Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft

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1 Werkstatt: Praxis Heft 58 Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft Ein Projekt des Forschungsprogramms Modellvorhaben der Raumordnung (MORO) des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR).

2 Werkstatt: Praxis In der Schriftenreihe Werkstatt: Praxis veröffentlichen das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) praxisorientierte Ergebnisse zu den Themen Raumordnung, Städtebau, Wohnungswesen und Bauwesen. IMPRESSUM Herausgeber Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Invalidenstraße Berlin Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) Deichmanns Aue Bonn Bearbeitung Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung e.v., Erkner (Auftragnehmer) Prof. Dr. Hans Joachim Kujath (Leitung) Kai Pflanz Dr. Axel Stein Dr. Sabine Zillmer Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn Dr. Rupert Kawka (Leitung) Redaktion Nina Wilke BBR, Bonn Druck Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung Bestellungen Stichwort: Werkstatt: Praxis Heft 58 Nachdruck und Vervielfältigung Alle Rechte vorbehalten Die vom Auftragnehmer vertretene Auffassung ist nicht unbedingt mit der der Herausgeber identisch. ISSN (Schriftenreihe) ISBN Werkstatt: Praxis Heft 58 Bonn 2008

3 Inhalt 1 Einleitung 1 2 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe Wissensökonomie 3 Rahmenbedingungen 3 Wissensökonomie Ein Definitionsansatz 4 Wissensökonomie Eine lernende Ökonomie Wissensgesellschaft Wissensregion und Wissensmanagement 11 Wissensregion als analytische Kategorie 11 Wissensregion als eine neue Kategorie der Raum- und Regionalpolitik 15 Regionales Wissensmanagement als Konzept zur systematischen und effizienten Entwicklung einer Wissensregion Fazit: Zentrale Begriffe dieser Studie 16 3 Sekundärstatistische Analysen Regionale Charakteristika und deren Entwicklung 18 Technische Dimension 19 Ökonomische Dimension 20 Soziale Dimension Clusteranalyse Fazit: Räumliche Ausprägung der Wissensgesellschaft in Deutschland 27 4 Europäische Ebene: Überblick über INTERREG-IIIB-Projekte aus dem Themenfeld Wissen und Innovation Übersicht über INTERREG-IIIB-Projekte mit wissensgesellschaftlicher Relevanz nach Kooperationsräumen Ausgewählte INTERREG-IIIB-Projekte Good Practice Beispiele 34 Technologieorientiertes Projekt BalticBroadband 35 Projekt mit ökonomischem Schwerpunkt EMBRACE 35 Projekt zur Förderung der Vernetzung ScanBaltCampus Fazit: Förderung der Wissensgesellschaft im Rahmen von INTERREG-IIIB-Projekten 37 5 Länderebene: Förderpolitik der Bundesländer Inhaltliche Schwerpunkte der Förderprogramme Fazit: Förderinstrumente auf Landesebene im Kontext der Wissensgesellschaft 41 6 Regionale Ebene: Fallstudien zur Ausbildung von Wissensregionen in unterschiedlichen räumlichen Kontexten Metropolregion Rhein-Neckar 44 Regionsbildungsprozess 44 Wissenspotenziale 45 Wissensmanagement Region Münster-Osnabrück 48 Regionsbildungsprozess 48 Wissenspotenziale 49 Wissensmanagement 51

4 II 6.3 Region Duderstadt und Umgebung 52 Regionsbildungsprozess 52 Wissenspotenziale 52 Wissensmanagement Fazit: Bedeutung der Wissensgesellschaft im regionalen Kontext 58 Regionsspezifische Aussagen zur Differenzierung der Wissensgesellschaft 58 Regionsunabhängige Aussagen zur Bedeutung der Wissensgesellschaft im regionalen Kontext 59 7 Empfehlungen zur Förderung der Wissensgesellschaft durch Raumentwicklungspolitik Thematisierung bekannter Zusammenhänge aus einer neuen Perspektive 61 Raumentwicklung in der Wissensgesellschaft 61 Standortfaktoren in der Wissensgesellschaft 62 Beziehungsräume in der Wissensgesellschaft Region als vorrangige räumliche Dimension für Wissensökonomie und Wissensgesellschaft 62 Wissensregion als Überlappung verschiedener Wissensnetzwerke 63 Institutionalisierung quer zu Gebietskörperschaften 63 Ausbildung regionaler Integrationsagenturen Handlungsfelder der Raumordnung und -entwicklung 64 Prinzipien der Raumordnung und -entwicklung 64 Instrumente der Raumplanung Offene Fragen 68 8 Literatur 71 Allgemeine Literatur 71 Fallstudie Metropolregion Rhein-Neckar 73 Fallstudie Raum Münster-Osnabrück 74 Fallstudie Raum Duderstadt und Umgebung 74

5 III Abbildungs-/Tabellenverzeichnis 2 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe Abbildung 1 Umwandlung von implizitem in explizites Wissen 7 Abbildung 2 Elemente und Dimensionen der Wissensgesellschaft 10 Abbildung 3 Bausteine und Kommunikationsbeziehungen einer Wissensregion 12 Abbildung 4 Ökonomische Netzwerke in Wissensregionen 13 Abbildung 5 Beziehungen sozialer Akteure (Bildungswesen) in Wissensregionen 14 Abbildung 6 Beziehungen politischer Akteure in Wissensregionen 14 3 Sekundärstatische Analysen Abbildung 7 Räumliche Ausprägung von Indikatoren der technischen Dimension 20 Abbildung 8 Räumliche Ausprägung von Indikatoren der ökonomischen Dimension 22 Abbildung 9 Räumliche Ausprägung von Indikatoren der sozialen Dimension 23 Abbildung 10 Dimensionsreduktion mittels einer Faktorenanalyse 24 Abbildung 11 Skizzierung der Wissensgesellschaftstypen in ihrer räumlichen Verteilung 25 Tabelle 1 Kriterienauswahl für die sekundärstatistischen Auswertungen 18 Tabelle 2 Clustercharakterisierung mittels der Faktorenmittelwerte 26 4 Europäische Ebene: Überblick über INTERREG-IIIB-Projekte aus dem Themenfeld Wissen und Innovation Abbildung 12 INTERREG-IIIB-Projekte in ausgewählten Kooperationsräumen nach ihren thematischen Schwerpunkten 30 Abbildung 13 Ostseeraum: Räumliche Lage der Projektpartner von INTERREG-IIIB-Projekten zur Förderung der Wissensgesellschaft in Relation zur Anzahl der gesamten INTERREG-IIIB-Projekte 31 Abbildung 14 CADSES-Raum: Räumliche Lage der Projektpartner von INTERREG-IIIB-Projekten zur Förderung der Wissensgesellschaft in Relation zur Anzahl der gesamten INTERREG-IIIB-Projekte 32 Abbildung 15 NWE: Räumliche Lage der Projektpartner von INTERREG-IIIB-Projekten zur Förderung der Wissensgesellschaft in Relation zur Anzahl der gesamten INTERREG-IIIB-Projekte 33 Abbildung 16 Partnerstruktur von INTERREG-IIIB-Projekten zur Förderung der Wissensgesellschaft im Ostseeraum nach thematischen Schwerpunkten 33 Abbildung 17 Partnerstruktur von INTERREG-IIIB-Projekten zur Förderung der Wissensgesellschaft in NWE nach thematischen Schwerpunkten 34 Tabelle 3 INTERREG-IIIB-Projekte zur Förderung der Wissensgesellschaft 30 Tabelle 4 Anzahl der INTERREG-IIIB-Projekte, die die Wissensgesellschaft direkt bzw. indirekt fördern 30 Tabelle 5 Thematische Schwerpunkte der INTERREG-IIIB-Projekte in % aller identifizierten INTERREG-IIIB-Projekte im jeweiligen Kooperationsraum 30 5 Länderebene: Förderpolitik der Bundesländer Abbildung 18 Schwerpunkte der Förderinstrumente auf Landesebene im Kontext der Wissensgesellschaft 42 Tabelle 6 Analyseraster 39 Tabelle 7 Häufigkeitsverteilung der einzelnen Dimensionen unter den untersuchten Programmen 39 6 Regionale Ebene: Fallstudien zur Ausbildung von Wissensregionen in unterschiedlichen räumlichen Kontexten Abbildung 19 Metropolregion Rhein-Neckar 44 Abbildung 20 Ausgewählte Indikatoren zur Charakterisierung der Wissensgesellschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar 45 Abbildung 21 Netzwerke in der Region Rhein-Neckar 47 Abbildung 22 Wissensrelevante Raumkonzepte im Raum Münster-Osnabrück 48 Abbildung 23 Ausgewählte Indikatoren zur Charakterisierung der Wissensgesellschaft im Raum Münster-Osnabrück 50 Abbildung 24 Ausgewählte Indikatoren zur Charakterisierung der Wissensgesellschaft in den Duderstadt umgebenden Landkreisen 53 Abbildung 25 Duderstadt und seine Regionszugehörigkeit 54 Abbildung 26 Wissensgesellschaftlich relevanter Ausschnitt der RES für die Region Göttingen 57

