Fried M, Yang JC, Ding X, Pang PS, Safety and tolerability of ledipasvir/sofosbuvir with and without ribavirin in patients with chronic hcv genotype 1 infection: Analysis of phase 3 ION trials. Hepatology May 11.]. Cave: Sicherheitshinweis der EMA vom zu Ledipasvir: Bradykardien, AV-Blockierungen bei gleichzeitiger Anwendung von Amiodaron. uman_med_ jsp&mid=wc0b01ac058001d124 Seite 11 von 29

12 Therapieschema der zweiten Wahl: Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir über 12 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Paritaprevir, Ritonavir, Ombitasvir und Dasabuvir ein Hinweis für einen beträchtlichen Zusatznutzen für therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit dem Genotyp 1b gegenüber einer Therapie mit einer Kombination aus einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir), Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Therapiealternative mit PEG-Interferon: Sofosbuvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 12 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Sofosbuvir, Ribavirin und Peginterferon alfa ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für therapienaive Patienten mit dem Genotyp 1 gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) vor Genotyp 2, therapienaiv mit Krankheitszeichen und / oder Fibrose aber ohne Leberzirrhose Sofosbuvir + Ribavirin über 12 / 24 Wochen 24 Wochen Therapiedauer bei: hoher Viruslast Leberfibrosegrad F3 oder F4 Patienten mit schwarzer Hautfarbe Patienten mit IL28b-non-CC-GT und/oder bei früherem Nichtansprechen auf Peginterferon und Ribavirin Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA liegt für die Therapie Sofosbuvir und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen für therapienaive Patienten mit dem Genotyp 2 gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Seite 12 von 29

13 Genotyp 3, therapienaiv mit Krankheitszeichen und / oder Fibrose aber ohne Leberzirrhose Sofosbuvir + Daclatasvir über 12 Wochen In der Phase III-Studie ALLY-3-Studie, wurde eine hohe Effektivität der Kombination von Sofosbuvir und Daclatasvir sogar ohne die Gabe von Ribavirin und unter Verkürzung der Therapiedauer von 24 auf 12 Wochen bestätigte (SVR 97 % und 94 % bei Erst- bzw. Re-Therapie [Nelson DR, et al. All-oral 12-week treatment with daclatasvir plus sofosbuvir in patients with hepatitis C virus genotype 3 infection: ALLY-3 phase III study. Hepatology. 2015, Apr;61(4): ]. Da es auf Grundlage der ALLY-3-Studie lediglich zu einer Zulassungsänderung in Form einer Therapieverkürzung von 24 Wochen auf 12 Wochen bei dem vorliegenden Patientenklientel kam, wird eine neue Zusatznutzenbewertung durch den G-BA nicht stattfinden. Dieser stellte für die Therapie mit Sofosbuvir, Daclastasvir und Ribavirin im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) keinen belegten Zusatznutzen fest. Diese Bewertung geschah allerdings ohne Berücksichtigung der Ergebnisse der ALLY-3-Studie und vor dem Hintergrund der Zulassung für 24 Wochen. Trotz fehlender Zusatznutzenbewertung sieht die Redaktion daher auch unter Berücksichtigung der Kosten die Therapie mit Sofosbuvir und Daclatasvir über 12 Wochen bei dem vorliegenden Patientenklientel als Mittel der ersten Wahl an. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen Laut G-BA findet sich im Vergleich zur einer gleich langen, dualen Therapie aus Peginterferon alfa und Ribavirin bei therapienaiven und therapieerfahrenen Patienten mit HCV-Genotyp 3 Infektion ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für die Therapie mit Sofosbuvir und Ribavirin. Therapieschema der dritten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir + Ribavirin über 24 Wochen Der G-BA sieht zwar für die Therapie mit Sofosbuvir und Ledipasvir und Ribavirin im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin keinen belegten Zusatznutzen, dennoch kann das Therapieschema als Mittel der zweiten Wahl empfohlen werden. Die Bewertung des G-BA erfolgt mangels Datengrundlagen. So finden sich keine vergleichenden Studien. So war selbst die zur Zulassung führende Studie ELECTRON 2 nicht vergleichend und ging nur über 12 Wochen. Seite 13 von 29

14 Therapiealternative mit PEG-Interferon: Sofosbuvir + Peginterferon alfa + Ribavirin über 12 / 24 Wochen Laut Fachinformation von Sovaldi besteht eine Zulassung für Patienten mit HCV vom Genotyp 3 über 12 Wochen bzw. über 24 Wochen bei Subgruppen mit einem oder mehreren der negativen prädiktiven Faktoren, die in der Vergangenheit mit niedrigeren Ansprechraten auf Interferon-haltige Therapien assoziiert waren (z. B. fortgeschrittene Fibrose/Zirrhose, hohe Ausgangsviruslast, schwarze Hautfarbe, IL28B-Non-CC-Genotyp, früheres Nichtansprechen auf Peginterferon alfa und Ribavirin) Bislang galt laut dem G-BA (Beschluss vom ), dass ein Zusatznutzen des Therapieschemas Sofosbuvir und Peginterferon alfa und Ribavirin gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin aus Mangel an Daten nicht belegt ist. Inzwischen liegen mit der sog. BOSON Studie (eine multizentrische, kontrollierte, randomisierte, offene Phase III- Studie mit 592 Patienten) Daten vor, nach denen bei therapienaiven Patienten ohne Leberzirrhose ( N= 213) eine SVR 12 Rate nach 12 wöchiger Behandlung von 96 % im Vergleich zu 90 % unter Ribavirin plus Sofosbuvir für 24 Wochen vorlag. Die vom G-BA angeführte Vergleichstherapie mit Peginterferon alfa plus Ribavirin ist wegen Wirkschwäche kein Standard mehr. In der 12-wöchigen Behandlungsphase im Interferon-haltigen Arm zeigte sich eine gute Verträglichkeit für Interferon. [Foster GR et al. BOSON Study Group. Efficacy of Sofosbuvir Plus Ribavirin With or Without Peginterferon-alfa in Patients With HCV Genotype 3 Infection and Treatment-Experienced Patients with Cirrhosis and HCV Genotype 2 Infection. Gastroenterology Aug 3. pii: S (15) doi: /j.gastro ] Genotyp 4, therapienaiv mit Krankheitszeichen und/ohne Fibrose aber ohne Leberzirrhose Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Ribavirin über 12 Wochen Der G-BA sieht mit Beschluss vom einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen des Therapieschemas Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir und Ribavirin für 12 Wochen im Vergleich zu einer dualen Therapie aus Peginterferon alfa und Ribavirin. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir über 12 Wochen Der G-BA sieht hier einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen im Vergleich zu einer dualen Therapie aus Peginterferon alfa und Ribavirin über 24 Wochen. Seite 14 von 29

15 Therapiealternative mit PEG-Interferon Daclatasvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 24 Wochen Der G-BA sieht für diese Kombination einen beträchtlichen Zusatznutzen gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin. Gegenüber den Therapieempfehlungen der ersten und zweiten Wahl sind für dieses Therapieschema die höheren Kosten aufgrund der langen Therapiedauer und die hohe Rate an Nebenwirkungen zu beachten Therapienaive Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose (maximal Child-Stadium A) Genotyp 1a, therapienaiv mit klinisch kompensierter Leberzirrhose (maximal Child-Stadium A) Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin über 24 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir und Dasabuvir und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit dem Genotyp 1a gegenüber einer Therapie mit einer Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen Bei Patienten mit einem geringen Risiko einer klinischen Krankheitsprogression, die nachfolgend Optionen für eine Wiederbehandlung haben, kann die Therapiedauer auf 12 Wochen reduziert werden. Der G-BA sieht hier im Vergleich zu einer dualen Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin über 24 Wochen einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen. Keine Berücksichtigung im G-BA-Votum finden die Daten zu einer nur 12 wöchigen Therapie mit Sofosbuvir und Ledipasvir und / oder Ribavirin. Diese zeigte in einer gepoolten Analyse aus RCTs mit und ohne Ribavirin ähnliche SVR-Raten wie die 24-wöchige Therapie mit Sofosbuvir und Ledipasvir [Reddy KR et al., Ledipasvir and sofosbuvir in patients with genotype 1 hepatitis C virus infection and compensated cirrhosis: An integrated safety and efficacy analysis. Hepatology Apr 4.] Seite 15 von 29

