Zwischenevaluierung zum Umsetzungsstand des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes ILE-Region Dresdner Heidebogen

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1 Zwischenevaluierung zum Umsetzungsstand des integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes ILE-Region Dresdner Heidebogen Stand: Oktober 2010

2 Gliederung: 1. Relevanz des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) Änderungen im Gebietskontext Gebietscharakteristik Gültigkeit der SWOT-Analyse, neue Herausforderungen und Chancen Bewertung der Anpassungsfähigkeit des ILEK ILE-Strategie und Organisation Entwicklungsprioritäten: Leitbilder und Entwicklungsziele Darstellung und Bewertung der organisatorischen Zusammenarbeit Einbeziehung der Trägerstrukturen und der Akteure in der Erstellung des Zwischenberichtes Handlungsfelder und Projekte - Umsetzungsgrad des ILEK / Zielerreichung / Mitteleinsatz Zielfortschrittskontrolle der Handlungsfelder (Soll-Ist-Vergleich) und Ableitung des verbleibenden Handlungsbedarfes Entwicklung der Region zu einem attraktiven Wohnstandort nahe Dresden Entwicklung zur Region der Generationen Anpassung an die Herausforderungen des demographischen Wandels Entwicklung einer attraktiven Naherholungsregion und mittelfristig einer überregional bekannten Tourismusregion Nutzung regenerativer Energien unter Einbindung regionaler Stoffkreisläufe Regionale Wertschöpfungsketten und Qualifizierungssysteme aufbauen und festlegen Nachhaltige Landnutzung Förderung eines nachhaltigen Denkens und Handelns in der Region durch Natur- und Umweltbildung für Jung und Alt Prozeßbewertung Regionalmanagement und Durchführungsstand Qualität der Beteiligungs- und Kooperationsstrukturen und Einschätzung der Beratungs- und Aktivierungsarbeit und der Kommunikation Zusammenarbeit zwischen Projekt-, Regionalmanagement- und Verwaltungsebene Bewertung sektorübergreifender Ansätze, Umsetzung des LEADER-Ansatzes Fortschreibungs- und Anpassungsbedarf des ILEK...20 Verzeichnis der Anlagen: Anhang 1: Anhang 2: Anhang 3: Anhang 4: Anhang 5: Anhang 6: SWOT Arbeitspapier des Projektes KLIMAfit als Beitrag zur Selbstevaluierung Umsetzungsstand ILEK Dresdner Heidebogen Projektliste Neuabgrenzung der benachteiligten Gebiete Statistiken Bevölkerung Koordinierungskreis und Arbeitsgruppen Verfasser: Regionalmanagement Dresdner Heidebogen, Oktober 2010 Bezugskonzept: ILEK Westlausitzer Heidebogen vom , auf dessen Basis die Ernennung als ILE-Region im Oktober 2007 erfolgte

3 1. Relevanz des Integrierten ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) 1.1. Änderungen im Gebietskontext Die Erfahrungen der LEADER+ Phase ( ) machten deutlich, dass eine regionale Entwicklung des ländlichen Raumes nur schwer ohne Einbeziehung von Mittel- und Unterzentren möglich ist. Sie sind aufgrund ihrer Größe und infrastrukturellen Ausstattung Zentren des wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Lebens und sie übernehmen Versorgungsaufgaben auch für die sie umgebende Region. Die Erweiterung der Gebietskulisse um die Städte Großenhain, Kamenz und Radeburg sowie um die Kleinzentren Ottendorf-Okrilla und Moritzburg, war in diesem Sinne ein folgerichtiger Schritt. Durch die Ergänzung mit den Gemeinden Niederau und Priestewitz wurde die Großenhainer Pflege vollständig in die Gebietskulisse aufgenommen, was im Sinne der Stärkung von regionaler Identität ist. Im Zuge des Findungsprozesses zur ILE-Kulisse wurde auch abgewogen, zwei oder drei ILE-Regionen zu bilden. Der Vorschlag wurde jedoch verworfen, weil die LEADER+ Erfahrung und die anderer Regionalinitiativen gezeigt hatte, das eine kritische Masse da sein muss, um integrierte ländliche Entwicklung effizient verwirklichen zu können. Die Praxis hat uns in den Folgejahren darin bestärkt. Durch die Zusammenarbeit mit den neuen Partnern konnten bisher mehrere regionale Projekte in den verschiedensten Themengebieten entwickelt und umgesetzt werden, weitere sind in Vorbereitung. Die Region Dresdner Heidebogen ist aufgrund ihrer Größe, Einwohnerzahl, Stadt-Umland-Beziehungen und Gebietsstruktur nun auch attraktiv als Partner- und Untersuchungsregion für Modellprojekte und Forschungsvorhaben. Beispielhaft seien folgende Projekte genannt: - Beteiligung als vertiefende Untersuchungsregion im Bundes-Modellprojekt MORO Klimafit des Regionalen Planungsverbandes Oberes Elbtal / Osterzgebirge - In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsökonomischen Zentrum der TU Dresden Projektentwicklung zum Netzwerk Dorfkrug, das sich der Sicherung der Daseinsvorsorge älterer Menschen im ländlichen Raum widmet - Vernetzung der touristischen Angebote des Sächsischen Elblandes und der Oberlausitz via Moritzburg im Rahmen eines regionsübergreifenden Projektes des Tourismusverbandes Sächsisches Elbland e.v. - Korb regionaler Produkte Datenbankgestütztes Informationssystem zu regionalen Produkten in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Planungsverband Oberes Elbtal / Osterzgebirge sowie der Stadt Dresden Seit Beginn der Umsetzung des ILEK im Jahr 2008 gab es keine räumlichen, sondern nur administrative Veränderungen in der Gebietskulisse (Gemeinde Oberlichtenau wurde von der Stadt Pulsnitz, die Gemeinden Wildenhain und Zabeltitz wurden von Großenhain eingemeindet). Diese Veränderungen haben die Stadt-Umland-Beziehungen aber eher gestärkt. Da die Stadt Pulsnitz mit ihren sonstigen Ortsteilen zur Region Westlausitz gehört und Wildenhain und Zabeltitz mit ihren ehem. Ortsteilen in der Region Elbe-Röder-Dreieck verbleiben, erhalten die Städte zwangsläufig eine Vernetzungsfunktion zwischen den Regionen und werden in ihrer Bedeutung gestärkt. Dem steht als einziger Nachteil ein höherer Arbeitsaufwand durch Mitwirkung von Vertretern der städtischen Verwaltungen in den Gebietsgremien gegenüber 1.2. Gebietscharakteristik Die im ILEK 2007 ermittelten wesentlichen Daten und Kenngrößen des Gebietes wurden im Rahmen der Zwischenevaluierung mit dem jeweils aktuellsten verfügbaren Stand erneut ermittelt (Quelle: jeweils Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, Kamenz, 2010). Aufgrund erfolgter kommunaler Zusammenschlüsse bzw. Eingemeindungen (Gemeinde Oberlichtenau zu Stadt Pulsnitz, Gemeinden Zabeltitz und Wildenhain zu Großenhain) wurden bei den folgenden Grafiken teilweise als Basisdaten (mit 2005* gekennzeichnet) die Werte der damals noch bestehenden Einzelgemeinden zugrunde gelegt, da eine ortsteilgenaue Erfassung der Daten durch das STALA nicht erfolgt und deshalb die Daten der Gesamtkommunen verglichen werden müssen. Für eine Ableitung der jeweiligen Trends ist dies aber ausreichend. Fläche: unverändert 984,6 km² Bevölkerungsentwicklung: Auch der Dresdner Heidebogen folgt dem Trend der demografischen Entwicklung. Die nachfolgenden Zahlen verdeutlichen die Situation. Die Bevölkerung des Dresdner Heidebogens nahm von 1990 bis zum Jahr 2000 zu. Im Jahr 2000 lebten ca Menschen in der Region. Bis zum Jahr 2009 nahm die Bevölkerung weit unter das Niveau von 1990 ( EW) ab. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt damit bei 107 EW / km². (siehe Anhang 5) Das Geburtendefizit (Verhältnis der Gestorbenen zu den Geburten) im Dresdner Heidebogen folgt dem sachsenweiten Trend. Geht man vom Ballungsraum Dresden weg tiefer in die Region, verschärft der Überhang an Fortzügen den Bevölkerungsrückgang. Um diesen Trend zu stoppen, starteten wir diverse Initiativen, so u.a. Wer baut, bleibt Förderung für Familien im Heidebogen Dorf(er)leben Soziokulturelle Förderung im Heidebogen Arbeit schaffen Förderung für Investitionen im Heidebogen bei denen gezielt an die ILE - Förderprogramme zur Erhaltung und Umnutzung ländlicher Bausubstanz und der Dorfkerne angedockt wurde. Darüber hinaus haben wir eine Gebäudebörse geschaffen, bei der schwer veräußerliche historische Bausubstanz Bauwilligen angeboten wird, die so in den Genuss von Fördermitteln kommen können. Das Durchschnittsalter erhöhte sich von unter 40 Jahre im Durchschnitt auf beinahe 45 Jahre. Aktuell bewerben wir uns darum, Modellregion bei einem mobilfunkgestützten Car on Demand - Projekt zu werden und entwickeln ein Projekt zum Elektro-Car-Sharing. Beides soll dem Ziel dienen, das Pendeln zum Arbeitsplatz im Ballungsraum gegenüber dem Wegzug in den Ballungsraum vor allem bei jungen Leuten attraktiver zu machen. Die Entwicklung demografischer Prozesse innerhalb der Region kann an den Abbildungen 4 und 5 abgelesen werden. Gemessen an der Grundgesamtheit stieg der Anteil der Bevölkerung in der Altersgruppe von 65 bis 99 Jahren weiter an. Demgegenüber ist der Anteil der Bevölkerung in der Altersgruppe 0 bis 6 Jahren weiter rückläufig. Mittelfristig spürbar wird vor allem der Rückgang der Altersgruppe der 15 bis 25 Jährigen, die dem Arbeitsmarkt nicht als Auszubildende bzw. junge Arbeitnehmer zur Verfügung stehen. Die Haupterwerbslast liegt bei der Altersgruppe der 25 bis 40 Jährigen, auch diese ist rückläufig. Mit den oben schon genannten Maßnahmen wollen wir die bezeichneten demographischen Auswirkungen zumindest abmildern. 3

4 Wiednitz Schiedel Zschornau Berbruch Deutschbaselitz Weißig a. Zabeltitz Raschütz Thiendorf Wildenhain Lamperts- Folbern walde Großenhain Schönfeld Groß- Rostig Skassa raschütz Weßnitz Zschauitz Tauscha Ebersbach Priestewitz Meißen Ziegelei Cunne rtswalde Niederau Moritzburg Coswig Radebeul Boden Radeburg Königsbrück Lausßnitz Ottendorf-Okrilla Weixdorf Langebrück DRESDEN Bernsdorf Schwepnitz Schönteichen Neukirch Lückersdorf Kamenz Gelenau Haselbachtal Oberlichtenau Groß- Friedersnaundordorf Pulsnitz Radeberg Wiednitz Zabeltitz Weißig a. Raschütz Schwepnitz Bernsdorf Thiendorf Schönteichen Neukirch Wildenhain Lamperts- Königsbrück Großenhain Folbern walde Schönfeld Groß- Rostig Skassa raschütz Weßnitz Zschauitz Tauscha Ebersbach Priestewitz Lausßnitz Meißen Ziegelei Cunne rtswalde Niederau Moritzburg Coswig Radebeul Boden Radeburg Ottendorf-Okrilla Weixdorf Langebrück DRESDEN Haselbachtal Oberlichtenau Groß- Friedersnaundordorf Pulsnitz Radeberg Kamenz Kommunen und Städte im Dresdner Heidebogen Erweiterungen der Kommunen und Städte 2009 Grenze der ILE-Region Dresdner Heidebogen Landkreisgrenzen Gemeindegrenze Gemeindeteilgrenze (Abb. 1: Gegenüberstellung Kommunalstrukturen 2007 und 2010) 4