6 1 1 Einleitung Wissen war bereits für die alte Industriegesellschaft eine wichtige Ressource und ein wichtiger Motor für die Entwicklung der Gesellschaft als Ganzes und der einzelnen Regionen im Besonderen. Im Vergleich dazu stellt sich die neue Wissensgesellschaft als ein qualitativer Sprung in der Art und Weise der Wissensproduktion, Wissensverteilung und Wissensanwendung dar. Davon gehen weitreichende Veränderungen auf die Produktionsprozesse, die wirtschaftlichen Austauschbeziehungen und die Entscheidungsstrukturen aus. Sie verändern nicht zuletzt die sozial- und wirtschaftsräumlichen Beziehungsstrukturen (räumliche Knoten und Wissensnetzwerke). Wenn man die Entwicklung der Wissensgesellschaft in ihrer Relevanz für die Raumentwicklung sowie die mit ihr verbundene Politik diskutiert, wird deutlich, dass die wirtschaftlichen Prozesse hier die Wissensökonomie den Kern der Wissensgesellschaft bilden. Die Wissensökonomie ist eine lernende Ökonomie und die Wissensgesellschaft eine lernende Gesellschaft. Sie umfasst ein weites Feld von Aktivitäten der Wissensproduktion und Wissensumwandlung auch außerhalb ökonomischer Zusammenhänge. Ihr Kernelement ist Lernen auf der individuellen Ebene, der institutionellen Ebene einer Firma, der nationalen und zunehmend auch der regionalen Ebene. Wissensarbeit und Lernen sind im Unterschied zu den linearen Modellen der alten Industriegesellschaft hochgradig interaktiv angelegt und abhängig von spezifischen sozialen und kulturellen Institutionen und Konventionen. Hierarchien, wie sie aus Großbetrieben und staatlichen Bürokratien bekannt sind, verlieren an Bedeutung. An ihre Stelle treten vertikal und horizontal organisierte Netzwerke quer zu sektoralen Disziplinen und administrativ gebildeten Einheiten. Solche neuen Netzwerkinstitutionen spielen eine besondere Rolle in den Innovationsprozessen: Sie reduzieren Transaktions- und Produktionskosten, sie fördern Vertrauen zwischen den ökonomischen und sozialen Akteuren, sie steigern die unternehmerischen Fähigkeiten und verbessern nicht zuletzt die Lern- und Beziehungsroutinen. Der Strukturwandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft stellt uns somit vor ökonomische, technische und gesellschaftliche, aber auch räumliche Herausforderungen. Wissensproduktion und Wissensaustausch sind untrennbar mit Interaktion und Kommunikation über den lokalen Raum hinaus verbunden. So hat der Prozess der Wissensproduktion eine lokale und regionale Dimension. Lernen ist als ein Vorgang anzusehen, der in spezifische regionale sozio-kulturelle Kontexte eingebettet ist. Die Entwicklung neuen Wissens impliziert danach intensive persönliche Interaktionsprozesse und sektorale sowie räumliche Clusterbildungen (Wissenscluster). Mit den Neuerungen durch die Wissensgesellschaft gehen auch Änderungen in den politischen (Steuerungs-) Prozessen und Entscheidungsstrukturen einher, was für die Umsetzung des raumbezogenen MKRO-Leitbildes Wachstum und Innovation naheliegenderweise entscheidende Bedeutung hat, zumal die Förderung der Wissensgesellschaft explizit betrieben werden soll. Die Befassung mit den raumentwicklungspolitischen Ansätzen zur Förderung der Wissensgesellschaft muss drei Problemen gerecht werden: Die Begriffe der Informationsgesellschaft und Wissensgesellschaft gehören zu den meist genutzten im regionalpolitischen Diskurs. Sie werden allerdings oft nicht in der gewünschten Form definiert überdies häufig synonym genutzt. Es kommt hinzu, dass die entscheidenden raumentwicklungspolitischen Institutionen ein unterschiedliches Verständnis von Wissensgesellschaft pflegen. Aus diesem Grund besteht ein wesentliches Ziel dieser Studie darin, ein theoriegeleitetes und anwendungsbezogenes Verständnis der zentralen Begriffe im Kontext der Wissensgesellschaft zu erarbeiten. Zu diesen Begriffen gehören Wissensökonomie, Wissensgesellschaft, Wissensregion und regionales Wissensmanagement. Sie werden in Kapitel 2 theoretisch eingegrenzt. Die Wissensgesellschaft kann über ihre drei Dimensionen beschrieben werden und hat dementsprechend verschiedene Ausprägungen, die jeweils räumlich unterschiedliche Bilder ergeben. In dieser Studie werden deshalb anhand von Kernindikatoren, die aus den drei Dimensionen abgeleitet sind, und ihren sekundärstatistischen Daten Stärken und Schwächen von Standorten und Regionen in Deutschland erfasst. Über den Weg einer Faktoren- und anschließenden Clusteranalyse entsteht ein Bild, aus dem

7 2 Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft Werkstatt: Praxis Heft 58 die unterschiedlichen Schwerpunkte der Wissensgesellschaft in Deutschland hervorgehen. Dies geschieht in Kapitel 3. Mit ihrer Mehrdimensionalität ist die Wissensgesellschaft kein instrumentell eindeutig abgegrenztes Thema. Die Steuerung und Regelung der stattfindenden Prozesse gerade unter dem Gesichtspunkt von raumpolitischen Zielen wie Ordnung und Entwicklung oder dem Ausgleich von Disparitäten bedarf einer Neujustierung bestehender Instrumente und Organisationsformen auf allen politikrelevanten Ebenen. Die empirischen Grundlagen werden in umfassenden Recherchen zu EU-Projekten (Kapitel 4), Länderprogrammen (Kapitel 5) und in drei regionalen Fallstudien (Kapitel 6) vertieft durchgeführt und dokumentiert. In der Wissensgesellschaft ändern sich für die Raumentwicklungspolitik das Akteursspektrum, die Vielfalt von Netzwerken und die Aufgaben für Organisationen und Institutionen. Die Räume in Deutschland entwickeln unter diesem Blickwinkel neue Profile, es entstehen auch neue Disparitäten. Dies spiegelt sich in unterschiedlichen Entwicklungsperspektiven und Handlungsansätzen wieder. Diese in dieser Studie theoretisch, statistisch und empirisch aufgearbeiteten Aspekte werden in Kapitel 7 zu Handlungsempfehlungen für eine der Förderung der Wissensgesellschaft verpflichtete Raumentwicklungspolitik verdichtet.

8 3 2 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe In diesem Kapitel werden die für diese Studie zentralen Begriffe theoretisch abgeleitet. Da die Wissensgesellschaft zu erheblichen Teilen auf den Entwicklungen in der Wissensökonomie aufbaut, ist die Wissensökonomie Gegenstand des ersten Abschnittes, bevor daraufhin die Wissensgesellschaft in ihren drei Dimensionen (technisch, ökonomisch, sozial) erläutert wird. Wissensgesellschaft und Wissensökonomie werden somit für den Projektkontext definiert und voneinander abgegrenzt. Letzten Endes haben die Entwicklungen in Wissensökonomie und -gesellschaft erhebliche räumliche Auswirkungen. Deshalb liegt das Augenmerk im dritten Abschnitt dieses Kapitels auf der Bildung und Struktur von Wissensregionen und ihrer systematischen und effizienten Entwicklung durch Konzepte regionalen Wissensmanagements. In diesem Zusammenhang ist nicht nur die intraregionale Betrachtung des Wissens von Bedeutung, wie es das regionale Wissensmanagement nahe legt. Vielmehr basieren wissensgesellschaftliche Überlegungen auch auf dem interregionalen Austausch von Wissen, der hier im theoretischen Rahmen von Wissens- Spillovers betrachtet wird. 2.1 Wissensökonomie Wissensbasierte Ökonomie, Wissensökonomie, knowledge economy, knowledge based economy und viele andere, oft synonym verwendete Begriffe versuchen den Kern des wirtschaftlichen Strukturwandels zu beschreiben. Allen Begriffen gemein ist, dass sie die Bedeutung von Wissen erstens als wichtigsten Produktionsfaktor, zweitens als immaterielles wirtschaftlich handelbares Gut bzw. als Dienstleistung und drittens als wichtige Komponente physischer Güter anerkennen. Rahmenbedingungen Wissen war schon immer die zentrale Komponente für Innovation und Fortschritt. Zum Kernbestand einer eigenen Wissensökonomie wurde es erst, als es sich in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts zu einem auf Märkten handelbaren Gut entwickelte. Ein wesentliches Merkmal dieser Veränderung liegt darin, dass sich im Vergleich zu früheren Epochen die Art und Weise der Wissensproduktion, die Verteilung und Verarbeitung von Wissen sowie der Wert von Wissen als Produktionsfaktor grundlegend verändert hat (Kujath 2005, S. 25). Ursache für diese Entwicklung ist vor allem der technische Fortschritt in Transport- und Kommunikationstechnologien und die damit verbundene Kostensenkung für Transport und Kommunikation. Die Möglichkeit, Personen, Güter und Wissen immer schneller und komfortabler weltweit zu verteilen, hat die Globalisierung der Wirtschaft entscheidend vorangetrieben. Dadurch wurde nicht nur die Erschließung globaler Absatz- und Nachfragemärkte unterstützt, sondern auch eine globale Arbeitsteilung ermöglicht. Dies wiederum führte zu einer drastisch gestiegenen Komplexität der wirtschaftlichen Beziehungen, weil zum einen global agierende Unternehmen spezifische institutionelle Arrangements zum Umgang mit unterschiedlichen (nationalen) Regelsystemen brauchen und weil zum anderen die Organisation einer hochgradig spezialisierten Wirtschaft mit teilweise globalen Produktionsketten spezielle technische und soziale Infrastrukturen erfordert. Der Umgang mit einer gestiegenen Komplexität stellt insbesondere auch Anforderungen an Kommunikation und Interaktion, die durch elektronische Medien sowie Informations- und Kommunikationstechnologien entscheidend vereinfacht und vor allem im Hinblick auf die räumliche Dimension der wirtschaftlichen Beziehungen beschleunigt wurde. Die Globalisierung geht einher mit zusätzlich nachgefragten Leistungen. Es bedarf beispielsweise Intermediärer, die zwischen den unterschiedlichen nationalen Wirtschaftssystemen vermitteln (z. B. Rechts- und Finanzberatungen) und den globalen Handel dadurch erst ermöglichen. Darüber hinaus tendieren Unternehmen dazu, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren und einzelne Unternehmensbereiche auszulagern bzw. bestimmte Leistungen einzukaufen. Güterproduktion, Forschung und Entwicklung oder einzelne administrative Einheiten werden beispielsweise vom Ursprungsunternehmen getrennt, so dass die Arbeitsteilung immer differenzierter wird und zugleich mit einem erhöhten Vernetzungsgrad einhergeht. Die Globalisierung von Produktionsprozessen ist mit einer zunehmenden Ausdehnung der Wissensarbeit verbunden. Dies wird besonders deutlich bei den zentralen Unternehmensfunktionen, die immer komplexere und strategische Aufgaben in dem Maße ein-