16 Genotyp 1b, therapienaiv mit klinisch kompensierter Leberzirrhose (maximal Child-Stadium A) Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin über 12 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir und Dasabuvir und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für therapienaive Patienten ohne Zirrhose mit dem Genotyp 1b gegenüber einer Therapie mit einer Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen Bei Patienten mit einem geringen Risiko einer klinischen Krankheitsprogression, die nachfolgend Optionen für eine Wiederbehandlung haben, kann die Therapiedauer auf 12 Wochen reduziert werden. Der G-BA sieht hier im Vergleich zu einer dualen Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin über 24 Wochen einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen. Keine Berücksichtigung im G-BA-Votum finden die Daten zu einer nur 12 - wöchigen Therapie mit Sofosbuvir und Ledipasvir und / oder Ribavirin. Diese zeigte in einer gepoolten Analyse aus RCTs mit und ohne Ribavirin ähnliche SVR-Raten wie die 24-wöchige Therapie mit Sofosbuvir und Ledipasvir [Reddy KR et al., Ledipasvir and sofosbuvir in patients with genotype 1 hepatitis C virus infection and compensated cirrhosis: An integrated safety and efficacy analysis. Hepatology Apr 4.] Genotyp 2, therapienaiv mit klinisch kompensierter Leberzirrhose Sofosbuvir + Ribavirin über 12 Wochen / 24 Wochen 24 Wochen Therapiedauer bei: hoher Viruslast Leberfibrosegrad F3 oder F4 Patienten mit schwarzer Hautfarbe Patienten mit IL28b-non-CC-GT und/oder bei früherem Nichtansprechen auf Peginterferon und Ribavirin Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA liegt für die Therapie Sofosbuvir und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen für therapienaive Patienten mit dem Genotyp 2 gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Seite 16 von 29

17 Genotyp 3, therapienaiv mit klinisch kompensierter Leberzirrhose Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen Laut G-BA findet sich im Vergleich zur einer gleich langen, dualen Therapie aus Peginterferon alfa und Ribavirin bei therapienaiven und therapieerfahrenen Patienten mit HCV-Genotyp 3 Infektion ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für die Therapie mit Sofosbuvir und Ribavirin. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir + Ribavirin über 24 Wochen Der G-BA sieht zwar für die Therapie mit Sofosbuvir und Ledipasvir und Ribavirin im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin keinen belegten Zusatznutzen, dennoch kann das Therapieschema als Mittel der zweiten Wahl empfohlen werden. Die Bewertung des G-BA erfolgt mangels Datengrundlagen, da sich keine vergleichenden Studien finden. So war selbst die zur Zulassung führende Studie ELECTRON 2 nicht vergleichend und ging nur über 12 Wochen. Therapieschema der dritten Wahl: Sofosbuvir + Daclatasvir + Ribavirin über 24 Wochen In der Phase III-Studie ALLY-3-Studie, wurde eine hohe Effektivität der Kombination von Sofosbuvir und Daclatasvir sogar ohne die Gabe von Ribavirin und unter Verkürzung der Therapiedauer von 24 auf 12 Wochen bestätigte (SVR 97 % und 94 % bei Erst- bzw. Re-Therapie [Nelson DR, et al. All-oral 12-week treatment with daclatasvir plus sofosbuvir in patients with hepatitis C virus genotype 3 infection: ALLY-3 phase III study. Hepatology. 2015, Apr;61(4): ]. Da es auf Grundlage der ALLY-3-Studie lediglich zu einer Zulassungsänderung in Form einer Therapieverkürzung von 24 Wochen auf 12 Wochen beim Patientenklientel mit Genotyp 3 ohne Leberzirrhose kam, wird eine neue Zusatznutzenbewertung durch den G-BA nicht stattfinden. Dieser stellte für die Therapie mit Sofosbuvir, Daclastasvir und Ribavirin im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) keinen belegten Zusatznutzen fest. Diese Bewertung geschah allerdings ohne Berücksichtigung der Ergebnisse der ALLY-3-Studie und vor dem Hintergrund der Zulassung für 24 Wochen. Trotz fehlender Zusatznutzenbewertung sieht die Redaktion daher auch unter Berücksichtigung der Kosten die Therapie mit Sofosbuvir, Daclatasvir und Ribavirin über 24 Wochen bei dem m vorliegenden Patientenklientel als Mittel der dritten Wahl an. Seite 17 von 29

18 Therapiealternative mit PEG-Interferon: Sofosbuvir + Peginterferon alfa + Ribavirin über 12 Wochen/24 Wochen Laut Fachinformation von Sovaldi besteht eine Zulassung für Patienten mit HCV vom Genotyp 3 über 12 Wochen bzw. über 24 Wochen bei Subgruppen mit einem oder mehreren der negativen prädiktiven Faktoren, die in der Vergangenheit mit niedrigeren Ansprechraten auf Interferon-haltige Therapien assoziiert waren (z. B. fortgeschrittene Fibrose/Zirrhose, hohe Ausgangsviruslast, schwarze Hautfarbe, IL28B-Non-CC-Genotyp, früheres Nichtansprechen auf Peginterferon alfa und Ribavirin). Bislang galt laut dem G-BA (Beschluss vom ), dass ein Zusatznutzen des Therapieschemas Sofosbuvir, Peginterferon und Ribavirin gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin aus Mangel an Daten nicht belegt ist. Inzwischen liegen mit der sog. BOSON Studie ( eine multizentrische, kontrollierte, randomisierte, offene Phase III- Studie mit 592 Patienten) Daten vor nach denen bei therapienaiven Patienten mit Leberzirrhose ( N= 66) eine SVR 12 Rate nach 12 wöchiger Behandlung von 96 % im Vergleich zu 90 % unter Ribavirin plus Sofosbuvir für 24 Wochen vorlag. Die vom G-BA angeführte Vergleichstherapie mit Peginterferon alfa plus Ribavirin ist wegen Wirkschwäche kein Standard mehr. In der 12-wöchigen Behandlungsphase im Interferon-haltigen Arm zeigte sich eine gute Verträglichkeit für Interferon. [Foster GR et al. BOSON Study Group. Efficacy of Sofosbuvir Plus Ribavirin With or Without Peginterferon-alfa in Patients With HCV Genotype 3 Infection and Treatment-Experienced Patients with Cirrhosis and HCV Genotype 2 Infection. Gastroenterology Aug 3. pii: S (15) doi: /j.gastro ] Genotyp 4, therapienaiv mit klinisch kompensierter Leberzirrhose Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen Bei Patienten mit einem geringen Risiko einer klinischen Krankheitsprogression, die nachfolgend Optionen für eine Wiederbehandlung haben, kann die Therapiedauer auf 12 Wochen reduziert werden. Laut G-BA liegt für therapienaive und therapieerfahrene Patienten unabhängig vom Vorliegen einer kompensierten Leberzirrhose für Sofosbuvir / Ledipasvir im Vergleich zur dualen Therapie mit Peginterferon und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen vor. Seite 18 von 29

19 4.2. Vortherapierte Patienten (Relaps / insuffizientes / fehlendes Ansprechen) Vortherapierte Patienten ohne Fibrose und Krankheitszeichen In dieser Patientengruppe besteht über alle Genotypen hinweg aktuell keine Therapiedringlichkeit Vortherapierte Patienten mit Krankheitszeichen und/oder Fibrose ohne Leberzirrhose Liegt eine Dringlichkeit zur medikamentösen Therapie wie bereits dargestellt vor, liegen je nach Genotyp nachfolgende Therapieoptionen vor. Die Einteilung der Therapieschemata nach erster, zweiter und dritter Wahl, erfolgt hierbei bei als gleichwertig anzusehenden Therapieschemata unter Beachtung der entstehenden Kosten Genotyp 1a, vortherapierte Patienten mit Krankheitszeichen und/oder Fibrose aber ohne Leberzirrhose Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin für 12 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir, Dasabuvir und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen für vortherapierte Patienten ohne Zirrhose mit dem Genotyp 1a gegenüber einer Therapie mit einer Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin und einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) vor. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen Bei vorbehandelten Patienten mit ungewissen nachfolgenden Optionen für eine Wiederbehandlung, ist eine Therapiedauer 24 Wochen in Betracht zu ziehen. Hier sieht der G-BA im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa + Proteaseninhibitor Boceprevir oder Telaprevir einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen. Seite 19 von 29

