Vorbereitung zur Prüfung Echtzeitbetriebssysteme

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Vorbereitung zur Prüfung Echtzeitbetriebssysteme"

Transkript

1 Vorbereitung zur Prüfung Echtzeitbetriebssysteme Zugelassene Hilfsmittel: Taschenrechner Bitte verwenden Sie keinen roten Farbstift! 1. Echtzeitbetriebssysteme - Allgemein (15 Punkte) 1.1. Warum setzen Sie in einem Mikrocontroller ein Echtzeitbetriebssystem ein? Vergleichen Sie mit der betriebssystemlosen Variante. (5 Punkte) Abstrahierung von HW, d.h. es sind keine expliziten HW-Kenntnisse notwendig Es gibt Funktionen die verwendet werden können Timer, E/A-Zugriffe Netzwerkfunktionalität (Treiber,...) Weniger Entwicklungsaufwand => weniger Kosten 1.2. Das Keil-Echtzeitbetriebssystem RTX51-Tiny kennt nur das Round Robin Scheduling- Verfahren. Erläutern Sie zunächst warum dies eigentlich für Echtzeitanwendungen nachteilig ist. Beschreiben Sie weiterhin, warum RTX-Tiny dennoch für Echtzeitaufgaben eingesetzt werden kann. (5 Punkte) Feste Zeitscheibe => keine Prioritäten Erweiterung durch eigene Interrruptverarbeitung, d.h. Zeitkritische Dinge werden durch Interrupts erledigt. FH-Isny Echtzeitbetriebssysteme 1

2 1.3. Die Funktionen SendQueue() und ReceiveQueue() gibt es bei den meisten Echtzeitbetriebssystemen. Beschreiben Sie deren Bedeutung und Einsatzmöglichkeiten. (5 Punkte) Intertaskkommunikation - Entkopplung von parallelen Prozessen (vollständige Kapselung ) Anwendungen Client / Server 2. Scheduling mit dem EDF-Verfahren (15 Punkte) Gegeben sind 3 periodisch auftretende Prozesse, die nicht unterbrechbar sind. Prozess Periode T i [ms] Rechenzeit e i [ms] P P P Bemerkung: Ende der jeweiligen Periode ist zugleich Deadline. Dauer für Taskswitching = 0 Gewünschter Verlauf: P 1 P P Bestimmen Sie die Gesamtauslastung des Systems. Kann mit einem Monoprozessorsystem die Aufgabe prinzipiell bewältigt werden? (4 Punkte) = ¼ + 2/6 + 1/3 = 0,9166 => Monoprozessorsystem ist prinzipiell ausreichend FH-Isny Echtzeitbetriebssysteme 2

3 2.2. Welches Intervall muss überprüft werden um eindeutig festzustellen, das alle 3 Tasks einplanbar sind? (2 Punkte) KgV von (30,40,60) = 120 danach wiederholt sich der Zyklus 2.3. Skizzieren Sie den zeitlichen Ablauf für das EDF-Verfahren. (5 Punkte) PRIO P 1 P P 3 Idle-Task Sind die Entscheidungen in diesem Beispiel immer eindeutig? Siehe 2.4 Bemerkung: Die Idle-Task wird immer dann rechnend, wenn keine andere Task den Prozessor benötigt. Es muss nur ein vollständiger Zyklus skizziert werden Ist das EDF-Verfahren für ein zyklisches, möglichst jitterfreies Abtastsystem geeignet? Gibt es Randbedingungen? Gibt es in diesem Beispiel einen Prozess der jitterfrei ist? (4 Punkte) P1 ist jitterfrei und zyklisch, wobei bei der letzten Entscheidung die Deadlines für P1 und P3 gleich weit entfernt sind. => Es gibt keine Garantie das bei EDF Prozesse jitterfrei ausgeführt werden. FH-Isny Echtzeitbetriebssysteme 3

4 3. Semaphore-Objekte (15 Punkte) Für einen kleinen Museumsraum soll eine Zugangskontrolle realisiert werden. Mit einem Drehkreuz am Eingang bzw. Ausgang soll die Personenzahl auf max. 6 begrenzt werden, d.h. bei 6 Personen im Raum soll das Zugangsdrehkreuz blockiert werden, erst wenn eine der Personen den Raum verlassen hat (Ausgangsdrehkreuz) wird der Zugang wieder freigegeben. Warteschlange vor dem Zugangsdrehkreuz Museumsraum Ausgang a) Lösen Sie das Zugangsproblem mit Semaphor-Objekten. Arbeiten Sie mit 2 bereits existierenden Threads, für Eingang bzw. Ausgang. Der Zustand der Drehkreuze wird über die Events (heventdrehein und heventdrehaus) aus den entsprechenden Interrupt-Service- Routinen signalisiert. Tragen Sie die notwendigen Funktionsaufrufe in Pseudo-C-Code Schreibweise in die untenstehenden Struktogramme ein. Verwenden Sie dazu folgende Funktionsaufrufe : hsemmus = CreateSemaphore(...); WaitForSingleObject(hSemMus,INFINITE); ReleaseSemaphore(hSemMus,...); heventdrehein = CreateEvent(...); ResetEvent(hEventDrehEin); SetEvent(hEventDrehEin);... ISR Eingangs-Drehkreuz SetEvent(hEventDrehEin); SetEvent(hEventDrehEin); //P(SEM) // V(SEM) ISR Eingangs-Drehkreuz SetEvent(hEventDrehAus); EingangsThread hsemmus = CreateSemaphore(...); // Init =6 heventdrehein = CreateEvent(...); AusgangsThread heventdrehaus = CreateEvent(...); for(;;) // Warte auf Signal von Eingangsdrehkreuz WaitForSingleObject(hHEventDrehEin, ); for(;;) // Warte auf Signal von Ausgangsdrehkreuz WaitForSingleObject(hHEventDrehAus, ); WaitForSingleObject(hSemMus,INFINITE); //P(SEM) // Zugang freigeben ResetEvent(hEventDrehEin); ReleaseSemaphore(hSemMus,...); // V(SEM) ResetEvent(hEventDrehAus); FH-Isny Echtzeitbetriebssysteme 4

5 b) Erläutern Sie allgemein den Begriff Prioritäteninversion im Zusammenhang mit Semaphorobjekten. Lösung: Siehe Skript Werden Prozesse durch Semaphore blockiert, so werden diese Prozesse in eine Warteschlange eingereiht unabhängig von der Priorität, d.h. ein niederpriorer Prozess kann dadurch einen hochprioren Prozess blockieren. => Prioritäten werden invertiert!! FH-Isny Echtzeitbetriebssysteme 5