9 4 Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft Werkstatt: Praxis Heft 58 schließt, wie Unternehmen ihre Aktivitäten weltweit organisieren. Aber auch Design, Forschung und Entwicklung sowie andere Aufgaben von Wissensarbeit entwickeln sich innerhalb des Systems der globalen Arbeitsteilung rasant weiter. Nach Dunning (2000) ist diese wissensbasierte und neues Wissen produzierende Wirtschaft die Wissensökonomie treibende Kraft der Globalisierung und der globalen Arbeitsteilung. Darüber hinaus lassen technische Mittel der Daten- und Informationsverarbeitung eine vielfach effizientere Digitalisierung von Wissen zu. Computer und Computernetze vereinfachen nicht nur eine reine Daten- und Textverarbeitung, sondern auch die Digitalisierung und den Austausch großer Mengen von Daten und Informationen innerhalb von Unternehmen sowie zwischen Unternehmen und anderen Akteuren. Vormals oft an Personen gebundenes, implizites Wissen kann leichter als in der Vergangenheit in eine explizite Form gebracht werden. Dadurch entstehen abgrenzbare Wissensgüter, deren Herstellungskosten benannt werden und die somit vermarktet werden können. Gleichzeitig wird die Verbreitung von Wissen beschleunigt und ist nicht mehr ausschließlich an die Mobilität von Personen gebunden. Schließlich haben die hier beschriebenen Rahmenbedingungen dazu geführt, dass sich in der Wissensökonomie zwei entscheidende Entwicklungstendenzen beschreiben lassen: Zum einen hat die wirtschaftliche Bedeutung von Wissenschaft und Technik rapide zugenommen und zum anderen haben sich Investitionen stärker auch auf forschungs- und entwicklungsintensive Tätigkeiten konzentriert (Park 2000, S. 1). Damit die Wissensökonomie eine ähnliche Bedeutung erlangt, wie in der Vergangenheit die materielle industrielle Produktion, müssen gleichzeitig übertragbare Eigentums- und Urheberrechte an Wissen abgesichert werden (Kujath 2005, S. 10). Hier wird bereits diskutiert, dass die Handelbarkeit von Wissensgütern stark an der (inter-) nationalen Sicherstellung der intellectual property rights gebunden ist. Dies ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Wissen, sobald es in eine explizite Form gebracht ist, nicht Kollektivguteigenschaften annimmt, sondern als Privatgut vermarktet werden kann. Nur so ist es möglich, eine nicht kontrollierbare, unlizenzierte Verbreitung von Wissen zu verhindern und dessen monetären Wert zu erhalten. Die Bedeutung dieser Rahmenbedingung lässt sich derzeit beispielsweise an der Diskussion zur Verhinderung von kostenfreien Musik-Downloads aus dem Internet beobachten. Auch wissenschaftliche Fachtexte können zum Teil als Online-Veröffentlichungen kostenlos heruntergeladen werden. Das Problem des unberechtigten Zugriffs auf Wissen gibt es auch in der materiellen Produktion in Form von Produktfälschungen. Aber hier lässt sich das private geistige Eigentum in vielen Staaten durch Patente für eine gewisse Zeitperiode schützen, indem Patentverletzungen rechtlich verfolgt werden. Auch ist Produktimitation bei materiellen Gütern wesentlich schwieriger als z.b. bei digitalen Informationsgütern (Filme, Audio, Software, Spiele, Texte etc.), die sich von den Konsumenten leicht kopieren und im Internet beliebig verbreiten lassen. Vor allem im globalen Maßstab wird es schwierig, eine unkontrollierte Verbreitung von Informationsgütern zu verhindern. Wissensökonomie Ein Definitionsansatz Die Wissensökonomie zeichnet sich durch eine Bedeutungsverringerung materieller Ressourcen bei einem gleichzeitigen Bedeutungsgewinn wissensintensiver Aktivitäten aus. Mit Hilfe der gängigen Wirtschaftszweigsystematik lässt sich dieser grundlegende Wandel jedoch nur begrenzt verdeutlichen. Ursache hierfür ist, dass sich die wissensbasierte Ökonomie zwar durch deutlich gewachsene Beschäftigten- und Umsatzzahlen in den hochwertigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen auszeichnet. Aber eine einfache Unterscheidung zwischen Industrie und Dienstleistungen wäre unzureichend, denn auch der industrielle Sektor selbst hat sich stark verändert, weil Wissensprozesse alle wirtschaftlichen Prozesse durchdringen (Brand/Volkert 2003, S. 23). So bleibt eine eindeutige, in Abgrenzung zur traditionellen Wirtschaft schnittmengenfreie Definition für die Wissensökonomie noch offen, obwohl sich zahlreiche Autoren und Forschungsgruppen mit diesem Thema auseinander setzen (vgl. z.b. Stein 2003). Relativ ungenau beschreibt die OECD daher knowledge economy zunächst als High- Tech-Industrien und Wirtschaftssektoren mit einem hohen Anteil hochqualifizierter Arbeitskräfte (OECD 1996a). Dieser Definitionsansatz leitet sich aus der Beobachtung ab, dass technologieintensive Industrien und Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie wissensintensive Dienstleistungen zu den am stärksten wachsenden Wirtschaftsbereichen zählen Wirtschaftsbereiche, die sich also auf die Produktion, Verteilung und

10 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe 5 Verwertung von Wissen und Informationen spezialisiert haben (OECD 1996a; World Bank 1999). Park (2001) hingegen unterscheidet bei der Beschreibung der Wissensökonomie (bzw. der wissensbasierten Ökonomie) zwischen knowledge industries und knowledge-based industries: Knowledge industries are those whose output is knowledge such as patents, inventions, and new products, as well as services that are mainly knowledge, while knowledge-based industries are those whose main product or service is dependent in technology or knowledge. Knowledge industries and knowledge-based industries are interdependent since knowledge is output from the former and input to the latter, and they are together making the knowledge-based economy (Park 2000, S. 2f). Diese Unterscheidung ist ein erster Schritt, die einzelnen Bereiche der Wissensökonomie genauer abzugrenzen. So gibt es einerseits Unternehmen (industrielle wie auch Dienstleistungsunternehmen), die sich auf die Produktion von neuem, bisher unbekanntem Wissen spezialisiert haben, während andere, auch stark wissensintensive Unternehmen, dieses neue Wissen weiter verarbeiten. Wissen ist somit Produktionsfaktor, produktionsprozessbeeinflussender Faktor und Produkt in der Wissensökonomie. Es wird hier deutlich, dass eine polarisierende Betrachtung von Industrie auf der einen Seite und Dienstleistungen auf der anderen Seite die Wissensökonomie nicht ausreichend beschreiben kann. Eine weitere Besonderheit folgt aus diesen Überlegungen: Die Wissensökonomie scheint sich weder an Wirtschaftsbranchen noch an -sektoren entlang definieren zu lassen, auch wenn es von unterschiedlichen Autoren versucht wird (z. B. Brand/Volkert 2003). In seiner Arbeit zur ökonomischen Spezialisierung von Metropolregionen führt Rolf Stein eine weiterführende alternative Sichtweise ein (Stein 2003): Seiner Auffassung nach lässt sich die Spezialisierung der metropolitanen Wirtschaft nicht mehr entlang der einfachen Unterscheidung zwischen Industrie und Dienstleistung beschreiben. Die metropolitane Wirtschaft lasse sich am ehesten spezifizieren, indem die Organisations- und Interaktionsstrukturen der Unternehmen, die sich im Wesentlichen aus den Transaktionen und den damit verbunden Kosten ergeben, genauer betrachtet werden. Er unterscheidet folgende wirtschaftliche Aktivitäten (Stein 2003, S. 2193): Transaktionsleistungen, Forschung und Entwicklung, Produktion bzw. Transformation, öffentlicher Sektor und sonstige Aktivitäten. Ähnlich argumentieren auch Duranton und Puga (2001). Ihrer Einschätzung folgend entsteht im Gefolge der wirtschaftlichen Globalisierung eine neue funktionale Arbeitsteilung, die sich an Standortspezialisierungen und der Bildung von Wirtschaftsclustern quer zu den Branchen festmacht. So spezialisierten sich z.b. die Metropolen nicht auf einzelne Dienstleistungssektoren oder Produktionssektoren, sondern auf alle von Wissen getragenen innovativen Aktivitäten der globalen Wirtschaft. Sie entwickeln sich zu Standorten für Wissenscluster, die sich durch berufsgruppenbezogene Spezialisierung auszeichnen. In Anlehnung an diesen Ansatz ließe sich die Wissensökonomie wie folgt nach funktionalen Kriterien grob kategorisieren: Transaktionsorientierte Unternehmensdienstleistungen Hierunter fallen vor allem Dienstleistungsunternehmen, die Wissen in andere immaterielle, stark kundenspezifische Leistungen umwandeln, die sich jedoch nicht auf die Produkte und technischen Produktionsprozesse im engeren Sinne, sondern auf wirtschaftliche Transaktionen innerhalb und zwischen Unternehmen beziehen. Hierzu zählen z. B. Informationsbeschaffung, -bünde lung und -verarbeitung, Finanzdienstleistungen, Rechtsberatung, Wirtschaftsberatung, Marktanalysen, Marketing und damit auch die Intermediäre zwischen internationalen und nationalen Wirtschaftssystemen. Sie sind oft in die Entscheidungsprozesse der global player der Produktion eingebunden. Die auf diesem Gebiet arbeitenden Firmen sind darauf spezialisiert, unterschiedliche nationale Rechtssysteme, nationale Rechnungslegungssysteme, Werbekulturen usw. für ihre transnational agierenden Auftraggeber zu erschließen (vgl. Castells 2002; Sassen 2001). Die staatenübergreifenden Vermittlungsfunktionen haben inzwischen ein System globaler Dienstleistungsbeziehungen, von Filialbetrieben und Partnerschaften ein Transaktionsnetzwerk zwischen den Metropolen entstehen lassen. Schwerpunkt Organisation und Management von wirtschaftlichen Transaktionen