5 Wohnraum und Bildung Entgegen der Bevölkerungsentwicklung nimmt der Wohnungsbestand (siehe Anhang 5) weiterhin zu. Um sich der Bevölkerungsentwicklung anzupassen und die Belebung der Ortskerne zu forcieren, muss diese Tendenz regional und lokal auf den Prüfstand. Beschäftigung In der Region waren im Jahr Menschen beschäftigt (siehe Anhang 5). Im Vergleich zum Basisjahr 2006 (Gesamtkommunen inkl. aller OT) ist damit eine Erhöhung der Beschäftigtenzahlen zu verzeichnen. Die Anzahl der Arbeitslosen ging im Vergleichszeitraum zurück. (siehe Anhang 5). Zu Betrieben und landwirtschaftlichen Betrieben waren nur Daten aus dem Jahr 2007 verfügbar, so dass auf eine Darstellung und Bewertung verzichtet wurde Gültigkeit der SWOT - Analyse, neue Herausforderungen und Chancen Die im Jahr 2007 erarbeitete SWOT - Analyse ist durch die Arbeitsgruppen 1, 2 und 4 bewertet und überarbeitet worden (siehe Anhang 1). Neue Herausforderungen Die SWOT - Analyse ist im Rahmen des Projekts KLIMAfit im Hinblick auf die Herausforderungen des Klimawandels bewertet worden. Der Klimawandel, seine Folgen und spezifische Handlungsmöglichkeiten spielten in bisherigen Analysen noch keine besondere Rolle. In der aktualisierten SWOT - Analyse (Stand 11/2010) findet sich die Formulierung Anpassung an den Klimawandel ist ein wichtiges strategisches Ziel. Neue Chancen Die Endergebnisse des Projekts KLIMAfit liegen im März 2011 vor und konnten in ihrer abschließenden Form nicht als Ausgangslage für die Evaluierung des ILE verwendet werden. Die bisherige Zusammenarbeit der Projektpartner von KLIMAfit bietet jedoch eine hervorragende Ausgangslage, um sowohl die Selbstevaluierung als auch die Fortschreibung des ILEK unter dem Gesichtspunkt des Klimawandels, seiner Folgen und Handlungsmöglichkeiten in systematischer Form zu leisten. Dabei ist zu berücksichtigen, dass zur Charakterisierung des Klimawandels in der ILE - Region Dresdner Heidebogen bisher nur qualitative Tendenzaussagen vorliegen. Quantitative Analysen sind für die Endberichterstattung geplant (in Kooperation mit dem Großprojekt REGKLAM in der Region Dresden, insbesondere TU Dresden/Lehrstuhl für Meteorologie, und unter Nutzung der REGKLAM - Klimadatenbank). Das Projekt KLIMAfit hat den Klimawandel, seine Folgen und Handlungsmöglichkeiten auf vielfältige Weise berücksichtigt. So thematisierte eine Befragung von Kommunen deren Aktivitäten in zahlreichen Handlungsfeldern (von Land- und Forstwirtschaft, über Wasserwirtschaft bis zu Tourismus und Siedlungsentwicklung). Die Untersuchungen in den beiden ILE - Gebieten Dresdner Heidebogen und Silbernes Erzgebirge hingegen fokussieren stärker auf die spezifischen Handlungsmöglichkeiten ausgewählter Handlungsfelder (insbesondere Land- und Forstwirtschaft). (Quelle: Arbeitspapier des Projekts KLIMAfit, Dr. G. Hutter, IÖR Dresden, Anhang 2) Bewertung der Anpassungsfähigkeit des ILEK Die im Anhang des ILEK aus 2007 aufgeführten Projekte wurden im Rahmen der ILEK - Erarbeitung angeregt und von den jeweiligen Projektträgern (Privatpersonen, Vereine, Kommunen etc.) entwickelt. Jederzeit wurden neue Projekte in das ILEK aufgenommen bzw. vorhandene modifiziert oder sogar verworfen. Neben den Projekten müssen neue Leitthemen in das ILEK aufgenommen werden. Dies betrifft aktuell die Problemstellung Klimaanpassung sowie Anpassung an den demographischen Wandel. Eine Vertiefung zur Klimaanpassung erfolgte durch die Projektbeteiligung im MORO Klimafit. Die Handlungsfelder Nutzung regenerativer Energien unter Einbindung regionaler Stoffkreisläufe und Regionale Wertschöpfungsketten und Qualifizierungssysteme aufbauen und festlegen wurden spezifisch hinsichtlich ihrer Umsetzungbarkeit bei gegebenen Förder- und Rahmenbedingungen geprüft, hier wird im Rahmen der Fortschreibung eine Modifizierung erfolgen müssen. Die Fortschreibung und Aktualisierung des ILEK ist eine Aufgabe des Regionalmanagements. 5

6 2. I LE-Strategie und Organisation 2.1. Entwicklungsprioritäten: Leitbilder und Entwicklungsziele Leitbild, Grundsatzstrategien und strategische Ziele sind nach wie vor gültig, allerdings werden weder Klimaanpassung noch Klimaschutz oder die Anpassung an demographische Veränderungen auf der Ebene des Leitbildes, der strategischen Ziele und der Entwicklungsziele genannt. Regionaler Abbildung Bedarf 22: Entwicklungsstrategie der Projekte des ILEK Westlausitzer Heidebogen Projektideen, die von regionalen Akteuren, aus den regionalen Gremien heraus oder auch vom Regionalmanagement eingebracht werden, werden zur Diskussion und Weiterentwicklung in die betreffenden Arbeitsgruppen eingebracht. Bedarf und Umfang der Projekte können so frühzeitig ermittelt werden. Zudem wird von Beginn an auf eine ausreichende Finanzierung der Vorhaben, möglichst auch ohne Förderung, Wert gelegt. Verknüpfung der Projekte und Nutzung von Synergien Aufgrund der fast zehnjährigen Tätigkeit des Regionalentwicklungsvereins sind stabile Netzwerke entstanden. Der Verein hat mit über 70 Mitgliedern eine breite Basis, zudem werden je nach Bedarf immer auch Externe hinzugezogen. Großes Augenmerk liegt auf der sinnvollen Verknüpfung von Projekten und Strukturen, um sinnvolle Synergien entstehen zu lassen. Die entsprechende Zusammenführung von Akteuren trägt dazu bei, Neuerungen und innovative Ideen zu entwickeln. Folgende Synergien sind entstanden: - Tourismus / Wertschöpfungsketten - Tourismus / Naturraumentwicklung / Naturschutz - Tourismus / Kunst und Kultur - Bildung / Wirtschaft - Bildung / Naturschutz - Naherholung / Wohnumfeldverbesserung - Landnutzung / Klimaschutz- und Klimaanpassung Nutzung externen Know - How s und Schulungsbedarf Die Nutzung von externem Know - How wird für folgende Themenbereiche benötigt: - Klimaschutz / Klimaanpassung - Anpassung an den demographischer Wandel Gezielt sind für folgende Bereiche künftig mehr Investitionen in Köpfe erforderlich: - Ausbildung von Natur- und Landschaftsführern für das NSG Königsbrücker Heide - Coaching für KMU und touristische Leistungsträger 6

7 2.2. Darstellung und Bewertung der organisatorischen Zusammenarbeit Beteiligungsebene Steuerung des ILE-Prozesses Mitgliederversammlung gibt Satzungsziele vor, wählt Vorstand und KK, nimmt Rechenschaft des Vorstands entgegen Bestätigtes aktuelles ILEK Koordinierungskreis (KK) LEADER: mind. 50 % Wirtschafts- und Sozialpartner, Bewilligungsbehörde ILE: repräsentative Vertreter der regionalen Akteure, Bewilligungsbehörde Entscheidungsebene Vorstand gibt ILE in Auftrag, steuert und kontrolliert die Umsetzung mit Hilfe eines Managements Arbeitsebene Arbeitsgruppen des KK Regionalmanagement (nach Bedarf, projektbezogen oder nach strategischen Zielen) Willensbildung fachliche Beratung Berichtsweg SMUL / ALE fachliche Steuerung, Berichtsund Kontrollpflichten EU Im Schaubild wird die komplexe Struktur der organisatorischen Zusammenarbeit in der Region deutlich. (siehe auch Anhang 4) Die LAG = Verein Dresdner Heidebogen e.v. ist die wesentliche Basis der regionalen Entwicklung. Die Mitgliederzahl konnte in den vergangenen Jahren wesentlich erhöht werden, Zuwächse sind vor allem bei Wirtschafts- und Sozialpartnern zu verzeichnen. Vorstand und Koordinierungskreis werden von der Mitgliederversammlung aller zwei Jahre neu gewählt. Die Gremien tagen turnusmäßig (Vorstand monatlich, Koordinierungskreis und Arbeitsgruppen jeden 2. Monat bzw. nach Bedarf / projektbezogen). Sehr gut funktioniert die regionale Zusammenarbeit mit den Kommunen und den touristischen Leistungsträgern. Intensiviert wurde, auch durch die Aktivitäten im Rahmen des Modellprojektes zur Klimaanpassung, die Einbindung der Interessenvertreter der Landnutzer (Land-, Forst- und Teichwirtschaft), der Regionalplanung und der Forschung zu den genannten Themengebieten. Die Einbindung von Partnern aus Wirtschaft, Handwerk und Gewerbe auch in den regionalen Gremien, gestaltet sich schwierig, da die Förderung dieses lebenswichtigen Bereiches naturgemäß vielen am Herzen liegt. Hier ist aus unserer Sicht eher darauf zu setzen, dass die ILE - Akteure ihre Vernetzungskompetenz den bereits vorhandenen Förderern von der Kreisentwicklung über IHK und Handwerkskammer bis hin zu BDS/DGV, BVMW, den kommunalen Wirtschaftsförderern und lokalen Gewerbevereinen mit zur Verfügung stellt. Bisher nutzen vor allem touristische Unternehmen, Unternehmen der Land-, Forst- und Teichwirtschaft sowie des Bildungssektors unsere Angebote. Der Nutzen liegt in der Produktentwicklung, Vermarktung und Vernetzung Einbeziehung der Trägerstrukturen und der Akteure in der Erstellung des Zwischenberichtes Die Erstellung des Zwischenberichtes erfolgte unter aktiver Beteiligung der regionalen Akteure. Die Umsetzung der Handlungsfelder sowie die Gültigkeit der SWOT Analyse wurde gemeinsam mit dem Regionalmanagement durch die Arbeitsgruppen kommunale Aufgaben, touristische Gebietsgemeinschaft und Landnutzung bewertet. Mit den Bürgermeistern wurden Einzelgespräche geführt, in denen insbesondere die Qualität der Umsetzung des ILEK und die Zusammenarbeit Kommunen - Regionalmanagement bewertet wurden. Mit Antragstellern wurden Einzelgespräche zur Prozessbewertung geführt, deren Ergebnisse in die Zwischenevaluierung eingeflossen sind. Durch das Institut für Ökologische Raumentwicklung Dresden wurden wesentliche Beiträge zu den Themen Klimaschutz / Klimaanpassung und Neuausrichtung der Landnutzung in der Region geliefert, die auf Grundlage einer Beteiligung der Region am Modellprojekt Klimafit des Regionalen Planungsverbandes Oberes Elbtal / Osterzgebirge entstanden sind. Der Koordinierungskreis bestätigt die Endfassung des Zwischenberichtes im November