6 Echtzeitbetriebssysteme - Allgemein (15 Punkte) a) Beschreiben Sie den Begriff Deadline im Zusammenhang mit Echtzeitbetriebssystemen. b) Was versteht man unter harter und weicher Echtzeit? c) Erläutern Sie im Zusammenhang mit b) die Schaden- bzw. Kostenfunktion Deadline Deadline Schaden bzw. Kosten (SK) Harte Echtzeit Weiche Echtzeit t(min) t(max) Zeit(t) FH-Isny Echtzeitbetriebssysteme 6

Ein Scheduler für alle Fälle Robert Kaiser, SYSGO AG

Ein Scheduler für alle Fälle Robert Kaiser, SYSGO AG Ein Scheduler für alle Fälle Robert Kaiser, SYSGO AG Am Pfaffenstein 14 D-55270 Klein-Winternheim Tel. +49 (0) 6136 9948-0 Fax. +49 (0) 6136 9948-10 PikeOS: multiple VM Umgebung VM #0 VM #1 VM #2... PikeOS

Mehr

Aufbau eines Echtzeit-Betriebssystems für Embedded Systems

Aufbau eines Echtzeit-Betriebssystems für Embedded Systems Aufbau eines Echtzeit-Betriebssystems für Embedded Systems I. Begriffsdefinition II. Anforderungen III. Struktur und Komponenten Dr.-Ing. Ludwig Eckert, Seite 1 I. Begriffsdefinition: Embedded System Bsp.:

Mehr

Scheduling in Echtzeitbetriebssystemen. Prof. Dr. Margarita Esponda Freie Universität Berlin

Scheduling in Echtzeitbetriebssystemen. Prof. Dr. Margarita Esponda Freie Universität Berlin Scheduling in Echtzeitbetriebssystemen Prof. Dr. Margarita Esponda Freie Universität Berlin Echtzeitsysteme Korrekte Ergebnisse zum richtigen Zeitpunkt Hart Echtzeitsysteme Eine verspätete Antwort ist

Mehr

Prozesse und Prozessmanagement des BS. 1 Unterschied Prozess, Threads. 1.1 Prozess. 1.2 Threads

Prozesse und Prozessmanagement des BS. 1 Unterschied Prozess, Threads. 1.1 Prozess. 1.2 Threads Prozesse und Prozessmanagement des BS 1 Unterschied Prozess, Threads 1.1 Prozess Bei jedem Programm muss gespeichert werden, welche Betriebsmittel (Speicherplatz, CPU- Zeit, CPU-Inhalt,...) es benötigt.

Mehr

Übung I Echtzeitbetriebssysteme

Übung I Echtzeitbetriebssysteme Übung I Echtzeitbetriebssysteme a) Von welchen drei Faktoren hängt bei der Echtzeitverarbeitung das korrekte Ergebnis ab? b) Wann ist ein System echtzeitfähig? c) Was versteht man unter Harter und Weicher

Mehr

Datentechnik. => Das Rechenergebnis ist nur dann sinnvoll, wenn es rechtzeitig vorliegt. Die Zeit muß daher beim Programmdesign berücksichtigt werden.

Datentechnik. => Das Rechenergebnis ist nur dann sinnvoll, wenn es rechtzeitig vorliegt. Die Zeit muß daher beim Programmdesign berücksichtigt werden. 5. Steuerung technischer Prozesse 5.1 Echtzeit (real time) Im Gegensatz zu Aufgabenstellungen aus der Büroumgebung, wo der Anwender mehr oder weniger geduldig wartet, bis der Computer ein Ergebnis liefert

Mehr

Systeme 1. Kapitel 5. Scheduling

Systeme 1. Kapitel 5. Scheduling Systeme 1 Kapitel 5 Scheduling Scheduling Verteilung und Zuweisung von begrenzten Ressourcen an konkurrierende Prozesse Beispiel: -> Zeitablaufsteuerung Zwei Prozesse zur gleichen Zeit rechenbereit auf

Mehr

Dämon-Prozesse ( deamon )

Dämon-Prozesse ( deamon ) Prozesse unter UNIX - Prozessarten Interaktive Prozesse Shell-Prozesse arbeiten mit stdin ( Tastatur ) und stdout ( Bildschirm ) Dämon-Prozesse ( deamon ) arbeiten im Hintergrund ohne stdin und stdout

Mehr

Scheduler. Optimierung des Schedulings. Gliederung. Allgemeine Ziele. Synchronisationsprotokolle

Scheduler. Optimierung des Schedulings. Gliederung. Allgemeine Ziele. Synchronisationsprotokolle Aufgabe: Zuteilung der auf die CPU Automatisches Entwurfs- und Entwicklungssystem für harte Echtzeitsysteme Zuteilungsstrategien: Satz Jan Blumenthal 20.02.2003 Zyklisch 4 Gliederung Optimierung des Schedulings

Mehr

Echtzeitprogrammierung und Echtzeitverhalten von Keil RTX. Frank Erdrich Semester AI 7

Echtzeitprogrammierung und Echtzeitverhalten von Keil RTX. Frank Erdrich Semester AI 7 Echtzeitprogrammierung und Echtzeitverhalten von Frank Erdrich Semester AI 7 Inhalt Einleitung Echtzeit und Echtzeitsysteme Echtzeitprogrammierung Real-Time Operating System Keil RTOS RTX Zusammenfassung

Mehr

Betriebssysteme (BTS)

Betriebssysteme (BTS) 9.Vorlesung Betriebssysteme (BTS) Christian Baun cray@unix-ag.uni-kl.de Hochschule Mannheim Fakultät für Informatik Institut für Betriebssysteme 10.5.2007 Exkursion Die Exkursion wird am Freitag, den 18.5.2007

Mehr

OSEK / OSEKtime - ein Vergleich

OSEK / OSEKtime - ein Vergleich OSEK / OSEKtime - ein Vergleich Hauptseminar WS 07/08 André Puschmann andre.puschmann@stud.tu-ilmenau.de Technische Universität Ilmenau Fakultät für Informatik und Automatisierung Fachgebiet Rechnerarchitektur

Mehr

RTOS Einführung. Version: Datum: Autor: Werner Dichler

RTOS Einführung. Version: Datum: Autor: Werner Dichler RTOS Einführung Version: 0.0.1 Datum: 20.07.2013 Autor: Werner Dichler Inhalt Inhalt... 2 RTOS... 3 Definition... 3 Anforderungen... 3 Aufgaben... 3 Eigenschaften... 4 Einteilung der Betriebssysteme...