11 6 Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft Werkstatt: Praxis Heft 58 Transformationsorientierte Dienstleistungen Sie sind weiterhin eng mit der industriellen Produktion verbunden. Ihre Leistung besteht vor allem in Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten mit dem Ziel, Produkt- oder Prozessinnovationen bzw. -weiterentwicklungen für den industriellen Bereich zu erstellen. Darin wird deutlich, dass die produzierenden Unternehmen immer seltener die Kapazitäten besitzen, entsprechende Forschungsund Entwicklungs- sowie De signaufgaben allein zu erbringen. Zu den von externen Firmen erbrachten Leistungen gehören in immer größerem Umfang unter anderem FuE-Leistungen, Dienstleistungen für Produktentwicklung und -verbesserung, die Entwicklung neuer technischer Produktionsverfahren, aber auch Aufgaben der industriellen Design-Spezifizierung, technologische roadmaps und Nachfrageanalysen. Outputs sind z. B. Produktmodelle, detaillierte Produkt- und Marketingpläne, endgültige Design-Spezifikationen und Materialanforderungen. Im Unterschied zur erstgenannten Kategorie sind deren Leistungen häufig von Branchen übergreifendem Wert, z. B. wenn Prozessinnovationen gestützt auf IuK entwickelt werden oder die Anwendung neuer Materialien wie Carbon für unterschiedlichste Anwendungsfelder erforscht wird. Schwerpunkt Transformation von Wissen in neues Wissen mit Nutzen für verschiedene wirtschaftliche Anwendungsfelder Hochtechnologie-Unternehmen Sie unterscheiden sich gegenüber der industriellen Massengüterproduktion häufig dadurch, dass sie sehr stark auf kundenspezifische Produkte spezialisiert sind und der Anteil an Wissen in ihrem Gut sehr hoch ist. Solche Unternehmen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Lage sind, neues Wissen und Innovationen in die Produktion zu integrieren. Zu denken wäre hierbei beispielsweise an die Produktion technischer Geräte, die aufgrund des ständigen Zuflusses technischer Neuerungen und Innovationen in kurzen Abständen immer wieder neu modifiziert oder angepasst werden. Es ist zu erwarten, dass der Anteil hochqualifizierter Arbeitnehmer in diesen Unternehmen überdurchschnittlich hoch ist. Zu dieser Gruppe müssen aber auch viele Bereiche der industriellen Massengüterproduktion gezählt werden (z. B. Automobilbau), deren Produkte ebenfalls einen immer größeren Anteil innovationsrelevanten Wissens enthalten. Die Tatsache, dass der Produktionsprozess in diesen Fällen selbst hochgradig standardisiert abläuft, sagt nichts darüber aus, in welchem Umfang Wissen in die Erstellung der Prototypen und die Konzipierung der Produktionsabläufe eingeflossen ist. Schwerpunkt Erstellung wissensintensiver materieller Güter durch Integration von neuem Wissen in Produkte und Prozesse Informations- und Medienindustrie Sie konzentriert sich auf die Produktion standardisierter Wissensgüter, d. h. es wird nicht nur Wissen expliziert, sondern ein vervielfältigbares Produkt erstellt, das sich leicht und beliebig oft kopieren lässt. Die Hauptleistung dieses Schwerpunktes der Wissensökonomie besteht in der Entwicklung von Prototypen, die sich leicht vervielfältigen lassen. Die Wissensprodukte selbst haben schon den Charakter von Massenprodukten, weil es sich um standardisierte Produkte handelt, die einem großen Kundenkreis zur Verfügung gestellt werden. Wissen wird hier als kodifiziertes Wissen zu einem Gut, das im Unterschied zu den Dienstleistungen lagerbar, speicherbar und leicht transportierbar ist. Zu den Produkten der Informations- und Medienindustrie gehören z. B. elektronische Handelsplattformen, digitale Logistik- und Beschaffungssysteme, Betriebssoftware, Anwendungssoftware, die Filmindustrie und vor allem die content-produkte der Medienin - dus trie und der besonders schnell wachsende Multimedia-Bereich. In der Informationsindustrie können große Unternehmensverbünde entstehen, die ihre Produkte weltweit absetzen, und sich wirtschaftliche Konzentrationstendenzen leichter durchsetzen als in den Dienstleistungsbereichen. Schwerpunkt Transformation von Wissen in standardisierte Wissensgüter Wissensökonomie Eine lernende Ökonomie Das Neue in der Wissensökonomie besteht nicht allein in dem gestiegenen Umfang des Einsatzes von Wissen als produktive Ressource, der Wissensproduktion und wissensbasierten Wertschöpfung, sondern in den sich verändernden Formen der Wissensproduktion und des Wissenstransfers. Ihr Kern besteht weniger in der Nutzung von schon bestehendem Wissen, das immer wieder weitergegeben wird. Entscheidend sind vielmehr das neue Wissen, das durch Kombination bereits bestehenden Wissens generiert wird, und der Wissenszuwachs, der seinerseits in wirtschaftlich relevante Innovationen und