8 3. Handlungsfelder und Projekte - Umsetzungsgrad des ILEK / Zielerreichung / Mitteleinsatz Im ILEK wurden sieben Entwicklungsziele mit 24 Handlungsfeldern definiert. Zusätzlich wurden Kooperationsprojekte definiert. Mit Stand zum wurden im Dresdner Heidebogen Mittel der RL ILE/2007 im Umfang von 11,4 Mio. bewilligt, dadurch wurden Investitionen in Höhe von 23,5 Mio. ausgelöst. Die Einzelprojekte tragen in wesentlichem Umfang dazu bei, dass regionale Gesamtziele verwirklicht werden. Durch den Koordinierungskreis wurden vorwiegend Projekte bestätigt, die über die RL ILE gefördert wurden. Projektentwicklung findet in den Arbeitsgruppen statt, zahlreiche Vorhaben wurden und werden auch ohne Förderung durchgeführt. Eine Gesamtübersicht der im ILEK zusammengefassten Projekte und der Projekte des Umsetzungszeitraumes befindet sich in der Anhang 3. Grundsätzlich kann bewertet werden, dass die Entwicklungsziele akzeptiert sind und greifen. In einzelnen Handlungsfeldern des ILEK sind Veränderungen oder Anpassungen notwendig (s.u. verbleibender Handlungsbedarf ), die im Rahmen einer ILEK-Fortschreibung konkretisiert werden sollen. Die Handlungsfelder werden nachfolgend hinsichtlich ihres Umsetzungsgrades betrachtet Zielfortschrittskontrolle der Handlungsfelder (Soll-Ist-Vergleich) und Ableitung des verbleibenden Handlungsbedarfes Entwicklung der Region zu einem attraktiven Wohnstandort nahe Dresden Handlungsfeld 1: Dorferneuerung, Dorf- und ländlicher Wegebau Umsetzungsstand: Zum jetzigen Zeitpunkt werden im Rahmen dieses Handlungsfeldes 128 Projekte erfaßt (sh. Anhang 3). Ein Teil der 67 im ILEK aufgeführten Projekte wurde bereits umgesetzt (Anzahl: 21). Insbesondere die Vorhaben, die übergeordnete Planungen voraussetzen (Ausbau Staatsstraßen; straßenbegleitende Radwege an S- und K-Straßen) wurden noch nicht realisiert bzw. gänzlich zurückgestellt. Auch Projekte, die dem Schutz der Ortslagen von Starkregenereignissen dienen sollen, wurden noch nicht umgesetzt. Andererseits ist festzustellen, dass ein Großteil der durch das Regionalmanagement betreuten neuen Projekte im Straßen- und Wegebau und der Dorferneuerung seit Beginn der Umsetzung des ILEK diesem Handlungsfeld zuzuordnen sind. Einige der im ILEK aufgeführten Projekte zum Handlungsfeld 1 wurden insbesondere aufgrund der Eigenmittelsituation der Kommunen bisher noch nicht umgesetzt und vorerst zurückgestellt. Verbleibender Handlungsbedarf: Der Bedarf im Rahmen dieses Handlungsfeldes ist nach wie vor hoch. Die Bereitstellung von Mitteln für den Straßen- und Wegebau wird weiterhin als wichtiges Ziel betrachtet, auch um die Anbindung der Ortschaften an das Straßennetz aufrechtzuerhalten. Allerdings sollten auf politischer Ebene Straßenbaumaßnahmen (Ausbaubreiten, Gestaltungsanforderungen etc.) nach ihrer demografischen Tragfähikeit beurteilt werden. Zudem wird es von der Eigenmittelsituation der Kommunen abhängen, welche Vorhaben künftig umgesetzt werden können. Weiterer Handlungsbedarf besteht in der Aufrechterhaltung angebotsorientierter und innovativer ÖPNV-Lösungen. Ein umfassender Rückzug aus der Fläche, insbesondere im Schienennahverkehr ist nur dann sinnvoll, wenn sich andere Lösungen (z.b. Einsatz von Bussen und Fahrradbussen) als von höherem Nutzen erweisen als die bestehenden. Andernfalls werden sämtliche anderen Strukturfördermaßnahmen konterkariert. Hier ist von Seiten der Region und des Regionalmanagements intensive Aufklärungsarbeit unter Touristikern und Verkehrsbetrieben notwendig. Erste Schritte wurden hier bereits gegangen. Handlungsfeld 2: Ausweitung von Sozial- und Bildungsangeboten (für alle Gruppen: Kinder- und Jugendliche, Migranten, Senioren etc.) Umsetzungsstand: Im Handlungsfeld werden zur Zeit 15 Projekte geführt, davon drei zur Unterstützung ehrenamtlicher Tätigkeit. Neun der aufgeführten Vorhaben wurden realisiert bzw. sind in Umsetzung. Die noch offenen Maßnahmen sind ausschließlich kommunal und wurden aufgrund mangelnder Finanzierung bzw. unklarer Betreiberstrukturen zurückgestellt. Im Rahmen dieses Handlungsfeldes wurden über die im ILEK aufgeführten Projekte hinaus weitere Vorhaben initiiert und begleitet. Sozial- und Bildungsangebote werden von zahlreichen Partnern in der Region angeboten (Bildungsträger, Volkshochschulen, Jugendeinrichtungen, Mehrgenerationenhaus etc.). Ziel der Regionalentwicklung im Rahmen der ILEK - Umsetzung ist deshalb nicht vordergründig die Generierung neuer Vorhaben und Projekte, sondern die Qualifizierung bestehender Angebote und die Vernetzung der Partner. Folgende Projekte wurden aufgrund des regionalen Bedarfes und in enger Zusammenarbeit mit den Projektträgern entwickelt und begleitet: - mehrere Workshops mit Vertretern der Jugend- und Sozialarbeit zur regionalen Zusammenarbeit und Schwerpunktsetzung - gemeindeübergreifendes Beschäftigungsprojekt zur Entwicklung einer angepassten tourismus- und sozialorientierten Basisinfrastruktur in Zusammenarbeit mit dem ASZ Bautzen / Kamenz, der Stadt Bernsdorf und den Gemeinden Wiednitz und Oßling - Heidebogen macht Schule Vernetzung der Schulen der Region mit bildungs- und ausbildungsrelevanten Angeboten touristischer und gewerblicher Leistungsträger - Die Initiative Hoch vom Sofa der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung hier wurden drei Projekte aus dem Dresdner Heidebogen ausgewählt und gefördert: 8

9 Jugendredaktion Herzblatt in Schwosdorf Renovierung / Sanierung des Schulclubs Zille-Bunker Rettung des Skateparks Moritzburg Ein Schwerpunkt in der Bildungsarbeit der Region war seit Beginn der Umsetzung des ILEK die Schulung Ehrenamtlicher. Diese Angebote werden direkt durch den Dresdner Heidebogen e.v. in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landeskuratorium ländlicher Raum angeboten. Weiterhin fand in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Aufbaubank ein Workshop zum Programm Lokales Kapital für soziale Zwecke statt, in dem Vereine und Ehrenamtliche zu den Möglichkeiten und Anforderungen des Programms geschult wurden. Das Regionalmanagement ist Gründungsmitglied des Regionalen Arbeitskreises Schule Wirtschaft im Sozialraum 8 des LK Bautzen und arbeitet seither in diesem Gremium mit. Vereinsworkshop (März 2010) Hoch vom Sofa - Radeburger Schüler entwickeln Projekte für ihre Stadt (Oktober 2009) Verbleibender Handlungsbedarf: Nach wie vor existiert in diesem Handlungsfeld Bedarf zur Umsetzung geeigneter Vorhaben, insbesondere in folgenden Bereichen: - Schulung Ehrenamtlicher und Verantwortlicher in Vereinen zu Fragen des Vereinsrechts, zu Fundraising, Öffentlichkeitsarbeit und Gewinnung neuer Mitglieder - Weitere Qualifizierung der Zusammenarbeit der Schulen und der Praxispartner im Rahmen der Initiative Heidebogen macht Schule Ein Bedarf für die Schaffung zusätzlicher Angebote auf regionaler Ebene wird nicht gesehen. Der regionalen Ebene kommt die Aufgabe der Propagierung der bestehenden Angebote, der Vergrößerung der Nutzerzahlen und damit der aktiven Unterstützung der Akteure bei der Erhöhung der Effizienz ihrer Angebote zu. Handlungsfeld 3: Umnutzung / Sanierung oder Rückbau von historischen oder nicht mehr genutzten Gebäuden und Flächen (Konversion) Umsetzungsstand: Dem Handlungsfeld sind aktuell 104 Projekte zuzuordnen (davon 39 Vorhaben des ILEK von 2007). Die Förderung im Rahmen der RL ILE bietet insbesondere jungen Familien sehr gute Bedingungen, sich ihren Hauptwohnsitz und damit Lebensmittelpunkt in der Region zu schaffen. Dadurch konnten auch zahlreiche leerstehende Gebäude wieder einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Der überwiegende Teil der bisher in diesem Handlungsfeld durchgeführten privaten Maßnahmen war im ursprünglichen ILEK nicht erfaßt, es wurden also zahlreiche zusätzliche, neue Projekte generiert und entsprechende Investitionen ausgelöst. Weitere Maßnahmen, wie z.b. Rückbaumaßnahmen für kommunale Gebäude, wurden durch den Koordinierungskreis befürwortet. Erklärtes Ziel im ILEK ist, dass nicht mehr genutzte Gebäude oder Flächen durch eine Umnutzung einer neuen Zielgruppe zugeführt oder aber im Kontext der naturnahen räumlichen Gestaltung qualitativ zurückgebaut werden. Vorhandene Gebäude oder Denkmale, die von hohem historischen oder kulturellen Wert sind, sollen in Abhängigkeit von ihrer Bausubstanz, ihrer konzeptionellen Nachnutzung oder dem notwendigen finanziellen Aufwand der Wiederherstellung, saniert oder aber in fachlich-gesicherter Form für die Region und die Zukunft erhalten werden. Um die Umsetzung dieser Zielsetzung stärker zu unterstützen, wurde durch das Regionalmanagement in Zusammenarbeit mit den Kommunen eine Gebäudebörse entwickelt, die über die Webseite der Region zugänglich ist. Diese Plattform ist sowohl für kommunale als auch private Objekte konzipiert. Verbleibender Handlungsbedarf: Die Region sieht in der Bereitstellung von Geldern für die Wohnraum-Schaffung mit historischer Bausubstanz insb. für junge Familien ein geeignetes Mittel, Abwanderung zu verhindern bzw. Zuzug zu unterstützen und einen Beitrag zur Erhaltung attraktiver und lebendiger Orte zu leisten. Nach einer Analyse des Statistischen Landesamtes stammen die meisten Zuzügler aus dem näheren Umfeld, den Ballungsräumen und einige wenige aus den alten Bundesländern. Meist haben diese Personen eine persönliche Bindung zu dem Ort, in dem sie sich ansiedeln. Dort muss in der Außenkommunikation ein Ansatz gefunden werden. Auch im verbleibenden Umsetzungszeitraum des ILEK wird ein Schwerpunkt auf Handlungsfeld 3 liegen. Die noch nicht umgesetzten Maßnahmen des ILEK sind hinsichtlich ihrer Durchführbarkeit und Finanzierbarkeit durch die entsprechenden Träger zu prüfen. Erste Erfahrungen mit der Gebäudebörse haben gezeigt, dass sowohl auf Seiten der Gebäudeeigentümer als auch auf Seiten möglicher künftiger Nutzer Informations- und Beratungsbedarf besteht, der auch durch die Möglichkeiten des Regionalmanagements gedeckt werden kann. Das Regionalmanagement dient bereits jetzt als Mittler zwischen Eigentümer und Kaufinteressenten. Zu einem wachsenden Problem werden Objekte von hoher kulturhistorischer Bedeutung, deren Eigentümer nicht willens oder nicht in der Lage sind, ihre Gebäude zu erhalten bzw. zu einem Preis am Markt zu veräußern, für den sich auch ein Käufer findet. Solche Beispiele sind - Schloss Oberau (Gemeinde Niederau das älteste noch erhaltene Renaissanceschloss Sachsens, ungenutzt) - Schloss Königsbrück (Stadt Königsbrück, erbaut 1704 Barock; historische Gärtnerei mit Kamelie, überwiegend leerstehend) - Ratskeller Radeburg (ehem. Rathaus am Marktplatz, leerstehend) 9