Mehr

Klausur. Betriebssysteme SS 2007

Klausur. Betriebssysteme SS 2007 Matrikelnummer: 9999999 Klausur FB Informatik und Mathematik Prof. R. Brause Betriebssysteme SS 2007 Vorname: Nachname: Matrikelnummer: Geburtsdatum: Studiengang: Bitte tragen Sie auf jeder Seite Ihre

Mehr

RTEMS- Echtzeitbetriebssystem

RTEMS- Echtzeitbetriebssystem RTEMS- Echtzeitbetriebssystem Name: Hussein Hammoud Matrikel- Nr.: 230768 Studiengang: Technische Informatik Fach: Projekt Eingebettete Kommunikation Technische Universität Berlin Sommersemester 2006 RTEMS-

Mehr

Performance Messungen von FreeRTOS und

Performance Messungen von FreeRTOS und Performance Messungen von FreeRTOS und µc/os-iii auf ARM-Architekturen Tim Wacher (wht4@bfh.ch) Master of Science in Engineering MRU Production Technology 16. August 2011/ CH-3400 Burgdorf Outline 1 Ziel

Mehr

Task A Zündung. Task B Einspritzung. Task C Erfassung Pedalwert. J. Schäuffele, Th. Zurawka: Automotive Software Engineering, Vieweg, 2003

Task A Zündung. Task B Einspritzung. Task C Erfassung Pedalwert. J. Schäuffele, Th. Zurawka: Automotive Software Engineering, Vieweg, 2003 Task! evt. parallel zu bearbeitende Ausführungseinheit! Beispiel: Task A Zündung Task B Einspritzung Task C Erfassung Pedalwert Zeit t J. Schäuffele, Th. Zurawka:, Vieweg, 2003 Echtzeitbetriebssysteme

Mehr

Echtzeitscheduling (1)

Echtzeitscheduling (1) Echtzeitscheduling (1) Scheduling in Betriebssystemen Ressourcenausteilung (CPU, Speicher, Kommunikation) Faire Ressourcenvergabe, insbesondere CPU Hohe Interaktivität / kurze Reaktionszeit für interaktive

Mehr

Systemsoftware (SYS) Fakultät für Informatik WS 2008/2009 Christian Baun. Übungsklausur

Systemsoftware (SYS) Fakultät für Informatik WS 2008/2009 Christian Baun. Übungsklausur Hochschule Mannheim Systemsoftware (SYS) Fakultät für Informatik WS 2008/2009 Christian Baun Übungsklausur Aufgabe 1: Definieren Sie den Begriff der Systemsoftware. Nennen Sie die Aufgaben und Komponenten

Mehr

Real Time Operating Systems (RTOS) = Echtzeit-Betriebssysteme. Eine Einführung. Klaus Kusche, Okt. 2011

Real Time Operating Systems (RTOS) = Echtzeit-Betriebssysteme. Eine Einführung. Klaus Kusche, Okt. 2011 Real Time Operating Systems (RTOS) = Echtzeit-Betriebssysteme Eine Einführung Klaus Kusche, Okt. 2011 Ziele des Vortrags Überblick über das Thema Praktisches Verständnis von Anforderungen Problembereichen

Mehr

5) Realzeitscheduling

5) Realzeitscheduling Inhalte Anforderungen Klassifizierungen Verschiedene Verfahren: FIFO, Round Robin, Least Laxity, EDF, fixed/dyn. Prio. Beispiele und Aufgaben Seite 1 Motivation Gegeben: Ein Einprozessorsystem, das Multiprogrammierung

Mehr

Betriebssysteme G: Parallele Prozesse (Teil A: Grundlagen)

Betriebssysteme G: Parallele Prozesse (Teil A: Grundlagen) Betriebssysteme G: Parallele Prozesse (Teil A: Grundlagen) 1 Prozesse Bei Betriebssystemen stoßen wir des öfteren auf den Begriff Prozess als wahrscheinlich am häufigsten verwendeter und am unklarsten

Mehr

RTOS mit Energiesparfunktionen für Low-Power Applikationen

RTOS mit Energiesparfunktionen für Low-Power Applikationen mit Energiesparfunktionen für Low-Power Applikationen 2012 by roger.weber@bfh.ch Low-Power Applikationen Portable und Batteriebetriebene Geräte Quelle: Bayer Vital GmbH Quelle: BFH-TI Quelle: www.garmin.com

Mehr

Sowohl RTX64 als auch RTX bieten harten Echtzeitdeterminismus und symmetrische Multiprocessing- Fähigkeiten (SMP).

Sowohl RTX64 als auch RTX bieten harten Echtzeitdeterminismus und symmetrische Multiprocessing- Fähigkeiten (SMP). Produktbeschreibung Februar 2014 RTX RTOS-Plattform Mit der RTX-Echtzeitsoftware von IntervalZero wird aus Microsoft Windows ein Echtzeitbetriebssystem (RTOS). RTX64 von IntervalZero unterstützt 64-Bit-Betriebssysteme

Mehr

Prozessdatenverarbeitung II Echtzeit-Programmierung

Prozessdatenverarbeitung II Echtzeit-Programmierung Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Wintersemester 2005/2006 Diplomfachprüfung im Fach Prozessdatenverarbeitung II Echtzeit-Programmierung (Prof. Dr.-Ing. Ludwig Eckert) Datum: 01.02.2006, 14.00 Uhr, Raum

Mehr

Verteilte Echtzeit-Systeme

Verteilte Echtzeit-Systeme - Verteilte Echtzeit-Systeme Hans-Albrecht Schindler Wintersemester 2015/16 Teil B: Echtzeit-Betriebssysteme Abschnitt 9: Scheduling gemischter Prozessmengen CSI Technische Universität Ilmenau www.tu-ilmenau.de

Mehr

Echtzeit mit Linux. Erweiterungen und deren Anwendung. Martin Krohn. 2. Februar 2006

Echtzeit mit Linux. Erweiterungen und deren Anwendung. Martin Krohn. 2. Februar 2006 Erweiterungen und deren Anwendung 2. Februar 2006 1 Einleitung Anwendungsgebiete 2 Linux als Echtzeitbetriebssystem Eignung von Linux 3 Erweiterungen für Linux RT-Linux RTAI- Real-Time Application Interface

Mehr

Technische Informatik II

Technische Informatik II Institut für Technische Informatik und Kommunikationsnetze Technische Informatik II Übung 1: Prozesse und Threads Aufgabe 1: Prozesse und Threads a) Wie verhält sich eine Applikation die aus mehreren Prozessen

Mehr

Konzepte und Methoden der Systemsoftware. Aufgabe 1: Multi-Feedback-Scheduling. SoSe bis P

Konzepte und Methoden der Systemsoftware. Aufgabe 1: Multi-Feedback-Scheduling. SoSe bis P SoSe 2013 Konzepte und Methoden der Systemsoftware Universität Paderborn Fachgebiet Rechnernetze Präsenzübung 4 13.05.2013 bis 17.05.2013 Aufgabe 1: Multi-Feedback-Scheduling 0 P 1. Beschreiben Sie kurz