20 Therapieschema der dritten Wahl: Simeprevir + Sofosbuvir über 12 Wochen Für die zugelassene Kombination aus Simeprevir und Sofosbuvir für 12 Wochen liegt aufgrund der zeitnahen Zulassung der beiden Einzelpräparate keine Nutzenbewertung für die Kombination durch den G-BA vor. Die Wirksamkeit der Einzelsubstanzen ist in den Zulassungsstudien belegt, weshalb dies aus Sicht der Redaktion auch für die Kombination angenommen werden kann. Cave: Sicherheitshinweis des BfArM vom zur Kombination von Simeprevir und Sofosbuvir: Risiko von schweren Herzrhythmusstörungen bei gleichzeitiger Gabe von Amiodaron Genotyp 1b, vortherapierte Patienten mit Krankheitszeichen und/oder Fibrose aber ohne Leberzirrhose Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir über 12 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir und Dasabuvir ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen für therapieerfahrene Patienten ohne Zirrhose mit dem Genotyp 1b gegenüber einer Therapie mit einer Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin und einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) vor. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen Bei vorbehandelten Patienten mit ungewissen nachfolgenden Optionen für eine Wiederbehandlung, ist eine Therapiedauer 24 Wochen in Betracht zu ziehen. Hier sieht der G-BA im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa und einem Proteaseninhibitor Boceprevir oder Telaprevir einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen. Seite 20 von 29

21 Therapieschema der dritten Wahl: Simeprevir + Sofosbuvir über 12 Wochen Für die zugelassene Kombination aus Simeprevir und Sofosbuvir für 12 Wochen liegt aufgrund der zeitnahen Zulassung der beiden Einzelpräparate keine Nutzenbewertung für die Kombination durch den G-BA vor. Die Wirksamkeit der Einzelsubstanzen ist in den Zulassungsstudien belegt, weshalb dies aus Sicht der Redaktion auch für die Kombination angenommen werden kann. Cave: Sicherheitshinweis des BfArM vom zur Kombination von Simeprevir und Sofosbuvir: Risiko von schweren Herzrhythmusstörungen bei gleichzeitiger Gabe von Amiodaron Genotyp 2, vortherapierte Patienten mit Krankheitszeichen und/oder Fibrose aber ohne Leberzirrhose Sofosbuvir + Ribavirin über 12 / 24 Wochen 24 Wochen Therapiedauer bei: hoher Viruslast Leberfibrosegrad F3 oder F4 Patienten mit schwarzer Hautfarbe Patienten mit IL28b-non-CC-GT und/oder bei früherem Nichtansprechen auf Peginterferon und Ribavirin Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA liegt in der Therapie von Sofosbuvir und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für vortherapierte Patienten mit dem Genotyp 2 gegenüber der Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin vor Genotyp 3, vortherapierte Patienten mit Krankheitszeichen und/oder Fibrose aber ohne Leberzirrhose Sofosbuvir + Daclatasvir über 12 Wochen In der Phase III-Studie ALLY-3-Studie, wurde eine hohe Effektivität der Kombination von Sofosbuvir und Daclatasvir sogar ohne die Gabe von Ribavirin und unter Verkürzung der Therapiedauer von 24 auf 12 Wochen bestätigte (SVR 97 % und 94 % bei Erst- bzw. Re-Therapie [Nelson DR, et al. All-oral 12-week treatment with daclatasvir plus sofosbuvir in patients with hepatitis C virus genotype 3 infection: ALLY-3 phase III study. Hepatology. 2015, Apr;61(4): ]. Seite 21 von 29

22 Da es auf Grundlage der ALLY-3-Studie lediglich zu einer Zulassungsänderung in Form einer Therapieverkürzung von 24 Wochen auf 12 Wochen bei dem vorliegenden Patientenklientel kam, wird eine neue Zusatznutzenbewertung durch den G-BA nicht stattfinden. Dieser stellte für die Therapie mit Sofosbuvir, Daclastasvir und Ribavirin im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) keinen belegten Zusatznutzen fest. Diese Bewertung geschah allerdings ohne Berücksichtigung der Ergebnisse der ALLY-3-Studie und vor dem Hintergrund der Zulassung für 24 Wochen. Trotz fehlender Zusatznutzenbewertung sieht die Redaktion daher auch unter Berücksichtigung der Kosten die Therapie mit Sofosbuvir und Daclatasvir über 12 Wochen bei dem vorliegenden Patientenklientel als Mittel der ersten Wahl an. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA liegt für die Gabe von Sofosbuvir und Ribavirin ein geringer Zusatznutzen für vortherapierte Patienten mit dem Genotyp 3 gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Therapieschema der dritten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir + Ribavirin über 24 Wochen Der G-BA sieht zwar für die Therapie mit Sofosbuvir, Ledipasvir und Ribavirin im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin keinen belegten Zusatznutzen, dennoch kann das Therapieschema als Mittel der zweiten Wahl empfohlen werden. Die Bewertung des G-BA erfolgt mangels Datengrundlagen. So finden sich keine vergleichenden Studien. So war selbst die zur Zulassung führende Studie ELECTRON 2 nicht vergleichend und ging nur über 12 Wochen. Therapiealternative mit PEG-Interferon: Sofosbuvir + Peginterferon alfa +Ribavirin über 12 Wochen / 24 Wochen Laut Fachinformation von Sovaldi besteht eine Zulassung für Patienten mit HCV vom Genotyp 3 über 12 Wochen bzw. über 24 Wochen bei Subgruppen mit einem oder mehreren der negativen prädiktiven Faktoren, die in der Vergangenheit mit niedrigeren Ansprechraten auf Interferon-haltige Therapien assoziiert waren (z. B. fortgeschrittene Fibrose/Zirrhose, hohe Ausgangsviruslast, schwarze Hautfarbe, IL28B-Non-CC-Genotyp, früheres Nichtansprechen auf Peginterferon alfa und Ribavirin) Bislang galt laut dem G-BA (Beschluss vom ), dass ein Zusatznutzen des Therapieschema Sofosbuvir, Peginterferon und Ribavirin gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin aus Mangel an Daten nicht belegt ist. Inzwischen liegen mit der sog. BOSON Studie (eine multizentrische, kontrollierte, randomisierte, offene Phase III- Studie mit 592 Patienten) Daten vor, nach denen bei therapieerfahrenen Patienten ohne Leberzirrhose ( N= 160) eine SVR 12 Rate nach 12 wöchiger Behandlung von 94 % im Vergleich zu 82 % unter Ribavirin plus Sofosbuvir für 24 Wochen vorlag. Die vom G-BA angeführte Vergleichstherapie mit Peginterferon alfa plus Ribavirin ist wegen Wirkschwäche kein Standard mehr. In der 12-wöchigen Behandlungsphase im Interferonhaltigen Arm zeigte sich eine gute Verträglichkeit für Interferon. Seite 22 von 29

23 [Foster GR et al. BOSON Study Group. Efficacy of Sofosbuvir Plus Ribavirin With or Without Peginterferon-alfa in Patients With HCV Genotype 3 Infection and Treatment-Experienced Patients with Cirrhosis and HCV Genotype 2 Infection. Gastroenterology Aug 3. pii: S (15) doi: /j.gastro ] Genotyp 4, vortherapierte Patienten mit Krankheitszeichen und/oder Fibrose aber ohne Leberzirrhose Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Ribavirin über 12 Wochen Der G-BA sieht für die Kombination aus Paritaprevir, Ritonavir, Ombitasvir und Ribavirin einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen im Vergleich zu einer dualen Therapie aus Peginterferon alfa und Ribavirin. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen Bei vorbehandelten Patienten mit ungewissen nachfolgenden Optionen für eine Wiederbehandlung, ist eine Therapiedauer 24 Wochen in Betracht zu ziehen. Der G-BA sieht für die Therapie mit Sofosbuvir und Ledipasvir einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen im Vergleich zu einer dualen Therapie aus Peginterferon alfa und Ribavirin Vortherapierte Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose (maximal Child-Stadium A) Genotyp 1a, vortherapierte Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose (maximal Child-Stadium A) Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin über 24 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Paritaprevir, Ritonavir, Ombitasvir, Dasabuvir und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für vortherapierte Patienten mit Zirrhose mit dem Genotyp 1a gegenüber einer Therapie mit einer Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin und einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) vor. Seite 23 von 29

24 Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 24 Wochen Der G-BA sieht hier einen Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen einer 24-wöchigen Therapie von Sofosbuvir und Ledipasvir und Ribavirin gegenüber der Best-Supportive-Care Genotyp 1b, vortherapierte Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose (maximal Child-Stadium A) Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin über 12 Wochen Die Fixkombination ist in den USA mittlerweile nicht nur bei schwerer, sondern auch bei mittelschwerer Leberfunktionseinschränkung (Child-Pugh B und C) kontraindiziert. Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA (Beschluss vom ) liegt für die Therapie Paritaprevir, Ritonavir, Ombitasvir und Dasabuvir ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für therapieerfahrene Patienten mit Zirrhose mit dem Genotyp 1b gegenüber einer Therapie mit einer Kombination aus Peginterferon alfa und Ribavirin und einem Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) vor. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 24 Wochen Der G-BA sieht hier einen Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren Zusatznutzen einer 24-wöchigen Therapie von Sofosbuvir und Ledipasvir und Ribavirin gegenüber der Best-Supportive-Care Genotyp 2, vortherapierte Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA liegt in der Therapie von Sofosbuvir und Ribavirin ein Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen für vortherapierte Patienten mit dem Genotyp 2 gegenüber der Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Seite 24 von 29