10 Besuch des Hofladens der Neumühle Skassa (Oktober 2009) Handlungsfeld 4: Erhalt / Konzentration der Grundversorgung Umsetzungsstand: In diesem Handlungsfeld werden aktuell 31 Vorhaben geführt (im ILEK 2007 waren es vier). Einer der wichtigsten Schwerpunkte der bisherigen ILEK - Umsetzung war der möglichst flächendeckende Ausbau der Telekommunikationsinfrastruktur, insbesondere über Breitbandlösungen. Hierfür wurden durch die überwiegende Zahl der Kommunen im Landkreis Meißen (Region Dresdner Heidebogen) sowie flächendeckend im Landkreis Bautzen Bedarfs- und Verfügbarkeitsanalysen zum Breitband erarbeitet. Der Landkreis Bautzen strebt für den Zeitraum 2011/12 die entsprechende technische Erschließung des gesamten Landkreises an. Die Region Großenhain ist von der Telekom als Pilotregion für den Ausbau mit LTE-Technologie ausgewählt worden sicher auch ein Ergebnis des hier festgestellten Bedarfsdrucks, der durch die Breitbandanalysen bekannt wurde. Die Grundversorgung mit Waren des täglichen Bedarfs ist in der Region über Discounter und / oder über mobile Angebote abgedeckt. Daher wurden im Rahmen der ILEK - Umsetzung Maßnahmen unterstützt, die einem Erhalt der Grundversorgung in einzelnen Ortschaften dienen, wie z.b. der Umbau einer Bäckerei oder die Schaffung eines Dienstleistungszentrums bzw. solche Vorhaben, die Spezialdienstleistungen wie z.b. die Ausstattung einer Wildfleischerei oder die Umnutzung eines Nebengebäudes zu einem Mühlenlabor beinhalten. Verbleibender Handlungsbedarf: Wichtigster Umsetzungsschritt in diesem Handlungsfeld ist die flächendeckende Versorgung der Region mit geeigneten Breitbandlösungen, die sich aber Dank der Entwicklung des LTE-Standards in naher Zukunft abzeichnet. Im Gegensatz dazu bleibt zu konstatieren, dass das Spektrum der klassischen Grundversorgung mit Waren und Dienstleistungen weiterhin ein Sorgenkind bleibt. Vor allem mobile Dienste (Bäcker, Fleischer, Friseure, Sozialdienste) machen bedarfsweise in den Orten Station, aber auch nur, solange die Ertragslage das zuläßt. Wenn nicht, bleiben einige wenige nicht mobile Mitbürger zurück, für die die Grundversorgung nicht ausreichend gewährleistet ist. Wir unterstützen seit der LEADER+ Phase die Landmarke, die regionale Produkte über ein Online-Bestellsystem frei Haus liefert, wobei das Internet sowohl wegen der weißen Flecken als auch z.b. wegen finanziellen oder anderen Barrieren gerade die Bedürftigen nicht erreicht Entwicklung zur Region der Generationen Anpassung an die Herausforderungen des demographischen Wandels Handlungsfeld 1: Aufbau alternativer Wohnformen Umsetzungsstand: Im ILEK wurden in diesem Handlungsfeld vier Maßnahmen benannt. Diese wurden sowohl von kommunalen als auch von privaten Trägern als Projektvorschläge eingereicht. Bisher wurde noch keines der eingereichten Vorhaben realisiert. Aufgrund fehlender bzw. eingeschränkter Fördermöglichkeiten für derartige Vorhaben (Schaffung von Mietwohnungsbau über Förderung ausgeschlossen; Gebäudeanpassung im Rahmen der RL Mehrgenerationenwohnen möglich) wurde die Realisierung bisher zurückgestellt, allerdings zielen zahlreiche Investitionsvorhaben im privaten Wohnungsbau auf die Schaffung von generationenübergreifenden Wohnformen ab. Hier besteht dringender Handlungsbedarf bei der Überarbeitung der Richtlinie ILE/2007. Diese Notwendigkeit wurde in allen Regionen Sachsens erkannt. Verbleibender Handlungsbedarf: Im Rahmen der Fortschreibung des ILEK sind demografische Veränderungen grundsätzlich zu berücksichtigen. Dem Regionalmanagement liegt ein Projektantrag des Gesundheitsökonomischen Zentrums der TU Dresden zum Aufbau eines Netzwerkes zur Sicherung der Daseinsvorsorge älterer Menschen im ländlichen Raum vor, für dessen Umsetzung allerdings noch keine Finanzierungsmöglichkeit gefunden wurde. Handlungsfeld 2: Ausbau sozialer und kultureller Infrastruktur, u.a. generationenübergreifende Angebote und Angebote Generationen 50+ und 60+ Umsetzungsstand: Im ILEK werden aktuell 33 Maßnahmen geführt (ILEK 2007: 14), davon wurden bisher 21 umgesetzt bzw. sind aktuell in Umsetzung. Weitere Maßnahmen, insbesondere im Bereich der so genannten Dorfgemeinschaftshäuser wurden bisher vor allem aufgrund mangelnder Eigenmittelausstattung der Träger noch nicht umgesetzt und vorerst zurückgestellt. Allerdings wurden dank attraktiver Fördermöglichkeiten durch die RL ILE mehrere neue Vorhaben generiert und umgesetzt. Dazu gehören z.b. das Kinder- und Jugendhaus Skassa, Sanierungen von Kirchgebäuden als Stätten generationenübergreifender Angebote sowie mehrere neue Spielplätze in der Region. Zusätzlich zu reinen investiven Vorhaben, die diesem Handlungsfeld zuzuordnen sind, wurden folgende Vorhaben initiiert und begleitet: - Modellprojekt des BMFSFJ Aktiv im Alter in der Stadt Bernsdorf - Regionalkonferenz zum Thema Gemeinschaftszentren und Begegnungsstätten ; dazu im Vorfeld Bestands- und Bedarfsanalyse für die Region Dresdner Heidebogen. Besuch des Dorfgemeinschaftshauses Großnaundorf (Oktober 2009) 10

11 Verbleibender Handlungsbedarf: Erklärtes Ziel dieses Handlungsfeldes ist die Erhöhung der Familienfreundlichkeit der Region. Darüber hinaus wird es künftig verstärkt auch um die Sicherung und Entwicklung eines Mindestmaßes von Gesundheitsangeboten und die Unterstützung generationsübergreifender Angebote im Wohn- und Freizeitbereich gehen. Modellprojekte und innovative Vorhaben im Bereich der Anpassung an den demographischen Wandel sind vorrangig zu unterstützen. Im Bereich der Qualifizierung oder dem Ausbau von Begegnungsstätten und Gemeinschaftszentren muss künftig stärker auf eine Konzentration der Angebote, eine Nutzungsanreicherung vorhandener Objekte sowie eine Mischnutzung vorhandener Einrichtungen (z.b. Jugend / Senioren; gewerblich / soziokulturell; kommunal / kirchlich etc.) geachtet werden. Die Neuschaffung von Einrichtungen sollte kritisch bewertet werden, in Betreiberund Nutzungskonzepten sind neben den Investitionskosten immer auch die Folgekosten zu betrachten Entwicklung einer attraktiven Naherholungsregion und mittelfristig einer überregional bekannten Tourismusregion Handlungsfeld 1: Definition, Entwicklung und Vernetzung von regionalen Schaufenstern in Form touristischer Perlenketten (Fortführung des Rad-, Reit und Wanderkonzepts - touristisches Wegenetz) Umsetzungsstand: Im ILEK werden 60 Projekte geführt, davon sind bereits 17 Projekte in der Umsetzung bzw. umgesetzt. Die noch ausstehenden Projekte sind vorwiegend kommunale Vorhaben, die aufgrund der angespannten Haushaltssituation der Kommunen, aber auch aufgrund teilweise ungeklärter Grundstücks- und Eigentumsfragen bisher nicht realisiert werden konnten. Durch die aktive Arbeit der Arbeitsgruppe 2 (touristische Gebietsgemeinschaft) wurden neue Projekte, die vorwiegend regional vernetzenden Charakter tragen, entwickelt und umgesetzt. Die Erneuerung der Beschilderung zum Rundweg Königsbrücker Heide entsprechend der Radverkehrskonzeption Sachsen ermöglichte 2009 die Einbindung attraktiver Erlebnispfade, Aussichtspunkte, der Gastronomie und Informationsstandorte rings um das Naturschutzgebiet. Mit dem Leit- und Informationssystem wird somit dem Strategischen Grüngürtel ( Um-Welt-Dresden -Rahmenprojekt) entsprochen und für eine weitere Vernetzung mit diesem angeboten. Das bestehende Radroutennetz und regionale Sehenswürdigkeiten werden durch Veranstaltungen, wie dem jährlichen Lausitzer Anradeln und dem Tag der Parks und Gärten aufgewertet und popularisiert. Der wachsende Bedarf an unserem Naherholungsangebot wird durch eine nicht nachlassende Nachfrage nach Informationsmaterial zum Wegenetz Lausitzer Anradeln 2009 und zu den anliegenden touristischen Zielen dokumentiert. Dabei können die Printprodukte durchaus auch entgeltlich sein, damit sich notwendige Neuauflagen refinanzieren können. Hier darf das Gebot der Nachhaltigkeit durch fördertechnische Restriktionen nicht konterkariert werden. Der regionale Tag der Parks und Gärten unterstützt den weiterführenden Ausbau des Gartennetzwerkes Sächsische Parkträume, da nahezu alle öffentlichen nichtstaatlichen Park- und Gartenanlagen der Region darin integriert sind. Sie erhalten dadurch größere öffentliche Aufmerksamkeit, was den ehrenamtlich agierenden Fördervereinen und den kommunalen Eigentümern größere Chancen beim Einwerben vom Mitteln zur Sanierung und Pflege gibt. Der Ballungsraum Oberes Elbtal wird vom Elberadweg durchzogen. Aus Sicht der Fernradtouristen ist Sachsen auf diesem Weg mit höchstens einer Übernachtung passiert. Wir haben erkannt, dass es durchaus im gemeinschaftlichen sächsischen Interesse ist, Radtouristen von diesem Radweg ins Umland zu locken und damit die Aufenthaltsdauer in Sachsen zu verlängern. Deshalb lag und liegt nach Installation des Radwegenetzes 2006 unser besonderes Augenmerk in der Anbindung des Radwegenetzes an den Elberadweg. Ein erster Schritt war 2007 die Eröffnung des Zille-Radweges, der mit Ausnahme der Stadt Radebeul komplett als über den Elberadweg führender Rundweg ausgeschildert ist wurde die Verbindung regionaler Rundwege auf dem Gebiet des Altkreises mit den Rundwegen im Heidebogen abgeschlossen hat auch der Kreis Meißen die Ausschilderung des Sächsischen Städteroute als Querverbindung zwischen Elbe-, Neiße- und Spreeradweg abgeschlossen. Es fehlt lediglich noch der Lückenschluss auf dem Stadtgebiet Dresden. Dazu laufen Verhandlungen. Entsprechend Landesentwicklungsplan und Radverkehrskonzeption des Freistaates war eine Sächsische Salzstraße geplant, die bei den Akteuren vor Ort auf wenig Resonanz stieß. Inzwischen lebt diese Verbindung unter dem Namen Röderradweg wieder auf. Das Projekt wird gemeinschaftlich von den Regionen Elber-Röder-Dreieck und Heidebogen umgesetzt. Auch die Region Westlausitz soll einbezogen werden. Das Regionalmanagement erarbeitete in Zusammenarbeit mit der touristischen Gebietsgemeinschaft eine Karte der Region mit Themenrouten und Ausflugszielen. Ausflugsziele und Übernachtungsangebote (Mitglieder der LAG) werden zudem unter veröffentlicht. Ein weiteres Wegenetz-Projekt ist der Nordic-Walking- und Fitnesspark. Ziel ist hier besonders unter dem Gesichtspunkt des Naturschutzes, das Wandern auf ausgewählten Wegen zu bündeln. Deshalb werden bereits bestehende touristische Wege genutzt und ggf. sogar reduziert. Mit unserem Vorhaben, einheitliche Beschilderungssysteme für Wander- Rad- und Reitwege auf gemeinsam genutzten Trassen zu verwenden, haben wir uns leider nicht durchsetzen können, da die Rad-, Wander- und Reitwegekonzepte des Freistaates nicht miteinander kompatibel sind. Hier gilt es, von anderen Bundesländern und Regionen zu lernen. Die Außendarstellung des Dresdner Heidebogens als Ausflugs- und Naherholungsregion mittels Messeauftritten, Anzeigen in Tourismusmagazinen, Internetauftritten und eigenen Druckerzeugnissen erfolgt ohne die Inanspruchnahme von Fördermitteln und wird durch die Beteiligung der touristischen Leistungsträger finanziert. Dies gelingt insbesondere durch ein ausgereiftes Controlling der Responsewirkung von Werbemaßnahmen. 11