Mehr

Betriebssysteme. Teil 13: Scheduling

Betriebssysteme. Teil 13: Scheduling Betriebssysteme Teil 13: Scheduling Betriebssysteme - WS 2015/16 - Teil 13/Scheduling 15.01.16 1 Literatur [13-1] Quade, Jürgen; Mächtel, Michael: Moderne Realzeitsysteme kompakt. dpunkt, 2012 [13-2] Quade,

Mehr

Echtzeit-Linux mit dem RT-Preemption-Patch

Echtzeit-Linux mit dem RT-Preemption-Patch Echtzeit-Linux mit dem RT-Preemption-Patch IT-Klinger Andreas Klinger ak@it-klingerde 22072008 Der RT-Preemption-Patch integriert sich beinahe nahtlos in den Standard-Kernel und bietet Echtzeitfähigkeit

Mehr

Einführung. Schedulingziel. Klassisches Scheduling-Problem. 6. Kapitel Ressource Prozessor: Scheduling

Einführung. Schedulingziel. Klassisches Scheduling-Problem. 6. Kapitel Ressource Prozessor: Scheduling Wintersemester 06/07 6. Kapitel Ressource Prozessor: Scheduling Prof. Matthias Werner 6 Professur Betriebssysteme Einführung Bisher: Wenn ein Prozesses den Prozessor aufgibt (Zustand laufend verlässt),

Mehr

Einführung. Anwendung. logischer Adreßraum. Kontrollfluß (Thread) = CPU führt Instruktionen aus. Was charakterisiert einen Kontrollfluß?

Einführung. Anwendung. logischer Adreßraum. Kontrollfluß (Thread) = CPU führt Instruktionen aus. Was charakterisiert einen Kontrollfluß? Kontrollflüsse Einführung 1 Motivation Kontrollfluß Anwendung logischer Adreßraum Kontrollfluß (Thread) = führt Instruktionen aus Was charakterisiert einen Kontrollfluß? Programmzähler Registerinhalte

Mehr

Architektur Verteilter Systeme Teil 2: Prozesse und Threads

Architektur Verteilter Systeme Teil 2: Prozesse und Threads Architektur Verteilter Systeme Teil 2: Prozesse und Threads 21.10.15 1 Übersicht Prozess Thread Scheduler Time Sharing 2 Begriff Prozess und Thread I Prozess = Sequentiell ablaufendes Programm Thread =

Mehr

Test (Lösungen) Betriebssysteme, Rechnernetze und verteilte Systeme

Test (Lösungen) Betriebssysteme, Rechnernetze und verteilte Systeme Seite 1 Test (Lösungen) Betriebssysteme, Rechnernetze und verteilte Systeme 1 11.07.2007 Hinweise: Bevor Sie mit der Bearbeitung der Aufgaben beginnen, müssen Sie auf allen Blättern Ihren Namen und Ihre

Mehr

Echtzeitanforderung und Linux

Echtzeitanforderung und Linux Echtzeitanforderung und Linux Slide 1 - http://www.pengutronix.de - 21.01.2007 Definition Harte Echtzeit I Was zeichnet ein Echtzeitsystem aus? Zeitverhalten ist Teil der System-Spezifikation! Bei Embedded-Systemen

Mehr

Operating System Kernels

Operating System Kernels Operating System Kernels von Patrick Bitterling 1 Themenübersicht -Eine Einleitung über Kernel -Begriffserklärung, Architekturen -Kernel Subsysteme -Prozess-Scheduling, Speichermanagement,... -Der Networking

Mehr

TI Übung 5. Prozess-Scheduling. Andreas I. Schmied SS2005. Abteilung Verteilte Systeme Universität Ulm

TI Übung 5. Prozess-Scheduling. Andreas I. Schmied SS2005. Abteilung Verteilte Systeme Universität Ulm TI Übung 5 Prozess-Scheduling Andreas I. Schmied (schmied@inf...) Abteilung Verteilte Systeme Universität Ulm SS2005 Und nun... Wiederholung 1 Wiederholung Andreas I. Schmied (schmied@inf...) TI Übung

Mehr

Musterlösung Prüfung WS 01/02

Musterlösung Prüfung WS 01/02 Musterlösung Prüfung WS 01/02 Fach: I3 Software-Technik (SEE, GRS, BTS) Teilprüfung: Betriebssysteme Tag: 29.01.2002 10:45 14.45 Raum: 1006 Bearbeitungszeit: 4 Stunden Name:... Matr.Nr.:... Punkte:...

Mehr

Betriebssysteme I WS 2015/2016. Betriebssysteme / verteilte Systeme Tel.: 0271/ , Büro: H-B 8404

Betriebssysteme I WS 2015/2016. Betriebssysteme / verteilte Systeme Tel.: 0271/ , Büro: H-B 8404 Betriebssysteme I WS 2015/2016 Betriebssysteme / verteilte Systeme rolanda.dwismuellera@duni-siegena.de Tel.: 0271/740-4050, Büro: H-B 8404 Stand: 17. Dezember 2015 Betriebssysteme / verteilte Systeme

Mehr

Sprach-Mapping von PEARL auf die Linux-Systemschnittstelle

Sprach-Mapping von PEARL auf die Linux-Systemschnittstelle Sprach-Mapping von PEARL auf die Linux-Systemschnittstelle Holger Kölle Hochschule Furtwangen, 78120 Furtwangen Holger.Koelle@koelle-ohg.de Zusammenfassung. Dieser Artikel beschreibt die Machbarkeit einer

Mehr

(Prof. Dr. J. Schlichter, WS 2011 / 2012) Übungsleitung: Dr. Wolfgang Wörndl

(Prof. Dr. J. Schlichter, WS 2011 / 2012) Übungsleitung: Dr. Wolfgang Wörndl Übung zur Vorlesung Grundlagen Betriebssysteme und Systemsoftware (Prof. Dr. J. Schlichter, WS 2011 / 2012) Übungsleitung: Dr. Wolfgang Wörndl (gbs-ws11@mailschlichter.informatik.tu-muenchen.de) http://www11.in.tum.de/veranstaltungen/grundlagenbetriebssystemeundsystemsoftwarews1112

Mehr

Sequentielle Programm- / Funktionsausführung innerhalb eines Prozesses ( thread = Ausführungsfaden )

Sequentielle Programm- / Funktionsausführung innerhalb eines Prozesses ( thread = Ausführungsfaden ) Threads Sequentielle Programm- / Funktionsausführung innerhalb eines Prozesses ( thread = Ausführungsfaden ) Ein thread bearbeitet eine sequentielle Teilaufgabe innerhalb eines Prozesses Mehrere nebenläufige