25 Genotyp 3, vortherapierte Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen Allerdings liegt die SVR Rate in Studie bei Zirrhosepatienten auch in der 24-wöchigen Behandlung nur bei ca. 60 %. Laut der frühen Nutzenbewertung des G-BA liegt für die Gabe von Sofosbuvir und Ribavirin ein geringer Zusatznutzen für vortherapierte Patienten mit dem Genotyp 3 gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin vor. Therapieschema der zweiten Wahl: Sofosbuvir / Ledipasvir + Ribavirin über 24 Wochen Der G-BA sieht zwar für die Therapie mit Sofosbuvir, Ledipasvir und Ribavirin im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin keinen belegten Zusatznutzen, dennoch kann das Therapieschema als Mittel der zweiten Wahl empfohlen werden. Die Bewertung des G-BA erfolgt mangels Datengrundlagen, da sich keine vergleichenden Studien finden. So war selbst die zur Zulassung führende Studie ELECTRON 2 nicht vergleichend und ging nur über 12 Wochen. Therapieschema der dritten Wahl: Sofosbuvir + Daclatasvir + Ribavirin über 24 Wochen In der Phase III-Studie ALLY-3-Studie, wurde eine hohe Effektivität der Kombination von Sofosbuvir und Daclatasvir sogar ohne die Gabe von Ribavirin und unter Verkürzung der Therapiedauer von 24 auf 12 Wochen bestätigt (SVR 97 % und 94 % bei Erst- bzw. Re-Therapie [Nelson DR, et al. All-oral 12-week treatment with daclatasvir plus sofosbuvir in patients with hepatitis C virus genotype 3 infection: ALLY-3 phase III study. Hepatology. 2015, Apr;61(4): ]. Da es auf Grundlage der ALLY-3-Studie lediglich zu einer Zulassungsänderung in Form einer Therapieverkürzung von 24 Wochen auf 12 Wochen beim Patientenklientel mit Genotyp 3 ohne Leberzirrhose kam, wird eine neue Zusatznutzenbewertung durch den G-BA nicht stattfinden. Dieser stellte für die Therapie mit Sofosbuvir, Daclastasvir und Ribavirin im Vergleich zu einer Therapie mit Peginterferon alfa, Ribavirin und Proteaseinhibitor (Boceprevir oder Telaprevir) keinen belegten Zusatznutzen fest. Diese Bewertung geschah allerdings ohne Berücksichtigung der Ergebnisse der ALLY-3-Studie und vor dem Hintergrund der Zulassung für 24 Wochen. Trotz fehlender Zusatznutzenbewertung sieht die Redaktion daher auch unter Berücksichtigung der Kosten die Therapie mit Sofosbuvir, Daclatasvir und Ribavirin über 24 Wochen bei dem m vorliegenden Patientenklientel als Mittel der dritten Wahl an. Seite 25 von 29

26 Therapiealternative mit PEG-Interferon: Sofosbuvir + Peginterferon + Ribavirin über 12 Wochen / 24 Wochen Laut Fachinformation von Sovaldi besteht eine Zulassung für Patienten mit HCV vom Genotyp 3 über 12 Wochen bzw. über 24 Wochen bei Subgruppen mit einem oder mehreren der negativen prädiktiven Faktoren, die in der Vergangenheit mit niedrigeren Ansprechraten auf Interferon-haltige Therapien assoziiert waren (z. B. fortgeschrittene Fibrose/Zirrhose, hohe Ausgangsviruslast, schwarze Hautfarbe, IL28B-Non-CC-Genotyp, früheres Nichtansprechen auf Peginterferon alfa und Ribavirin) Bislang galt laut dem (G-BA Beschluss vom ), dass ein Zusatznutzen des Therapieschemas Sofosbuvir, Peginterferon alfa und Ribavirin gegenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin aus Mangel an Daten nicht belegt ist. Inzwischen liegen mit der sog. BOSON Studie ( eine multizentrische, kontrollierte, randomisierte, offene Phase III- Studie mit 592 Patienten) Daten vor, nach denen bei therapieerfahrenen Patienten mit HCV Genotyp 3 und Leberzirrhose ( N= 105) eine SVR 12 Rate nach 12 wöchiger Behandlung von 86 % im Vergleich zu 77 % unter Ribavirin plus Sofosbuvir für 24 Wochen vorlag. Die vom G-BA angeführte Vergleichstherapie mit Peginterferon alfa plus Ribavirin ist wegen Wirkschwäche kein Standard mehr. In der 12-wöchigen Behandlungsphase im Interferon-haltigen Arm zeigte sich eine gute Verträglichkeit für Interferon. [Foster GR et al. BOSON Study Group. Efficacy of Sofosbuvir Plus Ribavirin With or Without Peginterferon-alfa in Patients With HCV Genotype 3 Infection and Treatment-Experienced Patients with Cirrhosis and HCV Genotype 2 Infection. Gastroenterology Aug 3. pii: S (15) doi: /j.gastro ] Genotyp 4, vortherapierte Patienten mit klinisch kompensierter Leberzirrhose Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 24 Wochen Laut G-BA sieht für vortherapierte Patienten mit dem Genotyp 4 für Sofosbuvir und Ledipasvir einen Anhaltspunkt für einen geringen Zusatznutzen gebenüber einer Therapie mit Peginterferon alfa und Ribavirin. Seite 26 von 29

27 Übersicht über die konsentierten Therapieschemata Genotyp 1a Ohne Hinweis auf Fibrose und Krankheitszeichen Therapienaive Patienten Vortherapierte Patienten keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen Mit Fibrose und / oder Krankheitszeichen aber ohne Zirrhose 1. Sofosbuvir / Ledipasvir über 8 Wochen bei einer Viruslast < UI/ml Sofosbuvir / Ledipasvir über 12 Wochen bei einer Viruslast > UI/ml* 2. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin für 12 Wochen Sofosbuvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 12 Wochen 1. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin für 12 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen 3. Sofosbuvir + Simeprevir über 12 Wochen Mit kompensierter Zirrhose 1. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin für 24 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen 1. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin für 24 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin 24 Wochen *Bei einer Therapie über 12 Wochen, ist die Kombination Paritaprevir/Ritonavir/Ombitasvir + Dasbuvir + Ribavirin über 12 Wochen kostengünstiger und daher ebenfalls als Therapieschema erster Wahl anzusehen. Zu beachten ist, dass dieses Schema die Einnahme von 9 Tabletten pro Tag erfordert. Seite 27 von 29

28 Genotyp 1b Ohne Hinweis auf Fibrose und Therapienaive Patienten Vortherapierte Patienten Krankheitszeichen keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen Mit Fibrose und / oder Krankheitszeichen aber ohne Zirrhose 1. Sofosbuvir / Ledipasvir über 8 Wochen bei einer Viruslast < UI/ml Sofosbuvir / Ledipasvir über 12 Wochen bei einer Viruslast > UI/ml* 2. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir für 12 Wochen Sofosbuvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 12 Wochen 1. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir für 12 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen Sofosbuvir + Simeprevir über 12 Wochen Mit kompensierter Zirrhose 1. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin für 12 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen 1. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Dasabuvir + Ribavirin für 12 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 24 Wochen *Bei einer Therapie über 12 Wochen, ist die Kombination Paritaprevir/Ritonavir/Ombitasvir + Dasbuvir + Ribavirin über 12 Wochen kostengünstiger und daher ebenfalls als Therapieschema erster Wahl anzusehen. Zu beachten ist, dass dieses Schema die Einnahme von 9 Tabletten pro Tag erfordert. Genotyp 2 Therapienaive Patienten Vortherapierte Patienten Ohne Hinweis auf Fibrose und Krankheitszeichen keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen Mit Fibrose und / oder Krankheitszeichen aber ohne Zirrhose 1. Sofosbuvir + Ribavirin über 12 / 24* Wochen Mit kompensierter Zirrhose 1. Sofosbuvir + Ribavirin über 12 / 24* Wochen 1. Sofosbuvir + Ribavirin über 12 / 24** Wochen 1. Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen **24 Wochen bei: hoher Viruslast / Leberfibrosegrad F3 oder F4 / Patienten mit schwarzer Hautfarbe / Patienten mit IL28b-non-CC-GT und/oder bei früherem Nichtansprechen auf Peginterferon und Ribavirin Seite 28 von 29