12 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe 7 vermarktbare Wissensprodukte einfließt (OECD 1996b). Alles neue Wissen tritt zunächst als persönliches Wissen (tacit knowledge) auf, das nur denen bekannt ist, mit denen es geteilt wird (Malecki 2000, S. 111). Persönliches Wissen hat damit auch eine soziale Basis, d.h. es ist in das Wissen von sozialen Gruppen und Organisationen eingebettet, die den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit von Personen regeln. 1 Der Transfer von Wissen zwischen Personen setzt geteilte Konventionen und Ansichten, ein gemeinsames Verständnis des kommunizierten Sachverhalts sowie eine gemeinsame Sprache voraus. Persönliches Wissen ist die wichtigste Ressource der Wissensökonomie. Angetrieben wird sie aber vom Bemühen, nicht kodifizierte persönliche Fertigkeiten und Kenntnisse zu kodifizieren, d. h. im Rahmen eines Abstraktionsvorganges diese so in Informationen umzuwandeln, dass sie von seinem Empfänger verstanden und in einem neuen Kontext angewandt werden können. Das Ergebnis besteht wiederum in neuen, nicht kodifizierten Fertigkeiten. Foray und Lundvall (1996) meinen, die Wissensökonomie werde angetrieben, kodifizierbare kausale Logiken zu identifizieren, die für veränderte Produktionsprozesse, Transaktionslösungen und Produkte nutzbar gemacht werden können. Kodifizierung sei die bevorzugte Art und Weise der Ausdehnung unserer Wissensbasis. Mit den neuen IuK-Techniken (Digitalisierung) werde diese Tendenz zusätzlich befördert, weil es mit Hilfe dieser Technik möglich und wirtschaftlich noch attraktiver werde, personengebundenes Wissen in eine kodifizierte Form zu transformieren. Durch Kodifizierung entstehen Informationsgüter, die sich präzise beschreiben, speichern und vervielfältigen lassen, die sich leicht mit anderen Informationen kombinieren lassen und deren Inhalte sich als Handlungsanleitungen leicht für die Gestaltung materieller Produkte nutzen lassen (Blaupausen). Abbildung 1 Umwandlung von implizitem in explizites Wissen Wissensart explizites / kodifiziertes Wissen implizites / stilles (tacit) Wissen Ebene individuell bewusste Konzepte, Texte, Bilder persönliche Fähigkeiten, Ideen, Intuition Quelle: eigene Darstellung nach Jansen 2004, S. 6 In der Wissensökonomie ist der Vorgang der Kodifizierung mehr als ein wichtiger Nebenschauplatz der Produktion. Er steht vielmehr im Mittelpunkt der Arbeit (Wissensarbeit) und wird in zunehmendem Maße systematisch organisiert, z. B. durch Standardisierung von Produktionsprozessen, von Interaktionen und von Produkten. Die Ökonomisierung der Wissensarbeit in betrieblichen Wissensarenen, in Projektnetzwerken usw. ermöglicht ähnlich wie in der materiellen Produktion Produktivitätsfortschritte und Skalenvorteile zu erzielen, globale Informationsmärkte zu erschließen und wissensbasierte Dienstleistungen aus ihren lokalen Bindungen zu befreien: Die Effizienz von Wissensbeschaffung und Wissensnutzung wird mehr und mehr zum Gradmesser des Unternehmenserfolgs (Brandt/Volkert 2003, S. 27). Kodifizierung von Wissen und Standardisierung der Interaktion sind notwendige Bedingungen für die räumliche Expansion der Wissensökonomie. Aber die Produktion von kodifizierten Wissensgütern ist mit der Problematik öffentlicher Güter bzw. positiver externer Effekte des Konsums verbunden, weil kodifiziertes Wissen (Informationen) in seiner Nutzung nicht rivalisiert und somit die Herausbildung von effizienten Marktpreisen fraglich ist (z. B. Hodgson 1998, S. 216). Zur Sicherung der Privatguteigenschaften und zur Verhinderung unberechtigter Kopien im weltweiten Maßstab gibt es durchaus besondere institutionelle Regelungen. Patentgesetze, Lizenzen und technische Kopierbarrieren können den Zugang der Öffentlichkeit zu Informationsgütern zwar kontrollieren, aber nicht vollständig verhindern (Willke 2001, S. 65). Alle diese Maßnahmen sind nur zeitweilig und begrenzt wirksam. Der unmittelbare Effekt auf Unternehmensebene ist, dass Kompetenzen, von denen eine Firma vorher profitiert hat, verloren gehen. Alle Schritte der Kodifizierung und Standardisierung, die zur wirtschaftlichen Stärkung der Unternehmen und der regionalen Wirtschaftsbasis beitragen, bewirken also zugleich deren Zerstörung: Sie entwerten die vorhandenen persönlichen, impliziten (embodied) Wissensbestände. Ihre kodifizierte (disembodied) Form kann nicht nur von den Produzenten dieser Güter, sondern auch von den potenziellen Abnehmern beliebig oft kostengünstig reproduziert werden: As ubiquities are created, localised capabilities are destroyed (Maskell/Malmberg 1999). Vor diesem Hintergrund stehen die Unternehmen der Wissensökonomie in ihrem sozial (Gruppe, Organisation) fixierte Organisationsziele, Regeln, Abmachungen kollektive Metaphern, Sinngebilde, Kommunikatikonsmuster, soziale Routinen (1) Dies ist auch ein Grund, warum das mehr als die Wissensökonomie umfassende Konzept der Wissensgesellschaft bzw. Wissensregion auch soziale und politische Akteure umfasst (s.u.).

13 8 Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft Werkstatt: Praxis Heft 58 Streben nach Gewinn unter einem ständigen Druck, neue Informationsgüter mit hohem Neuigkeitsgehalt zu kreieren, in der Hoffnung, so die eigene Monopolstellung zumindest für eine gewisse Periode abzusichern und zeitweilig Monopolgewinne zu realisieren. Nur solange das Streben nach Aufrechterhaltung von Wissensvorsprüngen erfolgreich ist, können sich diese Unternehmen im globalen Wettbewerb behaupten. Ein solches umfassendes Wissensmanagement zur Sicherung von Wissensvorsprüngen wird in theoretischen Modellen als das Ergebnis eines dynamischen Prozesses sich wiederholender Wissensumwandlung dargestellt, der nicht nur den Prozess der Kodifizierung, sondern auch die Erzeugung neuen personengebundenen Wissens beinhaltet (Willke 2001; Nonaka/Takeuchi 1995). Die Lerndynamiken der Unternehmen der Wissensökonomie sind darauf gerichtet, sich einen monopolistischen Vorsprung vor den Mitbewerbern zu sichern und mit diesem Wissen die Eintrittsbarrieren gegenüber Mitbewerbern zu erhöhen. In das Zentrum der unternehmerischen Organisationsprozesse rückt dabei eine dynamische Betrachtung der Wissensverarbeitung, aus der Produktivitätssteigerungen und Innovationen resultieren. Die lernende Organisation, die das Ergebnis eines derartigen Prozesses ist, gilt als eine institutionalisierte Regelstruktur, welche Wissensakkumulation und in der Konsequenz Innovation und unternehmerische Wettbewerbsfähigkeit ermöglicht. Ihr Erfolg basiert auf vier Formen organisierter Wissensumwandlung und Wissensproduktion, die miteinander interagieren (Nonaka/Takeuchi 1995): Für die Produkt- und Prozessinnovation am wichtigsten ist die Artikulation von Wissen durch Explizierung von implizitem Wissen und durch Kombination von explizitem Wissen, was in den Organisationstheorien (eigenartigerweise) am wenigsten thematisiert wird. Dadurch kommt es betriebsintern zu einer Wissensvermehrung, die auch die Arbeitskräfte und Organisation einschließt: Es entsteht neues individuelles implizites Wissen durch Internalisierung, und die Organisationsmuster entwickeln sich weiter (Regeln, Kommunikationsmuster schleifen sich ein) individuelles und organisatorisches Lernen finden statt. Schließlich hat der zwischen einzelnen Wissensträgern stattfindende Austausch von implizitem Wissen soziale Effekte (Sozialisation) und verstärkt soziale Kohärenz und soziale Nähe. Das Zusammenspiel dieser vier Umwandlungsformen bildet im Modell einen endogenen, vom wirtschaftlichen Gewinnstreben der Unternehmen angetriebenen Wachstumsmotor für Unternehmen der Wissensökonomie. Bezug nehmend auf Nonaka und Takeuchi (1995), Foray und Lundvall (1996) oder Dosi (1996) lassen sich diese Prozesse als ein spiralförmiger Verlauf der Transformation von an Personen gebundenem Wissen (tacit knowledge) in kodifiziertes Wissen, gefolgt von einer Rückbewegung zur Praxis, in der neues personengebundenes Wissen und Kontextwissen entstehen, darstellen. In der Wissensökonomie beschleunigen sich derartige Lernprozesse ganz erheblich: Informationsgüter müssen ihre Abnehmer finden, d.h. sie müssen für die Kunden von Nutzen sein und von diesen interpretiert und bewertet sowie schließlich nutzbringend innerhalb der betrieblichen Zusammenhänge angewandt werden. Dieses Wissen steht gleichzeitig aber auch den Wissensproduzenten zur Verfügung, die es anders als materielle Güter weiterverwenden und in neue Produkte einbauen können. Da neues Wissen neben der Umwandlung von persönlichem Wissen vor allem auch durch die Kombination bereits bestehenden persönlichen Wissens generiert wird, spielen die Kombinationsmöglichkeiten von Wissen für die Wissensgenerierung und Produktion neuer Informationsgüter eine zentrale Rolle. Unterschiedliches Wissen lässt sich grundsätzlich immer miteinander kombinieren. Hierfür müssen allerdings gemeinsame Anknüpfungspunkte vorhanden sein, wie sie beispielsweise in interpersonellen Netzwerken existieren. Lernprozesse und wirtschaftliche Innovationen werden in der Wissensökonomie durch Netzwerkbildung also beschleunigt. Der Unternehmenserfolg hängt geradezu von der Interaktion in den richtigen Netzwerken an den richtigen Standorten (localities of learning nach Dosi 1996) ab. Die Lernfähigkeit der Wissensarbeiter und ihrer Unternehmen ist dabei nicht nur in innerorganisatorischen Strukturen begründet, sondern entwickelt sich vor allem in den Kooperationsstrukturen oder Netzwerken der Wissensökonomie. Solche Netzwerke sind meist projektbezogen und zeitlich befristet, um flexibel und schnell ein Marktpotenzial zu realisieren. Jedes Unternehmen bringt seine besonderen Fähigkeiten in das Netzwerk ein, so dass das Produkt oder die Dienstleistung ein Ergebnis der Arbeit von Spezialisten ist. Aus der lernenden Organisation, die sich interne Wachstumsmöglichkeiten durch Mobilisierung und Weiterentwicklung des Wissens ihrer Beschäftigten erschließt, wird ein ler-