Mehr

POSIX Echtzeit: Kernel 2.6 und Preempt-RT

POSIX Echtzeit: Kernel 2.6 und Preempt-RT POSIX Echtzeit: Kernel 2.6 und Preempt-RT Slide 1 - http://www.pengutronix.de - 21.01.2007 Echtzeit-Systemplanung Wenn das zeitliche Verhalten spezifiziert ist, kann auch spezifiziert werden, welche Applikationsteile

Mehr

OSEK / OSEKtime Ausgewählte Kapitel eingebetteter Systeme

OSEK / OSEKtime Ausgewählte Kapitel eingebetteter Systeme OSEK / OSEKtime Ausgewählte Kapitel eingebetteter Systeme Wilhelm Haas Wilhelm.Haas@informatik.stud.uni-erlangen.de Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Institut für Informatik Lehrstuhl 4

Mehr

Seminar: Mobile Geräte QNX Einführung

Seminar: Mobile Geräte QNX Einführung Seminar: Mobile Geräte QNX Einführung Vortragender: Alex Maurer 2010/2011 Philipps Universität Marburg Echtzeitbetriebssystem QNX QNX ist ein RTOS (Real Time OS) vorhersagbares Zeitverhalten niedrige Latenz

Mehr

Prozesse und Scheduling

Prozesse und Scheduling Betriebssysteme für Wirtschaftsinformatiker SS04 KLAUSUR Vorbereitung mit Lösungen / Blatt 1 Prozesse und Scheduling Aufgabe 1 : Scheduling Gegeben seien die folgenden Prozesse und die Längen des jeweiligen

Mehr

Inhaltsverzeichnis. 2.4 Thread-Systeme. 2.1 Was ist ein Prozess? 2.2 Scheduling. 2.3 Interprozesskommunikation

Inhaltsverzeichnis. 2.4 Thread-Systeme. 2.1 Was ist ein Prozess? 2.2 Scheduling. 2.3 Interprozesskommunikation Inhaltsverzeichnis Systemprogrammierung - Kapitel 2 Prozessverwaltung 1/21 2.1 Was ist ein Prozess? Definition Prozesszustände Prozesskontrollblöcke 2.4 Thread-Systeme Sinn und Zweck Thread-Arten Thread-Management

Mehr

Betriebssysteme I WS 2013/2014. Betriebssysteme / verteilte Systeme rolanda.dwismuellera@duni-siegena.de Tel.: 0271/740-4050, Büro: H-B 8404

Betriebssysteme I WS 2013/2014. Betriebssysteme / verteilte Systeme rolanda.dwismuellera@duni-siegena.de Tel.: 0271/740-4050, Büro: H-B 8404 Betriebssysteme I WS 2013/2014 Betriebssysteme / verteilte Systeme rolanda.dwismuellera@duni-siegena.de Tel.: 0271/740-4050, Büro: H-B 8404 Stand: 16. Januar 2014 Betriebssysteme / verteilte Systeme Betriebssysteme

Mehr

Vorlesung Echtzeitbetriebssysteme. Sommersemester 2006. FH-Isny

Vorlesung Echtzeitbetriebssysteme. Sommersemester 2006. FH-Isny Vorlesung Echtzeitbetriebssysteme Sommersemester 2006 FH-Isny Dipl. Inf. B. Gerum NTA Isny RTOS V2.11 1 1.0 Einführung Echtzeitsysteme - Echtzeitbetriebssysteme... 4 1.1. Definition eines Echtzeitsystems...

Mehr

Musterlösung Prüfung SS 2002

Musterlösung Prüfung SS 2002 Musterlösung Prüfung SS 2002 Fach: I4neu (SEE, KOS, GRS, BTS) Teilprüfung: Betriebssystem Tag: 2.7.2002 8:15 12:15 Raum 1006 Bearbeitungszeit: 72 Minuten Name:... Matr.Nr.:... Punkte:... Note:... Hilfsmittel:

Mehr

8. Vorlesung Betriebssysteme

8. Vorlesung Betriebssysteme Dr. Christian Baun 8. Vorlesung Betriebssysteme Hochschule Mannheim WS1213 1/69 8. Vorlesung Betriebssysteme Dr. Christian Baun Hochschule Mannheim Fakultät für Informatik wolkenrechnen@gmail.com Dr. Christian

Mehr

Klausur zur Vorlesung Grundlagen der Betriebssysteme

Klausur zur Vorlesung Grundlagen der Betriebssysteme Prof. Dr. L. Wegner Dipl.-Math. K. Schweinsberg Klausur zur Vorlesung Grundlagen der Betriebssysteme 19.2.2004 Name:... Vorname:... Matrikelnr.:... Studiengang:... Hinweise: Bearbeitungszeit 2 Stunden.

Mehr

Game Engine Architecture and Development. Platform Unabhängiger Code Multi Threading in Game Engines Profiling

Game Engine Architecture and Development. Platform Unabhängiger Code Multi Threading in Game Engines Profiling Game Engine Architecture and Development Platform Unabhängiger Code Multi Threading in Game Engines Profiling Folien Die Folien werden auf acagamics.de hochgeladen Das Passwort ist 60fps (ohne ) Rückblick:

Mehr

DIPLOMHAUPTPRÜFUNG FÜR ELEKTROINGENIEURE PROZESSAUTOMATISIERUNG I Sommersemester 2006 - Musterlösung

DIPLOMHAUPTPRÜFUNG FÜR ELEKTROINGENIEURE PROZESSAUTOMATISIERUNG I Sommersemester 2006 - Musterlösung Universität Stuttgart Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. P. Göhner Mr, Mb 30.08.06 DIPLOMHAUPTPRÜFUNG FÜR ELEKTROINGENIEURE PROZESSAUTOMATISIERUNG I Sommersemester

Mehr

Real-Time Operating Systems Ein Überblick

Real-Time Operating Systems Ein Überblick Real-Time Operating Systems Ein Überblick Stefan Tittel Universität Dortmund Proseminar: Werkzeuge und Techniken zur Spezifikation, Simulation und Implementierung von eingebetteten Systemen, 2004 1 Einführung

Mehr

3. Scheduler und Schedulingstrategien

3. Scheduler und Schedulingstrategien 5 3 Scheduler und Schedulingstrategien Unter Scheduling versteht man einen Ablaufplan, einen Fahrplan oder eine Auswahlstrategie, nach der ein knappes Betriebsmittel im Wettbewerb befindlichen Prozessen

Mehr

Der Scheduler von Windows Konzepte und Strategien

Der Scheduler von Windows Konzepte und Strategien Gliederung Der Scheduler von Windows Konzepte und Strategien Daniel Lohmann 1 Grundbegriffe 2 Eigenschaften des Schedulers Grundlegende Eigenschaften Prioritätenmodell Dynamische Prioritätenanpassungen