29 Genotyp 3 Therapienaive Patienten Vortherapierte Patienten Ohne Hinweis auf Fibrose und Krankheitszeichen keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen Mit Fibrose und / oder Krankheitszeichen aber ohne Zirrhose Mit kompensierter Zirrhose 1. Sofosbuvir +Daclatasvir über 12 Wochen 1. Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen 2. Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir + Ribavirin über 24 Wochen 3. Sofosbuvir / Ledipasvir + Ribavirin über 24 Wochen 3. Sofosbuvir + Daclatasvir + Ribavirin über 24 Wochen Sofosbuvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 12 / 24 Wochen Sofosbuvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 12 / 24 Wochen 1. Sofosbuvir + Daclatasvir über 12 Wochen 1. Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen 2. Sofosbuvir + Ribavirin über 24 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir + Ribavirin über 24 Wochen 3. Sofosbuvir / Ledipasvir + Ribavirin über 24 Wochen 3. Sofosbuvir + Daclatasvir + Ribavirin über 24 Wochen Sofosbuvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 12 / 24 Wochen Sofosbuvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 12 / 24 Wochen Genotyp 4 Therapienaive Patienten Ohne Hinweis auf Fibrose und Krankheitszeichen keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen Mit Fibrose und / oder Krankheitszeichen aber ohne Zirrhose 1. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Ribavirin über 12 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir über 12 Wochen Mit kompensierter Zirrhose 1. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen 3. Daclastasvir + Ribavirin + Peginterferon alfa über 24 Wochen Vortherapierte Patienten keine Therapiedringlichkeit, regelmäßige klinische und laborchemische Kontrollen 1. Paritaprevir / Ritonavir / Ombitasvir + Ribavirin über 12 Wochen 2. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 12 / 24 Wochen 1. Sofosbuvir / Ledipasvir +/- Ribavirin über 24 Wochen Seite 29 von 29

Interferonfreie Therapie der Hepatitis C

Interferonfreie Therapie der Hepatitis C Innere Medizin 1 Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie Interferonfreie Therapie der Hepatitis C Christoph Werner 07. März 2015 13. Symposium Infektionsmedizin CDiC Tübingen Wie häufig ist Hepatitis

Mehr

Aktuelle Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Therapie der chronischen Hepatitis C 28 HEPATITIS C Aktuelle Therapie der chronischen Hepatitis C Claus Niederau Erhöhte Leberwerte wie GPT und GT gehören zum Alltag des Hausarztes. Obwohl Alkohol und Übergewicht häufige Ursachen sind, empfehlen

Mehr

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C 1

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C 1 320 Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C 1 S3 guideline hepatitis C addendum Autoren C. Sarrazin 1, T. Berg 2, P. Buggisch 3, M. M. Dollinger 4, H. Hinrichsen 5, H. Hofer 6, D.

Mehr

Praxisempfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C nach Zulassung des Polymerase-Inhibitors Sofosbuvir

Praxisempfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C nach Zulassung des Polymerase-Inhibitors Sofosbuvir Praxisempfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C nach Zulassung des Polymerase-Inhibitors Sofosbuvir Christoph Sarrazin 1, Peter Buggisch 2, Holger Hinrichsen 3, Dietrich Hüppe 4, Stefan Mauss

Mehr

Beschluss. Vom 17. Juli 2014

Beschluss. Vom 17. Juli 2014 Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Ziele der Hepatitis C-Therapie

Ziele der Hepatitis C-Therapie Behandlung der Hepatitis C Zur Behandlung der Hepatitis C stehen heute neben pegyliertem Interferon alfa (PEG-INF) und Ribavirin auch Proteaseinhibitoren (direkt antiviral wirksame Substanzen) zur Verfügung.

Mehr

Telaprevir-Nutzenbewertung des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gemäß 35a SGB V (Dossierbewertung)

Telaprevir-Nutzenbewertung des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gemäß 35a SGB V (Dossierbewertung) DGVS Olivaer Platz 7 10707 Berlin Telaprevir-Nutzenbewertung des Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gemäß 35a SGB V (Dossierbewertung) Stellungnahme des Vorstands

Mehr

Teure Medikamente - Wer profitiert?

Teure Medikamente - Wer profitiert? Teure Medikamente - Wer profitiert? Heiner Wedemeyer, Michael P. Manns Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie Hannoversche Allgemeine Zeitung 5.8.2014 Milliardenkosten für Krankenkassen

Mehr

Hepatitis-C-Medikamente

Hepatitis-C-Medikamente Hepatitis-C-Medikamente Stand 20. Januar 2015 Inhalt Was ist neu?... 1 Zulassungen und Medikamentenpipeline... 2 Welche Medikamentenkombinationen können laut Zulassung bei welchem Genotyp eingesetzt werden?...

Mehr

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Addendum zur Hepatitis C Leitlinie im Auftrag der folgenden Fachgesellschaften (2/15): Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs-

Mehr

Ausgabe 08/2014. GfV Newsletter: Interferonfreie Therapien für HCV

Ausgabe 08/2014. GfV Newsletter: Interferonfreie Therapien für HCV GfV Newsletter: Interferonfreie Therapien für HCV Die Chronische Hepatitis C Virus (HCV) Infektion betrifft weltweit mehr als 170 Millionen Menschen und kann zu schweren Leberschäden bis zur Zirrhose und

Mehr

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um den Wirkstoff Daclatasvir wie folgt ergänzt:

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um den Wirkstoff Daclatasvir wie folgt ergänzt: Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Preisverhandlungen ohne Grundlage? Regelungsdefizite am Beispiel der Hepatitis C-Behandlung

Preisverhandlungen ohne Grundlage? Regelungsdefizite am Beispiel der Hepatitis C-Behandlung Preisverhandlungen ohne Grundlage? Regelungsdefizite am Beispiel der Hepatitis C-Behandlung 3. Workshop Nutzenbewertung von Arzneimitteln am 26. und 27. November 2014 in Bremen Prof. Dr. Heinz Rothgang

Mehr

Hepatitis C: Was gibt es Neues?

Hepatitis C: Was gibt es Neues? Hepatitis C: Was gibt es Neues? Heiner Wedemeyer Medizinische Hochschule Hannover 1 37 Jähriger Patient, Fibrose HCV-Genotyp 3a, HCV-RNA >800.000 IU/ml Z.n. PEG-IFN/RBV, Abbruch bei starken Nebenwirkungen

Mehr

Deutsche Leberstiftung veröffentlicht Real World- Daten aus dem Deutschen Hepatitis C-Register

Deutsche Leberstiftung veröffentlicht Real World- Daten aus dem Deutschen Hepatitis C-Register Presseinformation Fachpresse 8. Dezember 2015 / 5 Seiten Deutsche Leberstiftung veröffentlicht Real World- Daten aus dem Deutschen Hepatitis C-Register Um die Behandlung der chronischen Hepatitis C zu

Mehr

Hepatitis. Markus Heim Gastroenterologie USB

Hepatitis. Markus Heim Gastroenterologie USB Hepatitis Markus Heim Gastroenterologie USB Frau G.A., 27j Prolongierte Vigilanzminderung (GCS 5) nach Septumplastik-Operation Status, Routinelabor und CT Schädel unauffällig Hospitalisation 3 Monate später:

Mehr

Was kostet der Zusatznutzen?

Was kostet der Zusatznutzen? Foto: Fotolia/PictureP Innovative Arzneimittel bei Hepatitis C Was kostet der Zusatznutzen? Von Gabriele Gradl, Dietmar Klöckner, Eva-Maria Krieg, Johanna Werning und Martin Schulz / Die hohen Preise der

Mehr

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Addendum zur Hepatitis C Leitlinie im Auftrag der folgenden Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und

Mehr

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung zur Therapie der chronischen Hepatitis C Addendum zur Hepatitis C Leitlinie im Auftrag der folgenden Fachgesellschaften: Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und

Mehr

Aktuelle Empfehlung der DGVS zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung der DGVS zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung der DGVS zur Therapie der chronischen Hepatitis C Christoph Sarrazin 1, Thomas Berg 2, Heiner Wedemeyer 3, Stefan Mauss 4, Matthias Dollinger 5, Michael Manns 3, Stefan Zeuzem 1 1 Universitätsklinikum

Mehr

Hepatitis C. Kurzmodul für zuweisende Ärzte

Hepatitis C. Kurzmodul für zuweisende Ärzte Hepatitis C Kurzmodul für zuweisende Ärzte 1. Einführung, Genotypen, Epidemiologie Ungefähr 130 50 Millionen Menschen (ca. 2 % der Weltbevölkerung) sind weltweit mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) infiziert.