12 Impressionen Tag der Parks und Gärten 2010 Verbleibender Handlungsbedarf: Die Ausweisung bestehender Radrouten ist zu verbessern, um touristische Leistungsträger anzubinden. Die Ausschilderung von Gaststätten, Beherbergungen, WC-Anlagen, ÖPNV-Haltestellen usw. sind Bestandteil touristischer Infrastruktur und nicht vordergründig Werbung. Anzeige im Sachsenmagazin 2009 Die Versuche, mit dem Fahrradpool Lausitz eine Belebung der Radrouten durch Fahrradleihstationen zu erreichen, waren nicht von Erfolg gekrönt, da noch nicht die richtigen Stationen gefunden wurden. Die Konzepte sind zu überdenken und insbesondere die Bahnhöfe und Busbahnhöfe der Region als Ausleihstationen einzubeziehen. Im Fokus sind auch moderne Ideen wie Fahrradautomaten. Erste Gespräche mit dem ADFC laufen. Aufgrund der Fokussierung auf die Ost-West-Verbindung zwischen Elbland und Oberlausitz wurde die in Nord-Süd-Richtung mögliche Verbindung von Dresden zum Lausitzer Seenland bisher vernachlässigt (Reit- und Radwege). Es müssen Schritte hinsichtlich einer durchgängig auszuweisenden Fernreitroute unternommen werden sowie zur Anbindung von Wanderreitstationen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund nötig, dass bei auswärtigen Reitern Sachsen als unattraktiv gilt wegen des generalisierten Reitverbots. Zur Erhöhung der Ausstrahlungskraft / Wiedererkennung und zur Förderung einer regionalen Identität müssen Touristinformationen unter Beachtung eines einheitlichen Daches in allen Gemeinden und zentral in Kamenz, Großenhain, Königsbrück, Bernsdorf und Moritzburg weiter optimiert werden. Das Projekt Descline 3.0 des TV Sächsisches Elbland e.v. bietet für eine engere Vernetzung eine gute Voraussetzung. Das Projekt Fahrradbus des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) hat bisher in unserer Region noch nicht funktioniert. Wir halten es aber dennoch für gut und wollen die Gründe der geringen Resonanz gemeinsam mit dem VVO analysieren, um das Vorhaben zu qualifizieren. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden zur Mit-Vermarktung des Dresdner Heidebogens als Ausflugs- und Naherholungsregion muss intensiviert werden. Vorab muss allerdings in den Landkreisen und in der Stadt Dresden selbst für das Thema sensibilisiert werden. Es geht schwerpunktmäßig eher um ein attraktives Wohnumfeld als um klassischen Tourismus. Dies ist aus unserer Sicht ein grundsätzliches Missverständnis. Die Leitkennzahlen für die Tourismusentwicklung sind Bettenauslastung und Aufenthaltsdauer in Tagen. Der Ausflügler übernachtet aber nicht, denn er wohnt ja hier. Insofern werden Erfolge für die Naherholung in einem auf Tourismus fokussierten Wettbewerb kaum wahrgenommen. 12

13 Handlungsfeld 2 Ausbau der regionalen touristischen Beherbergungsinfrastruktur Umsetzungsstand: Im Handlungsfeld werden drei Projekte geführt, davon wurde eins umgesetzt. Beim Regionalmanagement gehen immer wieder Anfragen zur Schaffung von Beherbergungskapazität ein, allerdings handelt es sich dabei um Einzelplätze oder Ferienwohnungen. Da dafür keine Förderung zur Verfügung steht, unterstützt das Regionalmanagement die Interessenten anderweitig, z.b. durch Öffentlichkeitsarbeit oder Vernetzung mit Partnern aus der Region. Verbleibender Handlungsbedarf: Für die Beherbergungsbetriebe ist ein qualitativer Ausbau notwendig. Wir unterstützen unsere Betriebe bei der Erlangung des Siegels Servicequalität Deutschland. Weiterer Neubau ist für die Region nur in Teilbereichen notwendig. Besuch der Stange-Mühle Brößnitz zur Infotour 2010 Zwar ist die Beherbergungskapazität in der Fläche unbefriedigend, jedoch steht in unmittelbarer Nachbarschaft das Elbtal mit einem Überangebot an Betten zur Verfügung, so dass ein rentierliches Betreiben einer Beherbergung mit den angestrebten Standards kaum sinnvoll ist. Bedauerlich ist, dass sich gerade lohnende Beherbergungsarten wie Pilgerquartiere und Strohhotels nicht im Fokus der Fördermittelgeber befinden. Handlungsfeld 3: Pferde- und Reittourismus Umsetzungsstand: Im ILEK wurden dazu zwei Projekte aufgeführt, die bisher aufgrund von Eigentumsfragen noch nicht umgesetzt wurden wurde das Reitroutennetz von 80 km Länge in der Radeburger, Laußnitzer und Rödernschen Heide dank privater Initiativen fertig gestellt. Eine Verbindung ins Offenland und vorbei an Sehenswürdigkeiten fehlt. Aktuell wird mit dem Projekt Auf der Wolfsspur eine Themenreitroute entwickelt, die eine Vernetzung zwischen den Waldgebieten nördlich von Dresden verfolgt. Das bestehende Wegenetz im Wald erfüllt jedoch nicht die Kriterien für den Wanderreittourismus. Die gesetzlichen Grundlagen erschweren zudem die Einrichtung von ausgewiesenen Reitrouten in Wald und Offenland. Bei den Tagungen des LfULG zum Thema Reittourismus in den Jahren 2009 und 2010 wurden die Vernetzungschancen zwischen reittouristischen Einrichtungen bewertet, eine der Veranstaltungen fand in der Region Dresdner Heidebogen statt. Verbleibender Handlungsbedarf: Es gibt in der Region mehrere touristische Leistungsträger, die bereits Wanderreitstationen betreiben bzw. neue einrichten möchten. Diese Aktivitäten sollten in jedem Fall unterstützt werden, da sie sowohl zu einer wirtschaftlichen Belebung der Region als auch zu einer Ausprägung eines neuen Alleinstellungsmerkmales führen können. Die Behinderung der Leistungsträger durch ungünstige Rahmenbedingungen bei der Ausweisung von Reitrouten muss unbedingt, auch auf politischen Weg, beseitigt werden. Weiterhin sollte angestrebt werden, dass der Versicherungsschutz der Kommunen über den KSA auf touristische Wege, insbesondere Reitwege ausgeweitet wird. Bis zu einer Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen muss weiterhin die Ausweisung von Reitrouten im Offenland forciert werden. Eine Sensibilisierung der Stadt- und Gemeinderäte sollte weiter angestrebt werden. Der Wanderreittourismus sollte verstärkt durch eine zentrale Koordinierungsstelle unterstützt werden. Diese Aufgabe könnte das Regionalmanagement übernehmen. Handlungsfeld 4: VIA REGIA / Religionstourismus Via Regia Architekturmodellbau Königsbrück Umsetzungsstand: Im ILEK wurden 20 Projekte aufgeführt, davon befinden sich zehn in Umsetzung bzw. sind umgesetzt. Das Handlungsfeld wird hinsichtlich des Themas VIA REGIA erfüllt, nicht jedoch im Religionstourismus. Die Europäische Kulturstraße Via Regia wird durch die anstehende Landesausstellung 2011 in Görlitz stark thematisiert. Erst dadurch rückt die Via Regia in den interessanten bzw. beachtenswerten Bereich auf. Problematisch ist die unzureichende Aufklärung über das Wesen und die historischen Hintergründe der Via Regia. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Akteuren, die verschiedene Projekte initiieren und damit für Außenstehende ein wildes Sammelsurium ohne einheitliche Zielstellung erzeugen. Es sollte die einheitliche Beschilderung der Via Regia durch die Tourismusverbände vorangetrieben und mit einem sinnvollen Vermarktungskonzept unterfüttert werden. Beides ist nicht geschehen, was die Weiterentwicklung der Via Regia als touristisches Produkt erlahmen lässt. Oft wird die Via Regia mit dem Jakobsweg gleichgesetzt und mit dem Thema Pilgern vermischt. Tatsächlich verlaufen die Via Regia und der Jakobsweg in gleichem Korridor, von daher ist das Pilgerthema für einige Gemeinden und Akteure ein beachtenswertes. Religionstourismus wurde vor allem bei Projekten des Bibelgartens Oberlichtenau thematisiert, außerdem beim Armenhaus mit Pilgerquartier in Reichenau, beim Wal- und Wüsteberghaus mit Pilgerquartier in Schwosdorf sowie durch die Einbindung der Stadt Kamenz in das Vermarktungsprojekt Via Sacra der Marketinggesellschaft Oberlausitz. Verbleibender Handlungsbedarf: Der Handlungsbedarf ergibt sich aus den oben bereits genannten Defiziten. Das Gerangel um Zuständigkeiten muss beseitigt werden. Da die Kulturstraße von Görlitz bis Leipzig ganz Sachsen durchquert, liegt die Führungskompetenz auf Landesebene. Diese muss auch wahrgenommen werden. Der Widerspruch, dass die Kulturstraße einerseits als ein Korridor zu sehen sei, man aber anderseits die Ausschilderung einer Straßenroute betreibt, muss aufgelöst werden. Die Umsetzung als Korridor würde wesentlich mehr Akteure einbinden. 13