Mehr

Musterlösung Klausur SS 2004

Musterlösung Klausur SS 2004 Musterlösung Klausur SS 2004 Fachrichtung: Informatik Lehrveranstaltung: Verteilte Systeme Dozent: Prof. G. Bengel Tag: 15.6.04 Bearbeitungszeit: 90 Minuten Name:... Matr.Nr.:... Punkte:... Note:... Hilfsmittel:

Mehr

Fragenkatalog Echtzeitsysteme/Realzeitsysteme. Jürgen Quade

Fragenkatalog Echtzeitsysteme/Realzeitsysteme. Jürgen Quade Fragenkatalog Echtzeitsysteme/Realzeitsysteme Jürgen Quade Fragenkatalog Echtzeitsysteme/Realzeitsysteme von Jürgen Quade V1.4, 31. Januar 2008 Versionsgeschichte Version $Revision: 1.1 $ $Date: 2005/01/25

Mehr

Einführung in die Echtzeitbetriebssysteme

Einführung in die Echtzeitbetriebssysteme Einführung in die Echtzeitbetriebssysteme Hauptseminararbeit in dem Studiengang B.Sc. Informatik von Maximilian von Piechowski Technische Hochschule Mittelhessen Inhaltsverzeichnis 1 Was versteht man unter

Mehr

4. Übung - Betriebssysteme

4. Übung - Betriebssysteme 1. ufgabe: Systemstart 4. Übung - etriebssysteme Informatik I für Verkehrsingenieure ufgaben inkl. eispiellösungen a Welche ufgabe hat das IOS und was passiert beim Starten eines Systems? b Welche ufgaben

Mehr

Schedulingalgorithmen Rechenzeitverteilung auf Betriebssystemebene. Andi Drebes Fachbereich Informatik Universität Hamburg

Schedulingalgorithmen Rechenzeitverteilung auf Betriebssystemebene. Andi Drebes Fachbereich Informatik Universität Hamburg Schedulingalgorithmen Rechenzeitverteilung auf Betriebssystemebene Andi Drebes Fachbereich Informatik Universität Hamburg Gliederung Notwendigkeit des Schedulings Einführung: Begriff des Multitaskings

Mehr

Übersicht. Monoprozessor-Scheduling. Einführung Anforderungen und Thread-Typen Zustandsmodelle

Übersicht. Monoprozessor-Scheduling. Einführung Anforderungen und Thread-Typen Zustandsmodelle Übersicht Einführung Anforderungen und Thread-Typen Zustandsmodelle Monoprozessor-Scheduling Einfache Scheduling-Verfahren: FCFS, SJF, RR usw. Echtzeit-Scheduling Multiprozessor-Scheduling Implementierungsaspekte

Mehr

msw / Kern 02-2006 MiniOS 1/14 Betriebssysteme Einige Begriffe und Grundlagen Anhang zu "MiniOS, ein Minibetriebssystem für Mikrocontroller"

msw / Kern 02-2006 MiniOS 1/14 Betriebssysteme Einige Begriffe und Grundlagen Anhang zu MiniOS, ein Minibetriebssystem für Mikrocontroller msw / Kern 02-2006 MiniOS 1/14 Betriebssysteme Einige Begriffe und Grundlagen Anhang zu "MiniOS, ein Minibetriebssystem für Mikrocontroller" Version vom 17. Februar 2006, Hj. Kern, Winterthur Inhalt Betriebssysteme

Mehr

Bitte verwenden Sie nur dokumentenechtes Schreibmaterial!

Bitte verwenden Sie nur dokumentenechtes Schreibmaterial! VO 182.711 Prüfung Betriebssysteme 8. November 2013 KNr. MNr. Zuname, Vorname Ges.)(100) 1.)(35) 2.)(20) 3.)(45) Zusatzblätter: Bitte verwenden Sie nur dokumentenechtes Schreibmaterial! 1 Synchronisation

Mehr

Neue DSP-Hard- und Softwarelösungen für den Einsatz in Mehrkoordinaten- Nanomess- und Positioniersystemen

Neue DSP-Hard- und Softwarelösungen für den Einsatz in Mehrkoordinaten- Nanomess- und Positioniersystemen Neue DSP-Hard- und Softwarelösungen für den Einsatz in Mehrkoordinaten- Nanomess- und Positioniersystemen Christian Uhle, Bernd Däne, Todor Vangelov, Wolfgang Fengler TU Ilmenau, Fachgebiet Rechnerarchitekturen

Mehr

SurefireKernel ÜBERSICHT SPEZIFIKATION. www.triadem.ch. Sicherheitskernel DATASHEET

SurefireKernel ÜBERSICHT SPEZIFIKATION. www.triadem.ch. Sicherheitskernel DATASHEET Sicherheitskernel ÜBERSICHT SurefireKernel ist ein schlanker skalierbarer nicht preemptiver Echtzeit-Kernel der für den Einsatz auf Kontrollersysteme optimiert ist. Er verfügt über eine Realtime-Überwachung

Mehr

Betriebssysteme. Dipl.-Ing.(FH) Volker Schepper

Betriebssysteme. Dipl.-Ing.(FH) Volker Schepper 1. Der Prozess beginnt im Zustand Erzeugt, nachdem sein Vaterprozess den Systemaufruf fork() (s.u.) abgesetzt hat. In diesem Zustand wird der Prozess-Kontext initialisiert. 2. Ist diese Aufbauphase abgeschlossen,

Mehr

Dipl.-Inf. J. Richling Wintersemester 2003/2004. Weiche Echtzeit

Dipl.-Inf. J. Richling Wintersemester 2003/2004. Weiche Echtzeit Dipl.-Inf. J. Richling Wintersemester 2003/2004 Weiche Echtzeit Wiederholung - Resultat/Wert-Funktion "harte" Echtzeit Wert Zeit Wert Zeit Wert Deadline Zeit "weiche" Echtzeit Wert Deadline Zeit Deadline

Mehr

Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 7 Scheduling. Maren Bennewitz

Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 7 Scheduling. Maren Bennewitz Systeme I: Betriebssysteme Kapitel 7 Scheduling Maren Bennewitz Version 23.01.2013 1 Inhalt Vorlesung Aufbau einfacher Rechner Überblick: Aufgabe, Historische Entwicklung, unterschiedliche Arten von Betriebssystemen

Mehr

Technische Informatik II

Technische Informatik II Universität Stuttgart INSTITUT FÜR KOMMUNIKATIONSNETZE UND RECHNERSYSTEME Prof. Dr.-Ing. Andreas Kirstädter Diplomprüfung Prüfer: Termin: Dauer: Verlangte Aufgaben: Zugelassene Hilfsmittel: Technische

Mehr

Universität Stuttgart Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. P. Göhner. Übung 5: Semaphoren