Mehr

Update Hepatitis B und C

Update Hepatitis B und C Update Hepatitis und C Dr. med. eat Helbling und Prof. Dr. med. Stephan Vavricka beat.helbling@hin.ch stephan.vavricka@usz.ch VZI www.gastrobethanien.ch Symposium, 28.1.2016 s HV und HCV 2016 Screening

Mehr

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um die Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir wie folgt ergänzt:

Beschluss. I. Die Anlage XII wird in alphabetischer Reihenfolge um die Wirkstoffkombination Ledipasvir/Sofosbuvir wie folgt ergänzt: Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Update Hepatitis C-Diagnostik

Update Hepatitis C-Diagnostik Update Hepatitis C-Diagnostik Christian Noah Hamburg Therapieindikation Frühzeitiger Behandlungsbeginn erhöht Chancen auf einen Therapieerfolg Therapieindikation ist unabhängig von erhöhten Transaminasen

Mehr

therapienaiven Nicht-Zirrhotikern

therapienaiven Nicht-Zirrhotikern Hepatitis C: LDV/SOF mit überzeugenden Daten bei Zirrhotikern und bei der Kurzzeitbehandlung von ther Hepatitis C LDV/SOF mit überzeugenden Daten bei Zirrhotikern und bei der Kurzzeitbehandlung von therapienaiven

Mehr

Ombitasvir + Paritaprevir + Ritonavir (Viekirax ) Dasabuvir (Exviera )

Ombitasvir + Paritaprevir + Ritonavir (Viekirax ) Dasabuvir (Exviera ) Ombitasvir + Paritaprevir + Ritonavir (Viekirax ) Dasabuvir (Exviera ) Die Neuzulassungen innerhalb der Gruppe der direkt wirksamen Virustatika (direct acting antiviral drugs = DAA) zur Therapie der Hepatitis

Mehr

Falk Gastro-Kolleg Leber und Gallenwege

Falk Gastro-Kolleg Leber und Gallenwege Falk Gastro-Kolleg Leber und Gallenwege Hepatitis C Update 2015 Zusammenfassung Etwa 300.000 Menschen sind in Deutschland chronisch mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert. Nach einem Infektionsverlauf

Mehr

HIVreport.de. Die Hepatitis-C-Therapie-Revolution. aidshilfe.de. Epidemiologie Übertragung Therapie Optionen und Barrieren in der Behandlung

HIVreport.de. Die Hepatitis-C-Therapie-Revolution. aidshilfe.de. Epidemiologie Übertragung Therapie Optionen und Barrieren in der Behandlung HIVreport.de 05 2014 Die Hepatitis-C-Therapie-Revolution 3 Epidemiologie 4 Übertragung 5 Therapie 9 Optionen und Barrieren in der Behandlung aidshilfe.de 2 Die Hepatitis-C-Therapie- Revolution Liebe Leserin,

Mehr

Retrospektive Studie: 320 Pat. mit histologischer gesicherter NAFLD Follow-up 10 Jahre Nicht invasive Scores: NAFLD-FS APRI FIB-4 Score BARD Score

Retrospektive Studie: 320 Pat. mit histologischer gesicherter NAFLD Follow-up 10 Jahre Nicht invasive Scores: NAFLD-FS APRI FIB-4 Score BARD Score Highlights 2014: Hepatologie (nicht)-alkohol. Lebererkrankungen virale Hepatitiden autoimmune Lebererkrankungen hereditäre Lebererkrankungen Lebertumoren Zirrhose & portale Hypertonie Lebertransplantation

Mehr

Neue Therapiekonzepte in der Hepatologie

Neue Therapiekonzepte in der Hepatologie Neue Therapiekonzepte in der Hepatologie Dr.med.Marco Bernardi Praxis für Magen-Darmkrankheiten, Seestrasse 90, 8002 Zürich Zentrum für Gastroenterologie und Hepatologie Klinik Im Park info@magen-darm-praxis.ch,

Mehr

Hepatitis C Bald kein Problem mehr!?

Hepatitis C Bald kein Problem mehr!? INTERNATIONAL LIVER CONGRESS MEETING 14, LONDON, 9.-13. APRIL 14 Hepatitis C Bald kein Problem mehr!? Heilungsraten über 9 % bei einfachen oralen DAA-Kombinationen werden im nächsten Jahr Wirklichkeit.

Mehr

Leitfaden Therapie der chronischen Hepatitis C

Leitfaden Therapie der chronischen Hepatitis C Leitfaden Therapie der chronischen Hepatitis C 2 Inhaltsverzeichnis Einführung... 4 1. Teilnehmerkreis Ärzte... 4 2. Teilnehmerkreis Patienten... 4 3. Einschreibung... 5 4. Arztwechsel... 6 5. Dokumentationsbogen...

Mehr

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Dokumentvorlage, Version vom 18.04.2013 Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir (Viekirax ) AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG Modul 3 A Chronische Hepatitis C bei Erwachsenen

Mehr

Therapie der chronischen Hepatitis C: Update 2015. Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung, Wien

Therapie der chronischen Hepatitis C: Update 2015. Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung, Wien Therapie der chronischen Hepatitis C: Update 2015 Michael Gschwantler Wilhelminenspital, 4. Medizinische Abteilung, Wien HCV Infektion: Weltweite Prävalenz 10% keine Daten

Mehr

Hepatitis C Virusinfektionen: Neue Therapieoptionen Jan Fehr

Hepatitis C Virusinfektionen: Neue Therapieoptionen Jan Fehr Hepatitis C Virusinfektionen: Neue Therapieoptionen Jan Fehr 1 Phase 2/3: StartVerso, Lonestar, Promise, Electron, Fusion, Fission... November 2013 Washington April 2013 Amsterdam 100% Ansprechrate Interferon-frei

Mehr

WAS GIBT S ES NEUES ZU HCV? 10.05.2014

WAS GIBT S ES NEUES ZU HCV? 10.05.2014 WAS GIBT S ES NEUES ZU HCV? 10.05.2014 Armin Finkenstedt Innere Medizin II Medizinische Universität Innsbruck armin.finkenstedt@uki.at EPIDEMIOLOGIE DER HEPATITIS C IN ÖSTERREICH Epidemiologie Österreich

Mehr

Durchbruch beider Therapieder Hepatitis C: Segenfürdie Patienten Albtraum fürdie Behandler?

Durchbruch beider Therapieder Hepatitis C: Segenfürdie Patienten Albtraum fürdie Behandler? Durchbruch beider Therapieder Hepatitis C: Segenfürdie Patienten Albtraum fürdie Behandler? Heiner Wedemeyer Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie Das Leber-Buch Hepatitisviren

Mehr

Neues zur HCV Therapie

Neues zur HCV Therapie Neues zur HCV Therapie 58. Jahrestagung der Deutschen STD-Gesellschaft Bochum, 18. September 2009 Christoph Sarrazin Klinikum der J. W. Goethe-Universität Medizinische Klinik 1 Frankfurt am Main Diagnostik

Mehr

Dossierbewertung A14-35 Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Version 1.0 Idelalisib Chronische lymphatische Leukämie 22.12.2014

Dossierbewertung A14-35 Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Version 1.0 Idelalisib Chronische lymphatische Leukämie 22.12.2014 I 2 Nutzenbewertung I 2.1 Kurzfassung der Nutzenbewertung Hintergrund Der G-BA hat das IQWiG mit der Nutzenbewertung des Wirkstoffs Idelalisib gemäß 35a SGB V beauftragt. Die Bewertung erfolgte auf Basis

Mehr

Was gibt es Neues von Leberkongressen 2009?

Was gibt es Neues von Leberkongressen 2009? 13. Herner Lebertag 2010 Was gibt es Neues von Leberkongressen 2009? AASLD: Fortschritte in der Therapie der chronischen Hepatitis C Genetische Variationen des IL28B Gens und der Einfluss auf die Heilungsraten

Mehr

Neue Leitlinien Tripletherapie der Hepatitis C

Neue Leitlinien Tripletherapie der Hepatitis C RAMONA PAULI, MÜNCHEN Neue Leitlinien Tripletherapie der Hepatitis C Die neuen deutschen Empfehlungen zur Tripletherapie mit den HCV- Proteasehemmern Boceprevir und Telaprevir bei HCV-Monoinfektion sowie

Mehr

Anlage III - Vorlage zur Abgabe einer schriftlichen Stellungnahme zur Nutzenbewertung nach 35a SGB V und Kosten-Nutzen-Bewertung nach 35b SGB V

Anlage III - Vorlage zur Abgabe einer schriftlichen Stellungnahme zur Nutzenbewertung nach 35a SGB V und Kosten-Nutzen-Bewertung nach 35b SGB V Anlage III - Vorlage zur Abgabe einer schriftlichen Stellungnahme zur Nutzenbewertung nach 35a SGB V und Kosten-Nutzen-Bewertung nach 35b SGB V Datum 23.03.2015 Stellungnahme zu Ledipasvir/Sofosbuvir Stellungnahme

Mehr

Update Hepatitis C was bringen die neuen Medikamente für unsere KlientInnen? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zu Testing und Behandlung?