14 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe 9 nendes interorganisatorisches System (Organisationskollektiv nach Schreyögg 1998). Derartige dynamische Netzwerke entwickeln sich besonders häufig in jenen Bereichen, in denen Produktspezifikationen und die Nachfrage sich schnell ändern können. Sie werden dort besonders häufig angewandt, wo die Kunden besonders komplexe und anspruchsvolle Anforderungen haben oder wo völlig neuartige Produkte entwickelt werden sollen. 2.2 Wissensgesellschaft Die Etablierung der Wissensökonomie geht einher mit dem Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Dies liegt zum einen daran, dass es grundsätzlich ein enges Zusammenspiel von ökonomischen und gesellschaftlichen Prozessen gibt. Zum anderen sind wichtige Voraussetzungen zur Entwicklung der Wissensökonomie besonders die technologischen Neuerungen Ende des 20. Jahrhunderts wie die neuen Kommunikationswege und -möglichkeiten gleichermaßen für die gesellschaftlichen Veränderungen verantwortlich. Wie auch der Begriff der Wissensökonomie nicht einheitlich und allgemein verbindlich definiert ist, so gibt es auch verschiedene Definitionsansätze für den Begriff der Wissensgesellschaft. Diese reichen von recht engen Auffassungen der Wissensgesellschaft bis hin zu umfassenden Definitionen. Eng gefasste Definitionen wie jene des Bundesforschungsministeriums von 1997 stellen allein auf die technische Dimension ab: Demnach treiben die Informations- und Kommunikationstechnologien die Innovationstätigkeit voran (vgl. BMBF 1997). International verbreiteter sind hingegen Definitionen, welche die (wirtschaftlichen) Innovationsaktivitäten als Kern einer Wissensgesellschaft ansehen. Sowohl die OECD als auch die EU betrachten eine wissensbasierte Ökonomie, in der neue wissensbasierte Unternehmen und Branchen zu fördern sind, und außerdem Reformen der Bildungssysteme als für die Weiterentwicklung der Wissensgesellschaft fundamentale Elemente (vgl. Heidenreich 2002). Diese Definitionen gehen letztendlich auf die ersten Erwähnungen des Begriffs der Wissensgesellschaft von Drucker (1993) zurück, die Wissen als zentralen Produktionsfaktor beschreiben: Diese [Wissens-] Gesellschaft sei gekennzeichnet durch eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Ordnung, in der Wissen und nicht Arbeit oder Rohstoffe oder Kapital zur zentralen Quelle von Produktivität, Wachstum und sozialen Ungleichheiten werden (Heidenreich 2002). Somit werden dem Begriff der Wissensgesellschaft insgesamt vier Bedeutungen zugeordnet: eine technische, zwei wirtschaftliche (Innovationstätigkeit bzw. zunehmende Bedeutung der Wissensarbeit) und eine sozialpolitische, welche die Bedeutung von Ausund Weiterbildungsprozessen neu bewertet (vgl. Heidenreich 2002). Im Vergleich zur Industriegesellschaft ist diesen Bedeutungen gemein, dass sie umfassende gesellschaftliche Veränderungen mit sich bringen, und zwar nicht nur während des Übergangs von der Industrie- zur Wissensgesellschaft, sondern auch danach. Somit werden die existierenden Regelsysteme, Normen, Präferenzen und Erwartungen regelmäßig in Frage gestellt und überdacht, woraus sich ständige Veränderungen der Gesellschaft bzw. ihrer Teilsysteme ergeben. Durch die Interdependenzen der gesellschaftlichen Teilsysteme wird die Wissensgesellschaft als Ganzes leistungsfähiger, da sie sich schneller an veränderte Rahmenbedingungen anpassen kann als frühere Gesellschaftsformen mit traditionellen, weniger flexiblen Regeln und Normen. Gleichzeitig wird sie jedoch auch fragiler, da Fehleinschätzungen z. B. bezüglich der Wirksamkeit einzelner Innovationen die gesamte Gesellschaft betreffen können (vgl. Heidenreich 2002). Die hohe Bedeutung von Innovationen in den Informations- und Kommunikationstechnologien hat dazu geführt, dass der Begriff der Wissensgesellschaft vielerorts synonym zum Begriff der Informationsgesellschaft verwendet wird. Es ist jedoch wichtig, letzteren als Entwicklungsvorstufe zur Wissensgesellschaft zu verstehen und damit den Unterschied zwischen technischen Innovationen und ökonomischen wie gesellschaftlichen Veränderungen herauszuarbeiten. Wissensgesellschaft in ihrer Komplexität wird in Abbildung 2 veranschaulicht. In Übereinstimmung mit der Rolle, die der Wissensökonomie für die Entwicklung einer Wissensgesellschaft in verschiedenen Definitionen beigemessen wird, erscheint sie in Abbildung 2 als Kern der Wissensgesellschaft, was mit ihrer Funktion als Motor für Innovationen und Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit zusammenhängt. Dieser Kern der Wissensgesellschaft befindet sich in einem gesellschaftlichen Umfeld, welches durch drei Dimensionen zusammengefasst wer-

15 10 Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft Werkstatt: Praxis Heft 58 Abbildung 2 Elemente und Dimensionen der Wissensgesellschaft soziale Dimension Soziale Wirkung Kontext: Institutioneller Rahmen Identität Kreativität private IuK- Nutzung Innovation Wissensökonomie Humankapital Erreichbarkeit + Verfügbarkeit von IuK Wettbewerbsfähigkeit Ökonomische Wirkung geschäftliche IuK-Nutzung Entrepreneurship technische Dimension ökonomische Dimension Quelle: eigene Darstellung (s. Euroreg/IRS et al. 2006, S. 73) den kann: einer technischen, einer sozialen und einer ökonomischen. Die technische Dimension beschreibt vor allem die Fähigkeit von Unternehmen und Haushalten, sich Informations- und Kommunikationstechnologien zunutze zu machen. Dazu gehört als conditio sine qua non die Bereitstellung entsprechender Infrastrukturen. Die ökonomische Dimension geht in dieser Darstellung bewusst über die Aspekte der Wissensökonomie hinaus, indem sie Wirkungen auf andere wirtschaftliche Sektoren, die mit der Wissensökonomie verflochten sind und in denen demzufolge peu à peu das Wissen als Humankapital an Bedeutung gewinnt, berücksichtigt. Schließlich beschreibt die soziale Dimension die Bedeutung von Aus- und Weiterbildung bzw. Bildungsniveaus. Diese sind allein deshalb hervorzuheben, da nur sie die Voraussetzung für einen beständigen Zufluss an neuen Wissensarbeitern gewährleisten sowie Abstraktionsfähigkeit und sys- temisches Denken befördern kann und es ohne sie auf Dauer nicht möglich sein wird, dass die Bevölkerung die modernen Informations- und Kommunikationswege zu nutzen versteht. Mit der sozialen Dimension werden aber auch die Herausforderungen, die sich aus der Infragestellung althergebrachter Normen und Regeln in der Wissensgesellschaft ergeben, sowie die starke Zukunftsorientierung im sozialen Handeln umschrieben. Die Wissensgesellschaft ist eine wissende Gesellschaft, die über ihren begrenzten Wissensstand informiert ist und ihren Wissensstand ständig infrage stellt (Verunsicherung). Die Wissensgesellschaft als Ganzes und die Wissensökonomie als ihr Kern stehen in einem permanenten Wechselspiel zueinander, wodurch die oben angeführte gesellschaftliche Fragilität entsteht. So beeinflusst beispielsweise die Nutzung des verfügbaren Humankapitals die Leistungsfähigkeit der Wissensökonomie. Gleichzeitig ergeben sich nicht nur Wechselwirkungen zwischen dem Kern und dem Umfeld, sondern auch zwischen den verschiedenen Elementen der einzelnen Dimensionen. So lassen sich beispielsweise leicht Verbindungen zwischen unternehmerischem Denken und Handeln (Entrepreneurship) und den institutionellen Rahmenbedingungen veranschaulichen, etwa wenn unternehmerische Spielräume in einem Umfeld ausgeprägter Regulierung beschränkt oder umgekehrt nachhaltig gefördert werden. Von der Wissensgesellschaft gehen weitreichende räumliche Wirkungen aus. So ist die Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der neuen