14 Königsbrück als historischer Grenzort zwischen dem durch die böhmische Krone geprägten Kulturkreis und dem wettinischen sächsischen Kernland hat an der Via Regia eine besondere Bedeutung. Aktuell wird ein Betreiberkonzept für den künftigen Modellpark Via Regia in Königsbrück erarbeitet, der die Kulturstraße in Modellform wiedergeben soll. Handlungsfeld 5: Kunst und Kultur Umsetzungsstand: Im Rahmen dieses Handlungsfeldes sind 27 Projekte definiert, davon wurden bisher zehn umgesetzt. Über die im ILEK definierten Vorhaben wurden durch die AG touristische Gebietsgemeinschaft weitere initiiert und zur Umsetzung gebracht. Dazu gehört ein regionaler Veranstaltungskalender, der von allen teilnehmenden Partnern gepflegt wird. Zudem wird die kulturelle und touristische Attraktivität durch Veranstaltungen, wie Tag der Parks und Gärten und Lausitzer Anradeln gesteigert. Hier erfolgt die Einbindung von Museen, Schlössern, Park und Gartenanlagen der Region. Ernennung der Stadt Kamenz als Ausrichterstadt Tag der Sachsen 2011 Verbleibender Handlungsbedarf: Es ist nach wie vor mehr Vernetzung zwischen den Kultureinrichtungen notwendig, um eine Überschneidung von Terminen zu verhindern und Synergien besser zu nutzen. Beispielsweise könnte es ein Veranstaltungsblatt für alle Einrichtungen geben, damit bessere gegenseitige Werbung erfolgen kann. Für 2010 / 2011 konzentrieren sich die Aktivitäten vorrangig auf die Präsentation der Region im Zusammenhang mit dem 20. Tag der Sachsen 2011 in Kamenz. Die Arbeitsgruppe TGG empfiehlt, das Handlungsfeld eher dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit zuzuordnen. Handlungsfeld 6: Einrichtung / Ausbau von Freizeitangeboten Umsetzungsstand: Im Handlungsfeld werden 27 Projekte geführt, davon sind bisher 16 umgesetzt worden. Bei einem überwiegenden Teil der restlichen Projekte sind Finanzierungs- und / oder Eigentumsfragen ungeklärt. Mit dem bestehenden Radrouten- und Wanderangebot wird die Region dem nachfragegerechten Basisangebot Naherholung gerecht. Die Erhaltung qualitativ hochwertiger Wege und einer ansprechenden Wegweisung stellt die Kommunen vor zunehmend größere Herausforderungen. Koordinierende, erfassende und vernetzende Tätigkeiten sowie die Einwerbung finanzieller Mittel werden durch das Regionalmanagement übernommen, teilweise in Zusammenarbeit mit den zuständigen Wegewarten. Verbleibender Handlungsbedarf: Aufgrund der zum Teil schlechten Wegequalität beim bestehenden Rad-, Reit- und Wanderwegenetz in der Region sollen zunächst Vor-Ort-Evaluierungen erfolgen. Diese müssen durch die Orts- und Kreisradwegewarte und ehrenamtliche Reiter erfolgen. Daraus müssen Prioritäten für die Verbesserung der Wegesysteme erarbeitet und ggf. Fördermöglichkeiten ermittelt werden. Ein neues Themengebiet ist das Geocaching, das insbesondere von jungen Leuten und Familien nachgefragt wird. Hier sind die Ressourcen für die Öffentlichkeitsarbeit intensiver zu nutzen, Projektvorschläge (z.b. von der Evang. Jugend im Kirchenbezirk Großenhain) sind aufzugreifen und umzusetzen. Handlungsfeld 7: Regionalmanagement und Regionalmarketing Westlausitzer Heidebogen (jetzt Dresdner Heidebogen) Umsetzungsstand: Im ILEK wurden zu diesem Handlungsfeld vier Einzelprojekte definiert, davon wurden bisher die umgesetzt, die in Zusammenarbeit mit der touristischen Gebietsgemeinschaft bzw. dem Regionalmanagement realisiert werden können. Die Koordinierung des gesamten ILEK- Umsetzungsprozesses wird zentral über ein Regionalmanagement abgewickelt. Um den Bekanntheitsgrad zu Angeboten der Region zu erhöhen, werden fortlaufend Informationstouren für Lehrer, Touristinformationen und weitere Leistungsträger durchgeführt und unterstützt. Mit der Karte Ausflugsziele wurden 2010 erstmals einige Angebote der Region gebündelt. Wichtige vernetzte Grundlage ist dabei das beschilderte Radroutennetz. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Regionalmarketing. Für das Außenmarketing werden verschiedene Instrumente (Internetseite; Beteiligung an Messen WIR Kamenz; Dresdner Herbst; Bautzner Unternehmertage; Euregia Leipzig; Reisemarkt Cottbus intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit; Informationstouren, Beteiligung an Tourismusmagazinen, Mitarbeit in den Gremien der Tourismusverbände etc.) genutzt. Zum Innenmarketing gehört die Beteiligung an Arbeitsgruppen, die Erstellung von Newslettern, die Pressearbeit, die Schaffung von Diskussionplattformen (Facebook), der Zugang zu aktuellen Informationen über das Regionalmanagement usw. Information zu Angeboten der Region Verbleibender Handlungsbedarf: Der Bereich Regionalmarketing bleibt ein wesentlicher Schwerpunkt im genannten Handlungsfeld. Ein weiteres Projekt wird die Erarbeitung einer Angebotsbroschüre zur Region, speziell zum Thema Familienfreizeit, sein. 14

15 Nutzung regenerativer Energien unter Einbindung regionaler Stoffkreisläufe Handlungsfeld 1: Förderung von Anlagen und Erweiterungen / Umbau von Gebäuden und Gebäudeflächen zur Erzeugung, Nutzung und Aufbereitung regenerativer Energien (Sonne, Wind und Wasser) Umsetzungsstand: Im ILEK sind zu diesem Handlungsfeld 14 Projekte aufgeführt, davon wurden bisher vier Projekte umgesetzt. Die anderen genannten Projekte sind noch umzusetzen, problematisch ist bei einem Großteil die Gesamtfinanzierung. Auf einem Teil ehemals militärisch genutzter Flächen in der Region wurden und werden Solarparks angelegt, der Anteil der Nutzung von Wind- und Wasserkraft ist in der Region ist noch zu vernachlässigen. Solarpark Königsbrück auf einem ehemals militärisch genutzten Gelände Verbleibender Handlungsbedarf: Module zur Nutzung der Sonnenenergie sollten künftig in stärkerem Maße an und auf öffentlichen Gebäuden sowie bei großen privat oder gewerblich genutzten Gebäuden (Scheunen, Ställe) zum Einsatz kommen. Verstärkt sollten neue Technologien zur Wärmerückgewinnung und Abwärmenutzung zum Einsatz kommen. Ein gesondertes Projektmanagement könnte für das Thema sensibilisieren, Netzwerke möglicher Partner aufbauen und Projektträger bis zur Umsetzung begleiten. Handlungsfeld 2: Anbau natürlicher Ressourcen zur Energieerzeugung und deren regionale Vermarktung Umsetzungsstand: Im ILEK wurde dazu ein Projekt aufgeführt, das in Zusammenarbeit mit der TU Dresden, dem LfULG sowie der Region Elbe-Röder-Dreieck qualifiziert wurde. Es wurden Fördermittel in der RL Besondere Initiativen beantragt, dieses Projekt wurde aber leider abgelehnt. In den letzten Jahren wurden in der Region weitere Biogasanlagen gebaut. Der Anbau von Sonderkulturen ( Energiepflanzen ) zur Energieerzeugung wurde nicht forciert. Verbleibender Handlungsbedarf: Über den o.g. Projektansatz hinaus wurde aus der Region heraus kein weiterer Bedarf für die Umsetzung dieses Handlungsfeldes signalisiert. Diskussionen im Rahmen der AG Landnutzung gehen eher in Richtung Flächennutzungskonkurrenzen bzgl. Energiepflanzen / Nahrungsmittelanbau. Besuch der Kurzumtriebsplantage in Krummenhennersdorf Handlungsfeld 3: Abwasseraufbereitung / -entsorgung Umsetzungsstand: Im ILEK wurden 12 Projekte zum Handlungsfeld benannt, bisher wurden vier Projekte umgesetzt bzw. ist in Umsetzung. Verbleibender Handlungsbedarf: Die abwassertechnische Erschließung der Ortsteile ist nicht vordergründig Ziel des ILEK, zudem stehen dafür in gewissem Umfang Fachförderungen zur Verfügung. 15

16 Regionale Wertschöpfungsketten und Qualifizierungssysteme aufbauen und festlegen Handlungsfeld 1: Schaffung von wettbewerbsfähigen Land-, Forst- und Fischwirtschafts-betrieben Umsetzungsstand: Im ILEK wurden zehn Projekte zum Handlungsfeld benannt, zwei Projekte werden aktuell umgesetzt. Für zwei weitere Projekte werden aktuell Projektskizzen erarbeitet. Seit Beginn der ILEK - Umsetzung hat sich die Arbeitsgruppe Landnutzung gefestigt, fachliche Unterstützung bei der Projektentwicklung wurde zudem durch die regionale Beteiligung am Modellprojekt KLIMAfit des Regionalen Planungsverbandes Oberes Elbtal / Osterzgebirge geboten. Angebote der Landmarke im LandMAXX Ortrand Verbleibender Handlungsbedarf: Eine Umsetzung der in diesem Handlungsfeld benannten Projekte wird durch die Region nach wie vor forciert. Für die Folgejahre wird insbesondere die Ausrichtung der Unternehmen im Hinblick auf Anpassungen an den Klimawandel im Vordergrund stehen. Handlungsfeld 2: Horizontale und vertikale Kooperation entlang der Vermarktungs- und Dienstleistungskette Umsetzungsstand: Im Handlungsfeld werden neun Projekte aufgelistet. Umgesetzt bzw. in Umsetzung sind fünf Projekte. Drei Projekte kommunaler Antragsteller wurden bisher aufgrund verschiedener Problemstellungen (Eigentums- und Betreiberfragen, Finanzierung etc.) noch nicht umgesetzt. Verbleibender Handlungsbedarf: Folgende Schwerpunkte bei der Umsetzung dieses Handlungsfeldes sind nach wie vor zu berücksichtigen: - Standortsicherung sowie Neuansiedlung von Handwerk, Gewerbe und Dienstleistungen unter Berücksichtigung der Nähe zum Ballungsraum und Schaffung einer modernen IT-Infrastruktur - Etablierung von Tourismus im Sinne der Naherholung als weicher Standortfaktor sowie Vernetzung bestehender Angebote - Qualifizierung und Weiterbildung touristischer Leistungsträger - Entwicklung von touristischen Attraktionen mit Alleinstellungscharakter Handlungsfeld 3: Förderung von Kooperationen / Austausch zwischen Gewerbe und Schulen / Schaffung von Ausbildungs- und Lehrmöglichkeiten Umsetzungsstand: Im ILEK wurden acht Projekte für dieses Handlungsfeld definiert. Eins davon befindet sich in Umsetzung, drei Projekte wurden bereits umgesetzt. Verbleibender Handlungsbedarf: Im Zuge der ILEK - Umsetzung wurde die Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Kamenz gefestigt. Darüber hinaus werden Themen des Handlungsfeldes im Netzwerk der Wirtschaftsförderung im Landkreis Bautzen aufgegriffen und in Zusammenarbeit mit IHK, HWK, Kreisentwicklungsamt und MGO weiterentwickelt. Diese Zusammenarbeit wird als überaus sinnvoll angesehen, da so eine regional abgestimmte Zusammenarbeit möglich wird, sich sinnvolle Synergien ergeben und bestehende Netzwerke genutzt und gestärkt werden. Eine ebenso konstruktive Zusammenarbeit muss für den westlichen Teil der Region (zum LK Meißen gehörig) erreicht werden Nachhaltige Landnutzung Handlungsfeld 1: Landwirtschaftliche Projekte im Kontext des Klimawandels Umsetzungsstand: Im ILEK wurden zum Handlungsfeld zwei Projekte benannt, eins befindet sich in Umsetzung im Zusammenhang mit der Beseitigung der Tornadoschäden von Mai Weiterhin kann diesem Handlungsfeld die Beteiligung im Rahmen des Projektes KLIMAfit des Regionalen Planungsverbandes Oberes Elbtal / Osterzgebirge zugeordnet werden. Weiterentwicklung des Projektes pimp your landscape mit TU Dresden und Regionalem Planungsverband Oberes Elbtal / Osterzgebirge Verbleibender Handlungsbedarf: Bei den im ILEK 2007 geführten Projekten handelt es sich um forstwirtschaftliche Projekte. Das Handlungsfeld sollte im Zuge der Fortschreibung des ILEK generell umbenannt werden in Landnutzung im Kontext des Klimawandels, da insbesondere aus der Beteiligung des MORO-Projektes Klimafit Projekte verschiedener Landnutzungsarten entwickelt werden sollen. Weiterhin ist die Ausrichtung ausschließlich auf Anpassungsmaßnahmen hinsichtlich des Klimawandels zu einseitig, es müssen auch betriebsökonomische Anforderungen und der Landschaftspflegeaspekt diverser Maßnahmen in Betracht gezogen werden. Zu berücksichtigen ist ebenfalls die Neuabgrenzung der benachteiligten landwirtschaftlichen Gebiete, die für Anfang 2011 erwartet wird (sh. dazu Anhang 4: Information und Pressemitteiligung des BMELV). Ebenfalls in die Fortschreibung des ILEK Dresdner Heidebogen sollten Ergebnisse des Endberichtes zum MORO Klimafit sowie Zwischenergebnisse des REGKLAM-Projektes einfließen. 16