Update Hepatitis C was bringen die neuen Medikamente für unsere KlientInnen? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zu Testing und Behandlung? Update Hepatitis C was bringen die neuen Medikamente für unsere KlientInnen? Welche neuen Erkenntnisse gibt es zu Testing und Behandlung? Philip Bruggmann Arud Testen und Screenen Nichterkennung einer

Mehr

Die Hepatitis C ist für alle heilbar!

Die Hepatitis C ist für alle heilbar! Die Hepatitis C ist für alle heilbar! Herne, den 18. März 2015 Gastroenterologische Gemeinschaftspraxis Herne Dr. med. Dietrich Hüppe Ich möchte mit Ihnen sprechen über Aktuelle Therapie der chronischen

Mehr

Post EASL Arbeitskreis AIDS niedergelassener Ärzte Berlin e. V. 7. Mai 2014

Post EASL Arbeitskreis AIDS niedergelassener Ärzte Berlin e. V. 7. Mai 2014 Post EASL Arbeitskreis AIDS niedergelassener Ärzte Berlin e. V. 7. Mai 2014 Karsten Wursthorn Ins.tut für Interdisziplinäre Medizin An der Asklepios Klinik St. Georg Hamburg HIV / HCV Koinfektion - Inzidenz

Mehr

Hepatitis C. von der chronischen Krankheit zum Blockbuster. Patrick Schmid St.Galler Infekttag 2015

Hepatitis C. von der chronischen Krankheit zum Blockbuster. Patrick Schmid St.Galler Infekttag 2015 Hepatitis C von der chronischen Krankheit zum Blockbuster Patrick Schmid St.Galler Infekttag 2015 Medien Spiegel Online 19.1.15 Agenda Krankheitsverlauf Neue Medikamente Was können sie Wen behandeln Public

Mehr

Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999

Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999 Hepatitis C Jahresinzidenz in der Schweiz Meldungen von Laboratorien und Ärzten 1989-1999 80 70 60 50 40 30 20 10 0 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 Total Drogen Sexueller/Nicht-sexueller

Mehr

Neues zur Hepatitis C Therapie und neue Therapiekonzepte zur HCV-Behandlung Opioid- Substituierter

Neues zur Hepatitis C Therapie und neue Therapiekonzepte zur HCV-Behandlung Opioid- Substituierter Neues zur Hepatitis C Therapie und neue Therapiekonzepte zur HCV-Behandlung Opioid- Substituierter Mondsee, 10. April 2016 Michael Gschwantler, Hans Haltmayer Disclosures: Ein Teil des präsentierten Projektes

Mehr

Hepatitis C: aktuelle Therapie

Hepatitis C: aktuelle Therapie 902 RMS AUF DEN PUNKT GEBRACHT SMF 366 Direkt wirkende antivirale Substanzen (directly acting antivirals) Hepatitis C: aktuelle Therapie Darius Moradpour a, Beat Müllhaupt b a Service de Gastroentérologie

Mehr

DFP-Fortbildung. Ärztlicher Fortbildungsanbieter

DFP-Fortbildung. Ärztlicher Fortbildungsanbieter Wien. Klin. Wochenschr. Educ DOI 10.1007/s11812-015-0072-7 Springer-Verlag Wien 2015 Klaus Rüschhoff, Springer Medizin Punkte sammeln auf... D SpringerMedizin.at Das DFP Literaturstudium ist Teil des Diplom-Fortbildungs-Programms

Mehr

Presseinformation Presserechtlicher Hinweis

Presseinformation Presserechtlicher Hinweis Presseinformation Presserechtlicher Hinweis Die folgenden Informationen sind ausschliesslich für Medienschaffende bestimmt. Die Firma Bristol-Myers Squibb SA weist an dieser Stelle ausdrücklich auf die

Mehr

Hepatitis C. Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur. Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen

Hepatitis C. Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur. Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen Dr. med. Carl M. Oneta Schaffhauserstrasse 7 8400 Winterthur Aerztefortbildung im April 2006 in Horgen Risikofaktoren Transfusion oder Organtransplantation Transfusion von Spendern, die später als HCV-infiziert

Mehr

Hepatitis C Welche Behandlung für Genotyp 3?

Hepatitis C Welche Behandlung für Genotyp 3? Hepatitis C Welche Behandlung für Genotyp 3? HCV GT-3 ist der zweithäufigste Genotyp weltweit Schätzungsweise 54.3 Millionen Patienten sind weltweit mit HCV GT3 infiziert Canada 22% France 20% UK 47% 28%

Mehr

Aktuelle Strategien zur Therapie der Hepatitis C

Aktuelle Strategien zur Therapie der Hepatitis C AMT Übersicht Aktuelle Strategien zur Therapie der Hepatitis C Christian M. Lange, Frankfurt In den letzten Jahren kam es zu einer revolutionären Erweiterung des medikamentösen Repertoires zur Therapie

Mehr

Ein 50 jähriger gesunder Italiener geht zum Check-up

Ein 50 jähriger gesunder Italiener geht zum Check-up 10. Zürcher Oberländer Gastromeeting 26.8.2010 Ein 50 jähriger gesunder Italiener geht zum Check-up Dr. H.U. Ehrbar, Rüti DD Erhöhte Leberwerte Mischbilder Hepatitis Cholestase Transaminasen Bili Cholestasewerte

Mehr

Moderne Wirkstoffe bieten Chancen bei Hepatitis B und C!

Moderne Wirkstoffe bieten Chancen bei Hepatitis B und C! Moderne Wirkstoffe bieten Chancen bei Hepatitis B und C! Ulrike Sarrazin, Christoph Sarrazin, Stefan Zeuzem Die Zeiten, in denen eine chronische Hepatitis B oder C eine schlechte Prognose bedeutete, gehören

Mehr

Ohne Zusatznutzen keine Verordnung! Stimmt das?

Ohne Zusatznutzen keine Verordnung! Stimmt das? Ohne Zusatznutzen keine Verordnung! Stimmt das? Kassenärztliche Vereinigung Hessen Dr. med. Wolfgang LangHeinrich 27. Mai 2015 Ohne Nutzen keine Verordnung? Ohne Mehrnutzen keine Verordnung? Ja Jein Nein

Mehr

Therapien bei Hepatitis C

Therapien bei Hepatitis C Leber/Galle/Pankreas 95 Maximilian David Schneider, Christoph Sarrazin Übersicht Einleitung 95 Neue Substanzen 96 DDA-Kombinationen (interferonfrei) 101 ABT450r + Ombitasvir + Dasabuvir 103 Negative Prädiktoren

Mehr

Kriterien zur Bestimmung der zweckmäßigen Vergleichstherapie

Kriterien zur Bestimmung der zweckmäßigen Vergleichstherapie Kriterien zur Bestimmung der zweckmäßigen Vergleichstherapie und Recherche und Synopse der Evidenz zur Bestimmung der zweckmäßigen Vergleichstherapie nach 35a SGB V Vorgang: 2014-B-054 Ledipasvir (in Kombination

Mehr

Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten. Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich

Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten. Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich Hepatitis C Therapie bei Suchtpatienten Marc Isler, Arzt Zokl1 und Checkpoint Zürich ARUD Zürich ARUD Zürich Arbeitsgemeinschaft für risikoarmen Umgang mit Drogen 450 Patienten Substitution mit Methadon,

Mehr

Hepatitis C aktuelle Therapieempfehlungen Können wir uns das noch leisten?

Hepatitis C aktuelle Therapieempfehlungen Können wir uns das noch leisten? Hepatitis C aktuelle Therapieempfehlungen Können wir uns das noch leisten? 19.Traunsteiner Symposium-Praktische Gastroenterologie Traunstein, 25.3.2015 Michael R. Kraus Medizinische Klinik II Kliniken

Mehr

Nonresponse, Relapse, neue Substanzen Schöne neue Welt für Koinfizierte?