Universität Stuttgart Institut für Automatisierungs- und Softwaretechnik Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. P. Göhner. Übung 5: Semaphoren Universität Stuttgart Prof. Dr.-Ing. Dr. h. c. P. Göhner Aufgabe 5.1: Übung 5: Semaphoren Semaphor-Operationen In Bild 5.1.1 ist die Anordnung von Semaphor-Operationen am Anfang und am e der asks A,B,C

Mehr

5 CPU Scheduling. FH Regensburg BT/SS04 Betriebssysteme Wirtschaftsinformatik. 5.1 Grundlagen - 54 - 5.1.1 CPU Burst / I/O Burst

5 CPU Scheduling. FH Regensburg BT/SS04 Betriebssysteme Wirtschaftsinformatik. 5.1 Grundlagen - 54 - 5.1.1 CPU Burst / I/O Burst FH Regensburg BT/SS04 5 CPU Scheduling 5.1 Grundlagen 5.1.1 CPU Burst / I/O Burst Beobachtung: Programme rechnen typischerweise etwas, dann tätigen sie Ein/Ausgabe: CPU-Burst: das Programm rechnet eine

Mehr

2 Echtzeitbetriebssysteme

2 Echtzeitbetriebssysteme 35 2 Echtzeitbetriebssysteme In den letzten Jahren hat sich die Automobilindustrie zu einem der wesentlichen Anwender von Echtzeitbetriebssystemen für eingebettete Systeme entwickelt. Relativ zeitig erkannten

Mehr

Steffen Heinzl Markus Mathes. Middleware in Java

Steffen Heinzl Markus Mathes. Middleware in Java Steffen Heinzl Markus Mathes Middleware in Java Leitfaden zum Entwurf verteilter Anwendungen - Implementierung von verteilten Systemen über JMS - Verteilte Objekte über RMI und CORBA Mit 50 Abbildungen

Mehr

Betriebssysteme Kap F: CPU-Steuerung CPU-Scheduling

Betriebssysteme Kap F: CPU-Steuerung CPU-Scheduling Betriebssysteme Kap F: CPU-Steuerung CPU-Scheduling 1 termini technici Der englische Fachausdruck scheduler wurde eingedeutscht : Der Scheduler Für scheduling ist im Deutschen auch zu verwenden: Ablaufplanung

Mehr

Betriebssysteme. CPU-Scheduling - Fallbeispiele. Sommersemester 2014 Prof. Dr. Peter Mandl. Prof. Dr. Peter Mandl Seite 1.

Betriebssysteme. CPU-Scheduling - Fallbeispiele. Sommersemester 2014 Prof. Dr. Peter Mandl. Prof. Dr. Peter Mandl Seite 1. CPU-Scheduling - Fallbeispiele Sommersemester 2014 Prof. Dr. Peter Mandl Prof. Dr. Peter Mandl Seite 1 Gesamtüberblick 1. Einführung in 2. Betriebssystemarchitekturen und Betriebsarten 3. Interruptverarbeitung

Mehr

Universität Koblenz-Landau. Fachbereich 4: Informatik. Prof. Dr. Dieter Zöbel. Seminararbeit OSEK/VDX. Seminar Echtzeitsysteme.

Universität Koblenz-Landau. Fachbereich 4: Informatik. Prof. Dr. Dieter Zöbel. Seminararbeit OSEK/VDX. Seminar Echtzeitsysteme. Universität Koblenz-Landau Fachbereich 4: Informatik Prof. Dr. Dieter Zöbel Seminararbeit Seminar Echtzeitsysteme Thema 4 Wintersemester 1999/2000 Von Thorsten Schaub (thorsten@schaub-home.de) 17.12.1999

Mehr

CPU-Scheduling - Grundkonzepte

CPU-Scheduling - Grundkonzepte CPU-Scheduling - Grundkonzepte Sommersemester 2015 Seite 1 Gesamtüberblick 1. Einführung in Computersysteme 2. Entwicklung von Betriebssystemen 3. Architekturansätze 4. Interruptverarbeitung in Betriebssystemen

Mehr

Scheduling-Verfahren für Mehrbenutzer-Systeme. Klaus Kusche, Juni 2012

Scheduling-Verfahren für Mehrbenutzer-Systeme. Klaus Kusche, Juni 2012 Scheduling-Verfahren für Mehrbenutzer-Systeme Klaus Kusche, Juni 2012 Inhalt Einleitung & Begriffe Ziele & Voraussetzungen Das Round-Robin-Verfahren...... und seine Probleme Die Scheduler in Windows und

Mehr

Sommersemester Analyse II: Verhalten (Zustandsautomaten)

Sommersemester Analyse II: Verhalten (Zustandsautomaten) Sommersemester 23 Analyse II: Verhalten (Zustandsautomaten) 8 Aufgabe 2 Analyse II: Verhalten (Zustandsautomaten) Umfang: 2 Wochen Punkte: P. Nachdem in der ersten Aufgabe die Systemstruktur mit Hilfe

Mehr

Inhaltsverzeichnis. 1 Daten-Ein/Ausgabe 2

Inhaltsverzeichnis. 1 Daten-Ein/Ausgabe 2 Inhaltsverzeichnis 1 Daten-Ein/Ausgabe 2 2 Optimierung 3 2.1 Mathematische Optimierung................... 3 2.1.1 Bedingungslose Optimierung.............. 3 2.1.2 Optimierung mit Beschränkungen...........

Mehr

Übungen zum Fach Betriebssysteme Kapitel 3

Übungen zum Fach Betriebssysteme Kapitel 3 Übungen zum Fach Betriebssysteme Kapitel 3 Prof. Dr. Kern & Prof. Dr. Wienkop Prozessverwaltung 1 Prozeßauslagerung Ein Betriebssystem, das die Zustände "rechnend", "bereit" und "wartend" sowie den künstlichen

Mehr

Klausur Betriebssystemkonzepte sowie Architektur von Rechnersystemen und Betriebssystemkonzepte

Klausur Betriebssystemkonzepte sowie Architektur von Rechnersystemen und Betriebssystemkonzepte BSK/ARBK SS-04 Oß (Fachbereich 5, Elektrotechnik und Informationstechnik) Zuname: Vorname: Matr.-Nr.: Klausur Betriebssystemkonzepte sowie Architektur von Rechnersystemen und Betriebssystemkonzepte Fach-Nummer:

Mehr

Scheduling. Prozess-Ablaufplanung. Prof. Dr. Margarita Esponda Freie Universität Berlin WS 2011/2012