17 Handlungsfeld 2: Flächen- und Ressourcen-Management (v. a. regionales Wassermanagement) Umsetzungsstand: In diesem Handlungsfeld werden 18 Projekte geführt, davon sind sechs derzeit in Umsetzung. Der Umsetzungsstand der Projekte ist nur teilweise zufriedenstellend. Wichtige strategische Projekte wie die Neubewirtschaftung der Röderaue im Bereich Großenhain wurden bisher aufgrund fehlender finanzieller Mittel und zu gering eingeschätzter Priorität noch nicht umgesetzt. Auch Vorhaben zur Regulierung des Oberflächenwassers wurden noch nicht berücksichtigt, was insbesondere im Jahr 2010 zu Problemen bei der Flächenbewirtschaftung führte. Eine Veränderung der Wetterereignisse ist definitiv zu beobachten, Anpassungsmaßnahmen sind angezeigt. Positiv zu bewerten ist, dass u.a. durch die Nutzung von Arbeitsbeschaffungsprogrammen die Instandsetzung von Fließgewässern in der Region vorangetrieben wurde. Hochwasser an der Großen Röder im September 2010 Verbleibender Handlungsbedarf: Der Handlungsbedarf in diesem Handlungsfeld wird nach wie vor als sehr hoch eingeschätzt. Aufgrund zurückgehender Fördermöglichkeiten und zunehmender Finanzierungsschwierigkeiten müssen neue Formen der Flächenunterhaltung gefunden werden. Hier ist eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Landbewirtschaftern und Flächeneigentümern, verbunden mit fachlicher bzw. wissenschaftlicher Begleitung dringend notwendig. Bereits im Rahmen der ILEK-Erarbeitung wurde die Gründung eines Wasser- und Bodenzweckverbandes diskutiert, da in der Gesamtregion Dresdner Heidebogen mittlerweile auch kein Landschaftspflegeverband mehr aktiv ist. Es muss geprüft werden, inwieweit der Dresdner Heidebogen e.v. auch für diese Aufgaben die geeignete Struktur bietet, ähnlich dem Modell, auch als touristische Gebietsgemeinschaft zu fungieren. Aus unserer Sicht ist bedauerlich, dass das 2007 eingereichte Projekt Hochwasserschutzkonzept Röderaue von Folbern bis Skassa aufgrund anderer Prioritätensetzungen bei der Landestalsperrenverwaltung sich nicht rechtzeitig umsetzen ließ. Die Aufnahmekapazität des Polders hätte bei den Starkregenereignissen im letzten Jahr, wenngleich es die Überflutung nicht hätte verhindern, so doch abmildern können. Handlungsfeld 3: Aufbau von Biotopverbünden Umsetzungsstand: Im ILEK sind zum Handlungsfeld zwei Projekte benannt, aber bisher nicht umgesetzt. Zum Thema wurden auch in der Arbeitsgruppe Landnutzung keine neuen Projektansätze eingebracht. Verbleibender Handlungsbedarf: Handlungsbedarf ergibt sich ggf. aus der Umsetzung der REGKLAM- und MORO-Projekte. Dies ist zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht endgültig zu bewerten. Zur strategischen Ausrichtung sh. auch oben unter Handlungsfeld 2: Flächen- und Ressourcenmanagement Förderung eines nachhaltigen Denkens und Handelns in der Region durch Natur- und Umweltbildung für Jung und Alt Handlungsfeld 1: Pflege und Erhalt der Naturschutzbereiche / Natur auch als potentielles touristisches Ziel Umsetzungsstand: Von den drei im ILEK aufgeführten Projekten befindet sich das Leitprojekt zur Besucherlenkung im NSG Königsbrücker Heide in Umsetzung. Die Zusammenarbeit der Region, insbesondere der Kommunen, mit der NSG-Verwaltung wurde optimiert. Gemeinsam mit dem Regionalmanagement wurde die Vernetzung der touristischen Angebote mit dem Wegenetzsystem und die Entwicklung neuer Angebote vorangetrieben. Der Umsetzung des Projektziels dienen zudem gemeinsame Messeauftritte und Anzeigenschaltungen der NSG-Verwaltung und der touristischen Gebietsgemeinschaft. Die Umsetzung des Komplexprojektes zur Kleinraschützer Heide wurde nicht forciert, da eine Veräußerung wichtiger Flächen geplant ist und der Veräußerer keine Veränderungen während der Verkaufsphase wünscht. Verbleibender Handlungsbedarf: Die Weiterentwicklung des NSG Königsbrücker Heide, aber auch anderer Natur- und Landschaftsbereiche als touristische Ziele müssen weiter vorangetrieben werden, um die Region als Naherholungsregion für den Ballungsraum Dresden zu qualifizieren. Handlungsfeld 2: Pädagogische Wald- und Naturbildung In der Samendarre Laußnitz Umsetzungsstand: Im ILEK wurden zum Handlungsfeld sechs Projekte benannt, davon befinden sich zwei in Umsetzung (Weiterentwicklung des Wildgeheges Moritzburg, Wal- und Wüsteberghaus Schwosdorf). Die übrigen vier Projekte konnten aufgrund fehlender Finanzierung bisher nicht realisiert werden. Mit der Initiative Heidebogen macht Schule wurden die Ideen, die zur Erarbeitung des Handlungsfeldes führten, jedoch aufgegriffen und umgesetzt. Insbesondere Lehrer und Erzieher sollen mit den Angeboten der Region (insb. im Umweltbildungsbereich) vertraut gemacht werden und diese in ihren Unterricht integrieren. 17

18 Verbleibender Handlungsbedarf: Auf der Basis erster Erfolge kann die Zusammenarbeit mit den Schulen der Region im Rahmen der Initiative Heidebogen macht Schule intensiviert werden. Auch das Projekt pimp your landscape der TU Dresden und der Fa. PiSolution zur Landschaftssimulation können in den Schulen der Region intensiver zum Einsatz gebracht werden. Am Biberpfad im NSG Königsbrücker Heide 4. Prozessbewertung 4.1. Regionalmanagement und Durchführungsstand Das Regionalmanagement steuert seit Januar 2008 in Umsetzung des bottom-up-prinzips als dauerhaft angelegte Verbindungsstelle zwischen kommunalen und staatlichen Verwaltungseinrichtungen und den regionalen Akteuren aus der Wirtschaft, Verbänden und Vereinen und anderen Interessengruppen den integrierten ländlichen Entwicklungsprozess. Das Regionalmanagement hat dabei folgende Aufgaben und Funktionen übernommen: - Organisation der regionalen Zusammenarbeit - Umsetzungsbegleitung des ILEK - Prozessevaluierung - Öffentlichkeitsarbeit Weiterhin übernimmt das Regionalmanagement Aufgaben der Netzwerkbildung, des Konfliktmanagements und der Moderation von gemeindeübergreifenden Initiativen sowie Prozessen der ländlichen Entwicklung. Im Regionalmanagement Dresdner Heidebogen sind drei Mitarbeiter tätig, zur Unterstützung und für Fachaufgaben werden auch Praktikanten und / oder Studenten entsprechender Fachrichtungen eingesetzt. Die so geschaffenen Kapazitäten sind ausreichend, um eine effiziente Umsetzung des ILEK zu gewährleisten. Die Mitarbeiter haben die EIPOS-Fachfortbildung Regionalberater / Regionalmanager abgeschlossen bzw. nehmen an der aktuell in Sachsen laufenden Regionalmanagerweiterbildung teil. Eine Mitarbeiterin absolviert ein berufsbegleitendes Studium an der VWA zum Verwaltungs-Betriebswirt. Die Verantwortlichkeiten innerhalb des Regionalmanagements erfolgten entsprechend den im ILEK definierten Handlungsfeldern, fachliche Unterstützung wird durch benachbarte Institutionen wie Wirtschaftsfördergesellschaften oder Tourismusverbände bereitgestellt. Das Regionalmanagement bietet ein umfangreiches Serviceangebot in den Bereichen Regionalmarketing, Coaching, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Projektmanagement an. Sinnvoll und erfolgreich war die Entscheidung des Vereins Dresdner Heidebogen e.v. (LAG), neben der Tätigkeit als Regionalentwicklungsverein auch die Aufgaben einer touristischen Gebietsgemeinschaft zu übernehmen. In diesem Zusammenhang und vor dem Hintergrund einer sich wandelnden Förderlandschaft mit sich verändernden Kommunalstrukturen wird aktuell geprüft, ob der LAG weitere ressort- und sektorübergreifende Aufgaben übertragen werden können. Die Finanzierung des Regionalmanagement wird durch kommunale Beiträge und eine degressive Förderung sichergestellt. Eine Grundfinanzierung für die Zeit nach Auslaufen der Förderung (ab 2014) wird durch Mitgliedsbeiträge und einen bereits in der laufenden Förderperiode erhobenen Nachhaltigkeitsbeitrag abgedeckt. Drittmittel und / oder Projektmittel sind parallel einzuwerben. Um ressortübergreifende regionale Aufgaben zu erfüllen, Aufgaben die eine ganzheitliche Handlungsweise erfordern, ist es aus Sicht des Freistaates aber sicher sinnvoll, diese auch weiterhin regionalen Netzwerken zu übertragen und diese für die Erfüllung dieser Aufgaben mit entsprechenden Mitteln auszustatten. Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit wird in der Region Dresdner Heidebogen seit Beginn ihres Bestehens gerade im Hinblick auf zurückgehende Haushaltsmittel in den Kommunen als große Chance zur Erschließung personeller und materieller Ressourcen gesehen und genutzt. Wichtige Beispiele für entsprechende regionale Kooperationen sind: - Planung, Realisierung, Unterhaltung und Weiterentwicklung des touristischen Wegenetzes (Gesamtregion) - Heidebogen macht Schule Vernetzung der Schulen der Region mit bildungs- und ausbildungsrelevanten Angeboten touristischer und gewerblicher Leistungsträger - Tag der Parks und Gärten im Dresdner Heidebogen Aufbau und Entwicklung eines Akteursnetzwerkes der Betreiber verschiedenster Garten- und Parkanlagen der Region - Entwicklung der Radsport- und Freizeitveranstaltung Lausitzer Anradeln ; Weiterentwicklung und Vereinigung mit dem Kamenzer Blütenlauf zum Lausitzer Blütenlauf als größte Breitensportveranstaltung in der Westlausitz - Einbindung der Region in die Vorbereitung und Durchführung des 20. Tages der Sachsen in Kamenz 18