Nonresponse, Relapse, neue Substanzen Schöne neue Welt für Koinfizierte? Nonresponse, Relapse, neue Substanzen Schöne neue Welt für Koinfizierte? Patrick Ingiliz Abteilung für Gastroenterologie und Infektiologie Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum Berlin Therapieansprechen und

Mehr

5 Jahre AMNOG in Deutschland - was könnte die Schweiz besser machen?

5 Jahre AMNOG in Deutschland - was könnte die Schweiz besser machen? 5 Jahre AMNOG in Deutschland - was könnte die Schweiz besser machen? Dr. Katrin Engemann Health Insurance Days Interlaken, 23. April 2015 23.04.2015 SPM PharmaBusiness 1 Die Situation in Deutschland vor

Mehr

1. Zusatznutzen des Arzneimittels im Verhältnis zur zweckmäßigen Vergleichstherapie

1. Zusatznutzen des Arzneimittels im Verhältnis zur zweckmäßigen Vergleichstherapie Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Aktuelle Fragen der Wirtschaftlichkeitsprüfung bei Arzneimittelverordnungen

Aktuelle Fragen der Wirtschaftlichkeitsprüfung bei Arzneimittelverordnungen Aktuelle Fragen der Wirtschaftlichkeitsprüfung bei Arzneimittelverordnungen Von Jörn Schroeder-Printzen Fachanwalt für Medizinrecht Fachanwalt für Sozialrecht AMNOG I Arzneimittelneumarktneuordnungsgesetz

Mehr

Aktuelle Empfehlung der DGVS und des bng zur Therapie der chronischen Hepatitis C

Aktuelle Empfehlung der DGVS und des bng zur Therapie der chronischen Hepatitis C Aktuelle Empfehlung der DGVS und des bng zur Therapie der chronischen Hepatitis C Christoph Sarrazin 1, Thomas Berg 2, Peter Buggisch 3, Matthias Dollinger 4, Holger Hinrichsen 5, Dietrich Hüppe 6, Michael

Mehr

BAnz AT 11.11.2014 B1. Beschluss

BAnz AT 11.11.2014 B1. Beschluss Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Daclatasvir (Daklinza ) Bristol-Myers Squibb GmbH & Co. KGaA Zusatzdokument zur Nachforderung fehlender Unterlagen/Angaben (gemäß 5. Kapitel, 17 Abs. 1 VerfO)

Mehr

Antivirale Therapie der Hepatitis B

Antivirale Therapie der Hepatitis B Antivirale Therapie der Hepatitis B Hartwig Klinker Schwerpunkt Infektiologie Medizinische Klinik und Poliklinik II der Universität Würzburg Hepatitis B- und HIV-Prävalenz 2006 350.000.000 300.000 500.000

Mehr

Expertenempfehlungen zur Triple-Therapie der HCV- Infektion mit Boceprevir und Telaprevir

Expertenempfehlungen zur Triple-Therapie der HCV- Infektion mit Boceprevir und Telaprevir Übersicht 57 Expertenempfehlungen zur Triple- der HCV- Infektion mit Boceprevir und Telaprevir Expert Opinion on Boceprevir- and Telaprevir-Based Triple s of Chronic Hepatitis C Autoren C. Sarrazin 1,

Mehr

Lebererkrankungen & Hämophilie Spektrum und Diagnostik der Leberambulanz

Lebererkrankungen & Hämophilie Spektrum und Diagnostik der Leberambulanz Hämophilie-Symposium Homburg 2008 Lebererkrankungen & Hämophilie Spektrum und Diagnostik der Leberambulanz Dr. med. Frank Grünhage Medizinische Klinik II Ambulanz für Hepatologie Lebererkrankungen & Hämophilie

Mehr

Chronische Hepatitis C: Neue Therapieoptionen

Chronische Hepatitis C: Neue Therapieoptionen Chronische Hepatitis C: Neue Therapieoptionen Pharmazeutische Gesellschaft Zürich ETHZ Zentrum Zürich, 27.11.14 B. Müllhaupt Gastroenterology and Hepatology Swiss HPB-Center University Hospital Zurich

Mehr

aus der praxis für die praxis Donnerstag, 26. November 2015 Restaurant Schifflände Maur

aus der praxis für die praxis Donnerstag, 26. November 2015 Restaurant Schifflände Maur aus der praxis für die praxis Donnerstag, 26. November 2015 Restaurant Schifflände Maur Vorschau Fit in Gastroenterologie Schifflände Maur Mittwoch 20. Januar 2016, 17.00 h 16. Zürcher Oberländer Gastromeeting

Mehr

Konvergenz der Anforderungen: Was geht? Josef Hecken Unparteiischer Vorsitzender im Gemeinsamen Bundesausschuss

Konvergenz der Anforderungen: Was geht? Josef Hecken Unparteiischer Vorsitzender im Gemeinsamen Bundesausschuss Konvergenz der Anforderungen: Was geht? Josef Hecken Unparteiischer Vorsitzender im Gemeinsamen Bundesausschuss Vortrag anlässlich der Veranstaltung BfArM im Dialog am 15.09.2015 in Bonn AMNOG international

Mehr

BAnz AT 04.04.2014 B2. Beschluss

BAnz AT 04.04.2014 B2. Beschluss Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

XPRAXISZENTRUM KAISERDAMM

XPRAXISZENTRUM KAISERDAMM Gefängnismedizin-Tage 2015 in Frankfurt HCV und Substitution: Aktuelle Behandlungsregime und ein Blick in die Zukunft Ulrich R. M. Bohr XPRAXISZENTRUM KAISERDAMM Dres. Moll / Gölz / Bohr / Schleehauf /Naumann

Mehr

BAnz AT 12.10.2015 B2. Beschluss

BAnz AT 12.10.2015 B2. Beschluss Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses über eine Änderung der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL): Anlage XII - Beschlüsse über die Nutzenbewertung von Arzneimitteln mit neuen Wirkstoffen nach 35a SGB

Mehr

Chronische Virushepatitis. Eckart Schott Med. Klinik m.s. Hepatologie und Gastroenterologie

Chronische Virushepatitis. Eckart Schott Med. Klinik m.s. Hepatologie und Gastroenterologie Chronische Virushepatitis Eckart Schott Med. Klinik m.s. Hepatologie und Gastroenterologie Hepatitis C Epidemiologie der Hepatitis C Epidemiologie der Hepatitis C Epidemiologie der Hepatitis C Genotype

Mehr

Hepatitis C im Dialog

Hepatitis C im Dialog Hepatitis C im Dialog 100 Fragen - 100 Antworten Herausgegeben von Stefan Zeuzem 2008 AGI-Information Management Consultants May be used for personal purporses only or by libraries associated to dandelon.com

Mehr

CME. Therapie der chronischen Hepatitis C

CME. Therapie der chronischen Hepatitis C Zurich Open Repository and Archive University of Zurich Main Library Strickhofstrasse 39 CH-8057 Zurich www.zora.uzh.ch Year: 2014 CME. Therapie der chronischen Hepatitis C Schaffstein, Stella; Rampini,

Mehr

Liebe werdende Eltern

Liebe werdende Eltern Home Hebamme Nicola Feld, Hamburg Seite 1 Home Leistungen & Kurse Über mich Elternbuch Kontakt Liebe werdende Eltern Ihr erwartet Nachwuchs, herzlichen Glückwunsch! Eine spannende Zeit hat für Euch begonnen.

Mehr

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V

Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V 60Dokumentvorlage, Version vom 20.01.2011 Dossier zur Nutzenbewertung gemäß 35a SGB V Boceprevir (VICTRELIS ) MSD SHARP & DOHME GmbH Modul 4 A Chronische Hepatitis C Medizinischer Nutzen und medizinischer

Mehr

Ansprechtypen auf antivirale Therapie

Ansprechtypen auf antivirale Therapie Protokoll zum 11. interdisziplinären Qualitätszirkel Hepatitis B/C und Drogengebrauch vom 11.3.2009 HCV-Therapie der Nonresponder Experte: Moderation: Leitung: Prim. Univ.-Doz. Dr. Michael Gschwantler*

Mehr

Therapieoptionen Hepatitis B

Therapieoptionen Hepatitis B Therapieoptionen Hepatitis B Interferon alpha Viral entry Uncoating Nuclear import Assembly & budding cccdna HBsAg ER Positive strand synthesis Removal of pregenome Lamivudin Adefovir Entecavir Tenofovir

Mehr

Gut, besser, am besten Die Hepatitis C-Therapie auf der Zielgeraden

Gut, besser, am besten Die Hepatitis C-Therapie auf der Zielgeraden THE INTERNATIONAL LIVER CONGRESS 213 Gut, besser, am besten Die Hepatitis C-Therapie auf der Zielgeraden Der Leberkongress stand ganz im Zeichen der neuen Optionen der Hepatitis C-Therapie. Diese werden

Mehr

Indikationserweiterungen für JANUVIA (Sitagliptin, MSD) in der EU - Kombination mit Sulfonylharnstoff n

Indikationserweiterungen für JANUVIA (Sitagliptin, MSD) in der EU - Kombination mit Sulfonylharnstoff n Indikationserweiterungen für JANUVIA (Sitagliptin, MSD) in der EU Kombination mit Sulfonylharnstoff nun ebenfalls zugelassen Haar (März 2008) - Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat JANUVIA für

Mehr