Scheduling. Prozess-Ablaufplanung. Prof. Dr. Margarita Esponda Freie Universität Berlin WS 2011/2012 Scheduling Prozess-Ablaufplanung Prof. Dr. Margarita Esponda Freie Universität Berlin WS 2011/2012 Scheduler Der Scheduler ist ein besonders wichtiges Programmteil jedes Betriebssystems. Prozesse P 1 P

Mehr

OSEK-OS. Oliver Botschkowski. oliver.botschkowski@udo.edu. PG AutoLab Seminarwochenende 21.-23. Oktober 2007. AutoLab

OSEK-OS. Oliver Botschkowski. oliver.botschkowski@udo.edu. PG AutoLab Seminarwochenende 21.-23. Oktober 2007. AutoLab OSEK-OS Oliver Botschkowski oliver.botschkowski@udo.edu PG Seminarwochenende 21.-23. Oktober 2007 1 Überblick Einleitung Motivation Ziele Vorteile Einführung in OSEK-OS Architektur Task Management Interrupt

Mehr

Konzepte und Methoden der Systemsoftware. Aufgabe 1: Polling vs Interrupts. SoSe bis P

Konzepte und Methoden der Systemsoftware. Aufgabe 1: Polling vs Interrupts. SoSe bis P SoSe 2014 Konzepte und Methoden der Systemsoftware Universität Paderborn Fachgebiet Rechnernetze Präsenzübung 3(Musterlösung) 2014-05-05 bis 2014-05-09 Aufgabe 1: Polling vs Interrupts (a) Erläutern Sie

Mehr

3. Echtzeit-Scheduling Grundlagen

3. Echtzeit-Scheduling Grundlagen 3. Echzei-Scheduling Grundlagen 3.1. Grundbegriffe, Klassifikaion und Bewerung Grundbegriffe Job Planungseinhei für Scheduling e wce r d Ausführungszei, Bearbeiungszei (execuion ime) maximale Ausführungszei

Mehr

Lösungsskizzen zur Abschlussklausur Betriebssysteme

Lösungsskizzen zur Abschlussklausur Betriebssysteme Lösungsskizzen zur Abschlussklausur Betriebssysteme 24. Januar 2013 Name: Vorname: Matrikelnummer: Studiengang: Hinweise: Tragen Sie zuerst auf allen Blättern (einschlieÿlich des Deckblattes) Ihren Namen,

Mehr

Echtzeitfähige Ereignisgetriebene Scheduling-Strategien

Echtzeitfähige Ereignisgetriebene Scheduling-Strategien Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Ausgewählte Kapitel eingebetteter Systeme Echtzeitfähige Ereignisgetriebene Scheduling-Strategien Sven Kerschbaum 1. Einführung Bei einem eingebetteten

Mehr

A Kompilieren des Kernels... 247. B Lineare Listen in Linux... 251. C Glossar... 257. Interessante WWW-Adressen... 277. Literaturverzeichnis...

A Kompilieren des Kernels... 247. B Lineare Listen in Linux... 251. C Glossar... 257. Interessante WWW-Adressen... 277. Literaturverzeichnis... 1 Einführung................................................ 1 1.1 Was ist ein Betriebssystem?............................... 1 1.1.1 Betriebssystemkern................................ 2 1.1.2 Systemmodule....................................

Mehr

ARM Cortex-M Prozessoren. Referat von Peter Voser Embedded Development GmbH

ARM Cortex-M Prozessoren. Referat von Peter Voser Embedded Development GmbH ARM Cortex-M Prozessoren Referat von Peter Voser Embedded Development GmbH SoC (System-on-Chip) www.embedded-development.ch 2 Instruction Sets ARM, Thumb, Thumb-2 32-bit ARM - verbesserte Rechenleistung

Mehr

KLAUSUR DIGITALTECHNIK SS 00

KLAUSUR DIGITALTECHNIK SS 00 Aufgabe 1 (20P) KLAUSUR DIGITALTECHNIK SS 00 Entwerfen Sie ein Flipflop unter ausschließlicher Verwendung eines Dreifach-UND und dreier Zweifach-ODER. Beschreiben Sie das Verhalten ( Zustandsdiagramm,

Mehr

Begriff: Scheduling Planung, Schedule Plan. Verplanung der CPU-Zeit an die Threads (bzw. Prozesse)

Begriff: Scheduling Planung, Schedule Plan. Verplanung der CPU-Zeit an die Threads (bzw. Prozesse) 5 CPU-Scheduling Im folgenden wird von Threads gesprochen. Bei Systemen, die keine Threads unterstützen, ist der einzige "Thread" eines Prozesses gemeint. Früher wurde dieser Thread synonym mit dem Begriff

Mehr

Die L4-Mikrokern. Mikrokern-Familie. Hauptseminar Ansätze für Betriebssysteme der Zukunft. Michael Steil. Michael Steil 18.04.2002

Die L4-Mikrokern. Mikrokern-Familie. Hauptseminar Ansätze für Betriebssysteme der Zukunft. Michael Steil. Michael Steil 18.04.2002 Die L4-Mikrokern Mikrokern-Familie Hauptseminar Ansätze für Betriebssysteme der Zukunft 18.04.2002 Folie 1 Aufbau des Vortrags 1. Mikrokerne: Idee und Geschichte 2. L4: ein schneller Mikrokern 3. L4Linux:

Mehr

Für die Software-Entwicklung von

Für die Software-Entwicklung von Betriebssysteme Embedded Design Für die Software-Entwicklung von Embedded- und Echtzeit-Systemen stehen unterschiedliche Arten von Task-Schedulern zur Auswahl. Sie reichen von einfacher, periodischer Ausführung

Mehr

Technikerprüfung Automatisierungstechnik. Zeit : 120 Minuten

Technikerprüfung Automatisierungstechnik. Zeit : 120 Minuten Fachschule für Elektrotechnik, Maschinenbautechnik und Metallbautechnik der Landeshauptstadt München Klasse : Name : Technikerprüfung 2008 Automatisierungstechnik Zeit : 120 Minuten Erstkorrektur Zweitkorrektur

Mehr

Grundlagen Rechnerarchitektur und Betriebssysteme

Grundlagen Rechnerarchitektur und Betriebssysteme Grundlagen Rechnerarchitektur und Betriebssysteme Johannes Formann Definition Computer: Eine Funktionseinheit zur Verarbeitung von Daten, wobei als Verarbeitung die Durchführung mathematischer, umformender,

Mehr

Systeme 1. Kapitel 6. Nebenläufigkeit und wechselseitiger Ausschluss

Systeme 1. Kapitel 6. Nebenläufigkeit und wechselseitiger Ausschluss Systeme 1 Kapitel 6 Nebenläufigkeit und wechselseitiger Ausschluss Threads Die Adressräume verschiedener Prozesse sind getrennt und geschützt gegen den Zugriff anderer Prozesse. Threads sind leichtgewichtige

Mehr