19 Kooperationen mit ländlich geprägten Regionen in Sachsen und Deutschland wurden und werden im Rahmen von Projekten auf- und ausgebaut. Im ILEK wurden acht Kooperationsprojekte mit Partnerregionen überwiegend aus der Oberlausitz benannt. Sechs dieser Projekte wurden bereits in Trägerschaft der MGO umgesetzt. Im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Forstwirtschaft in der Oberlausitz wurde zwischenzeitlich die Clusterinitiative Forst & Holz Oberlausitz durchgeführt. Die Umsetzung des Komplexprojektes zur VIA REGIA begann mit der Erfassung touristischer Angebote entlang der Strecke. In einem weiteren Schritt soll die Beschilderung der Route als Europäische Kulturstraße realisiert werden, dazu wurden mit dem Landesverband VIA REGIA, den Regionalmanagements entlang der Strecke sowie den beteiligten Tourismusverbänden bereits Abstimmungen geführt. Als Beispiele für entsprechende Kooperationsvorhaben sind zu nennen: - Naturerlebnis Oberlausitz (Gesamtregion Oberlausitz) - Gartenkultur Oberlausitz und Sächsische Parkträume (Gesamtregion Oberlausitz) - Via Regia (sächsische Regionen entlang der Via Regia) - Korb regionaler Produkte (Stadt Dresden, Region Dresden, Sächsische Schweiz, Silbernes Erzgebirge, Westlausitz, Elbe-Röder-Dreieck, Klosterbezirk Altzella, Sächsisches Zweistromland, Lommatzscher Pflege) Verbleibender Handlungsbedarf: Das Projekt zu den Forstbetriebsgemeinschaften muss aufgegriffen werden, dazu sind im Vorfeld intensive Abstimmungen mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst zu führen. Das VIA REGIA Projekt ist weiter zu untersetzen. Im landwirtschaftlichen Bereich (Anpassung Klimawandel) wird aktuell eine Kooperation mit der Region Lommatzscher Pflege vorbereitet. Die Zusammenarbeit mit der Stadt-Umland-Region Dresden muss intensiviert werden, um Projekte besser abzustimmen und Synergien zu nutzen. Die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene ist für Projekte zum Themenfeld VIA REGIA geplant, hier sollen insbesondere polnische Partner gewonnen werden Qualität der Beteiligungs- und Kooperationsstrukturen und Einschätzung der Beratungs- und Aktivierungsarbeit und der Kommunikation Als verbindendes Arbeitsgremium zwischen den regional organisierten Akteuren und dem Regionalmanagement fungiert der Koordinierungskreis. Er wird von der Mitgliederversammlung jeweils für die Dauer von zwei Jahren gewählt, dieser Turnus ermöglicht es, flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen zu reagieren und die Zusammensetzung des Gremiums entsprechend anzupassen. Der Bevölkerung und regionalen Akteuren werden diverse Möglichkeiten der Beteiligung am regionalen Entwicklungsprozess geboten. Die Mitarbeit in den Arbeitsgruppen, die zu den einzelnen Handlungsfeldern und nach Bedarf gebildet wurden und werden, ist ausdrücklich erwünscht und wird ständig propagiert, Projekttage, Workshops, Schulungen oder Infotouren dienen der Kommunikation der Akteure und werden auch dann gut angenommen, wenn sich die Akteure finanziell beteiligen müssen. Entscheidungsprozesse zur Gesamtregion wie z.b. der in den Jahren 2008/2009 durchgeführte Namensfindungsprozess laufen auch unter Nutzung des Internet ab. Eine öffentliche, jährlich stattfindende Regionalkonferenz spiegelt ein aktuelles gesamtregionales Thema (2009: Begegnungsstätten und Gemeinschaftszentren; 2010: Klimawandel und Klimaanpassung). Der Dresdner Heidebogen e.v. begeht 2011 sein 10-jähriges Jubiläum. Aufgrund der inhaltlichen Ausrichtung und der Schwerpunktaufgaben (LEADER+ Konzept von 2000 mit Weiterbildung und Vernetzung - für die Vereinsarbeit unerläßlich Schwerpunkt Valorisierung des Natur- und Kulturpotentials ) wurde die Initiative anfangs vorwiegend mit Tourismus und Naherholung in Verbindung gebracht. Befragungen ergaben, dass aufgrund des seit 2007 erweiterten Aufgabenspektrums keine ausschließliche Ausrichtung mehr wahrgenommen wird, aber zunehmend die Bereitstellung von Fördergeldern als offensichtlicher Tätigkeitsschwerpunkt benannt wird. Die Entwicklung einer Identität im Zuge der Namensfindung verbesserte die Möglichkeit der Identifikation der Akteure mit der Region und ihren Zielen erheblich. Die Aufgabe der integrierten ländlichen Entwicklung ist, wie der Name schon sagt, eine Querschnittsaufgabe. Es ist deshalb für die Bewältigung dieses komplexen Paketes unabdingbar, Aufgaben, die klar (anderen) Ressorts zuzuordnen sind, bei diesen zu belassen und Ressourcenverschwendung durch Nebenherarbeiten ohne klare Abstimmung zu vermeiden. Eine weitere Aufgabe ist, eine noch stärkere Transparenz in die Arbeit der LAG zu bringen und die Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit intensiv zu nutzen. Es geht um das Sichtbarmachen des Nutzens von Förderung und die Generierung von bürgerschaftlichem Engagement in wichtigen gesellschaftlichen Zielgruppen (z.b. Jugend). Wenig hilfreich ist in dem Zusammenhang die Kommunikation einer Nichtausschöpfung von Fördermitteln zum Jahresende, ohne dafür auch die Gründe zu kommunizieren. Deshalb wurde die Budgetorientierung als Steuerungsinstrument eingeführt und hat sich bewährt. Dennoch muss klar sein, dass gerade bei einer Vielzahl von privaten Antragstellern die Quote derjenigen, die ihren Antrag zurückziehen oder einen schon bewilligten Antrag nicht umsetzen, einen großen Unsicherheitsfaktor in der Budgetplanung darstellen. Die Gründe sind vielschichtig und bedürften einer gesonderten umfassenden Erörterung. Bedingt durch die Umwandlung des LEADER-Ansatzes in das Grundprinzip für die Regelförderung wurde eine stärkere Beteiligung der Kommunen zwingend, meist repräsentiert durch die Bürgermeister. Dies hat jedoch gegenüber der LEADER+ Periode das bürgerschaftliche Engagement zurückgedrängt. Dies wird durch die Etablierung von Arbeitsgruppen, die ein breites Betätigungsfeld bieten, einigermaßen kompensiert. Der bürgerschaftliche Einfluß auf die Strategieentwicklung beschränkt sich aber auf die Mitgliederversammlung. Das ist aus unserer Sicht zu wenig. 19

20 4.3. Zusammenarbeit zwischen Projekt-, Regionalmanagement- und Verwaltungsebene Die Zusammenarbeit der o.g. Ebenen im Rahmen der Beantragung von ILE-Vorhaben ist gut, Abstimmungen werden kurzfristig und möglichst bürokratiearm bewältigt. Zu viel Bürokratie beklagen dagegen einige Antragsteller, die Bewilliger sehen sich in ihrem Entscheidungsspielraum jedoch durch zu viele Restriktionen und Sanktionen eingeschränkt, so dass sie im Zweifel selbst immer restriktivere Forderungen an den Antragsteller stellen, was durchaus einige Projekte letztlich scheitern lässt. Die Zusammenarbeit mit Fachbehörden und -institutionen ist noch nicht zufriedenstellend, insbesondere bei der kurzfristigen Bereitstellung von Negativattesten oder Fachstellungnahmen. Besondere Schwierigkeiten gibt es mit Behörden, die nicht dem SMUL, sondern anderen Ressort zuzuordnen sind. Die Notwendigkeit sektorübergreifender Arbeit wird im Folgenden noch einmal beleuchtet Bewertung sektorübergreifender Ansätze, Umsetzung des LEADER-Ansatzes Der LEADER-Ansatz wird in der Region als der beste Weg angesehen, erfolgreich Projekte zu entwickeln und umzusetzen und eine unabhängige territoriale Entwicklung zu unterstützen. Das Regionalmanagement wird dabei als Dienstleister für die Region angesehen: - zur Umsetzung des regionalen Entwicklungskonzeptes - zur Verwaltung und Geschäftsführung der LAG - zur Entwicklung und Pflege einer intensiven Zusammenarbeit mit den verschiedenen System- und Programmbehörden - zur Etablierung von Netzwerken (innerhalb der LAG und mit anderen Regionen) - zur Intensivierung der Beziehungen zwischen Städten und Gemeinden - zur Bewirtschaftung eines regionalen Budgets für die Umsetzung regionaler Konzepte Das ILEK ist ein geeignetes Instrument, sektorübergreifende Ansätze umzusetzen. In der Praxis ist es so, dass andere Förderinstrumente und Fonds (als die ILE-Förderung) in Anspruch genommen werden müssen, da die Projektideen sehr vielfältig sind und oft nicht direkt den angebotenen Fördermöglichkeiten entsprechen. Das Regionalmanagement übernimmt in diesem Prozess wesentliche Aufgaben der Navigation, Motivation, Beratung und wenn nötig auch Mediation. Eine nicht unwesentliche Rolle spielen dabei die Erfahrungen des Regionalmanagements aus dem LEADER+ Zeitraum. Aus unserer Sicht ist der sektorübergreifende Ansatz auf Arbeitsebene bereits in Anwendung, dem steht aber eine nicht zufriedenstellende Anwendung im Ressortbereich gegenüber. Der bottom-up-strategie wirkt entgegen, dass die Verwendung der bereitgestellten Mittel auf wenige und z.t. ausschließliche Fördertatbestände beschränkt ist (Geld kann nicht dort eingesetzt werden, wo es notwendig wäre), die Antragsverfahren zu kompliziert und aufwändig und die Kontrollmechanismen unverhältnismäßig sind. Der Spielraum für innovative oder kreative Projekte wird im jetzigen Förderzeitraum als sehr gering eingeschätzt. Die jetzt praktizierte Bereitstellung eines Regionalbudgets wird grundsätzlich als hilfreich angesehen. Es ist dadurch möglich, jährlich und über den Gesamtzeitraum hinweg eine Mittelbewirtschaftung, vor allem hinsichtlich des Bedarfes der Kommunen, zu gewährleisten. Da aber insbesondere private und gewerbliche Maßnahmen einen großen Beratungsvorlauf vor Mittelbeantragung haben, müssen Budgetveränderungen (Erhöhungen oder Absenkungen) eher mitgeteilt werden (z.b. Mitteilung zur Erhöhung des Budgets 2010 erst im Mai 2010). Folgender Verbesserungsbedarf besteht: Flexibilisierung der Bereitstellung der Gelder in den Jahresscheiben Einrichtung eines Verfügungsfonds (echtes Regionalbudget) der Region ohne Zuordnung zu Fördertatbeständen, um ILEK-Projekte zu unterstützen, die bisher nicht durch Förderrichtlinien abgedeckt sind Die Übertragung der Beurteilung der Förderwürdigkeit von Vorhaben auf die Regionen hat sich in der Praxis bewährt. Mit der fachlichen Beurteilung der Einzelvorhaben ist der Koordinierungskreis in Einzelfällen überfordert. 5. Fortschreibungs- und Anpassungsbedarf des ILEK Für das im Jahr 2007 entwickelte ILEK besteht Fortschreibungsbedarf in den Bereichen Klimaschutz / Klimaanpassung und Demografie. Für den Bereich Klimaschutz / Klimaanpassung wurden Empfehlungen im Rahmen des Projektes KLIMAfit erarbeitet (Quelle: Arbeitspapier des Projekts KLIMAfit, Dr. G. Hutter, IÖR Dresden, Anhang 2): Empfehlung 1: Fortschreibung des ILEK auf der Basis einer regionsspezifischen und quantitativen Analyse des Klimawandels Es wird empfohlen, speziell für die ILE-Region Dresdner Heidebogen eine regionsspezifische und quantitative Analyse des Klimawandels durchzuführen. Zwei Gesichtspunkte sind bei einer solchen Analyse von besonderer Bedeutung: Unterschiedliche räumliche Ebenen berücksichtigen! Bei der Analyse sollte möglichst zwischen drei Ebenen unterschieden werden: (1) Ebene der Region (oder Ballungsraum, siehe ILEK) Dresden (z.b. entsprechend der räumlichen Abgrenzungen des Projektes REGKLAM), (2) Ebene der ILE-Region Dresdner Heidebogen (entspricht einer Teilregion der REGKLAM-Region), und (3) als Option: Ebene einer einzelnen Kommune (bzw. Stadt oder Gemeinde) (zur Konkretisierung und Veranschaulichung regionaler Analyseergebnisse, z.b. mit Fokus auf Stadt Großenhain). Möglichst einfach verständliche Form zur Berücksichtigung von Unsicherheiten finden! Die vorausschauende Analyse des Klimawandels ist naturgemäß mit großen Unsicherheiten behaftet. Diese Unsicherheiten sind jedoch je nach Zeithorizont (z.b. 2020, 2050, 2100) unterschiedlich und variieren sowohl hinsichtlich Klimawandelparameter (z.b. Temperatur, Niederschlag) als auch Folgen. Im Rahmen der Fortschreibung des ILEK für die ILE-Region Dresdner Heidebogen sollte versucht werden, eine Form der Berücksichtigung von Unsicherheiten zu finden, die sowohl den Interessen und Wahrnehmungen der Praxisakteure als auch dem Stand der Technik bzw. Stand des Wissens entspricht. 20

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