16 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe 11 IuK-Techniken für die Wirtschaft wie für die Haushalte gleichermaßen die wichtigste Voraussetzung für ihre Teilhabe an der Wissensgesellschaft. Nur jene Räume, die durch leistungsfähige IuK-Techniken erschlossen sind, können letztlich auch am Wandel zur Wissensgesellschaft teilhaben und in die Netzwerke des Wissensaustausches umfassend eingebunden werden. Auch die soziale Dimension der Wissensgesellschaft impliziert räumliche Veränderungen. So bilden sich z. B. neue soziale Ungleichheiten, basierend auf Wissen, auch im Raum ab. Räume, die für die Wissensgesellschaft attraktiv sind, stehen solchen gegenüber, die ihre aktive und gebildete Bevölkerung verlieren (brain drain). Es entstehen Räume unterschiedlicher Wissensschwerpunkte und -qualitäten, die zugleich soziale und wirtschaftliche Disparitäten repräsentieren. In einer ökonomischen Ordnung, in der Wissen zur Schlüsselressource neben Arbeit und Kapital wird, droht Räumen schwachen bzw. veralteten Wissens zwangsläufig auch wirtschaftliche Zurückgebliebenheit. Umgekehrt scheint die Wissensgesellschaft mit ihrem ökonomischen Kern überwiegend städtische Räume zu präferieren. In einer Gesellschaft, in der Wissen und Expertise einem Prozess kontinuierlicher Revision unterworfen sind und damit Innovation zum alltäglichen Bestandteil der Wissensarbeit wird (Willke 2001, S. 291), werden sehr spezifische Rahmenbedingungen (materielle, soziale und symbolische Infrastrukturen) gefordert, die möglicherweise nur in den Städten und hier vor allem in den großen Metropolregionen generiert werden können. Nur sie bieten den Ressourcenreichtum (Arbeitskräfte als Wissenspool, Zuliefermärkte, Kommunikationsund Kontaktoptionen, anregendes Umfeld, Kommunikations- und Transportinfrastruktur usw.), kurz: eine große Vielfalt und Dichte an Gelegenheiten, die von der Wissensgesellschaft nachgefragt werden. So gesehen, stellt sich die im Entstehen begriffene Wissensgesellschaft als eine im Tiefsten städtische Gesellschaft dar. Die Stadtregionen sind für die Wissensgesellschaft localities of learning (Dosi 1996). Für die Operationalisierung der Wissensgesellschaft und deren Übertragung auf den Raum bzw. Regionen ist es notwendig, Indikatoren auszuwählen, die diese drei Dimensionen einschließlich der Wissensökonomie hinreichend beschreiben können. Gleichzeitig muss eine derartige Indikatorenauswahl auch der Datenverfügbarkeit Rechnung tragen. Die sich vor diesem Hintergrund ergebenden Indikatoren für die Operationalisierung der Wissensgesellschaft sind in Kapitel 3 dar 2.3 Wissensregion und Wissensmanagement Wissensregion als analytische Kategorie Wie dargelegt wird Wissen in der Wissensgesellschaft nicht nur zum wichtigsten Produktionsfaktor (Drucker 1993), sondern auch zum wichtigsten Standortfaktor. Seine effiziente Nutzung und Anwendung sind heute entscheidend für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die gesellschaftliche Entwicklung eines Landes, einer Region oder einer Kommune (vgl. Holzmann-Jenkins 2004). Im Mittelpunkt steht dabei weniger die Mobilisierung vorhandenen Wissens, sondern die Schaffung, Bereitstellung und nützliche Anwendung neuen Wissens. Dieses wird durch die Kombination bereits vorhandenen Wissens generiert, so dass es auf die Verbindungs- bzw. die Kombinationsmöglichkeiten unterschiedlichen Wissens ankommt. Damit wird die Vernetzung von Wissensträgern zur Voraussetzung von Innovations- und Wertschöpfungsprozessen. Wissensträger sind hier nicht nur ökonomische Akteure, sondern genauso politisch-administrative Akteure, Akteure der Zivilgesellschaft und Akteure des Bildungswesens (siehe Abb. 3). Die Kombination ihres Wissens ist allerdings daran gebunden, dass Anknüpfungspunkte vorhanden sind und ein Impuls gegeben wird, der die Kombination in Gang setzt. Obwohl es weltweite Wissensnetzwerke gibt, müssen in der Regel institutionelle/ organisato rische und räumliche Nähe zusammenfallen, um durch persönlichen Kontakt die Wissenskombination zu ermöglichen. Regionale Wissenskontexte sind für den interpersonellen Austausch von Wissen wesentlich, wobei unter Wissenskontext ein System gemeinsamer Codes der Verständigung, Ansichten, Spielregeln und Interpretationsweisen zu verstehen ist, das sich in Prozessen wiederholter Interaktion und Kommunikation zwischen den Akteuren herausbildet (Jansen 2004). Zwar lässt sich ein gemeinsamer Wissenskontext auch über große Distanzen aufbauen, aber persönliche Wissensverknüpfungen sind immer an einen Ort gebunden. Von Hippel (1994) bezeichnet diese lokalen Bindungen deshalb auch als locational stickiness. Damit ist keine räumliche Abschottung gemeint, vielmehr werden damit spezifische örtliche Kontexte bezeich-

17 12 Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft Werkstatt: Praxis Heft 58 Abbildung 3 Bausteine und Kommunikationsbeziehungen einer Wissensregion Vernetzung Ökonomische Akteure Quelle: eigene Darstellung Wissensökonomische Akteure (z.b. Unternehmen) net, in denen Anregungen aus aller Welt verarbeitet werden. Mit dem Begriff Wissensregion werden demnach aus analytischer Sicht so etwas wie sticky places der Wissenskombination in einem sich global ausweitenden Netzwerk von Informationsflüssen bezeichnet. Ihre Gemeinsamkeit besteht in der herausragenden Bedeutung der richtigen Kombination von Wissen für die wirtschaftliche und soziale Zukunft einer Region. Folgt man der Logik dieses Modells einer Wissensregion, ergeben sich aus dichten Wissensnetzwerken vielfältige Vorteile: Sie vermindern den Informationsaufwand bei der Suche von Kooperationspartnern und Zulieferern. Sie erzeugen Skaleneffekte durch Vermeidung der Notwendigkeit, redundante Bereiche aufzubauen (z.b. durch gemeinsame Nutzung von Einrichtungen und Dienstleistungsangeboten). Sie ermöglichen Spezialisierungsvorteile durch Konzentration auf lokale/regionale Schlüsselbereiche. Sie erleichtern es, akteursübergreifende Projekte (z. B. Produktionsverbünde in Industrie oder Dienstleistung) anzustoßen. Sie tragen zur Schaffung eines regionalen Qualifikationspotenzials bei, befördern die räumliche Konzentration von Wissensarbeitern, die wiederum über die zwischenbetriebliche Fluktuation von Arbeitskräften in den Unternehmen Lernprozesse anstoßen können. Politische Akteure Austausch Die regionale Wertschöpfung wird durch Schaffung regionaler Wertschöpfungsket- Politischadministrative Akteure & Intermediäre Regionales Wissensmanagement Soziale Akteure (z.b. Bildungs - einrichtungen) Austausch Soziale Akteure Nicht zuletzt gewinnt erst durch die räumlich konzentrierte Nachfrage der Akteure die Wissensregion ihre herausragende Position als Knoten der Kommunikations- und Transportinfrastruktur. Dies erleichtert die Erreichbarkeit der Wissensregion und ihren Ausbau zu überregional vernetzten Treffpunkten von Wissens- Communities (Messe, Kongress- und Tagungswesen, Hotellerie). Diesen Gedanken der Wissensnetzwerke greift das Konzept der lernenden Regionen auf: Diesem Konzept entsprechend wird die regionale Integration und die regionale Weiterentwicklung des Wissens systematisch betrieben. Demzufolge basieren lernende Regionen auf lernfähigen flexiblen Netzwerkstrukturen, die in systematischen, institutionalisierten Rückkopplungen lernen. Diese werden u.a. durch direkte Kommunikationsstrukturen und Schnittstellen zwischen den verschiedenen Akteursgruppen und Teilsystemen ermöglicht, die durch ein Netzwerk- bzw. Wissensnetzwerkmanagement personifiziert werden können (vgl. z. B. Stahl/Schreiber 1998, S. 37 ff; Butzin 2000, S. 155 ff). In ähnlicher Weise werden auch innerhalb des Konzepts des kreativen Milieus Netzwerke und vor allem die Beziehungen zwischen den am Netzwerk Beteiligten in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. Netzwerke können dann als kreative Milieus gelten, wenn sie nicht nur aus einem Netz informeller Beziehungen bestehen und räumlich abgegrenzt sind, sondern darüber hinaus eine gefühlte innere und äußere Einheit darstellen und sich mit innovativ wirkenden Lernprozessen befassen. Dementsprechend werden kreative Milieus dadurch charakterisiert, dass sie internes und externes Wissen mit lokalen soziokulturellen Gegebenheiten sowie mit Innovationssystemen in Verbindung bringen (Butzin 2000, S. 152 ff). Gleichzeitig macht dieser Ansatz, der auf räumlich abgegrenzten Gebieten basiert und der räumlichen Nähe eine hohe Bedeutung beimisst, deutlich, dass die Entstehung entsprechender Milieus nicht in Regionen erwartet werden kann, die in räumlich mittlerer oder großer Distanz zu den wissensgesellschaftlichen Zentren gelegen sind. Aus einer übergeordneten regionalen Sicht kann die Wissensvernetzung regionale Struktur- und Standortprobleme bewältigen helfen:

18 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe 13 ten und damit verbundener Importsubstitution gesteigert. Das Entstehen regionaler Innovationssysteme durch Vernetzung von Produzenten neuen Wissens und Wissensanwendern wird gefördert. Zusätzliche Beschäftigung von Wissensarbeitern wird generiert und damit die Gefahr von Arbeitslosigkeit reduziert. Die regionale Exportbasis für wissensintensive Dienstleistungen und Güter wird gestärkt, wodurch der Region zusätzliches Einkommen zufließt (Exportüberschüsse). In Abbildung 4 sind verschiedene Möglichkeiten regionaler Wissensvernetzung ökonomischer Akteure dargestellt. Es handelt sich um Vernetzungen entlang der Wertschöpfungskette, um die gemeinsame Nutzung von regionalen Dienstleistungen, um Zusammenarbeit in bestimmten Wissensbereichen wie z. B. Forschung und Entwicklung. Auch für die beiden anderen wesentlichen Akteursgruppen können entsprechende Modelle der Interaktion und Vernetzung aufgestellt werden. In Abbildung 5 geschieht dies für Akteure aus dem Bildungswesen. Regionen lassen sich den drei dargestellten Typen zufolge bzgl. der Ausstattung und Vernetzung von Bildungseinrichtungen unterscheiden. Als wichtige Kriterien zur Differenzierung erweisen sich die Einbeziehung oder Auslagerung von Institutionen des Hochschulwesens oder der Weiterbildung, die Integration vorschulischer Einrichtungen in das gesamte Bildungssystem und die wechselseitige Beziehung einzelner Elemente dieses Systems. In vergleichbarer Weise kann man Modelle für die Beziehungen zwischen politischen Akteuren aufstellen. In Abbildung 6 geschieht dies anhand von vier Typen. Unterschieden wird jeweils zwischen der öffentlichen Hand, d. h. den politisch-administrativen Organisationen, den Intermediären aus der Zivilgesellschaft und den Privatpersonen, d.h. Bürgern oder Unternehmen. Die Unterscheidung geschieht über die Qualifizierung von Beziehungen (diffus, einseitig, wechselseitig, intensiv), der Identifikation eines organisatorischen Kerns und der Bezugnahme auf externe Akteure. Gerade in ausgeprägten Wissensregionen wird sich dabei das Wissensmanagement als eine mit allen relevanten Akteuren in- und außerhalb der Region vernetzte Institution nicht zwingend als eine spezielle Organisation etabliert haben. Abbildung 4 Ökonomische Netzwerke in Wissensregionen Importe Importe von Dienstleistungen 1) Industrielle Verflechtungen Region I 2) Dienstleistungsangebote Region I Innerregionale Kooperationsmöglichkeiten Exporte Importe von Dienstleistungen Importe Region II Region II 3) Kooperation bestimmter Unternehmensfunktionen Region I Region II A, B und C sind drei Betriebe und/oder Unternehmungen Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an Brugger (1985) Vor dem Hintergrund verschiedener Potenziale und Ressourcenausstattung bieten vor allem die großen Stadtregionen eine Akteursdichte und -vielfalt, die unzählige Optionen für persönliche Kontakte und Kommunikation beinhaltet. Es sind vorrangig diese Räume, in denen der Übergang zur Wissensökonomie und Wissensgesellschaft am weitesten fortgeschritten ist. Da die urbanen Qualitäten der Kernstädte insbesondere die jungen, hochqualifizierten Wissensarbeiter anziehen, siedeln sich dort Wissenschaftsund Forschungseinrichtungen sowie innovative und forschungsintensive Betriebe an, die von diesem Arbeitskräftepool profitieren (RegioVision 2006, S. 5). Man wird Typen von Wissensregionen abgrenzen können, die sich vor allem aus der räumlichen Spezialisierung der Wissensökonomie (vgl. dazu Kapitel 2.1 Wissensökonomie Ein Definitionsansatz ) ergeben. Hierzu zählen Regionen, die sich spezialisieren auf Transaktionsdienstleistungen (Gateway Cities), Technologieorientierte Dienstleistungen (Transformation von Wissen), Exporte Regionsinterne Dienstleistungen Bestimmte Unternehmensfunktion(en)

19 14 Raumentwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Wissensgesellschaft Werkstatt: Praxis Heft 58 Abbildung 5 Beziehungen sozialer Akteure (Bildungswesen) in Wissensregionen V S H V S V S B W B W H B W H Basisversorgung vorhanden, aber nicht vernetzt Hochschulen und Weiterbildung finden außerhalb der Region statt komplett ausgestattete Region mit einseitigen Beziehungen und schwacher Vernetzung schulische Bildung Kerngegenstand der Bildung komplett ausgestattete Region mit wechselseitigen Beziehungen und ausgeprägter Vernetzung Schule, Berufsausbildung und Hochschulen zentral, aber auch vorschulische und Weiterbildung einbezogen Wissensregion H Hochschulen S Schulen B Berufsqualifizierung W Weiterbildung V Vorschulische Bildung Abbildung 6 Beziehungen politischer Akteure in Wissensregionen Ö Ö Ö Ö I P I P I P I W P keine wissenschaftlichen Verknüpfungen diffuses Beziehungsmuster keine typische Wissensregion öffentliche Hand als organisatorischer Kern bzw. Initiator Beziehungen zu Intermediären und Privaten einseitig Wissensregion als Label vorhanden öffentliche Hand als organisatorischer Kern bzw. Initiator Beziehungen zu Intermediären und Privaten einseitig Beziehungen auch zwischen Intermediären und Privaten ausgeprägte wechselseitige Beziehungen zwischen allen Akteursgruppen Wissensmanagement als zentrales Koordinationsinstrument (auch nach außen) und eigenständige Institution Ö öffentliche Hand I Intermediäre P Private W Wissensmanagement Quelle zu Abb. 5 und 6: eigene Darstellung Informations-, Medienindustrie und Kulturwirtschaft, Hochtechnologie (Anwendung von Wissen) oder auf Kombinationen dieser funktionalen Spezialisierungen. Je nach Spezialisierungsprofil ergeben sich in den Regionen unterschiedliche Humankapitalressourcen, Akteurskonstellationen, Netzwerkstrukturen, Infrastrukturen und kollektive Ressourcen. Die Mehrzahl der ländlichen Räume erweist sich in ihren Ressourcen und Potenzialen weniger gut ausgestattet als die Städte. Um nicht zu Verlierern des Übergangs zur Wissensgesellschaft zu werden, müssen aber auch sie eigene, regionsspezifische Strategien als

20 Theoretische Fundierung zentraler Begriffe 15 Antwort auf die neuen Herausforderungen entwickeln. Wissensregion als eine neue Kategorie der Raum- und Regionalpolitik Wissensregionen bzw. die Wissensvernetzung innerhalb und zwischen Regionen sind in zunehmendem Maße auch neue Themen für raumpolitische Strategien in der Wissensgesellschaft, wie die zahlreich gegründeten Wissensregionen belegen. Eine Wissensregion ist aus diesem Blickwinkel eine Region, deren Entwicklungsdynamik durch Maßnahmen, die Entwicklung, Generierung, Transfer und ökonomische Nutzung von Wissen bewusst in den Mittelpunkt rücken, gefördert wird und die international auch entsprechend wahrgenommen wird. Für die Region steht im Zentrum des Aufgabenspektrums, nicht nur aus verfügbaren Informationen neues Wissen zu produzieren, sondern Wissensvorsprünge zu realisieren, durch die sich die Region im sich verschärfenden transnationalen Standortwettbewerb besser positionieren kann. Implizit ist mit dem Ansatz der Wissensregion die Annahme verbunden, dass als Ergebnis des freien Spiels der Marktkräfte eine optimale Kombination von regionalen Wissensressourcen nicht erreicht wird und es besonderer kollektiver Anstrengungen aller regionalen Akteure bedarf, um den Umgang mit der Ressource Wissen zu optimieren. Aktivitäten in den Wissensregionen sind im Allgemeinen darauf gerichtet, den produktiven Wissensumgang zu befördern und Hemmnisse bei der Kombination von Wissen abzubauen. Dabei geht es um die bewusst vorangetriebene Organisation einer wettbewerbsfähigen und sich erneuernden Wissensbasis, z. B. durch Verknüpfung von Wissenschaftseinrichtungen und Betrieben der Region, die Vernetzung der Betriebe in einzelnen funktionalen Schwerpunkten (Kompetenzfeldern, Clustern) der Wissensökonomie, die Entwicklung und Ausschöpfung des Humankapitals durch Bildung, Ausbildung und Weiterbildung der Wissensarbeiter als zentrale Aufgabe der Wissensgesellschaft, die Installierung von Netzbrokern, die sowohl für die Förderung internationaler Kooperationen und Akquisitionen als auch für die Förderung regionsinterner Wissensnetzwerke zuständig sind, die Bereitstellung einer angemessenen intelligenten Infrastruktur für das Management von Wissen (Logistik). Grundsätzlich gibt es für alle Regionen Möglichkeiten, sich in der Wissensgesellschaft im Spektrum der Wertschöpfungs- und Innovationskette zu positionieren. Jede Region besitzt ihre Eigenheiten, die sich aus Unterschieden in der Potenzial- und Ressourcenausstattung ergeben. Aber die Vernetzung zwischen den Städten einer Region z. B. in polyzentrischen Metropolregionen oder zwischen den Städten und ihrem Hinterland sind meist unterentwickelt. Dies gilt in besonderer Weise für die öffentlichen Einrichtungen wie Universitäten und für öffentliche Forschungseinrichtungen, die, selbst wenn sie in räumlicher Nachbarschaft zueinander liegen, untereinander häufig nur gering vernetzt sind und deren Verknüpfung mit der Wirtschaft ebenfalls hinter den Möglichkeiten zurückbleibt. Durch eine systematisch betriebene Vernetzung der lokalen Wissensträger lassen sich folglich positive Synergie- und Bündelungseffekte erzielen, die neues Wissen entstehen lassen, was wiederum die Voraussetzung für ökonomisch relevante Innovationen ist. Diese Überlegung, die auf dem Konzept der lernenden Region (s.o.) beruht, wird bereits durch entsprechende Initiativen der politischen Akteure aufgegriffen. Neben landesspezifischen Politiken (vgl. Kapitel 5) ist hier v. a. das Bundesprogramm Lernende Regionen Förderung von Netzwerken zu nennen. Dieses Programm zielt nämlich auf eine dauerhafte Zusammenarbeit von allgemein- und berufsbildenden Schulen, außerschulischen Einrichtungen, Hochschulen und Weiterbildungsanbietern, Unternehmen, Arbeitsämtern, der Wirtschaftsförderung, den Kammern, Kommunen, Sozialpartnern, Agenda 21-Projekten, Lehrenden und Lernenden ab (Luther 2004, S. 17). Regionales Wissensmanagement als Konzept zur systematischen und effizienten Entwicklung einer Wissensregion Die enorme Bedeutung von Wissen für die regionale Entwicklung hat das Bewusstsein für die Relevanz des Wissensmanagements und für Lernprozesse auf der regionalen Handlungsebene ebenso wie innerhalb anderer Organisationen (private Unternehmen, öffentliche Einrichtungen) geschärft (vgl. Proske 2005, S. 337). Unter regionalem Wissensmanagement wird ein integratives Konzept verstanden, das zum systema-

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